Kameradschaft und Pflichterfüllung.
Die Jugend an des Führers Geburtstag.
Berlin, 17. April. (DNB.) Am Samstag spricht der Stellvertreter des Führers aus Anlaß des Geburtstages Adolf Hitlers um 8 Uhr zur deutschen Jugend. Die Rede wird von einer Feierstunde in einem Berliner Großbetrieb von sämtlichen Reichssendern über« tr agen. Zur gleichen Zeit finden für die Werktätigen Betriebsappelle und für die Schulen Morgenfeiern statt. Dann wird in allen Schulen regulärer Unterricht abgehalten.
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Stabsführer Laute rb acher erläßt an die Zehnjährigen, die am Vorabend des Führergeburtstages in die HI. ausgenommen werden, folgenden Aufruf, der überall dort, wo eine Rundfunkübertragung der Aufnahmefeier in der Marienburg nicht möglich ist, in Standortappellen der HI. verlesen wird:
Jungen und Mädel! Im Namen des Reichsjugendführers, der als Gefreiter der großen Armee des neuen Deutschlands angehört, heiße ich euch in der „Jugend des Führers" willkommen. Eure Aufnahme in unsere stolze Gemeinschaft wird in einer für alle Deutschen bedeutenden und unsere Zukunft entscheidensten Zeit vollzogen. Das Werk Adolf Hitlers erlebt jetzt die große Bewährungsprobe. Eure Väter und Brüder sind weniger einem Befehl als ihrer starken nationalsozialistischen Gesinnung gehorchend zu den Fahnen geeilt, um unser Reich und die errungene Einheit und Freiheit mrseves Volkes zu verteidigen. Eure Mütter und Schwestern sind vielfach an die Arbeitsplätze der Männer getreten und werken und schaffen in der inneren Front der Heimat. Die I u a e n d , der dieser heldenhafte Einsatz gilt, und für Die der Sieg erfochten werden wird, hat sich d i e s e r Vorbilder würdig zu erweisen. Achteinhalb Mil
lionen Jungen und Mädel der HI., die euch heute in ihren Reihen begrüßen und schon eine erste Leistungsprobe abgelegt haben, erwarten von euch, daß ihr in Kameradschaft und Pflichterfüllung das Recht erwerbt, nunmehr den Namen unseres Führers zu tragen. Legt euer Dasein heute in seine Hände. Ihr bringt ihm damit sein schönstes Geburtstagsgeschenk.
Oer Sonderstempel der Reichspost für den Geburtstag des Führers.
20.4.40-20
Zum 51. Geburtstag des Führers wird bei einer Reihe von Postämtern im Reich dieser Sonderstempel geführt werden, der neben den üblichen Orts- und Tagesangaben in bildlicher Darstellung das Eiserne Kreuz. Schwert und Hammer sowie die Inschrift „Geburtstag des Führers" zeigt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Kriegsfreier Lustraum
Es ist ein Kennzeichen für die außerordentliche militärische Kraft des Reiches in diesem Kriege, daß es trotz der Angriffswaffen, die der Feind besitzt, den weitaus ^röfeten Teil des deutschen Luftraums für den f r i e d e n s m ä ß i g e n Luftverkehr im Sinne von Passagier- und Frachtdienst reservieren konnte. Während Deutschland mit seiner Luftwaffe fast jeden Tag den Hoheitsraum von Frankreich und England sowie die angrenzenden Meergebiete überfliegt und in Erkundungsflügen kontrolliert, sind der feindlichen Luftwaffe am Westwall und an der Nordseeküste unüberwindliche Sperren gelegt. In Erkenntnis dieser Sachlage konnte Deutschland schon gleich nach Liquidierung des polnischen Feldzuges den Luftverkehr über der östlichen Hälfte des Reiches und die Verbindungen mit den nord-, ost- und südwärts angrenzenden Staaten in einem festen Flugplan wieder aufnehmen. Sogar mitten im Winter wurde dieser Flugplan trotz Der gesteigerten atmosphärischen Erschwernisse aufrecht erhalten, mit Sowjet-Rußland wurde sogar eine neue Linie eröffnet, die über Bialystock—Minsk nach Moskau führt. Die Verbindungen nach Skandinavien einerseits, nach den Süd- und Südoststaaten andererseits erfuhren während des ganzen Winters keine Unterbrechung und wurden fast ausschließlich mit deutschen Flugzeugen beflogen. Letzthin bei der Leipziger und Wiener Messe hat es die größte Anerkennung der vertretenen Staaten erregt, daß trotz der kriegsmäßigen Ansprüche, die Die Luftwaffe an den Flugzeugpark stellt, für die Besucher der Messe die modernsten, mit allem Komfort ausgestatteten Verkehrsflugzeuge nach allen Richtungen zur Verfügung standen.
Dieser Tatsache entsprechend hat die Deutsche Lufthansa sogar einen erweiterten Sommerfl u gv e r k e h r eingerichtet, der die Städte Berlin, Wien, München, Danzig, Königsberg, Breslau, Litzmannftadt, Kattowitz, Nürnberg, Dresden, Glatz und Hamburg innerhalb des Großdeutschen Reiches verbindet. Von diesen Städten werden Berlin, Wien, München, Danzig und Königsberg werktäglich mehrfach angeflogen, die Flugzeiten sind so gelegt — um einige Beispiele zu nennen — daß zwischen Berlin und München, Berlin und Königsberg oder Wien und Berlin Hin- und Rückreisen an einem Tage gut zu ermöglichen sind, denn die stundenlangen Aufenthaltszeiten an den Zielen gestatten
die Erledigung wichtiger Arbeiten. Als Luftkreuz mit den meisten Verbindungen ist selbstverständlich Berlin ausersehen. Neu ausgenommen wird in diesen Wochen noch die Linie D a n z i g—B res« lau, die später auch Litzmannftadt anfliegen soll und unmittelbaren Anschluß von und nach K ö - nigsberg sichert. Auf diese Weise wird der neue deutsche O st r a u m vollkommen in den Luftverkehr eingeschlossen. Die für die Hauptstadt der Bewegung ebenso wie für Wien wichtige Strecke M ü n ch e n—W i e n ist bis Graz verlängert und zeitlich fo geführt, daß Reisende von und nach Berlin in Wien Anschluß haben. Neben den zwei Schnellftubstrecken Berlin—Wien wird nun die bisher nur über Prag geleitete dritte Strecke auch in Dresden zwischenlanden. Die Flugzeiten dieser Verbindung erlauben den Dresdenern, am gleichen Tage neben verschiedenen anderen Anschlüssen auch Dänemark zu erreichen. Die Strecke Berit n— München landet auch in Nürnberg, so daß die Stadt der Reichsparteitage ebenfalls wieder zum Luftnetz gehört.
Die besondere Bedeutung dieses umfangreichen deutschen Luftverkehrs im Kriege beruht in der Tatsache, daß Anschluß nach allen Staaten des "Nordens, Ostens und Südens besteht. Die Lufthansa fliegt in diesem Sommerhalbjahr werktäglich 25 verschiedene Länder im Ausland an, darunter befindet sich der skandinavische Raum, die Baltikumländer, Sowjet-Rußland und der Südostraum bis Athen. Selbstverständlich ist auch Italien än das Luftnetz angeschlossen, von hier aus bestehen alle Möglichkeiten, Spanien und Portugal zu erreichen. Ferner ist an eine Verbindung mit der S ch w e i z als zusätzliche Strecke gedacht. Die Strecken selbst werden von den besten Flugzeugen der Gegenwart, von der dreimotorigen Ju 52, der viermotorigen Ju 90 und dem „Condor"- Typ von Focke-Wulf beflogen, auch die mit der Lufthansa in Betriebsgemeinschaft arbeitenden ausländischen Lustoerkehrsunternehmen benutzen fast ausschließlich deutsche Maschinen, sodaß der Fluggast nack wie vor beim europäischen Luftverkehr gut ausgehooen ist. Praktisch ist ein durchaus friedensmäßiger Zustand entstanden, der natürlich den wirtschaftlichen Interessen Großdeutschlands wie auch den mit ihm in Handelsbeziehungen stehenden Staaten außerordentlich nützlich ist.
Aus aller Well.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Am 17. April ist der 1921 in Elbogen geborene Paul Richter hingerichtet worden, den das Oberlandesgericht in Leitmeritz als Volksschädlissg zum Tode verurteilt hat. Richter, der bereits viermal wegen Betrügereien vorbestraft war, hat sich der Mutter eines in Polen gefallenen Soldaten gegenüber als Kamerad und Mitkämpfer ihres Sohnes ausgegeben. Er trug dabei unberechtigt die Uniform eines HJ.-Führers und ein EK. 1. Den linfen Arm hielt er — als ob er selbst verwundet fei — in einer Schlinge. Nachdem er sich fo in das Vertrauen der Frau eingeschlichen und von ihr hatte bewirten lassen, b e st a h l er sie um das ganze Geld, das die Frau als letzte Hinterlassenschaft ihres Sohnes aufbewahrte.
Sieben Jahre Zuchthaus für eine Brandstifterin.
Das Sondergericht Mannheim verurteilte die 39jährige Ehefrau Frieda Erbacher aus Haßmersheim wegen böswilliger Brandstiftung zu sieben Jahren Zuchthaus. Die Angeklagte war nach einer Verstimmung mit ihrem verheirateten Bruder aus dem elterlichen Anwesen, das dieser übernommen hatte, fortaezogen und lebte in wirtschaftlich bedrängten Verhältnissen mit ihrem kranken Mann. Die Erbstreitigkeiten vertieften Neid und Haß, und so schlich Die Frau im Januar nachts in das Anwesen und steckte das Stroh im Scheunengebälk in Brand. An das Bezirksamt in Mosbach und an die Versicherungsgesellschaft schrieb sie anonyme Briefe, Die Die Täterschaft ihres Bruders andeuteten. Ein Geständnis, das sie gemacht, hat sie wiederholt widerrufen.
Grohfeuer in Grenoble.
Eine der größten Lederwarenfabriken Grenobles ist durch Feuer völlig vernichtet worden. Das Feuer nahm seinen Ausgang in einer der Trockenhallen, in Denen Tausende von gegerbten Tierhäuten aufbewahrt wurden. Das 150 Meter lange dreistöckige Gebäude stand in kurzer Zeit in Flammen. Auch eine zu dem Unternehmen gehörende Fabrik für
Lederbekleidung, Die für das französische Heer arbeitet, brannte nieder. Feuerwehr und Garnison waren völlig machtlos. Verbrannt sind auch versandfertig lagernde Lederbekleidungsstücke für die französische Armee im Wert von rund einer Million Franken.
Schweres Voolsunglück auf dem Skularl-See.
3m Norden des Skutari-Sees stürzte bei hohem Wellengang ein mit sechs Bauern besetzter Kahn um. Drei Bauern, die schwimmend das Ufer erreichen wollten, ertranfen, während die drei anderen sich zwei Stunden lang an dem Boot festklammerten, bis sie von jugoslawischen Grenzsoldaten gerettet wurden.
Vor einem Vulkanausbruch auf Java.
Nach Meldungen aus Batavia droht Der Merapi auszubrechen. Die Untersuchungen des vulkanologischen Dienstes haben ergeben, Daß sich ein neues großes Lavafeld gebildet hat, das nur noch dreißig Meter vom Rand des Kraters entfernt ist. Das Feld soll unter hohem Druck stehen und in Der Woche vom 5. bis 11. April täglich fünf Meter gestiegen fein. Es wird erwartet, daß die Lavamassen schnell Den KraterranD erreichen. Die Bevölkerung ist gewarnt; ein umfangreiches Gebiet ist bereits geräumt roorDen.
Hochwasser in der kanadischen Provinz Alberta.
Das Frühlingswetter hat im Tale des Red-Deer River in der kanadischen Provinz Alberta zum schlimmsten Hochwasser seit 25 Jahren geführt. Ueber 10 00 Menschen sind obdachlos geworden. Der Red-Deer River ist um fünf Meter geziegen, und die Uferbewohner find durch Die Fluten von Der Außenwelt abgeschnitten.
n Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des
Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik veuMeton und BUder: Dr. Fr. 23. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5.
Bee Ä iVeVamSz
Auch die „Astra" bleibt »ich imme-f gJe-tcb»
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' „Kassiopeia
Sternbild in W- Form in der Nähe des Himmelspols.
f „astra"
griechische 8e> Zeichnung für die Gesamtheit der Himmelskörper.
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Immer aromatisch!
Immer leicht!
Nur ausgewählte reine Orienttabake erster Provenienzen finden für die,,Astra" Verwendung.Dasbesondere Mischverfahren ergibt die unveränderliche charakteristische Vereinigung von Leichtigkeit und reichem Aroma.
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Immer frisch!
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