Ausgabe 
17.2.1940
 
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M. 41 Erstes vlatt

Somstag, I?./Sonntag,l8. Zebruar 1940

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Unerhörte Verletzung der norwegischen Neutralität durch englische Geesireitkräste

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Die amerikanische Neutralitätszone.

Das Echo der deutschen Antwort an die amerikanischen Negierungen.

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spiellosen Zynismus die völlige Vernichtung Deutschlands als das Kriegsziel Frankreichs erklärt und damit allen unklaren Vorstellungen, die man sich bisher noch zu den von der Regierung Daladier mit ihrem Krieg gegen Deutschland ver­folgten Zielen machen konnte, ein Ende bereitet. I Ganz deutlich hat Mistler diese Kriegsziele noch mit I der ausdrücklichen Anrufung des Westfälischen Frie- I dens von 1648 gemacht. Der Versailler Vertrag ge- V nügt für die französischen Chauvinisten als Vorbild eines Friedens der Vergewaltigung nicht mehr; sie - greifen auf den Friedensvertrag von Münster zu- r rück, der am Ende des Dreißigjährigen Krieges das

beobachten. DieDe peche de Toulouse", ein in Südfrankreich weit verbreitetes Provinzblatt, das dem radikalsozialistischen Innenminister Albert S a r r a u t zusammen mit seinem Bruder Maurice gehört, hat dieser Tage eine verträumte Betrach­tungVor der Maske Richelieus" veröffentlicht, die in wollüstigen Farben das Werk dieses von Haß gegen das einstige Deutsche Reich erfüllten Staats­mannes schilderte, dieses Werk, das wenige Jahre nach seinem Tode von seinem Nachfolger, dem Kar­dinal Mazarin, mit dem Westfälischen Frieden zu Ende geführt worden ist. Heute wie vor dreihundert Jahren, so heißt es am Schluß des Artikels in der

> Aufnahme Siefeck und

Berlin, 16. Februar. (DNB.) Soeben trifft die Nachricht von einer unerhörten Verletzung der norwegischen Neutralität durch englische Seeslreitkräfle ein. Der deutsche DampferAlt­mark" teilt durch Funkspruch mit, daß der englische ZerstörerI n t r e p i d" versucht hat, inbennor- wegischen hoheitsgewäfsern, 200 Meter vom Lande entfernt, bei ihm längsseit zu gehen, um das Schiff zu kapern. Nur durch das geschickte Ma­növrieren des deutschen Kapitäns und das ent­schlossene Dazwischentreten zweier norwegischer Tor­pedoboote konnte im Augenblick ein brutaler briti­scher Neulralitälsbruch verhindert werden. Der bri­tische Zerstörer blieb weiter auf der Lauer, um seinen Versuch zu wiederholen. Wiederum zeigt sich somit, wie Großbritannien bei jeder sich bietenden Gelegen­heit die Rechte neutraler Staaten mißachtet.

Entartung des Seekrieges.

Am Mittwoch hat Churchill kaltschnäuzig eines seiner großen Verbrechen zugegeben. Ein Labour- Abgeordneter hatte ihn gefragt, ob jedes über die Nordsee fahrende englische Handelsschiff mit Kano­nen versehen sei, und Churchill antwortete darauf prompt:Jawohl, mein Herr!" Natürlich setzte er hi ;u, er habe nicht erwarten können, daß die Deut­schenschutzlose" kleine Schiffe anzugreifen gewagt hätten. Dabei ist es seit Monaten bekannt und durch

Depeche de Toulouse", habe Frankreich sich an die Maximen Richelieus zu halten, die Politik von 1640 habe sich auch im Jahre 1940 für Frankreich nicht geändert.

Für die Herstellung klarer Verhältnisse sind solche Bekenntnisse sicherlich durchaus zu begrüßen. Frank­reich hat die ihm von Deutschland zur Verständi­gung hingestreckte Hand zurückgestoßen. Die Ver­nichtungstendenzen gegenüber Deutschland waren zunächst nur verschleiert. Wenn sie jetzt so offen und so zynisch plakatiert werden, dann kann man dies mitleidig als das Abreagieren einer innerlich längst eingestandenen Ohnmacht zur Kenntnis nehmen. Es ist zugleich aber auch ein Warnungszeichen da­für, was ein Deutschland zu erwarten hätte, das sich die geringste Schwäche gegenüber seinen Geg­nern zuschulden kommen lassen würde.

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Washington, 16. Febr. (Europapreß.) Auf Grund des Wortlauts der deutschen Note an die amerikanischen Regierungen wurde in politischen Kreisen eifrig die deutsche Haltung gegenüber der panamerikanischen Neutralitätszone diskutiert. Don Kreisen, die dem Staatsdepartement nohestehen, wird darauf hingewiesen, daß die deutsche Stellung­nahme keineswegs überraschend sei, dadie franzö­sisch-britische Ablehnung des Neutralitatsgurtels Deutschland geradezu zwingen mußte, eine Haltung einzunehmen, wie sie in der deutschen Note an die Regierung von Panama zum Ausdruck kommt". Darüber hinaus diskutiert man die Frage, wie nachdem die panamerikanische Neutralitätszone von' keiner der kriegführenden Parteien anerkannt worden sei, eine Anerkennung erzwungen werden könne. .. . ,

In Buenos Aires hat die deutsche Antwort­note um so größere Beachtung gefunden, als Ar­gentinien in dieser Frage die Jnittative ergriffen und auf eine Erweiterung der amerikanischen Neu­tralitätszone gedrungen hatte. Die deutsche Antwort­note begegnet in unterrichteten Kreisen als sachlich begründet und geschickt redigiert weitgehendem Ver­ständnis, sie lasse die Tür zu Verhandlungen offen, während die Antwortnote der Westmächte wettere Verhandlungen eher erschwere. Ferner wird die deutsche These als sachlich unangreifbar bezeichnet, wonach der Neuttalitätsgürtel nur im Falle einer absoluten G le ich be Handlung aller Kriegfüh­renden geachtet werden könne. Ferner besteht zwi­schen der deutschen Note und einem Jntermew des argentinischen Außenministers Cantilo Ueberem- stimmung über die Ungerechtigkeit, deutschen Kriegs­schiffen das Befahren der Neutralitatszone zrr ver­bieten, während dies den Kriegsschiffen der West­mächte erlaubt sein soll, wie das die Antwortnote Englands verlangt hatte.

Was sich die Amerikaner gefallen lassen.

N e u y o r k, 17. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Behandlung der Neutralen durch die Engländer wird von Tag zu Tag unverschämter. Trotz der' me- len energischen Proteste der Derermgten Staaten gegen die widerrechtliche Zensur der ameri­kanischen L u f t p o st gehen die Briten letzt m Bermuda sogar dazu über, Le r b e s v r r tat i o - ne n vorzunehmen. Als am Freitag m Baltimore die Passagiere ein nach Europa fliegendes Clipper' Flugzeug bestiegen, drückte man rhrren ^e Abschrift brittscher Zensurbesttmmungen m die Hande, wo­nach alle Fluggäste sich darauf gefaßt machen muß­ten? in Bermuda durchsucht zu werben. Ferner

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Fotografien bewiesen worden, wie nicht nur die eng­lischen Dampfer, die über die Nordsee fahren, son­dern auch in Uebersee liegende englische Fracht­dampfer mit Kanonen bestückt sind, und daß ihre Mannschaften durch die britische Kriegsmarine im Waffendienst ausgebildet werden. Auch die eng­lischen Fischereiflottillen sind als Vorposten nicht nur direkt der Admiralität unterstellt, sondern haben die Aufgabe, deutsche Angriffe zu melden und ab­zuwehren. Wenn trotzdem Chamberlain und Chur­chill der Welt einzureden versuchten, die deutsche unmenschliche" Kriegführung richte sich gegen harmlose Fischer", sei alsoMord", dann muß man über so viel englische Heuchelei um so mehr erstaunt sein, als selbst der König wiederholt ge­ruhte, gerade diese Fischer auszuzeichnen, die von ihrenharmlosen" Booten aus die deutschen See­kriegskräfte beschossen hatten. Abgesehen aber von dieser typisch englischen Heuchelei ist es geradezu ein Verbrechen, wenn private Handelsschiffe mit Waffen gegen eine feindliche Macht bestückt werden. Diese Waffen machen einen Handelsdampfer gegen jedes Völkerrecht zum Bestandteil der bewaffneten Macht. Wenn Deutschland diese bewaffneten Han­delsdampfer versenkt, dann schreit England, wir Deutschen hätten ftiedliche Privatpersonen und ihr Eigentum vernichtet, obgleich wir nichts anderes tun, als was jeder Kriegführende in diesem Falle tun würde: denjenigen zu vernichten, der sich ihm mit der Waffe in der Hand entgegenstellt.

hat. In Kairo hat der englische Dominionministev Eden eine Besprechung mit General Weygand gehabt, die offenbar den weiteren Plänen der West­mächte im nahen Orient gegolten hat. Bei dieser? Gelegenheit begrüßte der Minister Eden die Söhne Neuseelands mit hochklingenden Worten, wobei die Phrase nicht fehlte, daß sie berufen seien,für die Freiheit der kleinen Völker" zu kchnpfen. Eine solche Rede auf dem Boden Aegyptens, das seit Jahrzehnten einen leiden­schaftlichen Kampf um feine nationale Unabhängig­keit führt, ist eine naive Dreistigkeit. Die Aegypter wissen ein Lied davon zu singen, welche Opfer dieser Kampf von ihnen schon gefordert hat und in wel­chem Ausmaß ihr eigenes Land zu einem Aus­beutungsobjekt der britischen Plutokratte geworden ist. Die Neuseeländer wissen das wahrscheinlich nicht, denn sie wohnen fern von Europa und feinen Wasserstraßen, sie rühmen sich zudem, englischer zu sein als die Engländer in der Heimat selbst. Auf die Dauer wird aber auch den Truppen Neusee­lands die Ahnung darüber aufdämmern, daß sie mit schönen Phrasen veranlaßt worden sind, für eine schlechte Sache zu kämpfen.

Der Prozeß Auschnit in Bukarest.

Jüdischrr Handlanger der britischen Plutotratie.

B u k a r e st, 17. Febr. (Europapreß.) Am Frei­tagmittag begann in Bukarest der Prozeß gegen den früheren rumänischen Industrie- und Finanz- Magnaten Max Auschnit. Er ist der betrügen- scheu Geschäftsführung, der Urkundenfälschung und fortgesetzter Vergehen gegen die Devisengesetze an­geklagt. Als Sohn eines jüdischen Eisenhändlers in Galatz hatte Max Auschnit zusammen mit feinem Bruder Edgar, der inzwischen ins Ausland geflüch­tet ist, es verstanden, unter Ausnützung eng­lischer Geschäftsverbindungen,in wem- gen Jahren über die rumänischen Rüstungs­werke Reschitza zum allgewaltigen Beherrscher der Wehrindustrie und der Finanzen Rumäniens zu werden. Es gab kaum eine große rumänische Gesellschaft von Bedeutung, in deren Aufsichtsrat nicht einer der Auschnits vertreten war. Die Haupt- sorge Ausckits hat aber in erster Linie der Erhöhung seiner persönlichen Macht durch komplizierte und undurchsichtige Finanzttansaktionen gegylten, durch die die rumänische Wehrindustrie ausländischen, vor allem englischen Einflüssen (Vickers) ausgeliefert wurde. Auf der Höhe seiner Macht hatte Auschnit im Ausland Holding-Gesellschaften gegründet, vor allem dieCepi" in Monaco, mit der Absicht, den größten Teil seines Vermögens ins Ausland zu verschieben. Dies ist ihm auch zu einem gewissen Teil gelungen. Als er im Begriff stand, ins Ausland zu gehen, wurde ihm aber der Paß abgenommen und das Verfahren gegen ihn eingeleitet.

Radikalsozialistisches Bekenntnis zu Richelieu

- Von unserem fl-Korrespondenien.

Gegen die Abschälung Europas.

Zuerst drei Tatbestände:

L Die Ostmark wird im März 1938 rückgeglie­dert. Sofort ergehen die Weisungen, das Wasser- traßennetz Rhein Main Don am für die Erfordernisse des neuen politisch-territorialen Zustandes umzustellen.

II. Im Oktober 1938 und im März 1939 wird diel tschechoslowakische Frage endgültig gelöst Sofort wird der Bau eines Oder Donau Kanals grundsätzlich beschlossen, für den seit 1725 andauernd Zeichnungen und Pläne hergestellt wur­den, ohne daß es jemals zu einer Verwirklichung gekommen wäre.

III. Im Herbst 1939 wird die Herrlichkeit der p o l- n i s ch e n Kriegsgewinnler von 1918/20 liquidiert. Vorhandene Eisenbahnen, Straßen und Wasserwege werden auf die Derkehrsnotwendigkeiten der neuen Verhältnisse umgestellt: die Vollendung des Adolf- Hitler-Kanals gibt Anlaß, auch an die Verbindung mit der oberen Weichsel und darüber hinaus mit den Zuflüssen des Schwarzen Meeres zu denken. Während bisher nur zwei Uebergänge für beit Warenverkehr zwischen Polen und Sowjetrußland geöffnet waren, werden jetzt dreizehn Uebergänge geöffnet. Das alte, wenn auch unzulängliche Kanal­system zwischen dem Dnjepr und der Weichsel wird von beiden Seiten wieder hergestellt.

Der Verkehr bindet große Einheiten zusammen, Die Engländer haben wohl gemerkt, was sich hier tut. Schon vor Jahresfrist brachte dieTimes" einen ausführlichen Artikel, der die fundamentale Tatsache einer Verbindung des Schwarzen Meeres mit der Oft- und Nordsee herausstellte ... einer Verbindung, die durch Zentraleuropa geht und außerhalb des Schutzbereiches englischer Kanonen liegt.

Und nun bitten wir den Leser, einen Augenblick den gewichtigen Tatbestand ins Auge zu fassen, daß die Geschichte Europas für ihn selbst, ohne daß er sich dessen voll bewußt wird, immer zuerst eine Ge­schichte des nordwesteuropäischen Küstensaumes bis etwa zur Elbe hin ist. Was sonst etwa zwischen 1500 und heute in Europa geschehen ist, liegt am Rande der üblichen Schulweisheit. Man kann dis Probe aufs Exempel auch anders herum machen: Man braucht etwa nur von Hamburg nach Bayern zu fahren. Der Lebenszuschnitt ist ein ganz anderer, obwohl Bayern feit der Reichsgründung von 1870/71 eine wunderbare Entwicklung genommen hat. Und wenn wir wiederum um dieselbe Luftlinie, die Ham­burg von Niederbayern trennt, nach Osten gehen»

Brüssel, Februar 1940.

Äm Pariser Marigny-Theater hat der Abgeord­nete Mistler eine Rede über die französischen Kriegsziele gehalten, die in mehr als einer Hin­sicht interessant ist. Zunächst ist Mistler nicht ein beliebiger Abgeordneter, dessen Meinung als be­langlos für den Kurs der französischen Regierungs­politik hingestellt werden könnte. Mistler ist der Dorsitzende des Außenpolitischen Kammer-Ausschus­ses, der zusammen mit dem entsprechenden Aus­schuß des Senats eine wichtige Rolle bei der Be­stimmung der Außen- und der Kriegspolitik der 't. Sodann gehört Mistler der Ra- dikalsozialiftischen Partei an, die die größte bürger­liche Partei Frankreichs ist und die meisten Mit­glieder des gegenwärtigen Kabinetts, vor allem den Ministerpräsidenten Daladier selbst, gestellt hat.

Mistler hat nun in seiner Rede mit einem bei-

Deutsche Reich zerstückelte.

Was an dieser Entwicklung zunächst festgehalten werden muß, das ist die scheinbare Wandlung, die siefürdie Rad ikalsoziali st ische Partei, die anscheinend so friedliche Partei der kleinen Leute und Rentenbesitzer, der Durchschnittsfran- zosen , bedeutet. Die Radikalsozialisten galten früher, wie man jetzt sieht, z u Unrecht, als die Vertreter gemäßigter Tendenzen in der Außen­politik. Ihre Interessen galten zumeist der Innen­politik, wo in den letzten sieben Jahrzehnten der Kampf um die Trennung von Kirche und Staat, der republikanische Feldzug gegen die letzten Reste royalistischer Tendenzen und der Kampf für die Einführung der Einkommensteuer ihr beliebtester Tummelplatz waren. Aber man hat dabei über­setzen, daß die Radikalsozialisten sich schon von jeher als die geistigen Erben der Revolution von 1789 und des kampflustigen Jakobinertums be­trachtet haben, das mit feinem ideologischen Feld­zug für die sogenanntenMenschenrechte" zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert Europa in eine Pe­riode fünfundzwanzigjähriger Kriege gestürzt hat. Der Radikalsozialismus hat in einer durchaus klem- bürgerlichen Auffassung diese vorwiegend gegen Deutschland gerichteten Tendenzen auch nach dem siebziger Krieg im Zeichen der Revanche-Idee ge­pflegt. Damals starrte er nach dem Wort ferner politischen Gegnernach dem Vogesenloch' und be­reitete sich in den achtziger Jahren mit dem von ihm großgezüchteten Boulanger-Rummel, der dann kläglich scheiterte, eine unsterbliche Blamage, lieber die Revanche-Idee schien Frankreich zu jener Seit mit der von Ferry geförderten, vom Radrkalsozia-

I lismus heftig bekämpften kolonialen Ausdehnung ! hinwegzukommen. Aber das war ein Trugschluß.

Wenn der Radikalsozialismus letzt se'n Jako­binertum wieder hervorkehrt und zum Wortführer des Ultra-Chauvinismus wird, dann ist neben der ruhmredig beanspruchten Fortführung des kriege­rischen Jakobinertums vor allem die unheilvolle Verflechtung der Daladier-Partei mit dem inter­nationalen Freimaurer tum und dem Ju­dentum dafür verantwortlich zu machens- Beson­ders in der Zeit nach dem Münchener Abkommen vom September 1938 haben die internationalen Kriegstreiber ihre Minen gegen Deutschland m Frankreich eifrig und, wie man gesehen hat m i Erfolg ausgelegt. Der Umstand, daß em radikal- sozialistischer Abgeordneter wie Mistler letzt auf den unheilvollen Geist Richelieus und Mazanns Suruck- greift und in seiner Angst vor der kommenden Ent­wicklung sich in den Mantel des Westfälischen Frie I densvertrages verkriechen möchte, deckt sich mrt einer auch sonst beim Radikalsozialismus festzustellenden | Erscheinung Dieselben Leute, die sich als die gel I ftigim Erben der revolutionären 3°k°bmer und Konigsmörder ausgeben, nehmen gelegent ich wenn es ihnen nützlich erscheint, auch«ungeniert F

I feen Traditionen des französischen Ko n l tz t u m I in Anspruch, Clemenceau noch ha, einst de, I Ausspruch getan:Die Revolution "t em Block 1 und er meinte damit, dafe er V.

Konigsmörder niemals Mit der Sache der Roy listen und ihrem geistigen Besitz paktieren wur . Die heutigen Radikalsozialisten machen es Mbe quemer und haben keine Skrupel, B i der E,n leitung der chundertfünfz,giahr-Fe,-rn für die Re, votution hat der Kammerpräsident H

Frühjahr 1939 in Versailles A^°St,dl«Republlr nehme auch die Errungenschaften des Königtums für sich in Anspruch, Der Sprung, den M,stier ,es- zum Westfälischen Frieden zuruck getan> Hat, s1 'm Grunde nicht so überraschend Es 'st aufe Form für das vom Freimaurertumund Weltzud n tum erträumte Ueber-Versmlles, für Das«* gefällige Draperie sucht Da man nach uns Kriegs Monaten feststellen muß. daß drAllnerren m i Waffen niemals Deutschland schlag snbantafie man sich in feinen Fiebertraumen an der Phantasie eines zerstückelten, wehrlosen und g

gen handelt, kann man an anderen Symp

wurden sie gewarnt, versiegelte Briefe, Photo­graphien oder Dokumente mitzunehmen. Die Durch­suchung würde ungeachtet der Staatsan­gehörigkeit erfolgen. Unter den Passagieren be­fand sich auch der Kommandant der Luftwaffe der amerikanischen Bundesarmee.

Deutsches Dementi.

Keine deutschen Truppen­zusammenziehungen gegen Schweden.

Berlin, 16. Febr. (DNB.) Die berüchtigte Pariser LügenzeitungOeuvre" behauptet am 6. 2 es werde aus Stockholm gemeldet, daß Deutschland in den Ostseegebieten gegenüber Schweden Truppen- und Kriegsmaterial zusam- menziehe. Größere Einheiten seien von Bremen und Hamburg durch den Kieler Kanal nach p o m - rner sch en Häfen gebracht worden. Von neu­tralen Beobachtern wisse man, tzgß die deutsche Luftwaffe Angriffspläne in Richtung des Sund studiere.

Hierzu wird amtlich festgestellt: Da es sich bei demOeuvre" um eine Zeitung handelt, die be­kanntlich seit langem unter den englischen und fran­zösischen Blättern den Rekord für Lügen inne t)at, sind auch diese Meldungen selbstverständlich von AnfangbiszuEndefrei erfundenund erlogen. Die Tendenzen solcher sich immer wie­derholender Schwindelmanöver, durch die England und Frankreich zwischen Deutschland und den nor­dischen Staaten Mißtrauen säen wollen, um ihre eigenen Pläne der Kriegsausweitung und der Unruhestiftung in Europa zu verschleiern, ist klar und eine deutliche Warnung an die Neu­tralen.

Neuseeland soll helfen.

Die englischen Zeitungen melden mit Befriedi­gung, daß das erste Äontigent freiwilliger Truppen aus Neuseeland eingetroffen fei, um am Krieg teilzunehmen. Allerdings wurde dieser Trans­port nicht nach Europa gebracht, um am Westwall eingesetzt zu werden, sondern er landete zunächst in Ssiez auf dem Boden Aegyptens. Offenbar sollen die neuseeländischen und australischen Truppen spa­ter zu der vielbesprochenen Orient-Armee des fran- zösischen Generals Weyqond treten, die noch immer in der Aufstellung begriffen ist. Noch immer ist das Problem ungeklärt, wie diese Armee von Syrien aus gegen das Schwarze Meer aktiv vorgehen könnte, wenn die Türkei an ihrer Neutralität fest­halten will, wie sie es in letzter Zeit öfters betont

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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