Ausgabe 
15.2.1940
 
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das

Der

Aus aller Wett.

Schwerer Orkan in Nordilalien. neue Kälteeinbruch, unter dem auch

Churchill demaskiert sich.

Jedes britische Handelsschiff in der Nord­see mit Geschützen ausgerüstet!

Berlin, 14. ftebr. (DNB.) Churchill gab im Unterhaus bekannt, daß jedes britische Handels­schiff, das in der Nordsee eingesetzt ist, künftig m i t Geschützen ausgerüstet sein soll. In Zu­kunft wird er also keine Möglichkeit mehr haben, wie bisher, auf diefriedlichen, ungeschützten und harmlosen englischen Dampfer" hinzuweisen, die von den Deutschen versenkt werden, denn nun hat er selbst aller Welt verkündet, daß es in Zukunft keine ftiedlichen britischen Handelsschiffe mehr in der Nordsee geben wird, sondern daß sie alle in Hilsskriegsschiffe verwandelt werden.

Oer Wehrmachtsbericht vom Mittwoch.

Berlin, 14. Febr. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: keine besonderen Er­eignisse.

Zusammengestrichenes SeeaufrüstungSprograwm der USA.

Washington, 15. Febr. (DNB.) Der Flotten­ausschuß des Abgeordnetenhauses nahm einstimmig ein auf zwei Jahre berechnetes 655 Millionen Dollar kostendes Abfrüstungsprogramm an, das die USA.» Marine zum Bau dreier Flugzeugträger und einer Anzahl Kreuzer und U-Boote er­mächtigt. Marineminister Edison drückte sein Be­dauern darüber aus, daß der Ausschuß nicht den von der Marine vorgeschlagenen, auf drei Jahre berech­neten 1,3 Milliarden Dollar erfordernden Auf- rüstungsplan annahm, denn dieses Programm würde nicht nur eine bessere Planung ermöglicht haben, sondern auch wegen seiner abschrek- k e n d e n W i r k u na auf die übrige Welt gerade zu dieser Zeit" wichtig sein. Der Budgetausschuß hatte bereits am Dienstag Roosevelts ordentlichen Marine- haushalt für das am 1. Juli beginnende Etatsjahr um 111 Millionen auf 966 Millionen Dollar zu­sammengestrichen.

Der Verlust zweier großer britischer Tankdampfer wird von der Admiralität zugegeben. Einmal han­delt es sich um den 10 200 Bruttoregistertonnen großen DampferD r e t a f i e l d", der an der Nordküste von Schottland zum Sinken gebracht wurde. 28 Mann der Besatzung wurden gerettet, 13 werden noch vermißt. Das zweite Tankschiff ist der 7000 Bruttoregistertonnen große Dampfer" British Triumph", der nach einer Explo- sion in der Nordsee gekentert und gesunken ist. 42 Mann der Besatzung konnten gerettet werden. In Neuyork ist die Nachricht eingetroffen, daß der britische DampferSultan Star, 12 306 Tonnen, Mittwoch, gesunken ist. Elf Besatzungs­mitglieder des britischen VorpostenschiffesT o - g i m o" (292 Bruttoregistertonnen) sind in einem Hafen der irischen Südostküste gelandet. DieTo- girno" ist gesunken. Weiter ist auch die neun­köpfige Besatzung des Grimsbyer Fischkutters Gurth" an Land gebracht worden. Das Schiff war an der britischen Ostküste auf Strand gelau­fen. Das dänische Fracht-MotorschiffC h a - stine Maesk" ist in der Nordsee gesunken. Ein norwegisches Schiff hat die dreißig Mann starke Besatzung an Land gesetzt. DieChastine Maesk" befand sich aus der Fahrt von Marokko nach Ka- lundborg. Ein norwegisches Schiff hat auch fünf Mitglieder der Besatzung des dänischen Dampfers Martin Goldschmidt" ausgenommen, der an der Rordwestküste Schottlands gesunken ist. 15 Mitglieder der Mannschaft sind ums Leben ge- kommen. Der schwedische DampferDalarö" (2927 Bruttoregistertonnen) ist im Atlantik ge­sunken. Ob das Schiff auf eine Mine gelaufen oder torpediert worden ist, ist nicht bekannt. Die 26-köpsige Besatzung wurde von einem belgischen Trawler übernommen. Der Kapitän starb kurze Zeit darauf. Ferner ist der englische Dampfer B o st o n Trader" (371 Bruttoregistertonnen), der von Flugzeugen angegriffen wurde, gesunken. Das dänische BergungsfahrzeugV a l k y r i e n" (343 Bruttoregistertonnen) ist nach einer Explosion auf der Höhe der portugiesischen Küste gesunken. Einige der Besatzungsmitglieder sind ums Leben gekommen, andere verwundet.

deutsche Volk manche Härten und Beschränkungen erneut auf sich nehmen muß, hat Süd- und Südost- eurvpa wiederum vor große Verkehrsschwierigkeiten gestellt und sogar Tote gefordert. Nachdem in den letzten Wochen das Wetter in Oberitalien recht milde war, brachten orkanartige Stürme jetzt einen scharfen Temperatursturz. So wütete über Mailand ein Sturm, der große Verheerungen anrichtete und auch ein Todesopfer forderte. Zahl­reiche Personen wurden durch herabstürzende Mauer­stücke verletzt. In Como entwurzelte der bei eisi­gem Winde wütende Sturm Bäume. Eine Fran wurde in den See geweht, konnte aber ge­rettet werden. In der Gegend des Lago Mag­giore ergriff der Sturmwind eine 61jährige Frau und schleuderte sie 15 Meter weit. In Triest machte die Bora mit 100 Kilometer Stunden­geschwindigkeit bei einer Kälte von 6 Grad und starkem. Schneetreiben den Aufenthalt auf den Straßen unerträglich. Selbst in Ancona ist wieder Schnee gefallen. In Venedig ist eine Fischerbarke, die von Mestre abgefahren war, unter­gegangen. In Valdossola ging das Thermometer wieder auf 15 Grad unter Null zurück.

~ Sällekataslrophen fehl auch in Amerika.

Der ungewöhnlich harte Winter, der seit Wochen auf Deutschland und ganz Europa lastet, hat nun­mehr auch den amerikanischen Kontinent heimgesucht. In den Atlantikstaaten sind die schwersten Schnee st ürme seit Jahrzehnten niedergegangen. Fast der ganze Eisenbahn-, Schiffs- und Flugverkehr ist stillgelegt worden. Tausende von Autos wurden von meterhohen Schneewehen auf den Landstraßen eingeschneit. Zahlreiche Personen werden vermißt. In Neuyork wurden mehrere Hundert Fußgänger verletzt. In Pennsylvanien wütete der heftigste Bliz­zard seit 38 Jahren, der Pittsburgh innerhalb weni­ger Stunden unter einer 50 cm hohen Schneedecke begrub. In den Neu-England-Staaten erreichten die Schneewehen eine Höhe bis zu sieben Meter. In Ohio mußten Kohlenbergwerke geschlosien werden. Von Maine bis Virginia wurden Landschulen ge­schlossen.

Chinesischer Ilußdampser auf eine 7Mne gelaufen.

Bei Putschau (Provinz Fukien) ist ein Fluß- d-ampfer auf eine Mine, die wahrscheinlich von einer chinesischen Minensperre im Minkiang-Fluß abge­trieben morgen war, gelaufen und in die Luft geflogen. Von den dreihundert chinesischen Fahr­gästen konnten nur sieben gerettet werden. Unter den Toten befinden sich etwa hundert Schü­ler einer Mission, die zum chinesischen Neujahrs­fest zu ihren Familien zurückkehren wollten.

flächen aufzutürmen, als sich das auf den verfchie- denften Wegen mir eben erreichen ließ. Wenn in Versailles im Gegensatz zu dem von den Westdemo­kratien als Panier aufgeworfenen Selbstbestim­mungsrecht der Völker der Nationalitätenstaat Po­len gewaltsam konstruiert wurde, so nur deshalb, um Deutschland und Rußland zu trennen. Als die­ses polnische Mosaikgebilde geschaffen wurde, gingen gerade nationalpolnische Kreise davon aus, es werde diesem neuen Polen das reiche Erbe zufallen, Deutschland mit den Rohstoffen und Lebensmitteln beliefern zu können, die Deutschland bis 1914 aus Rußland bezogen hatte. Womit die Polen nicht ge­rechnet hatten, war, daß ttotz der geographischen Trennung ein Warenaustausch zwischen Deutschland und der Sowjetunion stattfand. Er muhte seinen Weg über baltische Häfen und Eisenbahnen nehmen, aber er erreichte trotzdem einen Umfang, der zeit­weilig beträchtlich war.

Gibt es auf der Erde zwei Großraumwirtschaf- ten, die sich wirtschaftlich organisch ergänzen, so sind es Deutschland und die UdSSR. Es kommt weiter hinzu, daß Rußland nicht nur ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten in der Entwicklung aller industriellen Rohstoffe besitzt; die Sowjetunion ver­fügt auch über menschliche Arbeitskräfte in einem Ausmaß, wie sie keine andere Großraumwirtschaft der Erde bereitstellen kann. Auf der anderen Seite ist das neue Deutschland der höchstentwickelte In­dustriestaat, der zugleich die unerreichte Gabe der Organisation besitzt. Endlich: Deutschland und Ruß­land sind wieder durch die europäische Neuordnung unmittelbare Nachbarn geworden, die nicht durch Meere getrennt sind, sich über zwei Erdteile ausdehnen und innerhalb deren Grenzen es jedes Klima und jeden Segen der Erde gibt. Wie bedeut­sam alle diese Faktoren nicht nur für den jetzigen Entscheidungskampf Deutschlands gegen die völter- oerderbenden Plutokratien ist, sondern auch für die Neuordnung Europas nach dem deutschen Sieae, das beweist deutlich das Auslandsecho aus den so­eben vollzogenen Abschluß des neuen deutsch-russi­schen Wirtschaftsabkommens, das z. B. in skandi­navischen Blättern alsein gigantisches Unterneh­men von entscheidender Bedeutung" gewürdigt wird, während die pluto kratischen Gazetten in Paris und London natürlich Gift und Galle spucken unb mit den fc^enscheinigsten Argumenten die Möglichkeiten deutsch-russischer Zusammenarbeit zu verkleinern suchen.

Or. ^Robert Ley 50 Jahre.

Reichsoraanisationsleiter Dr. Robert Ley begeht am 15. Februar seinen 50. Geburtstag. Er gehört zu den populärsten Erscheinungen des deutschen öf­fentlichen Lebens, und so werden chm an diesem Tage zahlreiche Glückwünsche dargebracht werden. Dr. Ley war ein Soldat des Weltkrieges, diese Tatsache hat seinem Leben und Wirken die Richtung gegeben. Seit dem Tage, an dem er sich unter die Fahne des Führers stellte, stand er in der vordersten Reihe seiner Kämpfer. Die großen Aufgaben als Reichs- organisationsleiter der NSDAP, und als leitender Mann der Deutschen Arbeitsftont forderten seinen restlosen Einsatz zu jedem Tag und jeder Stunde. Zahl­reich sind die Erfolge, die diesem rastlosen Wirken zuteil wurden. Die Deutsche Arbeitsfront ist der geschlossene Körper aller Schaffenden in Deutsch- tand, die NSDAP, ist die Treuhänderin aller öffentlichen Angelegenheiten des Volkes, im kleinen wie im großen. Im Kriege hat diese großartige or- ganisatorische und aeisttae Zusammenfassung unse­res Volkes ihre höchste Bewährung gefunden. Das ist das höchste Verdienst Dr. Robert Leys, der den Geist der Heimat mit dem der Front vereinigt hat.

Die Rot der elsässischen Flüchtlinge

Basel, 15. Februar. (Europapreß^) In einen Bericht der BaslerNationalzeitung" über elsässiche Flüchtlingsfragen heißt es: ,Än Mont de Marfan, dem Hauptort des Departements Landes, sind unter dem Vorsitz des dortigen Präfekten 42 Bürger­meister als Vertreter Der evakuierten Gemeinden aus den Kreisen Altkirch und Mül­hausen zusammengetreten, um mit der Verwal­tung des Aufnahme - Departements Mittel und Wege zu suchen zur Verbesserung des Loses der elsässischen Flüchtlinge. Es wurde Klage geführt über gewisse Verwaltungsstellen, die den Flücht­lingen oft das Nötig st e vorenthalten. Die Versammlung forderte weiter eine Erhöhung der Flüchtlinasunterstützung um fünf Franken je Tag, da die bisher gewährten zehn Franken selbst bei größter Einschränkung und Sparsamkeit kaum zur Beschaffung der Lebensmittel ausreichen. Es wurde ferner Beschwerde geführt über die Unzulänglichkeit der Unter­bringung und Verpflegung der für die Rüstungsbetriebe requirierten Arbeiter. Ein­stimmig wurde auch der Meinung Ausdruck gege- ben, daß die Kürzung der Flüchtlingsgelder beim Bezug von Militärunterstützung sowie der Wegfall der Flüchtlingsunterstützuna im Falle ein Familien­glied Arbeit findet, nicht begründet seien.

Kleine politische Nachrichten.

Der badische Minister für Kultus und Unterricht und frühere Leiter des Amtes für Wissenschaft im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Dr. Otto W a ck e r , ist gestorben. Dr. Wacker hatte sich kürzlich eine heftige Bronchitis zu- gezogen, die ihn ans Bett fesselte. Mittwoch trat plötzlich eine Herzlähmung ein.

Im Anschluß an seinen Besuch in Danzig traf Generaloberst von Brauchitsch in Posen ein, wo er durch ben Befehlshaber im Wehrkreis XXL, General der Artillerie P e tz e l, begrüßt würbe. Auf bem Truppenübungsplatz Warthelager wohnte er der Hebung eines verstärkten Infanterieregiments bei. Nach einem Besuch bei Reichsstatthalter Gau­leiter Greiser fand eine Rundfahrt durch Posen statt, wobei insbesondere bas Geburtshaus Hinden­burgs besucht wurde.

Gleichzeitig mit dem Bekanntwerden der Verhaf­tung dreier für den Secret Service in Schwe­den tätigen Spione und der Verurteilung des be­rüchtigten Spitzels Jürges in Argentinien, der be­reits die Patagonienhetze entfacht hat, wird aus Lon­don die Erhöhung des Etats für den briti­schen Geheimdienst um 400 000 auf 1 100 000 Pfund gemeldet.

Aus der Gia di Gießen.

Berufseirttritt zum 1. Apnl

NSG. Die Umstellung des Schulschlusses im Laufe der vergangenen Jahre ist abgeschlossen. Im ganzen Reich werden die Schüler im Frühjahr (Ende März) aus den Schulen entlassen. Dies be­deutet, daß der Nachwuchs um diese Zeit in die Berufe eintreten will. Eine Verteilung der Zeit­punkte des Berufseintrittes auf das ganze Jahr, wie er in Zeiten üblich war, als einerseits Arbeits­losigkeit herrschte, anderseits starke Nachwuchsjahr­gänge vorhanden waren, kommt nicht mehr in Frage, da heute jede Arbeitskraft dringend ge­braucht wird. Es ist also nicht mehr in das Be­lieben des Betriebsführers oder Lehrherrn gestellt, den Zeitpunkt für den Berufseintritt zu bestimmen, vielmehr muß er sich nach den gegebenen Tatsachen richten, wenn er einen tüchtigen jungen Menschen als Lehrling bekommen will. Die Nachwuchswer­bung für die lebens- und kriegswichtigen Berufs­zweige läuft deshalb schon seit Monaten auf vollen Touren. Wichtig ist es, daß der Betriebsführer elbst hieraus den Nutzen zieht und schon jetzt seine Lehrlinge zum Berufseintritt am 1. April sichert.

Der 1. April ist der richtige Zeitpunkt für den Eintritt in die Lehre. Hierauf sind auch die Be­rufsprüfungen abgestellt, die in den Frühjahrs­monaten vor dem 1. April durchgeführt werden. Wer diesen Zeitpunkt nicht beachtet, läuft Gefahr, keine Lehrlinge mehr zu bekommen, öder sich allen­falls mit dem Rest begnügen zu müssen, den ihm andere Berufe übrig gelassen haben. Er zwingt anderseits auch den Lehrling unter Umständen zu einer Verlängerung der Lehrzeit, da die Zulassung zu einer Gehilfenprüfung vom rechtzeitigen Ein­tritt in die Lehre abhängig gemacht wird.

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes, Kreis- führung Wette rau: 20 Uhr im Studentenheim, Leih- gefterner Weg, Sonatenabend Elfriede Fischer und Walter Bärtich. Wehrwissenschaftliche Vorlesung: 20.15 Uhr im großen Hörsaäl des Chemischen In- ftituts, Professor Dr. Rolfes überFragen der Crnährungssicherung unter wehrwissenschaftlichen Gesichtspunkten". Populärwissenschaftliche Vor­lesungen der Universität: 20.15 Uhr im Kunstwissen­schaftlichen Institut, Professor Vogelsang über Die Wirkung der großen Kriege auf die deutsche Frömmigkeit"; 20.15 Uhr im Zoologischen Instttut, Professor Schmidt,Filmvorführungen aus dem Gelbiet der Zoologie". Gloria-Palast (Selters- weg):Das Recht auf Liebe". Lichtspielhaus (Dckhnhofftraße):Der ungetreue Eckehart".

Altbürgermeister Leun 85 Lahre alt.

Am morgigen Freitag, 16. Februar, kann der jetzt in Gießen, Cranachfttaße 3, im Ruhestand lebende Bürgermeister a. D. Johannes Leun in bester Gesundheit seinen 85. Geburtstag begehen. Altbürgermeister Leun hat über 33 Jahre das Bürgermeisteramt unserer Nachbargemeinde Gro- ßen-Linden bekleidet und sich während dieser langen Zeit um feine Gemeinde und darüber hinaus für die benachbarten Orte große Verdienste erworben. Seinem Wirken ist vor allem die Errichtung des Bahnhofs Großen-Linden zuzuschreiben, außerdem hat er in Großen-Linden selbst eine Reihe von Einrichtungen geschaffen, die dem Wohle der Ge­meinschaft förderlich waren. Im Rahmen der Bür­germeister-Vereinigung des Kreises Gießen stellte er seine Kraft ebenfalls tatfreudig in den Dienst der Allgemeinheit, lieber 40 Jahre gehörte er u. a. dem Verwaltungsrat und späteren Aufsichtsrat der Bezirkssparkasse Gießen an.

2195 UM. für die Admiral-Gro^-Spr-e-Spende".

Die Gefolgscbaftsmitglieder aller Abteilungen der Gießener Staotverwaltung und der Stadtwerke haben sich in Betriebsappellen der einzelnen Be­triebsgruppen in anerkennenswerter Weise an der Spende für den Bau eines neuen deutschen Kriegs­schiffes als Ersatz für das vor Montevideo nach siegreichem Kampf gegen die Engländer auf Befehl des Führers von der eigenen Besatzung versenkte PanzerschiffAdmiral Graf Spee" beteiligt. Der Beitrag der städtischen Gefolgschaftsmitglieoer für dieÄdmiral-Graf-Spee"-Spende hat den stattlichen Gesamtbettag von 2195,65 RM. erreicht und ist an die zuständige Sammelstelle in Berlin weitergeleitet worden. Den opferfreudigen Spendern ist die An­erkennung aller Volksgenossen gewiß.

Schnee weg vom Bürgersteig?

Eine der wichtigsten Pflichten der Hausbesitzer bzw. ihrer Vertreter besteht im Winter darin, den Burger- steig freizuhalten von Schnee und Eis und ihn mit abstumpfenden Mitteln zu bestreuen, um dadurch die Verkehrssicherheit vor dem Hause zu gewährleisten. Wer dieser Reinigunas- und Streupflicht nicht zu jeder Zeit in ausreichender Weise nachkommt, hat nicht nur das Einschreiten der Polizei mit den ent- sprechenden Strafen zu gewärtigen, sondern muß sich auch darüber klar sein, daß er für alle Schäden haftet, die aus dem Sturz von Passanten vor dem Hausgrundstück entstehen; auch die Haftpflichtver­sicherungen haben einen Ersatzanspruch an den schul­digen Hausbesitzer bzw. Vertreter, der die ihm ob­liegende Sorgfaltspflicht verletzt hat. Wer sich also Unannehmlichkeiten mit der Polizei und Schadens­ersatzansprüchen nicht aussetzen will, der möge stets darauf bedacht fein, daß der Bürgersteig vor feinem Haufe von Schnee und Eis freigehalten und sorgsam mit Asche oder dergleichen bestreut wird.

Abgestellte Fahrräder müssen abends beleuchtet sein.

Immer wieder kann man auch in unserer Stadt die Beobachtung machen, daß während der Ver­dunkelung unmittelbar am Bürgersteig oder an dir Häuser angelehnt Fahrräder abgestellt werden, die nicht beleuchtet sind. Diese Fahrräder sind natürlich für die Fußgänger eine erhebliche Gefahr. Das Amtsgericht Verden (Aller) hatte sich dieser Taae mit einem Falle zu beschäftigen, bei dem ein Fuß­gänger durch ein unbeleuchtet am Bürgersteig stehendes Fahrrrad verletzt wurde. Der Besitzer des Fahrrades wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. In der Begründung des Urteils hieß es, daß das Fahr­rad, wenn es im Dunkeln abgestellt wird, beleuch­tet fein muß, sofern es nicht etwa im Schein einer Straßenlaterne steht. Wer sich also vor Strafe schützen will, wird sich als Radfahrer dementspre­chend verhalten müssen.

Lahreshauptversammlung des Westerwaldvereins.

Der Westerwaldverein, Zweigverein Gießen, hielt im Saalbau Liebigsttaße seine Jahreshauptver­sammlung ab. Vereinsführer Mader begrüßte die Teilnehmer, insbesondere die Urlauber von der Front und erstattete dann den Bericht über die 33anbertätigfeit im vergangenen Jahr. 29 Wande­rungen und 2 Autvbusfahrten waren unternommen worden. Die Beteiligung war rege. Für eifrige Wanderbeteiligung konnten wieder mehrere Wan- dcrkameraden und -kameradinnen ausgezeichnet werden, und zwar 7 für 25, 7 für 50, 7 für 75, 2 für 100, 3 für 125, 1 für 150, 1 für 175 und 1 für 300 Wanderungen. Erfreulicherweise hat der Mitgliederstand zugenommen. Die Tätigkeit des Vereins wird fortgeführt Im vergangenen Jahre wurden außer den Wanderungen noch eineWäller- firmes", eine Feier zum Tag der deutschen Mut­ter, sowie Dietabende, die dem Deutschtum gewid­met waren, durchgeführt. Mehrere Wanderkame- raden und -kameradinnen tonnten für 10- und 15- jährige treue Mitgliedschaft ausgezichnet werden. Im Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, die Wandertätigfeit sofort wieder aufzunehmen. Die in letzter Zeit reichlich eiugegangene Feldpost wurde verlesen und herzlich erwidert. Eine kurze Aus­sprache beschloß den geschäftlichen Teil. Gemütlich blieb man dann noch einige Zeit beisammen.

Landkreis Gießen.

* Lollar, 13. Febr. Dieser Taae fand die erjte Dienstversammlung der Freiwilligen Feuer­wehr im GasthausZum Löwen" statt. Haupt- brandmeister Schelm begrüßte die Kameraden. Re- gierungsrat Dr. Fuhr (Gießen) machte sodann längere Ausführungen über die Durchführungsbe­stimmungen des Feuerlchchgesetzes. Er gab die ein­zelnen Desttmmungen, die neuen Dienstgrade, Rana- abzeichen und die zukünftige Einteiluna innerhalb der Wehr bekannt. Kreisführer Bouffier sprach anschließend über die künftige Gestaltung des Dienstbetriebes und über die kommenden Ausgaben, die den Wehren gestellt werden. Hauptbrandmeister Schelm gab bekannt, daß derTag der deutschen Polizei" am 17. und 18. Februar, wie im vergange­nen Jahr, durchgeführt wird. Die Vorarbeiten, ge­meinsam mit der Gendarmerie, wurden eingeleitet. Die vorgelesenen Feldpostbriefe der Kameraden, die unter den Fahnen stehen, zeugten von dem guten Einvernehmen zwischen Heimat und Front.

Gießener Polizei im Dienst des Knegs-MW.

Tag der deutschen Polizei". Sammlungen und Besichtigungen.

Unsere Gießener Polizei hat sich vorgenommen, für das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 eine große Schlacht zu schlagen. Sie begann dabei im eigenen Hause. Die Beamten fanden sich erneuet bereit, ein Opfer zu bringen. Das Ergebnis der Listensamm­lung, die noch nicht abgeschlossen ist, darf schon jetzt als sehr erfreulich bezeichnet werden.

Die Gießener Polizei wird sich aber auch an die Öffentlichkeit wenden. Eine große Straßen-Sam- mclaktion soll unternommen werden. Man hofft, daß dabei in Gießen 25 000 der schönen von der NSV. gelieferten Abzeichen zum Verkauf gebracht werden können. Die Abzeichen aus Hartharz- Kunststoff zeigen Polizeibeamte in Miniatur, vor allem in den Uniformen der Schutzpolizei, der Gen­darmerie, der Feuerlöschpolizei, der ff usw. Bei der Opferfreudigkeit, die unsere Gießener Bevölkerung bisher stets an den Tag gelegt hat, wird sich zwei­fellos auch derTag der deutschen Polizei" zu einem großen Erfolg gestalten.

Der Bevölkerung soll an diesem Tage auch Ge­legenheit gegeben werden, zwei vorbildlich ausge­stattete, große öffentliche Luftschutzräume zu besichtigen Zur Besichtigung stehen der Luftschutz- raum im Alten Rathaus und derFelsenkeller" in der Bahnhofsttaße (Eingang in der Nähe des Wie- secklaufs) offen. Besichtigungszeiten: Sonntag, 18. Fe­bruar, von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr!

Auch die von der Polizei in sttller und zielbe­wußter Arbeit geschaffene große Rettungs­stelle im Kellergeschoß der gewerblichen Berufs­schule (Kirchstraße 16) kann besichtigt werden. Hier wird sich der Bevölkerung ein Bild verantwortungs­bewußter Arbeit der Polizei für den Schutz der Volksgenossen im Falle eines feindlichen Luftan­griffes bieten In diesem Zusammenhang darf dar­auf hingewiesen werden, daß sich die NS.-Frauen­schaft um die Ausstattung dieser Rettungsstelle ein besonderes Verdienst erworben hat. In Gemein­

schaftsarbeit wurden 50 Mäntel aus gespendetem und gesammeltem Material, aus vielen einzelnen Teilen zusammengenäht und der Polizei für die Rettungsstation zur Verfügung gestellt. Die Be­sichtigung der Rettungsstelle kann am Sonntag in der Zeit von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr er­folgen. Sowohl in den Luftschutzräumen, als auch in der Rettungsstelle werden fachmännische Erläute­rungen gegeben werden.

Die Technische Nothilfe, die auch zur Polizei gehört, tritt ebenfalls hervor. Im großen Flur des Alten Rathauses am Marktplatz werden auf Tischen Modelle von Brücken, Stegen, Verbin­dungen usw. zur Schau gestellt, die einen umfassen­den Einblick in die Arbeit der Technischen Nothilfe geben werden. Die Sonderschau der Technischen Nothilfe ist am Samstag von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Eine Hundertschaft der Schutzpolizei wird außerdem die Sammlung auf der Straße in beson­derer Weise unterstützen. Die Hundertschaft wird von Platz zu Platz marschieren und an den ver­kehrsreichsten Punkten mit dem kraftvollen Gesang der schönsten Soldatenlieder aufwarten. Auch der Lautsprecherwagen der Polizei wird ein­gesetzt. Selbstverständlich werden sich auch die Be­amten der Verwaltung innerhalb der Polizei für die Straßensammlung zur Verfügung stellen. In kameradschaftlicher Verbundenheit mit der Polizei I sammeln ferner die Kameraden der ff, des NSKK. und die Bahnschutzpolizei der Reichsbahn. '

Wie wir bereits berichteten, ist von dem Leiter der Polizeidirektion Gießen, Major der Schutz­polizei, Hellwege-Emden, bei der Commerz- und Privatbank ein Bankkonto unter dem Titel Tag der Deutschen Polizei" eröffnet worden. Er­freulicherweise sind darauf bereits erhebliche Be­träge als Spenden überwiesen worden.

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