Ausgabe 
15.2.1940
 
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Aus dem Reiche -er Krau

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(Nachdruck verboten!)

15. Fortsetzung

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färb enem Wollstoff sind die beiden großen, starren Schleifen am Halsausschnitt und am Gürtel gearbeitet (Skizze Mitte).

Brauner oder grauer Pelz ergibt die Auf­schläge und den Bubikragen rechts, während der Gürtel aus dreifarbigen Wollresten ge­flochten wird. H.

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as sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

keine Vakanz bestehe und der Herr Direktor im übrigen verreist sei.

Jwanka hatte es überaus eilig, ihren gefaßten Entschluß auszuführen. Vielleicht fürchtete sie, daß sie ihn sonst nach einiger Zeit umstoßen werde.

Sie nahm eine Taxe und fuhr zum Alexander- platz. Das Polizeipräsidium war nicht zu verfehlen. Da sie den Namen Ludwig Carlotti erwähnte, wies man sie sofort an die richtige Stelle.

Mordkommission Kybander. Fräulein. Zweiter Stock, Zimmer 213."

Der Paternosteraufzug fuhr sie hinauf. Kommis­sar Kybander war für sie sofort zu sprechen. Krimi­nalrat von Karmin saß bei ihm. Er hatte sich ae­robe den ausführlichen Bericht angehört. Der Assi­stent Henke lehnte an der Tür und hielt den Balken der Füllung fest. Als Jwanka eintrat, tauschte Ky­bander mit dem-Kriminalrat einen raschen Blick. Dann bot er Platz an

Sie kommen in der Mordsache Ludwig Carlotti? Ihr Name, bitte? Henke, schreiben Sie mal mit, wir brauchen dann weiter kein Protokoll."

Ich heiße Jwanka Gospik". sagte die junge Dame, knöpfte die Jacke ihres Kostüms auf und zupfte den Kragen der grünseidenen Bluse zurecht. Vor drei Männern mußte sie notwendigerweise erst an ihr Aeußeres denken. ,Zch bin in Kroatien gel­beren, bin jugoslawische Staatsangehörige und ..

Danke", sagte Kybander,das können Sie später angeben Zunächst interessiert uns, was Sie aus­zusagen haben Hat es wirklich mit dem Mord etwas zu tun? Ich frage, weil Sie heute vormittag schon die dritte Person wären, die uns nur Belang­losigkeiten erzählt"

Ich habe keine Belanglosigkeit zu erzählen. Ich will Ihnen den Mörder Carlottis nennen"

Kybander hielt den Atem anBitte" sagte er knapp.Der Name also?"

Es ist der Schauspieler Otto-Erich Hegg."

So", sagte der Kommissar; sein Blick huschte zu Herrn von Karmin hinüber; der Kriminalrat schwieg; aber er sah das junge Mädchen aufmerk­sam an.Wie kommen Sie darauf?"

Ich weiß es. Das heißt, ich habe begründeten Verdacht Er hat in meiner Gegenwart gedroht, er werde mit Ludwig Carlotti abrechnen Oder so ähnlich."

,Äney gegenüber stieß er diese Drohung aus?

Wollen Sie das Blatt zurückhaben?" fragte die Telephonistin. _ . ,,

Nein, danke", sagte Jwanka. Sie zögerte. Um diese Zeit würde Hegg im Hause sein Wenn sie ihn anrief, wenn sie ihn einfach fragte ... Sie war von raschen Entschlüssen; bei allen Bekannten galt sie als sprunghaft und unüberlegt.

Fräulein", bat sie könnte ich inzwischen einmal telephonieren?"

Aber gewiß", fagte bie Telephonistin, ftanb auf und ging in das Nebenzimmer. Jwanka wußte ihr Dank für soviel Takt. ...

Sie rief Hega an. Als sie seine Stimme horte, wurde ihr ein bißchen beklommen.

J)ier spricht Jwanka". sagte sie. und ihre Stimme würbe hart. Die R bekamen wieder den brüchigen Ton, den sie sich schon so schonfür die Bühne abgewöhnt hatte.3d) muß dich für eine Augenblick stören." m

Bitte. Don dir geweckt zu werden ist eine ^Du^hast also noch keine Zeitungen gelesen, wenn du noch im Bett liegst?"fnmmpn

Nein. Ich bin lehr \pat nach Haust gekommen und ließ mich heute nicht wecken, weil ich vorm t tags kerne Probe habe Aber warum. Jwanka, ist etwas passiert?"

Wo warst du gestern abend?

Sei nicht so neugierig. Ich frage dich ja auch nicht, wo du warst"

Warst du bei Carlotti?"

Einen Augenblick blieb es still; barmJagte Hegg ruhig:Nein, warum fragst du danach t

»Du warst nicht bei ihm?"

Strumpspaar heraus, das vielleicht an den Bein­längen beschädigt ist oder wegen der Farbe nicht mehr gern getragen wird Meistens verwendet man dazu Beinlängen. Der als Flicken in Frage kom­mende Strumpf wird glatt gebügelt. Von dem zu ersetzenden Füßling ist inzwischen ein Papierschnitt entstanden. Diesen legt man nun auf den neuen Füßling. Es ist daraus zu achten, daß auf die Fuß­fläche keine Naht kommt Der beschädigte Füßling wird vorläufig von den Beinlängen nicht abge= schnitten Man zieht den Strumpf über die Hand und steckt nun über dem alten Füßling den neuge» schnittenen mit Stecknadeln fest, ehe man ihn mit Saumstichen annäht. Der Rand wird dabei umge« legt. Nun kann man auf der Innenseite den schad­haften Füßling abschneiden und die abstehenden Enden mit Hexenstichen festnähen. Beim Schnitt des neuen Füßlings muß gegebenenfalls der tiefe Ausschnitt der Schuhe berücksichtigt werden. Auch die Fersennaht darf nicht zu hoch gesetzt fein, damit sie nicht beim Tragen herausrutscht. Ein so wieder­hergestellter Strumpf kann sehr gut in verschiedenen Arten von Halbschuhen getragen werden.

Wie man durch drei G arnituren ein ein­faches, dunkelblaues Wollkleid ver­ändern kann, zeigt unsere Skizze oben.

Der kleine Kragen (links) mit den pas­senden Manschetten ist aus weißem Pikäe, der schwefelgelbe Gürtel aus Leder.

Aus schmalen Schrägblenden von z y k l a m-

Sag mal, was soll das? Wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich ja wohl irgendein Resultat, und du wüßtest schon davon, nicht wahr? Es gibt ja Fern­sprecher. Im übrigen scheint mir deine Sorge, ob ich bei deinem Freund war, reichlich verdächtig."

Jwanka blieb an dem Wort hängen.Wieso ver­dächtig? Wenn hier jemand verdächtig ist, bist du es. Du hast gedroht, mit ihm abzurechnen, oder wie du dich ausdrücktest." Sie atmete heftig und laut vor Erregung.

Na und? sagte der Mann am anderen Ende des Drahtes.

Also bist d u verdächtigt, nicht i ch", schrie Jwanka, und Zorn kam in ihr hoch. Wollte Hegg den Ver- dacht von sich abwälzen und ihn etwa ihr zuschie­ben? Sie war ein nur kleines, krauses Köpfchen. Sie sah sich vorgeladen, in Aussagen und Antwor­ten verstrickt, womöglich verhaftet, und inzwischen fuhr Direktor Boury nach Budapest oder Preß- bürg ohne sie ab. ,Zch gehe zur Polizei!" schrie sie, ich sage alles. Alles, verstehst du?"

Hegg schwiegWas willst du sagen?" meinte er bann behutsam, um sie nicht noch mehr zu reizen.

Daß du der Mörder bist!" rief Jwanka.

Sie stand hochrot, hörte ein Geräusch und schaute sich um. In der Tür wartete die Telephonistin. Sie mußte alles gehört haben und ahnte gewiß die Zusammenhänge. Jwanka warf den Hörer auf, daß der Apparat zitterte.

Um Gottes willen, Fräulein Gospik , sagte die Bürodame,in was geraten Sie da hinein?" Ihr bewegter Ausruf bestärkte Jwanka in ihrem Vor­haben ,Zn gar nichts" versicherte sie,dafür werde ich sorgen Mit der vollen Wahrheit kommt man am weitesten. Was geht mich das alles an Ich habe nichts damit zu tun Ich gehe zur Polizei Sie riß ihre Handtasche an sich unb lie hmaus

Das ältliche Fräulein sah ihr kopfschüttelnd nach. Wenn sie nichts mit dem Morb zu tun hat. dachte sie verwunbert, was will sie bann der Polizei ge­stehen? Unb was soll ich Herrn Direktor Boury aaen, wohin sie gelaufen ist? Der Direktor halt große Stücke von ihr, es wirb ihm gar nicht paffen, baß sie mit der Polizei zu tun kriegt

Aber bann kam em Anruf, eine junge Dame fragte, wann Herr Direktor Boury zugegen sei sie wolle ihm vorsprechen, unb bas Fräulein mußte ^bedauernd die ständige Antwort geben, daß leider

wollte

Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin

Mutter m dem Kind die Zuneigung zur Tante stärken. Auch sie wird ja wieder belohnt in dem Ge­danken, daß in der Tante noch ein zweiter Mensch lebt, der es mit ihrem Kind gut meint Was also ist d«s Geheimnis einer Lieblingstante? Es ist auf eine einfache Formel zu bringen: sie muß selbstlos unb opferbereit sein, bann wird sie in reichem Maße Liebe ernten, wo sie Liebe gesät hat. a

Wie flicke id) (Strumpfe?

3n der Regel stopst man die Strümpfe. Wenn aber bie Löcher immer größer unb zahlreicher wer­den unb die Füßlinge schon sehr verstopft sind, kann man selbstverständlich auch ans Flicken der Strümpfe gehen. Das Annähen der Flickstücke bei Strümpfen kann nur mit der Hand geschehen, denn jede Maschinennaht schlägt Beulen unb brückt unb reibt zwischen Schuh unb Fuß. An ben Beinlängen selbst kann man keinen Flicken ansetzen, höchstens am oberen Rand, der nicht unter der Kleidung her- oorschaut. Die Füßlinge aber hätten einen ordent­lichen, gutsitzenden und nicht drückenden Flicken oft recht nötig. Deshalb sucht man sich entweder einen noch gut erhaltenen Füßling von einem anderen

Die gute Tante.

SBo Kinder sind bo gibt es auch Tanten Unb Io iDie man sich in feiner eigenen Jugend an bie Io- eenannten;gefurd)teten" Tanten, aber auch an bie ,.Lieblingstante - erinnert, fo bleibt es au* rann man eigene Smber besitzt. Unb bei all ben tlZ greuben unb Leiben taucht bei jeder Mutter immer unb immer wieder bie Frage auf: Warum gibt e" fo Ulele Tanten, mit denen schwer utmuaeben ist Wer macht da den Fehler? W?nn man d1?se Frage mitersucht, dann stellt sich in der Regel heraus daß die Fehler auf beiden Seiten gemacht werden.

£tbLcs "söhlige Familien mit ebenso unflo^flen Tanten, m denen alles hervorragend Miteinander auskommt. Das heißt, die Tanten wer- den öfters eingeladen, den Kindern wird vorher emgescharft: «Daß du dich heute anständig be- mmmst, sonst gibt es eine Tracht Prügel. Die Tante kann es nämlich nicht verttagen, wenn du .. !" Unb bann Ht Lubchen riesig artig. Die Tante Dagegen bringt irgendwas Schönes mit, fragt, wie es geht welche Nummer es im Rechnen gegeben tjat, ladet spater die Kinder em unb traktiert sie mit Kuchen. Die großen Kinder schreiben artige Geburtstags- Briefe unb Tante wiederum erfüllt, sozusagen als Beendigung ihres Tantendaseins, einen besonderen Wunsch zur Einsegnung. Es ist ein großartiges Der- haltms, denn die Tante fühlt sich geehrt, respektiert und Eltern und Kinder fürchten sie zwar ein bifc- chen. aber schließlich ist doch so eine schenkende Tante nicht zu verachten.

Nein, solches Tantendasein meinen wir nicht. Auch nicht das der nur gefürchteten Erbtante, vor deren Kommen Eltern und Kinder zittern. Wir wollen einmal eine gute Tante interviewen. Wir wollen sie fragen, wie sie es gemacht hat, Lieblingstante zu fein. Und da hören wir zu unserem Erstaunen, daß sie eigentlich gar nichts gemacht hat. Im Gegen- teil, sie hat sich klug und weise zurückgehalten, ganz »esonders aber hat sie mit ihren Liebes, und Freundschaftsbeweisen zurückgehalten.Junge Müt­ter sind nämlich leicht eifersüchtig, und sie fürchten nichts mehr, als daß die Tante der Mutter die Kinder ein wenig wegnimmt. Das muß dann Aerger geben, unb schon ist bas schöne Verhältnis gestört." Es sinb weise Worte, die die Lieblings« tonte spricht, und man hört aus allem bie große Erfahrung.

Unb bann erzählt sie weiter:Wer sich Mutter unb Kinber zu Freunden des Lebens machen will, muß sich in erster Linie ihr Vertrauen erringen wohlaemerkt bas Vertrauen von Mutter unb Kind Ja, wir wissen sofort, was gemeint ist. Eine kluge Tante barf niemals um des eigenen Ansehens willen Mutter unb Kinb gegeneinander ausspielen, im Gegenteil, sie muß vermitteln unb, auch auf Kosten der eigenen Person, sich in das Erziehungs­programm der Eltern einfügen. Es geht also nicht an, daß bie Tante, wenn bie Mutter aus bem Zim­mer herausgegangen ist, Bübchen bas erwünschte 6tü(f Zucker gibt, bas die Mutter eben verboten hat, und diese Tat womöglich noch durch die Worte verschärft:Ich werde es dir erlauben!" Es ist zu billig, auf diese Weise das Herz des Kindes zu ge­winnen. Und merkwürdigerweise ist die errungene Liebe nicht von Dauer, denn ein Kind ist viel zu feinfühlig, als daß es nicht »die Kampfansage Der jlante gegen die Mutter spüren würde.

Das schwerste Opfer, das von einer Tante jedoch gefordert wird, ist, zu warten, bis sie gerufen wird. Es ist nun einmal so im Leden, daß sich die Tante erst bewähren muß. Sie muß der Mutter beweisen, daß man ihr das Kind zu einem Spazier­gang, zu einer Reise anvertrauen kann, sie muß lächelnd auch unangenehme kleine Pflichten über­nehmen. Das mag schwer und vielleicht auch un­gerecht scheinen, aber der Lohn ist ja um so größer. Hat nämlich erst einmal die Mutter das unbedingte Zuttauen zu der Tante gefaßt, weiß sie, daß sie in ihr eine Stütze und eine Hilfe hat, bann wird auch die Mutter nun immer mehr versuchen, ihren Dank über die Zuneigung des Kindes zur Tante abzu- statten Unb erst bann ist dieses seltene harmonisch­innige Verhältnis erreicht, das allen kinderlosen und alleinstehenden Frauen wohl vorschwebt und das leider nur so wenige erreichen.

Ist diese liebevolle Tante aber einmal gewonnen, bann darf sie auch nicht von der Mutter unnötig ausgenutzt werden. Dann muß auch vor allem die

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Die Krau im musikalischen Leben.

Kein Geringerer als der Präsident der Reichs­musikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe, nahm vor kurzem vor einem aufmerksamen Hörerkreis bas Wort zu biesem Thema. Man erfuhr, daß im Altreich nicht weniger als 23 500 Frauen in musi­kalischen Berufen tätig sind Der weitaus überwie­gende Teil, 16 790, als Musiklehrerinnen; ihnen stehen nur 9511 männliche Musiklehrer gegenüber. Den geringsten Anteil haben bie Frauen in ber Orchestermusik; nur 72 Harfenistinnen werben ge­zählt. Es liegt bies nicht etwa an mangelnber Eig­nung ber Frauen für die Betätigung als Orchester­musikerin, sondern an unberechtigtem Widerstand der männlichen Vertreter der Kulturorchester, die es bisher verstanden haben, Frauen mit Aus­nahme ber erwähnten Harfenistinnen aus ben großen Klangkörpern fernzuhalten. In ben Berufen ber sog Unterhaltungsmusik, Tanzorchester, Däne- t£s usw. sinb etwa 3000 Frauen tätig, 250 Orga­nistinnen stehen im Dienst ber Kirchenmusik, 795 Frauen sinb selbständige Instrumentalistinnen, unge­fähr 200 000 Laiensängerinnen wirken in den gro­ßen Chören mit.

Allen jungen Frauen, bie, mit bem Geschenk einer schönen Stimme bedacht, ber Laufbahn als Sängerin, sei es für bie Bühne, sei es für den Konzertsaal, zustreben, sagte Prof. Raabe ernste Warnungsworte. So notwendig bie gute Stimme für ben Sängerinnenberuf auch ist sie allein macht nicht bie Künstlerschaft aus, nur wenn eine außergewöhnliche Gestaltungskraft dazu kommt, wirb bie Sängerin zu erfolgreicher Lauf­bahn gelangen, lieber bie Anforberungen, die Aus­bildung und Ausübung an die Angehörigen der musikalischen Berufe stellen, herrschen in Laienkrei- sen viele Irrtümer unb es wirb ba Wert und Be­deutung schönen Stimmaterials weit überschätzt. Man kann nicht sich neben einem Erwerbsberuf zur Sängerin ausbilden. Das Studium der Musik, wenn es zum Künstlertum führen soll, verlangt den gan­zen und ungeteilten Menschen, körperlich und geistig.

Dem musikalischen Laienschaffen in den mannigfachsten Formen ist ein wesentlicher Teil der deutschen Musikkultur zu danken. Hier finden alle musikalischen Begabungen, deren Stärke für den künstlerischen Beruf nicht ausreicht, eine Ein­satzmöglichkeit von hoher Bedeutung. Ja selbst nicht einmal die aktive Teilnahme am Musikleben ist für die Musikkultur eines Volkes allein von Bedeu­tung. Auch als verständnisvolle Zuhörerin hat die Frau Einfluß auf die Kunstausübung. Die Pflege edlerHausmufik, die musikalische Geschmacks- bildung der Jugend ist in ihre Hände gelegt und beide sind für bas kulturelle Leben und feine Werte von entscheidender Bedeutung.

Rezepte:

Wickelkloße mit Birnen: Man bereitet einen Hefeteig, den man zum Gehen hinstellt Nach­dem er genügend gegangen ist, rollt man ihn 1 cm dick aus, zerläßt 30 g Margarine und bestreicht ihn damit. Alsdann schneidet man ihn in 5 bis 6 cm breite, 30 cm lange Streifen, rollt diese zusammen und stellt sie in eine mit Fett bestrichene Brat­pfanne. Dazwischen gibt man eingemachte Birnen. Wenn die Klöße gut gegangen sind, legt man oben­auf einige Butterflöckchen, gießt etwa Vx Liter heiße entrahmte Frischmilch darüber und backt die Klöße im Ofen etwa 50 bis 60 Minuten Hierzu reicht man Birnenkompott.

Sauerkrautsalat mit Aepfeln: Das Sauerkraut wird mit den geriebenen Aepfeln (500 g Sauerkraut, 125 g Aepfel) und saurer entrahmter Frischmilch leicht vermengt. Diesen Salat bereitet man etwa 1 Stunde vor dem Essen zu, damit er seine Farbe behält. Auch empfiehlt sich, ein nasses Per­gamentpapier aufzulegen.

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hautverwandt

«3a, gestern nachmittag, als er von mir weg­ging."

,5)nx. Eine Frage, Fräulein Gospik, Sie müs­sen sie aber ganz ehrlich beantworten. Dieser Otto- Erich Hegg ist Ihr Freund?"

Er ist ein Kollege und außerdem ein netter Kerl. Das ist alles."

Alles?"

Wahrhaftig."

Gut. Weshalb wollte Hegg mit Carlotti abrech­nen oder was wollte er abrechnen?"

Jwanka sah auf ihre Schuhe aus grünem Kroko­dilleder. Carlotti hatte sie ihr gekauft, sie erinnerte sich peinlicherweise genau in diesem Augenblick der Szene im Schuhladen.

Sie sagte zögernd, jedenfalls überlegend:Hegg liebt mich. Dafür kann ich nichts. Er erhebt An­sprüche auf mich, die ihm nicht zustehen. So wollte er gestern mit Carlotti, dessen Namen er zufällig durch einen vergessenen Brief bei mir erfahren hatte, über mich sprechen. Er war eifersüchtig auf Carlotti."

Ich verstehe", sagte Kybander.Hatte er Grund zu dieser Eifersucht?"

Jwanka wartete eine ganze Weile, sah den Kom­missar an und blickte wieder weg. Herr von Karmin, der das Zögern Jwankas zu verstehen meinte, sagte aus dem Hintergrund:Aber Das genügt doch wohl, Kybander?" Jwanka gab sich einen Ruck. Ihr Ent­schluß war gefaßt. Sie sagte lauter als vorher: Er hatte nicht den geringsten Grund auf Carlotti eifersüchtig zu fein "

Der Kriminalrat hüstelte. Er blinzelte Kybander zu. Quälen Sie sich nicht weiter damit, hieß das; natürlich schwindelt sie jetzt, aber das ist nicht wichtig.

Kybander neigte zustimmend ben Kopf.Otto- Erich Hegg", sagte er und stellte gewisiermaßen ben Namen vor sich hin.Ich erinnere mich, ihn auf yber Bühne gesehen zu haben. Er muß ein Mann in Den dreißiger Jahren fein."

Jwanka nickte Kybanber fuhr fort; es mar der­selbe gelassene Plauderton:Raucht Hegg Ziga­retten?"

Ja", sagte Jwanka,leidenschaftlich. Kein Mensch kann ihm das abgewöhnen Er raucht zwei Schach­teln am Tag."

(Fortsetzung solgtj