Ausgabe 
16.1.1940
 
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Aus dem Reich

s o ld die

Gedenket der hungernden Vögel!

Keine Antwort.

Don dem Fürsten Liechtenstein, der in den acht-

c Blumen

Aufregung. gar nicht mehr Je««,, lin mar e^a man

W»btt»d der NahausklSrer in stiller und Tebührnisregelung zu 1 bis s gilt vorn Msr Er*undungsarbeit die Front abfliegt und für befonderen^Einsatzes^ab^^^^^^^

en Sekunden den Hochdecker mit schweren Tref° crn nach Hause schicken. Obwohl sich der andere Gegner verzweifelt wehrt, gelingt es Oberfeldwebel 9., den Erfolg des Vortages zu verdoppeln und nesen Franzosen ebenfalls a'bzuschießen.

fein folgendes bekannt:

1. Während der Ableistung der aktiven D i e n ft p f'1 1 *u*

rotbraunen Dochang. Nach einigen bangen Minuten kam er zurück.

Ich Hobe hier einen einzelnen Knops pures Gold gefällt er Ihnen?"

Er ist wunderschön!"

Paßt er zu dem anderen Knopf?

Ja. Er würde passen. Nur was kostet er?

Ich will Ihnen den reinen Goldwert rechnen.

Neunzehn Mark." _ ,

Die junge Frau schüttelte traurig den Inhalt ihrer Börse auf den Tisch.Es sind acht Mark und vierzig Pfennig", sagte sie,mehr konnte ich mir das ganze Jahr nicht sparen. Mein Mann war ohne Arbeit. Aber ich möchte gern meine goldene Kette dazugeben bitte nehmen Sie sie für den Rest." _

Sie löste eine dünne Kette von ihrem Hals. Der Juwelier spürte kaum ihr Gewicht. Er versuchte, sie zurückzuschieben. , , .. _

Nehmen Sie sie, bitte!", wiederholte die Frau, sie ist wirklich echtes Gold. Mein Monn schenkte sie mir zur Hochzeit. Und ich mochte doch so gern meinem Mann eine Freude machen!"

und brachte vor $,--o ....

daß sie ein Geschenk hotte, ein Geschenk, ein richtiges Geschenk! Sie fing an zu weinen. Da hörte sie seine

Dienstgrades weiter. Bei Beförderungen erhalten sie die Friedensgebührnisse ihres neuen Dienstgra­des und steigen in Besoldungsgruppen mit Dienst- altersstusen auf nach Maßgabe der Friedensbestim­mungen. Nach Ablauf der 12jährigen Dienstzeit stehen die Bezüge der Soldaten im 13. bis 18.

Dienstjahr zu. , . f,

5. Aktive Unteroffiziere, auch solche, deren Dienstverpflichtung während des besonderen Einsatzes abgelaufen ist, die zum Offizier oder Offi­zier d. B. befördert werden, erhalten neben dem dienstgradmähigen Wehrsold die F r i e d e n s ge- b ü h r n i s s e ihres Dienstgrades als Offizier. Die -.....sreoeluna zu 1 bis 5 gilt vom Beginn des

Gutes Rezept.

Der Derfosser des Struwwelpeter, Gehet- mer Medizinalrat Dr. Heinrich Hoffmann, wurde von einem Freunde um ein Mittel gegen die Gicht gebeten. Darauf schrieb ihm der witzige Arzt folgendes poetische Rezept:

Es hat ein Licht sich mir entzündet, Durch Forschen habe ich ergründet, Woher Dein böses Hüftweh kommt: Vom Weine fährt und nur vom Weine Ein solch Gebreste in die Beine, Vom Weine, der Dir wenig frommt. Doch merke wohl, wie ich es meine: Das kam afrein vom sauren Weine, Den du getrunken irgendwann; Zu Kopfe steigen gute Weine, Die schlechten fahren in die Beine Drum trinke gute nur fortan!

pflichijahr ist auch Kriegsdienst.

Die vielen jungen Mädel, die Ostern die Schule verlassen, tun schon jetzt gut, sich mit ihren Eltern darüber zu beraten, wo und in welcher Form sie ihr Pflichtjahr ableisten wollen. Das Pflichtjahr wurde nicht nur deshalb eingeführt, um oinrm Monael an Arbeitskräften in den häuslichen

' zweijährigen flicht" erhalten Soldaten fold keine Friedens-

Am Hochzeitstag klopfte ihr Herz zum Zer­springen. In ihrer Hand, ganz fest, halt sie den Manschettenknopf. Er war in dünnes Seidenpaprer eingewickelt und es war ihr, als müßte man ihn durch ihre Hand durchsehen, so leuchtete und glühte er in ihrer Freude, dem geliebten Mann ein Ge­schenk zu machen. Sicher würde auch er eine kleine Ueberraschung für sie bereit haben, ein Paar Hand­schuhe, die sie dringend brauchte, oder ein Paar neue Strümpfe. Durch das Fenster sah sie in die Dämmerung hinaus, da trat ihr Mann ins 3im« mer und legte seinen Arm um ihre Schultern. Er legte ihr ein paar Blumen in /CU'*

Freust du dich?", fragte er froh,Geld hatte ich nicht. So habe ich dafür meinen goldenen Man­schettenknopf hergegeben, der mir geblieben war. Ich werde mir doch nie wieder einen zweiten kaufen können." ,

Katharina weinte hilflos, als sie ihm chr Geschenk in die Hand legte.

Ich bekam ihn für meine Kette--

Und Tränen fielen auf den Knopf. Aber es waren nicht nur die Tränen aus den Augen der Frau.

strahlenden Auslagen der breiten Hauptstraßen. Wenn sie sich in den Schatten enger Gassen ver­lieren werden sie armselig. Keine vornehme Frau träumt mehr von ihnen, zu Dutzenden gebündelt hängen die Uhrketten, auf billige Kartons aufgenaht bieten sich zerbrechliche Ringe mit dürftigen, bunten Steinen feil. Ein versilberter Tafelaufsatz vermehrt oft, die Trostlosigkeit des Fensters, das jedoch eigent­lich ein Fenster der Freude und des goldenen lieber- lusses sein sollte. Die junae Frau stand lange vor )em Fenster. Dann trat sie in einen Toreingang, nestelte umständlich ihre abgegriffene Geldbörse aus der Tasche und zählte die wenigen Markstücke, die darin lagen. Es dauerte eine Zeit, bevor sie sich ent- chloß, wieder den Torbogen zu verlassen. Dann aber rat sie schnell durch die Tür des kleinen Geschäftes, beinahe ängstlich, ihres Entschlusses nicht Herr zu tauten Tag", sagte sie und blieb in der Tür stehen. Hinter dem Vorhang hervor kam mühselig ein alter, ein wenig verwachsener Mann. Er drehte die elek­trische Birne über dem Dunkel des Tisches an.

,Womit kann ich Ihnen dienen?, fragte er.

Ich möchte einen Manschettenknopf.

Nur einen?" _

Ja. Nur einen. Aber aus echtem Gold muh er

Der alte Goldschmied brummte etwas vor sich hin, zog eine Schublade aus und holte em Brett mit grauem, abgegriffenem Samt hervor. Dann öffnete er das Fenster und brachte einige Streifen mit Man-

Jch kann^ste aber leider nur als Paar verkaufen", bedauerte er freundlich.

Sie sah auf die Knöpfe. .

Ich habe das Geld kaum zu einem Knopf.

'^Nehmen Sie doch vergoldete Knopfe. Sie sind wesentlich billiger und sehen genau so schon aus.

Die junge Frau wehrte beinahe erschrocken ab.

Nein, nein es muß echtes Gold sein , sagte sie schnell,mein Mann hat einmal goldene Knopse getragen und kurz nach unserer Hochzeit ten einen verloren. Jetzt möchte ich ihm zu unserem zehnjah- rigen Hochzeitstag einen ähnlichen« Knopf schenken, damit er wieder zwei Knöpfe hat.

Stimmt. . . ... ...

Ich habe auch ein kleines Geschenk für dich, Katharina. Du hast es dir einmal vor Jahren ge- 1 wünscht. Es ist ein kleines goldenes Herz für deine - .. - . .nöDh> nat ! kleine goldene Kette, die ich dir zur Hochzeit gab.

Ser W« ÄdÄ* d» SW- -Le-.J°tzt wirst äWn trag

Abschüsse! Es sinO die Staffeln unseres erfolgreich- iten Jagdgeschwaders an der Westfront, des Pik- As-Geschwaders. Wie an jedem Tag ftar- teten auch an diesem Morgen die Staffeln zum Feindflug. In drei Phasen wurden die 18 feind­lichen. Maschinen der verschiedensten Typen herun- tergeholt. Eine Staffel war um 11.30 Uhr in der Nähe von Saarbrücken, um zwei deutsche Fernauf­klärer auf junehmen. Die Staffel befand sich in 7000 Meter Höhe und war mit den beiden Auf­klärern auf dem Heimflug, als fünf Fairey Battle von Südwesten angeflogen kamen. Innerhalb von ,ehn Minuten waren sie sämtlich abgeschossen, ohne daß der Schutz der beiden Do 17 vernachlässigt worden wäre.

*

Das waren Begegnungen mit einzelnen feind­lichen Aufklärern und Bombern. Den Gegner aber m größeren Verband zu treffen und zum Kampf i,u zwingen, das mar die Sehnsucht einer jeden stasfel. Auch dieser Tag kam. 30. September 18

Gold in kleinen Gailen.

Von 3o Hanns Aös»er.

Da stehen wir nun vor den Juwelenläden und drücken uns die Nase platt an den großen Fenstern. Ach, wie gern möchten wir unserer Frau zu ihrem Hochzeitstag ein Schmuckstück schenken! Es muß ja nicht gleich ein Diadem sein, keine goldene Handtasche und kein Brilliantenarmband. Jedes Jahr fand sich etwas, auch wenn der Beutel schmal war, eine kleine Brosche, ein schmales Kreuz, eine dünne Nadel Heute jedoch geht das nicht. Der Mann hinter dem Sauen* tisch verlangt von dem Mann vor dem Ladentisch Gold für Gold. Und wir murren und werfen die Tür heftig zu und ziehen schimpfend unserer Wege. Denn mir merben doch nicht den kleinen Goldbestand, den wir haben, einen Bleistift vielleicht ober ein kurzes Kettlein hergeben! Eine verrückte Zeit! Es ist nicht mehr gut, in ihr zu leben. Unb wir vergessen ganz, baß das Land Recht hätte, unser Gold zu for­dern, auch ohne uns Gold dafür zu geben, einfach Gold gegen Eisen zu tauschen. Es werden größere Opfer gebracht. Wir aber haben den Rolladen des Eigennutzes vor unser Denken gezogen, wir klagen, daß uns die Schätze der Juweliere verschlossen sind und vergessen ganz, wie es vor zehn Jahren aussah. Da gaben wir kein Gold her, denn wir be­saßen keines. Da trugen wir an manchen Tagen unsere silberne Uhr nicht zum Goldschmied, nein, wir stiegen den Berg des Mitleids hinauf unb brachten die Uhr ins Leihhaus. Um wenigstens aus bem Er- lös bes Pfandes ein paar Blumen zu erstehen, ein wenig Schokolade unb eine winzige Kleinigkeit. Wie reich sinb wir inzwischen geworben! Aber davon wollen wir nichts mehr wissen. Und darum erzähle ich euch nochmals eine Geschichte aus jener Zeit, von zwei jungen Menschen, die sich liebten und die sich an ihrem zehnjährigen Hochzeitstage eine Freude machen wollten. Sie waren nicht fung an Jahren, baß chr mich recht versteht, ihr Herz war jung ge­blieben. Hört zu, was ihnen geschah.

Die junge Frau stand lange vor dem schmalen Fenster des Juweliers, der in einer kleinen Neben- fm Dajein fristete, Lmreley gehöre» in die

Die zweite Begegnung fand an diesem Tag um 14 Uhr statt. Wieder war eine Staffel vom Front­flug auf bem Weg zum Heimathafen, als der Staf- feltopitän weit unten fünf Maschinen sichtete. Eine Faire Battle, zwei Moräne, eine Curttß und ein Caudron. Während zwei Maschinen bereits beim ersten Anflug zur Erde stürzten, hatte sich Ober- felbwebel 3E, ein alter Spanienkämpfer, mit vier Abschüssen, in einen Moräne festgebissen und die Maschine auch nach einigen Minuten erledigt. Ihm selbst saß aber eine feindliche Kiste im Nacken. Wenige Sekunden nach seinem Sieg stürzte er mit einem Kopfschuß ab. Don den Staffel kameraden wurde er jedoch sehr schnell gerächt. Die beiden rest­lichen Maschinen tourten vernichtet.

Oie Besoldung der Soldaten.

lieber die Besoldung der Soldaten bet freiwillig ein gegangener Dienstverpflichtung gibt das OKW. jur Erzielung einer einheitlichen Abfindung inner­halb ter Wehrmacht und zur Behebung von Zwei-

Oer Kabinettswechsel in Japan

T o k i o , 16. Jan. (DNB.) Die Beauftragung des Admirals Yonai mit ter Regierungsbildung wird in Tokio begrüßt. Politisch interessierte Kreise nen­nen den neuen Ministerpräsidentenden besten Mann nach Konoye" und ,chen Mann der wenigen Worte". Man nimmt an, daß ter Premierminister nicht nur von den Parteien, sondern auch von den älteren Staatsmännern unb von der Wirtschaft unterstützt werbe. Fürst Konoye unb der Siegel­bewahrer Yuasa sollen sich für feine Beauftragung eingesetzt haben.

Äbmiral Yonai begann am Sonntagabend mit ter Bildung des Kabinetts. Außenminister Arita wird wahrscheinlich auch in der neuen Re­gierung seinen Posten behalten. Er ist bekannt durch seine Chinapolitik im Kabinett Hirota (1936) und päter im Kabinett Hiranuma. Besonders wird dar­auf hingewiesen, daß Yonai der britte aktive Admi- ral sei, ter in ter neueren Geschichte Japans das Ministerpräsibium übernommen habe. Yonai ist 59 Jahre alt. Im Weltkrieg befand er sich als Attache in Rußland. Dann war er an ter Sibirien- Expedition beteiligt. Auch in Deutschland hat er eine Zeitlang geweilt. Dann war er Flottenchef und Stationschef in Sasebo unb Yokosuka. 1937 wurde er im Kabinett Konoye Marineminister und blieb das auch im Kabinett Hiranuma bis zum August 1939. Schon damals hatte er auf die Führung des Chinakrieges entscheidenden Einfluß.

Der Admiral Y o s h i d a hat eingewilligt, das Amt des Marineministers auch in dem neuen Kabinett beizubehalten. Der ehemalige Finanzminister Jshi- m a t a ist zum Kabinettschef des Ministerpräsidenten Yonai ernannt worden. Die ZeitungAsahi Shimbun" versichert, Außenminister Arita werde die bisherige Politik der Nichtintervention Japans im europäischen Kriege fortsetzen.Nishi-Nishi schreibt, die enge Zusammenarbeit zwischen Heer und Marine bilde die entscheidende Stütze des neuen Ka­binetts Yonai.

Oer Prinzregentenbesuch in Kroatien.

der geordneter Betriebe nicht zurückstehe. Jeder Bauunternehmer müsse aus Eigenem dazu beitra* gen, daß der richtige Weg gefunden werde. Tech­nisches und organisatorisches Können müssen Hand in Hand arbeiten mit p l a n v o 11 e r Menschen­führung. Gerade auf letzterem Gebiet sei stärkste Erziehungsarbeit notwendig. Wenn man mit (Brfolg bestrebt sei, zu verhindern, daß sich ein behö r d - licher Bürokratismus entwickle, so müsse dasselbe Bestreben für den Bauunternehmer inner­halb seiner eigenen Firma liegen. Jeder Unterneh­mer habe sich vor Augen zu halten, daß seine Auf- gäbe nicht nur in der rein materiell-technischen Er­ledigung, sondern auch in der Erfüllung seiner Pflicht als Betriebsführer liege.

Agram, 16. Jan. (Europapreß.) Prinzregent Paul von Jugoslawien empfing am Montag in Agram zahlreiche höhere Beamte der Bermaltuna von Kroatien und kroatische Politiker. Er über gab hem Banns von Kroatien 300 000 Dinar für die kroatische Winterhilfe. Am Nachmittag veranstaL- tet>e ter Bonus einen großen Empfang, an dem über tausend Personen teilnahmen. Prinzregent Paul und Prinzessin Olga hielten sich über zwei Stunden lang unter den Gästen aus, die aus allen Kreisen der kroatischen Gesellschaft stammten. Am Abend fand im kroatischen Nattonaltheater eine Festvorstellung statt, wobei u. a. auch ein Akt der kroatischen OperZriny" (nach einer Vorlage des gleichnamigen Werkes des deutschen Dichters aus den Freiheitskriegen TheodorKörner) gegeben

In kroatischen Kreisen wertet man den Besuch des Prinzregenten als einen wesentlichen Beitrag jur Festigung der Politik der Verständigung, die von der Regierung eingeleitet worden ist. Es habe sich aezeiM, daß tee Politik der Verständigung nicht nur die innerpolitischen Verhältnisse einer Konsol^e- rung zuführten, sondern auch die außenpolitische Lage des Staates gestärkt hätten.

einer solchen Besatzung schilderte. Als vor wenigen Wochen durch die deutsche Presse die kurze Notiz ging, daß sich die Besatzung eines notgelanteten deutschen Aufklärers in Frankreich nach der Schweiz durchgeschlagen habe, ahnten wohl die wenigsten, unter welchen Verhältnissen das vor sich ging. Der Brief eines ^Beteiligten an die Eltern veranschaulicht die Strapazen dieses Gewaltmar­sches: Vorige Woche Donnerstag starteten wir zum Feindflug. Nach einer guten Stunde wurden wir von zwei französischen Jägern angegriffen. Ich ver­teidigte die Maschine. Nehme sogar an, daß ich einen Jäger beschädigte, denn er mußte von uns ablaffen. Dann hatten wir aber Pech. Der jroeite Jäger zerschoß uns das Leitwerk und den Motor. Endergebnis: Bruch, Bums, Staub, Dreck und Durcheinander. Jetzt beginnt unsere unwahrschein­liche Glücksserie. Wir tarnen mit dem Leben davon, nur etwas leicht verstaucht. Die Maschine haben wir sofort verbrannt und sind in die Wälder ge­flüchtet. Unser Gedanke war: über die Schweiz zu­rück nach Deutschland. Dann finaen unsere Stra­pazen an, nichts zu essen, wir durften uns nirgends sehen lassen, wir kannten keinen Weg. Orientiert haben wir uns nach Sonne, Mond und Sternen, Kirchen und Friedhöfen. Ganz Frankreich war gegen uns alarmiert ... Wir sind im Tag durch­schnittlich 15 bis 18 Stunden gelaufen. Gegessen haben wir in der Zett drei Schnitten Brot, Hage­butten und Schnee."

Das sind die Aufklärer ... Das Jahr 1939 ist ab­geschlossen. Die ersten Kriegsmonate haben die Ueberlegenheit unserer Luftwaffe bei jedem Treffen gezeigt. Was das neue Jahr auch bringen mag, immer wird unsere Luftwaffe im Westen den Feind stellen, wo sie ihn trifft, wird siegen und sich eines Richthofen, Jmmelmann und Voelcke würdig er­weisen.

nebendemWehr,---- - .. Y

gebührnisse, auch nicht bei Beförderungen und wenn sie eine längere Dienstverpflichtung einaegan* gen sind. Nur die Fahnenjunker erhalten als Be­rufssoldaten ohne Rücksicht auf die Erfüllung der aktiven Dienstpflicht nach der Beförderung zum Unteroffizier neben dem Wehrsold die Friedensge­bührnisse ihres Dienstgrades. ,

2 Soldaten, die im Herbst 1939 nach Erfül­lung der aktiven Dien st pflicht zur Ent­lassung gekommen wären, jedoch aus Anlaß des be­sonderen Einsatzes zurückgehalten sind, er- halten neben dem Wehrsold keine Friedens- g e b ü h r n i s s e.

3. Soldaten, die vor dem besonderen Einsatz eine D i e n st v e r p f l i ch t u n g für ein 3. Dienstjahr oder vor oder während des besonderen Einsatzes eine Dienstverpflichtung für eine 4^jährige oder 12jährige Dienstzeit eingegangen sind oder eingehen, erhalten vom Tage der Wirksamkeit der Dienstver- pflichtung, frühestens vom Beginn des 3. Dienst­jahres ab, neben dem Wehrsold die Frie­de n s g e b ü h r n i s s e ihres Dienstgrades.

4 Soldaten, deren freiwillig eingegangene Dienst­verpflichtung für ein 3. Dienstjahr oder für eine 4%. oder 12jährige Dienstzeit während des beson­deren Einsatzes abläuft, erhalten auch nach Ab­lauf ihrer Dienstverpflichtung neben demWehr- ..... Friedensgebührnisse ihres weiter. Bei Beförderungen erhalten

die Arttllerie neue Ziele entdeckt, haben die Fern­aufklärer ihrem Aufgabengebiet einen weit größeren Rahmen gespannt. Als zum ersten Mai im Heeresbericht des OKW. von dieser Aufklä- rertätigkett über England und Frankreich berichtet wurde, traten diese Männer in den allgemeinen Blickpunkt, die Männer, die in wenigen Wochen den gesamten feindlichen Aufmarsch von Heer und Luftwaffe restlos erkundet hatten, lieber 100 Feindflüge nach Frankreich wurden allein von einem Geschwader unternommen. Flüge, die bis 5Vz Stunden dauerten, bei denen bis 2000 Kilometer Streck e zurückgelegt wurden und Höhen über 8000 Meter keine Seltenheit waren. Gerate in der jetzigen Jahres­zeit bedeutet ein solcher Flug neben den dauernden Angriffen durch französische Flak und Jäger eine hohe körperliche Beanspruchung.

,^n großer Höhe überfliegen wir die Front durch die feftgelegte Einflugschneise. Wir sind allein, allein über feindlichem Gebiet. Unter uns Frankreich. Der erste Punkt auf ter Karte ist erreicht. Das Bildge- rät arbeitet. Gerade ist der letzte Schnappschuß ge­tan, als sich unterhalb weihe Sprengwölkchen ab­zeichnen. Die französische Flak schießt, aber zu niedrig. Nach allen Seiten wird der Lufttaum beob­achtet. Vor uns ein feindlicher Flughafen. Maschi- nen sind zu erkennen. Zwei Flugzeuge, anscheinend Jäger, starten. Ob sie uns verfolgen wollen? Nach sechs Minuten beehren sie uns mit chrem Besuch, nachdem sie die Flak durch Richtungsschüsse einge- wicsen hat. Dem ersten Moräne schießt der Funker eine ordentliche Ladung vor die Nase. Wir kippen : über die Flügel ab. Beim zweiten Anflug erhält er nochmals einige Feuerstöße, und schon stürzt er . ab. Auch wir haben dabei eine ordentliche Anzahl . Treffer erhalten."

Nicht immer konnten diese Erkundungsfluge so '[ durchgeführt werden, wie es soeben der Beobachter

Berufen abzuhelfen. Gerade das jugendliche Mter der Melde pflichtigen war mitbeftimmend. Die jun­gen noch in der Entwicklung begriffenen Mädel soll­ten nicht unmittelbar von der Schulbank in Fabriken und Büros wandern, sondern sich erst in einer ge­sunden und natürlichen körperlichen Tättgkeit etwas kräftigen und zugleich Kenntnisse erwerben, die sie als Hausfrauen und künftige Mütter benötigen. Es wäre falsch, an das Pflichtjahr etwa mit der Auf­fassung heranzutreten, man müsse seine Tochter nun notgedrungen dazu hergeben, ein Jahr Hausgehilfin ju spielen. Einmal ist der Beruf der Haus­gehilfin zu einem der ehrenwertesten Frauenberufe geworden, der in den jetzigen Kriegszeiten geradezu als Kriegsdienst der weiblichen Jugend gewertet werden muh, zum anderen liegt gerate der Sinn des Pflicht- 1 ah res darin, das junge Mädel in einer Familie zu wissen, der es als Mitglied angehört. Bestimmte Formen der hauswirtschaftlichen Berufsausbildung werden auf das Pflichttahr an gerechnet, wie die hauswirtschöstliche Lehre und das hauswirt­schaftliche Jahr, die sich ebenfalls in der Familie abspielen. Die Ueberwachung der Stellen bürgt da­für, daß die Mädel nicht überlastet werden. Der Platz der Pflichtjahrmädel ist ein Ehrenplatz, beson- ters bei der mit Arbeit bepackten Bäuerin auf dem Lande. Der Landhaushalt muß deshalb bei der Wahl an erster Stelle stehen. Aber auch viele städttsche kinderreiche Haushalte warten auf ihr Pflichtjahrmädel.

Richtlinien für die Baubetriebe.

Auf einer Arbeitstagung der Bauindustrie gab ter Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschaft Generalbauinspektvr Dr. Todt An­weisungen an die Baufirmen. Es sei eine natürliche Folge des Krieges, daß die Zahl der improvi­sierten Baubetriebe zunehme. Im Hinblick auf die Notwendigkeit einer weiteren Leistungssteige­rung der Bauwirtschaft müsse verlangt werden, daß die Leistung der improvisierten Baubetriebe hinter

Die dritte Begegnung war wohl am dramatisch- ften. Acht Me 109 flogen gegen 17 Uhr Grenzaus- ' flärung in 4000 Meter Hohe, als sie in 6000 Meter 25 bis 30 Curttß entdeckten. Der Franzose, der gut geftaffeIt flog, war natürlich in dieser Anzahl hoch überlegen. Als sich die französischen Maschinen auf den niedrig fliegenden deutschen Verband stürzten, kamen plötzlich noch weitere acht deutsche Jäger von oben zu Hilfe, die nach Erkennen der Situatton so­fort nachstießen. 20 Minuten dauerte dieser Luft­kampf, in dem von 16 Me 109 acht Curttßmaschinen aus 35 Gegnern he raus geschossen wurden.

Wenn nun gerate dieses Geschwader bis Ende tes Jahres weit über 60 Abschüsse erzielen konnte, dann taucht die Frage auf, welche Kampfes- weise sich in diesen wenigen Monaten herausgebiltet hat, um diesen Erfolg aufzuweisen. Jrn Gespräch mtt General Klein, dem Kommodore des sieg­reichen Geschwaders, erfahren wir, weshalb es von «Hßter Wichtigkeit ist, daß jeder einzelne Verband sich den Raum einteilen muß, um vor Ueber- vchchungen geschützt zu fein. In der Luft musien sich Kameradschaft und Disziplin noch weit mehr be­währen, als drunten auf ter Erde. Auch das medng Megende französische Fluazeug kann man erst an- greifen, wenn man weiß, die anderen Kameraden sihützen mich gegen die feindlichen Jäger, die die einzelne Maschine als Lockooael tiefer fliegen lassen. Nach diesen vielen Luftkämpfen weiß daneben aber auch jeder Flugzeugführer, welches die Schwachen und Vorteile der feindlichen Flugzeugtypen sind, weiß, wo er seinen Angriff ansetzen muß. Neben diesen taktischen Einsatz tritt eine rücksichtslose Kampfmethode, gepaart mit dem Geist eines Richt- Hofen, Jmmelmann, Voelcke, das sind die Begriffe, die ich in meine Männer hineingehämmert habe Kameradschaft bis zum äußersten das alles hat meine Staffel von Erfolg zu Erfolg geführt. Nicht unbeabsichtigt habe ich kürzlich am ©rate eines im Luftkampf gefallenen Jagdfliegers tee Worte ge­sprochen: ,... denn sie hatten auf ihre Fahnen geschrieben: du mußt, du mußt und koste es auch das Leben. Wir, die Ueberiebenden, fliegen weiter, wir fämp en weiter, wir schaffen gemeinsam an dem Werk, fiir das Ihr starbt!'" Mit diesen Worten hat der erfolgreiche Kommodore das ausgedruckt, was jedem einzelnen Jagdflieger das Gepräge gibt.

AuMrer - Erkunder des feindlichen Aufmarsches!

Bei ter Rückkehr von einem großen Manöver ritt ter Fürst an der Seite Kaiser Wilhelms I. Als sie in die Nähe tes Denkmals kamen, das die Sieges­göttin vorstellt, meinte der Kaiser scherzend zu sei- nem Begleiter:Sehen Sie, Fürst, das tft eine Ber­linerin, der man wenigstens nichts Unsolides nach­sagen kann." -Und doch steht sie zu Eurer Maje- [tat in einem intimen Verhältnis , antwortete der junge Diplomat rbenjo Mich sls PW z