Ausgabe 
18.1.1940
 
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Donnerstag.'8. ZanuarMO

Gießener Anzeiger (General-Anzetgrr für Oberhessen)

Ür. 15 Zweites Blatt

Aus dem Reiche her Frau

deres geben, dann etwa Bratkartoffeln oder Kar-

ffelbrei in R irjnen hübsch

form an, geben Kohl und weiße Boi

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reatuf Her, ) Halm o$artels, äsrahma m her nie- eit mit er» Munter» imensan» ührlildem ten). M ttoort von Deegenll, Serim bringt» üielieitige gelungene unüDtlü» m reichen zahllosen Lebewesen. LibeamSf ein wert« ^rgeschichl' undenbuch ashewop eignet tsl. auch M aturgeto4* -chen.

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dem Wollstoff. Die Bluse wird im Rücken mit kleinen Seidenknöpfen geschlossen und am Halse mit einer altrosa Perlenkette geschmückt.

Aus d u n k e l r o t e m W o l l st o f f mit schwar­zer Soutachenäherei an Bündchen, Ta­schen und R o ck s a u m ist das ebenfalls glockige Kleid rechts mit den weiten und langen Aerrneln. Der Gürtel ist aus rotem Stoff, auch die Knöpfe auf den Schultern find aus dem gleichen Material.

H.

WMWstliches SauOaNen.

Wirtschaftliches Haushalten ist das Gebot der Stunde-, darum wird die deutsche Hausfrau alle Forderungen, die der Alltag an sie stellt, geschickter denn je erfüllen. Aufgabe und Pflicht jeder Haus­frau ist es, mit den vorhandenen häuslichen Wer­ten, seien es Kleider, Wasche, Möbel, sorgsam um­zugehen und sie zu erhalten, so lange dies möglich ist Sparsamkeit im Haushalt ist keine Angelegenheit, sondern eine unumgängliche Pflicht gegenüber Volk und Staat.

Beschränkte Haushaltmittel machen viele Haus­frauen geradezu erfinderisch. Manches alte etutf bekommt durch kleine Veränderungen em neues Gesicht und erfüllt noch lange seinen Zweck. Und wollen wir doch mal ganz ehrlich sein: bereitet es oft nicht ganz besondere Freude, wenn aus Altem Neues entstanden ist? In allen Zeitschriften finben wir fast täglich Anregungen dafür Und wir wissen heute auch, daß zur .großen Wäsche" sich nicht Ge­birge aus Seifenschaum türmen müssen. Noch sorg­fältiger als bisher werden wir die schmutzige Wäsche einweichen und dazu lauwarmes Wasser verwenden. Richtig eingeweicht ist halb ge­waschen-, das gilt vor allem auch für den Setten« verbrauch, weil die schmutzlöienben und schmutz­verdauenden Einweichmittel die größte Arbeit vor dem eigentlichen Waschen leisten. Ja und bann ein paar Worte zum herbstlichen Großreinemachen? Wir brauchen bazu burchaus keine Seifenlauge? Weiße Türen, Fenster, Möbel werben rillt einem bünnen Brei aus Schlämmkreide unb Wasser ab- qewaschen und erfreuen uns mit strahlendem Aus­sehen Auch greift diese Art der Reinigung beit Farbanstrich weit weniger an als Seifenlauge

Unb ba wir nun gerabe bei berReinigunb find, möchte ich noch verraten, baß auch Lehm ein gutes Scheuermittel für bie Küche ist, vor allem für fettige Küchenbretter aus Holz und Küchentisch­platten. Man streicht den feuchten Lehm auf die zu reinigenden Gegenstände und läßt ihn etwas antrocknen, bann wascht man mit warmem Wasser gut nach unb wirb überrascht sein, wie rein und fleckenlos bas Holz ist. Es braucht wohl kaum er­wähnt zu werben, baß man Holzbretter, Schemel, Tische unb rohe Holzbielen in ber Faserrichtung scheuert, anberenfalls wirb bas Holz rauh, woburch bas Aussehen leibet unb die Reinigung erschwert wird. , ..

Besonderes Augenmerk wollen wir auf bie Schuhpflege richten. A unb O aller Schuhpflege ist. ben Schuh stets, wenn er nicht getragen wirb auf einen Leisten zu spannen unb zwar sofort nach bem Ausziehen. Nasse Schuhe mit Zeitungspavier ausstopfen, niemals an ben warmen Ofen stellen; benn baburch wirb das Leder hart und brüchig. Und daß schmutzige Schuhe nicht lange ungeputzt stehen dürfen, erübrigt sich wohl zu sagen: denn Schmutz greift bas Leber an. Gummischuhe bleiben geschmeibig, wenn sie mit Glyzerin eingerieben werben. Dasselbe gilt auch für Gummijchurzen, Babemützen usw. Selbst Lackleder (Schuhe, Gürtel, Taschen) bleiben blank und weich, wenn man sie ab und zu mit Glyzerin behandelt: ja, dieses schließt sogar kleine Risse wieder zu. Aucki alle leicht rostenden Metallgegenstände, wie Scheren, Messer, Werkzeug, Fenfterbeschläge usw. werden für eine leichte Glyzerineinreibung sehr dankbar letre unb uns noch lange im gewohnten Glanz erfreuen.

M. L. L.

praktische Winke.

Weiße Türen, Fenster und Möbel wäscht man mit leichter Seifenlauge unb reibt be« Umbers schmutzige Stellen mit einem Brei aus Schlämmkreibe unb Wasser ab. Daburch wird bet

i Farbanstrich sehr geschont.

kauf

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kompott einfüllen.

Gefüllter Sellerie: Der Sellerie wird in Salzwasser halb weichgekocht, geschält, ein Deckel« eben ab geschnitten unb ausgehöhlt. Dann gibt man eine Fleischfüllung hinein unb bindet ben Deckel obenauf. Der Sellerie wirb mit Amas Butter unb Wasser ober Fleischbrühe weich geb unstet. Hierauf ben Sellerie in eine Schüssel geben und eine helle Soße darüber geben.

Bratwurst in Bier: Man legt bie Brat­wurst in bie Pfanne unb gibt so viel kochenbes helles Bier barübrir, daß sie bedeckt ist. Dann fügt man 2 Nelken unb 1 Lorbeerblatt hinzu, kocht bie Wurst etwa 5 Minuten ganz langsam unb legt sie in eine Schüssel. Die Brühe siebt man unb kocht sie in ber Pfanne ein. Das Fett schöpft man ab, kocht ben braunen Satz mit etwas Bier los, fugt wenig angerührtes Mehl ober Kartoffelmehl hinzu, schmeckt mit Salz unb etwas Zucker ab gießt bie Soße über bie Wurst und läßt kurz ziehen.

Bunter Salat: Gleiche Mengen rote Rüben, Kartoffeln und Sellerie werden gewaschen und für sich weich gekocht, geschält und nebst Gurken m dünne Scheiben geschnitten. Zwei Eier werden hart gekocht, bas Eigelb zerdrückt und mit Essig, Zitro­nensaft, Salz, deutschem Pfeffer, Oel, etwas Senf und Zucker vermengt, das Eiweiß verwiegt unb zu ben übrigen Zutaten gegeben. Der Salat muß gut durchziehen.

samer man würzt, bestv besser schmecken Reste kalt aufs Brot gestrichen! Man kann Fleischreste bei= | mischen, nötig ist es nicht. Gibt man Schnee von Milei" in bie fertig gemischte Masse, so kocht ober bäckt sie lockerer als ohne Eierschnee. Zum Gelingen ist bas aber nicht nötig. Man muß bie Einteilung nur richtig machen, Bratlinge sehen gut von Erbsen, Linsen unb braunen Bohnen aus,Weißer Salat bagegen von Sellerie, Lauch unb weißen Bohnen.

Das Garkochen mit Zwiebeln unb Kräutern würzt gut; Pfeffer kraut (Bohnenkraut) reichlich da­bei, macht Hülsenfrüchte leichter verträglich. Reste eines gekochten Puddings geben, in bitte Scheiben geteilt, paniert und gebraten mit Zwiebelrinaen verziert, noch gute Bratlinge. Unb diese bann (er­kaltet) geben mit einer Senftunke oder einfach mit etwas mildem Eifsig beträufelt, bie würzige, kalte Schnitte" zu Pellkartoffeln unb Krautsalat.

Ouecksilberoxycyanat.

Ein großes Gefahrenmoment in der Kinderstube sind die Zelluloid-Spielsachen! Wenn das Kind seinen Zelluloidball ableckt, ist es nicht schlimm, doch wenn Zelluloid in Brand gerät, ist es äußerst gefährlich. Es genügt schon, daß das Kind einen Zelluloidball auf eine Herdplatte, einen Ofen oder auch auf einen Heizkörper eii\er Dampfheizung wirft unb liegen läßt. Auch I i n t e n ft i f t e muffen für Kinber unerreichbar fein. Der in ben Tinten­stiften enthaltene Farbstoff Methylviolett hat bie unangenehme Eigenschaft, das Körpergewebe, mit bem er in unmittelbare Berührung kommt, zu zer­stören (bei Stichverletzungen in bie Haut, ins Unter« hautgewebe ober ins Auge).

Und bann ist ba der Eimer mit kochen­dem Wasser, der mitten im Weg steht, ober bie Kanne und Schüssel mit kochendem Wasser, bie gar über bie Köpfe ber Kinber hinweggereicht wirb, und allen späteren Beteuerungen entgegen, daß man sie ganz fest in ber Hanb gehabt hat, wegrutscht. Em unangenehmes Wegrutschen, bas schon manchen ge­brochenen Fuß zur Folge gehabt hat, haben auch manche Teppiche an sich, die nicht mit der ge­nügenden Sorgfalt ausgelegt sind oder unter denen gebohnert und gewachst wird. Gar nicht zu sprechen von den Teppich-Eselsohren, die nun wirklich nur auf eine Nachlässigkeit ber Hausfrau zurückzuführen ^Das größte Gefahrenmoment aber bieten alle elektrischen ©egenftänbe, ganz besonbers bas Bügeleisen mit seinen tückischen Verbin­dungsschnuren. Merkwürdigerweise sind fast alle Frauen elektrischen Kochern, Heizkissen usw. gegen­über von einer seltenen Unbeholfenheit und Nach­lässigkeit. Und leider werden die meisten Mutter erst einsichtig, wenn ein Unglück schon geschehen ist- Die Nähmaschine, die Fußbank, offene Ka­rn i n e u n d O e f e n , alle Werkzeuge, ber St uh l am offenen Fen st er man kann nicht alles nennen, was unseren Kindern im Hause Gefahren 1 bringt. Aber jede Mutter kann und muß den Raum, i in bem ihr Kinb spielt und schläft, liebevoll und sorgfältig daraufhin burchprüfen. Die meisten Mut­ter machen sich auch nicht klar, daß man ste sogar vor Gericht verantwortlich machen kann, wenn ihren Kindern burch verschuldete Unachtsamkeit etwas pas­siert. Neben dem namenlosen Leib, bas ein Mittler­ster; erleiden muß, wenn bem Kind ein Unglück zu- stöht, kann die unachtsame Mutter eine empfindliche gerichtliche Strafe treffen. Es ist nicht notig daß man überängstlich ist und nun überall Gefahren sieht aber achtsam muß man sein, verantwor­tungsbewußt, vorsichtig, denn unsere Kinder find unsere Zukunft.

Bohnen und Erbsen vielseitig verwendet.

Rezepte.

B r o t a u f I a u f mit Obst: Geriebenes Schwarz­brot unter ständigem Rühren anröften. Die gleiche Menge Aepfel in Scheiben schneiden und in wenig Wasser andünsten. In eine mit Fett bestrichene Auflaufform abwechselnd eine Lage Brot, eine Lage Aepfel, obenauf Brot und einige Butterflöckchen. Im Bratofen etwa 45 Minuten backen. Man kann auch eine Lage Aepfel unb eine Lage Preiseibeer­

gerichtet in die Mitte.

Wer bas Glück hat, bie verachteten braunen Boh­nen zu kaufen, kocht erstens eine gute Suppe ba= von, zweitens mischt die gargekochten, gut geschmelz­ten, braunen Bohnen mit fertigem Sauerkraut. Das ist ein so vorzügliches Essen mtt Kartoffeln dazu, daß jeder starke Esser zufrieben sein wird. Auch braune Bohnen geben, gargekocht, einen sätti­genden Mifchsalctt mit Kartoffeln. Sellerie, Zwie­beln und einem Fleischrest.

All^ gargekochten, durchgeschlagenen (abgetropft durchschlagen!) Hülsenfrüchte geben wegen ihres Ci- weißreichtums gan,; vorzügliche Grundmasse für Bratlinge und Puddings ab. Man gibt etwas ge­riebene, kalte Kartoffeln, Zwiebel, Würzkräuterpul- Der, Fett und Weckmehl dazu, mischt gut, wenn nötig mit etwas Mehlzugabe, bis die Masse sich glatt von ber Schüssel lost. Diese Masse kann paniert

NSG. Im Dersorgungsabschnitt vom 15. Januar bis 11. Februar finbet erstmalig eine Sonberzutei- luna von Hülsenfrüchten statt, die bei kaltem Win­terwetter ein recht beliebtes Essen abgeben. ba& wärmt, so eine Bohnensuppe ober Eintopf mit Hm- senftüchten! Der Reichtum an Eiweiß bei allen trock­nen Kernen dieser Art erzeugt das Gefühl von Wärme unb Sättigung. Wichtig ist weiter, daß wir durch falsche Zubereitung den Wert nicht mindern. Speisenatron zum Weichmachen geben wir heute nicht mehr dazu, es mindert den Wert, schädigt wertvolle Bestandteile. Auch nach mehrfachem Waschen der Hülsenfrüchte können wir sie beruhigt einweichen und dieses Einweichwasser beim Kochen mitverwenden. Es fortschütten, hieße bie Nahrungs­stoffe, vor allem, bas Eiweiß, bie bas Wasser her­ausgezogen haben, fortschütten.

Wir kochen Hülsenfrüchte bei schwachem Feuer gar, aber nicht zu Brei. Sind bie unzerplatzlen Früchte weich, so sinb sie rasch burchzuschlagen. Viel­seitig läßt sich so ein Tops mit weißen Bohnen verwenden: als dicke Suppe mit Tomatenmark (aus dem selbsteingemachten Vorrat) Kartoffelstücken unb Wurst oder 'Fleischklößchen: ein Teil abgetropft als weißer Bohnensalat mit Sellerie gemischt (nach Belieben ein Rest Fleischwurst würfelig dazu ge­schnitten). AlsWeiße Bohnen" mit Rotkohl und Kartoffeln (Fleisch hierzu wäre allzu schwere Kost), alsWeiße Bohnen" mit Rosenkohl und Kartof­feln (oder mit Wirsing, Grünkohl oder mit Win- ter(pmat). Immer ist bei diesen Vollmahlzetten bas Fleisch des Guten zuviel. Will man etwas Bejon.

Wie schuhen wir unsere Kinder li vor Gefahren im Hause?

Kinber haben ihren besonderen Schutzengel! Dieses Wort hat der Volksmund geprägt, und jede Mutter hat das Gefühl, daß auch ihr Kind durch solch ein Schutzengelchen vor allem Unheil behütet wird. Aber bas enthebt sie keineswegs ber Verantwortung, alle Gefahren im Hause zu bannen, die ben Kmbern ein nie wieder gutzumachendes Unglück bringen. Es gibt Zufälle, bie so heimtückisch, so schicksalshaft in das Leben der Kinder eingreifen, daß wir machtlos davor stehen müssen. Es gibt aber auch Gefahren, benen mir durch Vorsicht begegnen können.

Kleine Kinder stecken bekanntlich alles, was sie erreichen können, in ben Mund Babys, bie schon kabbeln ober laufen, sinb blitzschnell an offen- stehenden Schränken ober Kästen unb zerren bas ihnen Gefährliche und Schädliche heraus. Darum müssen Kinderzimmer sorgfältig auf­geräumt, barin befinbliche Schränke und Schub­laden gut verschlossen werden. Nadeln, Scheren, Messer unb Gabeln und sonstige scharfe oder spitze Gegenstände dürfen nicht Herumliegen ober für kleine Kinber erreichbar sein. Das Gleiche gilt für Flaschen und Gesäße aus Glas oder Porzellan, sie fallen dem Kind leicht aus der Hand. Ihr Inhalt unb bie Scherben können größten Schaden bringen.

Der Arzneischrank muß besonbers sorgfältig verschlossen gehalten werben, benn was einer Lecke­rei entfernt ähnlich sieht, stecken naschhafte Kinder (nicht nur die kleinsten) in den Mund. Schwere Ver­giftungen von Kindern sind vorgekommen durch das Naschen von medizinischen Tabletten, die leicht­sinnigerweise im Zimmer der Mutter Herumlagen. Ebenso oft sind tödliche Vergiftungen bei Kindern durch Lecken an starken Desinfektionsmitteln vor­gekommen, und zwar durch die zum -Zwecke des Schutzes rosagefärbten Pastillen von Quecksilber- sublimat oder durch die blaugefärbten Pastillen von

Selleriesuppe: Die Selleriestücke in Salz­wasser weich kochen unb burch ein Sied geben. Mehl mit etwas Butter bunkel rösten, mit bem Selleriewasser auffüllen, einmal aufkochen lassen unb mit Maggiwürze und Salz abschmecken.

Kartoffelschmarren: 1 Kilogramm Kar­toffel, 2 Brötchen, etwa l/< Liter entrahmte Frisch­milch, Salz, Fett oder Oel. Die Kartoffeln werden als Pellkartoffeln gekocht, geschält und mit einer Gabel zerdrückt. Das in Scheiben geschnittene Bröt­chen übergießt man mit ber heißen Milch und läßt es so lange stehen, bis bie Milch ganz aufgefogen ist, mischt beides und schmeckt mit Salz ab. In heißem Fett wird alles unter Rühren geröstet.

Kohlbraten in ber Form: 1 kg Weiß­kraut, 1 Brötchen, 1 Ei, 250 g Hackfleisch, 60 g Stoßbrot, Salz, Zwiebel ober Lauch. Der Kohl wirb grob zerkleinert und halb gar gebämpft, mit bem eingeweichten und ausgebrückten Brötchen und den anderen Zutaten gut vermischt, zu einem Hack­braten geformt unb in einer ausgestreuten und aus gefetteten Kastenform gebacken.

Gefüllte Möhren: Möglichst große Moh­ren werden gewaschen, geputzt und halb gar ge­kocht. Man schneidet sie der Länge nach auf, höhlt sie mit einem Löffel aus unb gibt eine Fleisch­füllung hinein. Man legt bie Hälften roieber auf­einander, umwickelt sie mit einem Faden unb gart ^B r*o t k löse: 1 Kilogramm Brot, 8/< Liter ent­rahmte Frischmilch, 125 Gramm Mehl, Zwiebel oder Lauch, Petersilie unb andere Kräuter nach Geschmack, Salz, 80 Gramm Speck ober Fett Gemüsebrühe. Das in Würfel geschnittene Brot wirb mit ber heißen Milch übergossen unb stehen- qelassen, bis es ganz durchgezogen ift Dann gibt man die mit bem Speck goldgelb gerosteten Zwie- delwürfelchen hinzu unb knetet den Teig mit allen Zutaten gemischt gut burch. Man formt nicht zu große Klöße, bie man in ber langsam l kochenden Gemüsebrilhe garziehen läßt.

Mas sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

Iunb als Bratkina gebraten, in vorbereiteter Pud- dingform im Wasserbad 1 bis IV2 SW. gekocht als Aufkauf in der Backform gebacken werben. Je sorg- t-________ irktni'rfon rflli

Gemüsesalate aus dem Tisch.

In den Wintermonaten haben wir Hausfrauen! besonders darauf zu achten, daß in der täglichen Ernährung genügend Vitamine vorhanden sind. Freilich können wir unseren Bedarf jetzt nicht mehr so gut mit Obst und zartem Blattsalat decken; wenn aber baran denkt, daß alle Gemüse durch sachgemäße Behandlung zu bekömmlichen und wohl- schmeck enden Salaten verwendet werden können, dann sind wir auch aus jeder Schwierigkeit heraus. Ohne richtige Bearbeitung würden auch bie Win­ke rgemüse zu hart sein, und so haben wir vor allem bafur zu sorgen, daß wir sie weicher und baburch bekömmlicher machen. Nach bem Vornchten werden die Kohlarten möglichst fein gehobelt, und bann kommt bie Hauptsache, nämlich die Art, wie wir ihre Gewebe recht weich machen, auch ohne sie zu kochen. Das fein gehobelte Kraut wirb mit so viel Salz, wie wir an ben fertigen Salat nehmen wär» den, kräftig geknetet und mit der Reibkeule ge­stoßen. D wurch werden die Wände der Zellen zer­stört, sod ber Zellsaft austreten kann; wir sehen, wie sich immer mehr Saft bildet. Wir haben damit dasselbe erreicht, als wenn wir das Gemüse kochen würden, nämlich die Zellwände weich gemacht, so­daß unsere Derdauungssäfte an den Zellinhalt her­ankommen können. Nun nehmen wir ben Saft non bem gründlich bearbeiteten Gemüse ab, aber natur« lief) nicht etwa, um ihn fortzuschütten! Denn dieser Saft enthält ja erst recht Vitamine und Mineral­salze und außerdem bient er jetzt bazu, unserem Gemüsesalat bie rechte Würze zu geben. Er wird mit Salz, etwas Zucker, gestoßenen Kümmelkornern, Essig ober Zitronensaft gut abgeschmeckt und dann wieder auf bas Gemüse gegeben. Im Gegensatz ,;u Salaten aus frischen Blättern sollen Gemüsesalate längere Zeit vor bem Genuß stehen, weil sie dann wohlschmeckender unb bekömmlicher werben. Man gießt öfter einmal ben Saft über den Salat, barmt er alle Teile burchbringen kann. Will man ben etwas herben Geschmack ber Gemüsesalate mildern, so nimmt man etwas mehr Zucker zum Würzen, keinen Essig unb dafür entrahmte Frischmilch. Ganz vorzüglich schmecken Salate aus bem gesunden Sauerkraut. Freilich müssen wir ben Saft mitgeme« ßen, in dem so viel gesundheitliche Kraft steckt. Wir : würzen ben vom Kraut abgenommenen Saft aut und geben ihn dann auf bas Kraut zu ruck. Um ben etwas kräftigen Geschmack und die natürliche Säure zu mildem, nehmen wir recht viel fein ge-

1 hobelte Aepfel zum Salat. ° w-

Die zwei heute skizzierten einfachen üßoll« f leib er find wegen ihrer vielseitigen Verwen- bungsmoglichkeit sie können ebenso gut für kleinere Festlichkeiten wie für einfache Zwecke getragen werben, besonders brauchbar.

Das dunkelblaue Wollkleid links mit den dreiviertellangen Aerrneln und dem Glocken­rock hat eine Passe, ein Sattelteil und auf- gesteppte Manschetten aus glänzender dunkelblauer Seide. Der im Rücken zu einer «Schleife gebundene schrikale Gürtel ist aus