Ausgabe 
17.9.1940
 
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Dienstag, 17. September W40

140. Jahrgang Ur. 220

Neuyork, im September.

ZU

werke in Sou belegt.

Veruhigungspillen, die nicht mehr wirken

An der irischen \-------- . - ,

und englischen Ostküste gelang es, beim An-

Berlin, 17. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Freitag war der Leiter der Volksdeutschen Mittel- stelle, ^-Obergruppenführer Lorentz, dem der Reichsführer fj den Auftrag zur Aussiedlung der Volksdeutschen wie bei der Wolhynien-GaliZien- aktion so nun auch für Bessarabien und Nord­buchenland übertrugen hat, in Begleitung des Ge­neralkonsuls W i n d e ck e r von der Gesandtschaft in Bukarest in Galatz eingetrofsen. Am Samstagfrüh wurde das Aussiedlungskommando mit verschiede­nen Dampfern zur sowjetrussischen Seite üb er gesetzt. Dort empfing ---Obergruppenfüh­rer Lorentz den russischen Hauptregierungsvertreter Major Weretennikow und sprach ihm den Wunsch zur reibungslosen Zusammenarbeit im Sinne der deutsch-sowjetischen Beziehungen aus. Das Aussied­lungskommando begab sich nachmittags an die Her-

Aushebung soll von einem Riesenstab von einer Million Beamter durchgeführt werden, der jedoch später auf 200 000 gekürzt werden sott.

Das deutsche Aussiedlungskommando in Bessarabien.

nicht eine Anzahl Industrieller böse wären iw-r ine surplus tax", jene Steuer, die einen Teil der fet­ten Rüstungsgewinne dem Staate zufließen lassen will. Aber da wird man sich schließlich schon eini­gen ... Wie in den Zeiten des Goldrausches wird man solange mit demneuen Kurs" einverstanden sein, wie die Dividenden fließen ohne Risiko!

Das amerikanische Wehrpflichtgeseh unterzeichnet.

Amrabme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags

Anzeigen-Breile:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenttaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr

Es war ein höllisches Toben."

Starker Eindruck der deutschen Angriffe auf ausländische Beobachter.

Der Wehrmachisbericht vom Montag.

Berlin, 16. September. (DBB.) Das Ober-

Bergeltungsflüge gegen London troh schwieriger Wetterverhäliniffe.

Zn heftigen Lustkämpfen 79 Feindflugzeuge vernichtet. - Nächtliche Angriffe auf Liverpool und Birmingham.

Mflnngs-Rummel in USA

Inierpreß Copynghi-Lerichi.

kommando der Wehrmacht gibt bekannt: i

Am 15 September und in der Rächt zum 16. , September wurden unter schwierigsten Wetterver- ! hältnifsen die Vergeltungsflüge gegen i London fortgesetzt. Kampfflieger griffen Docks und H afen anlagen an, trafen mit einer Bombe schweren Kalibers das Gaswerk Br o m- ley, setzten ein Oellager in Brand und erzm- ten Treffer auf Bahnhöfe, sowie kriegswich­tige Industrieanlagen in Woolwich und anderen Stadtteilen. 3m Laufe dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkämpfen. Auch die Hafenanlagen von Dover und von Portland, wo ein Oel- laaer in Brand gesetzt wurde, sowie die Flugzeug-

doner nicht weniger als siebenmal innerhalb 24 Stunden in den Keller trieben diesem Rekord entsprechen. Man kann nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß die Zerstörung besonders wichtiger Rüstrmgsbetriebe und größter Versorgungsanlagen, wie des Gaswerkes Bromley Churchill und Duff Cooper zu den gewohnten Beruhigungspillen grei­fen ließen.

Wenn man sich gezwungen sicht, gleichzeitig mit tum phantastischen Abschußziffern dieernsthaften Schäden" an militärischen Objekten Zuzug eben und es als angebliches Ziel der unablässiaen deutschen Angriffe hinstellt, durch Zerstörung Londons das ganze Land zu lähmen, dann merkt auch der ein­fältigste Engländer, daß etwas faul ist an diesem neuntenLuftsieg". Auch er hat schließlich scyon herausbekommen, wie es mit den Papierslegen Churchills in Norwegen, Flandern, Dünkirchen und zuletzt in Somaliland bestellt war. Seine Methode ist immer die gleiche geblieben, wenn er den Eng­ländern über eine neue Einbuße Hinweghelsen will, sie ist zu billig, um wirklich noch Beruhigung ver­breiten zu können. Im Ausland über hat er den gleichen Mißerfolg. Ein Jahr Kriegsberichterstattung gab so vielfältige Möglichkeiten zu erkennen, wo die Wahrheit zu Hause ist, daß niemand mehr, der er mit der Unterrichtung der Öffentlichkeit seines Landes aufrichtig meint, auf Londoner Lugen her- einfallt.

In tausend Fällen haben sich die Angaben des deutschen OKW.-Berichtes als stichhaltig erwiesen. Wenn hier die englischen Flugzeugverluste am Sonntag mit 79, die deutschen hingegen mit 43 an- aegeben werden, so wagt niemand mehr daran zu rütteln. Im Gegensatz dazu hat sich London mit den Meldungen über die angeblichen Ergebnisse seiner Nachtpiraten so viele blamale Blößen gegeben, daß jeder Wissende darüber lacht. Noch in ihrer Sonn- taqausqabe hielt dieTimes" daran fest, Potsdamer und Anhalter Bahnhof feien ein einziger Trummer- haben VA Millionen Berliner und mit ihnen alle ' fremden Besucher der Reichshauptstadt können das

erkannt.

® io male d'Italia" erklärt, mit der Besetzung von Sollum ist die erste englische Vertei­digungslinie an der Cyrenaika-Grenze durchbrochen worden, die das britische Ober­kommando von Sollum bis nach Sidi Omar im Süden planmäßig ausgebaut hatte. Diese erste Ver­teidigungslinie bestand aus einer Anzahl von m o ° dernen Befestigungen mit Minenfeldern, Stacheldrahtverhauen, Artilleriestellungen und M^ schinenaewehrnestem. Sie waren außerdem durch zahlreiche Tank- und Panzerwagen­kolonnen geschützt, die an den verschiedenen Stellen rasch eingreifen sollten. Ein großer Teil dieses Materials bestand aus geländegängigen Ford-Panzerwagen, dem offenbar Offensiv- aufgaben gegen Italien zugedacht mar. Auf die jetzt durchbrochene BefeftigungsliNie fol­gen englische Abwehrstellungen auf ei­nem noch stärker ausgebauten Befestigungsgurtel auf der höhe von Sidi Barrani, der m der Hauptstellung von Marsa Matruk sem Zentrum hat und sich weit ins Innere bis zur Oase S i w a erstteckt. Für militärische Operatio­nen kommen von 1100 Kilometer Grenze nur die 270 Kilometer zwischen der Küste und der Oase von G i a t a b u i) in Frage, die ja auch von Marschall Graziani mit einem ununterbrochenen Stachel­drahtverhau versehen wurden. Es handelt sich um ein felsiges und steppenarttges Gelände, wahrend weiter südlich bereits wüstenähnliche Gebiete vorhan­den sind und ganz im Süden die undurchdringliche Wüste liegt. Mit dem Vormarsch sind nun alle un­ter britischem Militärkommando stehenden Gebiete, die an die italienischen Besitzungen m Afrika grem zen, von den italienischen Streitkräften siegreich angegriffen worden.

^^Jn Äsern Stadium interessiert sichMr. Hobbit" natürlich auch gewaltig dafür, wer die Man­ner sind, die jenen Rustungs-Apparat der USA. aufbauen sollen, der ihnen die fetten Dividenden verspricht. Bisher war ja die Landarmee be­kanntlich stets das Stiefkind der , amevikamschen Rüstung jetzt aber lächelt aus jeder Zeitschrift dem Leser das knochige, längliche Gesicht des Gene­ralstabschefs George Cattett Marshall unter dem breiten Pfadfinderhut entgegen. In fraglos weit besserem Zustande befindet sich die Kriegs­flotte. Ihr Chef ist Admiral James Otto Ri­chardson, ein tüchttger Seeoffizier von heute 61 Jahren, für die Wochenschau-Reporter eine Freude durch sein filmwirksames Lächeln.Uncle Joe", wie er im Offizierskorps der Marine genannt wird, gitt als ein hervorragender Kenner des Pa­zifik er kennt das Riesenmeer zwischen Amerika und'Asien auch unter dem Wasser, denn als junger Offizier hat er an zahlreichen Tiefs ee - Expeditionen in^diesen Gewässern teilgenommen. Die mternatio- nale große Diplomatie muß mtt dein Chef der amerikanischen Marine als einem fanatischen Ver­fechter des Systems von Flotten-ntutzpunkten rech- nen, auf ihn gchen auch die Plane des ganzen pa- K? >;

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Der neutrale Berichterstatter, der nach einem Jahr < Abwesenheit den Boden der USA. wieder betritt, 1 kann dieses Land kaum wiedererkennen. Ein Auf- 1 rüstungsrausch durchrast die Vereinigten Staa- ! ten vergleichbar nur mit ben berüchtigten und > krankhaften Zeiten des Goldfiebers. Sie alle, vorn I kleinen Spekulanten in Middlewest bis zum großen Herrn der Wallstreet, beseelt nur ein Traum und eine Leidenschaft: ander Rüstungs-Hausse wiederdasverdienen, was man an proble­matischen New D eal-Exp erimenten, äe- pression oder recession verloren hat. Aber bitte ohne jedes Risiko! Sogar die Du Ponts, über deren Kriegsgewinnen die kürzlichen Senats­untersuchungen einige sehr peinliche Enthüllungen brachten, haben sich entschlossen, die Herstellung ihrer neuen Nylon-Seidenstrümpse etwas in den Hinter­grund treten zu lassen zugunsten der Fabrika­tion hochexplosiver Materialien. Und die Du Ponts werden schließlich nicht zuletzt auf Grund ihrer engen verwandtschaftlichen Beziehungen zu den allerhöchsten Kreisen von Washington wissen, wie man am schnellsten und risikolofesten augenblicklich Geld verdient in den USA.

Die durch alle Kanäle geleitete Propaganda der Wallstreet hat es glänzend verstanden, die Stim­mung in den breiten Massen reif zu machen für diesen Rüstungs-Rummel, denn diese breiten Massen müssen ja schließlich den Start durch Kleinaktien und Obligationen mit finanzieren. Wohl noch nie war eine Zahl so populär in den USA. wie heute dieZahl1 6 5". Wer 165 sagt, meint damit den Zeitraum, der verstrichen ist, seit die 13 amerika­nischen Provinzen ihren Freiheitskrieg gegen das englische Mutterland auskämpften. Und die Pro­paganda-Parole behauptet ebenso kühn wie faszi­nierend:Seit 165 Jahren haben wir keinen solchen Freiheits kampf durchzukampfen gehabt wie den, der uns jetzt devorsteht." Und mit dieser Parole finanziert man den Rüstungsrummel. Wer hat Angst vorm bösen Wolf ...?"

hat man allerdings Gelegenheit, mit einem Groß­industriellen, einem prominenten Banker der Wall­street oder einer maßgeblichen militärischen Persön­lichkeit zu sprechen, so gewinnt man den Eindruck, daß diese Herren durchaus keine Angst vorm -bösen Wolf haben, sondern die in der von ihnen kontrollierten Presse so eindrucksvoll dargestellten Möglichkeit einer Invasion Deutschlands oder Ja­pans in das Reich Jules Dernescher Utopien verweisen. Aber den breiten Massen wird es anders dargestellt, sie können in der weit verbreiteten Zeit­schrift ,Mfe" diese Invasion mit Schaudern rntt- erleben, von der Ueberraschungsschlacht am Potornac bis zum Tankangriff auf Neuyork, Kampf gegen die Fallschirmjäger auf den Dächern der Wolkenkratzer, hissung der hakenkreuzfahne auf dem Weißen Hause und schließlich sogar die demütige Friedettsbltte Der amerikanischen Delegierten in derselben jetzt allerdings mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Stadt- Halle von Philadelphia, wo ihre Ahnen einst ihre Unabhängigkeitserklärung gegenüber England ver­lesen haben. Man muh sich darüber klar sem, daß eine Propaganda-Welle, die gleichmäßig Geschäft verspricht und an das Gefühl appelliert, in den USA. ihre Wirkung nie verfehlt: Rüstungsrausch wird solange das amerikanische Volk durchsiebern, wie er Geschäft aber kein Risiko

Berlin 16.Sept. (DNB.) Nach den Londoner Meldungen 'will die britische Luftwaffe am Sonn- taq eine Rekordzahl deutscher Flugzeuge..abgeschos­sen haben - 185 meldet Lügenreuter nämlich die Hälfte aller, die angeblich angegriffen hatten. Nach

Die Einnahme von Sollum.

Rom, 16. Sept. (DNB.) Mit der Einnahme der ägyptischen Grenzstadt Sollum, die der italie­nische Heeresbericht am Montag meldet, hat der Vorstoß der Armee des Marschalls Graziam in kurzer Zeit fein erstes Ziel erreicht.. Die Truppen Grazianis haben trotz der zu dieser Jahreszeit noch außerordentlich großen Hitze den Vorstoß über Die libysche Grenze unternommen und sind bereits im ersten Ansturm über den befestigten Ort Sollum hinaus in die wasserlose Sandwüste an der agyptl- chen Mittelmeerküste vorgestoßen. An Wegen steht Den vorrückesiden Truppen nur eine befahrbare Karawanenstraße zur Verfügung. Wie bereits bei der Eroberung Britisch-Somalilandes bereiten Die klimatischen Verhältnisse unD Fragen Des Nach­schubs einer militärischen Aktion Der Italiener größte Schwierigkeiten. Wasserstellen sinD nur an wenigen Punkten zu finden, sie reichen nicht im entferntesten für Die Wasserversorgung einer moDernen Armee aus, auch Dürften sie von Den zurückgeworfenen eng­lischen Truppen unbrauchbar gemacht worden sein. Sollum, ein kleines befestigtes KüstenDorf, wird von einer Bergkette im Süden beherrscht, in Die Die Engländer ein kleines Fort eingebaut hatten, das von den italienischen Truppen genom­men wurde. Der Ort Sollum, der etwa 15 Kilo­meter von Der libyschen Grenze entfernt liegt, wurde erst 1911 von Aegypten besetzt und erst im Jahre 1925 von den Italienern Aegypten verttaglich zu-

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daß sie in jeder Nacht mit deutschen Angriffen rechnen hat, und wartet jeden Abend gegen acht Uhr mit der Uhr in der Hand auf den Beginn des Nachtalarms. Die V e r s o r g u n a der Zivilbevölke­rung mit Unterständen ist vollständig unzu­reichend. Wenig Schutzräume sind für einen nächtlichen Aufenthalt eingerichtet, weswegen vie e Londoner es vorziehen, in chren Heimen zu Hause zu bleiben Die Londoner können jedoch, wenn sie m ihren Betten liegen, nicht den heulenden Lauten der deutschen Flugzeugmotore ausweichen. Sie haben das Gefühl, als ob die Maschinen sich die ganze Nacht genau über dem Dach des Hauses befinden.

Amerikanische Korrespondenten, die Gelegenheit hatten Barcelona während des spanischen Bür­gerkrieges zu sehen, äußerten, daß London heute b e r e i 15 ro e i t ft ä r t e r unter den Luftangriffen gelitten habe als Barcelona. In kurzer Zeit müsse Englands Hauptstadt aussehen wie Warschau so schreibt das dänische BlattNationaltidende und erhärtet diese Mitteilungen neutraler Beobachter aus London mit der Feststellung seines Berliner Korre­spondenten, daß seit dem 7. September über 1,5 Millionen Kilogramm Bomben über London abgeworfen seien.Politiken ist der Mei­nung, daß die Londoner Rüstungsindustrie auf Grund der fortgesetzten Arbeitsunterbrechungen als gelähmt bezeichnet werden müsse. Auch die Zerstörung der Dock- und.Hafenanlagen sowie großer Lebensmittellager sei um so bedeutungsvoller für Die Versorgungslage der englischen Hauptstadt, als ein Viertel der gesamten englischen Lebensmitteleinfuhr über London zu gehen pflege.Berüngske Tidende erfährt aus Neuyork, bafj amerikanische Radio- ftationen, die in regelmäßiger Funkverbindung mit englischen Kurzwellensendern zu stehen pflegen, seit 36 Stunden vergebens versuchten Verbin­dungen mit England herzustellen. Die Kabelverbm- Dungen mit London sind plötzlich unterbrochen wor- : den Eine Funkmeldung aus London besagte, deutsche ' Fliegerbomben hätten die Elektrizitätszentrale von London getroffen, und man habe die Hilfsmaschinen : für die telegraphische Verbindung Londons mtt Der 1 Küste noch nicht in Gang setzen können.

Gietzener Anzeiger

»^.- .^General-Anzeiger für Oberhessen

Gegenteil bezeugen.

Gar keinen EinDruck macht die Rederei von Zer­störungen am Buckingham-Palast und an Londoner Kirchen Wem so zahlreiche planmäßige Verletzun­gen deutscher Weihestätten, wie des Goeches-Hau- ses, des Bismarck-Mausoleums, der Berliner histo­rischen Erinnerungsstätten, wem so viele bewußte Angriffe auf die hehrsten deutschen Gotteshäuser wie dem Speyerer Dom, auf Friedhöfe, Klöster und Dorfkirchen nachgewiesen sind, der hat kein Recht mit solchen unwahrhaftigen Behauptungen um Mit­leid betteln zu gehen.

griff auf mehrere Geleilzuge zwei handels- fchiffe von insgesamt 18 000 BRT. zu versenken, eins in Brand zu werfen und eins schwer zu be­schädigen. Lin weiteres Handelsschiff von 8000 BRT. wurde bei Rächt im Kanal versenkt. Kampf­fliegerverbände unternahmen nächtliche An­griffe auf Liverpool und Birmingham. Auch hier entstanden zahlreiche Brände. Das Ver­minen britischer Häsen nahm seinen Fortgang.

Versuche britischer Flugzeuge, die Reichs- hauptstadt in der letzten Rächt anzugreifen, schlugen fehl. 3n einigen Städten Westdeutsch­lands fielen Bomben auf Wohnviertel. Dabei wurden in einem Ort mehrere Häuser zer­stört und eine Schule in Brand gesetzt Zwei Zivil­personen sind getötet, mehrere verletzt worden. Flakartillerle und Rachtjäger schossen je ein Flug­zeug ab. Hafenschuh- und Vorpostenbooten der qe|elil IUUIUC, Kriegsmarine gelang es, an der Kanalküste bret

thamplon wurden mit Bomben feindliche Alugzeuge abzufchiehen. Die Gefamlver- (uffe des Feindes betrugen gestern 79 Flug-

foroie an der schottischen ; e u g e. 43 eigene Flugzeuge werden vermihl.

Washington, 17. Sept (DNS. Funkspruch.) Präsident Roosevelt unterzeichnete am Montag das Wehrpflichtgeseh und bestimmte den 16. Ok­tober als den Tag, von dem an die vom Gesetz erfaßten 16»/r Millionen Amerikaner von 21 bis 36 Jahren sich zwecks späterer Aushebung eintragen müssen. Der Beginn der Aushebung erfolgt vier ............

Wochen nach der Eintragung. Anmeldung und schiedenen Standorte in Bessarabien.

Stockholm, 16.Sept. (Europapreß.) London 1 hat in Den Vormittags ft unDen De sMon- tags drei fiu f t ro a r n u n g e n erlebt. Die erste Warnung ertönte in Dem Augenblick, öa ^unDert- unD aber hunderttausende von Menschen ^ Woh­nungen verließen, um nach einer m Den Luftschutz­kellern verbrachten Nacht De n Weg zu ihren A r b e i t s ft ä 11 e n anzutreten. Die Warnung dauerte ebenso wie Die zweite etroa 15 bis 20 Mi­nuten. Die Dritte Warnung ertönte gegen 11 ttyr englischer Zeit. Reuter melDet, daß der D ie r t e Fliegeralarm im Londoner Gebiet, Der um 17 Uhr britischer Zeit zu Ende ging, dr ei Stunden unD 50 Minuten gedauert hat und somit der längste Der bisherigen Tagesalarme gewesen ist. In Stockholm wird Der Bericht einer norDamerifani= scheu Nachrichtenagentur stark beachtet, m Dem es heißt:Die englische hauptstaDt hat wieder einen furchtbaren Sonntag I) t n t e r i i ch einen Der schwersten Tage, Den Die Vevolke- rung'je erfebt hat. Die deutschen Maschinen führten insgesamt vier Angriffe durch. Kaum war das Signal .Gefahr vorüber' gegeben. Da wurden d e Menschen wieder in Die Luftschutzkeller gehetzt. Die meisten zogen es allerDmgs vor, sich f1 a n b Luftschutzkeller aufzuhalten, anstatt zwifchen Woh­nung und Schutzraum hin- unD herzulaufen. Der Kampf raste nicht nur über Den Vorstädten ganz Zentral-London war Schauplatz der deutschen Angriffe. Dadurch, daß Die RAF. große Verbände urn Die englische Hauptstadt zu ammengezogen hatte, e^standen^i n t e n f i o e Luftkämpfe im Raum ' über London. Eine furchtbare Explosion nach Der

USA 1 priem, jv ।uiu ---- - . r anderen konnte man hören. Gleichzeitig donnerten

als Herren m Uniform jene Manner, die^Prc schweren ^unD

sich^sicher fühlen. Der angerichtete Schaden war yh diesmal ernst. Schäden find auch' verursacht worden durch das heftige Sperrfeuer. Granatspltt. ter müssen überall dort Vernichtung gebracht haben roo sie einschlugen. Man konnte es pater hören,' wie Der Hagel auf Die Dächer ch^rschlug. Tausende^von Fensterscheiben sind vernichtet wor­den. Schon Die umherfliegenden Fensterscheiben machten es absolut notwendig, daß die Bevölkerung die Unterstände aufsuchte. Die ^untat der deut­schen Luftwaffe war auch in der Nacht umfassend.

Heber Die Lage Der ßonDoner Zivilbevölkerung schreibt Der ßoi&oner Vertreter vonStockholms TiDninaen":Wenn Die Nacht hereinbricht, ziehen nicht nur über Die Londoner Heime Die Schauer des Krieges hinweg. Auch die Gedanken und Ge­fühle werden davon erfaßt. Die Zivilbevölkerung ~

befindet sich nicht mehr langer hi^er den Lmren wir bisher mit derartigen

der Soldaten. Sie ist st ° n d er F ront °Erf°lgsmeldungen- Churchills gemacht haben, muß KäXSTS ÄSSf -St*- - -