Ausgabe 
16.1.1940
 
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Die Antworten Aorwegens und Schwedens

Was unsere Lustwaffe an -er Westfront leistete!

Lager und Aufklärer im dauernden Einsatz

Siegreiche Lustkämpfe und gewaltsame

Erkundungen des feindlichen Gebietes. - Ein stolzer Leistungsbericht des ersten Kriegsjahres

Maschinen der deutschen Lustwaffe

plötzlich vom Zaun gebrochenen Krieg in die Tat umsetzen soll. Sperre fliegen, das ist der

Der den

Noch Gegner

A u r a" einem

Oer erste Abschuß!

ruhig sind die ersten Septemberlage, weiß anscheinend noch nicht, wie er

Der finnische Hilfskreuzer wurde im Bottnischen Meerbusen von

Messerschmitt ME 100, Ver­wendungszweck: Iagdeinlltzer (Jäger). Der Jäger hat die Aufgabe, an-

tragend, Einziehfahrgestell, 1 wasser­gekühlter Motor von rund 1000 PS. (Scherl-Bilderdienst/RLM.-M.)

griff nicht zur

Jäger fliegen in der Rotte (2 Flug­zeuge) oder in der Kette (3 Flug­zeuge). Kennzeichen: Tiefdecker, frei-

Anfang war getan, die Spannung gewichen.

Bereits die nächsten beiden Tage brachten drei Abschüsse. Diesmal waren es ein englischer Blen­heim-Bomber und zwei Mureaux. Oberfeldwebel G., der sich an beiden Tagen je einen Gegner herunter, holen konnte, erzählt: Am 9. September erhielt ich

war, mit welcher dramatischen Wucht sie den sieg­reichen Ausgang dieses Feldzuges bestimmte, war sich wohl jeder darüber klar, daß i h r E i n s a tz i m W e st e n mit der gleichen Schlagkraft erfolgen würde. Ob diese Schlagkraft gegen die französischen und englischen Luftstreitkräfte jedoch von der glei­chen Wirkung sein würde, das war die Frage, die damals noch nicht beantwortet werden konnte. Hatten doch beide Länder einen großen zeitlichen Vorsprung in der Entwicklung des Flugzeugbaus, waren 15 Jahre bestrebt gewesen, die deutsche Luft­fahrt zu unterdrücken und die eigene Luftmacht aus- zubauen. Wie werden sich die deutschen Maschinen gegen die englischen und französischen Flugzeuge bewähren, wie werden unsere Flugzeugbesatzungen mit diesen Gegnern fertig werden? Das waren die Fragen, die beantwortet werden wollten, als uns dieser Krieg aufgedrängt wurde. Und diese Ant­wort ließ nicht lange auf sich warten.

Bereits die ersten Septembertage zeigten, daß unsere Jäger im Kampf mit den verschieden­sten feindlichen Flugzeugtypen Sieger blieben, daß in ihrem vernichtenden Feuer die Gegner abstürzten oder mit zerschossenen Flugzeugen ins eigene Land flüchteten. Während so die Jäger den Einflug feind­licher Flugzeuge abwehrten, war den Aufklä­rern die Ausgabe gestellt, den gesamten franzö­sischen Aufmarsch zu erkunden, der Artillerie mis­tige Ziele anzuaeben und den Dombenstaffeln loy- nende Ziele aufzuspüren. In den letzten Wochen hatten wir Gelegenheit, die Kriegstagebü­cher dieser verschiedenen Einheiten unserer Luft­waffe einzusehen, erlebten noch einmal die Zeit von September bis zum Jahresende, in der unser Heeres- bericht so oft melden konnte:Am heutigen Tage wurden X feindliche Flugzeuge in der Gegend von P durch unsere Jäger abgeschossen. Die Aufklärer setzten ihre Erkundungstätigkeit über Frankreich und England fort."

mit einem anderen Kameraden den Auftrag, Ge­fechtsaufklärung zu fliegen. Als wir in etwa 6500 Meter Höhe in der Nähe der Grenze angekommen waren, schiebt sich ein zweimotoriger Bomber zwi­schen uns. Die Abzeichen sind kaum zu erkennen, sind überpinselt, nur am Leitwerk ist der Bursche als Engländer zu erkennen. Die Nachbarmaschine scheint er plötzlich gesehen zu haben und sucht mm unbemerkt über die nahe französische Grenze zu verschwinden. Da ich die Sonne im Rücken habe, sieht er mich Nicht. Ich schieße aus ihn zu, fliege bis etwa 250 Meter an ihn heran und feuere dann mit sämtlichen Waffen zwischen Rumpf und rechten Motor so, daß er nach wenigen Sekunden senkrecht abstürzt. Am anderen Tage konnten beide je einen Gegner abschießen.

Oberfeldwebel G. flog als Führer eines Schwav- mes von fünf Maschinen zur Grenze. Durch Fund sprach kommt die Meldung durch, daß zwei feind» liche Maschinen in etwa 1800 Meter Höhe anMe- gen würden. Es ist bereits Spätnachmittag. Zwei Mureaux werden gesichtet. Der Rottenkamerad vom Vortage darf zuerst angreifen und kann nach roeiti-

D ie Antwort der norwegischen Regierung bemerkt, daß die gegen sie erhobenen Klagen über die Verletzung der Neutralität sich auf ungenaue Informationen stützten. Die Angriffe gegen die Sowjetunion in der norwegischen Presse gehen von Privatpersonen aus und werden von den verant­wortlichen Kreisen nicht gutgeheißen. Was die Or­ganisation von Rekrutierungsausschüssen in Nor­wegen betrifft, so ist der Militärdienst in einem fremden Lande in Norwegen gesetzlich verboten und wird daher nicht gestattet werden. Die norwegische Regierung begünstige auch nicht den Versand von Waffen oder Kriegsmaterial nach Finnland. Wenn sich gewisse Personen freiwillig nach dem Ausland begeben, um am Kriege teilzunehmen, so bildet dies nach Ansicht der norwegischen Regierung keine Ver­letzung der Neutralität. Die Durchfuhr von Waffen durch Norwegen steht ebenfalls nicht im Gegensatz zum Völkerrecht. Trotzdem hat, nach Wissen der norwegischen Regierung, bisher keine Durchfuhr von Kriegsmaterial für Finnland durcb Norwegen statt­gefunden, die Privatsendungen solchen Materials aus Norwegen erreichten nur ein ganz unbedeuten­des Maß. Die Antwort der norwegischen Regierung

der schwedischen Behörden nicht nur in Wider- s p r u ch stehen mit der schwedischen Neu­tralitätspolitik, sondern daß dieselben auch zu unerwünschten Komplikationen tn den Beziehungen zwischen Schweden und der Sow­jetunion fuhren könnten.

Am gleichen Tage überreichte der russische Ge­sandte in Norwegen, Plotnikow, auch dem Außenminister Norwegens, K o h t, ein« Erklärung, in der gefaflt In letzter Zett führten geivisl-, der norwegischen Regierung nahestende Kreise so­wie die norwegische Presse eine von keiner Seite eingedämmte Kampagne gegen dre Sow- j e t u n i o n , eine Kampagne, die den Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Norwegen nur scha­den könne. Gewisse amtliche Persönlichkeiten wie H a m b r o, der Präsident des Stortings, General­kapitän Orffit und andere ermutigten diese Kam­pagne. Man organisierte in Norwegen ganz offen Rekrutierungsausschüsse, um den Krieg gegen die Sowjetunion auf finnischem Boden zu führen. Eine besoiürereFreiwilligen-Division" der Länder der Oslogruppen werde für Finnland ausgestellt. Gleich­zeitig erhalte die Regierung Ryti-Tanner unter dem Schutze der norwegischen Behörden Waffen aus Norwegen, Kriegsmaterial werde im Transit durch Norwegen nach Finnland befördert. Die Sow­jetunion hält es für dringend erforderlich, der nor­wegischen Regierung zu erklären, daß obige Aktio­nen der norwegischen Behörden nicht nur in aus­gesprochenem Widerspruch zu der von der norwegi­schen Regierung erklärten Neutralitätspolitik stechen, sondern auch zu unerwünschten Komplikationen füh­ren uni) die gegenwärtigen normalen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Norwegen trüben können.

greifende Verbände von Kampfflug­zeugen (Bombern) xu stellen, nach Möglichkeit zu vernichten oder wenig-

Moskau, 15. Jan. (DNB.) Am 5. Januar hat der bevollmächtigte Gesandte der Sowjetunion in Schweden, Kollontai, dem schwedischen Mini- ster des Aeußern, Günther, eine Erklärung der Sowjetunion überbracht, in der zum Ausdruck ge­bracht wurde, daß Regierungskreise und die der Regierung nahestehende Presse im ganzen Dezem­ber eine feindselige unzulässige Kam- pagne gegen die Sowjetunion geführt haben. Eine derartige Kampagne würde man sich nur in dem Falle, Daß Schweden sich im Kriegs- zustande mit der Sowjetunion befinde, erklären können, oder, wenn sich Schweden zum Kriege mit der Sowjetunion vorbereite. Dagegen habe die schwedische Regierung nichts unternommen. Im übrigen beteiligten sich verschiedene amtliche Persön­lichkeiten ganz offen an einer militärischen Hilfsorganisation einer Regierung Ryti Tanner. Am 7. Dezember wären unter der Schutz­herrschaft der schwedischen Behörden ca. 47 Re­krutierungsbüros ganz offen in den schwe­dischen Städten eröffnet worden. Die Zahl der Frei­willigen, die von diesem Büro angeworben wurden, zähle nach Tausenden. Etwa 10 000 Freiwillige seien von Schweden in Finnland angekommen. Von Süd- und Mittelschweden seien zwei weitere Korps von Freiwilligen nach Finnland abgereist. Der schwedische General Linder habe das Kommando dieser Freiwilligenkorps übernommen. Gleichzeitig habe Schweden die Tranfiterlaubnis jeder Art von Kriegsmaterial mit der Bestimmung Lieferung Finnland erteilt. Die Sowjetunion lenkt die Auf­merksamkeit der.schwedischen Regierung auf die obengenannten Tatsachen und Akte der schwedischen Behörden, die gegen die Sowjetunion gerichtet sind. Die Sowjetunion hält es für richtig, die schwe­dische Regierung daran zu erinnern, daß die Akte

schließt mit der Versicherung, daß sie bis jetzt die Neutralität beobachtet yabe und daß sie beabsichtige, diese auch In Zukunft einzuhalten. Die norwegische Regierung gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Sowjet- unton und Norwegen auch in Zukunft fortbestehen möchten.

Die Antwort der schwedischen Regierung erklärt, daß das schwedische Volk für Finnland warme Sympathien hege, die sich in der Presse wider­spiegelten. Nach der Verfassung seien jedoch Be­leidigungen auswärtiger Mächte und ihrer Ver­treter verboten. Nach Ansicht der schwedischen Re­gierung könnten weder ihre Stellung der Presse gegenüber noch ihre Aktionen auf irgendeinem an­deren Gebiet der Sowjetunion einen Anlaß geben, Magen gegen Schweden au erheben. Die ungenaue Formulierung derselben beruhe in der Hauptsache auf ungenauen Informationen. Insbesondere beruh­ten die Behairptimgen betreffs dec Rekrutierung schwedischer Freiwilliger nicht auf Tatsachen. Die Rekrutierung von Freiwilligen hat nur auf private JrM-ative stattgefunden, die Anzahl dieser Frei­willigen stimmt nicht mit der von der Sowjet-

Polenkriea zum ersten Male zeigen .

welchem Krieasinstrument sie in den wenigen Jah­ren nationalsozialistischer Aufbauarbeit geworden

damals besser gehabt hätten, als in den letz­ten zwanzig Jahren. Im ganzen tragt die Krakauer Bevölkerung auch einen besser gearteten Charakter, als das fanatisierte Verbrechertum im Warthegau. Bestialitäten wie in Bromberq sind erst weiter öst­lich wieder vorgekommen. AÜerdings fehlte es in Krakau auch an geeigneten Objekten, denn die Zahl der Volksdeutschen betrug in dieser Viertelmillionen­stadt noch keine tausend. Dafür trifft man freilich vor allem unter den früheren Gymnasiasten nicht selten Typen, die so wenig polnisch sino, daß man vermuten kann, in ihnen Nachkommen polemisierter deutscher Geschlechter vor sich zu haben. Denn einst war Krakau eine überwiegend deutsche Stadt, die von deutschen Patriziergeschlechtern regiert wurde. Dicht nebeneinander stehen in der Innen­stadt die älteste deutsche Kirche, die gewaltige M a - rienkirche, und die älteste polnische Kirche, ein winziges Dorfkirchlein.

So, war das Verhältnis zwischen der deutschen und der polnischen Bevölkerung einst. Durch die Schwäche des Reiches ging die Stadt dem Deutsch­tum verloren, das Polentum kam an die Macht, und die deutschen Geschlechter wurden verdrängt oder polonisiert. Heute ist das Reich wieder stark, ein deutscher Generalgouverneur residiert auf der Burg, und Krakau ist auf dem besten Wege, wieder eine deutsch geführte Stad t" zu werden.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels wird am 19. Januar zu einem Besuch in Posen erwartet, wo er in einer Kundgebung in der Posener Messe­halle zu der deuffchen Bevölkerung des Warthe- gaues sprechen wird.

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Die alte deutsche Zeitung Brombergs, die Deutsche Rundschau", die in zwei Jahr­zehnten der Fremdherrschaft die Fahne des Deutschtums allen Stürmen der Zeit zum Trotz emporgehalten hat, rft Sprachrohr der NSDP. geworden, zugleich amtliches Verkün­dung sblatt der Behörden für die Stadt Bromberg und die befreiten Kreise Bromberg-Land, Tuchel, Schwetz, Wirsitz und Zempelburg.

Nach einer Reuter-Meldung aus London ist derehemalige FischdampferJvery" in der Nordsee von einem deutschen Flugzeug ange» gr i f fen unb oerfenft worden. Die neunköpfige Besatzung des Schiffes ist in einem schottischen Hafen gelandet.

Der niederländische DampferArendskerk" (8000 Bruttoregistertonnen) ist am Montagmorgen gegen 7 Uhr im Golfvon Biskaya untergegan­gen. Die Besatzung von 65 Mann wurde von dem italienischen SchissFodora" aufgenommen. Passa­giere befanden sich nicht an Bord. Das Schiff war auf dem Wege von Antwerpen nach Südafrika.

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Der britische DampferAtlantic Scout" (4575 Bruttoregistertonnen) ist, wie Reuter meldet, vor kurzem an der französischen Küsteauf eine Sandbank" gelaufen und innerhalb von zehn Minu­ten gesunken. Die aus 34 Köpfen bestehende Mannschaft konnte sich retten.

den Charakter einer alten Hansestadt, etwa wie Lübeck ober Stralsund. Der Stadtgraben ist unter der österreichischen Herrschaft in einen Gürtel grüner Anlagen verwandelt worden unb erhöht so ben Reiz des anmutigen Stabtbildes. Außerhalb dieses Gür­tels aber beginnt die polnische Barbarei, nur unter­brochen durch die Prunkbauten der Burgakademie unb ber Jagellonischen Bibliothek, durch die ein pol­nisches Kulturleben oorgetäuscht werden sollte, und die doch nur ben erneuten Beweis lieferten, baß in Polen alles, was Kultur heißt, auf fremden, meist deutschen Fundamenten ruht. Den überzeu­gendsten Beweis für die polnische Kulturlosigkeit aber liefert die Burg, ber Wawel. Einst von deutschen Baumeistern aus Nürnberg unb Ulm in monumentaler Schönheit unb Stilreinheit erbaut, ist sie von ben Polen durch immer neue Anbauten zu einem Konglomerat sämtlicher Stile und Stillosig- feitcn des letzten halben Jahrtausends gemacht wor­den, wie es grotesker nicht erdacht werden kann. Bar jeden Stilgefühls haben die Polen immer nur danach gestrebt, bombastisch mit ihrem Reichtum zu protzen, wie man dies in Deutschland nur in ber uns heute künstlerisch und charakterlich so unerträg- lich erscheinenden wilhelminischen Epoche farmte.

Das falsche Pathos, das wir an jener Zeit verachten und belächeln, durchzieht überhaupt alles, was von den Polen selbst in künstlerischer Absicht geschaffen wurde, insbesondere, wenn dabei das nationale Motiv betont wird. Das gilt ebenso von nationalen Denkmälern und Plastiken, wie von allen Gemälden, die Szenen aus der polnischen Geschichte darstellen, und die in ihrem pathetischen Bombast und ihrer Prahlerei geradezu abstoßend wirken. Erst wenn man diese Darstellung sieht, versteht man, wie sehr der politische Größenwahn zum Wesen des polnischen Charakters gehört, und wie es möglich mar, daß die Polen allen Ernstes glauben konnten, in entern Kriege mit Deutschland Sieger zu bleiben.

Es hat sogar sehr viel dazu gehört, daß diese Ueberzeugung in dem belogenen unb betrogenen polnischen Volke zusammenbrach. Noch als wir in Krakau einrückten, erklärten uns unsere polnischen Quartierwirte, sie wollten uns anständig behandeln, weil sie annahmen, daß dann ihre polnischen Trup­pen, die ja bereits in Berlin seien, dort auch gut auf genommen würden. Später verbreitete sich das Gerücht, die Franzosen und Engländer seien bereits in Bielitz eingerückt. Und als nach ber Beendigung des polnischen Feldzuges unsere Trup­pen an die WestftoM marschierten, glaubten viele Polen, wir seien geschlagen und auf Der Flucht. Inzwischen hat sich der wahre Stand der Dinge auch bei den Polen herumgesprochen, und sie rea- gierten darauf im allgemeien mit der typisch slawi­schen Apathie und Resignation. Das gilt insbeson- dere von der breiten Masse der Bevölkerung, die ja auch im Versailler Polen keine Freihett gekannt hat, sondern von einer dünnen Oberschicht be­herrscht und von den Juden ausgesaugt wurde.

In der Krakauer Bevölkerung sind die Erinne­rungen an die österreichische Zeit noch sehr lebendig, insbesondere bei der älteren Genera­tion, und viele Polen versicherten mir, daß sie es

regierung genannten Zahl überein. Die schwedischen Behörden unterstützen die freiwillige Rekrutierung Nicht, Offiziere und Soldaten, die in Schweden die­nen, nehmen nicht als Freiwillige am finnischen Kriege teil. Die Sendungen von verschiedenen Ge­genständen aus Schweden nach Finnland oder Sendungen aus anderen Ländern, die im Transtt durch Schweden gehen, können nicht der Anlaß zu Einwendungen sein. Schweden bemüht sich, feine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern zu wah­ren. Finnland kann die von ihm gewünschten Waren aus Schweden importieren oder im Transtt durch Schweden beziehen. Die schwedische Regierung hält es nicht für möglich, diesen Standpunkt zu ändern und dem Warenaustauscb zwischen Schweden und Finnland Hindernisse in Den Weg zu legens Die schwedische Regierung schließt mit der Hoff­nung, daß ihre Darlegungen Mißverständnisse zwi­schen Schweden und der Sowjetunion zerstreuen und der Sowjetunion beweisen werden, daß ein Anlaß zu Klagen gegen die schwedische Regierung Nicht besteht. Die schwedische Regierung führe keine aggressive Politik gegen die Sowjetunion und wünsche, jedes Mißverständnis in den gegenseitigen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Schwe- den zu vermeiden.

Moskau licht befriedigt.

Dazu schreibt die sowjetrussische Telegraphen« agentur: Die von der norwegischen und besonders von der schwedischen Regierung den Vertretungen der Sowjetregierung erteilten Antworten können nicht als voll befriedigend angesehen werden. Die Regierungen von Norwegen und Schwe­den leugnen nicht alle Handlungen, welche ein Be­weis der Verletzung der Neutralitätspolitik von ihrer Seite sind. Diese birgt Gefahren. Lr ist der Beweis dafür, daß die Regierungen von Schweden und Norwegen fich nicht mit der nötigen Energie der Aktion der Mächte wider­seh e n, die sich bemühen, Schweden und Norwegen in einen Krieg gegen die Sowjetunion zu ziehen.

Ungarische Richtigstellung in Moskau.

M o s k a u, 15. Jan. (DNB.) Wie einer amtlichen Verlautbarung zu entnehmen ist, gab ber ungarische Gesandte in Moskau v. Kristoffy dem stellver« tretenden Außenkommissar Potemkin eine offi­zielle Erklärung ab, die sich gegen die tendenziösen Gerüchte wendet, die von gewisser Seite über di« in Venedig stattgefundenen Besprechungen zwischen dem Grafen Ciano und dem ungarischen Außenminister Graf Csaky verbreitet wurden. Dabei wurde u. a. behauptet, daß die italienisch-ungari­schen Besprechungen gegen di e Sowjet­union gerichtet gewesen seien. Der ungarische Gesandte konnte nunmehr im Namen der ungari­schen Regierung erklären, baß die ungarische Regie­rung diese Gerüchte kategorisch demen­tiere. Gleichzeitig halte es die ungarffche Regie­rung für angebracht, hinzuzufügen, baß in Venedig auch nicht bie Frage der Schaffung eines Blockes aus irgendwelchen Staaten besprochen wurde.

NSG. P.K. Als unsere junge Luftwaffe im | schen Karlsruhe und Kehl Sperre zu fliegen. 18.05 olenkrieg zum ersten Male zeigen konnte, zu i Uhr sah ich bei Karlsruhe in 3800 Meter einen nach miaen Jab- Westen fliegenden Hochdecker, einen Franzosen. Ich gab sofort bas Angriffszeichen und flog nach Westen ausholend auf ihn zu, um ihn abzuschneiden. Wäh­renddessen gab unsere Flak zwei gute Richtungs­schüsse ab. Beim Näherkommen entdeckte ich deutlich die französischen Kokarden. Den ersten Angriff setzte ich von links oben an, der verschiedene Treffer dem Gegner einbrachte. Beim zweiten Angriff brach das Flugzeug auseinander. Der Beobachter sprang ab und hing schwer verwundet in ben Gurten, während der Flugzeugführer ohne Fallschi»- >. herausgiug. In ber Nähe von Karlsruhe erfolgt brr Aufschlag." Für diesen ersten Waffengang unserer Jäger an der Westfront erhielt Leutnant G. das EK. II. Erster von vielen weiteren erfolgreichen Kameraden! Der

russischen U-Boot torpediert. Er sank innerhalb von fünf Minuten. Die meisten Mit« alieder ber Besatzung wurden von einem schwebi- schen Dampfer gerettet. Der Kapitän und ber Erste Steuermann gingen mit dem Schiff unter.

Mussolini hat ben Führer der deuffchen Ab­ordnung zur Durchführung der Umsiedlung der deuffchstämrnigen Bevölkerung des Oberetsch zu einer herzlichen Unterredung Empfangen.

Russische Vorstellungen in Schweden und Norwegen

Protest gegen unneutrales Verhalten im finnischen Konflikt

tägliche Befehl, ben unsere Jagdflieger erhalten. ! stens so zu schwachen, daß der An- Einen solchen Befehl erhielt auch ßeuinant G. am griff nicht zur Auswirkung kommt.

8. September. Zwischen Karlsruhe und Kehl sollte er den Luftraum freihalten. Es war bereit? am Spätnachmittag, als er einen Hochdecker sichtete.

4000 Meter hoch. Ein französischer Aufklärer. Ihn holte sich ber junge Staffelkapitän herunter der erste Abschuß an der Westfront. In knappen Worten schildert er in seinem Abschußbericht diese erste Feindberührung.... 8.9.39 18.10 Uhr. Höhe 3500 Meter. Auftrag: In 56000 Meter Höhe zwi-