rem Wege unb besser der Altmaterialverwertung zuge- Junimit 380 Tonnen, einen stärkeren‘Sprung macht führt werden würde. Wir haben uns mit der Bitte der Mai auf 490 Tonnen, und der April steigt soga 1 ' . . V .. , « ri-- v ■ - u:, ... KftA Tnnunn nn
die
nur
Aus der engeren Heimat
Schützt die Tiere vor der Kälte!
(Nachdruck verboten.)
25 Fortsetzung.
könnte sagen: „Daß es mir alten Frau gerade ,o awumwas 5 w rinrn ftÄ schicken und qehen mußte" und vieles andere. Da- tut sie nicht, bürg Ichr-ibt, man°ll einen Kat°wg ,qi-°n un° Sie blinzelt In das blanke Sonnenlicht, blinzelt über1 ihr durst euch aussuchen, was ihr Haven wollt.
den Sie. Aus >oren alle lt an t die vitha
Vorsichtsmaßregeln zu Rate zu ziehen.
Lüsten — nicht kühlen!
iüoer uns."
Klarissa denkt wohl, daß sie gehen kann, aber es list nicht so einfach, nein, das ist es nicht. Sie kann i nicht mit ihren schweren Schritten losstampfen, sie ! mutz sich auf Iörs-Vadder und Frieda stützen. Sie tut । es, während hinter ihr die alte Fischerfrau lamew : fiert. Da bleibt sie noch einmal stehen, wendet sich um und lächelt. Seht, das ist Klarissa. Das Taghemd list lang und weiß, und Wasser fließt aus seinem 'Saum, der Rücken ist wie gespickt mit Föhrennadeln. 1 Grau, wirr und natz hängt ihr das Haar in Strähnen um Kopf und Schulten. Ein Wrack ist Klarissa, eine Ruine. Dennoch ist Stolz in ihr und Wurde und ein Teil der alten Kraft. Sie steht da und hatte wohl Grund zum Jammern, aber sie lamentiert nicht Sie könnte sagen: „Daß es mir alten Frau gerade so
die Heiztätigkeit ruht, ist die Monatsmenge geringer, immerhin kommen aber auch in diesen Monaten
um Aufklärung an das Stadtbauamt, als zuständige Dienststelle der städtischen Müllabfuhr, gewandt und dort sehr interessante zahlenmäßige Feststellungen über den Müllabfuhrbetrieb in Gießen erhalten. Danach wurden im Verlaufe des Jahres 1939 von den drei Müllautos insgesamt 5 7 5 5 Tonnen Müll aus unserer Stadt — ohne Wieseck und Klein-Linden — abgefahren. Diese Menge stellt, auf geläufigere Gewichtsbegriffe umgerechnet, eine Masse von 5 755OOO Kilogramm oder 115 100 Zentner Müll als Abfall aus den Gießener
; im chtet". iinde". )pem« 8 Uhr
Aber — wenn ihr vielleicht lieber ein Pferd habt? Ihr könnt auch ein Pferd kriegen."
Vier Jungensaugen fangen an zu leuchten und zu schimmern. „Lieber ein Pferd, viel lieber em Pferd!
„Gut, aber erst, wenn Anne wieder hier, ist, oder wenn ich aufstehen kann. Ihr wißt es nicht, wie man mit Tieren umgeht, ich werde es euch zeigen oder Anne, das ist einerlei, und ihr müßt es lernen, genau so, wie man Latein lernt, von der Pike auf. Wenn ich wieder auf dem Posten bin, könnt ihr auch manchmal mit mir über die Felder gehen. Ich weiß, wo allerlei Nester sind, die Vögel nisten jetzt zum zweitenmal. Ich will sie euch wohl zeigen, aber ihr dürft sie nicht etwa ausnehmen."
„Nein", sagen sie sehr ernsthaft, „das werben wir nicht tun, aber bitte, nimm uns manchmal mit."
Dann machen sie weiter keine großen Worte und verlassen das Zimmer. Sie küssen der Tante die Wange und gehen ruhig hinaus. Doch im Flur bleiben sie stehen und sehen sich an. „Du", sagt Frank, „kriegen wir wirklich ein Pferd?"
„Wenn Klarissa es verspricht, stimmt es." ■
„Mutti hat uns schon lange ein Pony versprochen, und wir haben doch keins bekommen/
„Das ist auch was anderes", sagt Rudolf, und plötzlich stürzen sie beibe bavon, trappeln die Hintertreppe hinunter und reißen die Tür zur Küche auf. „Wir kriegen ein Pferd!" schreien sie.
Marie giftet sich. Sie ist den beiden nicht ge- wogen und giftet sich, und noch viel mehr ärgert es sie, daß sie auf Klarissas Befehl den Jungen nach dem Abendessen eine große Schüssel mit Herzkirschen ins Zimmer bringen soll.
Sie steht am Herd und kocht für Klarissa eine Suppe, so, wie Doktor Schwarm es angeordnet hat. Sie ist eine perfekte und gute Köchin. Sie hat auch Klarissa gern und würde sie immer gegen jeden verteidigen, aber was zuviel ist, das ist zuviel. Heute sind die beiden Jungen in aller Munde, und was sie getan haben, wird ihnen als Heldentat angerechnet. iSchön und gut. Aber heute vormittag haben sie Kirschen gestohlen, und heute abend kriegen sie eine Schüssel voll als Belohnung. „Ist das Erziehung?
dem [tauft heim- »aren,
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den glitzernden See und sagt: „Sei still, Jörs- Mudder, jammer nicht, die Hauptsache ist — wir leben." — —
Am Abend sind alle wieder auf dem Birkenhof. Man hat sie im Wagen abgeholt. Marie ist selbst gekommen und Irene Waitz, die Hauslehrerin, auch. Sie haben Kleider mitgebracht, und es ist nun alles so wie es immer war, aber nein, es ist doch anders. Klarissa muß das Bett hüten. Doktor Schworm ist dagewesen und hat gesagt, daß fürs erste an Aufstehen nicht zu denken ist. Klarissa mutz liegen und sie soll ein Bad aufsuchen. Nach Nauheim soll sie fahren. Sie soll den Birkenhof verlassen und nach Nauheim fahren! Klarissa will diesen Rat des Arztes, wie viele andere, in den Wind schlagen, aber er aqt ihr daß er dieses Mal auf jeden Fall mit Anne prechen wird, und daß es fein Ernst ist, ja, daß es auch mit ihrer Krankheit bitterer Ernst ist. Er spricht klar und deutlich, er geht nicht wie die Katze um den heißen Brei. Er sagt: „Heute hast tu durchgehalten, Klarissa, aber ich schwöre es dir, em Zweites Mal hältst du es nicht aus, wenn du dich nicht schonst. Du mußt dich schonen, Anne ist noch zu jung, sie braucht dich. Ein Mensch kann meinetwegen mit seiner Gesundheit leichtsinnig umgehen, wenn er abkömmlich ist. Du bist einstweilen noch unabkömmlich. Also hast du die Pflicht, dich zu schonen."
An diesen Worten gibt es nichts zu drehen und zu deuteln, alles, was recht ist. Klarissa muß also das Bett hüten, und Anne ist fern, und Francs Pegel ist im Krankenhaus. Sie ist einsam. Ja, ist sie einsam? Da sind zwei kleine Jungen, die haben im See qefniet und haben ihren Kopf über Wasser gehalten bis Hilfe kam. Sie hätten davonlausen können vor Schreck, sie sind ja Kinder. Sie haben sich aber wie Erwachsene benommen, wie kleine
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Klarissa klingelt nach Marie und fragt, wie es den Knaben geht, ob Schworm sie auch richtig untersucht hat, und ob er meint, daß Rudolf dcis sehr lange Kauern im Wasser nichts geschadet hat? Marie sagt daß Schworm nichts finden konnte, und daß Rudolf höchstens einen Schnupfen haben wurde, mehr nickt. Da will Klarissa, daß die Jungen zu ihr
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CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 35
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10. Dringend zu empfehlen ist, sofort bei Beginn von Frostperioden einen Fachmann für L-
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** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in »er Zeit vom 5. bis 11. Januar ein: gegen Kraft- .ahrzeugsührer mit 3 Anzeigen und 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeug- ührer mit 2 Anzeigen und 26 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 1 Anzeige und 16 gebührenpflichtigen Verwarnungen.
** Schwerer Unfall in der Walltortraß e. Gestern abend ereignete sich in der Wall-
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noch Gesamtmengen von 350 bis rund 500 Tonnen verrechnet. Der Altmaterialhandler leitet dann die,e zusammen; am niedrigsten war die Monatsmenge Materialen zur Wiederverwertung an seine Groß- im verflossenen Jahre 'in den Monaten Juli, August abnebmer, damit unsere Volkswirtschaft erneut darund September mit je 350 Tonnen, dann folgt der aus Nutzen ziehen kann.
^Sie^komrnen und haben fröhliche Gesichter, wie immer. Klarissa, vor der sie so viel Respekt haben, liegt im Bett und lebt. Sie freuen sich beide, daß es so ist. Klarissa sieht den einen und den anderen an. „Setzt euch nur auf mein Bett , sagt sie, und sie zieht Rudolf nahe an sich heran und hott seine Hand in ihren Fingern. „Ihr habt doch em Bnesmarken- album, was? Sagt Irene Waitz, daß sienach Ham-
Haushaltungen dar. Würde man diese gewaltige Zentnerlast auf Güterwagen verladen und dabei ein normales Ladegewicht von 300 Zentner je Güterwagen annehmen, so müßten 380 Güterwagen zur Ausnahme dieser Menge bereitgestellt werden. Nimmt man einen Güterzug mit etwa 40 Wagen als üblich an, so wären also fast 10 Güterzüge erforderlich, um all diesen Dreck zu befeitiaen. Rechnet man den Müllanfall auf Tage um und bas Jahr zu 300 Arbeitstagen, so ergeben sich fast 20 000 kg Müll, die täglich abgefahren werden müssen. Das ist allerhand!
Natürlich ist der stärkste Anfall an Müll in den Wintermonaten mit ihrem Heizbetrieb. In dieser Zeit schwankt die Gesamtmenge pro Monat zwischen rund 500 bis rund 700 Tonnen. Im Sommer, wenn
ruft Marie. .
Es sind nicht viele da, die ihr diese tfrage beantworten können. Nur Hannes Perl sitzt mit aufgestützten Armen am Küchentisch. Eben mar noch ote Lütt'-Magd hier, und Marie hat gar nicht bemerkt, daß sie die Küche verlassen hat. Sie weiß es also nicht, daß sie mit Hannes allein ist, in all ihrem Aerger weiß sie das nicht.
Aber als Hannes nun sagt: „Wenn man einem Menschen das Leben rettet, wie es der Rudolf doch gemacht hat, dann ist es schon recht, wenn man belohnt wird." Da dreht sie sich um und sieht, datz
Täglich fahren drei große Müllautos durch die Straßen von Gießen, um den Müll der Haushaltungen abzuholen. Emsig tragen die Begleitfahrer die Mülleimer von den Haustoren zu den Wagen, hängen die Eimer in die Haltevoritichtung am Füllloch und kippen mit energischem Schwung den Inhalt der großen und kleinen, in ihrer Gestalt aber typisierten Eimer in den großen „Bauch" des Wagens hinein. Ein Getriebe — die sog. Schnecke —, das sich im Innern des Wagens, in Gang gesetzt vom Motor des Müllautos, ununterbrochen bewegt, greift die ein geschütteten Müllmengen auf und preßt sie immer nach dem Vorderteil des Autos hin zusammen, bis der gewaltige „Bauch" des Fahrzeugs in allen Teilen gefüllt ist. Dann fahren die Wagen in flottem Tempo hinaus vor die Stadt zum Müllabladeplatz, wo der „Bauch" mit Hilf der jetzt um- geschalteten und daher in umgekehrter Richtung drückenden „Schnecke" rasch entleert wird. Nach dieser Arbeit gehts wieder in die Stadt zurück zu dem jeweiligen Abholbezirk, und der Arbeitsgang beginnt von neuem. So sind unsere drei Gießener Müllautos Tag für Tag während des ganzen Jahres tätig, um die Haushaltungen von einer Last zu befreien, 'die zugleich auch aus Gründen her öffentlichen Hygiene regelmäßig und möglichst rasch aus dem Bereich der Wohnungen fortgeschaft werden ^Wohl nur wenige Einwohner unserer Stadt machen sich eine Vorstellung davon, welche Gesamtmenge von Müll im De^aufe eines Jahres von den drei Müllautos aus der Stadt zum Müllplatz hinaus befördert wird. Ebenso werden wohl viele Volksgenossen nicht wissen, daß in dem Müll vieles enthalten ist. was nicht hineingehürt, sondern auf ande-
Glückwunsch des Gauleiters.
* Bad-Nauheim, 17. Jan. Gauleiter Reichs- statthalter Sprenger beglückwünschte den hessischen Sippenforscher Hermann Knodt in Bad- Nauheim zu seinem 60. Geburtstag durch folgendes Schreiben: „Sehr geehrter Parteigenosse Knodt! Zu Ihrem 60. Geburtstag am 13. Januar 1940 übermittle ich Ihnen meine besten Wünsche. Des weiteren beglückwünsche ich Sie zur Herausgabe des 107. Bandes des Deutschen Geschlechterbuches, der an Ihrem Geburtstag der Oeffentlichkeit übergeben werden soll, und mit dem Sie die Zahl der Hessischen Bände auf 12 erhöht haben. Durch Ihre nunmehr 3Ojährige Tätigkeit als Sippenforsck)er haben Sie es zuwege gebracht, daß der Gau Hessen-Nassau unter allen deutschen Gauen heute mit der Sippenforschung an der Spitze steht. Kein anderer deutscher Gau verfügt über eine so umfassende Aufzeichnung seiner alt eingesessenen deutschblütigen Geschlechter, wie dank Ihrer Arbeit nunmehr der Gau Hessen-Nassau. Ihr Werk ist eine wahre Fundgrube auf dem Gebiet der Volkskunde und verdient gerade in der heutigen Zeit höchste Anerkennung."
Mit dem Auto gegen einen Baum.
* Lich, 18.Jan. Am gestrigen Mittwoch gegen 19 Uhr fuhr ein von Gießen kommendes Personenauto in der großen 8-Kurve der Landstraße Steinbach—Lich kurz vor unserer Stadt gegen einen Baum. Bei 'hem starken Anprall wurde die linke Seite des Kraftwagens eingedrückt. Von den drei Insassen des Wagens wurden zwei so erheblich verletzt, daß sie nach Gießen in das Krankenhaus eingeliefert werden mußten.
Landkreis Gießen.
T Großen-Linden, 18. Jan. Der Landwirt Gg. Volk, Frankfurter Straße 89, feiert am
Klarissa ist nicht tot, Klarissa lebt. Der starke Baum vom Birkenhof ist nicht entwurzelt, nur niedergedrückt hat ihn der Sturm und tüchtig gezaust. •Sie ist schon bei Besinnung, als die Jörs kommen, ober der Herz krampf hat ihr die Kraft genommen, lief) selbst aufzurichten, das ist es. So liegt fie noch iim Wasser, den Kopf an die Schulter des kleinen jungen gelehnt. Sie atmet stoßweise und schwer, oaber sie kommt langsam zu sich, und das gegenüberliegende Ufer des Sees, das sie erst ganz verschwommen sah, wird klarer, wie ein Bild auf einer '"gorsSber^ün^grieba holen bie schwere Fron □aus dem Wasser. Sie reiben ihr die erstarrten Glie- »er, und das Blut fängt an schmerzhaft durch den Körper zu strömen. Sie hat ihr weißes Taghemd am, so badet sie immer, wenn es ihr just mal in den Kopf kommt, daß sie schwimmen will. Und kaum -geht das Blut feinen regelrechten Lauf, da ist auch äber alte Mut wieder bei Klarissa. „Faß mich an, Aörs-Dadder, ich will aufstehen, wo sind meine Sachen?"
Ja, wo sind die Sachen? Die sind von der großen Welle ausgenommen und liegen wohl irgendwo auf »em Grunde des Sees. „Lieber Gott im Himmel, wie kann das bloß angehen?" jammert Jörs-Mudder, ^.schönster Sonnenschein und alles dies, und mit eins sichlägt uns der Herr, und ein Wirbelwind kommt
115100 Zentner Müll im Lahre 1939 in Gießen
Viel verwertbares Altmaterial aus dem Müllplatz.
bis zu 560 Tonnen an.
Erfreulicherweise findet sich, seitdem das Ernah«- rungshilsswerk (EHW.) die Kartoffelschalen und Gemüse- und Obstreste usw. zur Derfütterung in der Schweinemästerei sammelt, diese Art von Abfällen nicht mehr in den Mülleimern vor. Auch Konservenbüchsen sind jetzt nicht mehr auf dem Müllhaufen anzutreffen, da unsere Hausfrauen die- ses Material in verständnisvoller Würdigung der wirtschaftlichen Gesichtspunkte sammeln und anderweitig der Verwertung wieder -mführen. Dennoch kann man bei dem Entleeren der Müllautos auf den Schuttplätzen vielerlei Dinge auftauchen sehen, die nicht in den Müll hineingehören. So wurden im verflossenen Jahre 1939 auf den Ausladestellen der Müllautos unter dem Müll insgesamt 4463 kg Lumpen, 2906 kg Sacklumpen, 119 kg Aluminium, 53 kg Kupfer, 78 kg Wolle, 189 kg Zink, 615 kg Guß, 779 kg Eisen, 217 kg Knochen, 1905 Stuck Flaschen und 17 400 kg Schmelz vorgefunden. Insgesamt also eine sehr respektable Menge von Altmaterial, das nicht auf den Müllplatz gehört .
Die Aussortierung auf dem Müllplatz erfolgt durch mehrere Arbeiter eines hiesigen Altmaterial- Händlers. Diese Männer arbeiten den von den Müllautos ausgeschütteten Inhalt auseinander und sammeln das anderweitig verwertbare Altmaterial. Diese Funde werden gewogen und monatlich nach dem Gewicht und Preis mit dem Stadtbauamt
Marie kriegt zwei Helle rote Flecke, auf jede Wange einen, als sie ruft: „Kinder? Ich habe ja nicht mal einen Mann!" „Gott", Hannes kommt noch näher heran, „das wird wohl deine eigne Schuld sein, Marie, so hübsch und gut bei Schick, wie hu bist. Eigentlich könntest du es ja mit mir versuchen." . Marie ist eine perfekte und ausgezeichnete Köchin, aber heute kriegt Klarissa ihre Krankensuppe reichlich spät, und es ist auch nicht sehr viel, denn das meiste davon ist übergekocht. Dieses Verschulden will Marie auf anderer Seite gutmachen, und als sie den beiden Jungen die Kirschen bringt, hat sie die größte Schüssel vollgehäuft, die sie finden konnte.
Frank und Rudolf sind allein im Wohnzimmer. Irene Waitz ist nicht da, fie ist in diesen Tagen überhaupt kaum zu sehen. Gott mag wissen, was mit Irene ist. Sie kleben Briefmarken in ihre Bucher, sie sind eifrig dabei. Als Marie ihnen die Kirschen und Teller hinschiebt, sind sie wohlerzogen und sagen: , Besten Dank, Marie, sollen wir die alle haben? ' „Wenn ihr euch nicht den Magen verderbt, meinet- wegen." „ ...
„Nein", sagt Rudolf, „so viel wollen rotr nicht aus einmal essen, aber wenn was übrig bleibt, werden wir sie uns für morgen teilen."
Marie nickt und sagt: „Na, eßt man zu, sie sind euch gegönnt."
Der „Columbus" ist im Hardanger Fjord angekommen. Er liegt in der Bucht von Ulvik, und den Reisenden bleibt noch ein Tag für Hamsuns Land. Die Reiseleitung hat Ausflüge landeinwärts vorgesehen, sie ist beweglich wie das Meer selbst, und wie dieses bringt sie mit ihren Besuchern in bie fernsten Kanäle dieser Länder.
So kommt es, daß Anne Wegner mtb Christian Schwertfeger hoch oben in den norwegischen Bergen Multebeeren und Blaubeeren pflücken können, wer hätte das gedacht? Es gibt auch Wacholder hier kniehohes Wacholdergestrüpp, das wie übersät ist mit blauen Beeren.
i (Fortsetzung folgt.)
kSrper (auch in unbenutzten Räumen) nicht ab-' gestellt werden, weil durch Einfrieren eines einzelnen Körpers die ganze Anlage unbrauchbar gemacht wird. Während der Nacht ist die ganze Heizungsanlage in Betrieb zu halten. Nicht gebrauchte Heizungsanlagen ähnlich wie Wasserleitungen entleeren!
8. Die Ausdehnungsleitung und das Ausdehnungs- gefäfc auf dem Dachboden mit Holwerschlag und einem nicht Nässe aufnehmenden Material schützen. Hierzu eignen sich am besten Olasge- spinste, Sägespäne oder, wenn nichts anderes vorhanden ist, Torfmull.
9. Eingefrorene Leitungen nicht etwa selbst mit Lötlampe oder dergleichen auftauen, sondern einen Fachmann heranziehen, weil das Auftauen jeweils an der richtigen Stelle begonnen
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morgigen Freitag, 19. Januar, bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit feinen 8 0. Geburts - tag. Der Jubilar arbeitet noch täglich in der Landwirtschaft feines Schwiegersohnes und nimmt regen Anteil an allen Geschehnissen. Dem alten Herrn, einem langjährigen Bezieher des Gießener Anzeigers, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag.
* Daubringen, 17. Januar. Der Gesangverein „Sängerlust" Daubrrngen hielt sein Winter-Gesangskonzert ab, das her Verein alljährlich veranstaltet. Die Darbietungen des Chores, her unter her Stabführung von Chorleiter Häuser (Wotzendorn-Steirtberg) fang, fanden lebhaften Beifall. Der Chor ließ erkennen, daß er eine sorgfältige Schulung erfahren hat und die vorgetragenen Lieder in all ihrem Stimmungsgehalt wiederzuge- ben weiß. Einige Singspiele, bie im Laufe des Abends zur Aufsührung gelangten, fanden ebenfalls starken Beifall. Der Verein wirb demnächst mit einer weiteren KonzertveranstaltunI an die Oeffentlichkeit treten. Am kommenden Samstag soll ein Konzert stattftnden, dessen Ertrag dem Winter- Hilfs werk zugute kommen soll. Man erhofft im Hinblick aus ben guten Zweck der Veranstaltung einen starken Besuch. Der Gesangverein „Sängerlust" gedenkt über die Arbeit in her Heimat hinaus stets auch seiner im Felde stehenden Sänger. Schon zum brüten Male wurde jeher im Felde stehende Sänger mit je einem Liebesgabenpatet bedacht.
renster wieder dicht machen, ’-asenn vu oas ueniiei. darüber hinaus offenstehen läßt, so kühlen bie Möbel , nnötig aus. Ausgekühlte Möbel aber — und natürlich auch Innenwände — strömen die bei langem Fensteröffnen aufgespeicherte Kaltluft nachts un- . ngenehm aus und verführen dazu, dem Ofen eine . öllig unnötige Zugabe zu geben.
torstraße ein schwerer Unfall. Der etwa 80 Jahre alte Rentner Julius Schwalb, wohnhaft Kirchenplatz 4, geriet gegen die Straßenbahn. Der hochbetagte Mann wurde zu Boden aeschleudert und blieb bewußtlos liegen. Er wurde sofort durch hie Bereitschaft hes Deutschen Roten Kreuzes in hie Chirurgische Klinik gebracht, wo er schwer darmeder- Iiegt. Er erlitt einen Schädelbasisbruch und schwebt in Lebensgefahr. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht völlig geklärt.
Gondergerichi in Gießen.
Der W. K. in L. war beschuldigt, im November v. I. in Kirch-Göns öffentlich bas Reich und führende Personen beschimpft zu haben. Der Angeklagte bestritt die Tat nicht, er will aber infolge feiner sinnlosen Betrunkenheit nicht mehr wissen, ob er bie ihm zur Last gelegten Aeußerungen getan hat. Der Anklagevertreter beantragte, ben Angeklagten wegen Volltrunkenheit zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten zu verurteilen und ihm die Untersuchungshaft anzurechnen. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rase vo n zwei Monaten, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, verurteilt. Strafmildernd wurde berücksichtigt, daß er nicht bestraft und Staatsfeindlichkeit ihm nicht nachzuweisen ist. ä .
W K. in H. war beschuldigt, im Oktober v. I. m feinem Orte Politische Leiter beleidigt und gehässige hetzerische Redensarten gegen führende Personen des Reichs geführt zu haben. Der Anklagevertreter beantragte mit Rücksicht auf die Vorstrafen eine Ge° somtgefängnissttafe von fünf Monaten, dem Angeklagten die Untersuchungshaft aber nicht anzm rechnen, da er seine Tat nicht zugebe. Der Angeklagte wurde wegen Beleidigung und wegen Der- gehen gegen bas Heimtückengesetz zu einer G e • samtgefängnis strafe von fünf Mona- t e n verurteilt.
,J)as Kind muß Luft haben!" Aber nicht !fls Kind, sondern auch der Erwachsene. Also öffnet jsber mit Recht morgens weit bie Fenster, läßt mittags ebenso ben Kochgeruch ins Freie und bechert sich zur Nacht nochmals eine angemessene Portion frischer Luft. Gut so, jedem das Seine, immerhin, auch hierin Maß halten. Manche Frisch- üftfanatiter meinen, fie müßten nachts auch im Sinter noch bei offenem Fenster schlafen, hacken morgens mit dem Beil das Wasser in her Wasch- chale auf und manche sogar ben eingefrorenen )orfteich. Doch auch schon bie sind töricht, bie vor Tacht bie Schlafstubenfenster auch bei Frost stun- ierdang offenhalten, wahrscheinlich in der Erwar- ung, daß bie Frischluft sich da selbständig einwecken Serbe. Schnatternd kriechen sie hernach unter die überdecke. Nein, lieber Frischluftikus, so war bas richt gemeint Du scheinst mir an Kohlen Überfluß zu eiben. Heizen wir für die Welt ober für bas Haus? 3arum öffne das Fenster gut und gern ein halbes Nutzend mal am Tag, jedoch jedesmal nicht länger 1s fünf Minuten, ja in zwei Minuten ist die verbrauchte Luft ausgewechselt, und du kannst die Fenster wieder dicht machen. Wenn du bas Fenster
außer ihnen weiter keiner in her Küche ist. Sie meint wohl, baß sie nun lieber von sich unb nicht von ben Jungen reben sollten, aber weil fie gerabe habet sind, strafft sie sich ein bißchen in ben Schultern unb sagt: _ . ,
„Ich meine nur, bas mit ben Kirschen ist doch keine Erziehung!"
Hannes lacht. Hannes lacht unb steht-auf unb kommt langsam in seinen rotschwarz gestreiften Filzpantoffeln zum Herb geschlurrt. „Habe bu man erst mal Kinber, Marie, bann sprich von Erziehung."
Der letzte Wiesecker „(Sandmann" aestorben.
Gestern starb kurz vor Vollendung seines 82. Le- ensjahres unser Wiesecker Ortseinwohner Christian lt e ute r. Der Hingegangene war der letzte ISiesecker „Sandmann". Schon als Junge brachte r mit seinen Eltern bas Wiesecker Naturprobukt in ><ie Wetterau, wo der Sand als Streu und Reini- ungssand Verwendung fand. In ben letzten Jahren »h man ihn noch jede Woche mit seinem Hand- larren unb dem „echten Wißischer Saand", wie er p Line Gießener Kunden belieferte. Reuter war aber nicht nur als Sandmann bekannt, sondern dem I neimikben Genossenschaftswesen war er ein eifriger Förderer. Dem Landwirtschaftlichen Konsumverein gehörte er von der Gründung an als Aufsichtsrat und fast 40 Jahre als Vorstandsmitglied an.
Giessener rvochenmarktpreife.
* Gießen, 18. Jan. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, bas Stück 5 bis 10, Wirsing, W kg 14, Weißkraut 8, Rotkraut 11, Zwiebeln 12, Meerrettich 60, Nüsse 50 *Rps.
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