Ausgabe 
16.11.1940
 
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General-Anzeiger für Oberhessen

Kietzen. Schutttratze 7-9

VrSdNche UniDtrttiisbriderti K £o*gt

Moskau und der Westen

Berlin, 15. Ugo. (DRB.) Das Oberkommando

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Upen Nordsee ein 5000-BRT.-Schiff ver-

Molotow wieder in Moskau

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tischen Konstellation vorzugaukeln.

Das deutsch-rusti^che Einvernehmen ist durch die Erfahrungen der Geschichte wie durch politische und wirtschaftliche Realitäten der Gegenwart zu gut untermauert, als daß es der Wühlarbeit englischer Maulwürfe gelingen könnte, aus seinem Fundament auch nur einen Stein zu lockern. Der britische Bot- chafter in Moskau, Sir Stafford Cripps, gilt zwar neben seinem Kollegen in Ankara als der wendigste und emsigste aller Diplomaten im Außen­dienst des Foreign Office, aber es war schon vor der Berlin-er Reise Molotows bekannt, daß alle eine Geschäftigke't Herrn Cripps nichts genutzt hat. Im Kreml hat man feine verzweifelten Anstrengun­gen, durch intensive Fühlungnahme mit den russi­schen Regierungsstellen diese aus ihrer Reserve zu locken und zwischen Moskau und London herzlichere

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Der Wehrmachlbericht vom Freitag.

Berliner Besuch

-es spanischen Außenministers.

Berlin. 15.Jtoo. (DBB.) Aus Einladung d» Reichsministers des Auswärtigen wird sich der spanische Außenminister Serrano Suner binnen kurzem zu Besprechungen nach Deutschland begeben-

Moskau, 16. Nou. (DRB. Funkspruch.) Freitag­abend, pünktlich 24 Uhr Ortszeit, traf der Vor­sitzende des Rates der Volkskommissare und Auhen- kommissar Molotow mit seiner Begleitung auf ; dem weißrussischen Bahnhof in Moskau ein. Zum Empfang des Regierungschefs hatte sich von foro- fetrussifcher Seite eine große Anzahl maßgeblicher Persönlichkeiten aus Staat, Partei und Armee eia- gefunden, darunter die stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskom- m i s s a r e Mikojan, Bulgagin, kaganowilsch, Mech- lis, der Kriegskommissar Marschall T i mo­sch en ko, die Volkskommissare sowie die leiten­den Beamten des Außenkommissariats. Ferner waren erschienen sämtliche Angehörige der deut­schen Botschaft mit Gesandten von Tip­pe l s k i r ch an der Spitze sowie.die deutschen Das- fenattaches, der italienische Botschafter Rosso, der 'apanische Botschafter Tatekawa, der chine- fische Botschafter, die Gesandten der Slowa­kei, Rumäniens, Jugoslawiens, Bul­la a r i e n s, die Geschäftsträger Ungarns und I Dänemarks.

Gleichzeitig trafen in Moskau der deutsche Bot­schafter Graf von der Schulenburg und der Ceifer der deutschen Wirtschaftsdelegation, Gesandter Dr. Schnurre, ein, von denen sich der sow- ^etliche Regierunoschef und Außenkommisiar beim Verlagen des Bahnhofes bereich verabschiedete. Vom Bahnhof aus begab sich Molotow direkt in den Kreml. Der deutsche Ehrendienst, der Chef des Vrotokolls, <Marb*er von Dörnberg, der Stabsleiter des Verbindun^sstabes des Stell­vertreters des Führers, ^-Oberiührer Stenger, nnd Kanitäa z. s. s t o e p h a s i u s, der dem rus. ü'chen Regierungschef auch auf feiner Rückkehr das Geleit gegeben batte, batte sich in M a l k i n i a von Molotow und feiner Begleitung verabschiedet.

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Molotow hat beim Derlassen deutschen Reichsge­bietes an den Führer folgendes Telegramm ge­richtet:3m Begriff, die Grenze Deutschlands zu

(M.) ...., 15. Rov. (DNB.) Wir hänaen über dem Kanal zusammen m t dem ganzen Geschwader. Aus anderen Richtungen fl tagen die Maschinen an­derer Kampfverbände an, Hunderte und aber Hunderte. Rach Coventry geht es, dem Zen­trum der englischen Flugzeugrüstungsindustrie. Ihr gilt es heute, den tödlichen, vernichtenden Schlag zu versetzen.

Das Wetter ist günstig.B e st e n s", wie es bei der Staffel heißt. Fast taghell leuchtet die Scheibe des Vollmondes. Sein Licht zeichnet eine breite.

für die Mittagsnummer bidKVJlbr desVormittagS

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Än»ementetl 7 Rvl. le mm bei 22 mm Beilenbrette# Wertteil 50 Nvi. le mm bei 70 mm .Reilenbrcite

Rachiäsie:

Dlederboiung Malstafiel I

Abschlüsse Mengenitafiel 8 Platzvorschrifi (üorberme Verembarung) 25'/» mehr

Riefenbrände lodern über den Trümmern von Coventry

Englands Flugzeugrüstungszentrum in Trümmern.

Von Kriegsberichter Dr. Werner Keller.

do Wehrmacht gibt bekannt:

Trotz starker Behinderung durch heftige Stürme fi cte die Luftwaffe auch am 14. Rovember ihre Aifklärungs- und Angriffsflüge plan­mäßig durch. 500 Kilometer westlich Irland v e r - vchtete ein schweres Kampfflugzeug einen bri- ii'chen Handelsdampfer von 5000 BRT. dlich zwei Bomben, die mittschiffs und achtem

gaßer Wirkung angegriffen.

3n der gleichen Rächt wurde der Vergel- i ngsangri ffaufLondon planmäßig fort- gi etzt. Weitere Angriffsziele waren kriegswichtige Oiekte in Süd- und Mittelengland.

Der Feind versuchte in der Rächt zum 15. Rovem- btr die R ei chshauptstadt mit stärkeren Kräs- 1 toi anzugreifen; der geplante Großangriff s ch e i - litte aber an der durchschlagenden Wirkung der fatartillerie. Rur zwölf englischen Flugzeugen ge­ling es infolgedessen, Berlin zu erreichen. Davon Mtden drei über der Stadt selbst, drei weitere im Urfeld Berlins durch Flakartillerie abgeschofsen. 5: d)9 britische Bombenflugzeuge waren bereits Im Heften kur; nach lleberftiegen der Küste durch Flak- nSillerie abgeschossen worden. Die feindlichen Bom- bin richteten nur geringen Personen- und einigen 8 bäudeschaden an. 3n Hamburg uni) Bre­me n sowie an zwei anderen Stellen in Rorddeutfch- loni) wurden einige Bomben abgeworfen.

Der Gegner verlor im Laufe des 14. Rovember ir.;b in der Rächt zum 15.Rovember 2 0 Flug- liuge, davon 7 im Luftkamof, 12 durch Flak- MNerie und 1 durch Marine-Artillerie. Fünf eigene ? «gzeuge kehrten nicht zurück.

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500 000 hO SDrenOomben auf Lövenich.

Berlin, 15. Nov. (DNB.) Die deutsche ^lft- >v>fse unternahm in der Nacht zum Freitag Mas- leMngriffe auf das britische NüfwnOdntrum der -eadt Coventry. Heber 500 Kampfflugzeuge ^'erflogen die Stadt, und jedes Flugzeug waift über UDO Kilo Bomben ab. Im ganzen wurden über 50 0 000 Kilo Sprengbomben und etwa 30 00 0 Kilo Brandbomben abgeworfen. r,e deutschen Flieger waren von vorteilhaf- I. st e m Wetter begünstigt, konnten ihre Ziele genau erkennen und die Bombenemschlage ve- ° »achten. Die W i r k u n g w a r u n g e h e u e r. In kurzer Zeit standen alle großen und die vielen kliineren Fabriken in Brand und bildeten nach tranigen Stunden ein einziges F l a mmen - Tie e r. Ihr Feuerschein war über 200 Kilometer bts Pim Kanal hin zu sehen.

Dieser Angriff hat eines der wichtigsten Rusüings- ;mtren zerschlagen. Coventry ist di e Stadt der Flugmotorenindustrie. Neben^ mehreren klugzeugzellen-Werken veriugt Coven­try über zahlreiche Flugzeugmotoren. I: b r i t e n. Da in diesem Industriegebiet außer- zahlreicheSch a t t e n w e r k e" für die Luft' rifftungsindustrie vorgesehen waren, wird die 2l5ir- hmg der deutschen Angriffe auf den Drodukttons- ».'sfall von besonderem Umfang sein. Die trmscrussälle in Coventry müssen sich auf zahlreiche

jtmf L 3n höhe von Great parmoulh erhielt ein bi tischet Zerstörer einen schweren Bombentreffer mittschiffs.

Sturzkampfflugzeuge griffen die Funkstation v n Dover an, die drei Volltreffer ferneren Kalibers erhielt.

3m Laufe des Tages kam es trotz der ungün- ftgen Witterung über dem Kanal und Süd-Eng- lab zu einer Reihe von schweren Luft- k tupfen, die für unsere Jäger erfolgreich ver- lifan.

Nach Besserung der Wetterlage konnte die Luft- «cffe in der Rächt zum 15. Rovember als Ver- g-iung für die britischen Angriffe auf München bim Gegner durch einen Großangriff auf be­bauende Rüsiungsziele in Mittelengland einen «L-ßer ordentlich schweren Schlag Dec­ken. Besonders heftig und erfolgreich war dabei bir rollende Angriff starker Kampfverbände der Sneralfeldmarschälle Kesselring und Sperrte oit Coventry, wo zahlreiche Motorenfabriken mld große Anlagen der Flugzeug-Zubehörindufirie 1|cD';e andere kriegswichllge Einrichtungen mit Bao m b e n schweren und schwersten Ka- 116ers belegt wurden, die gewaltige verwüstun- gtn anrichteten. Ungeheuere Feuers- bünste, die von großen Rohstofflagern ge- oifjrt wurden und bis zur Kanalküste sicht- bar waren, vollendeten das Vernichtungs- merf. Außer Rüstungsbetrieben wurden in den lstidlands noch ein großes Rachfchublager der bn- lichen Luftwaffe und ein Gaswerk mit sichtbar

scheint, als sei die Erde aufgebrochen uni) habe sr-u- rigslüHge Lavamassen weit über das Land gespien. Don ri-esigen Flammensäulen umzingelt, stehen z u - sammengestürzte Eisengerüste großer Fabrikgebäude und Hallen. Als hilflose, schwarze Sichouetten hängen vereinzelt noch Sperr- ballone Über dem Hexenkessel. Nur noch müde schießt die Flnk. Aber immer werter rollt der Einsatz, ohne Unterbrechung. Alle Augenblicke blitzt es erneut auf: Neue, schwere Bomben ms Ziel, um die Zerstörung zu vollenden. Pünktlich auf die Mi­nute werfen auch wir. Dann geht es ab. Noch lange auf dem Rückflug steht hinter uns wie ein unheildrohendes Fanal eine Kilometer hohe Brand- wolke rotleuchtend in der Helle der monddurchflute­ten Nacht. Die deuHche Luftwaffe hat zugeschlagen. Englands größtes Flugrüstungszentrum ist vernich­tend getroffen.

Auch London muß schwerste Zerstörunaen zugeben

Amsterdam, 15. Nov. (DNB.) Ein amtliches englisches KommuniqrsL sagt, die Angriffe auf die Stadt Coventry seien in ihrer Heftigkeit nur mit denjenigen der schwersten Nächte zu verglei­chen, die London bisher mitgemacht hebe. Zu Beginn des nächllichen Angriffes hätten die deutschen Flieger Un men gen von Brand­bomben über der Stadt ab-geworfen, wodurch eine Reihe von Bränden verursacht worden sei. Spater seien dann Explosivbomben gefolgt. Die ganze Stadt habe ernsten Schaden erlitten. So­weit man bisher übersehen könne, Hube es Tau­sende von Opfern in der einen Angriffsnacht auf Coventry unter der Bevölkerung der Stadt ge­geben. Auch der Londoner Rundfunk sicht sich gezwungen Mitteilen,in der letzten. Nacht sei eine Stadt in den Midlands einem fahr schweren An­griff (!) ausgesetzt gewesen. Brände seien entstan­den. Man fürchte, daß die Zerstörungen schwer­ster Natur (!) seien.

andere Firmen der englischen Luftrüstungsindustrie auswirken, well die Werke von Coventry im starken Maße als Unterlieferanten für andere- stungssabriken tätig waren. Dasselbe ailt für die Flugzeugzubehörindustrie, die in Co­ventry ebenfalls vertreten ist.

In Coventry gibt es außerdem mehrere Fabriken für die Herstellung von Panzerkampfwagen. Coventry ist das Hauptzentrum der englischen Automobilindustrie, deren Werke feit Kriegsausbruch sämtlich auf die Kriegspro­duktion umgestellt sind. Die englischen Auto, mobilfirmen Rolls Royce, Standard und Anglo- Daimler haben im Industriegebiet in Coventry

verlassen, bitte ich Sie, Herr Reichskanzler, meinen Dank entgegenzunehmen für die freundliche Aus­nahme, die mir in Deutschland erlesen worden ifL* Dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop sandte er nachstehendes Telegramm: Empfangen Sie, Herr Reichsminister, meinen auf­richtigen ' Dank für die weitherzige und warme Aufnahme, die mir und meinen Reisegefährten in den erinnerungsreichen Tagen unteres Verweilens in Deutschland erwiesen worden ist."

London

nach dem Molotow-Besnch.

Bern, 15. Nov. (DNB.) United Preß schreibt, die Molotow-Reise nach Berlin hat nach Äeußerun- gen in politischen Kreisen Londons wichtige Pläne für eine englisch-russische Annäherung entscheidend gestört. Man hat in London das Gefühl einer ähnlichen Lage wie im August vorigen Jahres, als Deutschland während der Derhandlun-gen der eng- lisch-ruPlchen Militärkommistionen das Freund­schaftsabkommen m t Rußland schloß. Am Montag habe sich der englische Botschaftsrat Cripps bei Wyschinski nach der Bedeutung der Berliner Rei Molotows erkundigt und zur Antwort erhalten darüber werde der Botschafter Aufklärung be­kommen, wenn nach dem Abschluß des Besuches ein Kommunique ausgegeben werde. Darauf habe Cripps erwidert, angesichts der Be­handlung, die die Sowjetregierung seinen Vorschlä­gen angedeihen lasse, habe es den Anschein, als ob sie an einer Verbesserung der enolisch-rulsischen Be­ziehungen fein Interesse habe.

Oer Führer beim Iubiläumsempfang in der japanischen Botschaft.

Berlin, 15.Nov. (DNB.) Der Führer war am Frsitagmittag auf der japanischen Botschaft bei einem Empfang zugegen, den der kaiserlich japa­nische Botschafter in Berlin, K u r u f u, anläßlich des 2600-jährigen Jubiläums des japanischen Kai- farrerches gab. An dem Empfang nahmen der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Ru-

ilbern glänzende Dahn über die Wasser unter uns. Die ersten Lichtstrahlen greifen in den Himmel: S ch e i n ro e r f e r b a 11 e r i c n an der englischen Küste. Sie suchen und kurbeln heute umsonst. Ihr Licht bringt in der Hellen Nacht nicht durch. Dafür chieht die Flak auf das Geradewohl Sperre. Deut­lich zieht das Steilufer der Küste unten vorbei. In grimmiger Kälte minus 35 Grad, zeigt das Thermometer an brummt unser Bomber einen Kurs. Hart starren alle Augen an Bord in die Ferne. Wenige Minuten erst fliegen wir über Land, da taucht am Horizont bereits ein blut­roter Schimmer auf. Das muß unser Ziel ein. Noch sind wir weit entfernt, aber schon sind ):e Wirkungen der Zerstörung deutlich auszumachen, d.e Kameraden anderer Verbände im Zielgebiet anrichteten. Die Navigation ist nun über« flüssig. Die Riesenbrände in der Ferne weisen uns den genauen Kurs. Hunderte von Schein­werfern begleiten uns auf dem Weg. Flakfeuer S dumpf auf. Die Sicht ist so klar, daß das

gleich einer Karte unten vorbei zieht, auf der man Städte und Flugplätze, Gebäudekomplexe und Flußläufe mit dem bloßen 2luge erkennen kann.

Inzwischen wird der Feuerschein immer gewaltiger und heller. Bald sind wir kurz vor Coventry, oder besser gesagt dort, wo diese Stadt, das größte englische Rüstungszentrum, einmal ge­standen hat. Denn was jeK dort unten sichtbar wird, sind nur noch glutrot lodernde Brandherde, die in die Hunderte gehen. Es

ksen. Das Schiff geriet in Brand und blieb mit Zblogfeile liegen. Längs der schottischen Küste rour- dci zwei Dampfer von 2000 und 7000 BRT. «gegriffen. Das größere Schiff sank nach Explo- tzin, während der andere Dampfer in Seenot tgung V grleL Durch Volltreffer wurde ferner in der nörd- U hin * -------~ " - - -

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große Werke. In Coventry ist auch ein Standort der L a st k r a f t w a a e n i n d u st r i e , die jefci ebenfalls für militärische Zwecke arbeitet. Ferner ist Coventry als bedeutende Produktionsstätte f ü r Motore und Motorzubehörteile be^ fannt So werden hier z. B. die Morris-Motoren und andere Markenmotoren hergestellt, die für mili­tärische Zwecke verwendet werden. Don großer rüstungswirtschafllicher Bedeutung sind die in Co­ventry ebenfalls vertretenen Werkzeug-Ma­schinenfabriken sowie die Fabriken zur Her­stellung elektrischer Motoren. Die ganze Stadt bildet eine Anhäufung von Spe­zialfabriken, angefangen bei den Firmen Armstrong, Standard-Motors, Daimler & Co., Hurnber, Hillrnann, Dredstone, Hurnping & (So. bis hinunter zu den kleinsten Betrieben. Alle diese An­lagen sind in einer Nacht zerstört worden. Die englische Flugzeugindustrie hat einen vernich­tenden Schlag erhalten.

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Die Ankündigung, daß der Vorsitzende des Rates der Dolkskornrnlssare der Sowjetunwn und Außen- komrnisiar Molotow mit einer Reihe seiner Kol­legen und Mitarbeiter nach Berlin reisen werde, um den Besuch des Reichsaußenministers v. Rib­bentrop zu erwidern, zerstörte mit einem Schlag eine der am sorgfältigsten gepflegten Illusionen der britischen Außenvolitik. Trotz aller Enttäuschun­gen, die England seit den deutsch-russischen Ver­tragsabschlüssen im August und Sevtember des vergangenen Jahres hat erleben müssen, war die brittsche Propaganda nicht müde geworden, bei jeder neuen Phase des Krieges durch mehr oder weniger dunkle Andeutungen im englischen Volt die Hoffnung auf einen Zerfall des deutsch-russi­schen Einvernehmens zu nähren. Der Abschluß des Dreierpaktes zwischen Deutschland, Italien und Japan wie das italienische Vorgehen gegen die Verletzung der griechischen Neutralität durch Eng­land gaben Herrn Duff Cooper erst neuerdings wieder Anlaß von ernsthaften Differenzen zwischen Berlin und Moskau zu fabeln. Um so größer war nun die Bestürzung in der irregeführten eng­lischen Oeffentlichkett, als die Ankündigung der Der- liner Reise Molotows alle Kombinationen des Chur- chill'chen Propagandaapparates als reine Illusionen enthüllte. Und der jetzt über Molotows Besprechun­gen mit dem Führer und dem Reichsaußenminister von Ribbentrop gemeinsam herausgege'bene Ab­schlußbericht, der ausdrücklich feststellt, daß der Mei­nungsaustausch in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens verlief und zu beiberfaitigem Einver­nehmen führte in allen wichtigen Fragen, die Deutschland und die Sowjetunion interessieren, nimmt den Londoner Propagandakünstlern auch die letzte Möglichkeit, ihrem Volk bas. Trugbild einer ür England günstigen Wendung in der wsltpoli-

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N Vergeltung für München.

hX Schwere Luftangriffe aus Vüstungszentren in Mittelengland. Erfolgreiche

bolf Heß, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, Ge- neralfelbmarschall Milch, die Reichsminister Dr. Goebbels und Lammers, Reichsorganisa- tionsleiter Dr. Ley, Reichsführer ff Himmler, Reichspreffechef Dr. Dietrich, Staatsminister Dr. Meißner, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Weizsäcker und der königlich italie­nische Geschäftsttäger Z a m b o n i teil.

Oeuffche Bomber im Ailaniik

Aus Geleitzug 700 Alm. wdstlich Irland zwei große Dampfer vernichtend getroffen.

B er l i n, 16. Rov. (DRB. Funkspruch.) Ein beut- sches schweres Kampfflugzeug führte am Freitag in den Mittagsstunden einen äußerst schneidigen und erfolgreichen Angriff auf einen Geleitzug im Atlantischen Ozean durch. 700 Kilometer westlich Irland kam ein großer Geteilzug in Sicht, dem 20 Handetsschis.e und sechs Zer­störer als Begleitschuh angehörten. Das Flug­zeug wurde sofort von den Zerstörern und Havdels- dampsern unter starkes Feuer genommen, griff aber trotzdem in wiederholten Anflügen an. Als erstes Schiff wurde ein Dampfer von 9300 BRT. von einer schweren Bombe auf dem Vorschiff getroffen. Es trug schwere Beschädigungen davon und geriet in Brand. Ein anderer Dampfer von etwa 16 000 BRT. erhielt zwei Treffer schwerer Bomben mittschiffs. 3n kürzester Zett stand das ganze Schiff in Flammen, neigte sich und blieb mit Schlagseite liegen. Es ist mit dem Verlust beider Dampfer zu rech­nen.

Besprechungen zwischen den Oberkommandos der deutschen und der italienischen Wehrmacht.

Berlin, 15. Jioo. (BJIB.) Mm 15.11. sanden i ik Innsbruck militärische Besprechungen übet die gemeinsame Kriegführung zwischen den Chefs der Oberkommandos der deutschen und italienischen Wehrmacht statt. Sie wurden geführt durch den Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, General­feldmarschall Keitel, und dem Ehes des Ober­kommandos der italienttchen Wehrmacht» Marschall B a d o g l i o. An den Besprechungen nahmen außer­dem teil von deutscher Seite General der Artillerie Jodi und der deutsche Militärattache in Rom, Generalleutnant v. R i n t e l e n, von itakimilcher Seife Generalmajor Gandini und der italienische Militärattache in Berlin, Generalleutnant Mat» ras.

Listkämpfe über dem Kanal und Güdengland.Bomben auf feindliche Schiffe, x ,N* Bi Nisfog ,er W