Arana will ihnen in Tunis Pässe verschaffen. Nichts fei leichter als das. Sie mußten sich nur für eine Nationalität entschließen. Er Mage oie Bereinigten Staaten vor, da Sle beide ausgezeichnet engnfd) sprächen. Mr. Miller und Mr. Walker, das feien zwei Namen von internationalem und unverfänglichem Klang. Auch einen Beruf mügten sie wählen, etwa Maschinenschlosser oder Werftarbeiter. Nun, sie hätten ja Zeit genug, jich noch die einzelnen Punkte zu überlegen, die die Pässe enthalten müßten. Sie hätten diese ja nur von Genua bis in die Schweiz nötig, wo die deutsche Gesandtschaft schon alles für sie in Ordnung bringen würde. Auf der Sch.ffsliste führe er sie erst von Tunis ab, und zwar als zugestiegene Passagiere, die er mit nach Italien nehme, was ihm von seiner Reederei erlaubt sei.
Da zufällig Viktors und Solterbecks Blicke gleichzeitig nach rückwärts schweifen, fragt jetzt der Kapitän: „Na, wären Sie am Ende dahinten nicht doch besser aufgehoben gewesen als in Deutschland?" Er nickt nach Bastia, hin, das bereits verschwunden ist.
Obwohl die Frage scherzhaft gemeint ist, antwortet Viktor ernst: „Herr Kapitän, wir haben noch nichts vom Krieg gesehen. Glauben Sie, daß es für einen Offizier ein angenehmes Gefühl ist, nach dem Krieg heimzukommen und am Stammtisch zuzuhören, was die anderen erlebt und durchgemacht haben? Waren Sie auch an der Westfront? wird man gefragt. Nein, muß man sagen. Oder im Osten? Nem, antwortet man. Auf dem Balkan bann? Auch nicht. Also italienische Front ? ... Herr Kapitän, bann sitzt man da mit einem dicken Kopf und möchte in das berühmte Mauseloch verschwinden."
„Na", meint Arana gutmütig, „schließlich war doch Ihre Gefangenschaft höhere Gewalt ober wie man das nun nennen soll."
Jetzt fällt Solterbeck auf seine Art tzin: „Eine ganz verdammte höhere Gewalt, Kapitän. Wenn man in die Gefangenschaft gerät wird man mit einem ganz perfluchten Wort begrüßt: Für Sie ist der Krieg zu Ende! Jawohl. Aber ich sage Ihnen, Kapitän, nicht nur der Krieg ist für ben Gefangenen aus. sondern alleq. Dian hört einfach auf Mensch zu sein. Man ist nur noch ein sogenanntes Rüben- schwein Im Schützengraben ist man ja gewiß auch ein Schwein, aber nur äußerlich. Innerlich ist man
ein ganzer Kerl, man hat eine Ibee, für die man sich jeden Augenblick einsetzen kann und muß. Unt das, Kapitän, ist menschenwürdig."
Arana ist ernst geworden. Er sieht Solterbeä, bann Viktor an. Schließlich sagt er: ,Lch muß Ihnen recht geben. Ich würde als Gefangener wahrscheinlich genau so handeln wie Sie. Aber", setz' er zögernd hinzu, „glauben Sie denn, daß der Einsatz für Ihre Idee auch einen Zweck haben wird «Glauben Sie, daß Deutschland siegen wird?"
„Das hoffen wir", sagt Viktor rasch.
Solterbeck setzt hinzu: „Db es einen Zweck oder einen Sinn hat, danach haben wir nicht zu fragen Darüber müssen vor den kämpfenden Völkern jeweils diejenigen Rechenschaft ablegen, die die Der- antwortung für ben Krieg tragen."
Arana nickt. Nach einer Weile sagt er bedächtig „Sie waren vier Jahre in der Gefangenschaft unh wissen nicht, wie es in Deutschland aussieht, und was Sie nach Ihrer Rückkehr dort erwartet. 34 will Sie gewiß nicht entmutigen. Sie.sinb Männer und verstehen es, sich mit dem Schlimmsten vertrau' zu machen. Drunten in der Messe hängt eine Welt- karte. Da streichen Sie mal alles, was gegen Deutsch» land kämpft, rot an. Sie werden fast alles rot an- streichen müßen. Was übrigbleibt ist ein schwach« Inselchen in einem tobenden Chaos."
Viktor sagt entschieden: „Um so mehr ist es unser» Pflicht, uns denen daheim zur Verfügung 311 stellen."
„Ihre Pflicht, jawohl!" sagt Arana ruhig, und man sieht ihm an, daß er dabei vieles denkt, wat er nicht ausspricht.
Solterbeck will bas Gespräch, bas sich leicht zuspitzen kann, beenben und sagt fröhlich: „(Eapitano, wir wollen uns aus jeden Fall freuen, baß uns der Streich so schön gelungen ist. Jetzt hoffen wir nur, baß uns auf Ihrem schönen Schiff kein unliebsamer Besuch mehr überrascht, und daß uns bas Glüo weiterhin treu bleibt" —
Gewiß, sie haben Glück gehabt, das ist zweisellor richtig. Aber wenn sie ihre Flucht auch nur uff einen Tag verschoben hätten, so wäre sie überslusfi- geworden, und sie hätten den Weg in die Freiyen bequemer haben können.
(Fortsetzung folgt.)
mehr gelb und in feiner Helligkeit so gedämpft sein,! rufung verworfen. Eine Herabsetzung daß es nur zu einer Entfernung von 100 Meter 1 kam nicht in Frage, da die Angeklagte 1 iirkt t- iC* A - X-, ÜfwL.li i. Kl _ Or-L-Ix-H-
zwei Fällen den Bürgermeister und Ge- ismitglieber beleidigt. Der geständige An
in
sichtbar ist.
von Frau Gustel W e i g an b , Moltkestraße 20, mit- geteilt, daß der Hersteller dieser Krippe ihr Ur-Ur- r nn ior Kar Q ö t h t h X n r tvi i i ft n SYi a r t nnm
Eine längere Aussprache fand über die künftige estaltung des Preisschietzens statt, zu der aus der
Gestaltung
Die Tabelle
hat damit folgendes Aussehen:
19 Fortsetzung
(Nachdruck verboten.)
Zockelfahrt. Hatten sie es vier Jahre hinter dem । dos. Auch darüber sprechen sie, daß Viktor und Cr* .r^brabt cwsgehalten, so würben ihnen die zwei I Solterbeck über keinerlei Ausweispapiere verfügen.
„Ach, nun unfc mal nicht, Viktor. Sei froh, daß es uns schon so weit gelungen ist. Die armen Kerle da oben Nee, nicht für einen Berg voll goldener Schlösser möcht' ich noch einmal zurück."
Arana ist von der Brücke herabgekommen und tritt zu ihnen. - Sie unterhalten sich über dies und
alten Weihnachtskrippe, „angefertigt von einem Gießener Bürger 1781" deren Hersteller bisher unbekannt war. Auf diesen Artikel hin wird uns nun
Lchweinemartt in Lich
* Lich, 16. Dez. Auf dem heutigen Schweine- markt waren rund 40 Ferkel aufgetrieben. Ss kosteten 6 Wochen alte Tiere durchschnittlich 25 RU pro Stück. Bei flottem Geschäftsgang wurde btt Markt geräumt.
Amtsgericvt
Der Ioh. H. aus Gladenbach hatte sich wegen
Stt$luajtlingaufKDt|ifo
Koman von Heinz Lorenz-Lambrecht
Eine neue Weltbestleistung in Schwimmen stellte die Rheinländerin An, Kapell (M.-Glabbach) in Düsseldorf auf. schwamm 400-m-Brust in 6:13,2 Minuten ben bis herigen Rekorb hielt bie Hollänberin Jopie Waal berg mit 6:13,7 Minuten.
Mckhate Erholungsfahrt auf dem freien Meer auch nicht mehr weh tun.
Ein Zittern läuft durch den Schiffsleib. Die Maschine hat zu arbeiten begonnen. Auf der Brücke gibt der Kapitän seine Befehle.
„Es geht ab!" sagt Solterbeck.
Langsam rückwärts fahrend manövriert das Scyiff aus dem Hafen, dreht bei und nimmt den Kurs Südsüdost. "Rechter Hand steigt die weiße Stadt am Berghang empor von steilem Gefels überragt. Sehr nah noch gleiten sie an dem Zitadellenberg vorbei, der aus der grünen Uferanlage hinter dem alten Hafen herauswächst. Hell gleißt die Sonne auf den alten Mauern. Die Bastion mit der Kuppel zieht Zuerst vorüber, dann die hohe Wandfläche der Kaserne mit den vier Reihen kleiner Fenster. Dort hinter dem zweiten rechts unten haben sie gestern aus das Dunkelwerden gewartet, und hinter dem dritten von links in der obersten Reihe stehen jetzt zwei Betten leer. Dann kommt noch der dicke fensterlose Halbturm als Abschluß der alten Befestigungsanlage nach links hin, und Bastia, die Zitadelle, der Stacheldraht, liegen hinter ihnen.
Es ist ein sonderbares Gefühl in Viktor und Solterbeck. Sie fühlen sich ganz gewiß frei und leicht, wie neugeboren, und dennoch ist in dieser Stunde etwas wie eine leise Wehmut in ihnen. Viel Erbärmliches und Demütigendes haben sie da oben erlebt, aber gerade deshalb vielleicht haben sie nirgendwo anders das Band der Kameradschaft und der Zusammengehörigkeit stärker und tiefer empfunden. Die Mauern da oben umschließen ein Stück Deutschtum. Aus dem sind sie jetzt herausgerissen worden — das ist es, was ihrer gehobenen Freude ben Stempel her Nachdenklichkeit aufbrückt.
Solterbeck gibt sich einen Ruck: „Das war einmal!" sagt er sehr entschieden und wendet seinen Blick nach vorn.
„Wir sind schon einmal auf einem neutralen Schiff geklappt worden", bemerkt Viktor.
anvkr-»»
Mitte der Kameraden gute Anregungen gegeben wurden. Sodann gab Kreisschießwart Merlau das Ergebnis des Ehrennadelschiehens bekannt und betonte, daß die Kameradschaft ehern. 116c? bei diesem Ehrenschießen im ganzen Gau an erster Stelle steht. Folgende Kameraden konnten auf Grund ihrer Schießleistungen mit der silbernen Ehren, nabel des Reichskrieaerbundes ausgezeichnet werden. Kern (162Ringe), Appel (141 Ringe), Bill (131 Ringe), Reitz (112 Ringe), mit der bronzenen Ehrennadel die Kameraden Sänger, Muhl, Koch, Biedenkapp, Korell, Götz, Pfeifer, Gerbig, ©lagern und Bechtold. Der Kreisschießwart beglückwünschte die ausgezeichneten Kameraden im Namen des Reichskriegerbundes und der Gauführung des NS.-Reichskriegerbundes und versprach, alle an diesem Abend aus der Mitte der Kameraden gegebenen Anregungen für die fernere Gestaltung der Preisschießen der Gauführung zu unterbreiten und die hier und da noch bestehenden Mängel nach Möglichkeit abzustellen.
Nach dem dienstlichen Teil des Appells blieben die alten Soldaten noch lange in echter Kameradschaft beisammen.
7.
Es ist einige Stunden später. Die Sonne ist aus dem Meer gestiegen, ihre Strahlen fallen noch sehr schräg, und Häuser, Schiffe und Menschen werfen noch lange Schatten. Die „Guardian" macht sich zum Auslaufen fertig. Gestern hat sie einige Hundert Kisten Din de Cap Corse ausgenommen — eine Proforma-Bestellung, eine Bestellung, die auf Umwegen zu Lasten der Firma Solterbeck in Hamburg geht.
Viktor und Solterbeck stehen, durch den obersten Kajütsauibau gedeckt, auf dem Freideck. Sie dürfen es noch nicht wagen, sich offen zu zeiaen, aber die Ausfahrt müssen sie nun doch miterleben.
In der Nacht haben sie noch eine Stunde mit dem Kapitän geplaudert^ Er hat ihnen erzählt, wie ihnen der Superkargo, wie er ben Vertreter der deutschen Firma in Barcelona nennt, ben Vorschlag gemacht habe, Bastia anzulau'en unb bort zwei Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Die Geschichte habe ihm imponiert, und er sei sehr begierig gewesen, ob sie gelänge Sicher wurde das Vorhaben für Arana durch ein gutes Stück Geld so schmackhaft unb „imponierend" gemacht.
Als sich Solterbeck nach der Route des Schiffes erkundigte, erfuhren er und Viktor eine kleine Enttäuschung. Das Schiff mußte nämlich an der nord- afrikanischen Küste noch eine ganze Reihe von Häfen anlaufen, ehe es bie Rückfahrt antrat. Man würde kaum vor zwei Monaten nach Genua kommen, wo Solterbeck aussteigqn will. Es hatte nicht viel Sinn, bis p"ch Spanien mitzufahren, wo man wieder wie auf einer Insel sitzen würde, wenn aych auf einer neutralen. Don Genua aus dagegen war es nur noch ein Katzensprung bis in die Schweiz, ryohin ihnen Sollerbecks Verwandte helfen mußten. Und einmal in der Schweiz, waren sie auch in Deutschland. Schließlich sanden sie sich in di" langsame
großoater, der Weißbinderrneister Petri vorn Asterweg gewesen war. Die Kripve sei weit über hundert Jahre in der Fama.e a /bewahrt moroen,
, , , . . „ -s- Grünberg, 14. Dez. Am Freitagabend
Diebstahls zu verantworten. Er hatte im August fand in der Turnhalle die vierte Veranstaltung des
Eugen Gö^gel (Stuttgart) gewann in W roangen bie württembergische Zehnkampfmeistev schäft im Turnen mit 196,8 Punkten vor Wsischedü (Stuttgart) und Strobel (Hüttlingen), die je 192,4 Punkte erreichten. Göggel wurde außerdem Eiiv zelmeister am Reck, am Querpferd unb im Boden turnen; Weischedel siegte am Barren unb an Längspferd.
। der Strafe! hatte sich megen Beleidigung zu verantworten. Er die Angeklagte trotz des Be-! hatte ™ k— n>'3------*,**k
icheids des Arbeitsamts die Arbeitsstelle verlassen meinderatsmitglieder beleidigi „ .
i x A . s , hatte. Es wurde aber auch von einer Erhöhung geklagte wurde zu Geldstrafen von 100 und 150,
^erperneuer ocr Strippe Kyt peiunnt. der Strafe abgesehen, da die minderjährige Ange- zusammen 250 RM., verurteilt. Mit Rücksicht auf
In unserem Bericht „Holzmodel und Krippe" klagte unter dem Einfluß ihres Vaters stand, der , bas Alter, die Unbestraftheit unb das tapfere herüber einen Besuch im Oberhessischen Museum in 'hr aufgegeben hatte, bie Arbeitsstelle zu verlassen, halten bes Angeklagten im Weltkrieg sah bas Ge-
Gießen („Gießener Anzeige? Ni. 296 vom _____________ ____ richt von einer Freiheitsstrafe ab.
14.,15. Dezember) war auch die Rede von einer
falsch berechnet, der mit Glück noch abgewehrt werben kann, ist die Drangperiode der Bissenberger endgültig beendet. Nach Halbzeit wird das Spiel vollständig einseitig. Immer und immer wieder scheitert der Gießener Sturm an der massierten Verteidigung der Gäste. Ehmann bleibt es Vorbehalten, durch rechtzeitiges Starten nach innen den Ausgleich zu erzielen. Kurze Zeit später, bringt God- glück durch Verwandlung eines direkten Freistoßes seine Mannschaft in Führung. Nachdem Heß eine Flanke von Hofmann zum schönsten Tor des Tages eingeschossen hat, glaubt niemand mehr an einen Erfolg der Bissenberger. Es kommt jedoch anders. Ein harmloser Angriff der Gäste, der in einem leichten Schuß seinen Abschluß findet, bringt das zweite Tor. lieber den verdutzten Benner springt der Ball ins Tor. Mit dem Schlußpfiff haben die Gießener die Gelegenheit zu einem eindeutigen Sieg versäumt.
ßrfolgre che Lehrarbeit im Hochamt Handball.
Die vom Fachamt Handball durchgeführte Wochenendschulung in Allendorf (Lahn) nahm in allen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf. Nicht mir, daß der weitaus größte Teil der Gemeinschaf, ten Vertreter entsandt hatte (allerdings fiel auch unangenehm auf, daß bekannte Vereine, wie Hochel- heim, Hörnsheim, Mto. Gießen fehlten), der Erfolg ist um deswillen lOOprozenttg zu werten, weil alle Gebiete bis ins kleinste durchgearbeitet werden konnten. Abgesehen davon, daß der Lehrgangsleiter Bereichsschiriobmann Jacob (Kassel) es verstand, in klarer und leicht verständlicher Weise vorzu- gehen, ging das Interesse auch schon aus der über- aus regen Aussprache hervor, die die einzelnen Punkte auslösten. Neben rein organisatorischen Fragen, die Bezirkssachwart Luh (Allendorf a.d. Lahn) behandelte, wurden die Handballregeln grunbleaenb durchgesprochen und an Hand praktischer Beispiele erläutert, die Bestimmungen der umfangreichen Spielordnung ausgelegt und schließ, lich Unklarheiten allgemeiner Natur geklärt. Bei der Fülle des behandelten Stoffes dürfte kaum ein Gebiet, bas als vorbringlich bezeichnet werdet, muß, unbeachtet geblieben fein. Eine besondere Note erhielt der Lehrgang durch die Anwesenheit des langjährigen Bezirksschiriobmannes Becker (Gießen), der erstmalig nach einer schweren Der- wundung im Felde wieder Anteil an der Arbeit des Fachamtes nahm.
Der Sonntag vormittag war ganz der prakttschen Arbeit gewidmet. Auch hier herrschte wieder reger Betrieb, (am Lehrgang nahmen insgesamt 60 Vertreter teil); einzelne Mannschaften waren fast voll- zählig zur Stelle. Aus dem behandelten umfangreichen Stofs seien hervorgehoben: Lehrfolge eines Handballttainings mit prakttschen Deisvielen, praktische Ausschnitte aus einem richtigen Stellungspiel, wie arbeitet eine Angriffs- und Deckungsreihe, unb als Abschluß die Vorführung eines Lehrspieles.
Der oestrige Handballfonntag.
Nachdem infolge Mannschaftsschwierigkeiten bie beiden letzten Spiele der Vorrunde der Bereichs- klasse ausfallen mußten, war das Bild des gestrigen Sonntags beherrscht von dem Lehrgang. Die Punktverzichte, zu denen es erneut kam, lassen er- kennen, wie notwendig die angeortmete kurze Spielpause ist.
Ergebnisse der Bezirksklaffe.
VfB.-Reichsbahn — Bissenberg 3:2
Watzenborn-Steinberg — Burgsolms 2:2 Naunheim — Wetzlar 05 1:5
VfL. Marburg — Luftwaffe: letztere nicht angetr. 1900 — Sportfreunde: letztere nicht angetreten.
Der VfB.-Reichsbahn errang einen verdienten Sieg, wenn auch die Leistungen beider Mannschaften manchen Wunsch offenließen.
Die Steinberger vollbrachten in Burgsolms eine große Leistung; obwohl ersatzgeschwächt, lieferte die Mannschaft ein gutes Spiel und führte 2:0 nach kurzer Zeit. Erst nach Verletzung des Steinberger Tormanns gelang der Ausgleich. Die Punkteteilung ist insofern von Bedeutung, als Steinberg damit den zweiten und Burgsolms ben dritten Platz eroberten.
Die Klippe Naunheim wurde von den Wetzlarern glatt überwunden. Die Wetzlarer Mannschaft konnte einmal mehr ihre derzeitige Hochform beweisen.
Vermischtes.
Schuhe aus Fischhäuten.
Hür ben wichtigen Rohstoff Loder ist vor einiotr Zeit ein vollwertiger Ersatz gefunden worden: oüt Haut von Fischen, vornehmlich der Rotbutteiu Ein findiger dänischer Kapitän namens W Nell«. mofe hat jahrelange Versuche angestellt, bie vo» Erfolg gefrönt waren, und so hat er in Morte aufj Jütland eine aroße Rotbutten-Gerberei errichtet, deren Azeugnisse reißend adgehen unb sogar ihrem Weg ins Ausland fanden. Die begehrte Fischymitt ist vollkommen wasserdicht und läßt sich beliebig färben, so daß sie an Stelle des bisher gebräuchlichen teueren ©ibetfjfen- bzw. KrokoLllleders verwendet werden kann. Hunderte von dänischen Fischern liefern ständig unzählige Rotbuttenhaute an die in Kopenhagen unb Fredericia errichteten Sam» melstellen, von wo aus das wertvolle Material iiu bie Hauptgerberei gesandt wird. Die fast unverwüstliche Fischhaut wird sehr gern zu Kinderschuhen! verarbeitet, unb eine gute Reklame zur Einführung! des neuartigen Schuhartikels war es, daß als Erste- die dänische Kronprinzesfin Ingrid ein solches Paar Schuhe trug.
Äulturfpuren vor dem 3nta-3eUaller in Peru.
Hundert Kilometer von der Stadt Kuzko in: Peru entfernt, im Walbgebiet am linken Ufer desi Flusses Vilcanota, sind Spuren einer Stabt enl deckt worden, bie aus einer vor dem Inka-Zeitalter- liegenden Epoche stammen sollen. Ueberrefte von großen, mit drei Türmen bewehrt gewesenen Gebäuden, die auch durch sonstige große Verteidigungs- anlagen geschützt waren, sind festgestellt worden Der Grundriß der Stabtanlage zeigt im Mittelpunki einen runden Platz und ein Netz von Kanälen, die Brunnen und Zisternen — von denen Spuren auf- gefunden worden sind — mit Wasser gespeist hoben Zum genauen Studium der Stadtanlage ist eim archäologische Expedition ausgerüstet worden.
bis der Onkel von Frau Weigand sie schließlich dem Museum übergeben habe, da sie dort einen besseren Platz fände.
O.-zemder-Appell der alt-n 116er.
- Die Kameradschaft ehern. 116er Gießen hielt am Samstagabend im Kameradschaftsheim „Pfälzer Hof" ihren gut besuchten Dezember-Appell ab. Kameradschaftsführer Bill konnte neben den Mitgliedern auch den Kreisschießwart Merlau begrüßen. Nachdem der Kameradschastsführer verschiedene Angelegenheiten erledigt hatte, gab er bekannt, daß auch zu diesen Weihnachten den im Felde stehenden Kameraden Päckchen gesandt werden konnten.
** Iustizpersonalien. Die Justizpressestelle Darmstadt gibt bekannt: Ernannt wurden (wie von uns früher schon berichtet. Die Schristleitung) Land- gerichtsdircktor Dr. Karl Jacobi, Darmstadt, zum Landgerichtspräsidenten in Gießen; Landgerichtsrat Dr. Wilhelm Kalbfleisch, Gießen, zum Landgerichtsdirektor in Darmstadt; bie Gerichtsassessoren Dr. Erich Heil, Leipzig, zum Amtsgerichtsrat in Gi'ßen, Hans Gr unb in Gießen zum Amtsgerichtsrat in Bensheim, Dr. Walter Sch ne ib e r, Bensheim, zum Landgerichtsrat in Gießen, Aloys Herzing, Frie-dberg, zum Amtsgerichtsrat in Aschaffenburg, Wilhelm Pflügfelder, Laubach, zum Amtsgerichtsrat in Groß-Umstadt, Dr. Alfred Jost, Gießen, zum Amtsgerichtsrat in Friedberg, Theodor Körber, Lauterbach, zum Amtsgerichts, rat in Reinheim.
** „Gegen den Unfug mit Varnamen." Zu diesem 2lrtikel in Nr. 294 des „Gießener Anzeigers" nom 12 Dezember wird uns mitgereklt, daß der Name „Barbara" keineswegs „die Bärtige" bedeute, auch heiße „bie Bärtige" nicht Barbara, sondern „Barbata". „Barbara" bedeute „bie Richt-Griechin, bie Fremde".
cDtraffammer Gieheu
Ein Mädchen in Oppershofen war durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg vom 30. Juli zu einer Geldstrafe von 150 RM. verurteilt worden. Sie mar beschuldigt, im September v. I. in Friedberg ihr Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes gekündigt und ihren Arbeitsplatz vor rechtmäßiger Lösung des Arb^tsv^rhält- njsses aufgegeben zu haben. Geyen das Urteil hatte die Angeklagte Berufung eingelegt. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde dse Be-
Nach dem Ergebnis zu urteilen, könnte man annehmen, daß fast gleichwertige Mannschaften um öen Sieg gerungen hätten. Dies war jedoch nicht der Fall. Fast die gesamte zweite Halbzeit spielte nur eine Mannschaft, und bas war bie Gießener. Die Gründe für das knappe Resultat sind mehrere. Die Gießener fanden sich einmal mit dem harten Boden schlechter zurecht, zum anderen hatten sie in der Mannschaft zwei glatte Versager. Hinzu kam die Unsicherheit des Gießener Tormanns, die sich nachteilig auf bie ganze Mannschaft auswirkte. Es war daher nicht überraschenb, daß nur zeitweise das Spiel der Gießener lief. Die Bissenberger spiel, ten unkompliziert und nur auf Erfolg eingestellt. Sie stützten sich dabei auf ihre Schnelligkeit und ihr hohes, steiles Spiel. Die besten Leute waren bei b^n Gießenern Lehrmund und Heß, bei den Bissen- bergern der Tormann, der rechte Verteidiger und der Mittelstürmer.
Svielverlauf: Zur allgemeinen Ueberraschung sind die Bissenberger sofort im Bilde. Mit einem raum« greifenden Spiel unter Bevorzung der Außen sind sie anfangs leicht überlegen. Demgegenüber kommt der Gießener Sturm überhaupt nicht ins Spiel. Das hohe Spiel gibt ben Gästen immer wieder Gelegenheit, ihren Vorteil, bie Schnelligkeit, richtig einzusetzen. Trotzdem fällt überraschend das Tor für die Gäste. Der Rechtsaußen war durchgebrochen und gab halbhoch zur Mitte. Den hereinkommenden Ball verfehlten die Innenstürmer, und für den Linksaußen war es eine Leichtigkeit, den falsch- stehenden Tormann zu schlagen. Auf der Gegen- feite verschießt Hofmann zwei klare Torgelegenhei- ten. Als ein Schuß des Linksaußen der Gäste nur die Latte trifft und Benner einen harmlosen Schuß
auf seiner Arbeitsstelle einem Ärbeitskameraden Grünberger geterabenbringes statt, eine Arbeitshose entwendet. Der Angeklagte bestritt Gegeben wurde das Lustspiel „Trockenkursus" von bie Tat; er wurde aber überführt und zu einer Ge- Kurt Bortfeldt, das als Gastspiel der Rhein- fängnisftrafe von zwei Wochen verurteilt. Seine jMainischen Landesbühn<' ,ur Aufführung seitherige Unbestraftheit kam strafmildernd in Be- 1 gelangt. Der Besuch der Veranstaltung war gut. tracht. | Reicher Beifall belohnte die Künstler für ihre Dar-
Der K. W. aus einem Dorfe im Kreise Gießen ! btetungen.
Hessische BereichSmeisterschoster, im Gerätturnen.
Der Bereich XII Hessen im NSRL. führt, wie w- vor einiger Zeit schon kurz mitgeteiÜ haben, feirj Bereichsmeisterschaften im Gerätturnen in Nauheim durch. Die Veranstaltung ist auf 5. Januar 1941 oorverlegt worden. Es werdqk etwa 30 der besten hessischen Turner und lurnö rinnen zu den Wettkämpfen antreten., Die Männ«, turnen in der Reichs- ober in der Bereichsklasß Die Bereichsmeisterschaften bienen gleichzeitig d, Ermittlung ber hessischen Turner und Turnerinne?, die an den im Februar stattfindenden deutschen Qt rätmeisterschaften der Männer unb Frauen teil: nehmen.
Kurze Sportnotizen
Reichssportführer von Tschammri unb Osten, ber gegenwärtig in seiner Eigens»^ als Präsibent ber Deutsch-Italienischen KuliurgeseO schäft in Rom weilt, nahm Gelegenheit, mit ber Präsibenten bes Italienischen Olympischen Komitee, Raffaele Manganiello, und ben Vertretern ber rö mischen Sportpresse über sportliche Fragen zi sprechen.
Verein
Spiele
Gew.
Unentsch.
Verl.
Pkte.
FC. Wetzlar
7
6
0
1
12:2
W.-Steinberg
7
4
1
2
10:4
Burgsolms
7
4
1
2
9:5
Naunheim
6
4
0
2
8:4
VfB.-Reichsbahn
6
3
0
3
6:6
1900
6
3
0
3
6:6
VfL.-Marburg
3
2
0
1
4:2
Bissenberg
3
0
0
3
0:6
Luftwaffe
6
1
0
5
2:10
Sportfr. Wetzlar
5
0
0
5
0:10
VfB.-Reichsbahn
— Bissenberg
3:2.


