hält. Bei der Gruppe I sind keine Rechnungen über den früheren Kohlenbezug vorzulegen. Bei der Anmeldung des Bedarfs für Zentral- und Etagenheizungen (Verbrauchergruppe II) sind die Rechnungen über den Kohlenbczug im Winter 1938/39 vorzulegen, um dadurch den Umfang des damaligen Bezugs glaubhaft zu machen; die Versorgung dieser Derbrauchergruppe erfolgt auf der Grundlage des Verbrauchs von 1938/39, mit einer höheren Belieferung als nut 80 Prozent des Verbrauchs im Jahre 1938/39 kann unter keinen Umständen gerechnet werden. Die Anmeldung der einzelnen Haushaltungen muß straßenweise an den veröffentlichten Tagen erfolgen. Diese Termine sind unbedingt einzuhalten, damit alle Maßnahmen zur Versorgung gründlich vorbereitet und pünktlich in Gang gesetzt werden können. Wer die genannten Anmeldetermine nicht sorgfältig wahrnimmt und dadurch in Verzug gerät, hat sich die eventuellen Nachteile selbst zuzuschreiben. Die besondere Pflicht aller Volksgenossen ist es im Kriege, beim Verbrauch der Kohle die größte Sparsamkeit zu beobachten, um auch an dieser Stelle beizutragen zum deutschen Sieg.
Gebührenerhebung für Gas, Wasser und Strom in der Kriegszeit.
Das Ablesen der Gas-, Wasser- und Stromzähler und die Abrechnung über den Verbrauch erfolgte früher allgemein in einmonatigen Abständen. Durch einen besonderen Erlaß ist der Uebergang zu einer längeren Ablese- und Abrechnungsperiode grundsätzlich zugelassen worden. Dabei wurde jedoch betont, daß eine Verlängerung der Ablese- und Abrechnungsperiode bei Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen eine unzulässige Benachteiligung der Abnehmer darstelle, soweit sie nicht durch besondere Maßnahmen (Preisherabsetzung, Verringerung der Zonenbreite u. ä.) ausgeglichen wird. Da der lieber* aang zu längeren Perioden bei der Ablesung und Abrechnung eine aus Kriegs- und allgemeinwirtschaftlichen Gründen dringend erwünschte Einsparung an Arbeitskräften gestattet, wurde in einem weiteren Erlaß Anfang dieses Jahres zugelassen, daß auch bei Belieferung nach Zonen-, Staffel- und ähnlichen Tarifen die Ablese- und Abrechnungsperiode auf höchstens 2 Monate verlängert und als Monatsverbrauch die Hälfte des Verbrauchs der zweimonatigen Abrechnungsperiode in Ansatz gebracht wird. Soweit in Einzelfällen in einem Monat nachweislich kein Verbrauch stattgefunden hat, bestehen zur Vermeidung unbilliger Härten keine Bedenken gegen eine Sonderregelung.
Oberhessischer Gebirasverein, x Zweigverein Gießen.
In der Monatsversammlung am Sonntag wurde dem Dereinsführer, Wanderkamerad Hugo L u - c a s , durch den Verbandsführer, Wanderkamerad Walter (Marbprg), als Ehrengabe zum 70. Geburtstage der Ehren-Wanderstock des OHGV. mit goldenem Abzeichen und den Insignien des Vereins verliehen. Die gleiche Ehrung wurde dem früheren Vereinsführer, Wanderkamerad Schäfer, für langjährige Verdienste zuteil.
Außer zahlreichen Glückwünschen aus Wanderer- kreisen erhielt Wanderkamerad Lucas vom Deutschen Wanderführer folgendes Glückwunschtelegramm ES Breslau: „Zum 70. Jahresring am starken Baume send« ich dem treuen Sohn der Hessen- heimat, dem Altgardisten der völkischen Erstbewe- auna, dem unermüdlichen Wandermeister des Ober- hessischen Gebirgvereins herzliche Glückwünsche und kameradschaftliche Grüße. Werner, Deutscher Wanderführer."
Entbehrlich gewordene Helfer.
In der Metallspende findet jetzt so mancher Zinnteller und Kupferkessel endlich eine andere Verwendung, als nur immer als Zierstück geputzt werden zu müssen. Ist doch solches Material aus dem praktischen Gebrauch in der Küche und im Haushalt fast überall verdrängt. Die frühere Zeit kannte weder die preiswerten Stahlgeschirre, noch Emaille oder Aluminium und erst recht noch kein Jenaer Glas. Heute haben wir soviele Sorten nicht rostenden, säureunempfindlichen, leicht zu reinigenden Geschirrs zu so wohlfeilen Preisen, daß die Vorzüge des Kupfergeschirrs weit hinter seine Nachteile (Empfindlichkeit gegen Stöße, umständliche Pflege, Anfälligkeit für Säuren) zurücktreten. Und was vom Kupfer gilt, gilt auch von vielen anderen Stücken, die zur Metallspende wandern, z. B. von Aschenbechern aus allerlei Metallen. Sie sind Reste nus einer Zeit, in der noch nicht besser geeignete Werkstoffe diese Metalle verdrängt hatten und in der die Nichteisenmetalle reichlich vorhanden und wohlfeil waren. Die Metallsammlung ist ein willkommener Anlaß, sie endlich einer für das ganze Volk wertvollen Verwendung zuzrrführen. So manche Hausfrau wird bald empfinden, welche Erleichterung und Verschönerung ihres Alltags sich
daraus ergibt, daß an Stelle stets putzbedürftiger' Staubfänger zweckgerecht geformte Dinge aus ge- brauchspraktischeren Werkstoffen benutzt werden.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Beim gestrigen Gießener Schlacbtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehverstei- gcrungshalle Rhein-Main in Gießen kosteten Ochsen 42,5 bis 45, Bullen 33,5 bis 40, Kühe 12 bis 43, Färsen 30 bis 46,5, Kälber 15 bis 64, Hümmel 25 bis 48 Rpf. je % Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,90, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 0,97, e—f (60 bis 79,5 kg) 1,01, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Strafkammer Gießen.
Der R. G. in Ober-Breidenbach und der K. F. in Gießen waren angeklagt, in Gießen unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen verkauft ober verteilt zu haben. Die Angeklagten waren geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, wurde G. zu einer Gefängnisstrafe von zwei MonDen, F. zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Die Einziehung der Schriften wurde angeordnet. Straferschwerend wurden die Vorstrafen, strafmildernd die geringe Menge der verbreiteten Schriften berücksichtigt.
W. R. in Alsfeld war durch Urteil des Amtsgerichts Alsfeld vom 5. März wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt worden. Es war ihm zur Last gelegt, im Walde zwischen Schwarz und Eisenrode Holz, das einem anderen gehörte, abgefahren und für seine Zwecke verwendet zu haben. F. H. in Alsfeld war durch das gleiche Urteil freiaesprochen worden. Ihm war zur Last gelegt, in Alsfeld dem R. wissentlich Beistand geleistet zu haben, um diesem die Vorteile des Diebstahls zu sichern. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Berufung ein. Der Angeklagte P. war in vollem Umfang geständig. Der Angeklagte H. bestritt die ihm zur Last gelegte Tat. Der Anklagevertreter beantragte gegen R. eine Gefängnisstrafe von einem Monat und gegen H. eine solche von zwei Wochen. Der Verteidiger des R. beantragte eine Geldstrafe, da mit dieser der Strafzweck erreicht werde. Der Verteidiger des H. beantragte Freisprechung, da nach dem Ergebnis der -Berufungsverhandlung dem Angeklagten eine Schuld nicht nachgewiesen werden könne. Das Urteil des Amtsgerichts Alsfeld vom 5. März 1939 wurde ausgehoben und der Angeklagte R. an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat zu einer Geldstrafe von 150 RM., ersatzweise 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der Ange- Nagte H. wurde freigesprochen.
Amtsgericht Gießen.
Der Ph. D. aus Worms war beschuldigt, in einem staatswichtigen Betrieb in Gießen als dienstverpflichteter Arbeiter die Arbeit ohne Grund verlassen und trotz- Aufforderung nicht wieder ausgenommen au haben. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte wegen Vergehens gegen die 2. Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes in Verbindung mit der Verordnung zur Sicherstellung des Kraftebedarfs für Auf- gaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung au einer Gefängnis st rase von einem Jahr verurteilt.
Ans der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
Lich, 17. April. Am heutigen Mittwoch, in den frühen Morgenstunden, gegen f/s4 Uhr, ertönte in unserer Stadt Feueralarm. In einer Holzfach- werkwand, die die Häuser des Metzgermeisters Christian Rau in der Bahnhofstraße und des Landwirts Albach als Grenzmauer trennt, war in einTr winkligen Ecke, in der sich ein Schornstein befindet, ein Balkenbrand entstanden, der bei der Beschaffenheit der Wand gefahrdrohend erschien. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr konnte den Brand löschen, ehe er richtig zum Ausbruch yekommen war, und damit jede weitere Gefahr für die beiden Grundstücke beseitigen.
Kreis Alsfeld.
c. Mücke, 15. April. Am Sonntag hielten die Imker der Ortsfachgruppe Mücke und Umgebung in der Gastwirtschaft von Batst ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Versammelten gedachten eingangs ihrer verstorbenen Mitglieder Alexander Rahn und Adam Kratz in ehrender Weise. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht vom ab gelaufenen Jahre. Er hob hervor, daß das Vereinsleben sehr rege war. Im Hinblick auf den Dierjahresplan ermahnte er die Mitglieder zu neuer Einsatzbereitschaft und Höchstleistung aus dem Gebiete der Honig- und Wachsgewinnuna., „Jeder Imker ein Volk mehr auf den Stand! , sei das Motto dieses Jahres. Die Monatsversammlungen konnten infolge des Krieges nicht so vollzählig wie in vergangenen Jahren abgehalten werden. Besonders günstig hat sich die Mitgliederzahl gestaltet; die Gesamtzahl beträgt jetzt 113 Mitglieder. Anschließend ersolate die Rechnungsablage. Auch die Kassenverhältnisse haben sich sehr zu Gunsten des Vereins entwickelt. Die Einnahmen belaufen sich auf 662 RM., die Ausgaben auf 325 RM., so daß ein Kassenbestand von 336 RM. zu verzeichnen ist. Alsdann erfolgten Bestellungen auf Kunstwaben und Honiggläser und Aufnahme neuer Mitglieder. Nach Austausch von allerlei Jmkerfraaen, wie Bie- nenweide und dergleichen, wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
9JL-$poTt
Kurzstreckenregatta am 14.3uH.
Die Paddiergilde Gießen hielt am Samstagabend eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die der Beschlußfassung über die neue Einheits- satzung des NSRL. galt. Die Satzung wurde ein* stimmig angenommen. Als Gemeinschafts führ er brachte die Versammlung den bisherigen Dereinsführer Dr. ,E. S ch w a r z m a i e r in Vorschlag.
Die diesjährige Kurzstrecken-Kanu-Re- g a 11 a des Bereiches XII (Hessen) des NSRL. tst auf den 14. Juli 1940 festgelegt und ihre Ausrich- tung und Durchführung der Paddlergilde Gießen e. V. übertragen worden.
Der Rudersport an der Lahn.
Der Lahn-Regatta-Verein hielt unter dem Vorsitz des für die Kriegsdauer zum geschäftsführenden Leiter bestellten Ruderkameraden Fr. Levermann, Gießen, (GRG. 1877) int „Hotel Traube" in Weilburg, der Geburtsftätte des alten Lahn-Regatta-Verbandes, eine Sitzung ab. Dazu waren die Vertreter mehrere Lahn-Ruder-Vereine erschienen. Wie der Leiter mitteilte, sind der Vereinsführer P. Brühl vom LRV. 1895 und fein Stellvertreter H. Wegener von der GRG. 1877 feit Kriegsbeginn unter den Fahnen. Er gab den Schriftwechsel bekannt und erinnerte an den Aufruf Hermann Görings zur Metallspende. Es wurde beschlossen, den Beitrag zu senken. Mit Bedauern wurde festgestellt, daß der Uebungsbetrieb an der Lahn während des Winters ruhte.
Bei der Beratung der sportlichen Tätigkeit im Sommer zeigte es sich, daß die Vereine mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden. Nach Angabe der Vereinsführer dürfte im
Sommer mit einer Anzahl von sporttreibenden Mannschaften zu rechnen sein. Insbesondere wird das Jugendrudern auf der Lahn stark gefördert werden. Der Vorsitzende des LRV. hat für Die beste Lahnmannschaft wirtschaftliche Hilfe und Erleichterungen zur Beschickung von Regatten^zugesagt. Aus diesen Erwägungen heraus hat sich die Gießener Ruder-Gesellschaft bereit erklärt, wenn der Ruf des LRV. an sie geht, eine Kriegsregatta auszurichten. Als Termin dürfte die erste Hälfte des Juli in Frage kommen.
Reue Termine
in der Handball-Lahnpokalrunde.
Nach Beendigung der Pslichtspieke hat der Be- zirksfachwart für Handball zur Weiterführung der Lahnpokalrunde aufgerufen. Die Spiele, die bereits am nächsten Sonntaa beginnen, sollen mit dazu beitragen, das Interesse zu heben und jedem aktiven Spieler mehr und mehr Freude am Sport auch während der Kriegszeit zu vermitteln. Nach dem inzwischen zur Ausschreibung gekommenen Plan stehen folgend- Termine fest:
21.4.: Lützellinden — 1900 Gießen, Grüningen gegen Dornholzhausen, Garbenheim — Münchholzhausen, Atzbach — Dutenhofen, Katzenfurt — W- Niedergirmes, Großen-Buseck — Launsbach, Heuchelheim — Mtv. Gießep.
28. 4: 1900 Gießen — Hörnsheim, Hochelheim gegen Lützellinden, Dornholzhausen — Holzheim, Dutenhofen — Garbenheim, Münchholzhausen gegen Atzbach, W.-Niedergirmes — Nauborn, Launsbach gegen Heuchelheim, Mtv. — Großen-Buseck.
2.5.: Hörnsheim — Hochelheim.
5. 5.: Hörnsheim — Lützellinden, Hochelheim gegen
1900 Gießen, Holzheim — Grüningen, Atzbach gegen Garbenheim, Dutenhofen — Münchholzhausen, Nauborn — Katzenfurt, Launsbach — Mtv. Gießen, Großen-Buseck — Heuchelheim.
Die Spiele werden vorerst nur in einer einfachen Runde ausgewogen. Sofern in der Zwischenzeit keine andere Bestimmung ergeht, spielen die Staft felsieger der Vorrunde den Endsieger aus. In diesem Falle müssen Rückspiele nach einem besonderen Plan geleistet werden.
Zugendhandball der Gpvgg.il 900.
Heuchelheim 1. Jgd. — SB. 1900 1. Jgd. 4:17 (0:9).
3um fälligen Spiel um die Bannmeisterschaft trat die 1. Jugend stark ersatzgeschwächt in Heuchelheim an. Mit d-em Wind im Rücken kann der Sturm schon in der ersten Halbzeit 9 Tore vorlegen. In der zweiten Hälfte wollte es zunächst nicht richtig floppen. Heuchelheim erzielte in dieser Schwächeperiode 2 Tore. Es dauerte aber nicht lange bis sich die Mannschaft wieder gefunden hatte. Es gelang, gegen den Wind noch 8 Tore einzusenden. Heuchelheim konnte noch zweimal erfolgreich sein. The Tore warfen: Engel (8)5 Freitag (3), Schuldt (3), Döll (2), Jox (1).
Spiele der Bezirksklasse.
!Daf$enborn-Steinberg I — Sportfreunde Wetzlar I 6:0 (1:0).
Zu einem äußerst spannenden Kampfe kam es am Sonntag auf dem Sportplatz an der Neumühle. Die Gästemannschaft leistete in der ersten Halbzeit hartnäckigen Widerstand, ja, wurden vor dem Tore der Teutonen hie und da recht gefährlich. Doch die Hintermannschaft der Platzmannschaft mit K. Schmandt und dem Urlauber K. Buß vermochte jegliche Erfolge der Wetzlarer zu verhindern. Auf der anderen Seite war es der Gästetorhüter, der als der beste Mann seiner Mannschaft zu bezeichnen war. Einige Minuten vor Seitenwechsel schoß der auf Linksaußen spielende Fett wuchtig auf das Gästetor. Der Torhüter vermochte den harten Schuß lediglich nur abzulenken, Schmitt war zur Stelle und schoß wiederum. Inzwischen waren fünf bis sechs Spieler der Gastmannschaft ins eigene Tor geeilt, und der Ball prallte an de? Menschenmauer ab, kam aber wieder zu Schmitt. Meder ein harter Schuß, die Zuschauer riefen „Tor", dock): wieder abgeprallt! Abermals ein Nachschuß von Schmitt und ... abermals abgeprallt! Doch fein 4. blitzschneller Nach schuß landet zum vielbe jubelten Führungstreffer in der oberen Ecke des Tores.
Bereits in der zweiten Minute der zweiten Halbzeit hieß es 2:0, und zwar durch Schaumburg, der eine Vorlage von Fett verwandelte. Jetzt wurde die Feldüberlegenheit der mit dem Winde spielenden Platzmannschaft immer größer. In höchster Not wehrte kurz vor dem Tore ein Wetzlarer Verteidiger den Ball mit den Händen ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fett mit Sicherheit. Aus einem Gedränge heraus fiel der vierte Treffer. Unermüdlich schuf die Läuferreihe mit Weh rum, Hirz und dem Urlauber Fritsche die Bälle nach vorne, doch die Verteidigung der Gästemannschaft war zu vielbeinig. Fett stellte das Resultat auf 5:0, und Schaumburg brachte kurz vor Spielende noch einen sechsten Treffer an.
Oie Spiele in der Kreisklaffe.
Großen-Buseck I — Garbenleich I 4:1 (2:0).
Die Garbenteicher mußten in Großen-Buseck eine unverdient hohe Niederlage einstecken, denn dem Spielverlauf entsprechend wäre ein knapper Sieg der Platzherren richtiger gewesen. Es war ein harter und spannender Kamps, den sich die Partner lieferten. Die Platzherren hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und konnten durch zwei Tore die Führung an sich reißen. Dann änderte sich das Bild, die Gäste gaben den Ton an und Großen-Buseck wurde vollkommen ein geschnürt. Daß nur ein Tor fiel, war in erster Linie der guten Hintermannschaft zuzuschreiben. Durch unvermutete Durchbrüche schossen die Gastgeber zwei weitere Täre.
Steinbach I — Klein-Linden I 13:2 (5:1).
Die Klein-Lindener mußten sich in Steinbach mit unerwartet hohem Resultat geschlagen bekennen, aber trotzdem zeigten sie ein jederzeit gefälliges Spiel. Körperlich den Gastgebern unterlegen, brachten sie nicht die Energie auf; das Spiel ganz durchzustehen. In der ersten Hälfte kamen die Platzherren zu fünf Toren, denen die Gäste mir eines entgegensetzen konnten. Dann war Steinoach drückend überlegen. Kurz vor Schluß rafften sich die Gäste nochmals auf und erzwangen ein weiteres Tor.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. April. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine nahm einen lebhaften Verlauf. Die gesamte und ausrei- chende Beschickung wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Kälber 25 bis 65 Rpf., Hämmel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,5 bis 55,5 Rpf. je Pfund Lebendgewicht.
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Bekanntmachung.
Regelung der Kondensmilchverteilung für den nächsten Versorgungsabschnitt.
In der nächsten Zuteilungsperiode für Lebensrnittel vom 6. Mai bis 2. Juni werden auf die dann gültigen Nährmittelkarten wieder wahlweise Kon- densmilch, Konserven oder Trockenpflaumen abgegeben, und zwar diesmal an Stelle von 150 g Nährmitteln. Wer hierbei von der Wahl für eine große, bzw. zwei kleine Dosen Kondensmilch Gebrauch machen will, muß dies bis spätestens 18. April seinem Einzelhändler dadurch mitteilen, daß er die zur Zeit gültige Reichsfleischkarte vorlegt. Der Einzelhändler trennt den Abschnitt Fl ab und versieht den Stammabschnitt der Reichsfleischkarte mit seiner Firma, damit sichergestellt ist, daß die Ware später nur dort bezogen wtrd, wo sie bestellt wurde. Der Käufer muß neben der ab 6. Mai gültigen Nährmittelkarte dann die zur Zeit bis 5. Mai gültige Reichsfleischkarte dem Einzelhändler zum Zwecke des Kon- densmilchbezuges vorlcgcn, die also bis dahin auf zuheben ist.__________1928D I
Mnphläecp *on3 D,s 20 v H 8rt,alten s,e bel I I iiuLllidbuU hollen VerüffentlichunQon einer Anzeigei j
Kampf dem Verderb jetzt- erst recht'!
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durch Bermühler-Bücher!
Gießen im Gutenberg-Lahr
Vor 500 Jahren gelang Johann Gutenberg die Erfindung der Buchdruckerkunst. Er vollbrachte damit eine Kulturtat, die der Welt ein neues Gesicht gab. Auch Gießen hat allen Grund, Johann Gutenbergs und seiner unsterblichen Erfindung ehrend zu gedenken, gehört die hessische Universitätsstadt doch zu den Plätzen, die im deutschen Verlagswesen schon frühzeitig eine führende Rolle spiellen.
Die ersten Nachweise über die Bemühungen der Jünger Gutenbergs, Gießen zu einer Druckerstadt zu entwickeln, stammen vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals hat Paul E g e n o l p h in Gießen eine Werkstatt eröff- net. Doch bedeutungsvoller und erfolgreicher waren die Bemühungen, in Gießen einen bodenständigen Buchhandel aufzubauen. Für den Zeitraum 1610—19 verfügen wir über eine Statistik der Bucherscheinungen in Deutschland. » Gießens Produktion an Büchern, Flugschriften und anderen Drucken nahm damals auf der Rangliste, der deutschen Druckerplätze den 8. Platz ein! Wenn auch Gießen diese Stelle im Lauf der Jahrhunderts nicht hat behaupten können, so erfreut sich doch Gießens Druck- und Verlagswesen auch heute noch des besten Rufs. Seit länger als hundert Jahren werden z. B. die Leistungen der Druckerei des Gießener Anzeigers, der Brühlschen Universitatsdruckerei, weit über die Grenzen unserer Stadt hinwts I als mustergültig gewertet. Ihre Druckarbeiten beweisen, daß das Anzeiger-Druckhaus sowohl künstlerisch als auch technisch mit der Zeit geht und hohen Ansprüchen gerecht wird.
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