Ausgabe 
17.8.1940
 
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Schulen cfngerWehri zwes Lehrgängen besteh? efrte Laufbahn des höheren Dienstes und eine des geho­benen Dienstes. Für bie Laufbahn des höheren Fachschuldienstes kommen Studienräte und Stu­dienassessoren aller Jahrgänge in Betracht, für die Laufbahn des gehobenen Dienstes Volks- und Mit­telschullehrer. Bis zum Ausbruch des Krieges be­standen 45 Fachschulen der Luftwaffe. Weitere Fachschulen sollen eröffnet werden, so daß sich für die Bewerber recht günstige Aussichten bieten.

Arbeitseinsatz nach demKriege

Den Bemühungen der Arbeitseinsatzverwaltung ist es gelungen, bei den männlichen Beschäf­tigten seit Kriegsausbruch eine Zunahme von rund einer Million Kräften zu erreichen. Die neuen Kräfte stammen einmal aus dem Schulentlassungs­jahrgang 1940, zum anderen aus älteren Kräften, die sich wegen des Krieges noch nicht zur Ruhe gesetzt haben, ferner aus dem Kreis der nicht oder nicht mehr Berufstätigen und endlich aus den neuen Ostgebieten und dem Ausland. Beim Fraueneinsatz ist zunächst bis Ende Februar 1940 ein Rückgang eingetreten, im Hinblick auf das starke Ansteigen der Heiraten, die Rückkehr in elter­liche Betriebe, ausreichendes Familieneinkommen, Verzicht auf die Arbeitspflicht der Empfänger von Familienunterhalt usw. Rach Ueberwindung des harten Winters ist jedoch ein um rd. 200 000 Köpfe verstärkter Fraueneinsatz erreicht worden. Die Auf­fassung, daß im Arbeiteinsatz bereits eine Entspan­nung eingetreten sei, ist nur bedingt für die Land­wirtschaft zu bejahen. Im übrigen kann von einer Entspannung noch keine Rede sein. Es muß ver­stärkt auf einen richtigen Einsatz der Fachkräfte hin­gewirkt werden, weshalb auch auf die Usberprü- fung des betrieblichen Einsatzes mit Hilfe beson­derer Kommissionen noch nicht verzichtet werden kann.

Es ist schon heute zu übersehen, daß die Auf­gaben nach dem Kriege nicht geringer sein werden. Ein freies Spiel der Kräfte würde staatspolitisch nicht zu verantworten sein. Hinzu kommt, daß der Nachwuchs bis 1947 noch weiter zurückgeht. Eine gesunde Nachwuchspolitik muß zum Aus­gangspunkt jeder vernünftigen Arbeitseinsatzpolitik

lm Beheb' werden. Jeder Fehlansaß Im Betrieb ist Verschwendung. Hier liegt noch ein großes Betäti­gungsfeld für jede tüchtige Betriebsführung. Die künftige Mangellage im Arbeitseinsatz zwingt wei­ter dazu, nach weiteren Möglichkeiten zur Ausfül­lung der Lücken Umschau zu halten. Es wird die Aufgabe her lebenden Generation sein, länger im Berufsleben zu bleiben, als das früher notwendig war. Wir können uns nicht vorzeitig zur Ruhe setzen. Ebenso müssen alle Maßnahmen der Gesundheitsführung darauf gerichtet sein, den Ausfall an Leistung durch Krankheit usw. auf ein Mindestmaß zu beschränken. Der Frauen­einsatz, der heute 8,3 Millionen beträgt, wird auch in Zukunft einen hohen Stand behalten müs­sen^ Nach wie vor muß allerdings auf die biolo­gische Hauptaufgabe der Frau gebührende Rück­sicht genommen werden. Am Gedanken des weib­lichen Pflichtjahres wird man auch künftig festhalten müssen. Zu überlegen bleibt nur, ob man daraus nicht eine wirkliche Verpflichtung für jedes deutsche Mädel machen soll, um­faßt das Pflichtjahr doch heute nur die, die über­haupt in einen Beruf wollen. Wenn auch in Zu­kunft wieder verstärkt auf ausländische Ar­beitskräfte zurückgegriffen werden muß, so bleibt das ein Notbehelf. Es wäre gefährlich, be­stimmte Berufe zu reinen Ausländerberufen zu erklären.

Arbeits- und Berufskleidung.

Das Reichswirtschaftsministerium hat neue Richt­linien erlassen, die die Erteilung von Bezugscheinen für Arbeits- und Berufskleidung regeln. Arbeits- bekleidung ist solche Bekleidung, die zwar vor­nehmlich bei der Arbeit getragen wird, aber auch außerhalb der Arbeit getragen werden kann und bei der Arbeit starker Beanspruchung ausgesetzt ist. Berufsbekleidung ist solche Bekleidung, die aus Gründen der Unfallverhütung, der Hygiene ober aus sonstigen Gründen bei bestimmten Arbei­ten getragen werden muß und nur bei der Aus­übung der Berufstätigkeit getragen wird. Arbei­terschutzbekleidung, wie Asbest-Anzüge, Säureschutzanzüge usw., ist nicht bezugbeschränkt. Arbeitsbekleidung wird im allgemeinen auch außer-

halh Ser Arbeit getragen, wie z.B. die Hose und Joppe bei den Zimmerleuten. Bei der Erteilung von Bezugscheinen über Arbeitskleidung werden deshalb von der Reichskleiderkarte bzw. der Zu­satzkleiderkarte einige Teilabschnitte abgeschnitten, und zwar nur die Hälfte, zum Teil sogar nur ein Drittel her zum Erwerb des entsprechenden Be­kleidungsstückes sonst erforderlichen Teilabschnitte. Reicht die Reichskleid er karte nicht mehr aus, so werden die fehlenden Abschnitte von der nächsten abgeschnitten. Voraussetzung ist, daß der Antrag­steller die Bekleidung zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit benötigt. Bescheinigungen des Betriebes und des Betriebsobmannes sind dem Antrag beizu- fügen. Zur Instandhaltung von Berufsbekleidung können Bezugscheine über Flickstoffe beantragt wer­den, vierteljährlich höchstens einen Viertelmeter Stoff. Flickstoffe zum Ausbessern von Arbeitsbeklei­dung können im Rahmen der Reichskleiderkarte be­zogen werden.

Aus aller Wett.

12.©d>ocf>runöe in Bad Oeynhausen.

Im Oeynhausener Kurhaus haben die drei Spitzen­reiter im Kampf um die Großdeutsche Schach­meisterschaft ein außerordentlich scharfes Tempo an­geschlagen. In der 12. Runde blieben alle drei sieg­reich. Kieninger gewann nach langem Endspiel ge­gen den skandinavisch spielenden Wiener Keller. Schmidt, der mit dem Kölner Gleichstand an der Spitze hatte, blieb gegen den indisch spielenden Herr­mann schon vorher erfolgreich. Als Nachziehender gewann der an dritter Stelle stehende frühere Deutschlandmeister Richter, der das Budapester Gambit spielte, gegen Regedzinski. Dieses Treffen hatte nur 20 Züge, denn Richter erledigte seinen Gegner in einem flotten Angriff auf den weißen König mittels Opfer. In den übrigen Partien ge­wann Gilg gegen Brinckmann, Krankt gegen Engert und He in icke gegen Lange. Unentschieden trennten sich Kohler Ahues. Der Dresdner Keller zog den Kürzeren gegen Dr. Lachmann. Von den Hänge­partien wurden die Treffen Brinckmann gegen Dr. Lachmahn und Keller (Wien) gegen Regedzinski un­entschieden gegeben. Der Stand ist nun: Kieninger (Köln) und Schmidt (Danzig) je 9*/2 Punkte, Rich­

linken Ufer des alten Flußbettes plötzlich gehört ft e n. Das ganze Gebiet zwischen Lunghai und dem alten Flußbett wurde überschwemmt. Sämtt liche Verbindungen sind unterbrochen. Zahlreiche. Dörfer wurden von den reißenden Fluten zerstör^ Die Zahl.der Ertrunkenen wird auf mehrere laut send geschätzt.

Heringe im Trockendock.

Eine muntere Begebenheit ereignete sich in Laxe* vag bei der norwegischen Stadt Bergen. Die Art beiter, die auf dem Trockendock arbeiteten, bemerkten plötzlich, daß das Wasser im Dockkochte", wie es heißt. Es war eine große Schar von Heringen, die sich dorthin verirrt hatte, verfolgt von Köhlern und anderen Feinschmeckern. Im Nu verwandelten sich die Hafenarbeiter in Fischer. In fieberhafter Eile wurden Geräte herbeigeschafft, das Dock ab­gesperrt und die unerwartete Lebensmittelzulage an Land gefördert. Die Ausbeute war groß,sowohl an Heringen wie auch an Fischen", heißt es im Bet richt, da der Hering bekanntlich kein Fisch ist, jedem falls nicht in Norwegen.

76 Passagiere mit der,,Moraleda" umgekommen.

76 Passagiere des chilenischen 1000-Tonnen-Dampt fersMoraleda" kamen ums Leben, als das Schiff auf ein Riff in der F a i r w a y - S t r a ß e, 200 Meilen von Puntarenas entfernt, auflief. 32 Ueberlebende konnten von dem norwegischen 5000t Tonnen-FrachterBest" an Bord genommen werden. Unter ihnen soll sich auch der Kapitän des chilenischen Dampfers befinden. Als erste Leiche wurde die des Ersten Offiziers derMoraleda", Krause, geborgen.

ter (Berlin) 8 Punkte, Gilg (Troppau) 7V- Punkts Kohler (München) 7 Punkte und eine Hängepartie, Dammbruch am hoangho.

Nach einer Meldung aus Schanghai ist ein Damnl am Gelben Fluß bei Hevan Ho-ku auf dentz

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3704 D

Am 16. August entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unsere Hebe, treusorgende, herzensgute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante

Gleßen-Wieseck, Kehl am Rheinf den 17, August 1940.

Die trauernden Hinterbliebenem

Familie Karl Werner

Familie Wilhelm Schneider

Karl Hofmann, z. Z. im Felde, und Familie

Familie Ludwig Kautzmann

Familie Ernst Werner

Willi Werner, z. Z. im Felde, und Braut und alle Verwandten.

Die Beerdigung findet am Montag, dem 19. August nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Rabenauer Straße 16, aus statt

Frau Luise Werner, geb. Deibel

im 64. Lebensjahre.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Vaters

Job. Leun

Altbürgermeister

sagen wir innigsten Dank.

Im Namen der Angehörigen;

Anna Bender Wwe. Walter Leun.

Gießen, den 17. August 1940.

_____________________________________________________________________________3673D

Gießen, den 17. August 1940.

02764

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim­gänge meiner lieben Frau und Mutter

Frau Marie Emse, geb. Wagner

sagen wir herzlichen Dank. Insbesondere danken wir für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, der Damen-Alters­vereinigung 1874/76, den Nachbarn und allen Freunden und Bekannten, die unserer lieben Entschlafenen gedachten.

In tiefer Trauer:

August Emse

Karl Jordan und Frau, geb. Emse.

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5. Ziehungstag 14. August 1940

Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen

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6 Gewinne zu 10000 RM. 229443 354757

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24 Gewinne zu 3000 NM. 167306 189338 191243 345856 368561 374237 386305 394605

36 Gewinne zu 2000 RM. 11755 77696 1 22406 180948 219138 254241 255247 266209 278395 303689 381288 393214

144 Gewinne zu 1000 RM. 18356 18418 21746 21826 43630 44661 49749 55337 61000 70303 80620 90252 94524 96520 112488 113510 118973 121022 121550 125451 129249

151062 156952 162166 174601 180171 188556 199446 200290

204005 206023 208753 216604 216988 222673 225919 230958

234007 259891 263551 270885 273764 305618 346049 359823

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6. Ziehungstag 15. August 1940

Sn der Dormittagsziehung wurden gezogen

3 Gewinne zu 10000 RM. 103834

9 Gewinne zu 5000 RM. 1714 86976 129753

3 Gewinne zu 4000 RM. 145474

9 Gewinne zu 3000 RM. 131533 175240 310094

33 Gewinne zu 2000 RM. 42256 52320 69537 101799

129751 142323 227779 233042 308349 317917 359814

54 Gewinne zu 1000 NM. 38882 41126 51018 74989

82209 84422 91127 93979 106014 132272 154954 161840 217763 241710 266864 283295 376938 392437

Sn der Nachmittagsziehung wurden gezogen

9 Gewinne zu 10000 NM. 4477 163715 208525

18 Gewinne zu 4000 RM. 100810 118609 176454 255728 335131 371518

24 Gewinne zu 3000 RM. 1433 102659 161221 211715 220148 331059 333764 368105

18 Gewinne zu 2000 RM. 123568 131302 181207 256124 306722 397275

93 Gewinne zu 1000 RM. 18133 41958 66442 83321 86864 96544 106109 109799 122904 135690 150501 164575 168167 177026 195779 236104 236179 238410 249967 253826 264623 278254 278829 310174 334241 335811 341675 359027 370069 380212 396088

7. Ziehungstag 16. August 1940

Sn der Dormittagsziehung wurden gezogen

3 Gewinne zu 10000 RM. 241515

9 Gewinne zu 5000 RM. 204514 269266 287769

9 Gewinne zu 4000 RM. 163602 179749 238357

15 Gewinne zu 3000 RM. 118956 149158 199561 315043

383294

39 Gewinne zu 2000 RM. 56247 110840 116108 129781

139691 159959 171300 204225 205814 229670 259782 299452

340306

102 Gewinne zu 1000 NM. 6787 19074 25538 26394 26910 27019 87606 92000 97628 115231 123455 139427 140838 144641 168602 188715 195550 210950 212469 213259 234794 247719 272086 272234 274853 286560 314681 336687 340594 340915 357825-365606,368100.^8299^^----

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