Mittwoch. 7. April 19^0
Narvik nach wie vor in deutscher Hand
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Die Lage in Norwegen
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^ante Lenr. Kreuzer blieb zunächst mit starker Schlagseite liegen
tonnt: Auch am 15. April sind an keiner Stelle in
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Narvik fort. Lin britisches Flugzeug, das einen Einflug in die Deutsche Bucht versuchte und in der Wesermündung ohne Erfolg Bomben warf, wurde nordostwärts Helgoland im Luftkampf von einem Angehörigen des Jagdgeschwaders Schumacher, das damit seinen 7 0. Luftsieg errang, abgeschossen. Lin anderes britisches Flugzeug ist am Desteingang des Skagerrak durch deutsche Jäger zum Absturz gebracht worden. Lin deutsches Flugzeug ist vom Feindflug nicht zurückgekehrt.
An der Westfront Artillerie- und Spähtrupp- tätigkelt. Im Grenzgebiet hart ostwärts der Mosel in Gegend Spichern und zwischen Pfälzer Wald und Rhein wurden feindliche Stoßtruppunternehmen unter starken Verlusten für den Feind abgewiesen.
ten von deutschen Truppen besetzten Räumen eng- lifdje Landungsversuche unternommen worden. Gellen N a r v i k führten die Briten am Vormittag des 15. April einen erfolglosen Luftangriff lurd). Die Bewegungen starker englischer See- (lreilkrä fte, bei denen auch Transporter fest- liestellt sind, wurden in den Gewässern vor N a r - ti f und vor h a r st a d t bestätigt. Im Raume von Trondheim und Bergen verlief der Tag tubig. Bei mehrfachen britischen Luftangriffen gegen Stavanger wurden zwei Lockhead-Flug-
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Berlin, 17. April. (DRB. Funkspruch.) Englische Seestreitkräfte haben am 16. April abends erneut Stadt und Hafen Narvik beschossen. Eine Landung englischer Truppen wurde jedoch nicht ver- fucht.
SeutscheTruppenanderSrzbahn die schwedische Grenze erreicht.
Berlin, 16. April. (DNB.) Eine Abteilung der in und um Narvik eingesetzten deutschen Truppen hat heute entlang der Lrzbahn von Narvik nach Schweden die schwedische Grenze erreicht. Norwegische Kräfte, die sich dem Vorgehen der deutschen Truppen entgegenstellten, wurden nach kurzem, sür die Norweger verlustreichem Kampfe geworfen. Line Anzahl Ge- fangener blieb in deutscher Hand. 200 norwegische Soldaten wurden über die schwedische Grenze geworfen, wo sie interniert wurden. Am Nachmittag des 15.4. eröffneten englische Zerstörer ein planloses Feuer auf den Hafen von Narvik. Lin La n d un gs versuch im oder in der Rahe des Hafens wurde jedoch angesichts der starken deutschen Abwehr von den Briten nicht unternommen.
inb sank bald darauf. Außerdem wurde ein 5underland-Flugboot vernichtet, das lon den Engländern als fliegendes Schlachtschiff be
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arztes wurde die Kronprinzessin I n g r i d am Dienstag früh gegen 10.10 Uhr von einem gesunden Mädchen entbunden. Kronprinzessin Ingrid, eine geborne Prinzessin von Schweden, heiratete am 24. Mai 1935 den dänischen Kronprinzen Christian Friedrich. Das am Dienstag geborene Mädchen ist das e r ft e Kind dieser Ehe. Der Bevollmächtigte des Reiches, Gesandter Dr. von Renthe-Fink, und der Befehlshaber der deutschen Besatzungstrup« pen in Dänemark, General der Flieger K a u p i s ch . nahmen alsbald Gelegenheit, sich in die Glückwunsch« liste einzutragen, die im kronprinzlichen Palais ausgelegt worden ist.
Disziplin in Dänemark.
Kopenhagen, 16. April. (DNB.) Der bä
ten. So insbesondere die Gewerkschaften und Arbeiterpartei.
Französische Drohungen gegen Schweden.
Wie Oslo besetzt wurde.
Stockholm, 16. April. (DNB.) Der amerikanische Staatsangehörige Francis M c E a ch e n, der aus Oslo hier eingetroffen ist, gab einen Augenzeugenbericht über die deutsche Besetzung der norwegischen Hauptstadt. Der Amerikaner schilderte die Flugkunst der über Oslo erschienenen deutschen Geschwader. Zuerst nahmen die Deutschen den Bahnhof und die öffentlichen Gebäude in Besitz. Auch die Straßenbahnen wurden von ihnen besetzt. Ich sah sehr wenige norwegische Soldaten, Es überraschte mich sehr, als ich norwegische Polizisten sah, die mit deutschen Soldaten,, kurz nach deren Landung aus den Flugzeugen, durch die Straßen marschierten."
ttrben hierbei erbeutet.
Die Kriegsmarine baute in Trondheim, tagen und Stavanger die Sicherung der Höfe" ms und verstärkte den Klistenwachtdienst. Die ll-3oot-Bekämpfung wurde fortgesetzt, so daß die Lprratlonsmöglichkeiten für feindliche U-Boote wei- *tr eingeschränkt worden sind.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung über ki Nordsee und an der norwegischen Westküste bis
Erneute Beschießung von Narvik.
Englische Truppenlandung wurde nicht versucht
wegischen Arbeiter ihre Tätigkeit wieder auf. Die Schulen Oslos werden ab morgen wieder geöffnet. Der Eisenbahnverkehr wird teilweise wieder ausgenommen. Viele sich häufende Aufrufe öffentlicher und privater Organisationen setzen sich für die Zusammenarbeit mit dem deutschen Militär ein, um den Gang des wirtschaftlichen Lebens ungestört aufrecht zu erhal-
zeichnet wird.
Der Wehrmachtsbericht
sm ständig Meldungen über die in diesen Gebieten sichergeslellten Massen und Materialmengen ein. Allein bei der Beute, die beim Auflösen der 1. norwegischen Division angefallen ist, werden heute außer 36 Geschützen noch 25 MG s und 2000 Gewehre erwähnt. Außerdem wird der vorgefundene Vorrat an Munition als besonders hoch angesehen. Vach Kämpfen mit den deutschen Truppen in den Däldern um Kongsvinger, das von den Norwegern geräumt wurde, überschreiten norwegische Soldaten ständig die Grenze nach Schweden, wo sie sofort interniert werden. Line größere Anzahl norwegischer Soldaten ist in Värmland, vor allen Dingen bei der Zollstation Hans, über die schwedische Grenze gegangen.
Die gegen norwegisches Staatsgebiet erfolgten britischen Luftangriffe haben zu einer Verstärkung der deutschen Bodenabwehr geführt. Im Rahmen der planmäßigen Nach- führung von Material und Ergänzungen sind weitere Einheiten leichter und schwerer Flakartillerie eingetroffen ünd in den von deutschen Truppen besetzten Räumen zum Einsatz gelangt. Besonders verstärkt wurde der Flakschuh in Stavanger, Bergen und Trondheim. Der norwegische Rundfunksender Notod - den, der in den letzten Tagen seine deutschfeindlichen Sendungen fortgesetzt hat, ist durch deutsche Kuppen gesprengt worden.
Englischer Kreuzer nach Bombentreffern gesunken.
Berlin, 16. April. (DRB.) Das Oberkommando ier Wehrmacht gibt bekannt: Am 15.4. wurde ein bri t i s ch e r K r e u z e r vor der norwegischen Küste von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen und von schweren Bomben getroffen. Der
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Verbot von Demonstrationen und sagte, daß überhaupt alle Ansammlungen strikt vermieden werden müßten. Im besonderen wandte sich der Minister auch gegen die Weiterverbreitung von Gerüchten, die ernste Folgen haben können.
Wie aus ganz Dänemark gemeldet wurde, wird die Arbeit, der dänischen Polizei und Hilfspolizei als ganz besonders wertvoll bezeichnet. Das ruhige und hilfsbereite Auftreten der dänischen Polizeiformationen wird als wesentliche Hilfsmaßnahme für die deutschen Sicherungsmaßnahmen durchaus anerkannt. Mit ihrek Hilfe macht der Aufbau des passiven Luftschutzes in Dänemark schnelle Fortschritte. Die Bevölkerung zeigt großes Verständnis hierfür, so daß die notwendigen Verdunkelungsmaßnahmen in überraschend kurzer Zeit durchgeführt werden konnten.
Dänische Verwundete
von deutschen Aerzten betreut.
..... 16. April. <DNB.> (PK.) Beim Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark über Flensburg—Pattburg kam es, wie schon berichtet, bei Seegard zu kleinen Gefechtshandlungen, da die dänischen Truppen über die Lage noch nicht unterrichtet waren. Dabei wurden drei dänische Soldaten verwundet und in das deutsche Franziskus-Lazarett in Flensburg gebracht. Der deutsche Divisionskommandeur in Jütland veranlaßte nun in Vereinbarung mit dem jütländischen Divisionskommandeur in Viborg, Generalmajor Essemann, einen Besuch deutscher und dänischer Offiziere am Krankenlager der dänischen Soldaten. Dabei konnten die dänischen Offiziere feststellen, daß ihre Soldaten in vorbildlicher Weise untergebracht waren. Oberstleutnänt Clausen sagte: „Ich bin der Kommandeur der dänischen Truppe, die bei Seegard gegen euch gekämpft hat. Ich bedauere, daß es zwischen uns überhaupt zu einem kurzen Gefecht gekommen ist, aber wir haben ja, genau wie ihr, unsere Pflicht als Soldaten getan." Der dänische Kommandeur sprach dann jedem Verwundeten seine besten Wünsche für eine völlige und baldige Genesung aus. Die drei dänischen Verwundeten wurden nach einer Besprechung mit den deuffchen Aerzten mit einem deutschen Sanitäts- fraftroagen in das dänische Krankenhaus Apenrade überfichrt. Gerhard Schack
Oslo, 16. April. (Europapreß.) 2ld)t Tage nach dem Einbruch der Westmächte in die norwegischen Hoheitsrechte ist das Land noch nicht wieder ganz zur Ruhe gekommen. In planmäßigen Maßnahmen gehen die deutschen Truppen gegen die wenigen noch übrig gebliebenen Widerstandsnester vor. Heer und Luftwaffe werden verstärkt, um alle die unzähligen Punkte und Stellungen zu konsolidieren, die von den deutschen Truppen in den letzten Tagen besetzt worden sind. Jeder Norweger weiß, daß es eine Meisterleistung sein mußte, eine Küstenlinie innerhalb weniger Stunden zu besetzen, der nicht nur 17 300 Inseln und Inselchen vorgelagert sind, sondern die auch selber aus etwa 30 OOO Kilometer Landesgrenze besteht, die gewunden ist, sich in Fjorden verliert, zur See hinausstoßt, um sich dann wieder in gebirgigen Landeinbuchtungen zu verlieren. w
Die Durchführung dieser Aktion hat in Norwegen allgemein überrascht. Die Besetzung von Narvik noch vor den bereits am Sonntagnachmittag ausgelaufenen englischen Transportern wird von norwegischen Militärfachleuten als ein Meisterstück bezeichnet.
Das Ergebnis der Fremdenauskammung in Norwegen hätte nicht nur die geflohene Regierung, sondern auch die wenigen noch kämpfenden norwegischen Truppen über die letzten Einzelheiten der englischen Aufmarschpläne in Norwegen aufklären müssen. Die Zahl der verhafteten englischen Spione wächst. Es handelt sich um Offiziere d e s englischen Geheimdienstes, um einfache Mannschaften, angebliche Erholungsreisende, sogenannte kranke Matrosen, Handelsreisende, Journalisten usw. Ihre Aussagen haben bis ins einzelne die deutschen Voraussagen der letzten Monate beftätigt, nach denen Churchill einen Kriegsplan für Skandinavien ausgearbeitet hatte der verschiedene Länder dieses Nordens an Öen Abgrund des Verderbens hätte bringen muffen, wären die deutschen Operationen nicht zehn Stunden schneller abgeschlossen gewesen als die emgelei- teten englischen Maßnahmen. Daß sich die geflohene Regierung in Anbettacht dieser Umstände nicht zu einer aufrichtigen Haltung bekannt hat, wird in Kreisen, die sich heute mit Aufrufen an das Volk wenden tief bedauert.
Das Leben in der norwegischen Hauptstadt nimmt wieder seinen normalen Verlauf. Auf bem non der deutschen Luftwaffe besetzten Flugplatz For- nebu bei Oslo nahmen die dort beschäftigten nor»
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Nische Justizrninister Unrnack-Larsen richtete in einer Rundfunkansprache einen eindringlichen Appell an das dänische Volk, sich den Notwendigkeiten der neuen Lage anzupassen. Pflichten, die jeder zu erfüllen habe, seien Schweigsamkeit, höfliches und korrektes Auftreten gegenüber den deutschen Besatzungstruppen und genaues Befolgen der behördlichen Anordnungen. Der Minister ließ feinji Zweifel darüber, daß die Polizei Anweisung havk die Einhaltung der verschiedenen Anordnungen wenn nötig mit Schärfe durchzusetzen. In diesem Zusammenhang nannte der Minister vor allem das
Kiruna, 16. April. (Europapreß.) Wie einwandfreie neutrale Berichte erkennen lassen, handelt es sich bei den von England propagandistisch so groß herausgestellten Landungen auf norwegischem Gebiet um folgende Tatsachen: Eine Landung ist wahrscheinlich bei Harstadt erfolgt. Harstadt liegt auf einer Insel, die in der Luftlinie von Narvik ungefähr 70 Kilometer entfernt ist. Narvik und Harstadt werden zunächst durch einen breiten Fjord ge» trennt, der sich zwischen der Insel Hinnöya, auf der Harstadt liegt, und der Halbinsel nordöstlich Narvik hinzieht. Zwischen Narvik und dieser Halbinsel liegt der Fofoten-Fford und der Rompaken-Fjord. Die Halbinsel selbst stellt ein zerklüftetes, zum Teil waldreiches Hochland dar, das an einzelnen Stellen bis über 1000 Meter ansteigt. Die Möglichkeiten für die Bewegung größerer Truppeumengen sind hier außerordentlich gering. Die noch vollkommen winterlichen Temperaturen und die Schneelage machen alle Bewegungen besonders schwierig. Stadt und Hafen Narvik sind auch nach den letzten Meldungen in deutscher Hand.
Rom läßt sich nicht täuschen.
Rom, 17. April. (Europapreß.) In einer Untersuchung über die „Tragweite der Operationen" im Norden gibt ein militärischer Sachverständiger des „Giornale d'Jtalia" der Ansicht Ausdruck, die Expedition der Deutschen nach Norwegen werde einmal in den militärischen Lehrbüchern als vorbildlich hingestellt werden. Sie habe einen großen taktischen Erfolg gezeitigt und habe Deutschland eine ft r a t e g i f d) e Position von hoch - ft er Wichtigkeit verschafft, denn von jetzt ab stünden die englischen Flottenstützpunkte und Flottenarsenale unter ständiger Bedrohung. Die unausbleibliche englisch - französische Gegenwirkung habe trotz der großen Ueberlegenheit der Westmächte Kur See feinen nennensmer»
{Die in der Südost ecke Norwegens operierenden deutschen Truppen machen dauernd Fort- flhritte in der Befriedung dieses Gebietes. Es lau-
Der schnelle Schlag.
Don unserem Wehrmacht-Mitarbeiter.
Daß Schnelligkeit die Möglichkeiten der Kriegführung vermehrt, ist jetzt wieder einmal an dem deutschen Beispiel in Nordeuropa klargeworden. Wer schnell ist, kommt seinem Gegner zuvor, gleich ob es sich um einen Zweikampf von Einzelkämpfern oder um den Zusammenstoß von mehr oder minder großen Heeren handelt. Die lieber- raschung, dieses hervorragende Mittel zuM Siege, setzt Schnelligkeit voraus.. Nur wer schnell ist, kann die Schrecksekunde ausnutzen, die im Kriege genau so ihre Rolle spielt, wie bei friedlichen Gelegenheiten. Schnelligkeit endlich gestattet mehrfaches Verwenden desfelben Verbandes an mehreren Stellen und damit bis zu einem gewissen Grade den Ausgleich ungünstiger Kräfteverhältnisse. Die bekannte physikalische Formel Maß mal Quadrat der Geschwindigkeit läßt sich daher in gewissem Sinne auf die strategischen Verhältnisse anwenden.
Die Besetzung Dänemarks und Norwegens ist in dieser Beziehung ein wirkliches Schulbeispiel, denn bisher wurden in der Weltgeschichte ähnliche Dinge nicht erlebt. Moltke hat früher einmal ausgesprochen, daß eine kriegführende Macht nur dann eine Landung auf einem fremden Territorium versuchen könne, wenn sie mit ihrer Flotte weit überlegen fei. Diese Behauptung hat für frühere Zeiten zweifellos ihre (Sültigfeit gehabt, und Herr Churchill mußte ja bei der englischen Dardanellen-Aktion, für die er persönlich verantwortlich war, den Wert dieses Moltke-Wortes einsehen. Heute aber hat die Kriegführung einen grundlegenden Wandel erfahren, insbesondere find aus dem Zusammenwirken der Luftwaffe mit dem Heer und der Kriegsmarine ganz neue Erkenntnisse erwachsen, die selbstverständlich ihren Niederschlag bei dieser deutschen Aktion gefunden haben. Die Behauptung, daß die kleinere Flotte der größeren immer unterlegen fei, hat sich schon im Weltkrieg als falsch erwiesen. Das klassische Beispiel dafür ist ja die Skagerrakschlacht. Und jetzt hat sich wieder einmal gezeigt, daß das Ueberraschungs- moment, gepaart mit Kühnheit der Idee und der
t e n Erfolg erzielt. Auch der zweite Vorstoß der englisch-französischen Seestreitkräfte fei vergeblich geblieben und dürfte der britischen Admiralität eher Anlaß zu Enttäuschung und Besorgnis gegeben haben, da alle Opfer u m f o n ft gebracht worden feien. Die deutsche Flotte sei unter dringenden und dramatischen Umständen mit wohlüberlegter Kühnheit eingesetzt worden. Die Verluste der Engländer seien schwer. Ueberbies müßten ihre Kriegsschiffe, die aufs höchste beansprucht und durch Fliegerbomben, Torpedos usw. schwer mitgenommen worden seien, in den Arsenalen einer langen Gesundungskur unterzogen werden.
Die verzweifelten und nur aus Prestigegründen unternommenen Versuche Englands, der Weltöffentlichkeit den Schein eines Erfolges vorzutäuschen, haben in Rom, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, nicht den geringsten Eindruck gemacht, da man die Absichten Albions klar durchschaut, und sich nur an Tatsachen hält, Tatsachen, die die italienische Presse in ihren Schlagzeilen unterstreicht, wie „Die deutsche Besetzung Norwegens geht rasch vorwärts und dehnt sich nach Norden hin aus", „Die gigantischen Aufschneidereien Großbritanniens verglichen mit der systematischen deutschen Aktion in Norwegen", „Der norwegische Widerstand zusammengebrochen". Die Hartnäckigkeit, mit der die Engländer ihre Aktion an der Nordküste Norwegens wiederholten, konnten, wie „Tribuna" betont, unter keinen Umständen die Positionen an der Südwestküste bedrohen, die Deutschland nunmehr fest in den Händen habe. In einer Osloer Meldung des „Lavoro Fascista" heißt es, daß englische Soldaten, die als fogenannte Freiwillige für Finnland nach Norwegen gekommen seien, in Wirklichkeit aber bei der vorgesehenen Landung englischer Truppen vom Lande her Hilfe leisten sollten, sich noch in der Umgebung der norwegischen Hauptstadt verborgen hielten und nach und nach von den deutschen Truppen eingefangen würden.
M Jahrgang Nr.yo JBBy & „
Erscheint täglich, außer ▼ W 1,1
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BofH cö eck^l6« g Ftq rü ^*^7'. Lrühlsche AniverfttStrdrvckerel 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen “sät
Brüssel, 16. April. (DNB.) Nach dem deutschen Gegenschlag gegen den, von den Westmächten geplanten Angriff auf Norwegen und Dänemark sucht die französische Presse nach einem neuen Opfer ihrer Kriegsausweitungspolitik. Diesmal fft es Schweden, das gegen feine ureigensten Interessen und im Gegensatz zu seiner diesem Land immer wieder betonten Neutralitätspolitik mit der englisch-französischen „Freundschaft" beglückt werden soll. So erklärt der „Petit Dauphinois", daß die Westmächte in Schweden einbringen müßten, „um die Erzfrage an ihrem Ausgangspunkt zu losen". Im „Drbre" fragt Pertinax, ob Schweden begreifen werde, daß seine Sache und die Sache Norwegens ein- und dieselbe seien. Die Westmächte stünden in Skandinavien er st am Beginn ihrer Aufgabe, und die Rolle Schwedens gewinne daher immer größere Bedeutung. Pertinax fordert dann Schweden auf, Norwegen zu Hilfe zu eilen, er schreibt, schnelle ausländische Hilfe für Norwegen sei notwendig, „um das Vertrauen in den Ausgang des Kampfes in dem Lande zu erhöhen". Die Westmächte hätten die Initiative ergriffen, aber d i e offenbare Gleichgültigkeit Schwedens würde, wenn sie weiter andauere, lähmend wirken. Nicht weniger eindeutig schreibt der Pariser „Matin", ob die Neutralen nun endlich begreifen wollten, „wer Europa retten kann", die „Jndependance" fragt, ob es für die Neutralen nun nicht wirklich an der Zeit fei, sich „a u ch praktisch" auf die Seite der Westmächte zu stellen.
Dänische Prinzessin geboren.
Kopenhagen, 17. April. (Europapreß.) Nach einem Conzmuniquä des königlich dänischen Leib-
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Ifi« II Berlin, 16.April. (DllB.) Das OSw. gibt be- 'ferfl* 11 ...... " — 1 ‘-=~" c*'"'
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