Mittwoch, 17. Zanuar MV
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
r. 14 Zweites Blatt
Mentet der hungernden Vögel!
sich als geschmackvoller Sänger des Brudertoaskes^
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dramatischem Akzent erhebt, ° mutz man meReÄter war als Dr. Falke der sich durch da- rächende Freund d°- Ses°n^°n^nd ge-
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stehen des Wiener Gemüts. Selbst noch vorzufm- iun / - . Jx u r ft war ein recht „kecker" zu machen, dende Trivialitäten des Textes läßt Strauß ver- ^banb. $ von jmnKr mehr wachsen- aber verfolp
geffen, er adelt sie und hebt so das Ganze genial in t)e5 Spieles und Schmiegsamkeit allen Seiten
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Licht-Zorn — entschlossen mit der scharsen Schirmspche bewies I durchbohrte.
Der Fußballspieler.
Don Werner (Schumann.
Die Betriebssichrer haben nach Abschiutz des K°-1 ÄU>5 erhalt-
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Diesen Stoff konnte Johann Strauß ganz aus den Erleben des Tänzerischen heraus gestalten und den Tanz zum stilbildenden Moment erheben. Obwohl prickelnd, hält sich die „Fledermaus" frei von dem Satirischen, Bissigen der damaligen Pariser Operette. Menschliche Schwächen werden wohl ausgedeckt, aber man belächelt sie mit herzlichem Verstehen des Wiener Gemüts. Selbst noch vorzusm- dende Trivialitäten des Textes läßt Strauß ver-
lenderjahres 1939 für alle in dessen »erlauf bei | ihnen beschäftigten Gefolgschaftsmitglieder Belege über die einbehaltenen Steuerabzüge auszufert'.gen. Die hierfür in Betracht kommenden Steuerkarten, sowie Lohn- und Wehrsteuerüberweisungsblätter sind bis zum 15. Februar 1940, die Lohnzettel für Arbeitnehmer mit über 8000 RM. (früher 8400 RM.) Bruttobezügen bis zum 31. Januar 1940 an das zuständige Finanzamt einzusenden
Bei der Ausschreibung sind die neuen Anordnum gen des Reichsfinanzministers vor allem hinsichtlich der besonderen Eintragung des Kriegszuschlages sorgfältig zu beachten. Bei der Kirchensteuer, die nach den Eintragungen auf der Steuerkarte von den Kirchengemeinden errechnet wird, darf {pater nur die Lohnsteuer, nicht auch der Kriegszuschlag oder die Wehrsteuer berücksichtigt werden. Im einzelnen ist nach dem Runderlaß des Reichsfinanzministers vom 5. Dezember 1939 folgendes zu be=
Akt war eine schwungvolle Steigerung bis zum äberschäumenden Champagnertaumel des Finale Der S)örer ließ sich willig bannen und wurde immer mehr erfaßt von dem, was von der Buhne aus-
Jm Anschluß an diese Uebertegungen wurden die Hauptprobleme des wehrwirtschaftlichen Ausbaues der deutschen Volkswirtschaft nach 1933 einer eingehenden Betrachtung unterzogen und gezeigt, zu welchen Grundmahnahmen der Führer durch die handelspolitischen Störungsmaßnahmen Englands in der Form eines mehr oder weniger versteckten Handelskrieges gezwungen wurde.
Die wehrwirtschaftliche Vorbereitung erhalt erst ihren Sinn durch das, was sie für einen möglichen
achten.
Die (Eintragungen auf den Steuerfaden.
über 8000 R7N.
Für Gefolgschaftsmitglieder, deren Jahresarbeitslohn 1939 den Betrag von 8000 RM. überstiegen hat — diese Grenze gilt erstmals für 1939 (früher: 8400 RM.) — sind besondere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar den Finanzämtern einzureichen, in deren Bezirk die betreffenden Gefolgschaftsmitglieder wohnen. Aus den Vordrucken sind anzugeben: Art und Höhe der Bezüge, sowie die Höhe der einbehaltenen Beträge an Lohnsteuer. Kriegszuschlag und gegebenenfalls
Hauptprobleme der Kriegswirtschaft
Oer zweite wehrwiffenschastliche Vortrag der Universität.
Wie der Eröffnungsvortrag am vorigen Donnerstag, so war auch der zweite Abend in der Reihe der wehrwissenschafllichen Vorträge unserer Universität am gestrigen Dienstag wiederum ein eindrucksvoller Beweis für das starke Echo, das diese Veranstaltung gefunden hat. Wieder war der Große Hörsaal bis zum letzten Platze besetzt, und auch diesmal mußten sich zahlreiche Besucher mtt einem Stehplatz begnügen. Die große Hörerschaft setzte sich aus zahlreichen Angehörigen der Partei mit Kreisleiter Backhaus an der Spitze, vielen Offizieren, Unteroffizieren und Männern der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes, einer großen Anzahl von Studenten und Studentinnen, owie vielen Volksgenossen aus der Gießener Bevölkerung zusammen.
Professor Or. Witteke
Dorn, taumelt, fuchtelt hilflos mit dem Schirm hol sich dann aber wieder in der Gewalt und strebt der nächsten Bank zu, um den Schock zu überwinden.
Dies alles beobachtet anaespannt der Uebeltäter, noch immer feixend und offenbar unfähig, sich klar zu machen, was er der Greisin angetan hat. Jetzt aber verfolgt er staunend wie sich die Alte nach allen Seiten wendet, wie sie plötzlich den Lall entdeckt und ihn — in einem Anfall von höchstem
Ein Knall — ein Schrei der Entrüstung! Muf Den Angriff folgte der Gegenangriff. Das alte Mütterchen, noch an allen Gliedern zitternd, sinkt nun erschöpft auf die Dank nieder, während der Bengel mit verbissener Miene den klägttchen Le^etzen aufhebt, der einmal ein schöner, praller Fußball und die Zierde seines Geburtstagstisches gewesen ^Es giftet ihn, der bösen Alten noch eins auszu- wischen, Rachegefühle quellen in ihm auf. Doch schon meldet sich die Angst vor den Erklärungen, die er seinen Eltern abzugeben hatte, die Angst vor der väterlichen Strafe. Und in seiner Hilflosigkeit findet er keinen anderen Ausweg, als zu weinen. Die dicken Jungenstränen fallen auf den-Fetzen m feiner
(inmal so jung!"
Gegen Abend an solchen Sommertagen kommt (ine Frau mit ihrem bleichen Jungen. Er liegt m linem Wägelchen auf Gummirädern, seine Finger -nd fast durchsichtig, seine Augen wirken unnatürlich :roß er kann nicht sprechen, er stammelt nur, und ianchmal zeigt er in die rosafarbenen Wolken, ganz 'iiitzückt. Unermüdlich antwortet die Mutter auf die tragen, die sie schon tausendmal geduldig beantwortet hat. Der Junge ist gelähmt von Kindheit an. 3enn ein erster kühler Wind geht, fährt die Frau f)ren Sohn nach Hause.
Später kommen die Liebenden, sie bleiben langer, L[g die Frauen, die sich ermüdet einen Augenblick fcbßn und in den grünen wuchernden Wallgraben würfen Sie haben es nicht eilig, nichts wartet auf ie, sie haben sich und sie blicken nur sich selber an. Staunend, als wäre es zum erstenmal, sehen sie m Ben Augen des anderen das eigene Bild —
Auch sie sind verschollen im Winter Verschollen, wie alle Schwüre und Seufzer, Tranen und Dor- -Dürfe, wie die Buben im Dusch, die alten Frauen, Die von ihrer Kindheit nichts mehr wissen, ver- chwunden, wie die Mutter und ihr sonnenhungriger Sohn. Der Winter hat sie vertrieben. Aber sie werden wiederkehren, unter denselben Bäumen und anderen Wolken und manchmal auch mit anderen Gesichtern. r-
Nehmt Rücksicht bei der Bestellung des Arztes.
Da eine -rotze Anzahl von Aerzten zum Heeresdienst eingezogen ist, muh die ärztliche Betreuung ider Zivilbevölkerung von einer geringen Anzahl der honst tätigen Aerzte wahrgenommen werden. Es wird darum nochmals dringend an die Volksgenossen appelliert, die Bestellung des Arztes zu Hausbesuchen möglichst vormittags vor 9 Uhr au,UP geben, damit der Arzt in der Lage ist, feinen De- fuchsgang zweckmäßig und rationell zu gestalten. Dies ist nicht nur deswegen erforderlich, bannt Die erhöhte Arbeitslast des einzelnen Arztes bewältigt werden kann, sondern auch deswegen, weil mit den vorhandenen Benzinvorrüten sparsam umgegangen werden muß. Wer diese Notwendigkeit nicht berücksichtigt sondern unbedacht seine Bestellung nicht rechtzeitig abgibt oder den Arzt unnötig rüst, schädigt damit seine anderen Volksgenossen und gefährdet unter Umständen ihre rechtzeitige und ordnungsgemäße ärztliche Versorgung.
OivuiuriiHvcii uuffuf «ir“, --- • . ; m —
fähiger älterer Herr, ausdrucksplastisch m der Pantomime. Anneliese Garbe in der Hosenrolle des »ringen Orlofsky, exaltiert und uherfatfigt, enttvik- teste mannigfaltige darstellerische ihrem Lieb gab sie sich mit WE-* Echtheit, Dm vertrottelten Gerichtsdiener Frosch stattete Harry G r ü n e t e mit eigenen humorvollen Zu gen aus.
In das zweite Finale reihte sich eine Tanz einige (Polka) „Anno 1880" ein mit Thea, Maaß und Harry Grüneke als gewandte Dortanzer und der Tanzgruppe, die fast elektrisierend aus die Zuschauer sich auswirkte. Alle übrigen Mitspieler halfen zu ihrem Teil mit bestem Gelingen an dieser überaus mitreißenden Aufführung, die den Hörer zu stürmischen Bei fall shuldf gun gen heraus forderte.
Dr. Hermann Hering.
In den Ende 1939 im Besitz des Detnebsfuhrers befindlichen Steuerkarten find auf der jro eiten Seite unter Lohnsteuer- und Wehr- fteuerbefd)einigungen für das Kalenderjahr 1939" zunächst die. Zeitdauer der Beschäftigung in 1939 (Sp. 1, 2), sowie die Gesamtsumme des m dieser Zeit ausgezahlten Bruttolohns emschl. der Sachbezüge (Sp. 3) einzutragen. Dabei sind alle Lohnzahlungszeiträume zu berücksichtigen, die im Kalenderjahr 1939 geendet haben, also z. B. auch die Lohnwoche vom 31. 12. 38 bis 6. 1. 39, nicht aber die Lohnwoche vom 30. 12. 39 bis 5. 1. 40. In Spalte 4 ist bei wehrsteuerfreien Arbeitnehmern neben dem vorgedruckten Buchstaben a die einbehaltene Lohnsteuer einzutragen, neben b ein waagerechter Strich zu machen; ist bei ihnen K r i e gs- zuschlag einbehalten worden (bei Monatsgehältern von 235 RM. oder darüber, bei Wochenlohnen ab 54,50 RM ), so ist unter b handschriftlich ein c hinzuzusetzen und die Hohe des Kriegszuschlages neben diesem c einzutragen. Bei wehrsteuerfreien Arbeitnehmern mit Bezügen von nicht mehr als 78 RM. monatlich oder 18 RM. wöchentlich genügen in den Spalten 3 und 4 einfache schräge Striche.
Am Schluß der zweiten Seite der Steuerkarte sind dem Vordruck entsprechend die Merk m a l e der Steuerkarte 1940 einzutragen; diese Eintragung unterbleibt wenn eine Steuerkarte 1940 Nicht torliegt (z. B. bei Ausscheiden des Arbe.weh- mers aus der Stellung am 1. Januar 1940). Nach Vornahme dieser Eintragungen ist die Steuerkarte 1939 an das Finanzamt einzusenden, bas auf der Vorderseite der Steuerkarte 1940 ausgedruckt ist, bei Nichtvorlage der Steuerkarte 1940 an das auf der Steuerkarte 1939 angegebene Finanzamt.
Besondere Lohn- und Wehrsteuerüberweisungs-
schneidiger Lebemann mit Beweglichkeit und Sie. gessicherheit, ein Schwerenöter, der seine weibenden stimmlichen Reize mit schönem glanzvollen Singen 1 ' , . -ain romt Perser
Wehrsteuer. Die Lohnzettel können auch an bte Stelle der hier entbehrlichen Lohn- und Wehrsteuer- descheinigungen. auf die 2. Seite der Steuerkarte g e« klebt werden.
Verlängerung der Frist für die Einsendung der Vordrucke.
Die am 15. Februar 1940 ablaufende Frist für die Einsendung der Lohn- und Wehrsteuerbelege kann von dem Finanzamt nur in besonderen Ratten verlängert werden, wenn die Einhaltung der uri|t nur schwer möglich ist. Arbeitnehmer, die ihre Steuerkarte 1 939 selbst in Besitz Haden, z.B. weil sie zur Wehrmacht einberufen sind oder Ende 1939 in keinem Dienstverhältnis tehen, haben ihre Steuerkarte 1939 dem Finanz- amt ihres Wohnortes einzusenden. Dabei haben sie ihre Wohnung am 10. 10. 1939 und, falls sie eins Steuerkarte für 1940 erhalten haben auch die Behörde genau anzugeben, die die Steuerkarte 1940 ausgeschrieben hat.
Aus -er Stadt Gießen.
Einsame Lank im Winter.
Der Mond ist wie eine silberne, abgewetzte Hmernsichel; silbern aus Fleiß. Es ist die zehnte Dendstunde. Der Schnee seufzt unter meinen Irib ten, wie jene rotbraunen Gummipuppen seufzten, tee'einstmals Mode waren. Sie quäkten, wenn man jfnen auf den Bauch drückte, aus einem bledjernen Gläschen auf ihrem Rücken entwich die Luft.
Ich komme an der Bank vorbei, die im Sommer techt umbuscht ist, jetzt aber einsam und schneebedeckt cht. In den Frühlingsnächten ist sie nicht allein, der jetzt sind nur die dünnen, gebogenen Lanzen hr kahlen Zweige um sie. Greift der Wind hinein, irren sie fast —
Im Sommer sitzen nachmittags alte Frauen da, je schimpfen über Buben, die sich im Gebüsch brumbalgen, verbotenerweise natürlich; aber macht V sonst etwa Spaß? Manchmal gesellt sich ein alter ftann zu den Frauen, und mitunter ist er, o WuM J»r sogar milder als die Frauen in der Beurteilung
vom Institut für Wirtschaftswissenschaft unserer Universität sprach in einstündigem und sehr aufschlußreichen Vortrag über das Thema „$) a u p t- Probleme der Kriegswirtschaft . Auf der Grundlage eines Vergleichs zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Lage um 1870 und 1914 legte der Redner zunächst dar, unter welchen historisch-politischen Bedingungen die Wirtschaft iw Kriege zu einem Problem der „Kriegswirtschaft
wird. Es wurde dabei die Frage erörtert, inwieweit man 1914 die Notwendigkeit einer Wehrwirtschaft- lieben Vorbereitung des Krieges geschen hat, und wie sich die Verhältnisse im Hinblick hierauf 1933 grundlegend geändert Hoden. Bei der Erörterung dieser Frage wurde die Einstellung Bismarcks gewürdigt und die Auffassung Schlieffens kritisch be-
br Jugend. Vielleicht hat er selber einst tn man» oem Gebüsch sich gebalgt. Dann lächelt er, fern Hart zittert, die Gedanken hinter der gelben, zer- hitterten Stirn denken: „Noch einmal, ach, noch
Gießener Gtadttheaier.
Johann Ttrantz: „Die Fledermaus".
Als der junge Johann Strauß mit feinen ersten Walzern an die Oesfentlichkeit trat, da ließen sich Stimmen vernehmen, er möge doch lieber bei Der Polka bleiben. Und als der inzwischen anerkannte „Walze rkönig" sich der Operette zuwandte glaubte man, ihm durchaus nicht überall beipflichten zu können. Und doch, schon sein drittes Werk dieser Gattung wurde zum vorbildlichen Markstein m Der Geschichte der leichten Musik, zur unbestrittenen
Königin der Operette". Als die „Fledermaus am 5. April 1874 die Erstaufführung erlebte, da war der Erfolg nicht so durchschlagend, wie wir ihn nach der heutigen Wertgeltung des Werkes vermuten mochten. Nach 16 Aufführungen verschwand sie vom Spielplan, während andere, weniger wertvolle Operetten es zu langen Folgen von Aufführungen brachten Neben ablehnenden Steuerungen findet sich auch das Urteil: „Wir wollen seine Operette nicht in den Himmel heben, sondern hübsch auf Ei^en bleiben, daß der Mann nicht übermütig wird". Erst die stürmische Anerkennung, die die „Fledermaus" in Berlin fand, wirkte auf das urteil der Wiener zurück und von nun an war sie das
Eine alte, gelbgesichtige Dame schnurrt mit sichtigen Schrittchen durch den Park, die Neige des Sommers ausjutoften. Mit Andacht s-nietzt st- chre kleinen Augen blinzeln vor Behagen. Welche Selig- feit, atmen und sich bewegen zu können! An den naben Blätterfall denkt sie nicht — den furchtet sie.
Da schreckt die Greisin, die bei jedem Wetter einen Regenschirm mitführt, Lärm von Kadern auf. Em Rudel Jungen jagt hinter einem Fußball her. „Tor. Tor'" schreien sie in Erwartung des entscheidenden Schusses. Doch schon setzt ein achtjähriger Knirps mit pfiffigem Gesicht den rechten Fuß auf den Ball dreht sich lachend zu seinen Kurn^nen um und kräht laut: „Jetzt mal aufaepaßt ..! Und schießt nn nächsten Augenblick den Ball statt ins montierte Tor
Werk der Operettenbühne.
Din französisches Vaudeville „Reveillon", das vom Theater an der Wien angekauft worden war, gelangte nicht zur Aufführung. Dafür wurde es von bewährten Bühnenfachleuten C. Haffner und besonders aber dem nicht unbekannten Dperettentom« p an i ft en Richard Genee, der besonderen opurfinn für die Eigenheiten des Walzerkönigs bewies, umgearbeitet. Es erstand so ein Buch, das in feiner bewegten Handlung nach Musik verlangte und die Gelegenheit und Möglichkeit für diese organisch aus dem Geschehen herauswachsen ließ und nicht absichtlich für die Einschaltung von Musikstücken in der sonst meist üblichen Weise zugeschnitten war.
strahlte.
Voran Eva Eckert als „Rosalinde" von vor- nehmem Reiz und frauenhafter Wurde, überzeugend in ihrer überlegenden Gestaltung, temperamentvoll sich mit schöner gesanglicher Lime entfaltend, lumjil im Czardas mit rassiger Mut und großem Feuer Mit perlender Koloratur führte sich Ly Br u j a (B als „Adele" ein, erfüllt von ßebensubermut
«SS«?
lichen Vordrucken sind die gleichen Angaben wie sonst auf den Steuerkarten zu machen, nur brauchen, da die Steuerkarte 1940 regelmäßig nicht vor- liegen wird, bei Angaben hierüber nicht aemacht zu werden. Die ausgefüllten Vordrucke sind daher auch stets an das für die Betriebsstätte des Arbeitgebers zuständige Finanzamt' einzusendem
Die Ausstellung der Lohnzettel bei Bezügen
Krieg und seine wirtschaftliche Durchführung zu leisten vermag. Diese Ueberlegung führte zu der Kriegswirtschaft im engeren Sinne. Es wurde dar- gestellt, welche Hauptaufgaben der Kriegswirtschaft ich aus der politischen Notwendigkeit einerseits und der Logik Der wirtschaftlichen Dinge anderseits ergeben: Bedarfsumstellung, Produkttonslenkung, Kriegsfinanzierung und Kriegswirtschaftsorgamsa- tl°®enn England glaube, Deutschland zwar militärisch und politisch nicht besiegen zu tonnen wohl ober mit Den wirtschaftlichen Waffen, so müsse auf Grund einer weitgehend vorbereiteten, konstruktiv aufgebauten und straff gegliederten deutschen Kriegs- wirtschaft gesagt werden, daß auch auf diesem Gebiet England zu spät komme.
Den mit großem Interesse lauschenden Hörern wurde durch diesen Dorttag ein Einblick in die Zusammenhänge der verschiedenen wirtschaftlichen Probleme und Aufgaben, Die Der Krieg zwangsläufig gestellt hat, gegeben und ihnen dadurch diS UrteilsbilDung über manche Fragen Der Gegenwart erleichtert. Starker Beifall brachte dem Vortragen- Den Den Dank Der Hörer für seine fesselnden Darlegungen zum Ausdruck.
Dornotizen.
arbeitung Höhepunkte, die über den Rahmen der Gattung hinaus berechtigte Geltung forDern. Fast al* ein Gegenstück Der Beckmesser-Pantomime aus Dem dritten Akt von Richard Wagners Meister- fingern" möchte man die melodramatische Szene des Gefängnisdirektors bei feiner Heimkehr am Mor-
Tageskalender für Mittwoch.
Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Die Fieder- maus". — Gloria-Palast, Seltersweg: „War tanzen um die Welt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Opernball". — Oberhessischer Kunstverem: 17 bw 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.
Stadttheater Gießen.
Heute erste Wiederholung Der Johann-Sttchch- Operette „Die FleDermaus". Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Harry Gruneke, Chöre Richard Bveck, Tänze Thea Maaß. 16. Vorstellung der Mittwoch-Miete.
Rodelbahnen in den Anlagen.
Das Winterwetter läßt die Kinder, Die einen Ro* delschlitten besitzen, nicht in Der Stube bletben. So- I weit sie noch nicht in Der Schule sind, machen sie
blätter.
Besondere Lohn- und Wehrsteuerüberweisungsblätter sind nur auszuschreiben, wenn Der Arbeit- geber für im Kalenderjahr 1939 bet chm beschäftigt gewesene Arbeitnehmer die Lohn- und Wehrsteuerbescheinigungen auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1939 beider Entlass u ng — viel- leicht versehentlich - nicht aus geschrieben bat oder Ende 1939 nicht ausfullen kann 3. W weil ihm die S t - u e r k a r t e 1 9 3 9 des Arbeitnehmers infolge seiner Einberufung zur Wehrmacht nicht vorliegt. Für wehrsteuerfreie Arbeitnehmer mit Arbeitslohn von nicht mehr als 78 RM. monatlich oder 18 RM. wöchentlich brauchen keine Ueberwel-
Oie Einsendung der Lohn- und Wehrsteuer-elege Fristablauf am -IS. Februar -1940. - Oie gesonderte Eintragung des Kriegszuschlages.
Don Or. W. Bickerich, Serlin.
schmutzigen Hand. - ,
Klopft bei der alten Dame insgeheim der Dogei
Erinnerung an? Durch Die halbgeschlossenen LiDer sieht sie wieder ihr eigenes Kind 'N Tranen aus- gelöst weil man ihm einmal einen Ball stahl, sie erinnert sich auch ihrer Enkelkinder und all ihrer Streiche und Händel. Reue nagt an ihrem mutter- lichen Herzen, und mit hoher, gleichsam abbittenöer Stimme ruft sie auch schon herüber: „Jungchen, Jungchen..." und „Komm doch einmal her zu mir!" Erst horcht der kleine Fußballspieler unalau- big auf. Doch der Tonfall Der Stimme ist starker als sein schluchzender Grimm. Er gehorcht t-hr, er setzt sich zögernd in Bewegung, und steht endlich m verlegenem, eher gespielten Trotz vor Der grau, um willig seine verschmutzten Bubenhande in Die trockenen Der Greisin zu legen.
Mit angehaltenem Atem verfolgen d,e ftameraDen in einiger Entfernung Die unwahrscheinliche twme. Wird sie ihn zur Rechenschaft ziehen? Und der »all^ Viele Fragen schwirren Durch ihre Kopfe, was aber wirklich sich begitst, errät niemand. .
In dem Blick, mit dem sich Das ungleick>e Paar betrachtet, in Der warm aufftromenDen Gute, Die Die stumpfen Augen Der Greisin sekundenlang erleuchtet liegt Das Geheimnis Dieser stummen Zwiesprache eines alten und eines jungen Her^s beschlossen. Beide bereuen und haben Den Wunsch, °r in b« Kreis feiner Spiest fameraDen zuruckkehrt, erklärt zwar selbstbewußt, daß ihm ein neuer, noch schönerer Fußball verspro chen worden sei. Er wirft sich 'N Die Brust und möchte nicht zeigen, wie Das kleine Erlebms ihn verwandelte. Er sah in Die Augen einer alten Frau, er sah in ihrem trüben Grau etwas Ergreifendes schimmern, und er weiß von Stund an daß er mit jenem wohlgezielten Schuß allem sich selbst gettof- I ^Cs°sttmmt schon, daß der Menschen Bälle in deq t Gotter Hand fin&
gen ansehen.
Die Ouvertüre als geistige Zusammenfassung Des Werkes wurde in ihrer schwungvollen, pointierten Art Die Basis für das kommende Geschehen. Das Orchester folgte willig und lieh Die unsterblichen Weisen unter Der Führung von Heinz M a r k - warbt frisch und unmittelbar aufleuchten Im Verein mit Dem Chor (Richard B o e ck) entfaltete sfch Wiener Schwung und Musikseligkeit.
In sprühendem Leben ließ Harry Grüneke die Handlung auf Der Drehbühne s'ch «brollen m ihren von Karl Löffler mit vielem Bedacht aus- gestalteten Einzelsituattonen, fein Bemühen um Die Ausprägung Des Darstellenfchen ließ ihn besonders die Kräfte des Schauspiels nut heranz.iehen, ob- wohl in musikalischer Hinsicht Der e!T^au Opernkräfte erwünscht nahegelegen hatte. Der zweite ~ . r a........ — f f a n 1 ÄH III


