Ausgabe 
17.8.1940
 
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Samstag, 1?. I Somtag, 18. August 1940

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190.Jahrgang Nr. 194 D Samstag, 17.,8<

Siebener Anzeiger

Deutsche Lustgeschwader über London.

Croydon, der' Flughafen der britischen Hauptstadt, erfolgreich mit Bomben belegt. -

Stockholm, 17. August. (Europapreß.) Zum ersten Male feit Beginn des Krieges haben deutsche Bombenflugzeuge in den Abendstunden des Don­nerstags den großen und in der ganzen Welt be­kannten englischen Flughafen C r o y d o n mit Bom­ben belegt. Croydon ist das englische Tempelhof und liegt etwa 25 Autobusmrnuten vom Zentrum Londons entfernt.

Auf dem Wege nach Croydon überflogen die deut­schen Maschinen die englische Hauptstadt, lieber Groß-London wurde daher erneut Flieger­alarm gegeben. Acht Millionen Menschen mußten Unterschlupf in den Luftschutzkellern oder den Schutz- unterständen suchen. In kurzer Zeit hatte sich, wie selbst der englische Nachrichtendienst bestättgen muß, ein schweres Luftgefecht über Croydon entwickelt. Es wird erklärt, dreißig deutsche und englische Maschinen seien in den Kampf verwickelt gewesen. Trotz der heftigen Luft- und Bodenabwehr der Engländer gelang es den Deutschen, Bomben auf das Flugfeld zu werfen. Der genaue Schaden wird naturgemäß von englischer Seite nicht bekanntgegeben. Das Bombardement hat jedoch in London und in ganz Süd-England beträchtliches Aufsehen erregt, da die deutsche Luftwaffe bisher nochniesonahe andie englische Haupt­stadt herangekommen war, um militärische Ope- rationen durchzuführen. Deutsche Flugzeuge waren zwar schon öfter über London gesehen worden, aber immer hatten sie davon Abstand genommen, mili­tärische Ziele im Bannkreis der Hauptstadt anzu- greifen.

Der Londoner Berichterstatter vonNya Dag- light Allehanda" berichtet, daß der Brand in Croydon sehr groß gewesen sein müsse, denn man habe gewaltige Rauchwolken vom Stadtinne­ren Londons her beobachten können. Auch das eng­lische Parlament habe sich beim ersten Alarm­signal in den Luftschutzkeller des Unterhauses be­geben. Die Verdunkelung sei auffallenderweise am Donnerstagabend viel sorgfältiger als früher durch- geführt worden. Die Autobusse Londons hätten zum größten Teil die schwache Beleuchtung im In­nern des Wagens völlig ausgeschaltet. Am Freitag­abend war man in Croydon noch damit beschäftig, die Trümmer wegzuräumen, die von dem Bombardement des Flughafens Zeugnis ablegten. Es wird befürchtet, daß sich unter den Trümmern noch Tote und Verwundete befinden. Nun erklärt man auch an amtlichen Stellen, daß die Zahl der Opfer des Bombardements sowohl in Croydon als auch an anderen Stellen des Landes großer gewe­sen sein muß, als man zuerst angenommen hatte. Nach den Darstellungen, die im englischen Rund­funk veröffentlicht wurden, muß man mit minde­stens 45 Toten und etwa 80 bis 100 Verletzten rech­nen. Das Nachrichtenprogramm des Londoner Sen­ders wurde in den Nachmittagsstunden des Freitag in der Zeit von 18.06 bis 18.11 Uhr MEZ. u n terbrochen. Es trat eine Storung ein, von der man vermutet, daß sie auf deutsche Fliegertätigkeit zrMckzuführen sei. Im Gegensatz zu den bisherigen Feststellungen gab der Londoner Rundfunk keine Erklärungen für die immerhin beträchtliche Storung in seinem Sendeprogramm, was die Vermutungen bestärkt.

Reuter in allen Röten.

13on unserer Berliner Schriftleiiung.

Am 15. August wurde mit 143 feindlichen Flug- zeugverlusten und 21 vernichteten Sperrballonen die bisher höchste Abschußziffer im Luftkrieg gegen England erreicht. Aber noch eine andere Tatsache zeichnete diesen Tag aus, denn zum erstenmal er­schienen in den Abendstunden deutsche Kampf- und Jagdgeschwader in wohlgeordneten Verbänden über dem Londoner Häusermeer, ohne daß diese drohende Luftparade angesichts der frem­den Hauptstadt durch die feinliche Gegenwehr ernst­lich hätte behindert werden können. Freilich diente diese Demonstratton der deutschen Luftmacht nicht nur dem Zweck, den acht Millionen Bewohnern Groß-Londons ein militärisches Schauspiel zu bie­ten, sondern hatte vor allem die Aufgabe, die in der Umgebung Londons gelegenen Flugplätze und sonstigen kriegswichttgen Objekte mit Bomben zu beglücken.

Dies Werk der Vernichtung hat die deutsche Luft­waffe denn auch wiederum so gründlich besorgt, daß es den plutokratischen Schreiern am englischen Rundfunk zunächst die Rede verschlug. Auch den englischen Zeitungen wurde es ftritt untersagt, über den deutschen Luftangriff auf den weltbekannten Londoner Flughafen Croydon irgend etwas zu veröffentlichen. Ebenso wurde der Presse verboten, die Tatsache zu erwähnen, daß in London ßuftalarm gegeben worden fei. Erst später fan­den die amtlichen Stellen ihre Fassung und damit die englischen Lügenschreiber ihre Sprache wieder. Was Hunderttausende und Millionen Menschen mit starrem Entsetzen beobachtet hatten, konnte man ja schließlich auf die Dauer nicht verheimlichen. Aber weit davon entfernt, die Wahrheit zu sagen, ver­suchten es die offiziellen Meinungsdirigenten auch jetzt noch mit jener Spiegelfechterei, die dem eng­lischen Wesen so eigentümlich ist. Die immerhin bedenkliche Tatsache, daß starke deutsche Luftver- bände in geschlossenem Fluge ungehindert bis London Vordringen konnten, erwähnte man als nebensächlich nicht, aber um eine recht farbige Schilderung des Bombardements von Croydon kam man doch nicht herum. Das sah nach Reuter etwa so aus:In der Mehrzahl der Fälle flüchte­ten die Deutschen schon, wenn sie von britischen Spitfire- irrfb Hurrican-Maschinen angegriffen wur­den. Aber 30 oder 40 erreichten doch den Flugplatz Croydon bei London und, nachdem sie im Sturzflug ihre Bomben abgeworfen hatten, machten sie sich davon."

Danach müssen also die angreifenden deutschen Flugzeuge vorher erhebliche L u f t k ä m p f e be­standen haben, was sicherlich den englischen Vertei­digern nicht unperborgen geblieben wäre. Aber selt­sam, in einer anderen Meldung weiß Reuter zu berichten:Die feindlichen Apparate wurden erst be­merkt, als sie ungefähr 5 Kilometer vom Flugplatz Croydon entfernt ihren Sturzflug begannen. Pas­santen sahen, wie sie auf einige hundert Meter herabgingen, bevor sie ihre Bom­ben fallen ließen/' Noch seltsamer: diese deutschen Stukas, die auf wenige hundert Meier herabstießen, konnten ihr Ziel dennoch nicht treffen, weil nach einer dritten Reuter-Version der Flugplatz Croy- denkeinen Schaden davongetragen hat". Es dürfte bald auch in London nicht mehr viel Leute geben, die solchen Lügen Glauben schenken. Der britische Luftmarschall Sir Philip Jouber de la Ferte hat schon Recht, wenn er im Rundfunk sagte, daß ein großer Teil der englischen Bevölkerung an den behaupteten britische^ Luftsiegen zweifle und der Ansicht sei, da müsseirgendwo irgend etwas faul sein". Es ist sogar oberfaul! H. Ev.

Amerikanische Augenzeugen berichten.

DieNew P o r k Times" berichtet aus Croy­don, der Angriff sei schon vorüber gewesen, ehe die Bevölkerung überhaupt die Tatsache erfaßt habe.

Im Durcheinander der Flugzeuge habe man Freund und Feind nicht unterscheiden können, und die Flak hätte wild dazwischen gefeuert.New Dort He- ralb Tribüne" meldet, das erste Zeichen des Angriffs auf Croydon fei eine Taufende von Fuß hoch auf­türmende Rauchwolke gewesen. Truppen hätten die Umgebung sofort abgesperrt, so daß Pressever­treter, die die Angriffsergebnisse feststellen wollten, leer hätten abziehen müssen.Associated Preß" be­richtet weiter, die Stukas seien fast bis auf die Ziele heruntergestoßen und hätten Tod und Ver­derben gesät. Auch in dem benachbarten Industtie- gebiet hätte man Dutzende von Explosio­nen und Rauchwolken beobachten können. Der genaue Schaden habe nicht festgestellt werden können, aber die Trümmer hätten noch Hunderte von Pards entfernt herumgelegen, und verschiedene Brände seien ausgebrochen. Die Agentur berichtet aus einer ungenannten Küstenstadt, vermutlich aus Dover, deutsche Bomber und Kampfflugzeuge hätten dort die englische Sperre durch­brochen. Aus einer ungenannten südöstlichen Hafenstadt schildert der Korrespondent derUnited Preß", der den Polenfeldzug mit ansah, den deut­schen Angriff. Hunderte deutscher Bomber seien be­reits landeinwärts geflogen, aber immer mehr kämen nach. In anscheinend endlosem Zuge stürmten die Flugzeuge westwärts, und den ganzen Tag über sei der Himmel von ihnen verdunkelt worden. Selbst in Polen habe er dergleichen nicht gesehen.

Erneut zum Fluge gegen England unterwegs.

Dem Beobachter steht die Freude im Gesicht; er hat die Bombe ausgelöst, und sie hat zielsicher getroffen. (PK.-Stempka-Presse-Bildzentrale-M.)

Berlin, 16.Aug. (DNB.) Seif den Mittags­stunden des Freitag sind wieder die deutschen Kampf- und Sturzkampfgeschwader, begleitet von Jägern und Zerstörern, zum Fluge gegen England unter­wegs. ILa. haben 30 deutsche Stukas einen An­griff auf die Südostküste Englands durchgeführt. Dabei wurden Flugplätze in der Gegend von Portsmouth sowie Flugplätze und Sperrballone in der Grafschaft Kent erfolgreich angegrif­fen. Auf den Flugplätzen wurden mehrere Hallen getroffen, einige in Brand gesetzt, Unterkünfte und

sonstige Gebäude schwer beschädigt. Mehrere Flug­zeuge wurden am Boden vernichtet, eine Anzahl Sperrballone in der Lust abgeschossen. Insgesamt wurden die Luftkampfhandlungen über England durch die Wetterlage eingeschränkt. An verschiedenen Stellen sanden kleinere Luftkämpfe statt, bei denen, nach bisher vorliegenden Meldun­gen, über 40 feindliche Flugzeuge a b - gesch offen wurden. Bon eigenen Verlusten wur­den bisher 15 Flugzeuge gemeldet.

Am Donnerstages Flugzeuge vernichtet

21 Sperrballone abgeschossen. tl-Doot versenkte 14000 ART.

Der Wehrmachtsbericht vom Freitag.

Berlin» 16. Aug. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am 15. August und in der Nacht zum 16. August setzte die Luftwaffe ihre Angriffe auf See­häfen, Anlagen der Rüslungsindu- skrie, Flugplätze und Ballonsperren weiter fort. Die Hafenanlagen von Portland, Scar­borough, Bridlington und Middlesborough, Flug­zeug- und Motorenwerke in Birmingham und Brought bei hüll, sowie hallen und Unterkünfte auf mehreren Flugplätzen in Süd-, Südost- und Mittelengland wurden schwer beschädigt. Dabei kam es zu heftigen Luftkämpfen, in deren Verlauf Major Galla n d seinen 20. Luftsieg errang. Mehrere bri- tische Häfen wurden vermint.

Die Nachtangriffe britischer Flugzeuge gegen West­deutschland richteten keinen nennenswerten Scha­den an.

Die Gesamtverluste des Gegners am 15.8. be­trugen mindestens 14 3 Flugzeuge, von denen 106 im Luftkampf, der Rest am Boden zer­stört oder durch Flakartillerie abgeschossen wurde.

Außerdem gelang der Abschuß von 21 Sperr- b a ll o n e n. 32 deutsche Flugzeuge kehrten nicht zurück, jedoch konnte unser Seenotdienst neun deutsche und einen britischen Flieger im Kanal retten.

Ein Unterseeboot versenkte zwei bewaff­nete Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT.

Einige Minenräumboote schossen von 10 angreifen, den feindlichen Spitfire-Flugzeugen vier ab.

Das Ziel der Angriffe in der Rächt znm Freitag.

Bomben auf die Fabrik der englischen Stukas".

In der Nacht vom 15. zum 16. August war auch die Staatswerft von Chatham das Ziel der deutschen Bombenangriffe. Die an der Themsemün­dung gelegenen Docks und Derftanlagen wurden er­folgreich bombardiert. In Birmingham-Longbridge wurden Bomben aufThe Austin Co. Ltd.", eine Auto- und Motorenfabrik, abgeworfen. Diese Fabrik baute während des Krieges die bekann­ten Bristol-Flugrnokoren. In Brought bei hüll wur­den dieBlackburn Aircraft Werke" mit zahlreichen Bomben belegt In dieser Flugzeugfabrik werden

Phantasie und Wirklichkeit.

In ununterbrochener Folge branden mit wachsen­dem Ungestüm die Wellen der deutschen Bom- Mwader an die englische Küste, durchbrechen tverteidigungsgürtel der belagerten Festung England und führen mit ungeheurer Wucht und selbst durch schlechtes Welter kaum be­hindert planmäßig ihre verderbenbringenden An- griffe auf die wichtigen Stützpunkte der britischen Luftwaffe und Kriegsmarine wie auf die Knoten­punkte und Nervenstränge der britischen Kriegs­wirtschaft durch. Hasenaniagen und Flugplätze, Flak- und Scheinwerferstellungen, die berühmte Ballon­sperre an der Themsemündung, Oeltanks und Mu­nitionslager, Werften, Flugzeugfabriken und Rü­stungswerke aller Art sind lohnende Ziele für den Bombenhagel unserer Stuka- und Kampfgeschwader. Und daß diese Ziele erreicht werden, daß trotz hefti­ger Abwehr nicht nur die moralische Wirkung der deutschen Angriffe ungeheuer ist, was selbst durch die scharfe Zensur, der alle Berichte der Ausländs­korrespondenten unterliegen, hindurchsickert, sondern daß auch materielle Vernichtungen größten Um- fanaes die militärische und wirtschaftliche Schlag­kraft Englands immer stärker beeinträchtigen, daran lassen die einwandfreien Beobachtungen unserer Aufklärer keinen Zweifel. Dabei ist man sich auch in den regierenden Kreisen Londons vollkommen darüber im klaren, daß alle in diesen Tagen von der deutschen Luftwaffe durchgeführten Aktionen noch längst nicht das Aeußerste an Einsatzfähigkeit und Wirkungsmöglichkeit darstellen, sondern sich vor­erst noch immer in den Grenzen einer freilich mit größtem Schneid ausgeführten gewaltsamen Aufklä­rung halten, die den ganzen gewaltigen Raum von der Kanalküste bis weit hinauf nach Schottland einbe­zieht. Die britische Plutokratenkaste, die diesen Krieg gewollt hat, die ihn vor einem Jahr leichtfertig und frevelhaft vom Zaun brach, die in wahnwitziger Überheblichkeit zweimal die Friedenshand des Füh­rers zurückwies, erhält nun einen Vorgeschmack von der vernichtenden Wirkung der deutschen Angriffs«

auch die englischen Stukas gebaut, mit denen die britische Luftwaffe versuchen will, den berühmten deutschen Stukas Konkurrenz zu machen. Alle briti­schen Versuche in dieser Richtung sind bisher miß­lungen. Deutsche Aufklärungsflugzeuge überflogen im Laufe des Tages die Ziele der letzten nächtlichen Bombenangriffe, um Einzelheiten über den Umfang der Zerstörungen, die in der Dunkelheit der Nacht nicht festgeslellt werden können, zu photographieren.

Ein neuer Aihenia-Fatt.

Griechischer Minenkreuzer von U-Boot versenkt.

Rom, 17. Aug. (Europapreß.) Die italienische Presse berichtet über die am Donnerstag vor der Insel Tenos erfolgte Versenkung des griechischen MinenkreuzersHelli" durch ein U-Boor unbekannter Nationalität. Ein­mütig kommen die italienischen Blätter zu dem Er­gebnis, daß die Versenkung des Minenkreuzers den Engländern zuzuschreiben ist. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Versenkung, so schrerbt Giomale d'Jtalia", habe die britische Propaganda durch ihren Nachrichtendienst versucht, die Schuld einem italienischen U'-Boot in die Schuhe zu schiebet!. Es handle sich hier um eine Fälschung, die sofort widerlegt werden müsse. Kein italienisches U-Boot habe die Versenkung vornehmen können, weil sich keines in den Gewässern befunden habe, in dem die Versenkung erfolgt sei. Die britische Admiralität habe vielmehr diesen Handstreich ausführen lassen, um die gegenwärtige Spannung auszunutzen, eine Reaktion Griechenlands zu pro­vozieren und sich Material für die übliche Mitleid­kampagne gegen die angebliche Brutalität einer der Achsenmächte zu verschaffen.

Das Blatt verweist dann auf den Präzedenzfall derA t h e n i a", deren Versenkung von Churchill organisiert und dann von der englischen Propaganda Deutschland zugeschrieben worden sei. Deutschland habe aber sonnenklar und mit unwiderleglichen Do­kumenten in der Hand das verbrecherische Spiel Englands aufdecken können. Im Falle des Minen­kreuzersHelli" werde die Schuld Englands schon durch die Tatsache bewiesen, daß die britische Pro­paganda die Nachricht von der Versenkung be­reits zu einer Zeit verbreitet habe, als sie selbst der griechischen Regierung noch nicht bekannt gewesen sei. Wieder einmal habe England mit dem Leben seiner Freunde und Schützlinge gespielt, um seine politischen und mili­tärischen Pläne vorwärts zu treiben. Das Problem der italienisch - griechisch - albanischen Beziehungen harre seiner notwendigen und befriedigenden Lösung. Italien wolle Klarheit hinsichtlich der Lage schaffen, aber unabhängig von den verbrecherischen Spekulationen Englands, das die gegenwärtigen Ver­wicklungen mit Griechenland ausbeuten wolle, nach­dem es sie selbst zum größte» Teil hervorgerufen habe.

Der griechische MinenkreuzerHell i" war ur­sprünglich auf einer Neuyorker Werft für China gebaut und ist 1914 von der griechischen Regierung angekauft worden. Er hat eine Wasserverdrängung von 2115 To., läuft 21 Knoten und ist mit drei 15« Zentimeter-Geschützen bestückt, er hatte eine Be­satzung von 232 Mann. Außer diesem Minenkreu­zer verfügt die griechische Kriegsmarine nur noch über den 945O-Tv.-PanzerkreuzerGeorgias Aver- off". Ferner zählt sie 10 Zerstörer, 13 Torpedo­boote, 6 U-Boote und mehrere kleine Fahrzeuge. Die Insel Tenos (nicht zu verwechseln mit der türkischen Insel Tenedos an der Kleinasiatischen Küste) gehört wie die bekannteren Naxos und Pa­ros zu den Kykladen, einer Inselgruppe des Aegä- ifchen Meeres. Auf der Insel leben etwa 15 000 Griechen, die sich von Weinbau, Seidenraupenzucht, Pferde- und Maultierzucht ernähre^ --