Ausgabe 
16.10.1940
 
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die

Der Führer dankt dem deutschen Bauerntum

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Mischung, sondern tragt aucf) ein &M UNDSTÜCK, das die Zippen, schützt und den 3d6afe, vor nacfy* teidger Qurefjfeucfjtung 6c*va(jrt

bietet dem Slaucfyer einen doppel­ten Qenuss. Benn sie fjat nicfjt nur eine Gewährte, reine Orient-

L)k letzte Zigarette raucht Der Soldat selten allein; sie mit Dem Kaum raden zu teilen,war auch imTVelthicg schon Brauch, ir geben uns deshalb alle Mühe,jede Zigarette so gut wie nur eben möglich zu machen, damit geteilte Freude im­mer doppelte Freude bleibt!

Reichsminifter Dr. Goebbels unb Reichspresse- chef Dr. Dietrich, den Saal betrat, meldete Reichsmintster Darre die Ehrenabordnung.

Lächelnd schritt der Führer auf die Jungbäue­rinnen zu, die ihm mit einem Erntespruch die Ernte­krone und eine Fülle von Blumen überreichten. Darauf ging der Führer die lange Reihe der Ehren­abordnung entlang und dankte in einer Ansprache den Millionen deutscher Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter für die hervorragenden und bewun­dernswerten Leistungen, durch die das deutsche Landvolk in diesem Kriege die Ernährung des deut­schen Volkes sichergestellt und für alle Zukunft die verbrecherischen Blockadepläne des Feindes zerstört habe. Er würdigte in zu Herzen gehenden Wor­ten die so erfolgreiche, aber auch aufopfernde und

MajorMoelSers schießt dreiHurrieane ab

Don Kriegsberichter Eugen preß.

Berlin, 15. Oft. (DNB.) Den Höhepunkt bil- dete für die Ehrenabordnung des deutschen Bauern tums, die sich seit zwei Tagen als Gast der Reichs­regierung in Berlin befindet, der Empfang der 300 Fro ntbauern, Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter durch den Führer im Botschafter- saal der Neuen Reichskanzlei. In dem weiten Bot­schaftersaal nahm die Abordnung im großen Vier­eck Aufstellung, in der ersten Reihe die Träger des Derdienstkreuzes. Am Eingang zum Saal standen Jungbäuerinnen, die Arme voller Feldblumen. Fleißige Hände hatten eine Erntekrone gewunden aus den Garben von den Feldern der Bunkerlinie, beloben mit den Früchten aus Feld und Garten an der Grenze, geschmückt mit den Trauben der Rebstöcke. Als der Führer in Begleitung von

die Armee",Radio für die Armee", so daß schließ­lich ein Witzbold vorschlug, auch einmal ein Büro unter der FirmaKrieg für die Armee" zu or­ganisieren. Die englischen und französischen Offi­ziere waren schlechthin überzeugt, daß das Jahr 1940 ein vollkommenes Ruhejahr fein werde, und daß die Westmächte 1941 mit den dann fertigen Flugzeugen und Panzerwagen den Westwall neh­men würden.

Britische Zeitungsenten am Pranger.

TI 0 5 tau, 15. Ott. (DNB.) Ein neuer plumper Versuch der britischen Kriegshetzer, die B e z l e h u n- gen zwischenDeutschland und derSow-

DRB. 16.Okt. (PK.) Das ist wieder ein Freudentag beim Jagdgeschwader Moelders! Der Kommodore konnte die Zahl seiner Luftsiege mit drei Abschüssen auf 46 erhöhen. Damit ist zugleich

Zahl seiner Gesamtabschüsse auf 60 gestiegen. In Spanien schoß er 14 feindliche Maschinen ab.

Wir begleiteten einen Bombenverband nach Lon­don!", so berichtet er.Es ist gutes Wetter, klarer Himmel. Unten ist es etwas dunstig. Aus dem Morgennebel über London stechen Schornsteine und Turmspitzen. Gleich weißen Bällchen hängen die Sperrballone darüber! Unter uns steigen langsam drei Staffeln Hurricane auf. Sie kommen zu spät hoch, denn schon wirft der Bombenverband. Zwischen den Hurricane-Staffeln geht der Bomben­regen nach unten. Die Bomben sitzen phantastisch. Mitten in einen F a b r i k k 0 m p l e x schlagen sie hinein, und deutlich beobachten wir hier oben die verheerende Sprengwirkung. Die Bomber flie­gen ungeschoren zurück, auch wir machen kehrt in

In dichter Folge..."

Der Wehrmachtbericht vom 14. Oktober enthält einen sehr bezeichnenden Satz, über den wir nicht Hinweglesen wollen: ,Ln rollendem Einsatz flogen Staffeln, bet Tag durch Jagdverbände ge­schützt, i n dichter Folge, so daß zwischen den einzelnen Angrifffen nur kurze Pausen ein­traten." Wenige Tage vorher war, ebenfalls im Wehrmachtbericht, ein Unterschied gemacht worden zwischen den l e i ch t e n B 0 m b e r n , die am Tage in England einfliegen, und den schweren Bom­be r n, die in der Nacht die Brandstellen anftiegen, die die Tagbomber hinterlassen haben und die nun wie Leuchtfeuer wirken. Wiederholt wurde ferner hervorgehoben, daß die deutschen Vergettungsstie» ger im t i e f f I u g einmal die englische Bodenab« wehr umgehen und zweitens ihre Ziele ganz un­mittelbar anfliegen. Schließlich haben wir von eng­lischer Seite selbst gehört, daß die Leitung der .Kö­niglichen Luftmacht" ihre Landungsplätze von de» Küste und aus dem küstennahen Gebiet in das Innere zurückgenommen hat.

Dieser Entschluß mag bitter schwer geworden sein. Denn er bedeutet das klare Eingeständnis, daß Eng­land im wesentlichen nur um den Luftraum über der englischen Insel kämpft, daß es aber nicht mehr über der See die vorbeugende Abwehr suchen kann. Die Tiefengliederung der englischen Insel ist aber gering, besonders wenn sie mit den Maßen gemessen wird, die das Flugzeug voxaussetzt, um Höhen gewinnen und damit vollaktionsfähig werden zu können. Ein wesentlicher raumftrategi-

aeu, drei Zerstörer, zwei U-Boote und ein Hllfs- i kreuzer sowie aus dem Allantik ein aus fünf Han- I delsschifsen bestehender Geleitzug eingetroffen.

Liddell Hart

warnt vor Optimismus.

Englands strategische Sorgen in Aegypten.

Stockholm, 15. Okt. (Europapreß.) Der eng­lische Militärschriftsteller Hauptmann Liddell Hart hat sich gezwungen gesehen, die englische Oeffentlichkeit vor einemleichtsinnigen Optimis­mus" in der Beurteilung der Lage im Mittel- meer und besonders in Aegypten zu warnen. Wer die englische militärische Leistung bei den kürzlichen Rückzügen an der libyschen Grenze und an der Sudangrenze kritisiert, zeigt damit fein Un­vermögen, die Realitäten der Situation zu er­kennen", erklärt Hart einleitend.Diese Kritiker ver- schließen ihre Augen vor so unangenehmen Tat­sachen, wie der, daß der Feind nach dem franzü- fischen Zusammenbruch seine große lieber* legenheit in Streitkräften auf allen Fron- t e n ausnutzt."

Der Verfasser bezeichnet diejenigen, die eine O f - fensive ohne Berücksichtigung ihrer Voraus­setzung fordern, gefährlicher, als irgendeinen An­hänger oerFünften Kolonne". Die Achsenmächte hätten viel größere Möglichkeiten, auch auf dem Luftwege, ihre Streitkräfte zu verstärken, als das bei den Engländern der Fall ist. Die Stärke der Luftwaffe sei der wichtigste Faktor eines Wüstenkrieges, und erst an zweiter Stelle rangier­ten die motorisierten und mechanischen Einheiten, Ne zu Wüstenoperationen eingesetzt werden könn­ten. Dieoperative Überlegenheit" des Feindes müsse beträchtlich groß fein, wenn die Engländer sogar in ihren Stellungen bedroht werden konnten.

Der Kairoer Korrespondent derTimes" greift die Frage des englischen Nach ch u b s auf, in Zusammenhang mit den Schwierigkeiten, die feind- uchen Ausländer in den weiten Teilen Aegyptens gebührend überwachen zu können. Er meint, es lebten zur Zeit etwa 70 000 Angehörige feindlicher Staaten in Aegypten. $

Wie Engländer

sich den Krieg dachten.

Der französische Schriftsteller und Journalist Andrä M a u r 0 i s setzt den Schweizern, die über die französische Katastrophe womöglich noch ver­blüffter sind als die Franzosen selbst, in einer gan­zen Serie von Artikeln die Gründe für das französische Versagen auseinander. Dabei macht Maurois nicht nur in hoher Strategie, son­dern illustriert seinen Lesern die Gründe Des Zu- , sammenbruchs auch an humorigen oder kuriosen Einzelheiten, die man anekdotisch nennt So hätten die englischen Kriegsberichterstatter, die größtenteils Weltkriegsteilnehmer gewesen sind, mit Verblüffung gesehen, wie lachhaft die englischen Abwehr­vorbereitungen gewesen seien. Aber:Zum lebhaften Bedauern dieser ehrenhaften Männer ver­hinderte eine strenge Zensur jede wahrheitsgetreue Berichterstattung." Ein englischer General nannte einen Offizier, der in der Umgebung von Arras eine ergänzende Verteidigungslinie angelegt haben wollte, einenDefaitisten . Einem anderen General, der von sich aus feine Truppen mit Panzerwagen und Flammenwerfern im freien Gelände üben lassen wollte, wurde dieser Vorsatz vom Kriegs­ministerium vereitelt wegen der Kostspieligkeit der dabei entstehenden Flurschäden. Statt zu üben vergnügten sich die englischen Soldaten mit Hühner- und« Kaninchenzucht. Außerdem organisierten eng­lische Etappenkrieger unzählige Büros unter Stich- Worten wieBücher für die Armee",Sport für

j etunion zu trüben, hat von sowjetamtlicher Serbe bre gebührende Abfuhr erhalten. Die Agen­tur Taß oerbreitd folgendes Dementi:Die Nach­richtenagentur Reuter hat eine Information des Daily Telegraph" unb der .Morning Post" ver­breitet, wonach gegenwärtig zwischen Großbri- tannien, der Türker, der Sowjetunion, Jugoslawien unb Griechenland Besprechungen über d i e Ausdehnung Deutschlands nach Osten «werden. Taß ist bevollmächtigt zu erklären, ese Information nicht der Wirklich­keit entspricht unb eine phantastische Erfin­dung desDaily Telegraph" und derMorning Post" ist.

Richtung Küste.

Etwas nördlich von Dover sehen wir unter uns einen Pulk von etwa 30 bi - 40 Hurri­cane s. Wir sind höher und knöpfen uns die Eng­länder vor. Wir fliegen nun zwischen den Hurri- canes. Nur zwei Messerschmitt-Maschinen zwischen 30 bis 40 Engländern! Da schießt Oberleutnant El. Eine Hurricane bäumt sich auf unb geht brennend nach unten. Das war sein 14. Abschuß. Ich greife nun zunächst das linke Holzauge an, das sofort brennt und nach unten stürzt. Wie wild kurbelt schon der ganze Verband durcheinander. Wir möch­ten uns absetzen unb uns unsichtbar machen. Einige fliegen noch geradeaus, und hinter uns kurbelt eine Staffel. Da zieht plötzlich einer steil hoch unb kommt mir vor bie Rohre. Die Maschine brennt sofort lichterloh unb stürzt senkrecht nach unten."

Dom Nachmittagseinsatz erzählt uns Oberleut-

schwere Arbeit, die bas deutsche Landvolk trotz der Einziehungen so vieler seiner Männer und Söhne I zu vollbringen habe. Angesichts der Wunder an Tapferkeit und der einzigartigen soldatischen Lei­stungen des deutschen Volkes gab der Führer zum Schluß seiner absoluten Gewißheit des Sie­ges Ausdruck, der gesichert fei, wenn jeder Deutsche auch weiterhin auf seinem P 0 st e n das Höchste leiste: der Baue r auf seinem Feld, der Arbeiter in seiner Fabrik und der Soldat vorne an der Front! Dann verabschiedete sich der Führer von den Bauern, die nun zurück­gehen auf ihre Höfe, beseelt von neuer Kraft und neuem Glauben an ihren Führer und sein Werk.

Das Kriegsverdiensitteuz für 150 Frontbauern.

Im Festsaal des Reichsministeriums für Ernäh­rung und Landwirtschaft überreichte Reichsminister D a r r 6 im Auftrage des Führers 150 Frontbauern das Kriegsveroien ft kreuz II. Klasse. Der Minister sagte, bas Wort Frontbauer sei aeboren unb gewachsen an Deutschlands Grenze in Oft und West. Dieses Wort habe als eine Leistung bie An­erkennung des ganzen Volkes gefunden. Es sei lebendige Wirklichkeit, bie sich tief im Volke ein- wurzelte.Als ber Führer mir", so sagte der Mi­nister weiter,bas Kriegsverdienstkreuz I. Klasse überreichte, habe ich es mtt dem stolzen Bewußtsein entgegengenommen, daß ich es allen meinen Mit­arbeitern, dem kleinsten Bauern im entlegensten Dorf verdanke. Wenn ich Euch nun im Auftrage des Führers das Kriegsverdienstkreuz überreiche, so tragt es mit Stolz als Symbol und als Anerken­nung dafür, daß Ihr Mitkämpfer wart an ber großen Entscheidungsschlacht um die Zukunft Groß- »tanbs. Seid stets eingedenk der Tatsache, baß ure Schaffenskraft und diese Auszeichnung . einzig und allein einem Manne verdankt, dem Füh- i rer, ber fein Versprechen, daß er am Beginn seines Kampfes um die Befreiung der deutschen Nation > gab, nun eingelöst hat, dem deutschen Volke Frei- > heit und Brot zu geben."

nant El:Wir geleiten wieder einen Bomberver­band nach London! Die Sicht ist unvermindert gut. Wir sehen, daß auch diesmal wieder die Bomben prima sitzen. Rauchwolken steigen über dem Ziele auf. Mit dem Verband fliegen wir wieder zurück. Eine Staffel englischer Jäger begegnet uns. Die Engländer sehen uns aber nicht, fliegen in Richtung London. Plötzlich ruft der Kommodore durch: Schorsch, rechts eine ganze Staffel!" Wir gehen in eine Rechtskurve und ohne lange Kurbelei so­fort in Angriffsposition. Das Hintere Holzauge hat etwas gemerkt, und kurvt nun wieder auf seinen Verband ein. Der Engländer hängt etwas ab. Ich ehe den Kommodore sich dahinter setzen. E r chießt. Auf Rammnähe hinter der Hurricane eye ich die Phosphorstreifen feiner Waffen. Der Jäger pendelt schwer getroffen nach unten und ftü r 31 ab. Auf einer großen Grünfläche sehe ich Den Aufschlag.

Gerade wollen wir jeder eine Hurricane angreifen. Wie ich auf einen Jäger zuhalte, sehe ich den Kom­modore ebenfalls einem Engländer im Nacken sitzen. Da kurvt plötzlich eine Maschine auf Major Moel­ders ein. Ich lasse sofort von meinem Gegner, schreie durch den Sprechfunk:Achtung, Achtung, von rechts oben kurvt einer!" Ich selbst fahre da­zwischen. Ich suche den Kommodore. Da sehe ick ihn in Abwärtsbewegungen senkreckt nach unten weggehen in Richtung landeinwärts unb kriege einen Mordsschreck. Ich schreie vor lauter Aufregung:Was ist?" Im gleichen Augenblick fängt er Die Maschine weit Drunten ab. Die ruhige Stimmer von Major Moelders klingt in mein Ohr: Nichts passiert!" Ist noch einer hinter mir? Ich komme selbst", ist meine Antwort. Ein paar Engländer wollen sich hinter mich setzen, aber der Abstand wird immer größer, sie bleiben zurück."

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