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Das war Kort Eben Emael!

,Ledes von diesen Forts ist von einem tiefen Antitank-Graben umgeben. Ich möchte den bei Bat- tice auf über 3 Kilometer im Durchmesser schätzen, mit einer zirka 5 m tiefen senkrechten Zementwand an der Außenseite und einem etwa 13 m hohen steilen Glacis an der Innenseite. In dieses Glacis sind Kasematten eingebaut, von wo aus Antitank-Kano­nen den Graben bestreichen können..Das Gelände zwischen den Forts ist mit einer Kette eng unter­einander verbundener Bunker ausgefüllt, die so ge­legen sind, daß sie ein ununterbrochenes Feuernetz bilden. Noch weiter draußen auf dem Ostgipfel des Plateaus, nur wenige Meilen von der Grenze, sieht man eine vorgeschobene Linie von Posten und Verteidigungsstellen. Manche Bunker liegen mitten in den Feldern und sind einfach grün bemalt, so daß sie im Hintergrund verschwinden. In den Dör­fern und Weilern bemerkt man häufig anscheinend aus Backstein gebaute Hütten oder Scheunen, die keine oder nur angedeutete Fenster haben, jedoch bei näherem Zusehen bemalte Stahlschiehscharten an Stelle der Fenster. Noch furchtbarer als Sperre gegen plötzliche Invasion ist der tiefe Gürtel vor­bereiteter Sprengungen."

So schildert Hauptmann Liddell Hart, der sehr bekannte langjährige militärische Mitarbeiter derTimes" und Vertrauensmann des englischen Kriegsministeriums, die Festungswerke von Lüt­tich unter ausdrücklicher Hervorhebung des Forts Eben E m a e l an der Maas. Das BuchD i e Verteidigung von Großbritannien" ist auch in deutscher Sprache erschienen, sein Titel beweist schon, daß Liddell Hart diese wie die an­deren Festungswerke Belgiens als britische Derteidigungswerke ansteht. Seine anschau­liche Schilderung beruht auf unmittelbarem Augen­schein, weil ihm der belgische Generalstab schon 1938 (!) die Erlaubnis zu einer Besichtigungsfahrt gab.

Freilich sind die strategischen Pläne zur Vertei­digung Großbritanniens im belgischen Raum nicht allein auf dem Mist des belgischen Generalstabs ge­wachsen, sondern in den Londoner und Pariser Miitärbüros mitbearbeitete oder gar ausgearbeitet worden. So erzählt denn auch Liddell Hart als of­fizieller Sprecher zur Beruhigung seines englischen Publikums, daß in den belgischen Arden­nenKetten von Bunkern die Anmarschwege durch I Luxemburg zu den Straßengabelungen decken". Ebenso sei derdirekte Anmarsch aus Deutschland ähnlich bewacht, während die durch die tiefen Täler der Ourthe und der Ambleve gebotenen natürlichen Sperrstellungen durch Kunstbauten verstärkt sind."

Klarer kann man es seinen Kindern nicht mehr sagen, daß die mit englisch-französischer Hilfe er­bauten belgischen Festungsgürtel sich ausschließlich gegen Deutschland richten und derVertei- oigung Großbritanniens" im Sinn des Liddell- Hartschen Buches dienen. Ebenso wie das Fort Eben Emael ist auch der belgische Ardenner Wald einschließlich der Sperrstellungen der Ourthe von dem dahinfegenden deutschen Vormarsch über­rannt worden. Was an Lütticher Forts noch vor­handen ist, liegt feldzugmäßigim Hintergrund". Oie Genfer Liga geht nach Frankreich.

Mailand, 17. Mai. (Europapreß.) Zu der an- gekündigten Verlegung des Völkerbund­sekretariats von Genf nach Vichy, dem be­kannten mittelfranzösischen Kurort nordwestlich von Lyon, und vielleicht später nach Südamerika, schreibt der offiziösePopolo d'Jtalia", der Völkerbund hade als Zuflucht französischen Boden ge­wählt und beweise damit, daß die in Versailles aus­gebrütete Gesellschaft nur ein Werkzeug der Vor­herrschaftpolitik der beiden westlichen Mächte gewe­sen sei. Die Flucht aus Genf beschließe eine Tätig-

keit der Genfer Liga über zwei Jahrzehnte zur Erhaltung des ungerechten Zustan- d e s, der in Versailles von Frankreich und Eng­land zum Schaden Italiens und Deutschlands ge- chaffen worden sei. Der Völkerbund sei der Gen­darm gewesen, der die im Friedensvertrag unrecht­mäßig erworbenen Reichtümer der westlichen Demo­kratien bewahren sollte. Die reiche Beute an Roh- toffen, Kolonien und Mandaten hätten Frankreich und England die unbedingte Vorherrschaft auf po­litischem, militärischem und wirtschaftlichem Gebiet in und außerhalb Europas sichern sollen.

Reue Ausrüstung in LlE>A.

Washington,17. Mai. (Europapreß.) Die° tungs-Botschaft, die Präsident Roosevelt vor dem nordamerikanischen Kongreß verlas, hat be­reits Gesetzesform erhalten. Der Vorsitzende des Heeresausfchusfes im Repräsentantenhaus, Ab­geordneter May, brachte den Gesetzesantrag ein, in dem der Kongreß um die Bewilligung der von Roosevelt für Heereszwecke angeforderten 726 Mil­lionen Dollar ersucht wird. Gleichzeitig beschloß der Senat einstimmig, das Flottengesetz, das die Senatsausschüsse bereits passiert hat, erneut auf die Tagesordnung zu setzen, und hierin die von Roosevelt für Flottenzwecke angeforderten zusätz­lichen 250 Millionen Dollar zu verwenden. Das Programm sieht die Anschaffung weiterer Flugab­wehrgeschütze, die Modernisierung der Kampfflug­zeuge, die Ausbildung von 15 000 Mann neuer Truppen, Verbesserung von Verteidigungsanlagen in der Panamakanalzone, Einrichtung eines Flug­hafens in Ancorage (Alaska) sowie die Steigerung der Munitionserzeugung vor. Roosevelt begrün­dete seine Forderung mit dem teilweisen Versagen bisher für gut befundener Abwehrmittel und mit der raschen Entwicklung der modernen Waffen.

Japan für einen Status quo im pazifischen Ozean.

Washington, 17. Mai. (Europapreß.) Der ja­panische Botschafter in Washington, Horinouchi, erklärte nach einer eingehenden Besprechung mit Staatssekretär Hüll, die japanische Regierung halte es nicht für erforderlich, Truppen nach Niederländisch-Ostindien zu ent­senden, wenn die anderen Nationen die gleiche Zurückhaltung beobachten würden. Wie die O8-X..-Regierung so vertrete auch die ja­panische Regierung die Auffassung, daß die Auf­rechterhaltung des Status quo im Pazifischen Ozean wünschenswert sei. Gegen die von den West­mächten angestrebte Export st eigerung aus Niederländisch-Ostindien habe Japan solange nichts einzuwenden, als japanische Handelsinteressen nicht betroffen würden.

Churchill in Paris eingetroffen.

Rom, 18. Mai. (Europapreß.) Die Agentur Stefani meldet aus Paris, daß Churchill am Freitagmorgen in Paris eingetroffen rft und sofort eine Unterredung mit dem französischen Minister­präsidenten R e y n a u d hatte. Dieser Unterredung hätten Daladier und der Generalstabschef Game- lin beigewohnt. Die Sitzung der französischen Kammer wurde am Donnerstag nach Reden des Ministerpräsidenten Reynaud und des Kammerprä­sidenten Herriot aufgehoben. Die Kammer wird wieder einberufen, sobald die Regierung sich In der Lage sehen wird, neue Erklärungen abzugeben.

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Piccolo" meldet aus London, daß mit der Aus­schiffung eines zweiten australischen Trup­penkontingents in Aegypten begonnen worden sei, das nach Palästina abgehen werde.

Italiensletzter Befreiungskrieg".

Englands Herrschaft im Mittelmeer unerträglich.

Rom, 18. Mai. (Europapreß.) Die Stimmung in der italienischen Universitätsjugend spiegelt ein im Teuere" erschienener Aufsatz wider. Als Sprecher der Unioersitätsjugend fordert der Verfasser das Eintreten Jta iens in den Krieg zur Sicherung des eigenen Imperiums. Wer könne auf die Sicherheit des von Libyen getrennten äthiopi­schen Imperiums schwören, zu dem Italien der Weg durch die Sperre von Suez verlegt werde? Wer könne denn auf die Sicherheit der i t a l i e n i - ligurische und tyrrhenische Küste, Tunis die Küste igurische und tyrrhenische Küste, Tunis die Küste von Sizilien. Auch die Lehre der Geschichte dürfe nicht vergessen werden. Nach Kenntnisnahme des Berichts des Gesandten Pietro Marchi über die Schädigung des italienischen Seeverkehrs durch die Kontrollmaßnahmen der Westmächte dürfe es in Italien niemand geben, der nicht die ungünstige Lage erkenne, in die der italienische See­verkehr durch die bestehenden Verhältnisse ge­drängt werde. Die Universitätsjugend wolle den Krieg gegen den gemeinsamen Feind Italiens und Deutschlands: die Franzosen und Engländer und ihre Genossen. Diese haben die Italiener durch Jahrhun­derte gequält, beleidigt, ihnen gegenüber die grau­samsten Ungerechtigkeiten begangen, sie auszuhun­gern versucht und bereiteten nun ihre Abwürgung vor. Die Universitätsjugend wolle den Krieg zur Sicherung der Größe Italiens.

Unter der UeberschriftBefreiungskrieg" schreibt der Unterrichtsminster B o t t a i in der Zeitschrift Critica Fascista" über die Stellung Italiens im M i t t e l m e e r :Wir haben, keine andere

Wahl. Entweder wir werfen das Problem auf oder verpaffen unsere Stunde. Solange die englische Vorherrschaft besteht, wird unser Expansionsdrang auf sie stoßen, besser noch, unser Lebensrecht. Es gibt für uns keine Lebensmöglichkeit, solange Ein­dringlinge in unserem Meer die Herren spielen. Die Einheit, Unabhängigkeit und das Imperium werden keine endgültigen Früchte bringen und der Rang als Großmacht wird ein Schein und keine Wirklichkeit fein, solange wir nicht die Herren unseres Meeres sind. Die englische Vorherr­schaft in unserem Meer ist politisch und geistig un­erträglich. Alle Mittelmeervölker müssen diese Be­leidigung empfinden und die Notwendigkeit, sie zu beseitigen. Die Engländer waren so naiv oder frech, von den Sanktionen bis zur heutigen Piraterie alles zu tun, um uns dies alles fühlen zu lassen und in uns den Geist der Rebellion zu wecken, der nicht nachlassen wird, bis rojr die Herren unseres Meeres sind. Es handelt sich um eine Bewegung der Frei­heit und der Gerechtigkeit und den letzten Be­freiungskrieg des italienischen Volkes."

Auch am Freitag find.wieder neue Mauer- anfchläge in den Straßen Roms erschienen, auf denen mit den Westmächten abgerechnet wird. Ein korsischer Kultur-Ausschuß veröffentlicht einen Aufruf, in dem auf die Verfolgung hingewiesen wird, denen die Korsen und die italienische Kultur auf Korsika ausgesetzt sind, und die Bevölkerung Italiens gemahnt wird, auch Korsika nicht zu ver­gessen.

Französische Gefangene.

(PK.) Beim schnellen Vormarsch unserer Trup­pen in Richtung Brüssel stießen unsere Panzer­divisionen zum erstenmal mit französischen Panzerkräften zusammen. Der Gegner wurde nach kurzem Kampf geworfen und ließ eine große Anzahl moderner und schwerer Tanks und viele Gefangene zurück. Vor einem halbzerschossenen Haus in einer kleinen Ortschaft fitzen in der war­men Sonne einige dieser gefangenen Franzosen und unterhalten sich mit den in der Ortschaft rasten­den deutschen Soldaten. Zwei von ihnen sind leicht verwundet. Alle stehen noch sichtlich unter dem Ein­druck ihrer Gefangennahme, sind im übrigen aber froh, daß für sie der Kampf zu Ende ist. Inter­essiert sehen sie den in endloser Reche auf der Straße an ihnen vorbeiziehenden Panzern aller Gröhe nach und geben offen ihrer Verwunderung Ausdruck, daßLe Reich" über so gewaltige Waf­fen verfügt.

Einer der deutschen Soldaten spricht ihre Sprache. Das bricht den Bann vollends, und freimütig schil­dern die französischen Tankschützen ihre Erleb­nisse seit dem Beginn des Krieges. Sie lagen seit September an der französisch-belgischen Grenze, wurden Dutzende Male alarmiert, um ge­meinsam mit belgischen Truppen gegen Deutschland zu ziehen. Sie glaubten zum Schluß selbst nicht mehr daran, bis plötzlich am 10. Mai ernster Alarm gegeben wurde und sie überstürzt über die bel­gische Grenze rücken mußten. Vom Beginn der Operationen an herrschte große Verwirrung beim Vormarsch nach Norden, obwohl die franzö­sischen Offiziere immer wieder von einerpetit tour" nach Deutschland sprachen, um die Stimmung ihrer Truppe einigermaßen aufrechtzuerhalten. Der

vermeintliche Spaziergang nahm dann schon am dritten Tage ein jähes Ende beim ersten Zusam­mentreffen mit deutschen Panzern, noch weit von der deutschen Grenze entfernt.

,Ln der Frühe des 13. Mai", so erzählt ein jun­ger Panzerführer aus Paris,stießen wir in aus» einandergezogenen Formationen fahrend, auf die deutschen Tanks. Das Letzte, was wir von unserem Kommandanten hörten, war der Angriffs­befehl. Danach hörte jede Befehlsüber­mittlung auf. Noch bevor wir richtig zum Schuß kamen, waren vor uns, rechts und links, neben uns die deutschen Kampfwagen und auch an einen Rückzug war nicht mehr zu den­ken. Unter der furchtbaren Wirkung des deutschen Feuers versuchten wir nach links durchzubrechen, gerieten aber an eine steile Böschung, an der unser Wagen um stürzte und dadurch kampfunfähig wurde. Leichtverwundet und von dem Sturz zer­schlagen verließen wir das Fahrzeug und sahen uns inmitten deutscher Soldaten, die uns gefangen­nahmen.

Sichtlich erfreut über die gute Behandlung auch sie waren natürlich von chrer Presse restlos verhetzt worden -r- sitzen die Gefangenen zwischen den deutschen Soldaten, bis die Truppe ausbricht und sie zur Gefangenensammelstelle gebracht wer­den. Leutnant Ziegler.

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^Soldaten h aben das Rauchen in Deutsch land erst begänne gemacht Ächon das könnte ihren heurigen Anspruch bc" gründen,möglichst guteHiga" retten erhalten-Mrgeben uns alle erdenkliche2NüheM" ses Verlangen unserer Lolda" tcn aus das beste §u erfüllen

OlnsereCÜLDENRING besieht nach wie voraus reinen Orienttabaken von unveränderter Qualität-Ausserdem hat sie ein ^Mundstück,das man nicht sieht,aber spürt,es entspricht also den Wünschen eines jeden Rauchers, ganz gleich, ob er bislang Zigaretten mit oder ohne Mundstück bevorzugt hat- GÜLDENRING4PFG mit erMundstück.

Ki'ssner,

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