Ausgabe 
17.4.1940
 
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Durchführung, Siegeschancen gibt, an die man früher nicht zu denken gewagt hätte.

Nach diesem schnellen Schlag, der gegen England durch die Besetzung Norwegens geführt worden ist, werden sich auch für die britische Flotte bittere Er­kenntnisse ergeben. Churchill hat ja im Unterhaus selbst einaestehen müssen, daß es mit der britischen Seeherrschast nicht so bestellt ist, daß sie alle Dinge verhindern kann, die man gern verhindern möchte. Die britische Flotte ist auch nicht mehr so unver­wundbar, wie man sich das wohl gedacht hat. Die Angriffe deutscher Bomber auf britische Kriegs­schiffeZeigen, daß trotz stärkster Gegenwirkung un­sere Flieger große Erfolge erringen konnten, Er­folge, die, wie wir hoffen, eines Tages kriegsent- scheidend sein werden.

Dieser schnelle Schlag gegen England beweist wie­der einmal das grandiose Tempo der deutschen Kriegführung, das die Gegner überhaupt noch nicht begriffen haben. Im neutralen Ausland hat man diese Dinge ehrlich anerkannt und ausgeführt, daß Deutschlands Aktion mit einer Präzision durchge­führt worden sei, die einem Uhrwerk gleiche. Man hat auch anerkennen müssen, daß es sich um her­vorragende General st absarbeit gehan­delt hat, die schnell alles notwendige vorbereitet hatte. Aus diesem Schlag geht aber weiter hervor, daß es uns durchaus möglich war, die Fronten des Krieges in Bewegung zu bringen, wann und wo das von uns inrnrer für notwendig gehalten wurde. Das ist deshalb möglich, well wir das Gesetz des Handelns in der Hand haben, und unsere Initiative läßt dem Gegner nichts anderes übrig als die Ab­wehr. Die Initiative aber kann alle Voraussetzun­gen schaffen, die für den Erfolg möglich sind, wäh­rend die Abwehr wenigstens in ihren Anfängen im­mer improvisieren muß.

Im britischen Unterhaus und in der britischen Öffentlichkeit hat nun eine Diskussion begonnen, mit der man sich über den eigenen Kummer hin» wegtröstet. Es wird nämlich die Behauptung auf- aestellt, daß die deutsche Kriegführung einen gro­ßen strategischen Irrtum begangen habe, als sie die Aktton im Norden unternahm. Nun, wir können vielleicht am besten darstellen, was geleistet worden ist, wenn wir hervorheben, was wir ver­hindern konnten. Wir haben verhindert, daß die brittsche Flotte und die brittsche Luftwaffe sich Stützpunkte in der Nähe des Kattegat verschaffte, fo wie das geplant war.

Die MoskauerJswesttja" hat in dieser Beziehung die Lage besser erkannt, denn sie stellt fest, daß der Uebergang von Narvi-k, Trondheim, Bergen, Jüt­land und der Meerenge zwischen Skagerrak und Dänemark auf deutschen Waffenschutz die Lage in der Nordsee von Grund auf verändert habe. Man tröstet sich nun in England einstweilen damit, daß es vielleicht doch noch gelingen könnte, die deutschen Streitkräfte wieder zu vertreiben. Das ist für die Engländer ein billiger Trost, und zudem glauben die Leute, die von militärischen Dingen etwas verstehen, selbst nicht daran. Jedenfalls hat der englische Militärschriftsteller Liddle Hart fest« oefteilt:Unter modernen Kriegsverhältnissen ver- Dürgt der Besitz von Stützpunkten neun Zehntel der Erfolgsmöglichkeiten. Es ist äußerst schwierig, einen Eingedrungenen, dem es gelungen ist, ferne Positionen zu konsolidieren, wieder aus seinen Stel­lungen hinauszuwerfen."

Wer Art und Anlage dieser deutschen Aktton in Nordeuropa betrachtet, der findet hierin unzweifel­haft die Handschrift des Führers. Das ist die Art, die den Erfolg gewährleistet. (Haufe- w i tz hat das einmal in einem Wort gewissermaßen vorausgeahnt, als er schrieb:Daß der rechte Mann auf dem rechten Fleck steht, ist für das Ganze etwas höchst Wesentliches ... ich kenne eines, das im Kriege nötiger ist als Kunst und Talent und Verstand und alles, daß ist d i e Autorität. Das Verfahren, welches der Befehlshaber zu bestehen hat, ist wahrhaftig nicht aus alten Ordnungen und modrigen Papieren zu entlehnen: er muß original sein, er muß unerhört sein in Rücksicht und Energie!"

Im Marineausschuß des amerikanischen Senats erklärte der Flottenchef Admiral Stark, das Marineministerium werdeangesichts der Ausbrei­tung des Krieges in lleberfee" jede Bemühung un­terstützen, das schwebende Flottenaufrüstungs­programm, das zur Zeit 43 neue Fahrzeuge vorsieht, zu erweitern.

Deutsche Flugzeuge in Oslo.

Der Flugplatz der norwegischen Hauptstadt ist im Besitz unserer Luftwaffe. Vorn deutsche Flugzeuge, im Hintergrund die Rauchschwaden einer kurz zuvor abgeschossenen englischen Maschine.

(PK.-Ruge Scherl-M.)

3m Fluge nach Norwegens Hauptstadt.

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Blick von einem in Norwegen eingesetzten deutschen Flugzeug, das sich auf dem Wege von Aalborg nach Oslo befindet. Tief schneiden die Fjorde in das waldreiche Land ein. (PK.-Lanzinger Scherl-M.)

Jetzt liegt das Boot auf neuem Kurs und richtet sich willig wieder auf. Da ein voraus kreuzendes Dorpostenboot schießt Sternstanale. höchste Ge- fahr!" Der Feind ist gestellt! Wir brausen der Stelle zu, wo er gesichtet wurde. Wasser« bomben! Zwei, vier, sechs, zehn! Schwerfällig plumpsen die mit hochbrisantem Sprengstoff ge­füllten Trommeln über Bord. Alles hält den Atem an. Jetzt geht ein harter Schlag durchs ganze Schiff. Wir spüren, wie das Deck unter unseren Füßen in die Höhe springt.

Dann bricht eine gewaltige Säule aus dem Kiel­wasser, ein Zeugnis für die zerstörende Gewalt, die hier ihre Fesseln gesprengt bat. Zehnmal wie­derholt sich das grandiose Schauspiel. Wo plötz- lich so viel dunkelbraunes Del an die Meeresober­fläche kommt, da hat meistens ein U-Boot feine letzte Fahrt beendet. Sicherheitshalber entnimmt un­ser Ingenieur eine Probe dieses Oeles und stellt durch Emulsionsproben einwandfrei fest, daß es sich um das von englischen U-Booten benutzte Del handelt. Del, wie wir es benutzen, reagiert anders! Artur Zell.

Englands Mittelmeerpolitik.

Die Türkei

gegen Rußland und Italien angesetzt.

Rom, 17. April. (Duropapreß.) Gegen die eng­lische Vormacht im Mittelmeer richtet sich ein Ar­tikel von Virginia G a y d a imGiornale d'Jtalia". Der Hauptzweck der englischen Politik im Mittel­meer", schreibt Gayda,ist der Kampf gegen die Entstehung großer vorherrschender Mächte, die 23er» Hinderung politischer Allianzen außerhalb der briti­schen Kontrolle, die Schaffung von Rivalitäten zwischen den Nationen und die Bestrebung, sich ein­zelne Staaten zu sichern, um sie aegen andere Staaten auszuspielen. Diese Eigenschaften der briti­schen Politik offenbaren sich in allen ihren Haltun­gen gegenüber dem Werke Italiens".

Gayda schildert, wie England abwechselnd zuerst gegen Spanien, dann gegen den Versuch Ruß­lands, die freie Durchfahrt durch die Meerengen zu erhalten, arbeite, weiterhin die Bestrebungen Deutschlands zu verhindern suchte, sich Aus« roege über den Balkan und die Türkei nach Klein­asien zu verschaffen, und schließlich mit der Sank­tionspolitik zum stärksten Schlag gegen Italien ausholte.

Zum Dank für die Unterstützung der Türkei und Rußlands während der Sankttonszeit hat England", so schreibt Gayda,im Vertrag von Montreux die freie Durchfahrt durch die Dardanellen sank­tioniert, jedoch späterhin wieder die Türkei gegen Rußland aufgebracht, obwohl beide Län­der seit 1931 einen Allianzpakt besaßen." Von nun an werde die Türkei in zwei Richtungen von Eng­land angesetzt, einerseits um die Meerengen gegen Rußland zu sperren und andererseits um die Einkreisung Italiens von Dften her zu vervollständigen. Zum Dank hierfür habe die Tür­kei von England einen hohen Sterlingbetrag als Anleihe und von Frankreich die Abtretung des Sandschak Alexandrette erhalten.

'XV

ie ein britisches Ll-Boot versenkt wurde.

Unsere Torpedoboote bewachen das Nordmeer.

PK. Mr Hoden kaum die norwegischen Gewässer hinter uns, da kommt ein Funkspruch auf die Brücke, den eines unserer Aufklärungsflugzeugean alle" gerichtet hat:Im Planguadrat soundso Delspuren gesichtet, vermute U-Boot, greife an!" Auf der Brücke ertönen laute Kommandos, grelle Glocken schlagen in allen Räumen an. Ein Zittern geht durchs Schiff, dicke Rauchschwaden wälzen sich nach achtem, erst weiß, dann schwarz, um gleich darauf ganz zu verschwinden. Wild kurvend fährt unser Torpedoboot durchs Meer, zittemd klettern die Zeiger der Instrumente in die Höhe. Die Mannschaft aber legt die Schwimmwesten an, be­zieht ihre Gefechtsstationen. Alle Augen sind aufs Wasser gerichtet. Der Ausguck ist von allen besetzt, die sich an Deck befinden, wenn es gilt, denSpar- ael" eines U-Bootes auszumachen, der sich so leicht hinter den Wogen verstecken kann. Am schwersten

haben es die, die an den Wasserbomben stehen. Am äußersten Ende des Bootes liegen die gefährlichen Sprengkörper in ihren Gestellen, be­reit, sofort über Bord geworfen zu werden, wenn das U-Boot entdeckt ist. Der Platz, an dem sie lie­gen, ist bei dieser Geschwindigkeit eine Hölle. Dro­hend steigen Berge von weißem Gischt über den Männern auf. Sie haben sich mit Leinen festgebun­den, um der Wucht der aufgewühlten Wassermassen widerstehen zu können. Das Heck des Bootes ist ganz in weißen Schaum getaucht.

Heulend jagen die Turbinen auf die höchste Dreh­zahl. Die Kommandos überstürzen sich.Beide Ma­schinen AK. voraus!"210 Grad."Recht so!"160 Grad."Recht so."Achtung, Schiff dreht steuerbord." Zischend legt sich unser schmales Boot auf die Seite. W"' nicht niet- und nagelfest ist, geht bei diesem Manöver über Bord.

Finnisch-russische Normalisierung.

Moskau, 16. April. (Europapreß.) Der Präsi­dent des Dberften Rates der Sowjetunion, Kali­nin, empfing den neuen finnischen Gesandten in Moskau, Paasikivi. Der finnische Gesandte über­reichte Kalinin sein Beglaubigungsschreiben. In Helsinki wird die Ankunft des russifchen Gesandten für diese Tage erwartet, womit die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach einem Abbruch von mehr als fünf Monaten wieder ausgenommen werden. In finni­schen Regierungskreisen wird mit Befriedigung fest- gestellt, daß die noch in Gang befindlichen Derhand« lungen über Grenz- und Handelsfragen reibungs­los fortgehen und in freundschaftlichem Sinne ge­führt werden. Von den vier Iahresklafsen, die seit Beendigung der finnisch-russischen Feindseligkeiten aus dem Militärdienst entlassen werden sollen, keh­ren am Dienstag zwei weitere Jahres kl assen i n s Zivilleben zurück. Man beabsichtigt, die Demo­bilisierung der finnischen Armee schneller fortschrei­ten zu lassen als in den letzten vier Wochen.

Feuertaufe."

Nachdem in Gießen bereits vor wenigen Wochen das Fllmdvkument vom Polenfeldzug gezeigt wor­den und d-abei ein umfassender Ueberblirf über das gesamte Kampfgeschehen jener bedeutungsvollen 18 Tage zu gewinnen war, rückt uns der neue Film Feuertaufe^ besonders den Einsatz der Luftwaffe im Polenkrieg plastisch vor Augen. Der Film schildert in vielen dokumentarischen Bildern die Be­währung deutschen Fliegergeistes, den die West­mächte mit dem Vertrag von Versailles ein für allemal getilgt zu haben glaubten. Der Film Feuertaufe" ist der lebendigste Beweis dafür, daß der Geist des deutschen Wettkriegsfliegers als Tra­dition und Kernstück von der jungen deutschen Luft­waffe übernommen worden ist und gerade imFeld­zug der 18 Tage" seine Feuerprobe bestanden hat.

Der Film ruft nod) einmal das geschichtliche Ge­schehen jener Septemvertage 1939 in die Erinnerung zurück, während der Polen von der Landkarte Eu­ropas gefegt wurde. Mit welchen Augen betrachtet man die Parade des schwer bewaffneten polnischen Heeres vor seinem Befehlshaber, die Parade eines Heeres, von dem man weiß, daß es in einer so kurzen Zeitspanne seiner völligen Vernichtung ent- gegenging, wie kaum ein anberes Heer der Welt­geschichte! In eindringlicher Deutlichkeit und in Straf­fer Zusammenfassung zeigt der Film, wie sich das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland durch Englands und der Polen Schuld zuspitzte, wie die Polen durch Gewalttätigkeiten das Reich heraus­forderten bis schließlich der Führer den Befehl geben mußte, der Gewalt mit Gewalt entgegenzu- treten und Bomben mit Bomben zu vergetten.

Und dann führt der Film in die Flughäfen und auf die Feldflugplätze unserer deutschen Luftwaffe, läßt uns alle zu Zeugen dessen werden, wie deut­sche Flieger ihre Erfolge vorbereiten in einer fo großartigen und selbstverständlichen Kameradschaft, die schon ein Teil der Voraussetzungen zum Siege ift Man erlebt in einer nicht zu überbietenden Un­mittelbarkeit den ersten Feindflug, die ersten blitz- artigen Aktionen gegen die feindlichen Flughäfen, gegen die Eisenbahnanladen, gegen das Straßen­netz, und gegen die anrückenden polnischen Trup­pen. Man fühlt sich in den Sturzkampfbomber ver­setzt, der sich mit ungeheuerer Geschwindigkeit auf fein Ziel stürzt, man erlebt den Angriff auf die Westerplatte mit, gewinnt einen Ueberblirf über

den Einsatz der Luftwaffe bei der großen Schlacht im Weichselbogen und sieht schließlich den Angriff auf Warschau, jene Stadt, die, durch Hetzer, 23er» blendete und Verbrecher zur Festung gemacht, die ganze Gewalt und Wirksamkeit der verbundenen deutschen Waffen erfahren mußte. Ein Rundflug über Warschau, in vielen Bildern festgehalten, läßt die ganze Katasttophe bewußt werden, die die Ge- wissenlosigkeit der westlichen Plutokraten über eine Millionenstadt heraufbeschworen hat.

Der Film reiht Bilddokument an Bilddokument. Es bedurfte dabei keiner ausgeklügelten Regie. Es brauchte nichts heroisiert, nichts gesteigert, nichts verbrämt zu werden. Der Filmstreifen läßt jegliche Handlung" im filmüblichen Sinne entbehrlich er­scheinen, Denn die Tatsachen, die hier der Kamera, begegneten, verdichteten sich von sich aus und ohne Zutun zu einer so gewaltigen Sprache, wie sie kaum durch Worte, sondern eben nur durch das lebendige Filmbild gesprochen werden kann. Von der Drdnung, Disziplin und Präzision, die aus allen Bildern von deutschen Fliegerhorsten und Feldflug­häfen sprechen, bis zu jenem Chaos, das nach der Schlacht rm Weichselbogen die polnischen Soldaten hinterließen, erfaßt dieser Film alles mit einer Unbestechlichkeit und einem Realismus, der im Zu­schauer eine eindringliche Vorstellung vom Antlitz des modernen Krieges entstehen läßt, ihm aber auch die Macht der deutschen verbundenen Waffen, den Schneid der Luftwaffe, wie den heldenhaften Einsatz der deutschen Truppen überhauvt erkennen läßt. In vielen Bildern findet auch die Selbstsicher­heit, die Ruhe und Entschlossenheit der Soldaten der deutschen Luftwaffe ihren Ausdruck.

Der Film ist entstanden im Zusammenwirken der Kriegsberichter-Kompanien der Luftwaffe, des Sondertrupps Bertram" und der Hauptfilmstelle des Reichsluftfahrtministeriums. Die Aufnahmen wurden ausschließlich unmittelbar während der Kampfhandlungen gemacht. Zahlreiche Kameraden setzten sich dafür ein. Sieben Männer an der Kamera ließen als Soldaten der Luftwaffe ihr Leben für das Vaterland. Das Reichsluftfahrtministerium hatte die Tobis-Filmkunst" mit der Zusammenstellung und der technischen Bearbeitung Des Films betraut.

Die Gießener Bevölkerung hat bereits gestern bewiesen, daß sie die überragende Bedeutung dieses Filmwerkes erkennt. Die Vorstellungen waren stark besucht. In den Abendstunden war der Gloria-Palast

überfüllt. Mit anhaltender Spannung folgte man dem Geschehen auf der Leinwand, Das für uns alle erlebte Geschichte ift, Die unserem Volke nicht zuletzt Durch Diesen Film für Generationen lebenDig er­halten bleiben wirb. H. L. Neuner.

Oie drei Trompeter.

Von Hans Joachim Mütter.

Musik erfreut Des Menschen Herz. Das Dachte auch Die Steffi, als sie am vorigen Sonntag im Englischen Garten faß unD Die Drei Männer neben ihr Platz nahmen. Es waren Männer in besseren Jahren, Die schnautzbärtig unb gutmütig aussahen, unb es waren vor allem Leute, Die Musik mit sich führten. Eine große Trompete trug Der eine an einer. Schnur um Den Hals, unD Die beiDen anDeren hielten zwei kleinere Blasinstrumente in ein Tuch eingeschlagen unD unter Den Arm geklemmt.

Die Männer fingen an, von Stecklingen zu reDen, unD wie alles noch weit zurück sei für Die Jahres» zeit, unD wie man Spalierobst zu binden habe. Die Steffin Dachte Daran, Daß sie schon in Der Schule gern unD laut gesungen hatte, unD Daß es pfunDig wäre, wenn Die Drei Männer hergehen wollten unD ein bisserl blasen. Denn Trompeten schätzte Die Steffi höher als alle anDeren Instru­mente einschließlich Des RaDio. Aber Die Trom­peter machten keine Anstalten.

UnterDes waren ein paar KinDer herbeigelaufen. Die blieben vor Den Männern stehen unD guckten mit offenen MünDern auf Die Trompeten. UnD weil ihre Mütter riefen unD sie nicht vom Fleck brachten, blieben auch sie stehen, unD balD sammelte fick eine Gruppe Volkes um Die Trompeter. Die tagen vergnügt vor sich hin unD falteten Den Kin- Dern Flugzeuge aus Butterbrotpapier, aber Das Blasen fingen sie nicht an. UnD als Das Publikum einen Marfch zu Horen verlangte. Da rebeten ihm Die Männer gütlich zu: Sie fürchteten, Daß ein Wachmann Dazukommen mochte, Denn sie hätten Doch keine Erlaubnis, im Englischen Garten zu blasen. Und sie erhoben sich behutsam und klemm­ten Die Trompeten fester unter den Arm und zer- teilten Den Kreis Der musikhungrigen Münchener unD gingen gemessenen Schrittes von Dannen.

Als Die Steffi eine halbe StunDe später am Teich vorbeikam, sah sie Die Trompeter roieber. Die ftanben ba unb fütterten mit fmnenbem Aus- bruck bie Enten. Ein älterer Herr im tarierten

Ulster rebete eifrig auf sie ein: Sein Bruber habe übermorgen silberne Hochzeit, unb er wolle sie, bie Trompeter, für ein Stäubchen verpflichten. Gerabe Trompeten, bas sei bas richtige, unb auf zwanzig ober breißia Mark käme es ihm nicht an.

Dieses Angebot machte auf bie Drei sichtlichen EinDruck, unD sie überlegten lange hin unD her. Aber Dann kamen sie Doch zu Dem Ergebnis, es ginge nicht, Denn sie hätten vül zu vül zu tun'. Es fei ja gewiß schwer, heute Trompeter aufzu« treiben, aber was sie selber anbeträfe, ja mei, ihnen täte es auch leib, es sei nun mal nicht an- Ders ... UnD sie boten Dem Herrn freunDlichen Gruß unD wanDten sich unb schritten selbstbewußt bcwon.

Um fünf Uhr traf sich bie Steffi mit ihrer Freun- bin Rosel in einer Kaffeewirtschaft. Als bie Rosel im besten Erzählen war, was ber ihrige aus bem Bunker geschrieben habe, ging bie Tür auf, unb her­ein kamen bie brei Trompeter. Sie ließen sich nie« ber, sie labten sich mit Speis unb Trank, aber Musik machten sie auch jetzt noch keine. Am Neben­tisch saßen jeboch Urlauber mit ihren Mäbchen, bie rückten ben Trompetern hart aufs Fell. Sie soll­ten boch net so sein, bittschön, unb sollten einen Hupierten blasen. Unb als bas nichts half, gingen bie hübschesten von ben Mäbchen hin und bettelten um einen Walzer, baß es einen Stein hätte er­weichen können, geschweige benn ein Trompeter­herz. Die brei Männer jeboch sahen fteunblich brein, tranfen munter ihre Maß, schwiegen unb spielten nicht auf.

Die Solbaten gaben keine Ruh unb nannten es ,fab unb ,geschertt, wenn sie nicht spielen täten. Die Männer fingen schließlich an zu schwitzen. Unb ber eine sah auf feine Uhr unb meinte:

Halber fiem is, auf gehtts! Sonst femman mir net mehr z'recht!"

Unb sie erhoben sich eilig unb hätten fast die Trompeten liegen lassen und schritten zum Aus­gang. Einer jebod)#fprang ihnen nach, der schwenkte einen Zehnmarkschein als letzten Versuch unb fragte, wo zum Teufel sie benn hin wollten?

Da brehte sich ber mit ber großen Trompete um unb sprach:

Zur Metall-Sammelstelle, bu Depp!"

Denn bie Trompeten hatte er von einem Onkel geerbt, sie stammten aus bem Kriege 1870/71. Die Drei Männer aber waren ihres Zeichens Bauarbei­ter, unD keiner von ihnen konnte auf der Trom­pete blasen.

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