Ausgabe 
18.5.1940
 
Einzelbild herunterladen

Samstag, 18. /Sonntag, 19. Mai 1940

d Samstag, 18.,

Eichener Anzeiger

190. Jahrgang Nr. 116

Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: DieJllustrierte Gießener r>amilienblätter HeünatimMld DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4 Beilagen.RM.1.95 OhneJllustrierte * 1.80 Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift:Anzeiger" , Postscheck 11686 s^rankf^M.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8V2Uhrdes Vormittags Grundvreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.Fehlanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundvreise Baderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

vrühlsche Univerfitatrdruckere; 8. Lange General-Anzeiger sür Oberhessen $ Siehen,^chulsttatzt 7-9

Die belgische Hauptstadt in deutscher Hand.

Oie Dyle-Gtellung zerschlagen. Oie Maginot-Linie in 100 Kilometer Breite durchstoßen. 12000 Gefangene.

Unsere Lagekarte veranschaulicht- gestrichelt den von unserer Wehrmacht bis zum Donnerstag besetzten Teil Belgiens, punktiert das Gebiet der Niederlande. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Großer Eindruck in Italien.

Oie tleberlegenheit der deutschen Kommando-Einheit.

Mailand, 17. Mai. (Europapreß.) Mario Ap- pelius, der weitgereiste Kriegsberichterstatter des halbamtlichenPopolo d'Italia" hebt in einem aus­führlichen Artikel den hohen Kampfgeist der deutschen Truppen hervor, ihre gewal­tige Ausrüstung, die straffe Kommando-Einheit, die vollkommene Zusammenarbeit der verschiedenen Waffen, die neue Kriegstechnik und die völlige Beherrschung der Luftwaffe. Deutschland siege, so sagt Appelius, weil es ein einheit­liches Kommando habe, das vom Obersten Befehlshaber der Wehrmacht ausgeübt werde, weil die nationalsozialistische Disziplin die aanze Nation eingereiht habe und weil Deutschland seine Schlach­ten mit deutschen Soldaten austtage und nicht mit Polen, Finnen, Norwegern, Holländern, Belgiern, Indern, Arabern, Senegalesen usw. Der englisch-französische Generalstab habe sich von Adolf Hitler das Gesetz des Handelns aufzwingen lassen und eingestanden, daß die Maginotlinie durch die Ereignisse überholt sei.

AuchGazzetta del Popolo" schreibt, die jungften Nachrichten zeigten, daß die Maginot-Linie kein un­überwindliches Hindernis mehr darstelle. Ueberem- stimmend werde von den Militärkritikern festgestellt, daß Deutschland die Initiative bchalten und den We st Mächten-den Bewegungskrieg aus-

gezwungen habe. Während die Westmächte ihrerseits für einen Belagerungskrieg gewesen seien und Deutschland durch eine Blockade hätten aus­hungern wollen, setze Deutschland seine gigantischen Bemühungen fort, um die in das französische Be­festigungssystem nördlich der Maginot-Linie gerissene Bresche zu erweitern. Natürlich biete das franzö­sische Oberkommando alle verfügbaren Kräfte auf, um den deutschen Einbruch aufzuhalten.

DerPopolo d'Italia" hebt die Ueberlegenheit der deutschen Stteitkräfte an Zahl und Ausrüstung sowie die der Luftwaffe hervor, mit denen jetzt der Vormarsch ins Herz Frankreichs getra­gen werde. Deutschland habe zugleich auch die Mög­lichkeit, England von den gewaltig näher gerück­ten Stützpunkten aus anzugreifen. Von dem gegen Frankreich geführten Schlag werde auch England in Mitleidenschaft gezogen. Für Churchill hat Lavoro Fascista" Worte voll beißender Ironie. Durch die Niederage der englischen Flotte in den nor­wegischen Gewässern habe Churchill der Welt be­wiesen, daß er kein Nelson sei. Infolge dieses erfolgreichen Rückzuges" fei Churchillder alte Freund Italiens", von England sofort in die Lage versetzt worden, der Welt zu beweisen, daß er auch weder ein Wellington noch ein Pitt sei.

pariser Veirachtimgen zur Schlacht in Aordsrankreich.

Genf, 17. Mai. (Europapreß.) Die französische Presse vom Freitag macht in ihrer Behandlung der Kämpfe an der französischen Nord- grenze den bemerkenswerten und nicht ganz ein­fachen Versuch, einerseits Optimismus zu zeigen, andererseits aber das französische Volk mit der Möglichkeit von Rückschlägen vorsichtig vertraut zu machen. Sie muß sich dabei in Krämpfen winden und gelangt zu Schlußfolgerungen, dre angesichts der neuesten Entwicklung geradezu als unbeabsich­tigte Selbstironie wirken müssen. So schreibt de Kerillis in derEpoque":Dem Feind ist es ge- lyngm« unsere Sinsen an mehreren Stellen emzu-

drücken; in welchem genauen Maß, wir wissen es nicht. Das Oberkommando hat es nicht für ratsam gehalten, genauere Angaben in den offiziellen Be­richten zu machen, um den deutschen Generalstab nicht zu unterrichten." , . _ .

General Duval schreibt im Journal des De- bats":Die Wahrheit, die zu verheirnlichen fernen Zweck hat, ist, daß die Maas von den Deutschen im Süden von Namur und bei Sedan über­schritten worden ist. Die Panzerdivisionen, denen eine starke Flugaktton und mächtige Arttl- lerietätigkeit vorausging, sind vorwärts geworfen worden, um die Bresche ptit dem Ziel auszunutzen,

Berlin, 17. 2Hai. (DNB.) Deutsche Truppen sind nach schweren Kämpfen durch die Dyle- Stellung nördlich Cowen gebrochen und haben IN e ch e l n genommen. Im umfassenden Angriff ist Löwen heute gefallen. Nach dem Zu­sammenbruch der südlich Löwen gelegenen britisch- französischen Stellung sind heute gegen Abend die deutschen Trikppen in Brüssel einmar­schiert. Die belgische Regierung hatte Brüssel fluchtartig verlassen und sich nach Ost­ende begeben. 3m Norden von Antwerpen haben sich die deutschen Truppen im weiteren Vor­dringen an die Nordfrontbefestigung herangeschoben.

Der Wehrmachtsberichl vom Freitag.

Führer-Hauptquartier, 17. INai. (DNB.-

e i n Handelsschiff vor Dünkirchen durch Bombentreffer schwer beschädigt.

pariser Sorgen.

Genf, 18. Mai. (Europapreß.) Nach einer Ver­fügung der Militärbehörden darf niemand Paris ohne besondere Erlaubnis verlassen. Die Behörden drohen mit ernsten- Maßnahmen gegen die Verbreitung falscher Gerüchte, da in­folge des fortwährenden Andranges von Flüchtlin­gen aus den besetzten Gebieten in Paris die be­unruhigenden Gerüchte überhand nehmen. Die Zei­tungen fordern zum Einschreiten gegen die Defaitisten und feindlichen Agenten auf. Ordre" spricht von Schwächen des Polizeikomman­dos, die bereits zu Aenderungen geführt hätten. Sämtliche Polizeistreitkräfte von Paris haben eine Razzia durch die Hauptstraßen und an den Aus­fallpforten der französischen Hauptstadt durchge­führt, um unerwünschte Ausländer einzufangen und

festzunehmen, vor allem auf den Champs Elysees, den Boulevards, auf dem Montparnasfe und Mont­martre. Ein Riesennetz an den Ausfalltoren der Stadt soll sämtliche ein- und ausfahrenden Kraft­wagen anhalten und die Insassen auf ihre Personal­papiere kontrollieren. An vielen Stellen sind sogar regelrechte Straßensperren errichtet. Beamte mit Stahlhelm und Gewehr sollenfür einen et­waigen Angriff" bereit stehen. Gendarmerie, Mo­bile oder Republikanische Garde, Zoll- und Poli­zeibeamte, die bisher nur einen einfachen Revolver hatten, sind jetzt mit Gewehren und Kara­binern bewaffnet worden.

Um den Auszug der Flüchtlinge zu erleichtern, wurde das Verlassen von Paris auf gewissen Stra­ßen verboten. Ständig fahren Kraftwagen aus der französischen Hauptstadt aufs Land hinaus die Frauen, Kinder und das Gepäck befördern. Zur Erleichterung der Truppenbewegungen haben die Militärbehörden die städtischen Autobusse beschlagnahmt.

Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Schlacht zwischen Antwerpen und

Itamur wurde die Dyte- S tettung südlich Davre durch st ohen und die Horbo ft front der Festung Namur genommen. Südlich Waubeuge bis nach Larignan, südöstlich von Sedan, ist die Waginot-Linie auf einer Breite von 10 0 Kilo meter durch­brochen. Französische Panzerkräfte, die sich west­lich D i n a n t unseren Panzern entgegenwarfen, sind geschlagen. Verbände des Heeres und -er Luftwaffe verfolgen überall den nach Westen zurückgehenden Feind.

3n den Kämpfen südostwärts Sedan errang

-er Kommandeur eines motorisierten Schühenregi- ments, Oberstleutnant B a l ck, durch rücksichtslosen persönlichen Einsatz besondere Erfolge mit seiner Truppe. Bisher wurden an diesem Teil der Front 1 2000 Gefangene gemacht, darunter zwei Generäle, und zahlreiche Geschütze er­freutet.

Auf dem Südflügel wehrten eigene starke Kräfte seindliche Entlastungsangriffe ab und konnten im Nachstößen auch hier Boden gewinnen.

An der S a a r f r o n t wurde die Lrkundungs- lätigfeit gegen die Waginot-Linie fortgesetzt. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde gestern durch französische Fernkampfartil­lerie ohne militärische Gründe die unverteidigte Stadt Rastatt beschossen. Deutsche schwerste Bat­terien haben daraufhin als Vergeltung das Feuer auf Hagenau eröffnet.

3n Holland ist die Eroberung der In­seln in der Provinz Seeland im Gange. Die 3nsel T h o l e n hat gestern kapituliert.

Hauptangriffsziele der Luftwaffe bildeten am IS.Wai die rückwärtigen Verbindungen des Feindes in Frankreich und Belgien. Zahlreiche Lifenbahnstrecken und Straßen sind nachhaltig zerstört, Truppentransportzüge vernichtet, Truppenansammlungen und Warsch- kolonnen zersprengt worden.

Durch Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte und Transportschiffe find vor der niederländisch-bel­gischen Küste e i n f e i n d l i ch e r K r e u z e r und ein Kanonenboot versenkt, ein Transport­schi f f so schwer getroffen, daß es auf Strand ge­setzt werden mußte, und zwei französische Zerstörer beschädigt worden. 3n der mitt- lercn Nordsee erhielt ein getauchtes U-Boot einen Bombentreffer, seine Vernichtung ist wahrscheinlich.

Vor Narvik gelang es, auf einem Schlacht­schiff und einem Leichten Kreuzer Bom­bentreffer zu erzielen und einen Tanker von 15 000 Tonnen in Brand zu werfen. Lin feind­licher Jäger wurde dort im Luftkampf abgeschossen. Unsere Gebirgsjäger konnten in ihrem Abwehrkampf durch Luftangriffe auf feindliche Ausladungen und Ansammlungen entlastet werden. Verstärkungen wur­den ihnen zugeführt.

Am gestrigen Tage hat der Feind im Westen insgesamt 59 Flugzeuge verlören. Da­von sind 30 Flugzeuge im Luftkampf, 8 durch Flak­artillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 15 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Heue Erfolge unserer Luftwaffe.

Berlin, 17. Wai. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Luftwaffe erzielte bereits in den Morgen­stunden des 17. Wai eine Reihe von bemerkens­wertes, Angriffserfolgen.

An der belgischen Front schoß.heute in­nerhalb einer Stunde eine deutsche Slastel von sechs Wesserschmitt-Jägern 13 britische Kampfflugzeuge des Wusters Blenheim av, ohne selbst irgendwelche Verluste zu haben.

Im Hafen von Dünkirchen wurde ein 5 er­töte r durch zwei Volltreffer schweren Kalibers nnerhalb weniger Winuten zum Sinken ge- brächt. Außerdem wurden ßin Kreuzer uns

Das Operationsgebiet im Westen.

s

MUNSTER

nnvM/ vussmnen

ANTWERPEN

Genf

Calais

Ypern

Boulögne # Omer

Aachen

IHLE

Bonn

ttertertn

Kopien?

Amiem

Maub?uge\

Dieppe

Sedan

Mqm

Metz.

Maastnchf 'LÜTTICH 6

'tAontmeng V Perdu n

: duip

'ßURG

IÜSSELDORE XlLKÖLN)

ARRAS

Camönai

Ostende^~ Brügge

DORTMUND

Harwich

LONDON $

: HAA

... ... -

wfw.'

mom

nuXEMBURü.

Triei

taarbriieken'*

/<& . e &RÜKFL

In acht Tagen.

Die Welt hält den Atem an, fast klingt es wie ein Märchen, was in der soldatisch knappen Sprache der Berichte des Oberkommandos der deutschen Wehr­macht mitgeteilt wird. Seit vor nun erst acht Tagen der Führer seinen Entschluß kundtat, dem falschen Spiel Hollands und Belgiens, die hinter der Maske einer einseitig geübten und geforderten Neutralität sich zum Aufmarschgebiet feindlicher Armeen f)er­gaben, ein Ende zu machen, haben die deutschen Truppen auf ihrem Siegeszug zur Küste in stän­digen harten Kämpfen Strecken durcheilt, die selbst im Zeitalter des Motors und nach den schon er­staunlichen Leistungen deutscher Truppenverbände, in Polen und Norwegen einfach unvorstellbar er­schienen, war doch seit dem Grenzübertritt in Bel­gien sowohl wie in Holland ein ganzes fein aus­geklügeltes und nach modernen strategischen und technischen Gesichtspunkten angelegtes System von Sperrieaeln zu überwinden, das tapfer verteidigt wurde. Aber derfuror teutonicus" des deutschen Soldaten, sein Angriffsgeist, seine vorzügliche Schu­lung, seine geistige Ueberlegenheit und Wendigkeit im schnellen Erfassen neuer Lagen überwanden im äußerst präzisen Zusammenwirken aller Waffen, von einer genialen Führung wirkungsvoll angesetzt und geleitet, jedes Hindernis, zerbrachen jeden Widerstand, wo er sich auch zeigte. Heute nach acht Tagen des Kampfes ist nicht nur ganz Holland bis auf wenige Inseln der Scheldemündung in deut­scher Hand, die deutschen Armeen stehen auch mitten in Belgien, die Dyle-Stellung, die Belgiens Hauptstadt und den Weg zur Küste schützen sollte, ist zerschlagen, deutsche Truppen sind in Brüssel eingerückt, Südbelgien und Luxemburg sind in Eil­märschen durchmessen, die französische Grenze und

Verwirrung und Durcheinander hinter der Front zu verursachen." Der General sucht seine Leser da­mit zu trösten, daß dies auch nur ein großer Zwi­schenfall sei, dessen Schwere zwar nicht unter­strichen zu werden brauche, der aber korrigiert werden könne. Dann aber kommt das Eingeständnis:Den­noch ist das Kommando, und das ist vernünftig, der Meinung, daß es keinen Zweck hat, unsere Kräfte auf ungeheueren Fronten zu halten, und es hat alle Anordnungen getroffen, sie auf verschie­dene Art und den Umständen entsprechend zu ver­teilen. Es hört auf, sich einfach überall zu vertei­digen, was zu nichts führt dort, wo man nicht an­gegriffen wurde und dem Feinde die Freiheit über­läßt, nach Gutdünken zu handeln. Es setzt nun alle seine Mittel ein, um dem vom Feinde unternom­menen Manöver zu antworten, und zwar alle seine Mittel"

Henri Bidou schreibt imIntransigeant":Die­ser Krieg gleicht wenig dem Infanterie- krieg von 1914. Die Waffen, die die Schlach­ten führen, sind für Besetzungsmanöoer unbrauch­bar. Sie gehen vor, aber halten nichts fest. Dar­aus entsteht ein andauerndes Hin und Her im Kampf und ein Durcheinander, das mit den Kämp­fen des letzten Krieges nichts mehr gemein hat. So finden sich Abteilungen von ihrem Gros abgeschnit­ten im Rücken des Feindes, greifen an und werden angegriffen. Das ist ein Durcheinander ohnegleichen, aber man kann wohl sagen, daß am Ende eines solchen Durcheinanders die In­fanterie das letzte Wort spricht."

Oas Rätsel

der schweren Panzer.

Rom, 17. Mai. (Europapreß.) Dem Pariser Vertreter desMessaggero", der die Stimmung der Bevölkerung der französischen Hauptstadt zu schil­dern beabsichtigte, sind von der französischen Mili­tärzensur 65 Worte seines Berichtes gestrichen worden. Nur der eine Satz, daß sich niemand die Wahrheit, nämlich das Herannahen der kri­tischen Stunde, verhehle, ist stehen gelassen worden. Gegenüber den Beschwichttgungs- und Be­schönigungsversuchen der französischen Presse, die den Verlust Hollands und eines großen Telles von Belgien mit der Absicht des Generalstabes der West- mächte, eine Frontverkürzung herbeizuführen, zu erklären versucht, stellt der Korrespondent fest, der französische Kriegsplan, der auf die all­mähliche Abnutzung und Schwächung der deutschen Streitkräfte durch einen langen Stellungskriege hin­ziele, sei von den Deutschen völlig über den Haufen geworfen worden. Die Westmächte müßten jetzt die deutsche Initiative erdulden und einen Bewegungskrieg auf einem für sie ungünsti­gen Gelände annehmen.

Bei der Schilderung der Kämpfe an der Maas führt der Berichterstatter als wichtige Ein­zelheiten die Tatsache an, daß den Deutschen ge­lungen sei, schwere Panzerwagen auf das Westufer des Flusses zu bringen. Nach dem Eingeständnis desTemps" erwiesen sich die normalen französischen P a n z e r a b wehrgeschütze gegen diese schweren Panzer als völlig wirkungslos. Das Problem der Ab­wehr dieser Panzer werde von den Militärkritikem alsgegenwärtig noch ungelöst" bezeichnet. Man fragt sich in französischen Sachverständigen- kreisen, wie die Deutschen es fertiggebracht hätten^ diese Kampfwagen über die Maas hinüberzu- bringen. Einige abschließende Betrachtungen über die Aussichten des französischen Widerstandes, die offenbar nicht allzugünstig für die Sache der West. Mächte waren, sind dem Korrespondenten ebenfalls von der MMärzensur gestrichen morden.