des
Entstehun
namen
Ö.Jl.-^pOTt
bg der Grün-
-tad
(Nachdruck verboten!)
7. Fortsetzung.
vom
am er«
Berl der Weh
3m R( zum erst jangss zu lande« den beut
Lin i, lische« blieb in Abwehr gen oe« in den 2 Kreuzer । eigene J idjäbigt die befnp
na, der Name tut ja nichts zur Sache--" Grafe
hat Herrn Fred Schneider am Jackenknopf. J)oren Sie mal, wenn der Herr Oberinspektor und die höchste Bauleitung hier anwimmeln sollten, dann machen Sie sich mal 'n bißchen ran, da legen Sie mal ein gutes Wort für mich ein. Es ist ja im Interesse aller, wenn das »Rodaer @olb‘ nicht aus der Weltgeschichte verschwindet! Merken Sie sich — Gräfewiesen, da darf die Bahn für keinen Fall drüber', verstanden!"
Mit diesen Worten verläßt Christoph Grafe das Büro, zwar durchaus nicht beruhigt, jedoch mit der Genugtuung, feinem Herzen mal an der rich- tigen Stelle Lu t gemacht zu haben. Er ahnt nutzst von den fröhlichen Blicken, die feine Abfahrt durch
wurde.
Nach Klärung einiger Bereinsfragen kam Vereinsführer Harnisch auf die Metallspende zu sprechen und forderte alle Mitglieder auf, sich hieran intensiv zu beteiligen und wies darauf hin, daß
Verl! siidostlvär ist nunm sehl./ ivegischen 1000 211 zibleiluno Soldaten dische legenen l hand. 2 durch IW
Deutsch berg «r Verteidige Donnerst zwei Orte vormiltac dem die 1 den Amr, 4000 haben n Allehand« Grenz« und sind Erneut n Zlucht bi Panik norroegib nition, s« hohen nc der erste« dischem 1
fahren.
Für spätere Zeit ist auch eine Neugestaltung
Wirs«Kies schaffen,Lena?
Nomon von Martino ikckart-kfelm
Rückschau bei^Teutonia^-Watzenborn-Gteinberg.
Name und Heimat.
Eine Arbeit über die Entstehung der Sründerger Familiennamen.
sich ein paar Mal zurecht, guckt sich um — , den Anfang nicht.
Hätte er nur den Hermann mitaebracht! Der- trakte Sache, daß es ihm immer in Amtsstuben die Rede verschlägt! Nichts von Wändewackeln — o nein, die Worte tröpfeln nur sehr stockerig von Grases Lippen. Un'h dann hat er die Sache noch dm falschen Ende cm gefaßt!
„Das ist ja Schiebung!" sagt er, „daß sich da eine die Beine wegrennt, um zuerst da zu sein!"
Die beiden Herren hinter dem Bürotisch sehen
gesamte Umgestaltung am Selterstor in Verbindung mit dem Horst-Wessel-Wall wird zunächst in dem Bauabschnitt auf der rechten Seite des Selterstors, also in Richtung nach der Bahnhofstraße zu, )U Ende geführt werden. Sobald dieser Bauabschnitt erledigt ist, wird der linke Teil des Selterstors, ■**** Hindenburgwall entlang, seine Neugestaltung
äl diese
^te in ( ^hende S* wie Jaffer Men j
t S“H Riffes, 9en an , °chlel. »
$lo
^ppen ft« li* "NI ♦Mi, >1« tz', i.h 7
verfc
weg.
„Sehen Sie, ich lasse mir doch nicht wegen ein paar solcher Autofrilzen einfach meine kostbaren Quellen vermantschen, nur damit sie noch mehr durch die Gegend rasen können! Mögen hübsch langsam die Landstraße entlangfahren und immer mal im Kretscham halt machen, damit Wirt und Brauerei was verdienen, so wie es die alten ehrlichen Botenfuhrleute und Postkutschen von früher getan haben. — Das waren andere Zeiten!"
„Mein lieber Herr", kommt nun endlich einer der Bauleute zu Wort. „Ereifern Sie sich doch nicht schon vorher! Es ist ja noch gar nicht heraus, ob die Straße auch wirklich über Ihr Grundstück führt. So weit ist es ja noch gar nicht. Was glauben Sie, was da noch alles zu erwägen und zu untersuchen ist! Die O. B. K. wird zuletzt alles ent- scheiden."
Was denn das wäre, die O. B. K.? In der neumodischen Buchstabensprache kenne sich doch kein Mensch aus.
„Die O. B. K. ist die Oberste Bauleitung für Kraftfahrwesen. Sie bearbeitet erst das Aktenmaterial für die Landabtretung, ehe mit den Entwurfsar- beiten begonnen wird. Sollten sich irgendwelche Schwierigkeiten ergeben, entscheidet der General- inspektor!"
„Der Generalinspektor — so, das ist also der Oberste! Von dem hängt also das Schicksal der Gräfewiesen ab? Sagen Sie dem mal, er soll 'n Glas Rodaer Gold trinken, bann weiß er, was er zu machen hat!"
Gräfe knöpft sich die Joppe zu und will sich zum Gehen wenden. „Da brauchen Sie gar nicht zu lachen! Und das will ich Ihnen sagen, wenn das wieder so losgehen sollte, so wie früher, so liebe- dienern von gewissen Leuten: Herr Obergeneralinspektor — Frau Baronin, vorne und hinten, und der kleine Mann guckt dann in den Mond — dann kann ich Ihnen sögen, kann ich Ihnen sagen ..
Gräfe wird abgelenkt, ein Mann mit rot-weißen Maßstäben ist ins Zimmer gekommen.
„Aha, da sind Sie fa--Herr — Herr--
Annta
K
B i* irifoU
AsM
Den meisten Spielraum zu Deutungsversuchen — die jedoch stets mit größter Gewissenhaftlgkeit unternommen und durchaus überzeugend sind — läßt dem Verfasser die Gruppe der Uebernamen. Hier finden wir zunächst die Namen, die nach Körpergestalt, Aussehen, Fehlern und Vorzügen des ersten Namensträgers gebildet worden sind (z. B. Schramm nach einer langen Haut- ober Fleisch, wunde). Es folgen die Namen nach Körperteilen (z. B. Hermann Scheppmund), nach der Kleidung, nach geiftigert Eigenschaften, Charakter und Be- nehmen (z. B. Liseganck, der Schleicher), nach Alter und Verwandtschaft, Tier- und Pflanzennamen (z B. Löw und Gaul), Namen nach Speise und Getränk (z. B. Stuswegke nach dem Stutzweck, einem nur in Oberhessen bekannten Gebäcknamen), nach Gegenständen und Werkzeugen (Spieß für den Ortsdiener, Krug für einen, der gern trinkt), nach Metall und Münzen, und schließlich bie Scherz, und Schimpfnamen.
Wie in Wetzlar und Marburg, firtb auch in Grünberg aus Hausnamen gebildete Familien- namen äußerst selten. Häufiger sind die auf Oertlich. feiten und Flurnamen zurückgehenden. In Wetzlar und Grünberg ist z. B. ein Peter Sturzekop bezeugt. Der Sturzekops aber ist „ein berg abwendig der stad zu Wetflar" (1353), Groß ist naturgemäß die Gruppe der Herkunftsnamen Man benannte den neu Hinzugezogenen einfach nach seinem Heimatort ober, kam er aus einer entfernteren Landschaft, nach seiner Stammeszugehörigkeit. (11. <r kommt auch der Name von Gissin, von Gießen u. a. mehrfach vor.) —
Die Arbeit: Otto Knauß, Die Entstehung der Grünberger Familiennamen, Gießen 1940, 108 S., ist zu dem geringen Preis von 2,80 RM. durch alle Buchhandlungen, ober burch den Verlag von Mün- chowsche Universitätsdruckerei Otto Kindt G. m.b.H in Gießen zu beziehen. Helmut Oehler.
Karaseck ist über hundert Jahre tot. Er war ein Räuber, der die Lausitz unsicher machte, ein Kinderschreck! Gräfe erwacht, blinzelt dem Kind entsetzt nach. So ist's recht, wie ein Popanz sieht er aus, so weit hat man es glücklich mit ihm gebracht! Er springt vom Wagen.
Drinnen im Büro guckt man auch verwundert, was da für ein Bär ins Zimmer trampelt. Gräfe Niuß warten und sich auf die Bank an der Wand setzen. Ein Weibsbild ist da noch abzufertigen mit einem schwarzen Wuschelkops. Was die wohl mit der Autobahn zu tun hat? Aber Gräfe beschäftigt sich nur einen Augenblick lang mit fremder Leute Sorgen. Er hat jetzt Zeit, sich mit seiner eigenen Wut zu unterhalten, sich so recht in ihr breitzumachen. Dieses Adelsgelichter! Er ballt die Fäuste in der Joppentasche. Diese Mess en, die. auch noch seine Schmie- gertochter werden will! Paßt großartig zusammen! Der dumme Bauer fährt im alten Planwagen, der mindestens seine achtzig Jahre auf dem Buckel hat: die adlige Dame kommt her im neuesten Sportkabriolett. Und nun rein in die gute Stube, fix diese Bürofritzen umgarnt, die natürlich lange Hälse gemacht haben. Nach der Fuchsstute guckt gewiß keiner. Da ist die Jutta hübsch früh aufgestanden und vor ihm dagewesen — guten Wind gemacht für den Plessener Park — hübsch alles auf die Gräf ewigen abgeschoben — so ist's schon richtig!
Gräfe schiebt sich schwersällia hoch, llcht gerade noch, wie das schwarchaarige Weibsbild zur Türe tänzelt — sie nickt ihm sogar zu —, kennt ihn wohl sogar?
„Ich verschenike in meiner Kantine natürlich ,Rodaer Gold'."
Mit viel Betonung sagt sie es und abermaligem Nicken zu Gräfe hinüber. Schrumms, die Tür zu! Nun ja, warum nicht — haben die Herren gleich mal gehört, wie berühmt sein Bier ist. Gräfe richtet sich noch mehr auf. Hat ihm ordentlich das Rück- grat gcfteiR dieses Kantinenmeib!
Nun hängt er sich halb über de» Bürotisch, rückt
ihn sehr verwundert an.
„So was sollte es heute nicht mehr geben!" Er klammert sich an seine Wut wie an einen Rettungsanker. „Schiebung ist es, wenn es danach geht, wer zuerst da isi--"
„Haben Sie sich, nicht in der Haustür geirrt? Die Versteigerung ist zwei Häuser weiter!
„Derstcigerunö? Wer spricht denn von Versteigerung? Ich will Bescheid haben über die Gräfewiesen!"
Der elfte der beiden Bauleute sagt nun sehr ruhig und bestimmt: ^Erklären Sie uns Ihr Anliegen doch etwas genauer! Gräfewiesen, was ist damit?"
Der alte Gräfe nimmt einen tiefen Atemzug.
,Zch möchte das hier ein für allemal gesagt haben: die Autobahn über meine Wiesen? Kommt gar nicht in Frage!"
„Ach fo, Sie sind ein Bauer ..."
„Ich bin Bescher des Rodaer Brauhofes!" Stimme und Handbewegung sagen alles. „Ich habe von meinem Sohn gehört, daß die Autobahn entweder rechts ober links vom Hutberg vorbeilaufen wird, und ich bin da, um zu sagen: es kommt gar nicht in Frage, daß die Bahn über meine Wiesen führt! Nein, es kommt nicht in Frage!"
Die Scheu vor der Amtsstube ist nun glücklich überwunden. Gräfes Zunge löst sich. „Wenn Sie etwas von Bier verstehen, meine Herren, und Sie verstehen was von Bier, wenn Sie richtige Männer sind, bann wissen Sie, daß man zu einem guten Bier ein besonders gutes Wasser braucht. Und solches Wasser kommt aus den Gräfewiesen, spritzig und schmackhaft. Sie wollen mir doch nicht etwa einreden, daß Wasser und Wasser dasselbe ist? Daß man einfach einen beliebigen Leitungs- Hahn aufdrehen kann, und schon hat man Rodaer Gold?"
In der Reihe der von Otto B e h a g h e l begründeten und nach dessen Tode von Alfred Götze jcrausgegebenen „Gießener Beiträge zur deutschen Philologie", die schon manche beachtliche Arbeit aus der Schule des Deutschen Seminars der Universität Gießen enthalten, ist in diesen Tagen als Nr. 74 eine Abhandlung von Otto Knauß über „Die ~ ' LngderGrünbergerFamilien-
erschienen, die wegen ihres heimatkundlichen und wissenschaftlichen Wertes besondere Aus-
Am vergangenen Samstagabend hielt der FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg seine Jahres- Hauptversammlung ab. Vereinsführer Harnisch gedachte zunächst derjenigen Mitglieder, die zur Zeit für Führer und Vaterland den grauen Ehrenrock tragen und nicht an dieser Versammlung teilnehmen konnten. Nach dem Geschäftsbericht im vergangenen Jahre, aus dem besonders die ersiklas- figen Leistungen der 1. Mannschaft hervorgingen Erringung der Bezirksklassenmeisterschast, Ausstieg- spiele, Begegnung am Himmelfahrtstag mit der 1. Mannschaft des Südwestmeisters „Wormatia" Worms in Watzenborn-Steinberg, Vertretung der Fachschaft „Fußball" auf dem Bundesfest in Grün- berg usw.) kam Vereinsführer Harnisch auf die neuen NSRL.-Einheitssatzungen zu sprechen, die anschließend von dem Verein angenommen wurden. Nach Entlastungserteilung aller Dorstandsmitarbeiter stellte satzungsgemäß Vereinsführer Hämisch sein Amt zur Verfügung und betraute den seitherigen Geschäfts- und stellv. Dereinsführer A. Pitz mit der Weiterführung der Versammlung. Letzterer forderte die Mitglieder auf, einen neuen Vereinsführer in Vorschlag zu bringen. Einstimmig wurde wieder Hrch. Harniisch vorgeschlagen, der folgende Mitarbeiter in den Vorstand berief: zum stellvertretenden Vereinsführer den kitt)engen Geschäfts- und stellv. Vereinsführer A. P i tz. Für den zum Heeresdienst einberufenen Rechner Münch wurde K. Schneider mit der Führung der Kassengeschäfte beauftragt. Die Geschäfte führt vorläufig das Mitglied K. Schmidt. Zum Jugend- leiter wurde wieder Erwin Pfaff bestimmt. Dem Aeltestenrat gehören außer dem Vereinsführer und stellv. Vereinsführer die Mitglieder Fr. Cröh- m a n n , O. H a p p e l und L. B u ß an. Als Spielausschußobmann berief Dereinsführer Harnisch den Spieler der 1. Mannschaft Michael Schmitt, dem sämtliche Mitglieder des bisherigen Spielausschusses und der Mannschaftsführer O. Fett beigegeben
aus der Nahrungs- und Genußmittelbereitung, aus der Metallverarbeitung, dem Holz- und Baugewerbe, der Töpferei, dem Webwaren- und Bekleidungsgewerbe, der Häute- und Lederverarbeitung, aus dem Gebiet der Körperpflege, in Namen nach der Beschäftigung in Handel und Verkehr, nach Dienfb leiflungen und Aemtern, nach kirchlichen Aemtern und schließlich in solche aus dem Bereich der Spiel- leute und Gaukler. Als Bezeichnung des Land- manns hat sich z. B. mhd. gebure in dem in Ober- Hessen häufigen Namen Gehbauer erhalten. Die Bürger Grünbergs trieben noch bis in die jüngste Zeit Ackerbau. Die aus Derufsbezeichnungen ent- ftanbenen Familiennamen spiegeln in ihrer Mannigfaltigkeit die Blüte von Handel und Gewerbe, die der Stadt dank ihrer günstigen Verkehrslage und als Mittelpunkt eines reichen Hinterlandes im ausgehenden Mittelalter beschieden war.
Noch einige interessante Beispiele. Die Schenken von Schweinsberg .trugen ihren Beinamen nach dem dem Hofamt des Mundschenken. Wegen ihres großen Holzkohlenbedarfs lagen die Stätten der Eisensteinverhüttung im Walde: daher der in unserer Gegend so häufige Name Waldschmidt. Für den Bender (= Faßbinder, Böttcher), steht zuerst die lateinische Form doleator. Euler war einst die mundartliche Berufsbezeichnung des Töpfers (= inner, zu lateinisch olla, der Topf). Die Schröder be- sorgten das Auf- und Abladen des Weines. Opper- mann (= Opfermann) ist die ältere Bezeichnung des Kirchendieners, der beim Meßopfer diente und die Kollekte einsammelte. Zum fahrenden Volk gehörte ursprünglich der Schirmer, ein Fechtmeister und Gaukler, der allerlei Kunststücke zu treiben verstand.
merksamkeit verdient.
Auf Grund des reichen ungedruckten Quellenmaterials der kleinen hessischen Landstadt, die mit dem 13. Jahrhundert in das Licht der Geschichte tritt, gibt der Verfasser ein beispielhaftes Bild für die Entstehung der deutschen Familiennamen über- Haupt, besonders aber im hessischen Sprach- und Siedlungsraum. Die Quellen der Nachbarstädte wie Marburg, Gießen und Wetzlar sind zur Ergänzung herangezogen und weisen die blutsmäßigen Verflechtungen Grünbergs mit diesen Orten auf. In einem einleitenden Ueberblid über die Stadtgeschichte erfahren wir, daß Landgraf Ludwig HL 1186 an der Südgrenze seines Gebietes das castrum Gruninberc errichtet hat. Wie der Kalsrnunt bei Wetzlar war die Burg nicht einer Familie, sondern mehreren landgräflichen Dienstmannen zugleich an- vertraut. Diese übernahmen Aemter und Herrschaft in der 1222 erstmalig genannten Stadt, die seitdem immer hessisch geblieben ist-, der Freiheitsbrief von 1272 bildete die Grundlage des Stadtrechts. Wie in Wetzlar und anderen Städten kam es auch in Grünberg im 14. Jahrhundert zu heftigen Kämpfen zwischen den Geschlechtern und Schöffenfamilien einer- feite und den Zünften anderseits, die sich die Mitwirkung am Stadtregiment erkämpften. Im 15. Jahr' hundert verlor die Stadt ihre militärische und poli- tische Bedeutung.
Die wichtigsten Unterlagen für die Arbeit boten die Bestände der Staatsarchive zu Marburg und Darmstadt, die bis heute nur zu einem geringen Teil veröffentlicht find. Da die verschiedenen geist- lichen Niederlassungen von besonderem Einfluß auf die Entwicklung in Grünberg waren, ist die Zahl der kirchlichen Urkunden recht beträchtlich. Hinzu kommt das Archiv der Patrizierfamilie von Sassen. Ergänzt wird die Ausbeute an Familiennamen, die die Urkunden liefern, durch Archivalien zweiten Ranges, wie Rechnungen und Zinsregister. Sie sind besonders wertvoll, da in ihnen Namensformen erscheinen, die der Umgangssprache, also dem Volks- «nund näher standen als die der feierlichen Urkunden. Am wichtigsten sind hier die ab 1391 erhaltenen Salbücher, die die älteste Zusammenstellung der Bürgerschaft enthalten, und das 1475 beginnende Grünberger Gerichtsbuch, das von allen Sitzungen des Schöffengerichts berichtet und eine Fülle von Namen, besonders aus der Unterschicht, aufweist.
Der Verfasser hat fich bemüht, allen urkundlichen Stoff vor 1500 zu erfassen. Gewiß fand der Entstehungsprozeß der Familiennamen erst im 16. Jahr- hundert seinen Abschluß, aber die Stoffülle zwang zu dieser Beschränkung. Das Festwerden der Namen war ein langsamer Entwicklungsvorgang. Nachdem im 14. Jahrhundert die Doppelnamigkeit zur Regel geworden, also ein Beiname neben den Taufnamen getreten war, erstarrte dieser allmählich zum erb- sichen Familiennamen. Diesen Festwerdungsprozeß spiegelt die Knaußsche Sammlung wider, indem sie sowohl in frühen Beispielen noch bloße Beinamen, als in jüngeren Belegen bereits offenkundige Familiennamen enthält. Mit rund 1000 Namen ist der urkundliche Bestand aus der Zeit vor 1500 erfaßt und nach den verschiedenen Entstehungsbereichen geordnet.
An der Spitze stehen die vielen Familiennamen, die aus alten Taufnamen entstanden sind. Der Gemahl einer besonders bekannten Frau Hildegard hieß z. B. nach dieser Heinricus marihis Hildegartis. Das Beziehungswort ist im alltäglichen Sprachgebrauch gar bald weggefallen, und so kommt es, daß heute ein gleichnamiger Angehöriger dieser Familie Heinrich Hildegard heißen würde. Neben den germanischen Namen sind die Bildungen, die auf t die eigentümlich christliche Namenwelt zurückgehen, verschwindend gering.
Die Fülle der Berufs- und Standesnamen ist untergeteilt in solche, die aus der Beschäftigung in Feld, Wald und Garten erwachsen sind, in solche
selbstverständlich der Verein alle bis jetzt errungenen Pokale der Metallsammelstelle als Geburtstagsgeschenk unseres Führers übergebe.
Mit einem „Sieg-Heil!" auf unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und die junge deutsche Wehrmacht wurde die Versammlung geschlossen.
Hochbetrieb auf Handbattfeldern.
Das Hauptinteresse der Handballer im Bezirk Gießen konzentriert sich am kommenden Sonntag auf das erneute Zusammentreffen der beiden Mannschaften von Anspach und Hochelheim, die sich zum fälligen Rückspiel in Anspach gegenüberstehen. Daneben wird die Lahnpokalrunde starkes Jnteresie finden.
Hochelheims Gang ist schwer, aber keineswegs aussichtslos. Denn mit der Leistung, die unser Vertreter am letzten Sonntag zeigte, wird er sich auch diesmal durchsetzen. Erforderlich ist eben nur der restlose Einsatz aller Mannschaftsteile und der ungezwungen^ Elan, der diesmal allerdings zweckmäßig schon sofort in Erscheinung treten muß. Daneben ist es notwendig, daß sich der Sturm daraus konzentriert, die Angriffe planmäßig oorzutragen und sie vor allen Dingen auch auszuwerten.
To. Lützellinden — Spogg. 1900 Gießen To. Grüningen — To. Dornholzhausen Dv. Garbenheim — Dv. Münchholizhausen To. Atzbach — To. Dutenhostn
To. Katzenfurt — Dv. Wetzlar-Niedergirmes
To. Großen-Buseck — To. Launsbach
Dv. Heuchelheim — Mtv. Gießen.
Wenn die Gießener die Leistungen der letzt..» Zeit zeigen, kann es zu einem Erfolg — selbst in Lützellinden — reichen. — Grüningen muß sich schon strecken, wenn es die tüchtigen Dornholzhäuser schlagen will. — Auch Garbenheim wird es nicht leicht haben, Münchholzhausen die beiden Punkte abzunehmen. — Ausgeglichen dürste der Kampf in Atzbach werden, nachdem die Platzbesitzer erst am letzten Sonntag ihre große Form unter Beweis stellen konnten. — Auch Großen-Buseck wird kämpfen müssen, um gegen die eifrige Elf des Do. Launsbach aufkommen zu können. — Es kommt daraus an, welche Einheit der Mtv. in Heuchelheim stellt. Auf jeden Fall wird es ein spannendes Ringen geben, das einen knappen Ausgang nehmen wird
♦♦ T r e udi e n st - Eh r e n z e ich e n. Dem Regierungs-Oberinspektor Willy Kellner beim 93er« forgungsamt Gießen wurde vom Führer das Treudienst-Ehrenzeichen in Gold für 40iährige treue Dienstzeit verliehen. Derr Leiter des Versorgungsamtes Gießen überreichte den« treuen Mitarbeiter die Auszeichnung mit besten Glückwünschen und sprach ihm zugleid) besonderen Dank aus für seine dem Reich geleisteten treuen Dienste.
** Ernennungen beim Dersorgungs - amt Gießen. Der Reichsarbeitsminister hat die außerplanmäßigen Derwaltungsassiftenten Decker, Haas, Grochtdreis und Falk und die Assistentenanwärter Mouton, Rinn und Sommer mit Wirkung vorn 1. 4. 1940 ab zu planmäßigen Derwaltungs- assistenten ernannt.
Arbeitstagung der Rechtsberatungsstellen der DA!?.
NSG. Die seit Kriegsausbruch vergangenen Monate haben der Heimat insbesondere auf dem Gebiete des Arbeitslebens eine Fülle von Derord nungen und Bestimmungen gebracht, die darauf ab» gestellt sind, den Notwendigkeiten des Krieges Rechnung zu tragen. Wie draußen an der Front alles Tun einem höheren Gesichtspunkt, nämlich dem Sieg der deutschen Wasfen, untergeordnet werden muß, ist auch im Inneren das Arbeitsleben darauf gerichtet, diesem Ziele zu dienen.
Das gab aud) der Rechtsberatung der DAF. Veranlassung, die Rechtsberater im Gau-Hessen »Nassau zu einer Tagung in Frankfurt a. M. zusammenzurufen, um die praktischen Fragen aus dem Krieg?- arbeiterecht einer BespredMng zu unterziehen.
Die Arbeitstagung wurde eingeleitet durch eine Begrüßung von Gauobmann Willi Becker und dem Leiter der Gaurechtsberatungsstelle Harth.
Im übrigen behandelte der stellvertretende Amtsleiter für Rechtsberatungsstellen in Berlin, Dr. Bulla, die Fragen des Kriegsarbeitsrechts von ihrer Entstehung und ihrer weiteren Entwicklung bis zum heutigen Stande. Die Behandlung der einzelnen Fragen zeigte, daß diese Tagung bei allen Teilnehmend guten Anklang gefunden hatte und ihnen neue Richtlinien in ihrer Arbeit mit gab.
Aranksurler Schlachtviehmarkt.
Qrantfurt a. M., 17. April. Bei reichlicher Beschickung, insbesondere in Schweinen, notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 63 bis 65 (am 10. 4. 62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (42 bis 50), d) 22 bis D (25 bis 40); Härnrnel a2) 50 bis 51 (50 bis 51), t>2) 48 (48 bis 49), c) 44 (30 bis 44); Schafe a) 44 (42 bis 44), b) 39 bis 40 (38 bis 40), c) 20 bis 32 (20 bis 32); Schweine a) 55,50 (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50); Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverlauf: Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 17. April,. Preise und Marktlage zeigten gegen den Markt vorn Montag keine Veränderung.
Schweincmarkt in Cid).
♦Cid), 17. April. Der heutige Schweine- markt war mit 137 Ferkeln beschickt. Es kosteten bie zu 6 Wochen alte Ferkel 30 RM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 30 bis 45 RM., 8 bis 10 Wochen alte 45 bis 60 RM. pro Stück. Trotz zahlreichem Käufer- andrang war der Verkauf in Anbetracht der hohen Preise nur schleppend. Es verblieb geringer lieber- stand. _______________________________
H.n'denburawalles vom Selterstor aus dis an die Gartenstvaße vorgesehen. Dabei handelt es sich um die Verbreiterung der Fahrbahn auf zehn Meter und die Schaffung eines Radfahrerweges. Zu diesem Zweck wird die gegenwärtige Bürgersteig-Fläche entlang den Anlagen im Hindenburgwall, also (vom Selterstor aus gesehen) auf der linken Seite, bis zur ersten Baumreihe einschließlich für die Fahrbahnverbreiterung in Anspruch genommen werden, daneben wird bis zur jetzigen zweiten Baumreihe der Radfahrerweg erstehen, an den anschließend der neue Fußgängerweg geschaffen werden soll.
das Fenster beobachten.
„Junge, Junge", sagt der eine der Bauleute zu den beiden anderen. „Der Vormittag hat es in sich: erst das kesse Fräulein von Plessen, und nun so viel Rodaer Gold. Kinder, habe ich einen Dürft!
Fräulein Schmidtchen sitzt mit der alten Dame auf dem hinteren Balkon narh dem Park zu uno liest aus einem Heimatschutzheft vor. Dem Seifers- dorstr Tal, dem Tal der Empfindsamkeit, nahe bei Dresden, gehört ihre ganze Liebe.
Sie lieft von alten Urnen und Denkmälern, Sessel der Freundschaft, der Linde der Ruhe, vom
Altar der Tugend--
„Erkühnt sich ein einziger, dieses Idyll zu zerstören?" fragt sie Fräulein Ottilie von Plessen. „Steht hier etwas von einer Autobahn, die man durch dieses Tal führen will? Menschen mit Gefühl halten die Hand darüber!" Sie zeigt in den Park hinunter. „Liegt er nicht wie ein Juwel in Dtt Sonne? Ich werde den Heimatschutz zu Hust rufen!" ....
„Tun Sie es nur, liebste Hermine, eigentlm) müßte es Jutta machen, aber Jutta ist so anders. Sie ist ein Kind dieser Zeit! Sehen Sie dort!
Die Eichenallee entlang flitzt der kleine giftgrüne Wagen.
„Aus der Richtung Bautzen! Sie ist drüben gewesen und hat ihren Bräutigam abgeholt. Früher kam der Bräutigam und holte die Braut ab, uno kein Mädchen, das etwas auf sich hielt, ging ahne Begleitung einer älteren Dame aus!"
„Das Weib steigt immer mehr aus feiner Höh' herab!" (Fortsetzung folgt.)
ich um — findet Gräfe wischt sich den Schweiß ab. So viel auf einmal reden, macht heiß. Sein mächtiger Brustkasten hebt sich. Er nimmt nod; einmal ordentlich Luft für einen neuen Anlauf, wischt mit einer Handbewegung sämtliche Einwände der Bauleute


