Ausgabe 
17.5.1940
 
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Hunderttausend Tonnen Schiffsverluste an einem Tag

Moderne Waffen

Stellung

Mut. btgts

Oie Schlacht an der Maas

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Das

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Die Betrachtungen der Presse über den nun auf® nommenen Bewegungskrieg sollen vfsensichtlicy >i der Bevölkerung den Eindruck Hervorrufen, als

Angesichts der stark gesunkenen Moral der Be­völkerung ist es verständlich, wenn Rundfunk und Presse alle Anstrengungen machen, um au die Bevölkerung beruhigend einzuwirken. Die be­rufsmäßigen Kriegshetzer schrecken dabei nicht vor den übelsten G r e u e l m ä r ch e n, wie sie aus dem Krieg von 19141918 hinreichend bekannt sind, zurück. Gleichzeitig wird die Bevölkerung durch unsinnige Gerüchte über die Haltung des Aus­landes von den eigentlichen Kampfereignissen ab-

zum Kampfe gestellt hat.

Neutrale Berichterstatter, die Gelegenheit hatten, auf feindlicher Seite den belgischen Kriegsschauplatz zu besuchen, wissen von dem außerordentlichen Eindruck, den die deutsche Panzerwaffe gemacht hat, Erstaunliches zu melden. Ihr ist es in Derbin- düng mit den Sturzkampffliegern im wesentlichen zu danken, daß der Durchstoß nordostwärts Namur zur Dyle^Stellung so überraschend und durchschlagend gelang. Die Panzerverbände haben im modernen Krieg zu einem guten Teil die Rolle übernommen, die noch im Weltkrieg gerade beim Vormarsch auf dem rechten Flügel des deutschen Heeres im Westen die Kavallerie-Divisionen gespielt haben. Das erste Zusammentreffen größerer Einhei­ten deutscher und französischer Panzerverbände hat die Ueberlegenheit der deutschen Panzerwaffe ein- deutig ergeben. Dieser Eindruck ist noch verstärkt worden durch die Tatsache, daß bei dem Gegenan« griff französischer Panzerverbände im Raum von Sedan auch schwerste französische Kampfwagen vernichtet werden konnten.

Neben den Panzern tritt die Bedeutung der Luftwaffe im modernen Bewegungskrieg Tag

und Paris das Gespenst de-r Invasion immer näher rücken sehe.

Lleberhastete Improvisationen

Die Meinung neutraler Diplomaten.

Kopenhagen, 17. Mai. (Europapreß.) Neu­trale Diplomaten in Kopenhagen, die ausgezeichnete Kenner der Westmächtepolitik und Westmächtestrate­gie sind, erklärten, die Ereignisse der letzten sechs Tage haben nach ihrer Ansicht alle strategi­schen Pläne der West Mächte zunichte- gema-cht. Zahlreiche französische Gegenmaßnah, men und militärischen Improvisationen seien deut­liche Anzeichen der Verwirrung. Zum Beweis dafür wird die völlige Aufreibung franzö sischer Panzerverbände durch deutsche Panzer und Kampfflugzeuge b-ei Namur angeführt. Es heißt, daß die französischen Panzer in panikartiger Hast in den Kampf ge­worfen worden seien. Den Deutschen dagegen sei es im Lause des Gefechts gelungen, durch Ein- satz der Sturzbomber die Rückendeckungen und Befehlsoerbindungen der französischen Panzer abzuschneiden. Uebereilte englisch-französische Improvisationen seien nicht geeignet gewesen, den Deutschen die Initiative zu entreißen.

In Holland rückten deutsche Truppen nach Ab­schluß der Kapitulationsverhandlungen im Haag und in Amsterdam ein. In Belgien hat sich der Feind in der Festung Antwerpen, in der Dyle-Stellung und in der F e st u n g

Zwischen Mosel und Rhein konnten un­tere Stellungen westlich Saarlautern und bei

Großer Eindruck vom Einsatz deutscher Panzerverbände

Namur zum Kampf gestellt.

Südwestlich Namur erweiterten unsere Divisionen ihre Erfolge aus dem Westufer der Maas und schlugen dabei erneut französische Panzerkräfte.

Südlich Sedan wurden französische Gegen­angriffe, die unter Ein faß schwerster Panzer geführt wurden, abgewiefen. Meh­

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Vertrauen angeführt.

England

hört bereits den Kanonendonner.

Stockholm, 17.Mai. (DNB.)Nya Dagligt Allehanda" meldet aus London, am Mittw och nach- mittag sei an der ganzen Südküste Eng* l a n d s der Kanonendonner von der Schlacht in Belgien au hören gewesen. Er soll so heftig gewesen sein, daß Fen st er und Türen erzit« t e r t e n. Man habe deutlich den Einschlag schwerer! Artillerie in bestimmten Abständen unterscheiden können. Die Explosionen sollen zeitweise derartig heftig gewesen sein, daß man sie mit einem stärkeren Erdbeben vergleichen konnte.

Alle Deutschen in England interniert.

Stockholm, 16. Mai. (Europapreß.) Vom bri­tischen Jnformationsministerium wird amtlich mit« geteilt, daß alle deutschen Staatsangehörigen im Alter von 16 bis 60 Jahren jetzt in In« ternierungslager übergeführt wurden^. Es soll sich um eine Vorsichtsmaßnahme handeln, ms nicht nur, wie früher gemeldet wurde, die englische Ostküste betrifft, sondern sich auf alle deutschen Staatsangehörigen in England bezieht. Selbst tn Schottland und Nordirland werden Internierungen vorgenommen werden,

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s e n sei. Auch die andere belgische Verteidigungs­linie, die sich von einem Punkt in der Nähe von Antwerpen nach Namur erstrecke, sei einem starken deutschen Druck ausgesetzt. Es würden fieberhafte Anstrengungen unternommen, den deutschen Vorstoß, der mit schweren Tanks ein» geleitet worden sei, abzuwehren. Am W e st u f e r der Maas, die von den Deutschen an vielen Punkten überschritten worden sei, seien die hef­tigsten Kämpfe im Gange. Die Maas sei auch auf frbnMischem Boden vor Sedan überschrit­ten worden, die Deutschen hätten sich weit in den französischen Dorpostenstellungen eingegraben, um einen Keil zwischen die in Belgien und Frankreich operierenden feindlichen Truppen zu treib-en. Die Schlacht, die zur Zeit bei Sedan ausgefochten werde, habe gewaltige Dimensionen ange­nommen, da beide Seiten ständig neue Verstärkun­gen erhielten. Von deutscher Seite wie von der Seite der Westmächte werde dieselbe Taktik ange­wendet. Den schweren Tanks folgten leichtere und Panzerabteilungen, während gleichzeitig die Luft­waffe bemüht sei, den Nachschub zu unterbrechen.

Berlin, 16. Mai. (DNB.) Nachträglich einge­gangene Meldungen bestätigen, daß die Schiffs- oerlusle der Felndmächte am Mittwoch noch beträchtlich größer sind, als in dem Vehrmachtsbericht vom Donnerstag bekanntgege­ben wurde. Bisher wurden gemeldet als versenkt zwei Zerstörer und drei Handelsschiffe, als schwer beschädigt zwei Zerstörer und vier Handelsschiffe. Unter den versenkten drei Handelsschiffen war e i n voll besetzter Truppentransporter von 10 000 Vrt.

Darüber hinaus wurden dem Gegner durch die Angriffe der Luftwaffe noch folgende Ver­tu sie zugefügt: In der Nordsee ein U-Boot versenkt, im niederländischen Küstengebiet bzw. am Nordausgang des Kanals ein Transpor­ter von 5 0 0 0 Brt. versenkt, ein Kreuzer, ein Zerstörer und ein Handelsschiff von 5400 Brk. durch Volltreffer mittleren und schweren. Kalibers schwer beschädigt. Im Seegebiet von Narvik ein Transporter von 18 0 0 0 Brt. und ein Hilfsschiff von 1500 Brt. in Brand geworfen. Damit beliefen sich die G e s a m l v e r l u st e des Gegners am 15.5. auf 90 000 bis 100 000 Tonnen

Gin schwedischer Verichl vom Kriegsschauplatz.

Stockholm, 16. Mai. (Europapreß.) Korrespondent desAftonbladet", der sich den gischen Truppen angeschlossen hat, berichtet

gstigender Tag! Maas-Linien zwischen

Kriegs- und Handelsschiffsraum, von denen 55 000 Tonnen vollständig vernichtet sind.

Der Wehrmachlsberichl , vom Donnerstag.

Führerhauptquartier, 16. Mai.

Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

höherem Schaft, dazu auf blaugrauem Fliegertuch die Fliegerbluse. Zum Absprung wird eine Bluse mit angeschnittener kurzer Hose aus grünlichem Leinen übergezogen. Außer dem Fallschirmgurt setzt der Fallschirmjäger dann an Stelle der Flieger­mütze noch einen Stahl st urzhelm auf, der in seiner Form etwas abweichend von dem sonst be­kannten deutschen Stahlhelm ist. Der Fallschirm­jäger-Stahlsturzhelm ist rund oyne die geschweiften Konturen des deutschen Stahlhelms Eine derartige Uniform kann niemals zum Verwechseln mit Zivilkleidung Anlaß geben. Alles was darüber im Ausland verbreitet wird, ist böswillige Erfindung.

genommenen Vewegungsrriec

bei der Bevölkerung den Eind ...

sei die Aufgabe der stets als allein heilsam geprie­senen Verteidigung in den Stellungen der verlan» qerten Maginotlinie nicht durch die deutschen schlage erzwungen, sondern eigener Entschluß des französi­schen Kommandos«

redjt \ | erben. J

Ein bek­am Donnerstag,' daß der Druck auf die bel­gische Stadt Löwen, wo sich belgische Trup­penverbände befinden sollen, ständig im Wach-

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1-0. Jahrgang Nr.U5

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle

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Deutsche Truppen im Haag und in Amsterdam eingerückt. Französische Gegenangriff- südlich Sedan abgewiesen.

Kopenhagen, 17. Mai. (Europapreß.) Zehn­tausende von belgischen Flüchtlingen suchen nach Meldungen aus Brüssel in südlicher und westlicher Richtung die französische Grenze zu erreichen. Wie Stahlpfeile bohren sich die deut­schen Panzerkolonnen, von Flugzeugge­schwadern unterstützt, gegen die feindlichen Linien vor und zwingen die Truppen der Westmächte zum Rückzug. Nach Meldungen desExtrabladet" ist es am Donnerstag an drei Stellen deutschen Truppen gelungen, in die französische Linie e i n = zudringen und sie zu durchbrechen. Mit wachsender Besorgnis verfolge man in Parts die weitere Entwicklung der Kampfhandlungen und treffe bereits Vorkehrungen zur Siche- rung der Hauptstadt. Man bezeichne die Lage als sehr ernst. Die Verschickung von 25000 Schulkindern aus Paris nach den südlichen Pro­vinzen habe begonnen. In französischen Kreisen wird eingeräumt, daß die deutschen Erfah­rungen aus dem Polen krieg entscheidend dazu beigetragen haben, den Einsatz der deut­schen motorisierten Verbände erfolg­reich zu gestalten. Insbesondere i m Tt a a s a b * schnitt soll sich gezeigt haben, daß das Vorgehen motorisierter Verbände in Keil form gegenüber dem Frontalangriff große Vorteile blete^ Der Durchbruch deutscher Panzertruppen durch die Ardennen habe dies bewiesen. Die englischen Streitkräfte in Holland und Belgien, besonders b^ei Löwen, sollen in den letzten 24 Stunden auf Grund des starken deutschen Druckes schwere Verluste erlitten haben. Ein amerikanischer Kor- r-!p°nd°nt erklärte dem^trabUM": Ich °°g° Nicht an einen eigentlichen Kampf zu denken wenn das, was augenblicklich vorgeht, nur das Vor­spiel ist."

pariser Sesoramffe.

Genf, 16. Mai. (Europapreß.) Der französische Minis errat trat am Mittwochabend unter dem Borsitz Lebruns im Elys-e Rammen. Mmrster- Präsident Reynaud flab ein Expose über die diplomotische Lage, während Krieg-mimstei i a l a - dier den Ministerrat-über den Verlauf der mili- torischen Operationen unterrichtete. Der Mmsiter- rat sollte um einige Tage verschoben werden, er wurde dann aber doch für den Abend emberusen weil die für Frankreich außerordentlich gefähr­liche Situation in Belgien und an der fran­zösischen Nordgrenze dies als unbedingt wünschens­wert erscheinen ließ«

Lauterburg vorverlegt werden.

Die Luftwaffe griff auch am 15. Mai mit starken Kräften feindliche Truppen und ihre Ver­kehrsverbindungen an. Marschkolonnen und Trup­penansammlungen wurden zersprengt, zahlreiche feindliche Panzerwagen durch Volltreffer vernichtet, lieber dem Kampfraum des Heeres wurden in Luft­kämpfen 46 feindliche Flugzeuge, durch Flakartillerie weitere zwei Flugzeuge abgeschossen. Bei An­griffen gegen feindliche Flugplätze sind zahlreiche Flugzeuge am Boden zerstört worden. Die sicher festgestellten Gesamtverluste des Gegners am 15. Mai belaufen sich auf 9 8 Flugzeuge. 18 ei­gene Flugzeuge sind verloren gegangen.

3tn Seegebiet der niederländischen und belgischen Küste wurden durch Bomben zwei Zerstörer und drei Handelsschiffe, darunter ein Dampfer mit 12 000 Tonnen, o e r - senkt, zwei Zerstörer und vier Handelsschiffe fdjroer getroffen, durch eines unserer U-Boote ein Tankdampfer und ein bewaffnetes Handelsschiff t o r p e b i e rt.

Auch in der letzten Nacht unternahmen femdliche Flugzeuge Einflüge nach Westdeulsch- land. Sie warfen dabei planlos eine Anzahl von Bomben, die unbeträchtlichen Sachscha­den anrichteten und eine Anzahl oon 3 ioih> et- fon en töteten und verletzten. Militärische Objekte wurden weder angegriffen noch getroffen.

Die Gruppe Narvik schlug erneut Angriffe mit schweren Verlusten für den Feind ab. Sie bat ihre weil vorgeschobene Sicherung im Raume nörd­lich von Narvik befehlsgemäß stärker zusammen­gefaßt.

Beschießung Rastatts.

Schwere Flachfeuerbatterien feuer« zur Vergeltung auf Hagenau.

Führer-Hauptquartier, 16. Mai. (DNB.) Französische 5er nkampfar tillerie be­schießt seit 16. 5. ohne militärische (Brunbe b i e offene Stadt Rastatt. Deutsche schwere Flachfeuerbatterien haben daraufhin als Vergeltung das Feuer auf Hagenau eröffnet.

Die Bekleidung der deutschen Fallschirmjäger.

Englands Bersorgungsnöte.

Gedrückte Stimmung in Wirtschaftskreisen.

Kopenhagen, 16. Mai. (Europapreß.) lieber Nacht hat England seine bisherigen Angriffsplane revidiert, um sich in aller Eile auf eine defensive Kriegführung zu beschränken. Unter dem Ein­druck der neuesten deutschen Erfolge in Holland und Belgien macht sich, wieFaedrelandet" berichtet, eine teigende Nervosität in den militärischen Kreisen Eng­lands geltend, die sich in den Vorbereitungen gegen mutmaßliche deutsche Angriffe auf die britischen Inseln zu erkennen gibt. So sind die Verkehrswege zu den südostenglischen Häfen Lowes­toft und Ipswich für allen zivilen Verkehr ge- p e r r t und einer scharfen militärischen Kontrolle unterstellt worden.

Das englische Versorgungsministerium ist damit beschäftigt, die Lage zu prüfen, in die Großbritan­nien durch die Besetzung Hollands inwirtschaft­licher Hinsicht geraten ist. Holland war vor Ausbruch des Krieges nicht nur ein Hauptpfeiler der englischen Versorgung mit Eiern, Butter und Käse, es war auch ein wichtiger Ums chlag- p l a tz für Rohstoffe, die aus den Kolonien kamen und nach England weitergingen. An erster Stelle standen hier Gummi, Zinn, aber auch pflanzliche Stoffe für die Fett- und Margarineherstellung. Der Wert der Einfuhr an Lebensmitteln aus Holland war in der letzten Zeit um so mehr gestiegen, als der gesamte skandinavische Raum, vor allem Dänemark, nicht mehr für die Lieferung nach England in Frage kam und darüber hinaus auch die baltischen Staaten fortfielen. Hinzu kommen noch die Sorgen, die die Londoner Behörden mit der Tonnagefrage haben. Die holländische Flotte steht England ebenso wie die norwegische nicht mehr in dem Ausmaß zur Verfügung wie bisher; die Häfen an der gesamten englischen und schottischen Ostküste sind KriegsaebieL ersten Ranges und verlieren immer mehr an Werk Es ist unmöglich, die Häfen der Westküste als voll­wertigen Ersatz anzusehen. Baissen in Wallstreet und an der Londoner Börse werden in neutralen Finanz- kreisen als Anzeichen dafür betrachtet, daß das inter­nationale Vertrauen in die englische Wirtschaft und Finanz einen schweren Schlag erlitten hat. Sowohl das Absinken der 3L-v. H.-Kriegsanleihe und aller übrigen englischen Staatspapiere als auch die Flaute auf 'dem Aktienmarkt der Londoner Börse werden als Beweis für eine Baisse auch im internationalen

Eine Verwechslung ihrer Umform mit Zivilkleidung unmöglich.

Berlin 16. 5Diai. (DNB.) Di- deutschen Fall- schirmjäger tragen wie jeder Angehörige der Leut­chen Wehrmacht eine Uniform, d.e -mt k-mer ^ivilkleiduna verwechselt werden kann. Die wesenl N-« Be^bungZ'ücke der U

eine fliegergraue Schihose und Schnürschuhe

______

rere schwerste Panzer wurden ^abei vernichtet, erkoni- fl

gelenkt.

Die panische Angst, die selbst Militärsachoerstän- dige nach den deutschen Erfolgen der letzten Tage ergriffen hat, spiegelt sich in der Pariser Presse wider. So schreibt z. B. imPetit Parisien" Char­les-Maurice:W elch b e ä n "1 s w v

zreitag, 17. MalMo

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/-Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/° mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Der Feldzug im Westen ist nach der Kapitulation von Holland und dem deutschen Durchbruch bei Lüttich und durch Südbelaien in eine neue Phase eingetreten. Daß dies auch auf der Gegenseite er­kannt worden ist, bezeugen Berichte, die aus Paris vorliegen unb davon sprechen, daß das ftanzösische Oberkommando nunmehr sich genötigt sehe, vom gskrieg in den Bewegungskrieg überzu-- .... Es wird zugegeben, daß durch die deutschen Angriffe die rückwärtigen Verbindungen besorgen!« iert sind und man neue Maßnahmen treffen muß. Das ist ein ganz wesentlicher Erfolg der deutschen Kriegführung, die überlegen und wendig genug ist, in jeder neuen Lage die Initiative zu ergreifen und dem Gegner das Gesetz des Handelns vorzuschrei- ben. Der Schwerpunkt des Kampfes liegt in Bel­gien, wo sich der Gegner, wie der gesttige Wehr­machtsbericht feststellte, in der Festung Antwerpen, in der Dyle-Stellung und in der Festung Namur

Rom, 17. Mai. (Europapreß.) Die Blätter ver­öffentlichen eine von der Havas-Agentur am Don­nerstag um 13 Uhr in Paris ausgegebene amtliche Mitteilung. Darin wird zugegeben, daß die Lage nordwestlich von Sedan als ernst betrachtet werden müsse, da es den Deutschen gelungen sei, die Maas zu überschreiten und mit Panzertruppen auf den dichten Straßennetzen dieser Gegend vorzu- toßen. Die französische Heeresleitung bewahre ab» olutes Schweigen über die Ortschaften, die die deutschen Panzertruppen bereits erreicht hätten. Während die Schlacht an der Maas seit zwei Tagen im Gange sei und sich unablässig verschärfe, beginne eine andere Schlacht im Raume NamurAntwer­pen. Der Brüsseler Sender teilte mit, daß deutsche motorisierte Abteilungen ziemlich tief in die Linien der Westmächte eingedrungen sind. DieStampa" chreibt, die Maginotlinie sei unter der Wucht des deutschen Angriffes geborsten. Der Angriff durch die Ardennen wird als große strategische Ueber- raschung gewürdigt, weil die Westmächte zuerst nur an ein Ablenkungsmanöver geglaubt hätten, wäh­rend sich dieser Angriff zu einer eigentlichen Durchbruchsschlacht entwickelt habe. Aus Paris und London berichten die Abendblätter, daß man infolge des Durchbruches durch die Machnot­linie und des weiteren Vormarsches der deutschen Truppen in Belgien gegen das Meer in London

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Namur und Mözieres vorgedrungen. Es ist^chnen gelungen, an drei Punkten durchzustoßen." Der Populaire" spricht von einemschweren Schock der zerstörenden Kräfte", die gegenwärtig auf Frankreich einwirkten. Die Agentur Radio schreibt, die verlängerte Maginotlinie nördlich von Mont- medy bis zur See bestehe nur aus kleinen Bunkern mit automatischen Waffen. Angesichts der deutschen Angriffstaktik habe sich das französische Oderkom­mando entschlossen,den zur Schonung der Be stände ursprünglich geplanten Stellungskrieg au - zuaeben und zum B e w e g u n a s k r i e g uberzu- aehen". ImJournal" schreibt General Duval, es könne nicht in Frage kommen, auf den ausgedehn­ten Linien unbeweglich zu bleiben, wenn die ver­einten Massen der feindlichen Armeen an einem Punkt einen heftigen Widerstand entzündet hätten. Man sehe sich nun, allerdings in einer anderen Form wieder einem Bewegungskrieg gegenüber. Ordre" schreibt, der Einsatz von Panzer- und mo­torisierten Einheiten aller Art gibt der Aktion ein Gesicht, das selbst die alten Kämpfer nie zu schildern in der Lage sind. ÄmMatin fuhrt Jean Fabry aus, niemals in der Geschichte hatten die Soldaten eine brutalere ^euertaure erlitten. Niemals hätten die Militärchefs über em solches Gewicht fürchterlicher Waffen verfügt.