Ausgabe 
15.10.1940
 
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Das deutsche Volk dankt seinen Bauern

Die Ehrenabordnung des deutschen Bauerntums in der Beichshauptstadt.

nicht nur ihre eigene Zeitung mit Spannung und Interesse durchstudieren, sondern daß die Zeitungen geradezu zu Tauschobjekten werden. Die großen politischen und militärischen Nachrichten sind ja im allgemeinen entweder durch den Rundfunk oder durch die Frontzeitungen bereits bekannt, wenn die Feldpost die Streifbandsendungen an die Ein­heiten verteilt. Aber was den besonderen Wert der Zeitungen aus Provinz, Stadt oder Kreis irgend­wo in Großdeutschland ausmacht, das ist d e r Hel­ma t t e i l. Wie eng jeder deutsche Soldat bewußt

Pk. Ein altes soldatisches Scherzwort lautet:Un­rasiert und fern der Heimat". Es teilt das Schicksal vieler Sprichwörter; es trifft nur bedingt zu und hat eigentlich den größten Teil seiner Wahr­heit verloren. Denn erstens wird man lange suchen müssen, um irgendwo im deutschen Feldheer einen unrasierten Soldaten zu finden, undfern der Heimat" sind wir eigentlich im Zeitalter von Rund­funk, Fernschreiber und Flugzeug auch nicht mehr. Unter den vielen Brücken, die von der Heimat zur Front hinüberführen, erfreut sich eine ganz be­sonders lebhafter Benutzung. Es ist jener Verbin­dungsweg, d-er nicht dem einzelnen Soldaten im Felde und seinen Freunden und Angehörigen in der Heimat dient, sondern er ist gewissermaßen auf Massenverkehr eingerichtet. Gemeint ist die H Li­ma t z e i t u n g. Sie gehört bei den meisten unserer Feldgrauen zu den Erscheinungen des Alltags, und zwar zu den beliebtesten.

Wenn am Nachmittag nach Beendigung des Dien­stes derSpieß" die Poft an die Kompanie, Bat­terie oder Schwadron verteilt, dann nehmen oft die Zeitungssendungen aus der Heimat den größten Raum ein. Und da im allgemeinen unsere Feld­einheiten eine einheitliche landsmannschaftliche Zu­sammensetzung aufweisen, gehört die Lektüre der Heimatzeitungen zu den unterhaltsam­sten und meist auch lustigsten Stunden der Freizeit. So erleben wir es immer wieder, daß die Landser

Berlin, 14. Oft. (DNB.) Mt berechtigtem Stolz kann das deutsche Landvolk auf ein erfolg­reiches Jahr zurückblicken. Dieser Erfolg ist ihm nicht in den Schoß gefallen, sondern mußte schwer erkämpft werden. Der Lohn für die außerordent­liche Kraftanspannung war, daß das deutsche Land­volk eine normale, gesunde Friedensernte zu ver­zeichnen hat. Das zeugt von der gesunden Kraft deutschen Bauerntums und von der Folgerichtigkeit der von Reichsminister Darrs geführten Agrar­politik. Das deutsche Volk weiß seinen Bauern Dank dafür, daß sie mit dieser Ernte die von England über uns verhängte Blockade illusorisch gemacht haben. Die Erzeugungsschlachten in der Vorkriegs­zeit, viel bespöttelt und kritisiert von unseren Fein­den, haben ihre Früchte getragen. Aber alle Maß­nahmen und Bemühungen des Staates allein hät­ten das nicht erreicht, wenn nicht Bauer und Bäue­rin und das Heer der deutschen Landarbeiter mit so großem Verständnis, mit solcher Arbeitskraft das aroße Werk angepackt hätten. Dafür dankt ihnen heute die ganze Nation.

Diesen Dank entgegenzunehmen, ist eine aus fast 300 Frontbauern, Dauern, Bäuerinnen und Land­arbeitern bestehende Ehrenabordnung des deutschen Bauertums aus allen Gauen des Reiches in Berlin. Wir sehen Frontbauern aus der Saarpfalz, aus Baden, dem Rheinland, aus dem Warthegau, Danzig, Westpreußen, Ostpreußen und Schlesien, die zwischen den Bunkern des West­walles, im Feuerbereich der französischen Artillerie oder unter dem Polenterror ihre Pflicht als Bauern taten. Mt Bauern und Landarbeitern nehmen die kinderreichen Bäuerinnen, die mit starker Hand Haus, Hof und Acker verwalten, während der Dauer draußen an der Front mit der Waffe in der Hand als Soldat die deutsche Scholle verteidigt, an dem Empfang teil.

ter Adolf Hitler an dieser großen Entscheidungs­schlacht mitkämpfen durstet.

Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsmini- ster Darre empfingen am Nachmittag in den Räumen des Reichspropagandamuilftenums die Ehrenabordnungen. Der Nationalsozialismus, sagte Dr. Goebbels, habe die Möglichkeit eines von der gegnerischen, plutokratischen Welt herausgeforderten Krieges rechtzeitig in Rechnung gestellt. Dem Bauern sei die Aufgabe zugefallen, die Ernährung unseres Volkes zu sichern und den britischen Plan einer Blockade -gegen Frauen und Kinder von vorn­herein zu Schanden zu machen. Ihr habt durch eine verantwortungsvolle, fleißige, entsagungsvolle und anspruchslose, aber darum umso wertvollere Arbeit dafür gesorgt, daß nicht nur der Soldat draußen an der Frönt, sondern auch der Arbeiter in der Heimat alles das an Nahrungsmitteln erhält, was er zu seinem Leben und zur Fortführung von Kampf und Arbeit notwendig hat. Aber ihr gehört nicht zu jenen Menschen, die mit ihrer Arbeit bei öffentlichen Demonstrationen zu prunken pflegen. Boden für die Frucht zu bereiten, das ist eure höchste Ehre vor euch selbst, vor eurer Familie, vor eurem Dorf, aber auch vor eurer Nation und vor eurem Führer. Es ist nun allzu erklärlich, daß, wenn der Bauer 12 Monate lang in harter Arbeit, die niemals einen Achtstundentag getonnt hat, die Scholle bearbeitet, er am Ende eines schweren Jah­res das Bedürfnis hat, eine Ruhepause einzulegen, auch in Kriegszeiten wollen wir den Tag des Ernte­dankes nicht vorübergehen lassen, ohne eine Brücke zu schlagen von der Führung des Volkes zum Bauern selbst. Und deshalb seid ihr als die Vor­hut des gesamten deutschen Bauerntums für zwei Tage nach Berlin eingeladen worden. Wir möchten euch bei dieser Gelegenheit im Namen unseres Vol­kes danken.

Wir möchten euch und über euch hinaus all den vielen unbekannten Bauern und Bäuerinnen dan­ken, die 12 Monate lang in harter Krieoszeit die Scholle bearbeiteten und dafür sorgten, daß untere Soldaten, unsere Arbeiter und unsere geistigen Ar­beiter sich um das tägliche Brot kaum Sorge zu machen brauchten. Nehmt den Dank des ganzen Volkes, den Dank des Führers für die horte, schwere und entsagungsvolle Arbeit, die ihr in die­ser Krieaszeit geleistet habt, entgegen!" Dr. Goeb­bels schloß mit einem Siegheil auf den Führer, der die Nation verkörpert, für die der Bauer Jahr um Jahr seine Pflicht tut.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing in der Neuen Reichs­kanzlei den italienischen Außenhandelsminster Ric­cardi in Gegenwart des Reichswirtsch'-'ftmini- sters Funk. Handelsminister Riccardi war Gast des Reichswirtschaftsministers in seinem Hause am Wannsee. Gleichfalls anwesend waren die Göttin des erkrankten italienischen Botschafters Alfieri, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsministsr Dr. Lammers, Staatsminister Dr. Meißner, die Staatssekretäre von Weizsäcker und Dr. Landfried, Gesandter Elodius, Dr. Friedrich Flick und Dr. Otto Ehr. Fischer mit ihren Damen.

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Der Führer hat dem bulgarischen Landwirt­schaftsminister B a g r i a n o f f das Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler verliehen. Reichs­minister Darrs übergab die Auszeichnung dem Mi­nister am letzten Tage des Deutschlandbesuches seines Gastes. Bagrianoff überreichte dem Reichs­minister das ihm vom Zaren der Bulgaren ver- liehene Groß kreuz des Alexanderordens.

DemPetit Dauphinois" wird aus Riom ge­meldet, daß der Staotsgerichtshof die Berufung des ehemaligen französischen Ministers für nationale

Erziehung, des Juden Jean Zay, der vom Kriegsgericht der 13. Region wegen Fahnenflucht zur Deportation und Degradierung ver­urteilt worden war, abgewiesen hat.

Die Hafenpolizei von Marseille hat die Flucht einer verdächtigen Pacht verhindert, auf der sich 22 Personen ohne Ausweis, darunter mehrere Ju­den und Ausländer, befanden. Man glaubt, einer Organisation auf die Spur gekommen zu sein, die Ausländern und Franzosen, die aus politischen oder strafrechtlichen Gründen mit den französischen Be­hörden in Konflikt stehen, zur Flucht ins Ausland verhalf.

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Vor der rumänischen Untetsuchungskommission für politische Verbrechen wurde der frühere Buka­rester Polizeipräfekt und Innenminister General Gabriel Marinescu über die Umstände ver­nommen, unter denen Codreanu und seine 13 Mitkämpfer sowie die übrigen Legionäre ermor­det wunden.

Der am 28. Oktober in Kraft tretende italie­nische Winterfahrplan steht die Wieder­einführung zahlreicher Züge vor, so daß der Eisen­bahnverkehr in Italien wieder beinahe den Umfang der Zeit vor dem Kriege erreichte. Zwischen Mai­land und Neapel wird wieder ein elektrischer Blitz­zug eingerichtet.

Messaggero" berichtet aus Tokio, daß dem ita­lienischen Botschafter von einer Abordnung der Schwert-Werkstätte von Soki ein für den Duce als Ehrengeschenk bestimmtes japanisches Schwert überreicht worden ist. Das Schwert ist von dem berühmten Meister Kanegava Wacondo geschmiedet worden.

Aus aller Welt.

Der Reichsmusikzug des Relchsarbeilsdienfies in IHonfakone.

Zum Abschluß seiner Jtalienreise gab der Reichs- musikzug des Reichsarbeitsdienstes unter der Lei­tung von Herms Niel in der Vereinigten Adria-Werft von Monfalcone vor 8000 Ar­beitern während ihrer Mittagspause ein Konzert, an dem auch der deutsche Generalkonsul in Triest, der Ortsgruppenleiter der NSDAP., der Präsident des Unternehmens und die Leiter der Faschistischen Partei teilnahmen. Die Arbeiterschaft brachte stür­mische Hochrufe auf Hitler und Mussolini aus und zollte den Musikern jubelnden Beifall.

AusstellungDeutsche Größe" in München.

Als parteiamtliche Ausstellung wird am 8. No­vember im neuen Bibliotheksbau des Deutschen Museums in München die AusstellungDeutsche Größe" eröffnet. Die Ausstellung will die Höhe­punkte deutscher Geschichte anschaulich sichtbar machen und stellt eine Einheit von Schaustück, bild­hafter Darstellung, alten «Gemälden und Stichen, Plastiken und Urkunden, Fundgegenständen, altem und neuem Schrifttum dar. An ihrem Zustande­kommen waren 270 Künstler aus 20 deutschen Städten beteiligt.

Eine Marine-Erinnerungsstätte in Wilhelmshaven.

Im Wilhelmshavener Kolonialmufeum ist ein Raum eingerichtet worden, der einen Ueber­blick über die Taten unserer Kriegs­marine in diesem Kriege gibt. Lichtbilder und Beutestücke füllen das Erinnerungszimmer. An Beutestücken findet man u. a. die Flagge eines eng­lischen U-Bootes, die in Hela erbeutete ehemalige polnische Kriegsflagge, Sprenqstücke einer hollän­dischen Kanone, die Schiffsglocke eines holländischen Panzerschiffes und einen in Hela erbeuteten gegos­senen polnischen Adler. Ferner sind Splitter von Sprengbomben, eine MG.-Trommel aus einem ab-

Nach Besichtigung der Berliner Sehenswürdig­keiten und einem Rund gang durch das Reichssport­feld wurde die Bauernabordnung in den Reichs­sportfeldterrassen von Reichsminister Darrs emp- fongen. Er betonte, dies Beisammensein in der Reichshauptstodt sei die richtige Stunde, um einmal den Blick zurückzuwenden. Dor kurzem sei er erst aus Italien zurückgekommen, und er wünsche, jeder einzelne im deutschen Landvolk könne hören, mit welcher Anerkennung und mit welcher Hochachtung man im Ausland von den Leistungen des deutschen Bauern spreche. Man frage sich dort immer wieder, wie das Wunder geschaffen wurde, daß Deutschland nach einem Jahr Krieg eine so mustergültige Er- nähnungswirtschaft führen könne. Der heutige blu­tige Kamps, der vor sieben Jahren unblutig be­gonnen wurde, sei ein Kampf gegen das Prinzip, daß auf dem Rücken des Bauern der Spekulant seine ausbeuterischen Geschäfte mache. 1933, als der Nationalsozialismus zur Macht kam, wurde die Herrschaft dieser Clique gebrochen. Dann folgten sieben Jahre des Aufbaues. In diesem Kampf sei es darum gegangen, der englischen Freihandelslehre unsere deutsche Marktordnung entgegenzusetzen, und wenn das deutsche Bauerntum in aller Zukunft leben will, dann müsse und werde dieser Kampf ge­wonnen werden. Vor 25 Jahren im Weltkrieg sei das Bauerntum nicht einmal in der Lage gewesen, die selbstverständlichen Forderungen durchzudrücken. Heute nach sieben Jahren Arbeit im nationalsozial^ stischen Staat sei es so, daß die Reichsregierung deM deutschen Landvolk den Dank ausspreche für eine Leistung, die so ungeheuer sei, daß die Welt sie uns nicht glaube. Zum Schluß betonte Reichsminister Darrs:Und wenn Ihr wieder an Eure Arbeit geht und manchmal voll Sorge seid, dann denkt daran, wie werden Eure Kinder und Enkelkinder voll Stolz davon sprechen,'daß Ihr es wart, die un-

Vorgeschichtliche Streitwaffen kämpfen für das Kriegs-WHW.

Die kulturhistorische Bedeutung der Abzeichen zur 2. Veichsstraßensammlung.

Der Landser und seine Zeitung

Von Kriegsberichter Karl Heinz Balzer.

oder unbewußt an seiner engeren Heimat hängt, erkennen wir am besten, wenn wir ihn bei der Lektüre seiner Zeitung belauschen. Jede Kleinigkeit aus seiner Stadt, am Marktflecken oder dem Nach­bardorf interessiert ihn, er will wissen, wie die Ernte ausgefallen ist ober wie der 'Viehmarkt beschickt wurde, und aus den Anzeigen entnimmt er, welcher Film inseinem" Kino läuft. Wie oft geschieht es auch, daß der Soldat erst aus seiner Zeitung von frohen oder traurigen persönlichen Ereignissen in den Familien seiner Freunde und Bekannten, Diel- leicht seines Nachbarn oder seines Lehrmeisters er­fährt.

So ist die Heimatzeitung die beste und wirkungs­vollste Ergänzung des Feldpostbriefes aus der Heimat. Wenn aus irgendwelchen Gründen von den nächsten Angehörigen einmal eine Woche oder länger der gewohnte Feldpostbrief ausbleibt, so freut sich der Feldsoldat doppelt über seine Hei­matzeitung. Die Zeitung bringt ihm ein Stück hei­matlicher Erde ins Feld hinaus. Die Nachrichten aus dem Heimatort verbinden ihn über Hunderte von Kilometern mit seinem Haus, mit seiner Straße, und die Erzählungen und Geschichten bringen ihm die nachdenklichen Stunden der Erbauung, auf die gerade der Soldate, von dem höchster Einsatz ver­langt wird, nicht verzichten kann und will.

Ohne viel Worte dankt der Soldat seiner Zeitung für ihr pünktliches Eintreffen und für ihre täg­lichen Grüße, indem er sie gewissermaßen in seinen privaten Dienstplan einsetzt. Daß die Heimat in ihrer Fürsorge für den Feldpoftsoldaten auch diese Seite der Betreuung nicht vergessen hat, weiß jeder Soldat zu schätzen. Denn es gibt kaum einen Feldgrauen, der nicht entweder auf direktem Wege von seiner Zeitung oder auf dem Umwege der Ver­teilung durch die Einheit täglich seine Heimatzeitung lesen kann. Und es gibt vielleicht kein schöneres Lob für diese Tatsache, als daß der Landser sagt: Meine Zeitung".

würfe für die NSV. geschaffen hat, frei gestaltet worben.

Da sinb zunächst zwei Aexte, die in ihrer Form stark bem Liktorenbeil, bas wir ja von den faschi- ftischen Abzeichen kennen, ähnlich sehen. Trotz ber freien Gestaltung handelt es' sich unverkennbar um Amazonenäxt e", die etwa aus dem Jahre 2000, also aus Der frühen Bronzezeit stammen.

Das interessanteste Abzeichen ist zweifellos jenes, das wie ein einfacher Winkel oder auch wie ein Wurfholz, ein Bumerang, aussieht. Es ist dies eine bandkeramische Steinhacke, und zwar eine Steinhacke in Knieholzschäftung, d. h. daß das gesamte Werkzeug aus einem winkelförmig ge­bogenen Holzstück hergestellt ist, das an der äußer­sten Spitze einen zugespitzten Stein als Schneide aufweist. Derartige Steinhacken des bonaulänbifcben ober bandkeramischen Kulturkreises waren in ber älteren Steinzeit, etwa 3000 v. d. Zeitwende, ge­bräuchlich.

Interessant ist auch das Abzeichen, das sich burch eine dolchartige Spitze von den anderen, die Schnei­den aufweisen, grundlegend unterscheidet. Tatsächlich ist dies auch weder ein Beil noch eine Streitaxt, sondern einDoleh sta b" ber frühen Bronze­zeit, die etwa um 1700 bis 1600 v. d. Z. zuerst im Gebiet des mittelmeerischen Kulturkreises Spa­nien, Italien, Frankreich, Südengland und Irland auftraten und später in ganz Europa gebräuch­lich waren. Der Bronzezeit, allerdings her mittleren bis späten, gehört auch das Abzeichen an, bas eine frei gestaltete Nachbilbung einesTülle n b eils" barstellt. Derartige Beile waren in Mitteleuropa zwischen 1100 urtib 700 gebräuchlich.

Das letzte Abzeichen ist wieder erheblich älter und entstammt ber jüngeren Steinzeit (etwa 2000 v. d. Z.). derartigeF e l s g e st e i n b e i l e" waren in der ganzen Welt üblich. Aber feststeht, baß vor rund 4000 Jahren unsere nordisch-germanischen Vor­fahren besser spricht man wohl von Vorindoger­manen solche Felsgesteinbeile gebrauchten.

Zeichen des Kampfes und des Sieges waren die Originale, Zeichen unerschütterlichen Kampfgeistes sollen auch die Nachbildungen sein, die wir zur kommenden Reichssttaßensammlung für das Kriegs- WHW. als sichtbare Zeichen unseres Siegeswillens tragen wollen. J. D.

telsgrwmme an daserhabene spanische Mutterland" zu richten. Rasse steht gegen Dollar. E. S.

Japanische Offensive in Mitielchina.

Schanghai, 14. Okt. (Ostafiendienst des DNB.) Japanische Truppen, unterstützt von ber Luftwaffe unb von armierten Flußfahrzeugen, eröffneten ben Angriff an ber 300 km breiten Front zwischen Wuhu am Jangtse-Fluß unb Hangtschau, wo seit ben Operationen im Jahre 1937 keine we­sentlichen Kampshanblungen mehr stattgefunden haben. Nach Meldungen aus dem japanischen Hauptquartier in Mittelchina macht die Offensive, die gegen 20 Tschungkinger Divisionen in gut aus- gebauten Stellungen gerichtet ist, gute Fortschritte. Die japanischen Truppen stürmten die chinesische Schlüsselstellung bei Suantscheng, südöstlich von Wuhu am Pangtse. Nach mehrstündigem er­bitterten Kampf zogen sich die chinesischen Truppen unter Verlust von mehreren tausend Toten zurück. Don anderen Punkten der Front gingen ebenfalls Meldungen japanischer Erfolge ein.

von, daß auch aus rein wirtschaftlichen Gründen z. B. Argentinien und Brasilien, aber auch Mexiko sich weigern, dem nivellierenden Dollarimperialis- mus ihre Eigenart zu opfern.

Die plumpen Versuche nordamerikanischer, von Juden geschriebener Zeitungen, Südamerika gegen die Neuwerdung Europas und das in ihm ver­ankerte Spanien aufzuhetzen und den Männern spa­nischer Rasse in Amerika vorzuspiegeln, das natio­nale Spanien wolle die Entwicklung Südamerikas zurückschrauben und es wieder von sich abhängig machen, sind durchschaut worden. Denn hinter diesen Lügen lauert ein nackter Wirtschaftsimperialismus, der mit dembig stick" des älteren Roosevelt einst gegen die Nationen iberischer Kultur oorging und ihn nun hinter den Phrasen von der ,/guten Nach­barschaft" und dengemeinsamen Interessen" ver­steckt, bereit, wieder zu knüppeln, wenn man m Buenos Aires, Rio de Janiero, Valparaiso, Lima, Mexiko und anderwärts sich dessen Diktat nicht fügen will. Die geschichtliche und gegenwärtige Be­deutung der Selbständigkeit der ibero-amerikanischen Republiken aber wird durch nichts deutlicher aufge­zeigt als durch die Tatsache, daß sie selbst bei pan­amerikanischen Konferenzen nicht verfehlten, Gruß-

Ms die Römer erstmalig in Berührung mit un­seren Vorfahren, den Germanen ber Zeitwenbe, kamen, fiel ihnen vor allem ber unbändige Stolz dieser von ihnen ganz zu Unrecht alsBarbaren" angesprochenen Männer auf. Stolz und herrisch im Auftreten waren sie wahrlich, ein Volk von Herren, von Bauernkönigen, ihres Wertes voll bewußt. Und es paßt nur zu diesem Bild, das uns von Tacitus unb anderen römischen Schriftstellern überliefert ist, baß diese Männer auf nichts stolzer waren als auf ihre unantastbare Ehre und auf ihr kampferprobtes Schwert, das Zeichen ihres Herrentums.

War damals das Schwert das Zeichen des freien Mannes, so war es in der Bronze- unb Steinzeit, taufe nb und zweit aus end Jahre vor der Zeitwende, die Streitaxt, deren Besitz kenn­zeichnend war für den Freien: für einen Sklaven, einen unfreien Mann, gab es keine Streitwaffen, denn der Kampf war damals genau wie in den späteren Jahrhunderten der germanischen Frühge­schichte, genau wie im neuen Deutschland, das alleinige Vorrecht des nur sich selbst und der Pott- heit verantwortlichen freien Mannes.

Wenn nun jetzt die NSV. bei der zweiten Reichs­straßensammlung des Kriegs Winterhilfswerks 1940/41 als Sammelabzeichen altgermanische Streitäxte und Beile aus den Anfängen indogermanisch-nordischer Kultur gewählt hat, so ist diese Wahl in vieler Hinsicht als symbolisch zu be­zeichnen. Denn wie einst unsere Vorfahren in grauer Vorzeit mit solchen Waffen den Kampf gegen den Hunger und den Feind, der ihr Leben und ihre Existenz bedrohte, aufnahmen unb siegreich beende­ten, so schafft sich heute bas deutsche Volk mit die­sen Nachvildngen Waffen für seinen sozialen Auf­stieg.

Prähistorisch betrachtet gehören diese kleinen Streitwaffen den verschiedensten Kulturepochen an, wie Prof, von Jenny vom Museum für Vor- unb Frühgeschichte in Berlin unserem Mitarbeiter auseinanbersetzte. Natürlich sinb die aus Leicht­metall gefertigten, mit Halbedelsteinen aus Idar, der Stadt der deutschen Edelsteinschleiferei, verzier­ten Sammelabzeichen keine sklavischen Nachbildun­gen irgendwelcher Funde, sondern deren Linien- unb Formenwett ist ddh dem Künstler, ber die Ent-

Gutes Licht hilft den Augen D-rl-ng-n eieMtum immer

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