Ausgabe 
15.3.1940
 
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Postscheck 11686 Frankf^M.

den Schiffsraum füllten.

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Lm neues Kapitel deutscher Dorratswirtschast

-in Ihrer jerle. enkempir, fstraße 17. ikf.Str.89

von einer anderen Gefahr bedroht. Einzelne der Vitamine sind nämlich gegen Hitze sehr empfindlich. So war vom Vitamin-E-Gehalt des Grünkohls nach dem Garkochen in der Kochküste nur noch der fünfte Teil vorhanden, von dem der Kartoffel noch die Hälfte. Nach sechsstündigem Warmhalten fanden sich nur noch verschwindende Spuren des Vita­min C. Diese Erkenntnis bedeutet natürlich eine notwendige Umstellung der Küche. Mög­lichst alles Gemüse dämpfen, nicht länger als notwendig,auf dem Herd stehen lassen, längeres Warmhalten vermeiden, und niemals das Kochwasser wegschütten, sind die wich­tigsten Grundregeln der neuen Ernährungslehre, die nunmehr durch exakte, laboratoriumsmäßige Unter­suchungen ein solides Fundament erhalten hat.

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Sechstel des Ditamingehaltes gegenüber dem Grob­brot aufweist. An dieser wichtigen Tatsache kann heute keine Hausfrau mehr vorbeigehen.

Vitamin Bi Mangel mit allen seinen Folgen, wie Appetitlosigkeit, rasche Ermüdung, nervöse Reizbarkeit, ist oft genug nichts anderes als eine Folge derFeinen Küche", so daß Prof. Scheunert kürzlich in einem Vortrag im Rahmen eines ärztlichen Fortbildungskurses geradezu von einer Krankheit der wohlhabenden Familien sprach. Dafür sind die Sparsamen, die mit Hilfe der Koch- kiste ihre Gasrechnung niedrig halten möchten,

Wie wir schon in einem Teil unserer gestrigen Auflage mitteilen konnten, gab der Wehrmachts­bericht des Oberkommandos bekannt, daß Kapitän­leutnant Schuhart nach Rückkehr seines U-Bootes von der letzten Fahrt gegen den Feind die Ver­senkung von 24 600 Bruttoregister- tonnen melden konnte. Damit hat Kapitänleut­nant Schuhart, der im September des vergangenen Jahres auch den britischen FlugzeugträgerCou­rage o u s" vernichtete, im Verlauf zweier Feind­fahrten insgesamt 6 6 5 6 6 Tonnen ver­senkt.

Druck und Verlag: vrühlsche UniversNätrdruckereiv. Lange

ruf an das deutsche Volk:

Deutsche Wärmer und Frauen!

Die Heimat kennt keine größere Aufgabe und stolzere Verpflichtung, als der Front zu die­nen. Sie ist unversiegbarer Kraftquell und ge­waltige Waffenschmiede für die Wehrmacht. Die Front kämpft und siegt, die Heimat arbeitet und opfert. An der inneren Geschlossenheit des Volkes sind alle heimtückischen Angriffe der Feinde zer­schellt. Unsere Wirtschaft trotzt jedem Vlockadever- such. Wögen die Aufgaben wachsen: stärker noch wächst unser Wille, sie zu meistern.

Nach allen ihren Fehlschlägen hoffen die Feinde jetzt, daß uns einzelne kriegswichtige Me­talle ausgehen werden, die, wie sie annehmen, in Deutschland nicht in ausreichender Wenge ge­wonnen werden können. Wir werden ihnen dar­auf die rechte Antwort erteilen und uns vorsorglich eine jederzeit verfügbare Reserve an diesen Wetallen schaffen.

Dazu sollt Ihr alle beitragen! Ich rufe Euch des­halb heute auf zu einer großen Sammel­aktion. wir wollen der Reichsverteidigung alle

Konteradmiral D ö n i tz schmunzelt, als er den Bericht d-es Kommandanten hört und feftstell-en :Auf den Spuren eines Weddi- ! Tollkühn und voller Schneid!"

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Sammlung kriegswichtiger Metalle

Aufruf Görings zum Geburtstagsdank an den Führer.

Auf den Spuren eines Weddigen

KapitänleutnantSchuftartsll-BootversenkteaufzweiFeindfaftrten66S66MT.

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Vitaminleftren für die Hausfrau

Von Or. K. Lutz.

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dem Wieder erw erb der abgelieferten Gegen­stände bevorzugt behandelt. Ich bin über­zeugt, daß ich am 20. April dem Führer einen ganz großen Erfolg melden kann, der vor aller Welt bekundet, daß das ganze deutsche Volk im Opfern ebenso stark und unüberwindlich ist, wie im Kämpfen an der Front dieses uns aufgezwungenen Krieges.

Altmaterialsammlung der Schuljugend

Im Rahmen der Umstellung der Altmaterial­sammlung werden in den Häusern und in den Schu­len Vorsammel st ellen eingerichtet. Die Kin­der sollen außer den Knochen, deren Sammlung jetzt überall ausgenommen wird, aus der elterlichen und der benachbarten Haushaltung, in der ein schul­pflichtiges Kind nicht vorhanden ist, in die Schule zur Ablieferung mitbringen: täglich die Zeitung, ferner Stoffreste, unbrauchbare Bekleidungsstücke usw., Eisen- und Metallteile, die ohne Gefährdung transportiert werden können, Flaschenkapseln, Folien und Tuben und schließlich Korken. Der abholende Altstoffsammler vergütet der Schule die Preise, die er sonst an die Haushaltungen zahlte. Die Erlöse bleiben den Schulen für ihre eigenen Zwecke. Es ist in Aussicht genommen, gegen Ablieferung von Stoffresten usw. für den Handarbeitsunterricht der Mädchen entsprechendes Material zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung ist Kriegsdienst, zu dem die deutsche Schuljugend aufgerufen wird.

Oie HF.-Oienstpsiicht.

Die gesamte deutsche Jugend wird nunmehr in den Dienst für Führer und Volk treten. Erstmals werden sich in diesem Jahre alle zehnjährigen Jun­gen und Mädel in die Hitler-Jugend einreihen und bei Tauglichkeit am Vorabend des 20. April bei der traditionellen Ausnahmefeier ohne Ausnahme erfaßt sein. Die 14jährigen Jungmädel und Pimpfe werden am 31. März bei Eignung und Bewährung zum Dienst in der Stamm-HI. verpflichtet. Weiter­hin erfolgt überall dort, wo die erforderlichen Vor­aussetzungen für Aufnahme, Erziehung und Einsatz gegeben sind, die Heranziehung der 17- und ^jähri­gen, die noch nicht in den Reihen der nationalfozia- listischen Jugend marschieren, zur Ableistung des HJ.-Dienstes. Bei der Werbung der Zehnjährigen bleibt nach wie vor die Freiwilligkeit die tragende Grundlage. Im vorigen Jahre meldeten sich 98 v. H. Die Erfassung geht von den Schuilisten aus. Wenn keine Meldung des Jugendlichen erfolgt ist, werden die Eltern auf die Notwendigkeit aufmerksam ge­macht, und nur da, wo die Einsicht fehlt, findet das Gesetz Anwendung. Die Zehnjährigen werden bei der Ausnahme aus ihre Pflichten hingewiefen. Die Verpflichtung der Vierzehnjährigen bei Uebertritt in die HI. erfolgt in einer Feierstunde der Partei, an der die Eltern teilnehmen. Erst die Achtzehn­jährigen werden vereidigt. Die Dienstleistung der 17- und 18jährigen, für die jetzt die HJ.-Dtenstpflicht eingeführt wird, erstreckt sich auf die vormilitärische Ertüchtigung, die weltanschauliche Festigung und auf den Einsatz für die Kriegsaufgaben der HI.

Zreitag, (5. März 1040

Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer bis8'/2Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omebr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

alles Große, das er in so kurzer Zeit für sein Volk geschaffen hat.

Immer, wenn ich an den gesunden nationalsozia­listischen Sinn unseres Volkes appelliert habe, bin ich von ihm verstanden worden. Ich weiß, es wird daher aus diesmal mein Vertrauen nicht enttäuschen. Die Geschichte des deutschen Volkes ist die Geschichte von Opfern und ungewöhnlichen Leistungen. Ich erinnere an die packenden Worte, die der Füh­rer vor wenigen Tagen im Berliner Zeug­haus an uns gerichtet und in denen er davon ge­sprochen hat, daß die Leistungen unserer Vorfahren keine geringeren waren, als sie heute von uns er­wartet werden. Selbst das ausgeblutete und unter der Herrschaft Napoleons ausgesaugte kleine König­reich Preußen war zu einer derartigen Leistung von geschichtlicher Größe fähig. Die um ihre Freiheit kämpfenden Männer und Frauen opferten ihre Ringe und Ketten auf dem Altar der Nation, als es galt, das Letzte einzusetzen, um das Joch Napo­leons abzuschütteln.

Auch die kleinste Spende ist willkommen. Bei den vielen Millionen Haushaltungen in Deutschland sollen schon bei kleinen Gaben viele Tausende von Tonnen an Jeder Deutsche, der zu diesem großen Werk etwas beizutragen hat, wird freudigen Her­zens geben. Es ist das eigentliche Wesen dieser Spende, daß sie freiwillig ist. Jeder liefert das ab, was er in seinem Haushalt für entbehrlich hält. Kunstwerke und auch kunstgewerbliche Gegen­stände und alte Erinnerungsstücke braucht nie­mand ab zu liefern. Ebensowenig das, was er für seinen Haushalt dringend braucht. Wenn die Hausfrau es wünscht, kann sie sich an den zuständigen Blockleiter der Partei wenden, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Im übriaen wird die Partei darüber wachen, daß keinerlei Druck von Allzueifrigen ausgeübt wird. Wer spendet, erhält eine D a n k u r k u n d e ausge­händigt, die ich persönlich unterzeichnet habe. Die JnhaÄr der Urkund ö werden nach dem Kriege bei

An ihrem Fehlen sollt ihr sie erkennen!", so : hätte man noch vor wenigen Jahren das Kapitel Vitamine in jeder Darstellung der modernen Wirk- , stoff-Forschung überschreiben müssen. Tatsächlich sind diese, in unserer Nahrung nur in winzigen Mengen vorhandenen, aber trotzdem lebensnotwen­digen, Stoffe durch die Krankheiten entdeckt wor­den, die ihr Fehlen verursachte. Angefangen von dem ältesten bekannten Vitamin, dem Bi, dessen Nicht-Vorhandensein die gefürchtete Beri-Beri per» 1 schuldet, bis zur Rachitis, die sich nur da ausbreiten kann, wo das Vitamin D fehlt, waren es immer j 3>ie Mangelkrankheiten, die die Forschung lauf die richtige Spur brachten. Ja, eines der jüngst gefundenen Vitamine aus der sog. B-Gruppe war zunächst durch nichts anderes erklärt, als daß es Verhindert, daß die Hunde schwarze Zungen kriegen!

Nun erfindet aber die Natur selbstverständlich ; ffo wichtige und chemisch komplizierte Stoffe nicht ausschließlich zur Verhinderung irgendwelcher «Schäden. Sie hat ihnen vielmehr ganz positive, Wichtige Aufgaben und Arbeitsgebiete zugeteilt, die ! zu entdecken, nur viel schwerer war, als die Auf­findung der Mangelkrankheiten. Erst in letzter Zeit j äst es mit Hilfe raffinierter, chemischer Methoden j .gelungen, hinter diese eigentlichen Aufgaben der 1 Vitamine zu kommen. Sie betätigen sich nämlich j «ls Verwandlungskünstler, Transportarbeiter, Bau- ! «Arbeiter und in verschiedenen anderenBerufen", j Wobei sie dem Organismus behilflich sind, die Nähr- ! ftoffe zu zerlegen, den Zellstoffwechsel zu regeln, j Das Knochengerüst aufzubauen und den (Energie- I Haushalt in Ordnung zu halten. Diese Entdeckun- I gen, an denen die deutsche Forschung hervorragend : lbeteiligt ist, kommen im richtigen Augenblick, denn ! schon drohte eine ähnlicheDitaminmode" auszu- 1 Drechen, wie wir vor Jahren einmal eineKalorien- rnode" hatten, und nichts entwertet auch einen guten 'Gedanken schneller, als wenn er in Mode kommt. «So hat aber gerade die jüngste Vitaminforschung gezeigt, daß wir überhaupt erst am Anfang einer «Epoche derWirkstoffe" stehen, deren praktische Be­deutung für unsere Küche um nur einen Wir­kungsbereich zu nennen noch gar nicht abzu-

ganzen Unter- und Ueb-erwasferroman ablesen könnte. Einige Wochen waren sie draußen, zogen ihre Kreise um Englands Küsten und sandten meh­rere Taufendtorrner zu den Fischen, der eine machte zuvor eine bildschöne Himmelfahrt. Es war in den Stunden zwischen Tag und Nacht. Plötzlich taucht am dunklen Horizont die schwarze Silhouette eines 6000-Tonnen-Dampfers auf. Das Boot fchleicht auf Schußweite heran. Deutlich ist am Heck das Ge­schütz des bewaffneten Dampfers zu er­kennen. Am Gegner leuchtet eine Stichflamme auf. Der Pott macht einen Luftsprung. Achtzig Sekun­den nach dem Abschuß sackte er ab. Es war eine saubere Arbeit, eingeleitet von einem deutschen Torpedo und vollendet von englischen Granaten, die

M. Jahrgang Kr.6^

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr -.25 auch bei Nichterscheinen von Einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

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Wiborg - Hangö-Kemijärvi.

Von Or. Paul Rohrbach.

Durch den Friedensschluß zwischen Finnland und der Sowjetunion fällt die sogenannte Karelische Nase, die Landenge zwischen dem Finnischen Meerbusen und dem Ladoga-See, mit der Stadt Wiborg, an Sowjetrußland. Damit wird ein Zustand erneuert, der schon einmal, von 1721 bis 1811, bestanden hat. Wiborg wurde im Sommer 1710, während des Nordischen Krieges, von dem russischen Feldmarschall A p r a x i n eingenommen und im Frieden von Nystadt, 1721, von Schweden an Rußland abgetreten. In einem zweiten schwe­disch-russischen Kriege, 17411743, wurde die rus­sische Grenze sogar bis zum Kymmene-Fluß vor­geschoben, der etwa 80 Kilometer westlich von Wi­borg in den Finnischen Meerbusen mündet. 1809 mußte Schweden auf ganz Finnland verzichten, und das Land wurde als Großfürstentum in Personal­union mit Rußland Gereinigt. Kaiser Alexan­der I. gab, um seine neuen Untertanen zu gewin­nen, die ursprünglich finnischen Gebiete an das Großfürstentum zurück und stellte die Grenze so wieder her, wie sie zwischen Finnland und Ruß­land bis zum Beginn des großen Nordischen Krie­ges bestanden hatte. Aus diese Weise rückte sie bis auf etwa 50 Kilometer an Petersburg heran.

Schweden hat Finnland im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts in drei sog. Kreuzzügen gegen die damals noch heidnischen Finnen erobert. Wäh­rend des dritten und letzten Kreuzzuges, 1293, wurde das feste Wiborger Schloß, das die Stadt auch in ihrem Wappen führt, als Grenz­schutz gegen Rußland erbaut. Zur schwedischen Zeit und auch noch im 19. Jahrhundert, während der. Vereinigung Finnlands mit Rußland, hatte Wiborg ' zum Teil deutschen Charakter. Die Kaufmann­schaft und die Schulen waren überwiegend deutsch und es wurde viel Deutsch gesprochen. Erst allmäh­lich haben sich diese deutschen Züge verloren. Amt­lich wird statt des schwedischen Namens Wiborg der finnische, V i i p u r i, gebraucht. Eine merk­würdige Episode in der Geschichte Wiborgs war im Jahre 1906 die Tagung des russischen Rumpfpar­laments. Kaiser Nikolaus II. gab, eingeschüchtert durch die Revolution von 1905, Rußland eine par­lamentarische Verfassung. Im Mai 1906 trat die erfte russische Duma zusammen, stellte aber so radikale Forderungen, daß sie schon im Juli desselben Jahres aufgelöst wurde. Darauf ging ein Teil der Duma-Mitglieder, die der äußersten Linken angehörten, nach Wiborg und protestierte im sog. Wiborger Aufruf gegen das Auflösungsdekret, jedoch ohne Erfolg.

Die Stadt hat etwa 73 000 Einwohner, viele moderne Bauten, ausgezeichnete Schulen, einen be­deutenden Handel und als Denkmal ihrer mittel­alterlichen Geschichte das trotzige und malerische

Generalfeldmarschall (9 ö ring erklärte dem Hauptschriftleiter desVölkischen Beobachter", SA.- Obergruppenführer Weiß, zur Metallspende: Wahr­scheinlich wird man in den Gazetten in Pans und London zu lesen bekommen, wir pfeifen auf dem letzten Loch! Das Ausland täuscht sich, es hat ia auch aus unserer Lebensmittelrationierung zu Be­ginn des Krieges schon ähnliche Schlüsse ziehen wollen und mußte später einsehen, daß diese Ra­tionierung kein Zeichen von Schwache war, sondern von wohlüberlegter Vorsorge. Bei unseren wirtschaftspolitischen Maßnahmen haben wir uns niemals allein von Augenblicks­bedürfnissen leiten lassen, sondern immer auf lange Sicht gearbeitet. Infolgedessen haben mir auch heute schon von den fraulichen Metallen weit größere Vorräte im Lande, als man drau­ßen glaubt und es unseren Feinden lieb ist. In­dessen wollen wir für alle Fälle gewappnet sein, und daher legen wir eine möglichst große natio­nale Reserve an Metallen an, auf die mir dann jederzeit zurückgreifen können. Auch diese Maßnahme fügt sich der gesamten Vorratsmirtschaft der letzten Jahre ein. Wir haben dabei zudem den Vorteil, daß mir über die Vorräte, die mir im Lande haben, jederzeit sicher verfügen können. Eng­land hingegen muß die meisten Rohstoffe zum meit» aus größten Teil aus dem Ausland beziehen.

Die Spende erfolgt gleichzeitig mit der Erfas­sung der Metallgegenstände tn Den Behörden. In den Behörden sind, das weiß ich ganz genau, ganz beträchtlicheMengen an entbehrlichen Gegenständen aus Kupfer, Messing und anderen Metallen vorhanden. Diese Maßnahme wird durch die freiroillige Spende, zu der ich das ganze deutsche Volk aufgerufen habe er» aänzt. Ich bin davon überzeugt, daß das deutsche Volk mit hellster Freude an diese Spende Heran­gehen wird. Denn es hat hier wieder eme Gelegen­heit, durch die Tat zu beweisen, mit welcher Liebe es <nn Mwr hängt, wie dankbar es chm ist Mr

Berlin, 14. Wärz. (DNB.) Generalfeldmar- lenkbehrlichen Gegenstände ans kup- schall Hermann Göring erläßt folgenden Anf- fer, Bronze, Weffing, Zinn, Blei und ..... ' - Nickel in nationalsozialistischer Opferbereltschafl zur Verfügung stellen. Diese freiwillige Spende soll das Geburtstagsgeschenk sein, das die deutsche Nation dem Führer zum 2 0. April darbringt.

Deutsche Volksgenossen! In Millionen deutscher Haushaltungen und Betriebe gibt es zahlreiche entbehrliche Gegenstände aus diesen Me­tallen. Im Besitz des einzelnen sind sie im Kriege für die Volksgemeinschaft nutzlos, für die Reichs- verteidlgung aber find sie als gesammelte Reserve von größtem Wert. Ich bin davon überzeugt, daß jeder Deutsche nach besten Kräften zu dem Erfolg dieser Metallsammlung beitragen wird. Wir wollen dem Führer durch die Tat danken für alles, was er Volk und Reich gegeben hat. Die Spende ist die schönste Geburtstagsgabe für den Führer. Gebe jeder Volksgenosse hierzu freudig feinen Beitrag! Er Hilst damit dem Führer in sei­nem Kampf um Deutschlands Freiheit.

Göring, Generalfeldmarschall.

sehen ist.

Jrn Zeichen der Verdunkelung kann heute jener ; Die Beobachtung machen, daß der eine mühelos sich «auch in unbekannten Straßen ohne Taschenlampe zurechtfindet, mährend der andere sich fast wie ein j Blinder ängstlich vorantastet. Hierbei ist das sog. , Vitamin A maßgebend beteiligt, daß zur Bil- Dung des Sehpurpurs notwendig ist. .Dieses I interessante Vitamin kommt besonders reichlich i m

Lebertran vor, weswegen man vor einiger Zeit 1 ernsthaft Kraftfahrer, die viel nachts am Steuer ' sitzen müssen, den Rat gegeben hat, vor Antritt der i Fahrt jedesmal einen kräftigen Schluck aus der , Lebertranflasche zu nehmen. ,

Um über die Wirkungsweise dieses Stoffes em klares Bild zu bekommen, hat Prof. Scheunert , (Halle) mit feinen Mitarbeitern einen aufschluß» , reichen Versuch durchqeführt. Zehn erwachsene ge- sunde Männer verschiedenen Alters wurden zehn Monate lang mit einer Kost ernährt, die fast kein Vitamin A enthielt. Zunächst zeigten sich keine Be- schwerden. Nach drei Monaten aber ließ bei allen Versuchspersonen die Lichtempfindlichkeit nach und sank in weiteren drei Monaten bis auf ein Zehn­tel. Damit waren die zehn Männer nachtblind geworden. Es veränderte dann ferner das Farben­empfindungsvermögen und das Blutbild. Die roer» fren Blutkörperchen nahmen erheblich ab und auch die Gerinnungszeit des Blutes wurde verlängert; also Anzeichen einer Blutarmut. Nun bekamen die Versuchspersonen größere Mengen Vitamin A. Es verschwanden darauf schnell und vollständig alle Diese merkwürdigen Krankheitssymptome.

Dieser wichtige Versuch führte zu der Frage, welche Mengen nicht nur an Vitamin A, sondern <mch an sonstigen Vitaminen der Normalmensch täglich braucht, und in welchen Lebensmitteln er sie findet. Sehr sorgfältige und umfangreiche Unter- fuchungen im Institut von Prof. Scheunert haben zu einer Einteilung, vor allem unserer G e m u s e , geführt, die wir mit ganz neuen Augen sehen muf­fen. An der Spitze der Vitamin-A-Trager stehen Spinat, Grünkohl, Karotten und Salat. Dann erst kommt die Butter, deren Vitamin-A-Gehalt nut der Jahreszeit erheblich schwankt, und hinter ihr folgen noch eine Reihe weiterer Nahrungsmittel, wie Käse, verschiedene Fleischsorten und Leberwurst. Ein besonders wervoller Ditamin- A-Träger ist die Leber. Zur Deckung des täg­lichen Bedarfs an Vitamin A reichen für einen normalen, erwachsenen Menschen 50 bis 75 g Spi­nat, Salat, Mohrrüben oder Leber völlig aus. Eine k)ervorragen,de Rolle auch als Träger anderer 23ita= Tnine spielt übrigens der Grünkohl, der nid)t nur ebensoviel Vimmin A wie der Spinat enthalt, sondern auch reichlich an Vitamin C ist.

Für die Verwertung der Nahrung im Körper sind nach den Untersuchungen von Prof. Szent- G y ö r g y und Prof. Euler die Vitamine B, und C ganz besonders wichtig. Sie bilden sozusagen die Transportarbeiter beim Abbau der Kohle­hydrate, also der Stoffe, die wir im Brot, im Gemüse und in der Kartoffel ausnehmen. Sie Hel- fen, die in unseren Nährstoffen vorhandenen Ener­giemengen für den Zellhaushalt und für die Ar­beitsleistung des Muskels nutzbar zu machen. Unter den Trägern des Vitamin C finden sich in por» derster Front neben dem schon erwähnten Grün­kohl der Spinat, der R o s e n k o h l und der Kohlrabi, um uns einmal auf die verbreitesten Gemüse zu beschränken, während besonders reich an Vitamin Bi das Vollkornbrot und die Kar ° löffel ist. Bei der letzteren gibt es wieder feine Unterschiede, je nach der Zubereitungsart. Nur wenn man die Kartoffel dämpft, erhält man ihren Bita- rningehalt; deshalb ist die P e l l k a r t o f f e l nütz­licher als ihre Schwester, die Salzkartoffel. Ebenio Ms. te jchöyL, lockere Weißbrot nur noch em

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen -rsssss-

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(P. K.) Kampf gezeichnet wie ein alter Krieger, so lief das U-Boot des Kapitänleutnants Schuhart in den Stützpunkt ein. Nicht, daß es Narben trug, aber die Politur war dahin, und die so leuchtende, grau- -venu, blaue Paradeuniform ist in eine Patina überge- kann: gangen, an der man mit ein wenig Phantasie einen Igen!