Ausgabe 
15.8.1940
 
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eine Konstellation der beiden RiesHnplaneten Ju­piter und Saturn. An sich sind Begegnungen zwischen Jupiter und Saturn nicht allau selten, son­dern finden etwa alle 20 Jahre statt, so zuletzt noch im September 1921 und Oktober 1901, ohne daß sie irgendwelches Aufsehen erregten. Die große Mehrzahl dieser Konstellationen ist entweder über­haupt nicht sichtbar, weil beide Planeten der Sonne zu nahe stehen, oder es ist ein kaum wahrnehm­bares Ereignis.

Nur wenn beide Planeten in Opposition zur Sonne stehen und gleichzeitig eineKonfunktion" zwischen ihnen eintritt, kommt es zu einem bedeu­tenden Himmelsschauspiel, weil dann der sich schnel­ler bewegende Jupiter zwei- oder gar dreimal zum langsameren Saturn in eine Eng-Stellung tritt. Die­ser Fall ereignet sich durchschnittlich alle 260 Jahre nur einmal und wurde zuletzt 1682 und davor 1425 erlebt. Dieses Schauspiel werden wir 1940/41 genau wie im Jahre 7 vor unserer Zeitrechnung wieder erleben. Wieder wird in die­sem Jahre eine dreimaligeKonjunktion" im Widder-Sternbild vor sich geben, wie sie seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr da war. Im Juli 1940 begann die Annäherung der beiden Pla­neten und am 2. August standen sie in Eng-Stellung. Die eigentliche Konjunktion' im gleichen Meridian tritt am heutigen 15. A u g u st ein und wieder­holt sich in der Nacht zum 12. Oktober 1940 und am 2 0. Februar 1941. Die sonstigen Eng-Stellungen der Planeten werden am 30. Ok­tober dieses Jahres und am 9. Februar 1941 er­reicht.

Jetzt im August wird die eindrucksvolle Him- melserscheinung nur für Frühaufsteher zu sehen sein, im Oktober wird sie während der ganzen Nacht sichtbar bleiben und im Februar 1941 am eindrucksvollsten in den Abendstunden.

Oie neue Sescbästsstenografenprüfung

über die Schreibmaschine, über die einzelnen Sy­steme, über die Reinigung und Pflege der Maschinen Bescheid wissen. Für Anfänger sind bei der Steno­typistenprüfung Erleichterungen gewährt. So er­folgt die Geschwindigkeitsprobe in Kurzschrift statt bei 150 bei 120 Silben in der Minute. Für das Schnellschreiben werden statt 180 nur 150 Rein­anschläge verlangt.

Die Geschäftsstenografenprufunaen zerfallen also jetzt in die schon früher übliche Kurzschriftprufung, in eine Prüfung im Maschinenschreiben und in die neue Stenotypistenprüfung. Die ersten Prüfungen nach der Neuregelung' sollen Ende Oktober statt­finden.

Gietzen-Klein-Linden.

Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde dem Ge­freiten einer Kraftfahrerabteiluna Erwin Weller von hier das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Ferner sind in den letzten Wochen die nachstehend genannten Söhne unserer Gemeinde für ihren Ein­satz im Westen, mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden: Feldwebel Fritz Morne- weg, Soldat Wilhelm Weigel, Obergefreiter Fritz Weller, Unteroffizier Rudolf Holler und Unteroffizier Heini K e u d e l. Letzterer ist auch im Besitz des Eisernen Kreuzes I. Klasse. Feldwebel Wilhelm Fey erhielt schon im Feldzug gegen Polen das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 15. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kar­toffeln, kg 6,5, 5 kg 65, Wirsing J4 kg 7, Weiß­kraut 5, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 7, rote Rüben 10 bis 14, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 15, gelb 21, Erbsen 25 bis 30, To­maten 22, Zwiebeln 14, Pilze 50, Frühäpfel 40, Falläpfel 10 bis 12, Birnen 30 bis 40, Pflaumen 30, Zwetschen 30, Mirabellen 30 bis 35, Renekloden 30, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 3 bis 8, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken 1% bis 4, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis10, Sellerie 30, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rpf.

Einführung der Slenolypistenprüfung.

Bisher wurde bei den Geschäftsstenografenprü­fungen vor den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern in der Hauptsache nur in Kurzschrift geprüft. Nun ist für das ganze Reichs- gebiet die Stenotypistenprüfung eingerichtet worden, durch die erreicht werden soll, daß die Berufs- bezeichnung Stenotypist nur noch für den Anwendung findet, der diese Prüfung bestanden hat. Es werden eine Geschwindigkeitsprobe in Kurzschrift, ein Schnellschreiben bei der Maschinenschreibprüfung und das formgerechte Gestalten eines Schriftstücks verlangt. Der Stenotypist muß selbstverständlich auch

* Das Schutzwall-Ehrenzeichen v e r- liehen. Für seinen Einsatz beim Bau des West­walls wurde dem Bezirks-Jnnungsmeister des Kraftfahrzeuahandwerks Ernst A ß m a n n in Gie­ßen vom Führer das Schutzwall-Ehrenzeichen ver­liehen. Aßmann hat sich durch seine Mitarbeit als Reparatur-Referent für das Kraftfahrzeugwesen bei der Organisation Todt um die Arbeiten am Westwall verdient gemacht.

Aus der engeren Heimat.

Heinrich Brauer, Ober-Ofleiden, 80 Jahre alt.

> * Ober-Ofleiden (Kreis Alsfeld), 15. Aug. Der hiesige Landwirt und Mühlenbesitzer Heinrich Brauer kann am morgigen Freitag, 16. August, in körperlicher und geistiger Frische jein 80. Le - bensjahr vollenden. Der Jubilar ist durch seine vielseitige ehrenamtliche öffentliche Tätigkeit in früheren Jahren weithin in Hessen bekanntgeworden Bon 1897 bis 1924, also 27 Jahre lang, gehörte er als Vertreter der hessischen Bauern dem früheren Hessischen Landtag an, in dem er für die Belange des Landvolkes tatkräftig wirkte. Weiter gehörte er der Landwirtschaftskammer für Hessen seit deren Errichtung bis zum Jahre 1925 an, außerdem stellte er im Landwirtschaftskammer-Ausschuß für die Pro­vinz Oberhessen, im Prooinzialtag und Provinzial- Ausschuß der früheren Provinz Oberhessen, sowie im Kreistag und Kreisausschuß des Kreises Alsfeld viele Jahre lang bis 1925 feine Kraft in den Dienst für das allgemeine Wohl. In Anerkennung (einer Verdienste um die Allgemeinheit wurde Heinrich Brauer von dem früheren Großherzog das Rit­terkreuz des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen. Die Landwirtschaftskammer für Hessen zeichnete ihn durch die Verleihung der klei­nen Silbernen Medaille der Landwirtschaftskammer aus. Die Ludwigs-Universität in Gießen ernannte ihn im Jahre 1924 zu ihrem Ehrensenator. Seit 1925 hat sich der allezeit für das Gemeinwohl tat­frohe und in weiten Bevölkerungskreisen hoch- geschätzte Mann vom öffentlichen Leben zurück­gezogen. Möge dem Jubilar ein weiterer schöner Lebensabend in Gesundheit und Frische beschieden fein.

Eine verhängnisvolle Schwarzfahrt.

Lpd. Marburg, 14. August. Zu nächtlicher Stunde unternahmen zwei junge Burschen aus Sterzhausen mit einem Motorrad, das sie sich angeeignet hatten, eine Fahrt in Richtung Kal­bern. Unterwegs rannten sie gegen einen Baum, wobei der eine von ihnen sofort getötet wurde und der zweite solche Verletzungen erlitt, daß er in die Marburger Klinik gebracht 'werden mußte.

Landkreis Gießen.

8. Lang-Göns, 15.August. Unsere zweit- älteste Einwohnerin, Frau Marie Kromp

Wwe., Enggasse, kann am 18. August ihren 8 7. Geburtstag feiern. Trotzdem sie körperlich et­was behindert ist, hilft sie noch fleißig im Haushalt mit Die größte Freude bereiten ihr die Urenkel, die sie behütet. Im Weltkrieg verlor Frau Kromp einen Sohn und einen Schwiegersohn. Vier Kinder, elf Enkel und fünf Urenkel können mit der hoch- betagten Jubilarin den Geburtstag feiern. Auch wir wünschen viel Glück und noch recht sonmge Tage.

* Geilshausen, 15. Aug. Oberstarzt Dr. W o l k e w i tz hat in seinem Jagdbezirk in unserer Gemarkung innerhalb weniger Tage das d r 111 e Stück Schwarzwild z u r Strecke gebracht. Mit diesem seltenen Jagderfolg hat er unseren Bauern und Landwirten bei der Abwehr des Scha­dens durch Schwarzwild in erheblichem Maße ge­holfen.

Wenn die Polizei verdunkelt...

Ein drastisches Mittel der Abhilfe.

LPD Frankfurt a. M., 13. Aug. Ein Laden­besitzer im Stadtteil H ö ch st hatte an einem der letzten Abende vergessen, das Licht in seinen Ge­schäftsräumen zu löschen, das nun durch die beiden großenSchaufensterin strahlender Helle auf die Straße flutete. Da der Ladeninhaber nicht zu erreichen war, griff die Polizei zu einem ebenso drastischen wie wirksamen Mittel der Abhilfe. Sie ließ einen Malermeister kommen, der die Schau­fenster in kurzer Zeit mit dicker schwarzer Farbe so re st los verdunkelte, daß nicht der geringste Lichtschein mehr auf die Straße fiel. Der leichtsinnige Ladenbesitzer hat nun nicht nur die Reinigung der Schaufenster zu bezahlen, sondern er wird auch noch durch einen empfindlichen Strafzettel nachdrücklich daran erinnert werden, daß man seinen Laden am Abend nicht verlassen darf, ehe man sich davon überzeugt hat, daß alles sorgfältig ver­dunkelt ist.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Aug. Es notierten fe 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 59, b) 54 bis 59, c) 44 bis 50, d) 23 bis 40, Lämmer und Hämmel a2) 50 bis 51, b2) 48 bis 49, c) 30 dis 44, d) 20, Schafe a) 42 bis 44, b) 36 bis 40, c) 10 bis 32, Schweine a) 59, bl) 59, b2) 59, c) 58, d) 55, e) 53, Sauen gl) 59. Marktverlauf: alles zugeteilt.

SJ.-fpori

Förderung des Schwimmsportes in der Schule

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zum letzten Tor verwandelt. Der Sieg der Gäste war verdient.

Handball: Klein-Linden Heuchelheim 19:6 (10:4).

Zu dem Freundschaftsspiel trat Klein-Linden in guter Aufstellung an. In der ersten Halbzeit zeigten die Gäste noch ein gutes Spiel, warteten auch mit einigen Erfolgen auf. Dann aber nahmen die Platz- Herren das Spiel in die Hand und waren ton­angebend bis zum Ende. Der Sturm griff schnell an, verzichtete auf sein früher oft versagendes enges Spiel und konnte infolge guter Schubleistungen diesen hohen Sieg erringen.

Tv. Hörnsheim Katzenfurt (Tv.) Tv. Lützellinden Grüningen (Tv.) Tv. Lang-Göns.

Das Schwimmen ist eine Brauchkunst, deren Er­lernung ebenso notwendig ist, wie Lesen und Schred ben. Die Gefahr des Ertrinkens kann nur durch die Beherrschung des Schwimmens wirksam bekämpft werden. Es darf nicht mehr vorkommen, daß deut­sche Männer, die zur Wehrmacht eingezogen werden, nicht schwimmen können. Sie müssen schon ausgebil­dete Rettungsschwimmer sein, und deshalb müssen die Kinder in bef Schule Schwimmen und auch Retten lernen.

Die gesundheitlichen Werte des Schwimmens kön­nen nicht hoch genug bewertet werden. Der Aufent­halt in Wasser, Luft und Sonne führt zur Abhär­tung und Erhöhung der Widerstandskraft des ge­samten Organismus.

Früher wurde das Schwimmen in den Schulen nur in beschränktem Umfange durchgeführt, heute find die Voraussetzungen, die notwendigen Schwimm­gelegenheiten auch noch nicht überall vorhanden. In die schulische Leibeserziehung ist aber das Schwim­men eingegliedert, und dieRichtlinien für die Lei­beserziehung" stellen es nach Ziel, Inhalt und Durch- führung als Kernstück heraus. Zusammen mit den Spielen, den Grundformen des Laufens, Springens, Werfens und Kletterns gehört Schwimmen zu den Leibesübungen, die an allen Schularten betrieben werden können und müssen. Die Grundlage dieser völlig neuen Bewertung des Schwimmens ist die klare Erkenntnis der erzieherischen, biologischen und gesundheitlichen Werte dieses Sportes.

Das Schwimmen löst gerade in den Entwicklungs­jahren die Reize zu einer gesunden Organentwicklung und zum Wachstum aus. Damit dies erreicht wird, darf nicht nur gebadet werden, sondern entsprechend der Leistungsfähigkeit müssen auch die Anforderun­gen gesteigert werden. Das Ziel ist Leistungsschwim­men (Schnell- und Dauerschwimmen) und als Krö­nung Rettungsschwimmen. Der Wert der Ausbildung von Schülern im Rettungsschwimmen steht außer Zweifel, da die erfolgreiche Anwendung dieser Fähigkeit im Ernstfall amtlich erwiesen ist.

Im Alter von 10 bis 14 Jahren lernen die Kinder am leichtesten schwimmen. Beginnend mit spiele­rischem Baden als Wassergewöhnungsübungen wird die Schwimmbewegung und die richtige Atmung er­lernt. Eine besondere Mutschulung wird durch das Wasserspringen erreicht.

Diese schwimmerische Breiten- und Tiefenarbeit in der Schule wird in absehbarer Zeit ihre Erfolge zei­tigen. Sie dient der Verwirklichung des Zieles: Jeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter."

Auch in unseren heimischen Kreisen wird auf dieses Ziel hingearbeitet, in vielen Schulen wird der Schwimmunterricht nach den Richtlinien durchgeführt. Don den 83 Landschulen des Kreises Gießen haben 29, von den 70 Gemeinden des Kreises Friedberg 23 und von den 103 Gemeinden des Kreises Büdingen 28 Schwimmgelegenheit. H,

Unsere heimischen Geräteturnsr, die überall, wo sie in Erscheinung treten, lebhafte Aufmerksamkeit fin­den und alle Anerkennung erfahren, traten am ver­gangenen Sonntag beim Altersturnen dzw. bei den Ausscheidungskämpfen zu den deutschen Mehrkampf- meifterfdjaften erneut hervor und zeigten eine Fülle der schönsten Hebungen an den verschiedenen Ge­räten. Unser Bild zeigt den Wiesecker Turner Senkstage in vorbildlicher Haltung bei einer Hebung am Barren. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Ortssportgemeinschaststag in Gießen Klein-Linden.

Aus Anlaß des Ortsspvrtgemeinschaftstages, der am Sonntag in Gießen-Klein-Linden durch geführt wurde und über den wir schon berichteten, wurden von den Sportlern auch volkstümliche Cinzelwett- kämpfe in Weitsprung,, Hochsprung, Kugelstoßen und 100-Meter-Lauf ausgetragen. Die Ergebnisse ind folgende:

Weitsprung: 1. Hermann Hinterlang, HI., Jahrgang 1922/23, 5,40; 2. Heini Stein, HI., Jahr­gang 1922/23, 5,10; 3. Hans Steinmüller, Marine- HI., Jahrg. 1924/25, 5 Meter.

Hochsprung: 1. Otto Volkert, HI., Jahrgang 1922/23, 1,60; 2. Karl Ludwig Schmidt, HI., Jahr­gang 1922/23, 1,55; 3. Albert Bingel, HI., Jahr- ggng 1922/23, 1,55 Meter.

Kugelstoßen: 1. Hermann Hinterlang, HI., Jahrgang 1922/23, 10,90; 2. Hans Steinmüller, Marine-HI., Jahrg. 1924/25, 10,50; 3. Rudolf Wag­ner, HI., Jahrg. 1922/23, 9,90 Meter.

100-Meter-Lauf: 1. Hermann Hinterlang, HI., Jahrgang 1922/23, 12,3; 2. Egon Otto, HI., Jahrgang 1922/23, 12,5; 3. Hans Peufch, HI., Jahr­gang 1922/23, 12,8 Sekunden.

Klein-Linden I Steinbach I 4:5 (1:1).

Bei Anstoß zeigte es sich, daß Steinbach eine ganz auserlesene Mannschaft ins Feld geführt hatte. Trotzdem konnten es die Gäste nicht verhindern, daß Klein-Linden durch einen Erfolg feines flinken Linksaußen in Führung gehen konnte. Die Gäste glichen bald durch einen fabelhaften ins Tor ge­lenkten Kopfball aus.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich eine starke Ueberlegenheit der Gäste. Trotzdem konnte Klein- Linden noch einmal in Führung gehen. Dann aber gelang es Steinbach infolge überraschender Durch­brüche, drei Tore zu schießen. In der letzten Viertel­stunde fand sich Klein-Linden wieder zusammen und konnte sein technisch gutes Spiel den Gästen auf­zwingen. Wieder war es der Linksaußen, der auf 3:5, schließlich auf 4:5 aufholen konnte Es wurde auch noch der Ausgleich erzwungen, aber der Schiedsrichter gab wegen Hnklarheit des Tores nur eine Ecke, die aber verschossen wurde. Steinbach spielte auf Verteidigung und konnte seinen Vor­sprung von einem Tor bis zuletzt halten.

Klein-Linden 3gb. Heuchelheim 3gb. 3:5 (2:2).

Klein-Linden erzielte in der ersten Viertelstunde zwei Tore, bie aber von Heuchelheim aufgeholt werden konnten. In der zweiten Halbzeit war der Gästesturm überlegen und konnte drei weitere Tore schießen. Ein vom Schiedsrichter gegebener Elfmeter wurde von Klein-Linden zum dritten und damit

Rodheim 1900 1:4 (1:0).

Die Blau-Weißen rechtfertigten das in sie ge- etzte Vertrauen und brachten einen beachtenswerten Sieg mit nach Hause. Allerdings sah es vor der Pause nicht sehr rosig für die Gäste aus, denn die Platzherren hatten klare Feldvorteile, konnten Fi­cher aber nur einmal bezwingen. Nach der Pause hatten die Platzherren ihr Pulver verschossen, die Gäste beherrschten eindeutig das Feld. Vier Tore brachten sie auf ihr Pluskonto, damit war das Schicksal der Rodheimer besiegelt.

, Klasse II.

Grohen-Linden Heuchelheim 1:5 (0:3).

Dieses Ergebnis dürfte die größte Heberrafchung bedeuten, denn wohl niemand hätte mit einer solch eindeutigen Niederlage der Platzherren gerechnet. Die Gäste hatten aber das Spiel jederzeit in der Hand und waren auch technisch bedeutend über­legen. Bereits vor der Pause hatten sie einen Vorsprung von drei 'Toren herausgespielt, der in der zweiten Halbzeit noch erhöht wurde. Die Platz­herren konnten nur das Ehrentor erzielen.

Hungen Grüningen 3:1 (2:1).

In Hunaen war der Schiedsrichter nicht erschie­nen. Daß das Spiel darunter sehr litt, dürfte klar sein. Die Gäste wehrten sich tapfer und konnten das Spiel jederzeit offenhalten. Trotzdem mußten sie eine knappe Niederlage hinnehmen.

Rödgen 1. 3gb. Daubringen 1. 3gb. 1:2 (0:0).

Die 1. Jgd. von Daubringen konnte am vergange­nen Sonntag ihren Siegeszug fortsetzen. Sie be­siegte die 1. Jgd. von Rödgen nach schönem Spiel verdient mit 2:1 Toren. »

Rödgen 2. 3gb. Daubringen 2. 3gb. 04 (0:2).

Auch die 2. Jgd. von Daubringen befindet sich zur Zeit in einer guten Form. Sie schlug die 2. Jgd. von Rödgen nach überlegenem Spiel mit 4;0 Toren.

Sommerspiel-Ausscheidungen in Frankfurt.

Auf dem Wege zur Deutschen Meisterschaft in den Sommerspielen ermitteln die süddeutschen Be­reichsmeister am 24. und 25. August in Frankfurt (IG.-Sportplatz) die süddeutschen Teilnehmer an den Endspielen in Chemnitz. An den Frankfurter Gruppenturnieren sind die Meister von Hessen, Südwest, Baden, Württemberg und Bayern be­teiligt. Es handelt sich um folgende Mannschaften:

Faustball der Männer: Tv. 46 Gießen, IG. Farben Ludwigshafen, To. Pforzheim-Brötzingen, SV. Klein-Villars (Württ.), Tgd. Schweinfurt.

Faustball der Frauen: CT. Hessen-Preußen Kas- sel, Tura Ludwigshafen, Mtv. Karlsruhe, Mtv. Stuttgart, To. 46 Nürnberg.

Korbball der Frauen: CT. Heffen-Preußen Kas­sel, Tv. Offenbach, To. 46 Mannheim, To. Bad Cannstatt, Tgd. Schweinfurt.

Die jeweiligen Sieger nehmen an den Endkämp­fen um die deutschen Kriegsmeisterschaften am 7. und 8. September in Chemnitz teil.

Arbeitstagung im Fachamt Handball.

Der ungeahnte Aufschwung, den die Handballbe­wegung im Bezirk Gießen genommen hat, macht es erforderlich, einmal in organisatorischer Be­ziehung neue Wege zu gehen, zum anderen aber alle Kameraden, die neu zu uns gestoßen sind, mit unserem Wollen vertraut zu machen. Daneben haben die für das Spieljahr 1940/41 ausgeschriebe­nen Meisterschaftsspiele für alle Einheiten Aende- rungen im Gefolge, die sich nur im Rahmen einer gedeihlichen Aussprache den interessierten Kreisen vermitteln lassen. Schließlich und nicht zuletzt ist es unumgänglich, dem Schiedsrichterproblem aller­größte Aufmerksamkeit zuzuwenden, wenn vermie­den werden soll, daß es zu Störungen des Meister- fchaftsspielbetriebes kommt.

Aus allen diesen Gründen aber hat der zustän­dige Bezirksfachwart für den 18. d. M. einen Be­zirksspieltag mit einer umfangreichen Tagesord­nung nach Gießen einberufen. Die Teilnahme der Vertreter aller Gemeinschaften des Bezirkes Gießen, Dereinsfpielwarte, Hebungsleiter, Schiedsrichteran- und liegt auch im Interesse der spielenden Mann­wärter und der Jugendleiter ist unbedingte Pflicht schäften.

Neue Führung im Zugendhandball.

Im Zuge der schon vor längerer Zeit geplanten strafferen Zusammenfassung aller Kräfte hat sich die Führung des Bannes 116 (Wetterau) entschlos­sen, die gesamte Arbeit des Jugendhandballes neu auszurichten. Für die Folge wird der Spielbetrieb der Jugend in die Hände des Bezirksfachwartes Handball, Albert Luh, Allendorf (Lahn), gelegt, der auch als Fachwort des Bannes 88 (Wetzlar) tätig ist. Die Rundenspiele der Pimpfe, die in die- fern Jahre erstmalig auf einer breiteren Grundlage zur Durchführung gelangen sollen, leitet der seit­herige Bcmnfachwart Hnverzagt (Gießen).

Mit der zentralen Bearbeitung aller Handball­angelegenheiten im Bereiche des Bezirks Gießen ist die Gewähr geboten, daß in noch größerem Hm- fange als bisher besonders das Problem des Nach­wuchses vorbildlich gelöst werden kann. Auch im Bezirk Friedberg, der zum größten Teil zum Bann 116 gehört, wird sich die Neuregelung sehr zum Vorteil der Sache auswirken, weil auch hier der zuständige Bezirksfachwart (Keifer, Büdesheim), eingesetzt worden ist.

Kriegsmeifterschasten im Handball.

Auf einer vorbereitenden Besprechung der Staffel­leiter des Bereichs Hessen am Samstag voriger Woche in Gießen wurde u. a. auch über die zu­künftige Gestaltung der Bereichsklasse (Bereichsliga) gesprochen. Durch den zuständigen Staffelleiter war für die Staffel Gießen folgende Einteilung vorge- schlagen worden:

1. Tv. Hochelheim

& Tv. Garbenheim

Offen gelassen wurde die Beteiligung des Mtv. Gießen, der im Augenblick über keine Mannschaft verfügt. Es besteht aber die Möglichkeit, daß auch in Gießen wieder eine Mannschaft zufarnmengestellt wird.

Der Vorschlag, den der Staffelleiter eingebracht hat, geht zur Genehmigung an die Reichsführung. Wir glauben kaum, daß an der endgültigen Zusam­mensetzung etwas geändert werden wird; es sei denn, der Tv. Kirchgöns würde sich ebenfalls ent­schließen, im Rahmen dieser Staffel die Kriegs­meisterschaft zu bestreiten. Weitere Staffeln der Reichsklasse werden in Kassel und Hanau gebildet. Die Sieger der einzelnen Staffeln werden wie im vergangenen Jahre den Bereichsmeister in Entschei­dungsspielen ermitteln.

Auf Grund der Ermittlungen anläßlich des Ver­gleichskampfes in Gießen sind für die Aufstellung der Bereichsmannschaft aus unserem Bezirk in die engere Wahl gezogen worden: Tormann Wendel und Läufer Michel, beide Hörnsheim, sowie der Mittel­stürmer Rühl, Dornholzhausen.

Um die Kriegserinnerungsplakette.

Klasse I.

VsD.-R. Garbenteich 8:3 (3:3).

Nur wenige Zuschauer hatten sich auf dem Wald­sportplatz eingefunden, die Zeube eines schnellen, rassigen Kampfes wurden. Die Gäste versuchten zu Beginn bes Spieles die Entscheidung herbeizuführen und griffen mächtig an. Durch Fehler in der Hin­termannschaft kamen sie nach kurzer Zeit zu drei Toren. Doch bald wurde es besser. Nachdem ver­schiedene Hmstellungen vorgenommen waren, wurde das Spiel flotter und noch vor der Pause konnten die Grün-Weihen durch drei Tore den Gleichstand erzielen. Nach dem Wechsel fielen die Gäste merk­lich ab. Mehr und mehr wurden die Grün-Weißen überlegen, so daß Erfolge nicht ausbleiben konnten.