Ausgabe 
18.5.1940
 
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Mffenemsah deutscher Panzer

Zerschlagene französische Panzer

Deutsche Vomber über dem Flugplatz Dijon

Der WehrmachtLericht vom Freitag berichtet, daß französische Panzer, die sich östlich Dinant unseren Panzern entgegenwarfen, geschlagen wurden. Don dem Angriff der deutschen Panzerkraftwagen auf Dinant berichtet unser Bild. (PK.-Kliem. Scherl-M.)

Von der Wirkung deutscher Bomben gibt diese Luftaufnahme von dem französischen Fugplatz in Dijon einen Begriff. Ein Teil der Hallen ist schon zerstört, und immer noch trifft der Bombenhagel die Flug­platzanlagen. (PK.-Folkerts. Scherl-M.)

weiter jenseits die Maas überschritten und hier in die durch Ausnutzung des vielfach unüberwind­lichen, scharf eingeschnittenen, gebirgigen und wald­reichen Geländes, durch künstliche Befestigungs­bauten verstärkt, zu einem starken Bollwerk für jeden Verteidiger gewordene Maginotlinie eine klaf­fende Bresche von 100 Kilometer Breite gelegt. Das ist das Fazit von acht Tagen.

Auch auf die D y l e - S t e l l u n g hatten die Engländer und Franzosen die größten Hoffnungen gesetzt, die freilich nun überraschend schnell zunichte gemacht worden sind. Die Dyle-Stellung, als letzter Sperriegel des belgischen Befestigungssystems vor Brüssel war als Verlängerung der Maginot-Maas- linie gedacht, flankiert von den beiden Eckpfeilern der gewaltigen Befestigungen Namurs und Ant­werpens.

Antwerpen, dessen erste Ursprünge als Befesti- San der Schelde weit in das erste Jahrtausend ^reichen, Mitglied der Hanse und erste Handels­stadt Europas im Reich Karls V., wurde aus höch­ster Blüte empfindlich zurückgeworfen, als die Hol­länder in ihrem Freiheitskampf gegen Philipp von Spanien 1585 die Scheldemündung sperrten und damit den Handel der von den Spaniern zurück­eroberten Stadt vernichteten. Erst nach der Tren­nung Belgiens von den Niederlanden 1830 ent­wickelte sich Antwerpen wieder zu einer der be­deutendsten Handelsmetropolen der Welt, die heute mit ihren Vorstädten 420 000 Einwohner zählt und der kulturelle Mittelpunkt de- Flamentums ist. Ob- wohl Antwerpen noch rund 90 Kilometer von der freien Nordsee entfernt liegt und die Scheldemün­dungen sämtlich in holländischem Besitz sind, wo­rüber es zwischen Belgien und Holland bis in die neueste Zeit hin vielfache Differenzen gegeben hat, hat Antwerpen sich in scharfer Konkurrenz mit Amsterdam und Rotterdam behaupten können. Der berühmte Brialmont, dem auch Lüttich und Namur ihre Befestigungsanlagen verdanken, baute Ant­werpen in den 80er Jahren des vorigen Jahrhun­derts zu einer der stärksten modernen Festungen aus. Im Weltkrieg war das belgische Heer in den ersten Septembertagen 1914 auf Antwerpen zurück- aewichen und hatte den rechten Flügel der deut­schen Armeen mehrfach durch Ausfälle beunruhigt, bis es, von seinen Verbündeten im Stich gelassen,, eingeschlossen und nach einer Belagerung von 14 Tagen, bei der die berühmten deutschen 42-cm- Mörser und die österreichischen 30,5-cm-Motor° batterien neben 28-cm-Marine-Langrohrgeschützen wirkungsvoll eingesetzt wurden, von General Bese- ler am 8. Oktober zur Uebergabe gezwungen wurde.

Namur, der andere Eckpfeiler der von unseren in gewaltigem Schwung vorwärtsstürmenden Trup­pen durchbrochenen Dyle-Stellung, ist ebenfalls eine gewaltige Festung, die schon in den Kämpfen dys 17. Jahrhunderts eine große Rotte gespielt hat und von Brialmont auf das modernste aus gebaut wurde, um das Sambre- und Maastal zu schützen. Im Weltkrieg hatte auf dem Vormarsch durch Bel­gien die 2. deutsche Armee des Generals von Goll­witz am 20. August die Festung umschlossen und sie mit Hilfe schwerer Belagerungsartillerie schon in wenigen Tagen niedergekämpft. Der Schwer­punkt des deutschen Angriffs auf die Dyle-Stel­lung lag bei W a v r e, nicht weit von dem histori­schen Schlachtfeld von Belle-Alliance, auf dem am 18. Juni 1815 Napoleons Kriegsstern unterging. Hier, nur noch 25 Kilometer von Belgiens Hmrpl- stadt entfernt, wurde die AuffanMellung des britisch-französischen Heeres durchstoßen. Eine zweite Bresche schlugen sich unsere tapferen deutschen Truppen 20 Kilometer weiter bei Löwen, der durch die schamlose Greuelpropaganda aus dem Weltkrieg her zu zweifelhaftem Ruhm gelangten alten flämischen Universitätsstadt mit großartigen gotischen Bauten, und drangen auf Mecheln vor, das bereits halbwegs zwischen Antwerpen und Brüssel ebenfalls noch an der Dyle liegt. Auch Mecheln, der Sitz des KaMnal-Primas von Bel­gien, eine Stadt von 'rund 60 000 Einwohnern, ist durch Prachtbauten der Hochgotik berühmt. Bei Löwen und Mecheln befanden sich unsere Truppen auf den Spuren der Kämpfe, die schwache deutsche Kräfte gegen die Ausfälle der belgischen Armee aus Antwerpen zu führen hatten. In der Front ein­gedrückt und auf dem linken Flügel überholt, hat die britisch-französische Armee die zum Auffang hes deutschen Vorstoßes bestimmte Dyle-Stellung trotz der vielgerühmten Befestigungen nicht zu halten vermocht. Schon wenige Stunden, nachdem der deutsche Wehrmachtsbericht den Durchbruch der Dyle-Stellung gemeldet hatte, standen deutsche Truppen, von dem unwiderstehlichen Willen zum Siege vorangetragen, in den Mauern Brüssels. Nach einem Feldzug von genau acht Tagen weht die deutsche Reichskriegsflagge im Herzen Belgiens. Nur wenig mehr als hundert Kilometer sind es noch bis nach Ostende, wohin die belgische Regierung geflohen ist, bis zur belgischen Küste, die bestimmt ist, die neue Front gegen England nach Süden bis zum Kanal zu verlängern. Brüssel, einst der Sitz der Herzöge von Brabant, war unter Burgundern und Habsburgern Hauptstadt der Niederlande, mit seiner berühmten Kathedrale und dem herrlichen Marktplatz, umstanden von den gotischen Fassaden der alten Zunfthäuser, noch heute von ausgeprägt flämischem Charakter. Die Francillons gewannen in Brüssel erst die Oberhand, als es Hauptstadt des neugeschaffenen Königreichs Belgien wurde, das seinen Unabhängigkeitskrieg gegen die Niederlande mit Hilfe Frankreichs geführt yatte und nun zum Dank dafür Kultur und Sprache seiner herrschenden Schichten von dort bezog. Heute ist Brüssel eine äußerst lebendige, auch wirtschaftlich sehr rege mo­derne Großstadt, die mit ihren Vororten 840 000 Einwohner zählt. Es bleibt nun dem britisch-fran­zösischen Heere, das in wohlvorbereiteter Stellung den deutschen Vormarsch erwartet hatte, aber nicht imstande gewesen war, Den mit Elan vorgetragenen deutschen Vorstoß aufzufangen, nichts anderes übrig, als den Spuren der belgischen Regierung zu folgen und auf GentOstende auszuweichen, wenn es nicht die Küste preisgeben will und auf den Raum vsn Lille zurückgeht, wo die die Namen der vielen durch das Blut tausender deutscher Weltkriegssol­daten geheiligten Schlachtfelder Flanderns wieder lebendig werden.

Ein Ereignis von kaum geringerer Bedeutung und noch gar nicht abzusehender Tragweite hat sich a n der Maasfront zugetragen. Hier ist zwischen Sambre und Maas in einer Breite von 100 Kilo­metern di« Maginot-Linie durchbrochen. Hier hat sich die unerhörte < dynamische Kraft der deutschen Panzertruppen in einer bis dahin einfach unvor- stellbaren Weise gegen einen Panzergürtel schwer- ster Befestigungen ausgewirkt. Wie dem Angriffs­geist des deutschen Infanteristen in Holland und Belgien der Motor Flügel verlieh zu einem Sieges­zug, für dessen Tempo die Kriegsgeschichte keine Beispiele kennt, so war es hier an der Maginot- Linie entlang der französisch-belgischen Grenze die

In nahezu allen Phasen der großen Entscheidung in Belgien, in denen deutsche und französische Panzer aufeinandertrafen, wurden die französischen Einheiten nicht zuletzt durch die zusätzlichen zermürbenden Schläge der deutschen Luftwaffe aufgerieben oder verlustreich zurückgeworfen. Unser Bild zeigt deutsche Soldaten in einer belgischen Ortschaft vor einem zusammengeschossenen französischen Panzer­kampfwagen. (PK.-Schulze-Scherl-M.)

krieges her ein vertrauter Name, deckt das Sambre- Tal gegen Vorstöße von NamurCharleroi her, der linke Flügel der deutschen Einbruchsarmee kämpfte auf dem historischen Schlachtfeld von Sedan. Weder hier und weiter südlich, wo man sich durch Bereitstellung starker Kräfte vor Heber« raschungen gesichert hatte, noch vor der Mitte der Front bei Dinant vermochten feindliche Gegenstöße, die zur Entlastung der vom Einbruch unmittelbar bedrohten Abschnitte unternommen wurden, trotz des Einsatzes starker Panzerverbände Boden zu gewin­nen. Sie wurden zurückgeworfen, die Maasfront in 100 Kilometer Breite zerschlagen, die Zahl von 12000 Gefangenen lediglich an der Front bei Sedan demonstriert augenfällig die Wirkung des deutschen Dernichtungsschlaas.

Ein Blick auf Die Karte eröffnet nach diesen ersten gewaltigen Erfolgen der deutschen Waffen kaum vorstellbare Möglichkeiten, aber wir wollen uns nicht auf gewagte Spekulationen einlassen, nur so viel sei gesagt: Der Bewegungskrieg, wie ihn die überlegene deutsche Führung dem Feind nach seinem eigenen Eingeständnis aufgezwungen hat, läßt alle starren Formen fallen, heute sucht man nicht mehr eine Front, die rechts und links auf Fühlung und Anschluß sieht, wie noch im Weltkrieg selbst beim Aufmarsch und den Eröffnungsschlachten des Som­mers 1914 und dann wieder bei der deutschen

Einsatz der modernen Waffen bis zum äußersten aufgelockert. Im Rahmen der großen tragenden Idee des Feldherrn, dessen zuchtvolle Phantasie die Heere bewegt, ergibt sich für diese aus dieser Auf­lockerung, wie schon der Krieg in Polen gezeigt hat, eine große Selbständigkeit, die ungeheure Ent­schlußkraft und Wendigkeit erfordert. Die deutsche Heeresleitung hat wie in Polen nun auch auf dem neuen Kriegsschauplatz im Nordwesten gezeigt, daß sie alle Elemente der modernen Kriegführung in geradezu virtuoser Weise beherrscht und handhabt, sie hat es verstanden, dem Feinde das Gesetz des Handelns vorzuschreiben und wird die Initiative nicht aus der Hand lassen. Es ist bezeichnend für die neue Sage, daß sie den Feind vor schwer­wiegende Entscheidungen stellt, man tönte sich den­ken, daß sie je nach den Gesichtspunkten, von denen aus sie betrachtet werden, sehr verschieden ausfallen müßten. Schon jetzt fehlt den Belgiern nach dem Verlust der Dyle-Stellung und ihrer Hauptstadt eigentlich das militärische Ziel für eine Fortsetzung des Kampfes, wenn sie nicht ausschließlich für die Interessen Englands die Reste ihrer Wehrmacht opfern wollen. Die Engländer ihrerseits legen begreiflicherweise das größte Gewicht auf die Ver­teidigung der belgischen Küste, um die Deutschen von den eigenen Gestaden sernzuhalten. Völlig anders liegen wieder die Interessen der F r a n z o -

Wucht der modernen deutschen Panzerwaffe, gegen

die kein Kraut gewachsen war. Die Festung Mau- , . _

beuge, ebenfalls aus den ersten Wochen des. Welt- FMjahrsosfensivs 1918t Ui Fronten sind durch den j tz n. die mehr auf die Verteidigung ihrer Haupt-

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Greuelhetze-auch eine,,Waffe"

Wir haben es schon im Weltkrieg erlebt, daß die von England planmäßig organisierte Greuelhetze gegen die deutsche Wehrmacht stets dann einsetzte, und sich sehr schnell übersteigerte, wenn der Geg­ner schwere Rückschläge zu verzeichnen hatte. Das begann schon im Polenfeldzug. Das steigerte sich im norwegischen Feldzug mit der Verbreitung bewußt erlogenerMeldungen" über die Beschießung etwa friedlicher Landbewohner durch deutsche Flugzeuge. Das hat jetzt einen vorläufigen Höhepunkt erreicht im Zusammenhang mit den Operationen im west­lichen Feldzug. Geleitet und maßgeblich beeinflußt wird diese Greuelhetze von Denjenigen Staaten, deren Regierungen verantwortlich sind für den fort- geletzten Bruch internationaler Konventionen gegen­über neutralen Staaten, von Denjenigen! Staate auch, der feine militärisch autorisierten Mörder upd Schwerverbrecher nach vollzogener Tat öffent­lich durch die Regierung belobigt wie beispielsweise das Gesindel des ZerstörersCossack", Den Dann oben an der norwegischen Küste sein verdientes Schicksal ereilte.

An der Westfront hat jetzt ein Feldzug von nur einer Woche eine Lage entstehen lassen, die in den Reihen des Gegners außer schwersten Verlusten

Der Optiker am Sahnhafl

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aller Art eine tiefgehende Beunruhigung hervorge- rufen hat. Schlagartig hat infolgedessen eine wahre Flut der niederträchtigsten Greuelmeldungen in England und Frank­reich eingesetzt: Beschießung eines Flüchtlingszuges von 500 Personen, von denen nur 200 (genau!) angefommen seien? Verfolgung der holländischen Thronfolgerin und. ihrer kleinen Tochter durch Deutsche Flugzeuge, Die auf sie geschossen hätten, weil ihnen Die Vernichtung der Prinzessin befohlen worden sei, Verwendung von 2000 Uniformen hol­ländischer Behörden als Verkleidung für deutsche Soldaten (sofort amtlich identifiziert als abgetra­gene blaue Uniformen Der Schutzpolizei, die 1 in einigen Grenzorten im August 1939 durch Die Grenzwachen zur Aufbewahrung eingeliefert wor­den waren und sämtlich die deutschen Hoheitszeichen usw. trugen); Bombardierung belgischer Flüchtlinge auf Landstraßen; Bombardierung nichtmilitärischer Stadtteile viele Stunden hindurch usw. Daneben tauchen sämtliche Erzeugnisse der englisch-französi- chen Giftküche aus dem Weltkrieg wieder auf wie die angebliche Verteilung vergifteter Bonbons und dergleichen mehr.

Es ist nicht etwa so, daß diese ordinäre Kampf- art der Presse überlassen bleibt, vielmehr beteiligen ich die beidenJnformationsministe- r i e n" führend an diesem widerlichen Treiben. Dementsprechend sind auch sämtliche anderen Publi- kationsmittel in den Dienst dieser Greuelhetze ge- teilt, beispielsweise die amtlichen Nachrichtenbüros. So leitet u. a. die französische Havas-Agentur eine Greuelschilderung mit dem Satz ein:Die deutsche Armee begeht mit wahrer Herzenslust dieselben Verbrechen wie 1914." Wir haben wichtigeres zu tun als jede Greuelmeldung zu widerlegen. Eine derartige Verteidigung im einzelnen hat die ruhm­reiche und ritterliche deutsche Wehrmacht im Gegen- atz zu unseren Gegnern noch niemals nötig gehabt die Kolonialgreuel Englands und Frankreichs füllen dagegen eine ganze Bibliothek, aber jede einzelne dieser Hetzlügen wird ihre gebührende Ant­wort erhalten. Friedrich Der Große sprach einmal in tiefster Verachtung das Wort:Und mit solchem Pack muß ich mich herumschlagen!" Das Wort trifft auf die Methoden eines Gegners zu, der anscheinend so wenig Vertrauen zu den Leistungen seiner Wehr­macht hat, daß er ohne die widerwärtigste Greuel­hetze anscheinend nicht mehr auskommen kann.

tadt gerichtet sein müßten, als für England sich an der belgischen Küste zu schlagen. Diese starke Diver­genz Der militärischen Interessen der Verbündeten wird kaum ohne Einfluß auf die Leitung ihrer künftigen Operationen bleiben, ganz abgesehen da­von, daß die deutsche Initiative die Kriegslage so aestaltet hat, daß der Gegner es überhaupt schwer haben wird, neue Operationen großen Stils von ich aus einzufädeln. Dr. Fr. W. Lange.

WachfendeAervoM in England

Stockholm, 17. Mai. (Europapreß.) Die Ner­vosität, die das rasche deutsche Vorgehen in Holland, Luxemburg und Belgien in England ausgelöst hat, scheint nach Berichten der neutralen Presse aus London immer größer zu werden.Die deutschen Fallschirm- und Luftlandetruppen scheinen den Engländern große Sorge zu machen", schreibtSagens Nyheter". Männer im Alter llis zu 70 Jahren würden mobilisiert und müßten sich dem Freiwilligenkorps zur Bekämpfung der Fall­schirmtruppen zur Verfügung stellen. Wie das Kriegsministerium mitteilt, haben sich an einem Tage 250 000 Freiwillige für die Ortswehren gegen Fallschirmjäger gemeldet. Durch Rundfunk wird das Publikum dauernd vor der Gefahr von Angriffen durch Fallschirmjäger gewarnt. Es wird aufgefor- dert, die Automobile nachts unbrauchbar zu machen. Ganz England wird in Zonen eingeteilt. In Lon­don werden Tag und Nacht Wachdienste eingerichtet, ebenso auf den Brücken und an wich' tigen Eisenbahnknotenpunkten. Besondere Vorsichts­maßnahmen wurden im Regierungsviertcl von White hall getroffen, wo die Fallschirmjäger im nahen St.-James-Park niedergehen könnten. Der Sitz der Admiralität wurde von Arbeitern mit einem hohen Drahtverhau umgeben, außer­dem wurde ein fünf Meter tiefer Graben auf dem Gelände der Admiralität ausgeworfen. Sand- sackbarrikaden mit Maschinengewebrnestern werden vor dem Kriegsministerium beraerichtet. Die Verwaltungsbeamten wurden aufgefordert, die Verlegung der Ministerien nach Pro­vinz st ädten vorzubereiten. Dutzende von De- antf-n sind bereits umgesiedelt.

Dagens Nyheter" meldet weiter, die Flüchtlinge aus Holland und Belgien, die in großen Scharen in England ankämen, müßten sich bei der Unter­suchung durch die Behörden den schlimmsten Stra­pazen aussetzen. Eine genaue Kontrolle Der Pa« viere und des Gepäcks und die Leibesvisitationen dauerten oft stundenlang. Die Bewegungsfreiheit der Flüchtlinge und der Übrigen Ausländer werde mit jedem Tage mehr eingeschränkt. London werde jetzt wieder evakuiert. Tausende von Familien verließen Die englische Hauptstadt. Sämtliche Lokale schlössen sehr zeitig am Abend. Das Nachtleben in London sei völlig verändert