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190. Jahrgang Nr. 88

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Montag, 15. AprU MV

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vrühlscheUniversitStrdnlckereiR. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Stehen, Schvlstrahe 7-9

Englischer Angriff aus Narvik zurückgeschlagen.

Kreuzer derGlasgow"-Klaffe torpediert. Fünf britische Lt-Boote vernichtet. - Kreuzer ffork" am 11. April gesunken. SchlachtkreuzerRenown" am 9. April beschädigt.

Der Wehrmachtsbericht vom Sonntag.

Berlin, 14. April. (1MB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Zerstörer unter Führung des Kommo­dore B o n te, die die Landung in 71 a r oi f und die erste Einrichtung der Truppen gesichert hatten, bestanden in den letzten Tagen, unterstützt von deut- schen U - Booten und Flugzeugen, schwere Kämpfe gegen die wiederholten Linbruchsver- suche der englischen Streitkräfte. Am 13. April, mittags, führte der Feind abermals einen Großangriff durch. Er setzte zu diesem Zweck e i n Geschwader, bestehend aus zwei Schlachtschif­fen, Flugzeugträgern, Kreuzern und zahlreichen Zerstörern ein. Trotzdem sind unsere eigenen Zer­störer wieder zum Angriff auf die britische Ueber- legenheit angetreten. Bei diesen schweren Kämpfen wurde der britische ZerstörerL o s s a ck" von 2Na- rine- und Luftstreitkräften in Brand geschos- s e n und strandete. Der ZerstörerEskimo" so­wie weitere Zerstörer wurden desgleichen schwer beschädigt bzw. vernichtet. Die Gesamtverluste des Feindes sowohl als unsere eigenen sind noch nicht in vollem Umfange zu übersehen.

Schwere Seestreitkräfte sicherten während einer mehrtägigen Operation die Landungder deut­schen Truppen in den norwegischen Häfen. Sie wiesen am 9. April einen Angriff schwerer britischer Seestreitkräfte ab, bei dem der britische SchlachtkreuzerRenown" beschädigt wurde. Unsere schweren Seestreitkräfte sind unver- sehrt.

3n Trondheim, Bergen, Stavanger und Kristiansand verlief der Tag ruhig. Auch hier wurden die deutschen Verteidigungsanlagen ausgebaut und verstärkt. 3m Raume von Oslo sind die deutschen Trupppen nach Norden, Osten und Westen im stetigen Vorgehen. U.a. wurden Sarpsborg und Askim beseht. 3n heid- stad < m o e n legten wieder 100 Offiziere und 1500 Mann der norwegischen Wehrmacht die Waffen nieder.

3n Dänemark wurden wichtige Punkte der Küste durch Einsatz schwerer Batterien abwehrbe­reit gemacht.

Ein deutsches U-Boot hat nördlich der Shetlands ein en Kreuzer derGlasgow"- Klasse torpediert. U-3agdverbände vernichteten im Skagerrak drei feindliche Untersee­boote.

Britische Luftangriffe richteten sich am 13.4. gegen Rarvik, Stavanger und Bergen, hierbei wurde auch die Stadt Bergen mit Bomben belegt. Auf militärische Ziele blieben die Angriffe erfolg­los. Eigene Kampffliegerverbände griffen an ver- schiedenen Stellen britische Seestreitkräfte an. Zwei feindliche U-Boote wurden durch Bombentreffer vernichtet.

An der Westfront zwischen Mosel und Pfäl­zer Wald stellenweisee lebhaftere Artillerie- und Stohtrupptätigkeit. Zwei eigene Stoßtrupps drangen im Morgengrauen bei Zeringen mehrere Kilometer jenseits der Grenze, südwestlich Merzig, in die feindliche Stellung ein, vernichteten die Be­satzung, zerstörten vier Unterstände und brachten Gefangene ein. Südwestlich Saarlautern auf französischem Boden brachte ein eigener Stoß­trupp dem Feind starke Verluste bei und machte Gefangene. Ein feindliches Stoßtruppunter- nehmen mit starker Artillerievorbereitung südlich Zweibrücken wurde unter starken Verlusten des Feindes abgewiesen.

An der O b e r r h e i n f r o n t in Gegend 3stem überschritt ein Spähtrupp den Rhein und drang in die feindliche Postenlinie auf einer Rheininsel ein.

Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.

Berlin, 13.April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Samstag bekannt: Die Ge- samtlage in Norwegen hat sich im Laufe des 12.4. nach planmäßigem Eintreffen weiterer Ver­stärkungen gefestigt.

Die im Raume von N a r v i k eingesetzten deutschen Truppen waren weiterhin damit beschäftigt, das be­setzte Gebiet zu erweitern und militärische wichtige Punkte in der Umgebung zu sichern. LandungsE- suche der Briten fanden an keiner Stelle statt. Ein am Nachmittag des 12. 4. erfolgter Luftangriff auf den Hafen von Narvik blieb erfolglos. Em britisches Flugzeug wurde hierbei abgeschossen. 3m Raume von Trondheim blieb die Lage unver­ändert ruhig. Der Ausbau der Küstenverteidigung machte weitere Fortschritte. Auf Bergen versuch­ten die Engländer am Nachmittag des ^.4. einen Luftangriff mit stärkeren Kräften. Die Abwehr der deutschen Luftwaffe konnte jedoch so rechtzeitig einsehen, daß nach den bisherigen Feststellungen acht feindliche Flugzeuge, davon mes durch Flakartillerie, abgefchofjen wurden. Zwei

deutsche Flugzeuge werden vermißt. Ein am späten Nachmittag in mehreren Wellen durchgeführter Luftangriff auf Stavanger blieb eben­falls erfolglos, ein Feindflugzeug wurde abgeschos­sen. 3m Raum um Oslo verlief der Tag ohne be­sondere Kampfhandlungen. Die dort vorgesehenen Bewegungen konnten planmäßig durchgeführl wer­den.

Auf See ist es gestern nirgends zu nennens- werten Kampfhandlungen gekommen.

3m Westen verlief der Tag ohne besondere Er­eignisse. Die Luftwaffe führte mehrere Aufklä­rungsflüge über Nord- und Ostfrankreich bis über Paris durch.

Englischer Kreuzeryorf" gesunken.

Berlin, 13.April. (DNB.) Der englische Kreu­zerP ort (8000 Tonnen) ist auf der höhe von Trondheim nach einem Angriff deutscher Bomber gesunken. Es handelt sich hierbei um den schweren Kreuzer, der wie im OKW.-Bericht über den 11.April gemeldet war durch zwei Bom­ben getroffen und bewegungsunfähig gemacht wurde.

Zwei weitere britische Kampfflugzeuge abgeschoffen.

Berlin, 13. April. (DNB.) Wie nachträglich von zuständiger Stelle bekanntgegeben wird, sind nach dem Luftkampf vor der norwegischen Küste am 12. 4. zwei weitere britische Kampf­flugzeuge auf offener See zur Notlan­dung gezwungen worden, so daß sich der Gesamtverlust der an diesem Kampf beteiligten britischen Flugzeuge somit auf z e h n erhöht. Zwei weitere deutsche Jagdeinsitzer sind in ihre norwe­gischen Flughäfen nicht zurückgekehrt, so daß die

Der Einsatz der Kriegsmarine zur

Berlin, 14. April. (DNB.) Nach den gelun­genen Landungsoperationen gibt das Oberkom­mando der Wehrmacht jetzt den Verlauf eines Seegefechts bekannt, das am Dienstagmor« g e n stattfand, und dessen Ergebnis unserer Kriegs­marine die weitere erfolgreiche Durchführung des ihr erteilten ebenso kühnen wie umfangreichen Auf­trages sicherstellte.

Die besondere Bedeutung, die diesem Seegefecht im Nahmen der Gesamtoperation zukommt, läßt sich am besten an den Hoffnungen ermessen, die sich die Gegner auf dieses Zusammentreffen gemacht hatten. Churchill hat hierüber in seiner Unterhaus­rede aufschlußreiche Bemerkungen gemacht. Die Engländer standen mit demhauptteil ihrer Heimatflotte zwischen Schottland und der norwegischen Küste und hatten einen st a r k e n Verband schwerer Seestreitkräfte in das Seegebiet vor Narvik geschickt. Wie die Eng­länder damals die Lage beurteilten, zeigen die fol­genden Worte Churchills:Es sah so aus, als ob die feindlichen Streitkräfte zwischen unseren Streit­kräften im Norden und unserer Hauptflotte im Süden, die beide überlegen waren, erwischt wor­den wären." Churchill mußte bekennen, daß er sich in dieser Hoffnung getäuscht hatte. Zu seiner Entschuldigung erteilte er dann dem Unterhaus, das von seiner Rede. eine Bestätigung phantasievoller Siegesmeldungen erwartet hatte, eine Lektion über den Seekrieg, in der er sagte:Sie können auf eine Karte blicken mit abgesteckten Fähnchen und können meinen, daß dies oder das Ergebnis sicher fei. Wenn Sie jedoch auf die See kommen mit ihren ausgedehnten Entfernungen, ihren Stürmen und Nebeln, mit einbrechender Nacht und allen Ungewißheiten, dann können Sie nicht die Art von Bedingungen erwarten, die sich bei den Be­wegungen von Armeen auf dem Lande ergeben.

Wie viel mehr treffen diese Bemerkungen bei der vielfachen Ueberlegenheit des Gegners auf die küh­nen Unternehmungen unserer deutschen Kriegs­marine in diesen Tagen zu! Man braucht m der Tat nur auf die Karte zu blicken. Die Inselgruppe der Lofoten ist weit oben an der nord-norwe­gischen Küste dem West-Fjord vorgelagert, an des­sen innerem Ende der Erzhafen Narvik liegt Die Entfernung von unseren Heimathafen ist rund um die Hälfte größer als die von Scapa Flow. Die Lücke zwischen den Shetland- Inseln und der norwegischen Küste ist nur 150 Seemeilen breit. Zu ihrer Sperrung stand die um französische Einheiten vermehrte britische Hel­ma t f l o t t e bereit, bei den Lofoten operierte em nach den Angaben Churchills ebenfalls uberle- gener Verband schwerer britischer Seestreit­kräfte.

Entgegen den Hoffnungen Churchills gelang es uns, nicht nur den SchlachtkreuzerKe­tt o ro n zu beschädigen und die eigenen Schiffe unversehrt zu erhalten, sondern darüber hin­aus den größeren strategischen Zweck, die SicherungderGesamtoperationen, planmäßig zu erzielen. So wurde nördlich des Polarkreises von unserer jungen Kriegsmarine am morgen des 9. April der entscheidende

Zahl der deutschen Verluste bei diesem Kampf sich auf insgesamt vier Flugzeuge erhöht.

Fredrikstad und Kongsberg befeht

Berlin, 14. April. (DNB.) Die Sicherung des Raumes von Oslo macht weiter schnelle Fortschritte. Südlich Oslo, am Eingang zum Christiania- Fjord, wurde Fredrik st ad besetzt. Südwestlich von Oslo erreichten deutsche Truppen Kongs- b e r g. Ungestört vom Gegner richteten sich die deut­schen Truppen im Raum von Trondheim weiter ein. Die Abwehrbereitschaft der Küstenbefestigungen ist nunmehr voll hergestellt.

In ganz Dänemark nimmt das Leben nun­mehr wieder das normale Gepräge an. Die allge­meine Beruhigung kommt vor allem darin zum Ausdruck, daß auf Grund der von der dänischen Re­gierung angeordneten Demobilmachung der dänischen Truppen die Entlassungen einge­leitet wurden. Zum Schutz der Neutralität Däne­marks gegen etwaige feindliche Landungsversuche wurden in Nordjütland die wichtigsten K ü - stenpunkte besetzt und gesichert. Ferner wurde an mehreren Stellen schwere Artillerie in Stellung gebracht.

Norwegische Kriegsschiffe mit deutschen Besatzungen in Dienst gestellt.

Berlin, 13. April. (DNB.) Die Kriegsmarine hat in den besetzten norwegischen Häfen angetroffene Einheiten der norwegischen Kriegs­marine übernommen und mit deutschen Be- satzungrn in Dienst gestellt. Am 12. April ist die Küstenverteidiung vonTrondheim durch inzwischen eingetroffene deutsche schwere Ar­tillerie verstärkt worden. Dies bedeutet eine weitere Verstärkung der dort völlig unbeschädigt in deutsche Hand gefallenen und von deutschen Truppen feuerbereit gemachten norwegischen Küstenartillerie.

Sicherung der Oesamtoperaiionen.

Vorsprung der deutschen Gesomtaktion ver- bürgt 3m Schuhe dieser Unternehmung un­serer schweren Seestreitkräfie gingen die er­folgreichen Landungen in Trondheim und Narvik am gleichen Tage vor sich. Während vor Narvik die schweren britischen Seestreitkräfte abgewehrt wurden, versenkte ein deutscher Kreuzer bei der Sicherung un­seres Vorstoßes auf Trondheim den britischen Zerstörer ,.G l o w w o r m". So konnten un­sere deutschen Zerftörerdivisionen ihre Ausgabe durchführen.

Damit war am ersten Tage die erste Phase der Gesamtvperation planmäßig verlaufen. Die zweite Phase, die nun begann, hieß Verteidigung. Es war selbstverständlich, daß die Engländer die erlittene Schlappe nicht ohne weiteres einstecken würden. Es mußte damit gerechnet werden, daß sie ihren ursprünglichen Plan, .von Norden her einen Flankenkrieg gegen Deutschland zu führen, weiter verfolgen, mindestens aber versuchen würden, durch den einen oder anderen örtlichen Erfolg das ge­sunkene Presttge der britischen Seemacht wieder zu heben.

3n diesem Sinne setzte der Feind Operationen seiner Seestreitkräfte gegen den nördlich­sten der von uns besetzten Häfen an. Den ersten Einbruchsversuch in den westfjord unternahmen sieben britische Zerstörer, von denen sechs durch unsere Zerstörer, unterstützt von deutschen U-Booten, versenkt wurden. Den mißglückten Versuchen ließen die Engländer den Großangriff vom Samstag fol­gen, den sie mit vielfach überlegenen Kräften unternahmen. Gegen unsere leichten Streitkräfte wurden Schlachtschiffe, Kreuzer, Flugzeugträger und Zerstörer eingesetzt.

Aus dem Einsatz dieser Uebermacht geht die Ein­schätzung des deutschen Gebers hervor, von dessen heldenmütigem Schneid die Engländer bei ihren ersten Angriffen mit der Niederlage chrer leichten Streitkräfte eine Probe verspürt hatten.

3m Kamps gegen schwerste Einheiten der britischen Flotte sind nun unsere Zerstörer dem englischen Großangriff entgegengetreten, ob­wohl sie schon mehrere Gefechte hinter sich hat­ten. Dazu gehörte der volle eigene Ein­satz. 3n dem traditionellen Geist ihrer Waffe haben unsere Zerstörer den gewaltig überlege­nen Feind angegriffen, leichte deutsche Seestreit, träfte haben dem britischen Schlachtgeschwader einen mutigen heldenkarnpf geliefert Die Ge- famtoerluffe auf beiden Seiten sind noch nicht im vollen Umfange zu übersehen, aber die Taten unserer Zerstörer unter Eomrnodore Baute sichern ihnen unsterblichen Ruhm.

Sie haben dem vielfach überlegenen Feind heiße und erbitterte Kämpfe geliefert, mit denen sie sich den Dank des deutschen Volkes verdient und die Bewunderung der Wett errungen haben.

Gegen Vielsache tlebennachi den entscheidenden Vorsprung der deuWen Aktion verbürgt.

Fest in deutscher Hand.

Von unserer berliner Schristleiiung.

Was die deutsche Wehrmacht mit der Besetzung der norwegischen Küste strategisch und takttsch ge«. leistet hat, geht wohl am besten daraus Hervor, daß Churchill am 11. April im Unterhaus ausdrücklich gesagt hat, Norwegen müsse unter allen Umstän« den zurückerobert werden. Daß so etwas nicht im Handumdrehen zu machen ist, darüber hat der militärische Mitarbeiter derTimes" dieser Tage sehr tiefsinnige Bettachtungen angestellt Er schreibt^ Die Leute, die mit Ungeduld eine Nachricht von den Truppenlandungen der Alliierten in Norwegen erwartet haben, haben vielleicht nicht alle Fragen in Erwägung gezogen, die dabei eine Rolle spielen. Ohne genaue Informationen kann man kein Expeditionskorps aussenden. Eine Landung gegen den Willen der Herren des ßatn des ist immer ein schwieriges militari* sches Unternehmen, selbst wenn die Ver­teidigung nur mit Maschinengewehren durchgeführt wird. Ohne eine genaue Kenntnis der Stärke und der Lage der Verteidigungsanlagen jedoch wäre eine Truppenlandung ein gefähr­liches Risiko und könnte leicht zu schlimmen Folgen in dem betreffenden Gebiet führen. Die Auswahl eines geeigneten Landungsplatzes, wo man hoffen kann, die Truppen ohne Gegen« wehr zu landen, muß sich auf umfassende und jüngste taktische Informationen stützen, die unter den gegenwärtigen Umständen von Norwegen nicht leicht zu erhalten sind." Daß in diesen Darlegungen eines britischen Militärsach- verständigen das höchste Lob enthalten ist, das man der trotz der vielfachen Ueberlegenheit des Gegners glanzend durchgeführten deutschen Aktion über» Haupt nur ausstellen kann, werden vielleicht auch Sie Briten zwischen den Zeilen derTimes" lesen.

Der LügenlorS selbst kennt ja aus eigener Er­fahrung, was sich vor 25 Jahren auf Gallipoli zutrug, denn der Versuch, Konstantinopel über Gal« lipoli hinweg zu erreichen, ist für die Dauer des Krieges im Versuch steckengeblieben. Die lang- gezogene Küste Norwegens ist aber nicht Gallipoli, ganz abgesehen davon, daß es die deutsche Wehrmacht ist, die die Küste Norwegens gegen jeden Angriff von der See oder aus der Luft her verteidigt. Auch an der norwegischen Küste arbeitet die Zeit für den Verteidiger, denn es ist ohne roei< teres klar, daß alle strategisch wichtigen Posten im*

Ihre Kameraden von der U-Bootwaffe und Luftwaffe haben sie in der Abwehr des eng« lsichen Angriffes wirksam unterstützt. An anderer ©teile, bei den Shetlandinseln, versenkte am glei­chen Tage eines unserer U-Boote einen Kreu* zer derG l a s g o w" - K l a s s e, und im Skager­rak versenkten unsere U-Jagdverbände drei feindliche Unterseeboote. U-Boote und Boote unserer U-Jagdverbände lieferten damit ihren Beitrag zu den Leistungen der Kriegsmarine bei der Sicherung der Gesamtoperation, mit der Deutschland dem britischen Anschlag auf Nord­europa zuvorgekommen ist.

Neues Baralong-Verbrechen englischer Gchiffsbesahung.

Berlin, 14. April. (DNB.) Nach einer dienst« lichen Meldung des Kommandanten eines deutschen Zerstörers ist am 13. 4. gelegentlich eines bereits ge­meldeten britischen Angriffes auf die Hafeneinfahrt von Narvik von Bord des britischen Kriegsschiffes auf wehrlose im Wa s - fer treibende deutsche Matrosen mit Gewehren und Maschinengewehren ge­schossen worden. Das Unmenschentum der Bri­ten hat hierbei eine Reihe deutscher Opfer gefordert. Diese Barbarei reiht sich würdig dem Baralong-Verbrechen und dem Mord an den Altmark"-Matrosen an. Die Verachtung der ge­samten zivilisierten Welt ist den britischen Piraten sicher. Deutschland wird auch dieses Verbrechen nicht vergessen.

Wie Fredrikstad genommen wurde.

Stockholm, 14. April. (DNB.) Die Einnahme von Fredrik st ad und Sarpsborg hat in Schweden großen Eindruck gemacht. Bei Sonnen­untergang fiel die Festung Fredrikstad den Deut­schen in Sie Hände und an die Stelle der norwegi­schen Flagge wurde die Hakenkreuzfahne auf der Festung gehißt. Die Norweger hatten bereits in den Morgenstunden mit der Evakuierung der Stadt be* gönnen.Svenska Dagbladet" schreibt, daß die Ein­nahme dadurch ermöglicht wurde, daß im norwegi­schen Heer keineswegs Einigkeit darüber bestehe, ob man den Deutschen weiterhin Wider­stand leisten solle. Auch sei von den Norwegern ver­säumt worden, eine strategisch wichtige Ueb erlaub* strecke zu sprengen. Die Deutschen seien mit 3 0 Autobussen angelangt, die, wie man aus dem Nummern erkennen konnte, aus Oslo stammten. Die deutschen Soldaten, alles junge Leute im Atter von 18 bis 20 Jahren, seien ausgezeichnet aus-ge* rüstet gewesen. Weiter berichtetSvenska Dag* blad et" aus Ström ft ab, daß einige norwegische Offiziere den Soldaten das Kommando geaebem hätten, sich dem deusichen Einmarsch zu widersetzen, daß andere dagegen strikt verboten hätten, sich zur Wehr zu setzen. Alle Flüchtlinge bestätigten, daß keinerlei Uebergriffe der Deutschen auf die Zivilbevölkerung zu bemerken gewesen seien, weder Plünderungen seien vorgekommen noch seien Frauen irgendwie belästigt worden. Die Zivilbevölkerung, die sich auf den Landstraßen auf der Flucht be­fand, hätte frei passieren können. Die Bauern in den Gegenden, wo zur Zeit gekämpft werde, gingen ruhig ihrer Arbeit nach, als ob kein Krieg wäre. Der Eisenbahnverkehr werde auf vielen Linien be« retts wieder durch geführt