Ausgabe 
17.4.1940
 
Einzelbild herunterladen

hält. Bei der Gruppe I sind keine Rechnungen über den früheren Kohlenbezug vorzulegen. Bei der An­meldung des Bedarfs für Zentral- und Etagen­heizungen (Verbrauchergruppe II) sind die Rech­nungen über den Kohlenbczug im Winter 1938/39 vorzulegen, um dadurch den Umfang des damaligen Bezugs glaubhaft zu machen; die Versorgung dieser Derbrauchergruppe erfolgt auf der Grundlage des Verbrauchs von 1938/39, mit einer höheren Be­lieferung als nut 80 Prozent des Verbrauchs im Jahre 1938/39 kann unter keinen Umständen gerech­net werden. Die Anmeldung der einzelnen Haus­haltungen muß straßenweise an den veröffent­lichten Tagen erfolgen. Diese Termine sind un­bedingt einzuhalten, damit alle Maßnahmen zur Versorgung gründlich vorbereitet und pünktlich in Gang gesetzt werden können. Wer die genannten Anmeldetermine nicht sorgfältig wahrnimmt und dadurch in Verzug gerät, hat sich die eventuellen Nachteile selbst zuzuschreiben. Die besondere Pflicht aller Volksgenossen ist es im Kriege, beim Ver­brauch der Kohle die größte Sparsamkeit zu be­obachten, um auch an dieser Stelle beizutragen zum deutschen Sieg.

Gebührenerhebung für Gas, Wasser und Strom in der Kriegszeit.

Das Ablesen der Gas-, Wasser- und Stromzähler und die Abrechnung über den Verbrauch erfolgte früher allgemein in einmonatigen Abständen. Durch einen besonderen Erlaß ist der Uebergang zu einer längeren Ablese- und Abrechnungsperiode grund­sätzlich zugelassen worden. Dabei wurde jedoch be­tont, daß eine Verlängerung der Ablese- und Ab­rechnungsperiode bei Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen eine unzulässige Benachteiligung der Ab­nehmer darstelle, soweit sie nicht durch besondere Maßnahmen (Preisherabsetzung, Verringerung der Zonenbreite u. ä.) ausgeglichen wird. Da der lieber* aang zu längeren Perioden bei der Ablesung und Abrechnung eine aus Kriegs- und allgemeinwirt­schaftlichen Gründen dringend erwünschte Einspa­rung an Arbeitskräften gestattet, wurde in einem weiteren Erlaß Anfang dieses Jahres zugelassen, daß auch bei Belieferung nach Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen die Ablese- und Abrechnungs­periode auf höchstens 2 Monate verlängert und als Monatsverbrauch die Hälfte des Verbrauchs der zweimonatigen Abrechnungsperiode in Ansatz ge­bracht wird. Soweit in Einzelfällen in einem Mo­nat nachweislich kein Verbrauch stattgefunden hat, bestehen zur Vermeidung unbilliger Härten keine Bedenken gegen eine Sonderregelung.

Oberhessischer Gebirasverein, x Zweigverein Gießen.

In der Monatsversammlung am Sonntag wurde dem Dereinsführer, Wanderkamerad Hugo L u - c a s , durch den Verbandsführer, Wanderkamerad Walter (Marbprg), als Ehrengabe zum 70. Ge­burtstage der Ehren-Wanderstock des OHGV. mit goldenem Abzeichen und den Insignien des Ver­eins verliehen. Die gleiche Ehrung wurde dem früheren Vereinsführer, Wanderkamerad Schä­fer, für langjährige Verdienste zuteil.

Außer zahlreichen Glückwünschen aus Wanderer- kreisen erhielt Wanderkamerad Lucas vom Deut­schen Wanderführer folgendes Glückwunschtelegramm ES Breslau:Zum 70. Jahresring am starken Baume send« ich dem treuen Sohn der Hessen- heimat, dem Altgardisten der völkischen Erstbewe- auna, dem unermüdlichen Wandermeister des Ober- hessischen Gebirgvereins herzliche Glückwünsche und kameradschaftliche Grüße. Werner, Deutscher Wanderführer."

Entbehrlich gewordene Helfer.

In der Metallspende findet jetzt so mancher Zinn­teller und Kupferkessel endlich eine andere Verwen­dung, als nur immer als Zierstück geputzt werden zu müssen. Ist doch solches Material aus dem prak­tischen Gebrauch in der Küche und im Haushalt fast überall verdrängt. Die frühere Zeit kannte weder die preiswerten Stahlgeschirre, noch Emaille oder Aluminium und erst recht noch kein Jenaer Glas. Heute haben wir soviele Sorten nicht rostenden, säureunempfindlichen, leicht zu reinigenden Ge­schirrs zu so wohlfeilen Preisen, daß die Vorzüge des Kupfergeschirrs weit hinter seine Nachteile (Empfindlichkeit gegen Stöße, umständliche Pflege, Anfälligkeit für Säuren) zurücktreten. Und was vom Kupfer gilt, gilt auch von vielen anderen Stücken, die zur Metallspende wandern, z. B. von Aschenbechern aus allerlei Metallen. Sie sind Reste nus einer Zeit, in der noch nicht besser geeignete Werkstoffe diese Metalle verdrängt hatten und in der die Nichteisenmetalle reichlich vorhanden und wohlfeil waren. Die Metallsammlung ist ein will­kommener Anlaß, sie endlich einer für das ganze Volk wertvollen Verwendung zuzrrführen. So manche Hausfrau wird bald empfinden, welche Er­leichterung und Verschönerung ihres Alltags sich

daraus ergibt, daß an Stelle stets putzbedürftiger' Staubfänger zweckgerecht geformte Dinge aus ge- brauchspraktischeren Werkstoffen benutzt werden.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Beim gestrigen Gießener Schlacbtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehverstei- gcrungshalle Rhein-Main in Gießen kosteten Ochsen 42,5 bis 45, Bullen 33,5 bis 40, Kühe 12 bis 43, Färsen 30 bis 46,5, Kälber 15 bis 64, Hümmel 25 bis 48 Rpf. je % Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,90, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 0,97, ef (60 bis 79,5 kg) 1,01, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.

Strafkammer Gießen.

Der R. G. in Ober-Breidenbach und der K. F. in Gießen waren angeklagt, in Gießen unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen verkauft ober verteilt zu haben. Die Angeklagten waren ge­ständig. Dem Antrag des Anklagevertreters ent­sprechend, wurde G. zu einer Gefängnisstrafe von zwei MonDen, F. zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Die Einziehung der Schrif­ten wurde angeordnet. Straferschwerend wurden die Vorstrafen, strafmildernd die geringe Menge der verbreiteten Schriften berücksichtigt.

W. R. in Alsfeld war durch Urteil des Amts­gerichts Alsfeld vom 5. März wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt worden. Es war ihm zur Last gelegt, im Walde zwischen Schwarz und Eisenrode Holz, das einem anderen gehörte, abgefahren und für seine Zwecke verwendet zu haben. F. H. in Alsfeld war durch das gleiche Urteil freiaesprochen worden. Ihm war zur Last gelegt, in Alsfeld dem R. wissentlich Beistand ge­leistet zu haben, um diesem die Vorteile des Dieb­stahls zu sichern. Der Vertreter der Staatsanwalt­schaft legte gegen das Urteil Berufung ein. Der Angeklagte P. war in vollem Umfang geständig. Der Angeklagte H. bestritt die ihm zur Last gelegte Tat. Der Anklagevertreter beantragte gegen R. eine Gefängnisstrafe von einem Monat und gegen H. eine solche von zwei Wochen. Der Verteidiger des R. beantragte eine Geldstrafe, da mit dieser der Strafzweck erreicht werde. Der Verteidiger des H. beantragte Freisprechung, da nach dem Ergebnis der -Berufungsverhandlung dem Angeklagten eine Schuld nicht nachgewiesen werden könne. Das Ur­teil des Amtsgerichts Alsfeld vom 5. März 1939 wurde ausgehoben und der Angeklagte R. an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu einer Geldstrafe von 150 RM., ersatz­weise 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der Ange- Nagte H. wurde freigesprochen.

Amtsgericht Gießen.

Der Ph. D. aus Worms war beschuldigt, in einem staatswichtigen Betrieb in Gießen als dienstver­pflichteter Arbeiter die Arbeit ohne Grund verlassen und trotz- Aufforderung nicht wieder ausgenommen au haben. Dem Antrag des Anklagevertreters ent­sprechend wurde der Angeklagte wegen Vergehens gegen die 2. Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes in Verbindung mit der Verord­nung zur Sicherstellung des Kraftebedarfs für Auf- gaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung au einer Gefängnis st rase von einem Jahr verurteilt.

Ans der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

Lich, 17. April. Am heutigen Mittwoch, in den frühen Morgenstunden, gegen f/s4 Uhr, ertönte in unserer Stadt Feueralarm. In einer Holzfach- werkwand, die die Häuser des Metzgermeisters Chri­stian Rau in der Bahnhofstraße und des Land­wirts Albach als Grenzmauer trennt, war in einTr winkligen Ecke, in der sich ein Schornstein befindet, ein Balkenbrand entstanden, der bei der Be­schaffenheit der Wand gefahrdrohend erschien. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr konnte den Brand löschen, ehe er richtig zum Ausbruch yekommen war, und damit jede weitere Gefahr für die beiden Grundstücke beseitigen.

Kreis Alsfeld.

c. Mücke, 15. April. Am Sonntag hielten die Imker der Ortsfachgruppe Mücke und Umgebung in der Gastwirtschaft von Batst ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Versammelten gedachten eingangs ihrer verstorbenen Mitglieder Alexander Rahn und Adam Kratz in ehrender Weise. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht vom ab gelaufenen Jahre. Er hob hervor, daß das Vereinsleben sehr rege war. Im Hinblick auf den Dierjahresplan ermahnte er die Mitglieder zu neuer Einsatzbereitschaft und Höchstleistung aus dem Ge­biete der Honig- und Wachsgewinnuna.,Jeder Imker ein Volk mehr auf den Stand! , sei das Motto dieses Jahres. Die Monatsversammlungen konnten infolge des Krieges nicht so vollzählig wie in vergangenen Jahren abgehalten werden. Beson­ders günstig hat sich die Mitgliederzahl gestaltet; die Gesamtzahl beträgt jetzt 113 Mitglieder. An­schließend ersolate die Rechnungsablage. Auch die Kassenverhältnisse haben sich sehr zu Gunsten des Vereins entwickelt. Die Einnahmen belaufen sich auf 662 RM., die Ausgaben auf 325 RM., so daß ein Kassenbestand von 336 RM. zu verzeichnen ist. Alsdann erfolgten Bestellungen auf Kunstwaben und Honiggläser und Aufnahme neuer Mitglieder. Nach Austausch von allerlei Jmkerfraaen, wie Bie- nenweide und dergleichen, wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.

9JL-$poTt

Kurzstreckenregatta am 14.3uH.

Die Paddiergilde Gießen hielt am Samstagabend eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die der Beschlußfassung über die neue Einheits- satzung des NSRL. galt. Die Satzung wurde ein* stimmig angenommen. Als Gemeinschafts führ er brachte die Versammlung den bisherigen Dereins­führer Dr. ,E. S ch w a r z m a i e r in Vorschlag.

Die diesjährige Kurzstrecken-Kanu-Re- g a 11 a des Bereiches XII (Hessen) des NSRL. tst auf den 14. Juli 1940 festgelegt und ihre Ausrich- tung und Durchführung der Paddlergilde Gießen e. V. übertragen worden.

Der Rudersport an der Lahn.

Der Lahn-Regatta-Verein hielt unter dem Vorsitz des für die Kriegsdauer zum geschäfts­führenden Leiter bestellten Ruderkameraden Fr. Levermann, Gießen, (GRG. 1877) intHotel Traube" in Weilburg, der Geburtsftätte des alten Lahn-Regatta-Verbandes, eine Sitzung ab. Dazu waren die Vertreter mehrere Lahn-Ruder-Vereine erschienen. Wie der Leiter mitteilte, sind der Ver­einsführer P. Brühl vom LRV. 1895 und fein Stellvertreter H. Wegener von der GRG. 1877 feit Kriegsbeginn unter den Fahnen. Er gab den Schriftwechsel bekannt und erinnerte an den Auf­ruf Hermann Görings zur Metallspende. Es wurde beschlossen, den Beitrag zu senken. Mit Bedauern wurde festgestellt, daß der Uebungsbetrieb an der Lahn während des Winters ruhte.

Bei der Beratung der sportlichen Tätigkeit im Sommer zeigte es sich, daß die Vereine mit er­heblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wer­den. Nach Angabe der Vereinsführer dürfte im

Sommer mit einer Anzahl von sporttreibenden Mannschaften zu rechnen sein. Insbesondere wird das Jugendrudern auf der Lahn stark gefördert werden. Der Vorsitzende des LRV. hat für Die beste Lahnmannschaft wirtschaftliche Hilfe und Erleichte­rungen zur Beschickung von Regatten^zugesagt. Aus diesen Erwägungen heraus hat sich die Gießener Ruder-Gesellschaft bereit erklärt, wenn der Ruf des LRV. an sie geht, eine Kriegsregatta auszurichten. Als Termin dürfte die erste Hälfte des Juli in Frage kommen.

Reue Termine

in der Handball-Lahnpokalrunde.

Nach Beendigung der Pslichtspieke hat der Be- zirksfachwart für Handball zur Weiterführung der Lahnpokalrunde aufgerufen. Die Spiele, die bereits am nächsten Sonntaa beginnen, sollen mit dazu beitragen, das Interesse zu heben und jedem aktiven Spieler mehr und mehr Freude am Sport auch während der Kriegszeit zu vermitteln. Nach dem inzwischen zur Ausschreibung gekommenen Plan stehen folgend- Termine fest:

21.4.: Lützellinden 1900 Gießen, Grüningen gegen Dornholzhausen, Garbenheim Münchholz­hausen, Atzbach Dutenhofen, Katzenfurt W- Niedergirmes, Großen-Buseck Launsbach, Heu­chelheim Mtv. Gießep.

28. 4: 1900 Gießen Hörnsheim, Hochelheim gegen Lützellinden, Dornholzhausen Holzheim, Dutenhofen Garbenheim, Münchholzhausen gegen Atzbach, W.-Niedergirmes Nauborn, Launsbach gegen Heuchelheim, Mtv. Großen-Buseck.

2.5.: Hörnsheim Hochelheim.

5. 5.: Hörnsheim Lützellinden, Hochelheim gegen

1900 Gießen, Holzheim Grüningen, Atzbach gegen Garbenheim, Dutenhofen Münchholzhausen, Nauborn Katzenfurt, Launsbach Mtv. Gießen, Großen-Buseck Heuchelheim.

Die Spiele werden vorerst nur in einer einfachen Runde ausgewogen. Sofern in der Zwischenzeit keine andere Bestimmung ergeht, spielen die Staft felsieger der Vorrunde den Endsieger aus. In die­sem Falle müssen Rückspiele nach einem besonderen Plan geleistet werden.

Zugendhandball der Gpvgg.il 900.

Heuchelheim 1. Jgd. SB. 1900 1. Jgd. 4:17 (0:9).

3um fälligen Spiel um die Bannmeisterschaft trat die 1. Jugend stark ersatzgeschwächt in Heuchel­heim an. Mit d-em Wind im Rücken kann der Sturm schon in der ersten Halbzeit 9 Tore vorlegen. In der zweiten Hälfte wollte es zunächst nicht richtig flop­pen. Heuchelheim erzielte in dieser Schwäche­periode 2 Tore. Es dauerte aber nicht lange bis sich die Mannschaft wieder gefunden hatte. Es ge­lang, gegen den Wind noch 8 Tore einzusenden. Heuchelheim konnte noch zweimal erfolgreich sein. The Tore warfen: Engel (8)5 Freitag (3), Schuldt (3), Döll (2), Jox (1).

Spiele der Bezirksklasse.

!Daf$enborn-Steinberg I Sportfreunde Wetzlar I 6:0 (1:0).

Zu einem äußerst spannenden Kampfe kam es am Sonntag auf dem Sportplatz an der Neu­mühle. Die Gästemannschaft leistete in der ersten Halbzeit hartnäckigen Widerstand, ja, wurden vor dem Tore der Teutonen hie und da recht gefährlich. Doch die Hintermannschaft der Platzmannschaft mit K. Schmandt und dem Urlauber K. Buß vermochte jegliche Erfolge der Wetzlarer zu verhindern. Auf der anderen Seite war es der Gästetorhüter, der als der beste Mann seiner Mannschaft zu bezeich­nen war. Einige Minuten vor Seitenwechsel schoß der auf Linksaußen spielende Fett wuchtig auf das Gästetor. Der Torhüter vermochte den harten Schuß lediglich nur abzulenken, Schmitt war zur Stelle und schoß wiederum. Inzwischen waren fünf bis sechs Spieler der Gastmannschaft ins eigene Tor ge­eilt, und der Ball prallte an de? Menschenmauer ab, kam aber wieder zu Schmitt. Meder ein har­ter Schuß, die Zuschauer riefenTor", dock): wieder abgeprallt! Abermals ein Nachschuß von Schmitt und ... abermals abgeprallt! Doch fein 4. blitzschneller Nach schuß landet zum vielbe jubelten Führungstref­fer in der oberen Ecke des Tores.

Bereits in der zweiten Minute der zweiten Halb­zeit hieß es 2:0, und zwar durch Schaumburg, der eine Vorlage von Fett verwandelte. Jetzt wurde die Feldüberlegenheit der mit dem Winde spielen­den Platzmannschaft immer größer. In höchster Not wehrte kurz vor dem Tore ein Wetzlarer Vertei­diger den Ball mit den Händen ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fett mit Sicherheit. Aus einem Gedränge heraus fiel der vierte Treffer. Un­ermüdlich schuf die Läuferreihe mit Weh rum, Hirz und dem Urlauber Fritsche die Bälle nach vorne, doch die Verteidigung der Gästemannschaft war zu vielbeinig. Fett stellte das Resultat auf 5:0, und Schaumburg brachte kurz vor Spielende noch einen sechsten Treffer an.

Oie Spiele in der Kreisklaffe.

Großen-Buseck I Garbenleich I 4:1 (2:0).

Die Garbenteicher mußten in Großen-Buseck eine unverdient hohe Niederlage einstecken, denn dem Spielverlauf entsprechend wäre ein knapper Sieg der Platzherren richtiger gewesen. Es war ein har­ter und spannender Kamps, den sich die Partner lieferten. Die Platzherren hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und konnten durch zwei Tore die Führung an sich reißen. Dann änderte sich das Bild, die Gäste gaben den Ton an und Großen-Buseck wurde vollkommen ein geschnürt. Daß nur ein Tor fiel, war in erster Linie der guten Hin­termannschaft zuzuschreiben. Durch unvermutete Durchbrüche schossen die Gastgeber zwei weitere Täre.

Steinbach I Klein-Linden I 13:2 (5:1).

Die Klein-Lindener mußten sich in Steinbach mit unerwartet hohem Resultat geschlagen bekennen, aber trotzdem zeigten sie ein jederzeit gefälliges Spiel. Körperlich den Gastgebern unterlegen, brach­ten sie nicht die Energie auf; das Spiel ganz durch­zustehen. In der ersten Hälfte kamen die Platzherren zu fünf Toren, denen die Gäste mir eines entgegen­setzen konnten. Dann war Steinoach drückend über­legen. Kurz vor Schluß rafften sich die Gäste noch­mals auf und erzwangen ein weiteres Tor.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 17. April. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine nahm einen lebhaften Verlauf. Die gesamte und ausrei- chende Beschickung wurde zu etwa folgenden Prei­sen zugeteilt: Kälber 25 bis 65 Rpf., Hämmel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 Rpf. je Pfund Lebendgewicht.

Donnerstag, den 18.9(bril 1940, nachm. 2 llbr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Verstcigcrnngslokal, Neuenweg 28 dahier), zwangs­weise gegen Barzahlung: i64?d

Klaviere, Harmonium, Bilder, Schreibtische, Bücherschränke, Schreibmaschin., Chaiselongues, Radiogerät, Kesselöfen, Bohner­wachs, Kartofselkörbe, Waschma­schine, Milchflaschen usw.

Ferner ans freier Hand:

1 Schärf- und Schränkmaschine.

LUdU

Gerichtsvollzieher in Gießen.

Ludwigstraße 331, Fernruf 3239.

Stal.

SnlHp undArbeitSpläne für Beton, Eisen­beton,Ingenieur- Holzbau, liefert praktisch erfahr. Bauingenieur.

Sprechstunden in Gießen. Schrift­liche Anfragen u. 1683V a.d. Gieß. Anzeiger erbeten

Das große Spezialhaus

KÖHLER

ist nicht nur Ihr Beiater in allen Kleider- u. Punktfragen. KOHLER sorgt auch für die laufende Pflege Ihrer Zivil- und Uniform-Beklei­dungsstücke : Aendern, Flicken, Modernisieren. Nur das Bringen und Abholen müssen Sie in der Kriegszeit selbst besorgen.

Eigene Maßschneiderei für Anzüoe

und Uniformen in höchster Vollendung

648 A

Autoöle und Autolette

Industrielle für alle Verwendungsswedee stets sofort ab Lager Klein-Linden lieferbar. Kaufe und hole ab: ALTÖL z. vorgeschriebenen Höchstpreis.

Richard Sommer

Gießen- Klein-Linden

Frankfurter Str. 24, Telephon 2276 Amt Gießen 1401 D

Bekanntmachung.

Regelung der Kondensmilchverteilung für den nächsten Versorgungsabschnitt.

In der nächsten Zuteilungsperiode für Lebens­rnittel vom 6. Mai bis 2. Juni werden auf die dann gültigen Nährmittelkarten wieder wahlweise Kon- densmilch, Konserven oder Trockenpflaumen abge­geben, und zwar diesmal an Stelle von 150 g Nähr­mitteln. Wer hierbei von der Wahl für eine große, bzw. zwei kleine Dosen Kondensmilch Gebrauch machen will, muß dies bis spätestens 18. April sei­nem Einzelhändler dadurch mitteilen, daß er die zur Zeit gültige Reichsfleischkarte vorlegt. Der Einzel­händler trennt den Abschnitt Fl ab und versieht den Stammabschnitt der Reichsfleischkarte mit seiner Firma, damit sichergestellt ist, daß die Ware später nur dort bezogen wtrd, wo sie bestellt wurde. Der Käufer muß neben der ab 6. Mai gültigen Nährmit­telkarte dann die zur Zeit bis 5. Mai gültige Reichs­fleischkarte dem Einzelhändler zum Zwecke des Kon- densmilchbezuges vorlcgcn, die also bis dahin auf zuheben ist.__________1928D I

Mnphläecp *on3 D,s 20 v H 8rt,alten s,e bel I I iiuLllidbuU hollen VerüffentlichunQon einer Anzeigei j

Kampf dem Verderb jetzt- erst recht'!

s-

Rehr Freude Qn der Natur

durch Bermühler-Bücher!

Gießen im Gutenberg-Lahr

Vor 500 Jahren gelang Johann Gutenberg die Erfindung der Buchdruckerkunst. Er voll­brachte damit eine Kulturtat, die der Welt ein neues Gesicht gab. Auch Gießen hat allen Grund, Johann Gutenbergs und seiner unsterb­lichen Erfindung ehrend zu gedenken, gehört die hessische Universitätsstadt doch zu den Plätzen, die im deutschen Verlagswesen schon frühzeitig eine führende Rolle spiellen.

Die ersten Nachweise über die Bemühungen der Jünger Gutenbergs, Gießen zu einer Druckerstadt zu entwickeln, stammen vom An­fang des 17. Jahrhunderts. Damals hat Paul E g e n o l p h in Gießen eine Werkstatt eröff- net. Doch bedeutungsvoller und erfolgreicher waren die Bemühungen, in Gießen einen boden­ständigen Buchhandel aufzubauen. Für den Zeitraum 161019 verfügen wir über eine Statistik der Bucherscheinungen in Deutschland. » Gießens Produktion an Büchern, Flugschriften und anderen Drucken nahm damals auf der Rangliste, der deutschen Druckerplätze den 8. Platz ein! Wenn auch Gießen diese Stelle im Lauf der Jahrhunderts nicht hat behaupten können, so erfreut sich doch Gießens Druck- und Verlagswesen auch heute noch des besten Rufs. Seit länger als hundert Jahren werden z. B. die Leistungen der Druckerei des Gießener Anzeigers, der Brühlschen Universitatsdruckerei, weit über die Grenzen unserer Stadt hinwts I als mustergültig gewertet. Ihre Druckarbeiten beweisen, daß das Anzeiger-Druckhaus sowohl künstlerisch als auch technisch mit der Zeit geht und hohen Ansprüchen gerecht wird.

SS n K

K

5.^0

>

Veelii Missen heule tnin schwerer 5 jererhiel! schwersten weitere Volltre belegt. Vie hervor, dc marsch übe nicht üb

Die brit das Unters Operation^ fällig,! müsse. Di Iruant am 1.3uni Mi 1939 Donnen gr

Si

Berlh mando bei

Die allx Laufe des scheu Trup ger Eisen! 3m Raum die Lr; seht. Eine lang ward lüsten für gefangen, Grenze. 60 flilome Truppe vif'rourb

3m Rai Inppen ' fehlen die B e r g en ger führ vom 15. jedoch fein deutschen sand ergi fetten. Dii pen beseht fef weilet -Sreberif scheu G äampfgru; Rachmillac leren Vor s°b griff Kampf ein

Die Kr und Maie 3m planm ten die Ki Nw s Wgung tötet, fiat Henmuti Anud z w Siglen i öie ihre 21 7 in die sinrkung b( Npenleil versenkte

""rwegiskh Mae in

Die > über We an b Endung

* öur,

eint® L f'Wl, ts »alb. /'le n> Mtü

« *ot, 'S nicht > der

bie

Diex