Donnerstag, 18. Zull 1940
General-Anzeiger für Oberhessen
England ohne Ol
Mißtrauen und Unsicherheit in England
Wo bleiben Englands demokratische Freiheiten?
(Scharfe Kritik an den britischen Sondergerichten.
Moyale von den Italienern besetzt
läge
System schwer erschüttert habe.
nächsten Dorf und in der nächsten Stadt abgestimmt waren.
Von unserer berliner Schriftleitung.
Während Churchill in ständigen Unterredun-
Zchristleitung und Geschäftsstelle: Stehen, Zchulstrahe 7-9
gen mit dem König diesen für eine Erweiterung seiner Diktaturvollmachten zu gewinnen sucht, mehren sich die Anzeichen in ganz England und nicht zuletzt in den politischen Kreisen Londons, daß man angesichts der allzu schroffen Widersprüche zwischen Churchillschen Lügen und den rauhen Wirklichkeiten von der unruheoollen Besorgnis zu offenem Mißtrauen überzugehen beginnt. Die Oeffentlichkeit wehrt sich u. a. gegen die von Churchill verlangten Sondergerichte, die er nach Belieben in Militärgerichte umwandeln will. Ja, ein so regierungsfrommes Blatt wie „News Chronicle" betont nicht nur, daß das englische Volk unter dem Kriegsrecht keinerlei Einwirkung mehr auf die Regierung habe — das nennt sich „Demokratie"! —, sondern verlangt geradezu einen Schutz dagegen, daß die Regierung gegen die Inter-
s geradezu darüber erbittert, daß sich die Regierung nach Kanada in Sicherheit zu bringen ge- le 1 denkt, die Masse des englischen Volkes aber dem Schrecken der deutschen Bombengeschwader ausge-
auf zusammen 16 Millionen Tonnen geschätzt, während sie im Jahre 1938 15 Millionen Tonnen betrug, 10,8 Millionen Tonnen iranisches und 4,2 Millionen Tonnen irakisches, über Haifa gehendes Erdöl. Die iranische Regierung liegt, wie der Finanzminister im Parlament von Teheran zu Beginn dieses Monats erklärte, mit der englischen Gesellschaft, der Anglo-Jranian Oil Company, in Stteit, da die Gesellschaft die Ausbeutung der Konzessionen sehr nach-
Jedes Dorf, so erzählt ein Augenzeuge, der in Lissabon eintraf, erklärte sich sozusagen selbständig und schuf sich „seine" Spezialabwehr, auf die
setzt bleiben soll.
Immer tiefer wird die Kluft zwischen der herrschenden Schicht, deren Wortführer Churchill ist, und der englischen Arbeiterschaft, die nicht gewillt ist, die verantwortliche Regierung sich retten zu lassen, während sie selbst mit ihrem Leben für die Fortsetzung des Krieges einstehen soll. Dazu kommt, daß die immer fühlbarer werdenden Einschränkungen der Lebenshaltung durch die außerordentlich hohen Schiffsraumver- l u st e stimmungsmäßig auf das Gros der englischen Bevölkerung derart einwirken, daß man in diesen Kreisen zu Churchills Kriegsoptimismus nicht das geringste Vertrauen mehr hat. Auch der Versuch, die von der englischen Regierung in aller Eile improvisierten Abwehr- plane gegen deutsche Fallschirmjäger in der Praxis durchzuführen, hat die allgemeine Panikstimmung in England noch beträchtlich erhöht und führte zu einem kaum vorstellbaren Durcheinander. In jedem Dorf und in jedem Landstädtchen wurden nach den flehentlichen Rundfunkappellen der Regierung von allerhand wohl-
vruck und Verlag: vrühlscheUniverfitatrdruckerei R. Lange
erlitten.
Matta als Stützpunkt bedeutungslos geworden
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Rom, 17. Juli. (DNB.) Ein Sonderberichterstatter der Agenzia Stesani schildert die ständigen Ueberwachungsflüge der italienischen Luftwaffe über der Insel Malta, dem sttategischen Pfeiler Englands im Mittelmeer. Heute könne man von ihr nicht mehr behaupten, daß sie das sei. Diese Ueberwachungsflüge erfolgten nach einem vorher genau seft- aeleaten Plan, um jedwede Reaktton oder Initiative des Gegners unmöglich zu machen. Zwar unterhalte das englische Kommando noch Luftsttettkrafte vom Typ Spitfire und Hurricane auf derInsel, um zu schützen, was von den Anlagen und dem Arsenal dieser Basis noch übriggeblieben sei. Vielleicht feien | sie aber auch nur dort, um darzutun, daß auf der Insel überhaupt noch so etwas wie eine Verteidigung vorhanden sei. Das sei jedoch a l l e s b edeu- t u n q s l o s , wenn man bedenke, daß sich im Ha- fen weder Kriegs- noch andere S-hiN- a u f h a l t e n können, weil sie sonst unmittelbar
einander"
Neutraler Augenzeugenbericht aus London.
Lislaban, 17. Juli. (DNB.) Wie hier be.
n „ t .f, n f f. EnalandS den srneg Deutschland sorlzusühren, einen Widerhall in wei- ^n Kreisen des -nglifthen Balkes gefunden nu dem der Premierminister sicherlich nacht gereqn-i hat. Die englischen Arbeiter und mchtelst°ndstch°n Berufe sind nämlich non dieser Absicht Churchill London zerstören zu lassen und dann °ub-r^a^ des zu gehen, nicht nur peinlich berührt, >onoern
Auch in militärischer Hinsicht zeigt sich angesichts der schweren Widersprüche, in die sich die Regierung , verwickelt hat, eine zunehmende Unruhe m der englischen Oeffentlichkeit. Nachdem sich schon samt- liche militärischen Pläne, Mitteilungen und Berechnungen der Regierung Churchill als Lugen und be- ' wußte Trugschlüsse herausgestellt haben hat sich die Regierung jetzt auf die Behauptung festgelegt, sie werde im Herbst über 3,5 Millionen Mann verfugen Nun weiß man erstens in England ganz genau, daß für ein solches Massenheer weder Ausrüstung noch Bewaffnung vorhanden ist. Zweitens weiß die Regierung schon letzt nicht, wo sie die in Zeltlagern kampierenden Truppen bei schlechtem Wetter unterb rin gen soll, da die Kasernen nur für das englische mnedensheer aus- reichen. Und drittens: wenn man angeblich uver eine so große und so überlegen gerüstete Armee Derfügt, welchen Sinn soll dann der im -Daily Expreß" erneut erhobene Schrei nach der Massen- verteilung von Handgranaten und gefüllten £ens zinflaschen a n d i e B e v ö l k er un g haben? Wenn diese Forderung mit der Begründung erhoben wird, .damit wir unser Heim und unsere Familien verteidigen können", dann bedeutet das, daß das englische Volk entweder die Versicherungen der Regierung über die Stärke der englischen Wehrmacht für Schwindel hält oder daß sie zu dieser Weh^ macht nach nunmehr zehnmonattgen Erfahrungen keinerlei Zutrauen mehr hat.
Das ist die innere Verfassung, in der England m einen Entscheidungskampf hineingeht den es wie ein unfaßbares Unheil herannaheri fühlt. Wie m einer solchen Dolksstimmung die Verschickung der Kinder, der Kapitalien und Rennpferde der Plutokraten nach Uebersee wirken, kann man sich vor- stellen zumal die Bevölkerung langst weiß, daß alle Vorkehrungen für eine Flucht der Schuldigen im gegebenen Augenblick bereits getroffen sind.
„Kaum vorstellbares Durch-
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Lissabon, 27. Juli. (DNB.) Der englische Innenminister Anderson hat das Unterhaus mit einem Gesetz überrascht, daß die Errichtung von zivilen Sondergerichten mit nur einem Richter ohne Geschworene vorsieht. Diese Gerichte sollen in Zeiten großer Gefahr Personen chnellstens aburteilen, die ein Verbrechen militärischer Natur begangen haben. Berufung gibt es nicht. Das Standrecht soll über alle Gebiete verhängt werden, die zur Kriegszon e erklärt werden. Die Einbringung dieses Gesetzes bildet in London die Sensation des Tages und hat im Parlament einen Sturm der Entrüstung eroorgerufen. ....
„News Chronicle" richtet an den Innenminister einen offenen Brief. Darin wird darauf hingewiesen, daß Anderson jetzt die fo genannte Meinungsfreiheit völlig aufhebey wolle. Die Zeitung zitiert Falle, in denen „sonst gute Bürger" mit Gefängnis bestraft wurden, weil sie erzähtt hatten, man habe sagen
lässig betrieben habe.
Die für die Versorgung der englischen Mittelmeerflotte besonders wichtige Pipeline von Mossul nach Haifa ist aber jetzt fyird) die Italiener getroffen worden, so daß den britischen Kriegsschiffen im Mit- teüneer gewissermaßen der Betriebsstoff auszugehen droht. Hinzu kommt nämlich noch, daß Rumänien den englischen Gesellschaften bzw. deren In- genieueren unmöglich gemacht hat, die rumänische Erdölproduktion mit den beliebten englischen Schmutz- unb Sabotagemitteln zu stören. Die rumänische Erdölproduktion betrug in den letzten Jahren durchweg 5,5 Millionen Tonnen, von denen ein großer Teil nach England ging. Jetzt sind Deutschland und Italien die Abnehmer des rumänischen Erdöls, das Mittelmeer ist für den Verkehr britischer Handelsund Tankdampfer verschlossen. Alle Bemühungen der Briten, die Gefahr für ihre Kriegsflotte, kein Del mehr zu haben, zu bannen, sind vergeblich gewesen. Die britischen und norwegischen Tanker, die bisher das Oel von rumänischen und palästinensischen Häsen durch das Mittelmeer nach England brachten, sind versenkt oder müssen den weiten Umweg um das Kap der Guten Hoffnung machen. Hebet Schottland kommen von der westlichen Halbkugel nur noch geringe Mengen, uni) im Kanal liegen deutsche U-Boote auf der Lauer. Zudem hat unsere Lust- waffe durch die Bombardements der großen Tankanlagen an der Themse und anderen Plätzen auch noch große englische Vorräte vernichtet!
Für England ist aber die Versorgung mit Oel mindestens ebenso wichttg wie die mit Lebensmitteln. Das Gefüge des britischen Weltreiches wird nur durch feine Flotte zusammengehalten. Die Flotte ! hatte sich immer mehr' dem Delantrieb verschrieben. Im Jahre 1914 wurden nur 3,10 v. H. der Welttonnage mit Oel betrieben, 1939 waren es bereits 54 v. H., vor allem die englische Kriegsflotte ist restlos auf Oel umgestellt worden. Infolgedessen nahm die englische Oeleinsuhr geradezu sprunghaft zu. Sie belief sich schon 1938 auf 13 Mill. Tonnen, um mcht
essen der Nation handelt!
Wir verzeichnen an weiteren Merkmalen eines \ tief erregten Mißtrauens die Tatsache, daß nach . übereinstimmenden ausländischen Berichten niemand । mehr in England an irgendwelche Sicherheit ! gegen deutsche Luftangriffe glaubt. Aber damit nicht genug! In einem der Regierung so nahestehenden Blatt wie der „Times" ist wörtlich zu lesen: „Ein Glaube, daß die englische Luftwaffe jemals mehr leisten könne, als die umfangreichen strategischen Ideen Hitlers zu stören oder zu behindern, wäre Wahnsinn." Mit dieser Feststellung hat das regierungsoffiziöse Blatt sämtliche amtlichen Behauptungen über den Wert der englischen Luftwaffe geradezu als Lügen bloßgestellt. Aus der allgemeinen Skepsis gegen die Regierung aber schält sich noch ein besonderes Mißtrauen gegen Churchill selbst heraus, wenn ebenfalls die „Times verlangt, daß die Macht auf eine „repräsentative Behörde" übertragen werde, anstatt daß soundso viele Behörden ständig gegeneinander arbeiten. Diese Forderung unterstützt also in nachdrücklicher und für Churchill nicht gerade schmeichelhafter Form das Verlangen, daß zum mindesten die militärische Gewalt in einer einzigen autoritativen Hand vereinigt werden müsse. Es hat das Urteil über Churchills politische Fähigkeiten nicht gerade verbessert, daß dieser die Uebertragung aller militärischen Vollmachten auf einen führenden Militär mit allen Mitteln hintertrieben hat. Er hat es vorläufig erreicht, daß auch die Person des Generalstabschess I r o n s i d e , der in diesem Zusammenhang tagelang genannt wurde, überhaupt nicht mehr erwähnt wird.
Dazu kommt ferner die Tatsache, daß man sich in manchen politischen Kreisen Englands darüber klar geworden ist, welch einen schweren Schlag Churchill dem englischen Ansehen in der Welt durch das feige Piratenstück von Oran und durch die anderen Ueberfälle auf französische Flotteneinheiten zugefügt hat. In ausländischen Meldungen aus London wird bereits versichert, daß Mitglieder des Parlamentes, und zwar Dertteter beider Häuser, sichim dieser Angelegenheit direkt an den König gewandt
^Lines^unserer U-Boote ist nicht zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt.
Die Bedeutung der itattenifchen Erfolge in Ostafrika.
Rom, 17. Juli. (Europapreß.) Die Besetzung des in Richtung aus Dolo vorspringenden ZiP- iels der englischen Kolonie Kenia, die im italienischen ch-eresblricht vom 16. Juli gemeldet wurde, döi wie di- römische Presse betont, eine Bedeutung, fM M-r ^e dadurch erzielte Verkürzun g der äthiopischen Grenze um 300 Kilometer hinausgeht. Sie sei, so schreibt „Tribuna , ein Beweis dafür, daß die Initiative der Operationen an den Grenzen dieser englischen Kolonie in den Händen der Italiener liege. Nach den Prophezeiungen gewisser unbekum«-
hören, daß innerhalb von zwei Monaten die Hakenkreuzfahne über dem Parlament wehen würde. „Wenn es", so heißt es in dem offenen Bries, ,/ein Verbrechen ist, solche Spekulationen zu machen, dann müsse man augenblick-| lich die Hälfte der Militärgerichte, die meisten Redakteure und ohne Zweifel auch viele Parlamentsmitglieder ins Gefängnis stecken. Wir bitten, darauf Hinweisen zu dürfen, daß Sie nicht mehr in Bengalen sind. (Anderson war früher Gouverneur der indischen Provinz Bengalen.) Das englische Volk wird sich nicht in eine Unterdrückung schicken. Auch die „schweigenden Spalten" (Zensurlücken) werden nicht dazu beitragen, den Geist des Volkes zu heben. Wenn drastische Maßnahmen ergriffen werden, fragen die Engländer nach dem Grund und sind verwundert, wenn Sie selbst verzagt und verzweifelt sind. Wir wünschen nicht, wie geistlose Tiere behandelt zu werden."
d°m B°mbard-m-n?d-r ܰ en chen Luftwaffe zum D-r deutsch- Ingenieur Hermann Pohlmann Ov7«r ^l°n Daraus g-h- eti&utig hervor, daß (Mitte) fchuf bei den Junkers-Werken den well- die italienische Luftwaffe dos englische strategische berühmten Stuka, dessen Einsatz IN stärkstem Maße System sch w - r - r schütter t habe. zur Vernichtung d°^ndestzr.e und fuhren w,rd.
1Y0. Jahrgang Nr. 168 AW • 9 1,0
Eichener Anzeiger
Das zynische Wort des alten Clemenceau aus bent Weltkrieg, jeder Tropfen Erdöl fei einen Tropfen Blut wert, ist von den Italienern damit beantwortet worden, daß sie Englands Petroleumhafen in Palästina, Haifa, mit schweren Bomben aus der Luft belegt und die Erdöllager in Brand geworfen haben. Im Hafen von Haifa endet die Pipeline, die - • o u i das Oel in langen Leitungen durch die syrischen
man selbstverständlich unend ich stolz war. Unter » Mossulgebiet, nach Westen
der Führung des Ortsge,stl,ch°n wurden überall M^ 'Petro^m^ks von Haifa sind also ein b.,C droa .an befonöere empfindlicher Punkt des britischen Wirt.
Aeit des Krimkrieges erinnern, I°w>e allerlei myste- ' pers Die nahöstlichen Erdölländer, Iran rios aus,-hende Einrichtungen geschaffen dieals U / । g eine w wesentliche
Tankfallen bezeichnet wurden. In militärischen Krei- Vorjahre wurde deren Produktion
fen steht man diesem Freiwilligenrummel einiger-- - u' — *--------
maßen fassungslos gegenüber. Jnspektionsoffiziere schlugen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie die oft völlig dilettantisch angelegten lokalen Verteidigungswerke besichtigten.
Weiter berichtet der Augenzeuge: „Es ist einfach unfaßbar, mit welcher Ahnungslosigkeit ttotz allem, was in den letzten Wochen und Monaten auf den Schlachtfeldern Belgiens und Frankreichs geschah, die Zivilbevölkerung Englands sich auf eine „Abwehr" moderner Kampfgruppen einrichtet. Die Erklärung liegt wohl in der für einen Ausländer oft unglaubwürdigen militärischen Ahnungslosigkeit des einzelnen Engländers, eine Folge des dort seit Jahrhunderten bestehenden Söldnersystems. Die kurze Episode der allgemeinen
Rom. 17.3utt. (DNB.) Der italienische Wehr- i Machtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: i
Lines unserer U-Boote hat im östlichen Mit- telmeer ein großes Tankschiff versenkt.
Bei einem Luftkampf unserer Jagdflugzeuge über : der Insel Malta sind zwei feindliche Flugzeuge a b g e s ch o f s e n worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Der Hafen von Alexandrien (Aegypten) ist von neuem und wirksam mit Bomben belegt worden.
In Nordafrika hat unsere Luftwaffe mit klar erkennbaren Ergebnissen die Flughäfen und Schuppen von Marsa-Matruh und S xo\ Bartan bombardiert. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Lin vom Feind versuchter starker Angriff gegen unsere Stellungen nördlich der befestigten Anlagen van L a p u z z o unter Einsatz van etwa 50 Panzerwagen, die mit künstlichem Nebel arbeiteten, ist van unseren Truppen kühn abgeschlagen worden. Feindliche Flugzeuge haben auf den Hafen von Tobruk von neuem Nachtangriffe unternommen, ohne irgendeinen Schaden anzu- "«Jn" Ostafrika haben unsere Lingeborenen- Truppen G h ez z an , in der Gegend von K or- m u k, beseht, wobei Waffen und eine englische Fahne erbeutet wurden. Die Bevölkerung Hal begeistert unsere Herrschaft anerkannt 3n ftenia in im Zuge der im gestrigen Wehrmachtsbencht bezeichneten Operationen in der Sone von Moyale die englische Stadt Moya le beseht worden. Feindliche Luftangriffe ausAgordat, Asmara und Assab haben nur ganz leichten Schaden angerichtet. Lin feindliches Flugzeug wurde
meinenden Amateuren sogenannte „Derteidi- Wehrpflicht im Weltkrieg hat hieran überraschend gungsorgasationen" geschaffen, die in kei- wenig geändert.
ner Weife auf die gleichartigen Organisationen im I
merter Strategen habe Jtalienisch-Ostafrika von -xx
dem unwiderstehlichen Vormarsch der in Kenia und (ypF IQphrniflmfÄnPf|mt im Sudan angesammelten Truppen des brittschen x 7
Imperiums als ein leichter Bissen verschlungen wer- hHtn JKlttiDDtlk
den sollen, während die unbesiegliche englische Flotte vvm <1111 WVUJ*
dafür hätte sorgen sollen, daß diese Mahlzeit in aller Berlin, 17. Juli. (DNB.) Das Oberkommando Ruhe eingenommen werden könnte. Es sehe gar k ujebrrnadit gibt bekannt:
mcht so aus, als ob die Dinge sich in dieser vorge- T^igkeit der Luftwaffe war infolge der
Ä Än'Ä «W" W°»°r,°g° nur gering. W W
Engländern "d^ ?W ^g^?n s^J^n n A^A /t h i o"- Hafenanlagen !on Thur so an und setzten eia
piens verlegt worden. Die italienischen Erfolge Handelsschiff durch Bomben in Brand. An der Sud
an der Nordwest- und der Südgrenze von Jtalie-kpjhe oon $Capa Flow wurde ein britisches nisch-Ostafrika seien durch die im Heeresbericht er- Xruppenlager erfolgreich mit Bomben belegt, wähnte Einnahme von Ghezzan u P" Teinblithe Einflüge nach Deutschland fanden nicht Moyale erweitert worden. Ghezzan, das fünf Kilometer jenseits der Sudan-Grenze liege, be-- iian-
herrsche die Straße, die auf dem linken Ufer des q Konstrukteur de6 Stuka.
Blauen Nils entlangführe. Moyale an der Kenia-1 Grenze fei von den Engländern mit Rücksicht auf seine strategisch wichtige Lage so stark befestigt worden, daß man es für uneinnehmbar gehalten habe. Das Fort sei von einer Abteilung der besten englischen Kolonialtruppen, der King African Ristes verteidigt worden. — „Giornale d Italia schreibt, die Engländer hätten an den Grenzen des Sudans und oon Kenia eine beachtenswerte Nieder-


