eben hat, denn mit dem Wort „cresso" oder „cressa / . l di . ja im mvahi
Fichtenzweigen bedeckte, hat so halten die kleinen, besten Grrnh nrth können ae- <
Aus der Stadt Gießen
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Sir John
hr bloiro, au< beide als die
im Nu die wenigen Tropfen auf und hatte sogleich
Jene beiden Menschen saßen an einem Sommer-
Oer Heuschreck
Von Paul (Kipper.
geht es Sir John Brown?", noch weniger (das ist streng verpönt): Sir Brown, sondern unweigerlich: Sir John, und erkundigt man sich nach seiner Ge-
lorene Kraft zurückbrachte. , _ f L
Daß sich die Brunnenkresse am besten als Salat- pflanze eignet, darauf kam man kaum vor dem Iß. Jahrhundert, allein von da an war der pikante Brunnenkresse-Salat eine beliebte „Schmackreizung allerdings vorerst nur für die „besseren Tafeln . Seitdem hat die Kunst des Gärtners eine Brunnenkresse herausgezüchtet, die wesentlich anders schmeckt als die einst wildwachsend gesammelte Pflanze. Die Blätter der Brunnenkresse sind viel milder im Geschmack geworden. Wer sie als Salat nicht zu vertragen glaubt, obgleich die Brunnenkresse an sich wirklich leicht verdaulich ist, verzehre sie fein gewiegt und gesalzen auf einem leicht mit Margarine oder Butter bestrichenem Brot. In dieser Form wirken sie besonders auf schwächliche und blutarme Personen ausgesprochen appetiterregend. Ihr kräftiger Geschmack rührt von einem scharfen ätherischen Oel her, der „Kressenschärfe", die in den Blättern ent- halten ist und der Pflanze auch den Namen ge-
Jedesmal, wenn draußen in der freien Natur die Vögel scheu wegfliegen und die Rehe flüchten, wenn
mer zurück. Der Ehemann holte ein langes Holzlineal, bugsierte das Heupferd aufs eine Ende und schob es dann mit ausgestrecktem Arm mitten in die grüne Gartenfreiheit Umsonst: der kleine Bursche sprang zum zweitenrn^l in die Menschenwohnung zurück. „Du sollst deinen Willen haben und Verpflegung auch, so gut wir's können", sagte die Haus-
Löffelchen seine Ration. Alles schmeckte: er war keineswegs wählerisch.
„Weil Fritzel sich im Haus so gut eingelebt hatte, wollte ich ihn nun auch mal mit in den Garten nehmen", erzählt Frau Lene. „Er saß wie gewöhnlich auf meiner Schulter: ich setzte mich in den ' Rasen, und Fritz sprang plötzlich vergnügt ins Gros, turnte von einem Halm zum anderen Wenn's ihm
ren, konnte bald gar nicht mehr laufen. Wenn ihm der Alkohol nur nichts schadet, sorgten wir uns schließlich. Er aber schlief sein Räuschlein aus, und
Eier in die Erde des Lieblings-Blumentopfes, und am gleichen Abend aß sie mit besonders großem Appetit von den Birnenschnitzchen, die wir ihr reichten. Sie konnte überhaupt nicht genug bekommen: mir Menschen gingen zu Bett, die Heu- schreckin futterte unentwegt weiter.
Am andern Morgen war sie tot, hatte sich gewissermaßen selber aufgelöst. Alle Gliedmaßen waren vom Körper abgefallen; ihr Dasein mußte wohl zu Ende gelebt sein. Und wir Menschen haben nur noch die Erinnerung an eine Freundschaft, die selten und seltsam war."
sundheit, so antwortet der Diener: „Es geht Sir John besser." Für Beurkundungen irgendwelcher Art bleibt freilich der Name bestehen, und auf der Todesanzeige wird er auch nicht fehlen.
Uebrigens denkt Sir John gar nicht ans Sterben. Wieder eines Morgens erwacht er mit dem satten
Stammsitz.
Don nun an konnte ich unbesorgt mit Fritzel spazieren gehen, nie rückte er aus. Gingen mir Menschen allein fort, blieb er wartend zwischen seinen Blumen am Fenster. Es schien auch, als hätte er Interesse an der Musik. Wenn mein Mann Klavier spielte, krabbelte er dauernd auf dem Flügel umher oder saß still zwischen den Noten.
Bei einer Geburtstagsfeier thront,; der Heuschreck als Mittelstück auf der Schokoladentorte und bekam selbstverständlich auch davon sein Teil. Ein paar Minuten später stieß er bei seiner Tischwanderung an eine kleine Weinpfütze auf dem Tablett, schlürfte
nm andern Morgen war alles wieder gut. Wir lebten in ungetrübter Freundschaft den ganzen Sommer zusammen
Eines Tages merkten wir, daß unser Fritz — ein Weibchen war. Mit ihrer Legeröhre schob sie viele
Es verschwanden die Scharen und die modernen Einzelställe mit ihren Kosten und Kasten, und ein Völkchen nützlichen Federviehs — ohne Zweifel rasselos — wanderte in ein Nebenfach zu Kühen, Pferden, Schweinen. Später, dachten wir, ziehen wir die Sache wieder ordentlich aus mit Legenestern, Tabellen usw. Aber schließlich sah das „Später" ganz anders aus, und es blieb nichts als das Heimweh nach jenem Hof hinter Nebelringen, nach dem Dämmerlicht eines winterlichen Stalles, nach uralten Bildern von Herden und Hirten. Es mar, als führe man jahrelang durch einen Tunnel, immer mit diesem Heimweh, bis wieder Licht einfiel, bis Ruhe und Freude immer aufs neue einströmte, wenn man aus der Tür in den Garten trat. Einer wird klug aus Erfahrung, der andere nicht. Der Kluge sagte: „Alles ganz schön, aber nur nicht wieder Viehzeug mit allem Drum und Dran! Ich will meine Ruhe haben!" Der (oder die) Dumme bohrt, etwa so: „Hier wäre ein nettes Plätzchen für einen Auslauf." Einige Zeit später: „Es ist gar nicht nötig, extra einen Stall zu bauen, es braucht überhaupt nicht viel zu kosten." Aber der Kluge bleibt Granit.
Bis plötzlich wieder Krieg ist und „Selbstversor-
Mr massieren morgens nach ~v... — __
sicht und die Arme mit ein paar Händen voll frischen Schnees, was den Blutkreislauf der Haut erfreulich belebt. Beim Vollbad nehmen mir einen Eimer mit Schnee ins Badezimmer und reiben uns nach dem Bade mit Schnee kräftig ab. Wer aller-
zu schämen. „How do you do?, Sir John?“ klingt unverdächtig und ist es wohl auch. G. Kr.
neuen erseht, sagen wir Lord Hattonsficld. Der neue Name wird nämlich gern gewählt nach einem Ort, mit dem sich Sir John verbunden weiß, sei es, daß
Operette, nicht anders zu erwarten ist.
Die Terra hat unter der Regie von Geza von B o l v a r t) viele namhafte Darsteller aufgeboten. Da bemerkt man zunächst eine neue Erscheinung, Marke Harell, schmal, groß und sehr blond, **•- jammen mit Heli F i n k e n z e l l e r, wissendurstigen Frauen, die im großen Putz der Jahrhundertwende erscheinen und den Ton anaeben. Fita Benthofs spielt mit als die sensations- lüsterne und mannstolle Hanni; Paul Hörbiger erscheint als der eine und Willy Dohm als der
Von der Vronnenlerze zum Schasmäulchen
on M A v. Lütgendorff.
andere der auf die Probe gestellten Ehemänner, und Theo Lingen spielt den Diener so, daß man sich zu stetigem Lächeln gereizt fühlt. Hans Moser als das Idealbild eines gerissenen Oberkellners fehlt nicht und trägt einen großen Teil zum Lach- erfola des Filmes bei. Das äußere Bild ist bestimmt von der Zeit der Jahrhundertwende, und das modische Kolorit dieser Jahre scheint uns gut getroffen. Insgesamt fühlt man sich eine Stunde gut unter« halten» Heinrich Ludwig Neunen
aunq" einen neuen Sinn bekommt, bis sich unter dem Begriff „Pflicht" die Waagschale senkt. Der Kluge betrachtet den vorhandenen Schuppen und denkt: „Gar nicht so Übel!" Acht Tage hämmert er Da ist auch ein Südfenster im Schuppen mit viel Licht Eine Klappe kommt in die Tur, ordentlich und solide. Diel Stroh auf dem Fußboden, ver- schwiegene Legenester mit Heu gepolstert.
Aber es ist so schwer, Tiere zu bekommen. Endlich schicken Freunde sechs Stück. Sie schreiben, es seien sechs, aber als die Kiste ankommt, find es sieben: so wird das Ganze eine lustige, überraschende Angelegenheit. Hühner seien dumm, meinen Sie ? Wir stehen am Fenster und betrachten sie. Sieben Individualitäten! Betty, die mütterliche, ruhig und verständig. Emmy etwas üppig und bunt, aber gutmütig, Minna still und ordentlich, Inge kleiner Durchschnitt, Helga lebendig, optimistisch: '.Hatte, was du hast und nimm, was du kriegen kannst! Roswitha stark romanisch. Suse ist ein Problem! Sie frißt nicht, sie hockt auf der Stange, sie ist beleidigt. Sie bekommt schließlich ein kleines spitzes Gesicht. An den schönsten Fischköpfen nippt sie nur. Wir wollten keinen Hahn, wir wissen, daß es auch ohne ihn geht. Kenner unterstützen diese Meinung. Aber wie wir so am Fenster stehen und die guten Tiere betrachten, fühlen wir eine gedämpfte Trauer über ihnen liegen. Betty, die gute, legt tapfer ihre hübschen, hellbraunen Tierchen in das Nest — bet 20 Grad Kälte draußen! Aber sie tut es ein bißchen
er dort geboren wurde, sei es, daß er der Wählerschaft den Sitz im Unterhaus verdankt, den er bis zu seiner Standeserhöhung innegehabt hat. Er fangt sozusagen ein neues Leben an, denn nur der Eingeweihte kann reiften, welcher Name hinter dem stolzen Adelsprädikat zu suchen ist. Das hat seine
bie $ßinUr.Snb?Die, mit ihren zerschlitzten, zart gekrausten oder auch ganzrandigen, heugrunen ober gelben Blättern, die auf dem Teller so hübsch aussehen, daß schon ihr bloßer Anblick die Eßlust anregt. Gewöhnlich wird die Endivie fein nudelig zerschnitten als Salat verzehrt, und zwar nicht nur feit Jahrhunderten bei uns, sondern auch in China. Aber zugleich läßt sich aus den eiweißreichen und vitaminhaltigen, sehr nahrhaften Blättern em ausgezeichnetes Gemüse zubereiten. Wozu sie nur in fingerlange Stücke geschnitten, in Salzwasser weichgekocht und dann in weißer Einmachsoße angcruhrt zu werden brauchen. Sehr verfeinert wird das Gemüse durch eine winzige Beigabe von Muskatnuß.
Wer im September daran dachte, seine abgeleer- ten Beete mit Schasmäulchen- obe r F e l d - salat, auch Rapünzchen genannt, zu besäen und die Pflänzchen bei anbrechenber Kälte mit einer Schicht von Laub ober ""
gut daran getan. Denn U
Blätter auch starkem Frost stand und können ge- sd)nitten werden, so oft man sie braucht. Merkwürdigerweise hat man diesen wirklich wohl- schmeckenden und erfrischenden Salat bis ins siebzehnte Jahrhundert herein so gut wie gar nicht geschätzt, wahrscheinlich deshalb, weil er damals nur auf den Feldern und nicht wohlgepflegt im Garten wuchs. Die Gartenformen, die es jetzt gibt, stellen, wie bei allen ursprünglich nur als Wildpflanzen bekannten Gemüsen, natürlich aud) etwas anderes
ioei/uriuiuiiu. ------' „__
abends im Bett nicht warm werden wollen, dann machen wir kurz vor dem Schlafengehen eine Fuß- abreibung mit Schnee worauf wir die Fuße kräftig frottieren; halb werden sie krebsrot und warm
freudlos und kakelt nicht. ,
Aber eines Mittags, als der Kluge Futter m den Stall bringt, schlägt er Alarm. Im Kreise der Sieben steht ein Hahn! Und was für ein Hahn! Aus einem Kinderbilderbuch,' mit Schweif und Sporen und metallischem Glänzen! Don nun an ist alle Trauer weggeblasen. Betty kakelt, Emmy fängt an zu legen, Minna probiert bas Nest, Inge jagt die Spatzen weg, Helga wird noch gefräßiger, Roswitha tut sehr groß. Und Suse? Die schlägt mit den Flügeln und schreitet sehr zierlich, sie ist nie beleidigt gewesen. Sie himmelt verstohlen zu ihm auf, dem Herrlichen. Deshalb haben wir ihn Siegfried getauft . und uns bei den Freunden bedankt, die ihn heimlich in den Stall fetzten, weil sie doch klüger waren, als wir.
Was meinen Sie zu einem frischen Ei? Sie meinen, es sei sauer verdient mit Futteranmachen und Gebundensein? Ich finde, daß noch nie etwas so gut geschmeckt hat! J-v- G.
Vornotizen.
Tageskolender für Donnerstag.
Wehrwissenschaftliche Dorträge der Umverittatt 20 Uhr im Großen Hörsaal der Universität Professor Dr. S e s s o u s über „Ernährungssicherung tm Kriege von der pflanzenbaulichen Seite betrachtet". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Befreite Hände". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Opernball". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.
10 Gebote für den Schutz gegen Frostschäden.
1. Bei Eintritt großer Kält- Türen unb Fenster, besonders in der Nähe von Leitungen und Wasserzählern immer geschlossen haften unb gut
gens nach gut durchschlafener Nacht von seinem Laaer, heiter und zufrieden: er weiß warum. Hat er ooch tags zuvor eine neue Stufe auf der Leiter gesellschaftlicher Ehrungen erklommen: er ist in den Adelsstand erhoben worden und hat nun bas Vorrecht, vor seinen bürgerlichen Namen Brown das Wörtchen Sir zu setzen. Das ist für bie Öffentlichkeit ein großer Fortschritt in der Anerkennung seiner Verdienste: aber nur für sie, denn im Verkehr von Person zu Person droht sein Familienname Zurück-
„Oer Opernball."
Die Terra-Filmkunst hat nun auch die auf der Bühne so erfolgreiche Operette „Der Opernball" von Heuberger für bie Leinwand gewonnen unb sich habe i all der Mittel bedient, die dem Film, reich und vielfältig, wie sie sind, zur Verfügung stehen. Der Film, der seit gestern im Lichtspielhaus gezeigt wird, ist ganz auf einen leichten, ja geradezu übermütigen Ton gestimmt. Er schildert in seiner Handlung zwei Frauen, die gerne genau wissen möchten, ob ihnen ihre Männer treu sind, geraten dabei aber selbst in eine schiefe Lage, denn bas Stubenmädchen Hanni ist and) mit von der Partie und hat durch eine Verwechselung der Kostüme für den Opernball von vornherein Unheil angerichtet, das fast mit dem Duell zweier Freunde, der Gatten der beiden Frauen, enden will. Aber — olücklicher« weise — man versöhnt sich, findet sich allseitig wieder, wie es ja in einer Operette, gar in einer Film
er Oiejes Deruaa)iige „öurnuei ui? wunuiv mit gutem Gewissen ab legen darf? Sir John, dessen zutreten" wenn nicht gar zu verschwinden. Kommt biederen Adelsnamen Unzählige seit den Zeiten des, zu ihm ein Besuch, so darf dieser nicht fragen: „Wie weinseligen Falstaff tragen, braucht sich besM nicht u a u < tv • F1 ... f A. *2 ... LI ... . 4 a aO Qir n PliMrtr
Wir nutzen den Schnee aus.
Mit dem Schnee haben wir einen Freund und Helfer gewonnen, den wir leider viel zu wenig anstellen. Sehen wir uns seine Vielseitigkeit einmal an: Dor allem hat der Schnee eine große Reinigungskraft. Wäschestücke, die gewisse Flecken nicht loswerden, sollten wir einmal mit Schnee behandeln. Dazu legen wir bas gewaschene aber nicht gespülte Stück in eine Schüssel, die handhoch mit sauberem Schnee gefüllt wurde, rollen das Stück in Schnee ein packen es auf die Sch nee unterläge, um obendrein wieder Schnee zu legen. Nun stellen wir bie Schüssel in einen ungeheizten aber frost freien Raum und lassen den, Schnee langsam wegtauen. Nötigenfalls kann dann das Verfahren wiederholt werden — es greift den Stoff nicht an — und MN Schluß wird bas Wäschestück sauber gespült.
Unsere Teppiche sollten sich ebenfalls tm Winter mit dem Schnee befreunden. Mr reinigen sie entweder mit dem Sauger oder mit Klopfer und Bürste, dann bringen wir sie in den Hof in eine Ecke, in der sauberer Schnee liegt und legen sie — aber nur bei Pulverschnee und trockenem Wetter — mit der oberen Seite auf den Schnee, sodaß wir die linke Seite kräftig klopfen können. Nehmen wir bann ben Teppich hoch, so sehen wir allerlei Schmutzreste auf dem Schnee zurückbleiben. Der Teppich ist erheblich sauberer geworden, seine Farben wurden frischer. Nun wird er Über bie Teppichstange gehängt, ordentlich von rechts gebürstet und geschüttelt und hat damit seine kleine winterliche Kur beendet. __________________
Wir schaffen wieder Hühner an
Das Wörtchen „wieder" möchte ich vorausschicken, damit niemand denkt, hier seien Leute, die eine Sache anfangen, von der sie nichts verstehen. Jedenfalls waren wir von Zuversicht durchdrungen, daß wir Fachleute feien. Man mußte sich nur besinnen, wie es seinerzeit gewesen war.
Wie doch nur? Es steigt hinter ben Nebelringen der schwäbischen Hochebene ein kleiner Hof herauf, ein Selbstversorgerhöfchen in der Notzeit nach bem Kriege. Selige unb schwere Jahre mit harter Arbeit, mit einer so großen Einödstille, baß man sich nicht satt baran trinken konnte. Mit Kühen im Stall unb mit ber Not, daß niemand melken formte ober wollte, mit Pferd unb Wagen und Göpelgang norm „Stadel", mit Hagelschlag und Wassernot unb schwei- nenb sich breitender Fläche unter Schnee und Eis Mit aüfbrechenben Blumen dann, wilden Enzianen unb leuchtenden Kelchen aus der starken Erde, in ber noch niemand vorher Beete grub: Immer wieder Seligkeit über ber Mühe. Da standen wir schließlich ratlos vor Scharen von Puten, Gänsen, Enten, Hühnern. Ratlos, weil sle nicht satt zu bekommen waren. Und fingen bescheiden vom andern Ende an.
guten Gründe.
Ein Beispiel: Man erinnert sich des großen Ge- ----------- ------
mälbes, auf dem Anton v. Werner die Diplomaten Grund. Es muß von solchen Menschen eine heim des Berliner Kongreßes von 1878 mit fotografischer > liehe Sonne ausstrahlen, bie auch die kleinste Krea ........ ...
Treue verewigt hat Da sieht man im Vordergrund tur beglückt. Als getreuer Chronist will ich nun von — einen richtigen Schwips. Wir mußten schrecklich den mächtigen Kanzler des Deutschen Reiches 'w einem Ehepaar aus der Saarpfalz erzählen, damit lachen: der Fritz torkelte von einer Seite zur ande- Gespräche mit einem Männchen, einem Jübchen bür. sich viele Tierfreunde daran freuen können. ......** ;t~’
fen wir sagen, dessen Gesicht unb Gestalt Zug um Jene beiden Menschen saßen an einem Sommer- Zug seinen Ursprung aus Judas Stamm verrät: morgen beim Frühstück, als ganz allmählich ein Lord Beaconsfield, der damals das Königreich der Heuschreck über die Brüstung des offenen Fensters britischen Inseln regierte. Sein bürgerlicher Name ' hereingeklettert kam Frau Lene fing behutsam den war Disraeli, er selbst ein angesehener Salonschrift- grasgrünen Gast, um ihn aus ber Nahe zu betrach- stever, bem das englische Schrifttum mehrere Rotten, unb setzte ihn bann wieder auf das Fenster- mane verdankt. Nicht jedem wird man die Abstcun-l brett. Aber das Tierchen kehrte um, hüpfte ins Zim-
Im verflossenen Jahr fanden 15 Lehrttngspru- fungen statt. Die größere Zahl ber Lehrlinge hatte sich als Beruisziel gesteckt, Lehrerin der lanbroirt- schaftlichen Haushaltungskunde oder geprüfte Wirt- jchafterin zu werden. Erfreulicherweise war auch eine große Zahl Jungbäuerinnen unter den Prüf- langen, bie diese Ausbildung durchlaufen hatten, um später selbst Lehrfrau auf eigenem Hof werden zu können. Auch Mädchen mit Dolksschulbildung, wenn sie im Atter von 14 bis 16 Jahren die länd- liehe Hausarbeitslehre abgeleistet und danach die ländliche Hauswirtschaftslehre durchlaufen haben, können ben Beruf einer ländlichen Wirtschaft geh il- ftn, geprüften Wirtschafterin, Gutssekretärin und bei hervorragenden Leistiungen auch den Beruf einer Lehrerin ber Landwirtschaftlichen Haushaltungs- kund« ergreifen. Die Vermittlung der Lehrstellen für die ländliche Hauswirtschaftslehre und die Be- treuuna der Lehrlinge erfolgt durch die Landes- bauernschaft Hessen-Nassau.
Welchen Verns soll meine Tochter ergreifen?
NSG. Ostern steht vor der Tür, und es heißt zu überlegen: Was soll meine Tochter lernen, damit sie im späteren Leben auf eigenen Füßen stehen kann? Die zweijährige ländlicheHaus- Wirtschaftslehre gibt den Mädeln mit 16 Jahren, die sechs Jahre die höhere Schule mit Erfolg besucht haben, Gelegenheit, sich für viele und interessante ländliche Frauenberufe vorzubereiten, die auch tm Rahmen der Volksgemeinschaft eine Bedeutung haben. Diefe ländliche Hauswirtschaftslehre wird auf Bauernhöfen und ©utsoetrie« ben abgeleitet, die von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau zur Ausbildung von ländlichen Haus- wirtschajtslehrlmgen zugelassen ober anerkannt sind und in denen bie Mädchen völlig zur Familie gehören. Die ländliche Hauswirtschaftslehre ver- mitteU den Mädchen gründliche Fachkenntnisse in der ländlichen Hauswirtschaft (Küche, Haus, Garten, Geflügel und Kleinvieh), bildet sie zur vielfei- tigen, selbständigen ländlichen Wirtschafts- a e h i l f i n heran unb gibt ihnen die Grundlage für viele aussichtsreiche Frauenberufe wie: Geprüfte Wirtschafterin, Wirtschaftsgehllfln im RAD., staatlich geprüfte Haushaltpflegerin, Geflügelzucht- beraterin, ländliche Rechnungsführerin (Gutssekre- tärin), Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungstunde mit Verwendung an Landwirtschaftsschulen und Wirtschaftsberatungsstellen sowie an Landfrauenschulen, Siedlerberaterin, Lehrerin für Mädchenberufsschulen auf dem Lande.
mung so vom Gesicht ablesen können wie diesem Männlein. Dor kurzem ging ein Artikel durch untere Presse, in dem bie Männer aufgezählt sind, die Mr. John Brown erhebt sich eines schönen Mor- die englische Presse beherrschen. Welcher Außen- ....... '1 r T...... stehende würde hinter dem Namen Lord Burnham, ber den „Daily Telegraph" beherrscht, ben Mann vermuten, dessen Vater noch mit dem Namen Moses ö_ .
Levy-Lawson bie Zeitung gründete? Man vergißt frau unb trug ihren Gast In ben tflur, setzte ihn in England offenbar sehr rasch. Solange jemand zwischen die dort aufgestellten Blumentöpfe.
„nur" Sir ist, geht das nicht so leicht. Sir Samuel Dierundzwanzig Stunden später war er noch im- Hoare Belisha trägt ben Stempel feines Ursprungs nier da, hüpfte über »die Schwelle der Eßzimmertür deutlich zur Schau. Wie lange wird es dauern, bis und erforschte gründlich ben Umkreis der Wohnung, er dieses verdächtige „Samuel" als Lord Soundso fühlte sich offenbar heimisch.
w " K rr'" Der Heuschreck wurde Fritz genannt unb hörte schon nach wenigen Tagen auf diesen Namen. Bei leisem Ruf kam er aus irgendeiner Ecke angeschwirrt, laß während ber Mahlzeiten auf dem Tisch zwischen den beiden Suppentellern und bekam auf einem
Gefühl eines Menschen, der alles erreicht hat, roas ; ------ , . - ., .. .,
er erreichen kann: der fiönig hat ihn tags zuvor in . bas große und bas kleine Getier den Menschen hier bejfcr gefallt foO er in feiner Freiheit bleiben, das Oberhaus berufen, und er gehört nun zum meidet, bann wirb mir schmerzlich bewußt, daß dies , dachte ich: aber als ich zur Wohnung zurück mußte hohen Adel zu den Pairs von England. Mit feinem , durchaus nicht nötig nxire. Die großen Forscher > und nur einmal versuchsweise feinen Namen rief, - - - -....... sprang er im Nu auf meine Schulter, seinen
abdichten.
Freiliegende Rohre an besonders gefährdeten Stellen mit Spezialisolierung unb nicht Nässe auf saugendem Material umwickeln Wasserzähler in nicht frostfreien Räumen besonders schützen: Wassermessergruben im Freien gut verpacken. Schutz gegen Frost geben Stroh, Papier, Sägespäne, Torfmull, Laub.
Gefährdete Räume wenn möglich dauernd heizen, zum mindesten über null Grad halten.
Während der Nacht ober in ben Zeiten, in denen, nicht häufig Wasser entnommen wird, den Hauptzuleitungshahn absperren und die Wasserleitung entleeren. Dazu nicht nur den Abflußhahn beim Hauptzuleitungshahn auf- machen, sondern auch bie anderen Zapfhähne. Wenn völlige Absperrung am Tage ober nachts nicht möglich ist, soll ber Zapfhahn ein wenig geöffnet bleiben, so daß ständig ein ganz dünner Wasserstrahl fließt. Dadurch wird die Gefahr des Einfrierens wesentlich verringert.
7. Bei Zenttalyeizungen dürfen einzelne Heiz*
hohen Adel, zu den Pairs von England. Mit seinem: durchaus nicht nötig wäre. L ~ ~
bürgerlichen Namen ist es nichts mehr, der ver- haben übereinstimmend festgestellt, daß die furcht schwindet in der Versenkung unb wird durch einen ! vor dem Menschen keineswegs naturbedingt ist unb * ■ ■ * . « -.....*- ä nicht ein angeborenes Wesensmerkmal der Tiere.
Sie haben bloß schlechte Erfahrungen mit uns gemacht im Laufe ber Jahrtausende, unb daher unterdrücken sie ihre vertrauensvolle Neugier unb legen eine Trennung zwischen sich unb uns.
Aber zuweilen fällt die Mauer um, und bann geschieht das Seltsame, daß irgendein sonst ganz für sich lebendes Tier die Nähe des Menschen sucht unb aus freien Stücken bei ihm bleibt Die Harmonie des Lebendigen, bem wir alle angehören, ist erneut wirksam geworben, meist ohne sichtbaren Anlaß ober
vor, ja man kann bei manchen Sorten außer ben Blättern auch noch bie in Scheiben geschnittenen nerbidten Würzelchen unter ben Salat mischen. Währenb bei ben meisten Gemüsen ober Salaten ein gut Teil ber Blätter wegfallen muß, wenn sie zum Kochen hergerichtet werben, beträgt ber Gebrauchswert des Feldsalats volle 65 v. H. Das ist eine außerordentlich gute Ausnützung der Pflanze.
Erft im Winter kommt sie auf den Markt, die geben hat, denn mit bem Wort ^crefto ooer „crejia B r u n n e n k r e j f e btt unsere Vorfahren „Dron- kennzeichnet man in ber °l hochdeutschen Sprache nenkerze" hießen- bie Äälte hat dem würzigen Ge- den Begriff „scharf". Zu genießen .st die Brunnenschmack der kräftigen tiefgrünen Blätter nichts an- treffe nur während ber kalten Jahreszeiten, wenn haben können. Gehört doch die Brunnenkreffe zu derFrühlmg naht, werbenbleBlattersoderbz h den Bilanzen zu deren Gedeihen Winterluft und und so beißend scharf, daß sie nicht mehr munden. Winternästt uneriäßlich sind. Das erfahrungssichere | Nicht im Freien, aber tm Gemusekeller halt sich Dolksweistum hat die Brunnenkresse schon frühzeitig nod)j?ine Salatpflan^ den richtig eingeschätzt. Jahrhundertelang galt sie nämlich nur als Mittel zum „Blutreimaen — gegen „dickes Blut" — wie auch als Kräftigungs-Arzenei für Schwache, aber immer mußten die Blatter roh verzehrt werden. Damals ahnte kein Mensch etwas von Vitaminen, unb doch wußte man, daß in der Pflanze eine Kraft steckte, die nur wirken konnte, wenn man die Blätter frisch verwendete. Heute hat die Wissenschaft diese uralte Erkenntnis bestätigt. Die saftstrotzenden Rohblätter und Stengel ber Brunnenkresse weisen einen reichen Gehalt an bem lebenswichtigen Vitamin A auf, von bem schon em Heiner Bruchteil eines Gramms genügt, um auf das Wachstum des Körpers unb feiner Organe förbernb einzuwirken. Ferner wirb auch Vitamin B, bas bekanntlich ben Nährwert ber Zitronen und Apfel- finen bedingt, sowie das dem Körper ebenso unent- . behrliche Vitamin E. Da war es denn also wirklich i kein Wunder, wenn eine Brunnenkresse-Kur ver-


