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Sportbetrieb über der Stellung
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die Reichskriegsflagge, diesen Horsten am Meer.
Oie rätselhaften Salzseen Nordascikas
Von Dr. Lenore Kühn
Fliegerhorst an der Küste
Von unfeiem B. W.-Korrespondenien.
In einem Fliegechorst, Ende Dezember 1939.
Unweit des ewig brandenden Meeres inmitten Sand und Dünen liegen die K ü st e n f l i e g e r ° horste. Ihre Anlage ist an besondere Voraussetzungen gebunden, denn die stählernen grauen Vogel, die dort aufsteigen und sich niederlassen, brauchen ein Rollfeld aus Wasser, und ihr Liege- platz muß Schutz bieten gegen Wind und Strömung. Sonst aber ähneln diese Horste sedem an- deren Fliegerhorst. Breit hingelagert dehnen sich Verwaltungsgebäude, Kasernen und Schuppen, m denen die Maschinen rasten, Ungetüme, die halb Fisch, halb Vogel sind, mit ihren Schwimmku en, weitausladenden Flügeln und den Schwanzflossen. Emsige Arbeit fiebert in den weiten Reparaturwerkstätten. In den Kasinos und Mannschaftsraumen grüßen die Bilder des Führers und Hermann Go- rings An den Toren flattert wie überall, wo deut- sche Soldaten wohnen, die
Seeslieger hausen in ti:,...
Line wichtige Ausgabe der Seefllegerei ist die
Dort wo das Mittelmeer in der Kleinen Syrte die Küste Nordafrikas bespült, nahe der alten Stadt Gabes in Tunis, liegt etwa 25 Kilometer landein- wärts eines der seltsamsten Naturgebilde, von Sagen und Berichten aller Art umwoben: eine riesige salzbedeckte Fläche, einst ein See, bann ein Sumpf und heute schon an vielen Stellen em fester, betretbarer Boden. Es ist das Schott El Dscherid, das in seiner ganzen Südhälfte schon von Wüsten- landschaft eingerahmt ist. 120 Kilometer Lange und etwa 60 Kilometer in der größten Breite nimmt dieser östliche Salzsumpf ein. Jenseits des Hügel- rückens nach dem das Schott feinen Namen tragt, dem „öschcrid", mit zum Teil uralten Städten und ausgedehnten Oasen von Dattelpalmen, setzt sich die Reihe der Schotts, der Salzseen oder Salzsümpse nach Westen zu in Algerien fort, auf 380 Kilometer Länge und mit ungesähr 14 000 Quadratkilometer Fläche im Ganzen! Es sind lehmige tonige Salzsümpfe mit viel Givsaehalt, dazwischen ausgetrock- neter Boden mit allerhand Gerinnseln, kleinen und größeren Gewässern, von denen das wasserreiche Schott Meruan und das große, öde Schott Mclrhir — 31 Meter unter der Meeresoberfläche — die bedeutendsten dieser Gruppe von Schotts sind. Sie grenzen schon an die eigentliche Saharawuste.
Aber auch noch jenseits des großen Sahara- Atlas-Gebirges, das die Wüste gegen Nord- und Westalgerien abriegelt, setzt sich die Kette der Schotts bis nach Marokko hinein fort. Dort gibt es solche salzvertrusteten Senken und Gewässer sogar aus Hochflächen bis über 1000 Meter, im Gegensatz zu den Schotts von Ostalgier und Tunis, die unter oder
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chlauchboot wird im Nu startbereit gemacht. Rasche Ruderschläge treiben es zu den Kameradem Sic werden übernommen und an Bord der rettenden Masci)ine gebracht. Fünf Mann kann jedes der drei Flugzeuge der Seenotstaffel außer der Be- atzung heimwärts tragen. Geht die See rauh, und st ein Wassern nicht möglich, dann wird aus der Lust ein Schlauchboot abgeworfen, das R c t • tu ngss chlauchboot, das sich selbsttätig auspumpt, Lebensmittel und Arzneimittel bei sich hat. Der Abwurf geschieht so, daß der Wind diese« Schlauchboot den Männern in Seenot zutreibt. Damit können sie sich dann längere Zeit über Wasser halten, bis ein Dampfer, von der Seenotstafsel herbeigefunkt, heran ist, oder bis sich das Wetter soweit gebessert hat daß die Seenotstaffel von sich aus helfend eingreifen kann.
Die Schlauchboote sind übrigens kleine Wunder- werke. Vorschriftsmäßig verpackt haben sie die Größe eines mäßigen Reisekoffers. Mit Kohlensäure sind sie im Nu aufgeblasen, enthalten alles Notwendiae und sind von einer erstaunlichen Tragfähigkeit. Aber auch an Bord der Seenotstasfel-Maschinen ist unter wahrhaft ausgeklügelter Ausnutzung des knappen Raumes alles vorhanden, was zur ersten anitaren Hilfeleistung für die Geretteten gebraucht wird: Tragbahren stehen bereit, warme Wolldecken, Medikamente und ein Sauerstoffgerät. Auch eine Flasche Weinbrand ist nicht vergessen.
Die Besatzungen der Seenotstafseln sind für ihren Dienst besonders geschult und mit besonderen Ausweisen versehen. Ihre Aufgabe erfordert letzte Em- satzbereitschaft, und ihr fchönster Lohn ist es, wenn sie heimkehren können mit geretteten Kameraden an Bord, die ohne sie dem nassen Tod verfallen wären. Und es ist für deutsche Auffassung vom Soldatentum eine Selbstverständlichkeit, daß ihre Hilfe auch dem Feind zuteil wird, wenn er, wehrlos ge- • worden, ein Opfer der tückischen See werden müßte.
nur wenig über dem Meeresniveau liegen. Woher stammen diese merkwürdigen Salzebenen, Salzsümpfe und -gewässer mitten im Lande? Man denkt unwillkürlich an das Tote Meer in Palästtna, das ja auch unter dem Meeresspiegel in öder Wüstenlandschaft liegt.
Und in der Tat: tot wirken auch diese seltsamen, immer mehr verlandenden Flächen selbst dort, wo sie einen Wasserspiegel zeigen — diese Wüstenschotts mit ihren niedrigen Uferrändern und ron Salz- und Gipskristallen glitzernden Einöden. Aus dem Mittelalter, aus dem Munde arabischer Schrift- steiler, die diese Gegend besuchten oder dort beheimatet waren, hören wir eindrucksvolle Schilderungen und unheimliche Mären. So erzählt Abu Muhamed el Tigani im 14. Jahrhundert von dem großen „Tekmeri-See", wie dort das^Schott El Dscherid noch genannt wird, daß es der Schocken aller Karawanen war, die die Gegend durchkreuzen mußten. Denn die nur scheinbar festen Salzsümpse schlossen sich sofort über allem, was hmemsiel. „Tausend Kamele" versanken so spurlos. Und em anderer arabischer Schriftsteller gibt treffend den unheimlichen Eindruck dieser großen, wie bereiften ober vereisten Fläche wieder: „wie geschmolzenes Metall, wie polierter Marmor" läge das Schott da. Auf dem erkundeten festen Wege, der durch den Salzsumpf führte, sei eine Karawane gegangen, aber die große Last habe den Pfad erweichtz so daß an einer Stelle nur die eine Hälfte der Menschen und Tiere hinübergelangte: die anderen kamen um, obwohl sie nur durch „hundert Ellen Sumpfboden von ihnen getrennt waren. „Ein Weg schmal
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Aufklärung. Weit greisen die Wasserflugzeuge über die Mecresfläche, wichtige Nachrichten bringen sie heim von des Feindes Küsten — gegen Engeland fliegen sie, hinauf bis zu den Orkney- und den Shetland-Inseln. In Ost- und Nordsee helfen sie Schulter an Schulter mit den Kameraden von der Kriegsmarine, den Handelskrieg zu führen. Sie kontrollieren die Schiffahrtswege, halten neuttme Dampfer an, prüfen deren Papiere und beordern sie gegegebenenfalls in deutsche Häfen, wo diese Schiffe dann des Urteils des Hamburger Pnsenhofes harren müssen. Ein Meldebeutel fällt auf das Deck des gestoppten Dampfers: „Nimm den und den Kurs!" Wird nicht pariert, dann Hilst eine Maschinengewehrgarbe, vor den Bug des Widerspen- fügen gesetzt, ein wenig nach, meistens gehts aber ohne das. t ,, _ . ,.
Eine zweite Aufgabe: Ueber der weiten See zieht eine Kette von drei Wasserflugzeugen ihre Kreise, fernab ihrem Horst. Der Verband fliegt m Dwars- linie in großen Abständen nebeneinander, und
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PK. Zugegeben, nicht immer sind die Voraus- [ Atzungen für einen geregelten Sportbetrieb so gün- l Üg, wie bei einem Zug einer 2 - cm - F l a k b a t t e- ( 11 e im Moseltale. Ueber der Stellung wölbt s ich der Hügel noch hinauf, wo der Meld sich aus- i leitet. Dort oben hat sich der zweite Zug ein Fuß- I lallfeld und einen Korbballplatz geschaffen. Wie vir den Berg hinaufkommen, stehen die Wachen m der Stellung und sorgen dafür, daß kein „Beucht den Luftbereich über und unter der Stellung [»eimsucht. Droben aber, hinter den Büschen, dort uo der Hang plötzlich eine weite Mulde bildet, er lönen rauhe Stimmen. „Schuß, Mensch!" „Abseits, Palt, halt!" Dazwischen schrillt eine Pfeife, denn Jer Zug verfügt sogar über einen Schiedsrichter aom Fachamt Fußoall, auf den alle sehr stolz sind.
Dann stehen wir vor dem Fußballplatz. Je zwei hohe Stangen sind beiderseits in die Erde rfe Tore eingelassen. Heftig wird um das Leder zekämpft. Es ist ein Trainingsspiel, denn am kommenden Sonntag soll das bedeutende Treffen gegen )en 4. Zug steigen. Der Zugführer tut eifrig mit, die tärksten Männer sind in der Verteidigung. Nach kurzer Zeit ertönt der Schlußpfiff. Die Männer treten weg in ihre Unterkunft, und lebhaft wird über die aufzustellende Mannschaft diskutiert.
„Unser Nationalspiel heißt „Korbball"! sagt uns der Zugführer und dort ist der Platz. An Pfäh- ifen hängen die aus Draht angefertigten Körbe.
,Darf die Sportbehörde nicht sehen", meint der Leutnant, ,Hie Körbe entsprechen nämlich nicht ganz Oer Vorschrift!" Wir sehen bann auch ein Korbball- jpiet und bem-rken mit Erstaunen, welch große Fertigkeit die Männer hier erlangt haben. Ein rasan- les, schnelles und bewegliches Spiel Die Kerle werden richtig warm dabei. „Gestern erzielten wir in der Mittagspause nicht weniger als 57 Tore!" wird uns erzählt. Wir sehen auch, daß Korbball mehr betrieben wird als Fußball, denn auf dem Spiel- (felb ist der ganze Schnee verschwunden. JUtit Be- Meisterung macht alles mit. Die Männer sind durch Sen Sport munter und stdel! Krank war hier noch
spähend sind die Augen der Männer in den Maschinen auf die weite, wogende Fläche gerichtet. Das Note Kreuz tragen diese Flugzeuge an den > Bordwänden, die oberen Tragflächen und die Schwimmer sind grell gelb gestrichen. Beides weist auf eine nichtkriegerische Aufgabe hin. Die Staffel sucht nach Fliegern, denen auf ihrem Flug gegen den Feind etwas zugestoßen sein sollte, die herunter mußten mit ihren Landmaschinen auf das Wasser. r
Eine Frage, die sich sofort ansdrangt: Können sich denn Landmaschinen, wenn sie aus der Lust aufs Meer stürzen, überhaupt noch über Was- fer halten? Ja, sie können es, länger sogar, als man es bei diesen metallbeschwerten Gesellen glauben sollte. Sie schwimmen ost noch mindestens eine Viertelstunde auf ihren Tragflächen, und damit ist der Besatzung Zeit gegeben, ein kleines Schlauchboot klarzumachen, das jedes Landflugzeug bei Flügen über See mit sich führt. Dieses Schlauch- boot bietet die erste Zuflucht vor Wind und Wei- len. Vorher ging, wenn möglich, ein 80d-Rus in den Aether hinaus: „Kommt, Kameraden, kommt und helft uns!"
Und nun greift die S e e n o t st a f f e l ein, denn Dampfer wären für das Rettungswerk viel zu lang- -am. Die Maschinen dieser Staffeln sind schnell genug, um weite Räume erfolgversprechend abzu- neben. Alle Zeit a'bfprungbereit warten sie in den Küstenstiegerhorsten. Kommt der Einsatzbefehl, dann heulen die Motoren au], und mit donnerndem Propeller geht der Flug hinaus auf die See zu den Kameraden in Not. Die Ferngläser spähen nacy ihnen, und in der Nacht spielt der Scheinwerfer am Bug der suchenden Masckiine über die dunkle See.
- Ist die Stelle des Unglücks gefunden und erlaubt es der Seegang, dann wassert ein Flugzeua der
- Seenotstaffel, halt sich auf der Stelle mit seinen । Schirmankern. Das mitgeführte Arbeits-
Dauben wurden hergenommen, oben auf mit alten Lederteilen und Schnallen provisorische Bindungen aufmonttert. Dann konnte es losgehen. Wachs be- ; sorgte man sich auch noch. Damit waren die Bretter „geländegängig"! Sck)neerillen waren natürlich keine vorhanden, die waren aber hier auch nicht nötig, denn „alpines" Laufen kam ja nicht in Frage. Man sieht also, wie man auch mit primitiven Mitteln zum Ziel tommmen kann.
Am Abend hatte der Zuaführer die Geschützführer zu sich kommen lassen. Unter Beurteilung aller spielerischen Werte stellte man hier die Mann- | d> a ft auf. Der Leutnant selbst spielt im Tor. Der Meier muß Verteidiger spielen und der Neumann Mittelstürmer. So entstand dann auf dem Papier die Mannschaftsaufstellung des 2. Zuges für das Spiel gegen den „4.". Auch bei den einzelnen Bedienungen wurde die Aufstellung durchge- sprachen, und schließlich ergaben sich noch einige Aenderungen. Der Dienst aber stand im Vordergrund. Die Nichtspieler wurden an die Kanonen eingeteilt für die zwei Stunden des Spieles, so daß die Einsatzkraft der „Zweiten" nicht gemindert war.
Ehe das Spiel unten auf dem Platz im Tale begann, tribbelten die Landser mit dem Ball so lange am Ufer herum, dis das Leder plötzlich in der Mosel lag und lustig bauontrieb. Mit dicken Steinen versuchte man, ben Flüchtling wieder heran- zudringen, und schließlich geriet der Ball in ruhiges Fahrwasser. Ein Mann legte sich auf dem Ufereis lang hin ung angelte nach ihm mit einer langen Stange. Nach zehn Minuten bangen Wartens war das „gute Stück" wieder an Land. Die Mannschaf, t ten traten an, und im Nebelmorgen stieg das Spiel.
Der „Zweite" spielte im Trainingsanzug, wahrend i der „bedeutende Gegner" seine Uniform anbehalten > hatte. Mächttg wurde auf Sieg gespielt. Beide • Mannschaften legten sich ins Zeug und lieferten ein . wirklich sauberes und anständiges Spiel.
Die große Abwechslung, die die Männer des zweiten Zuges durch den Sport haben, wirkt wähl- tuend aus Zusammenhalt und Dienstleistung. Mit ganz geringen Mitteln und kleinen landschaftlichen Voraussetzungen läßt sich viel machen. Ein kleiner Platz bei der Stellung der Batterie ober des Zuges läßt sportliche Betätigung im erweiterten Sinne zu.
keiner.
Als es schneite, da lockte der schneeige Hang zum Schiläufen. Aber, die Schwartlinge waren schön brav daheim verwahrt. Urlaub gab es noch nicht, 1*^7 Svörtbeaeisteruna
[da hieß es zur Selbsthilfe greifen. Im Dorf unten lag ^Ied^falls hatten wirs erlebt, ^rtb^eg^ g irgendwo ein altes, auseinandergenommenes Faß. Die macht erfinderisch. R


