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(Nachdruck verboten.)
3. Fortsetzung.
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vle Relchsstraßensammlung am 19. und 20. Oktober für das TBSyiB. wird von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt, wir fordern daher alle Betriebsführer und Betriebsobmänner auf. sich als Sammler den zuständigen Ortswaltungen zur Verfügung zu stellen und darüber hinaus Gefolg- fchaftsmitglleder in genügender Zahl zu bestimmen, die sich bei der für den Betrieb zuständigen Ortsgruppe der NSV. als Sammler melden.
wir erwarten, daß jeder Betriebsführer sich der Gröhe der heutigen Zeit bewuht ist und In diesem Sinne sich und feine Gefolgschaft als Soldaten der
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SHD. im Dienste der Heimat.
Organisation und Aufgaben des Sicherheits- und Hilfsdienstes.
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Peter steckte sich eine Zigarette an, während Anni in ihrem Köfferchen grub.
„Du willst doch nicht etwa?" „Meinen Badeanzug auspacken, klar!"
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Arbeit genau so einseht. wie sich unsere Soldaten an der Front lm Kampf um die Zukunft der deut- schen Ration eingesetzt haben und im Endkampf noch einsetzen werden, damit der Erfolg fo. wie an der Front vor dem Feinde, auch In der Front der Heimat gesichert ist.
Die Sammlerbüchsen und Abzeichen werden am Freitag, dem 18.10.. ab 18 Uhr. in sämtlichen Dienststellen der RSV.-Ortsgruppen zur Ausgabe gelangen.
(gez.) Backhaus. Krelslelter.
F. d. R.: k. Schmidt. Sreisobmann.
Wann können Eier umgetauscht werden?
Äerteilungsstellen zum Umtausch verpflichtet.
Aufruf!
Schaffende sammeln — Schaffende geben!
„Ich rette dich nicht, Anni, wenn dich die srauen Haschen. Außerdem hast du gar Strandkorb, um dich auszuziehen."
„Da steht ja einer, die erste Schwalbe in Frühling/
„Der gehört dir nicht."
3000Kilometer Äebe
Roman von Olly Boeheim
ihr war groß, dunkelblond, hatte lachende blaue Augen und einen feinen sensiblen Mund, der dem schönen ebenmäßigen Gesicht etwas Nachdenkliches, fast Grüblerisches gab. Er trug die Uniform eines schwedischen Seeoffiziers. Anita war noch immer vollkommen verblüfft.
„Sagen Sie mal, wie kommen Sie eigentlich dazu, sich in meinen Sttandkorb zu setzen?" sagte sie, nur um ihre Verlegenheit zu überwinden.
„Das gleiche wollte ich Sie gerade fragen. Sie sehen: zwei Seelen und ein Gedanke."
„Ach, das war Ihr Sttandkorb? Dann muß ich mich ja bei Ihnen entschuldigen!"
„Die Entschuldigung wirt) nicht angenommen; zur Sttafe müssen Sie nur jetzt beim Abendbrot Gesellschaft leisten."
„Eine Sttafe, die ick gern auf mich nehmen würde, wenn nicht ...
„Ein jemand auf Sie wartete ..."
„3a
„Schade — ich möchte Ihnen meine Gesellschaft
junge, dieser Peter. Jetzt machte er wieder Quatsch und schraubte seine Stimme tief.
„Mach nicht den Affen! Sag lieber, wieviel wir für das Abendbrot anlegen können!"
„Ach, ich bin ganz gut bei Kasse —"
„Das ist das erstemal, daß ich so etwas von dir höre. Du kannst übrigens kommen, ick bin fertig." Sie wrang ihren Baoeanzua aus und sagte über die Schulter: „Du kannst schon alles zusammen- packen!" Dann blieb sie wie vom Donner gerührt stehen. Ein fremder junger Mann kam hinter dem Strandkorb hervor und begann gehorsam Annis Badetuch zusammenzufalten.
„Verzeihung", stammelte das Mädchen in höchster Verwirrung. „Ich habe Sie für meinen Begleiter Peter Renz gehalten ..
„Und ich Sie für eine Nixe", lachte der junge Mann, „als Sie weit draußen im grünen Trikot schwammen. Nun sind wir beide enttäuscht, wie?"
„Sie sind —"
„Angenehm enttäuscht, denn mit einer Nixe könnte ich schwerlich ins Strandhotel gehen —*
„Ja — ich bin, ich habe —"
stürz- und Kampfstoffsckäden, die durch andere Luft- schutzorganisationen nicyt ausreichend bekämpft werden können, zu beseitigen. Es ist selbstverständlich, daß auch der bestorganisierte Sicherheits- und Hilfsdienst die unmittelbare Wirkung der Luftkampfmittel nicht auszuschalten vermag. Es muß aber verhindert werden, daß durch Luftangriffe entstandene Schäden sich zu Katastrovhen ausdehnen, und hierfür ist der SHD. vorgesehen. Je bester und schneller er arbeitet, um so enger wird der Gefahrenkreis gehalten werden können. Der SHD. hat seine Aufgaben erfüllt, wenn es ihm gelingt, unmittelbar nach einem Luftangriff das öffentliche und wirtschaftliche Leben wieder in Gang zu bringen.
Dieser Aufgabe entsprechend ist der SHD. in verschiedene Hauptiparten gegliedert. Die Feuer- lösch, und Entgiftungsabteilung gliedert sich in mehrere Bereitschaften und diese wieder in Lösch- und Entgiftungszüge; ihnen sind Sonderfahrzeuge zugeteilt. Das Personal des Feuer- löschdienstes wird in der Hauptsache von der Feuerschutzpolizei und der Freiwilligen Feuerwehr gestellt. Der Feuerlöschdienst hat die Aufgabe, Hab und Gut aller Volksgenossen vor Feuer zu schützen und die Vernichtung wertvoller Vorräte und Produktionsstätten durch Feuer zu verhindern. Die Aufgabe, die Volksgenossen im Kampf gegen das Feuer zu unterstützen, ist besonders wichtig, da es sich um die Bekämpfung einer fortschreiteickien Ge-
„Sie haben entsetzlichen Hunger, ich weiß." „Allerdings!"
„Also gehen wir!"
Anni blieb ratlos stehen. Der junge Mann
Das Ei ist ein höchst empfindliches und leicht ver- derbliches Nahrungsgut. Bei längeren Transportwegen oder notwendiger Lagerung über längere Zeiträume läßt die Güte des Eies nach, und es tonn in einzelnen Fällen vorkommen, daß ttotz der geltenden Güteüberwachungsbestimmungen genuß- untaugliche Eier an den Verbraucher abgegeben werden. Solange das Ei nicht rationiert war, d. h. es im Wege des freien Verkaufs bezogen werden konnte, haben die Hausfrauen selten auf Ersatz von genußuntauglichen Eiern gedrängt. Heute aber, da die Zuteilung von Eiern im einzelnen genau geregelt ist, würde es eine unbillige Härte bedeuten, wenn genußuntaugliche Eier nicht unter gewissen Bedingungen ersetzt würden.
Entgegen vielfach geäußerten Meinungen steht einwandfrei fest, daß auf Grund der geltenden Wirtschaftsbestimmungen dem Verbraucher die Eier, die innerhalb eines Dersorgungszeittaumes (Geltungsdauer einer Lebensmittelkarte) auf die einzelnen Abschnitte der Reichseierkarte aufgerufen wurden, die in einwandfreler Beschaffenheit zur Verfügung gestellt werden müssen. Hat also ein Verbraucher genußuntaugliche Eier erhalten, so ist es sein gutes Recht, diese bei seinem Verteiler gegen genußtaugliche umzutauschen. Dieser Umtausch hängt nicht von dem guten Willen des Verteilers ab, ist vielmehr ein anordnungsmäßig festgelegter Anspruch des Verbrauchers!
Der Reichsnährstand hat, um die Abgabe von genußuntauglichen Eiern an die Verbraucher zu verhindern, verfügt, daß grundsätzlich alle Vertei- lungsstellen, die Eier an die Verbraucher abgeben,
Diele Volksgenossen haben die vom Staat rechtzeitig vorbereiteten und durchgeführten Luft- schutzmahnahmen vor dem Kriege für übertriebene Vorsicht, unnötig oder falsch gehalten. Aber seitdem Luftangriffe auf unser Heimatgebiet erfolgten, man das Donnern der Flakgeschütze hören und die Folgen feindlicher Bombenabwürfe sehen konnte, begann man alle Luftschutzmaßnahmen so recht zu schätzen, die vor Monaten und Jahren in weiser Voraussicht mit großer Sorgfalt bis ins einzelne getroffen wurden. Zu diesen Maßnahmen gehört auch oie Aufstellung und Ausbildung des Sicherheits - und Hilfsdienstes (SHD.), dessen erfolgreicher Einsatz inzwischen mehrfach im Heeresbericht des OKW. erwähnt wurde.
Was ist eigentlich der Sicherheits- und Hilfsdienst, wem ist er unterstellt, welches sind seine Ausgaben, und wie hat er sich bewährt? Der SHD. bildet den wichtigsten Bestandteil im Rahmen der Gesamt- organifation des zivilen Luftschutzes; er ist dem Polizeidirektor als dem örtlichen Luftschutzleiter unterstellt. Der Kommandeur der Schutzpolizei ist Führer des SHD. Er wird aufgestellt aus Männern, die sich nicht mehr im wehrpflichtigen Alter befinden oder von der Wehrmacht für diesen Zweck freigegeben werden. Der SHD. hat die Aufgabe, Schäden und Gefahren, die durch einen Luftangriff entstehen, zu beseitigen bzw. zu mindern. Er hat insbesondere Verletzten die erste Hilfe zu gewähren, Brand-, Ein-
„Du meinst, so jemand findet man?"
„Sicher! Es handelt sich für uns nur darum, bis Stockholm zu kommen. Dieser Ohlsen, dieser faule Kunde, muh Kronen ausspucken! Drei Reklame- plakate für ein albernes Puddingpulver sind noch unbezahlt. Dann fcchren wir in die Schärem und photographieren Seehunde, bis das Geld zu Ende ist; kommen mit Kraft, Gesundheit und Energie ge- laden zurück und erobern Berlin. Du lernst nebenbei schwedische Gymnastik und ich, wie man schwedischen Punsch macht, und wenn Ohlsen nicht zahlt, setzen wir ihn hinter schwedische Gardinen."
Anni hob beschwörend die Arme auf: „Um Gottes willen, Peter, höre auf zu quatschen, rede lieber Onkel Franz gütlich xu, damit wir Saßnitz erreichen, ehe irie Schwedenfähre abgeht."
„Die Schwedenfähre fährt um zwei Uhr nachts, die würden wir veinah noch zu Fuß erreichen."
Anni kroch wieder in den Wagen.
„Eigentlich sitzt man ganz bequem darin", sagte sie mit leiser Anerkennung.
„Ich prophezeie dir, du wirst dich noch tn Onkel Franz verlieben", rief Peter und fuhr unter gewaltigem Getose ab.
3. Kapitel.
Der Wagen benahm sich wirklich äußerst liebenswert. Er erreichte Saßnitz noch bei Anbruch der Dämmerung. Anni verfiel in Entzücken beim Anblick des Meeres, dessen zartes Blau in die Him- melsfärbung überging.
„Ich weiß, Anni, du kannst kein Wasser sehen, ohne hineinzusprinaen", sagte Peter, während er am Strand hielt. „Aber ich warne dich, der Abend ist kühl, und ich möchte kein verschnupftes Mädchen nach Schweden verschleppen."
Anni überhörte geflissentlich seine Warnung.
„Ach, ich bin ganz steif geworden", sagte sie und stieg aus. „Wie schön ist es hier, Peter! Es riecht nach Tang und Muscheln. Früher dachte ich immer, so mühten die Meerfrauen riechen."
industtie wichtigen Güter zu befördern. Dieses Ziel kann mit den vorhandenen knappen Wagenbeständen nur erreicht werden, wenn alle Verfrachter und ihre Angestellten die Deutsche Reichsbahn unter- stützen. In den meisten Fällen ist diese Hilfe ohne jede Mehrbelastung möglich. Wenn der Versender den beabsichtigten Güterversand im voraus sorgfältig vorbereitet, dann kann er sogleich nach Bereitstellung des leeren Wagens mit dem sachge- m.ä^en und betriebssicheren Verladen beginnen. Auf diese Weise wird der Stillstand der bereitgestellten Wagen wesentlich verkürzt. Man hat festgestellt, daß em Güterwagen in einem Zeitraum von 300 Tagen an 200 Tagen für Absender und Empfänger zum Be- und Entladen bereitsteht, und daß nur 100 Tage auf die Beförderung durch die Deutsche Reichsbahn entfallen. Auch geringe Beschleunigungen beim Beladen wirken sich also schon bei den Hunderttausenden von umlaufenden Güterwagen dahin aus, daß erheblich mehr Wagen für die Verkehrsbedienung zur Verfügung stehen.
Das Deutsche Rote Kreuz im Dienste unserer Soldaten.
Das Septemberheft der Zeitschrift „Das Deutsche Rote Kreuz" berichtet in zahlreichen Artikeln, kleinen Skizzen und einer großen Reihe guter Bilder von der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes im Dienste unserer Soldaten. Das lesenswerte Heft bringt einleitend Geleitworte des Reichsaußenmim- sters von Ribbenttop, der Generalfeldmarschälle Keitel und von Brauchitsch sowie des Großadmirals Dr. h. c. Raeder. Sodann findet man die Erzählung einer Kriegsschwester über ihre Tätigkeit, weiterhin Artikel über den vielseitigen Einsatz des DRK. im Westen, den Sanitätseinsatz für die Kämpfer von Narvik und die Arbeit der Sanitäter in vorderster Kampffront bei den vollmoton- fterten Schnellen Truppen und bei der Waffen-ff im Westen. Weitere interessante Beiträge behandeln die Themen „Lebensgestaltung", von dem Deutsch- Schweizer Jakob Schaffner beiaesteuert, „Nachricy- tenhelferinnen ersetzen Soldaten, „Am Steuer des DRK.-Bereitschaftswagens", „Das Rettungswesen der Reichshauptstadt und des DRK." und das „DRK.-Wäschedevot Wetzlar". Für die Leser in Gießen werden Berichte und Bilder über den Einsatz der DRK.-Helferinnen aus dem Kreisbereich Gießen bei der Betreuungsarbeit in Brüssel von be- fonberem Interesse sein. Das beachtenswerte Heft sei der Aufmerksamkeit unserer Leser empfohlen.
(Biebener Vochenmarktpreise.
♦ Gießen, 17. Oft. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 6 bis 10, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40, Wirsing, kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 18, Unterkohlrabi 5, Erbsen 25, Rosenkohl 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat C/io) 10, Aepfel, % kg 15 bis 30, Dirnen 10 bis 25, Zwei- schen 13, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rpf.
verpflichtet find, die Eier vor Abgabe an die Verbraucher zu durchleuchten und auf ihre Güte zu prüfen. Verteiler, die dieser Durchleuchtungspflicht nicht nachkommen, laufen Gefahr, nach dem Lebensmittelgesetz bestraft zu werden. Im übrigen braucht der Verbraucher im Hinblick auf die Ersatzforderung keine Hemmungen zu haben, denn dem Kaufmann entstehen aus der Umtauschoerpflichtung keine Schäden. Er hat seinerseits wieder einen Anspruch gegen seinen Vorlieferanten auf den Ersatz der genuß- untauglichen Eier.
Grundsätzlich muß also der Verbraucher miffen, daß er empfangene genußuntaualiche Eier innerhalb des gleichen Versorgungsabschnittes ersetzt bekommt. Der Kleinverteiler ist dabei verpflichtet, bei Beanstandung innerhalb des zweiten Tages nach dem Kauf der Eier kostenlosen Ersatz zu liefern. Wenn man also am Montag Eier kauft und beanstandet genußuntaugliche Eier bis zum darauffolgenden Mittwoch, so Ist der Verteiler zur kostenlosen Nachlieferung einmani)freier Eier verpflichtet. Aber auch bei Beanstandung nach mehr als zwei Tagen sind dem Verbraucher die genußuntauglichen Eier mengenmäßig zu ersetzen, in diesem Falle allerdings gegen erneute Bezahlung.
Damit ist die Rechtslage für alle Verbraucher, insbesondere für unsere Hausfrauen, eindeutig klar. Jeder Verbraucher soll die ihm zustehenden Eier in einwandfreiem Zustand erhalten. Die obenerwähnten Vorschriften sorgen dafür, daß innerhalb eines Versorgungszeitraumes jederzeit eine Ersatzlieferung ftattfinoet.
Aber nicht nur für die Menscken, auch für die Tiere ist gesorgt. Bei allen Tierschäden, die durch Einwirkung feindlicher Angriffe jeder Art (Bomben, chemische Kampfstoffe, Flaksplitter, Brände, Einstürze usw.) innerhalb des Luftschutzortes entstehen, wird die Tierrettungsstelle eingesetzt. Zur ambulanten und Lazarettbehandlung kommen Pferde, Rinder, Hunde, soweit ihre Erhaltung vom wirtschaftlichen Standpunkt notwendig erscheint; ferner die Zuchttiere der Schafe und Schweine, (getrennte Unterkünfte, Lazaretteinrichtungen und Kraftfahrzeuge stehen jederzeit zur Verfügung einschließlich geschultem Personal aus solcken Zivilberufen, die im Umgang mit Tieren und mit ihrer Pflege verttaut sind.
Schutz der Heimat ist die Parole der SHD.» Männer. Auch sie tragen ein graues Ehrenkleid, auch sie bilden einen Teilabschnitt der großen Front dieses totalen Krieges und helfen mit, den Feind niederzuzwingen bis zum endgültigen Sieg.
„Nein, aber sicher gehört er einem Menschen, der die gleiche Leidenschaft hat wie ich, als erster Badegast ins Waste zu gehen. Ich hoffe auf sein stillschweigendes Einverständnis."
„Unverbesserlich! Ich fahre Onkel Franz zum Zollamt, und wir treffen uns dort, ja?"
Anni hörte kaum mehr hin. In großen Sprüngen lief sie über den Sand. Der Strandkorb war leer. Sie sog tief den salzigen Geruch der Wellen ein. Sie hätte am liebsten vor Glück laut hinausg-eschrien. In fliegender Hast zog sie sich aus, sprang in das blasse Blau und kraulte drauflos, als könnte sie geradewegs in den tagmüden Himmel hineinschwim- men. Weit draußen legte sie sich auf den Rücken. Es dämmerte. Die kleine Stadt bekam leuchtende Augen, und ein vereinzelter Stern funkelte auf. Ein Dampfer zog seine glitzernde Lichterkette weit in das Meer hinaus. Anni begann zu frojteln. In ihrer Begeisterung war sie viel zu weit hinausgeschwommen. Sie hatte die Entfernung überschätzt. Mit energischen Stößen schwamm sie zurück. Aha, eine glimmende Zigarette im Strandkorb! Peter, der Treue, hiett Wacht, der gute Junge! Anni fühlte etwas wie Rührung.
„Gib mir das Badetuch", schrie sie vom Ufer her, „es ist schrecklich kalt!" Sie sah zwei Hände, die ihr das Badetuch entgegenhielten, wickelte sich hinein, riß die Badekappe von den rotblonden Wuschelhaaren, schüttelte die nassen, halblangen Locken und sagte: „Geh bitte hinter den Sttandkorb, während ich mich anziehe."
Sie streifte das hellgrüne Trikot herunter, ftot- tierte die brennende Haut und fragte: „Wohin gehen mir denn essen? Ich muß etwas Warmes trinken, und außerdem habe ich einen Bärenhunger."
„Vielleicht ins Sttandhotel", sagte die Stimme. Anita lachte. Er blieb wirklich ewig ein Lause-
nicht airfbrängen oder Sie womöglich in Ungelegen- Heiken bringen.“ — Der junge Mann stand in kühl abwartender Haltung vor Anita. Nur seine tiefblauen Augen straften die scheinbare Gleichgültig- kett Lügen. Sie brannten in heimlicher Erwartung.
„Auf eine halbe Stunde", sagte sie leise.
„Danke", flüsterte der Mann und griff nach ihrer Hand. Ueber dem Meer stieg der Mond empor, groß, rötlich und theatralisch wie in einer Operettendekoration.
»Kommen Sie, kleine Seejungfrau, wir wollen auf der Hotelterrasse essen, wenn es Ihnen nicht zu kühl ist." Das Meer schlug leise gegen den Strand. Anita fühlte eine dunkle Verzauberung, die von dem gleichmäßigen Wellengemurmel ausging. Sie liebte Das Meer. Sie fuhr jedes Jahr hin, und wenn sie nachts bei offenem Fenster schlief, läuteten die Glocken von Vineta in ihren Traum Alles erschien ihr so körperlos, so unwirklich an diesem Abend. Der Kellner brachte einen Grog, sie hörte, in die Dämmerung hinausträumend, wie ihr Begleiter ein Gedeck zusammenstellte. Ich schlafe vielleicht, dachte Anita; gleich werde ich in meiner grauen Großstadtsttaße aufwachen und auf die Tanzprobe rennen.
„So, mein kleines Fräulein! Man kann nicht nur von Romantik leben: lasten Sie den Grog nicht kalt werden. Zigarette?"
„Danke, ja!"
„Aber ich habe mich noch nicht vorgestellt, und da wir jetzt zu den realeren Dingen übergehen, ist es höchste Zeit, daß Sie wissen, mit wem Sie zu Nacht essen. Mein Name ist Erik Schmitterlöf, Leutnant bei der königl. schwedischen Marine, vorübergehend zu einer Torpedobootflottille abkommandiert, die augenblicklich Saßnitz einen Besuch abstat-- tet Heute haben wir alle Landurlaub. So , er lachte, und fein Gesicht strahlte vor Jugend und Freude; „nun wissen Sie, wem Sie die halbe Stunde, die leider schon fast zur Hälfte vorbei kst, geschenkt haben, und jetzt müssen Sie mir sagen, wer Sie sind!"
„Muß ich das?" Anita lächette. „Ich bin doch eine Meerjungfrau und darf meinen Namen nicht nennen; sonst ist es mit meiner Zauberkraft vorbei." Dabei sah sie ihn so kokett an, daß er laut lachen mußte.
(Fortsetzung folgt.)
** Kriegsauszeichnung. Der (Befreite Karl Zulauf aus Gießen, Wernerwall 18, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Vor seinem Eintritt in die Wehrmacht war Karl Zulauf Gefolgschaftsführer in der HI. und langjähriger Geldverwalter der Gefolgschaft 2/116.
*♦ Eine Achtzigjährige. Am morgigen Freitag, 18.Oktober, begeht Frau Elise Kühn, Bruchstraße 5, in geistiger und körverlicher Frische ihren 80. Geburtstag. Frau Kühn, die aus Singel- bad) (Kreis Ziegenhain) stammt, wohnt seit ihrem 14 Lebensjahre in Gießen. Besonders bei der älteren Generation ist sie eine stadtbekannte Persönlich- feit geworden, die sich in ihrer Nachbarschaft und in ihrem großen Bekanntenkreise wegen ihrer steten Hllfsbereitschaft und Einsatzfteudigkeit sowie wegen ihres freundlichen Wesens allgemein großer.Wertschätzung erfreut. Frau Kühn gehört zu den wenigen Frauen, die der NSDAP, und ihrem Führer bei den Wahlen schon von Anfang an die Stimme gaben. Seit 36 Jahren wohnt sie in dem Hause Bruchstraße 5 in bester Harmonie mit ihrer Haus- gernemschaft. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum 80. Geburtstage und für einen schönen Lebensabend.
Aus der engeren Heimat.
Schuh der Heuernte vor Brand.
Der deutschen Landwirtschaft entsteht durch Uebergärung und Selbstentzündung von Heu jedes Jahr ein Schaden von über 20 Millionen Reichsmark. Jedem Bauer und Landwirt ist bekannt, daß eingelagertes Heu eine Gärung durchmacht und der Heuftock sich hierbei erwärmt. Jeder Bauer und Landwirt weiß aber auch, daß die (Erwärmena des eingebrachten Heues sich bis zur Selbstentzündung steigern kann. Es ist daher seine Pflicht, den Heustock zu bewahren. Sichere Merkmale einer gefährlichen Erwärmung des Heues sind säuerlicher, brenzlicher oder stechend brandiger Geruch, Dampf- oder Rauchbildung, muldenartiges Einsinken des Heues an der Oberfläche, feuchte, verklebte Oberflächenschichten oder Verfärben des Heues. Macht der Besitzer derartige Wahrnehmungen, bann fyat er sofort die Feuerwehr des Ortes zu verständigen, die eine Messung des Heustockes mit einer Heustocksonde vornimmt. Droht Gefahr der Selbstentzündung, dann wird die Feuerwehr unter den erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen den Heustock abtragen. Besonders gefährlich sind die ersten vier Wochen nach der Einbringung des Heues. Durch zahlreiche Brandfälle ist jedoch einwandfrei erwiesen, daß Heustöcke sich auch noch etwa vier Monate nach der Einbringung des Heues selbst entzünden können. Unterläßt es der Bauer, den Heustock in dieser kritischen Zeit zu überwachen und bei der Wahrnehmung von verdächtigen Anzeichen die Feuerwehr zu rufen, so macht er sich der fahrlässigen Brandstiftung schuldig und sieht schwerer Bestrafung entgegen. _________________
fahr handelt, die mit großer Geschwindigkeit ein immer größeres Ausmaß annimmt. Fast jeder Wehrmachtbericht über Luftangriffe auf London oder andere kriegswichtige Ziele meldet „große Brände". Der Feuerlöschdienst hat bisher alle entstandenen Brände mit Erfolg bekämpft. Auch außerhalb der Stadtgebiete hat er ein gegriffen, um Volksoermögen vor der Vernichtung durch Feuer zu retten. Auch für den Fall, daß der Gegner Kampfstoffe anwenden sollte, ist vorgesorgt. Vom Entgiftungsdienst wurden alle Vorbereitungen getroffen, um auch der Gefahr durch chemische Kampfstoffe wirksam entgegentreten zu können.
Eine besondere Stellung im Rahmen des SHD. nimmt der Instandsetzungsdienst ein. Die Stamm-Mannschaft ist aus der Technischen Nothilfe hervorgegangen. Seine Aufgaben sind vorwiegend technischer Art, wie beispielsweise das Freilegen von verschütteten Schutzräumen, Beseitigung von Bautrümmern und Schuttmassen, Ueber- brücfung von zerstörten Straßenzügen, sowie Be» helfsbrückenbau. Die Sprengung bzw. Beseitigung von Blindgängern feindlicher Fliegerbomben wirb von einem eigens dazu ausgebildeten Sprengkom- manbo ausgeführt.
Der ebenfalls in langer Friebensarbeit vorbereitete und durchgeführte Aufbau des Luftschutzsanitätsbien st es erhielt durch den Aufruf des zivilen Luftschutzes einen neuen und nunmehr ernstfallmäßigen Antrieb. Es zeigte sich bald, daß die immer wieder in Verbindung mit dem Deutschen Roten Kreuz betriebene Ausbildung des Sanitätspersonals und die Organisation der Einheiten ihre Früchte ttug. Um sofortige und umfassende Hilfe bei Fliegerangriffen zu gewährleisten, sind Luftschutzrettunasstellen und motorisierte Sanitäts-


