Oie Aufhebung der Llrlaubssperre
Oie Gesundheilsführung im Kriege
Westwattheim Blassenburg.
Aus aller Welt
Mit Beginn der nächsten Woche kann wieder Urlaub genommen werben, nachdem der Reichs-
wängler. Die Kapelle brachte schließlich ihrem deutschen Dirigenten einen rauschenden Tusch, dieser beendete dann mit dem Vorspiel zu den Meistersingern von Richard Wagner das Konzert. „Mitten in einer Zeit des Dunkels kam Furtwängler hierher", sagte ein bekannter dänischer Musikkritiker nach dem Konzert, „und er entzündete an diesem Abend den Strahlenglanz der Musik." Furtwängler wird, bevor er seine Reise nach Stockholm und Oslo fortsetzt, am Dienstag nächster Woche noch ein zweites Konzert geben.
Auf der Flucht vor deutschem Ll-Boot an der schottischen Küste gestrandet.
A m st e r d a m, 14. Januar. ((DNB.) Der 3161 Bruttoregistertonnen große griechische Dampfer „Tonis C h a n d r i s" strandete am Samstag an der nordschottischen Küste, nach dem er seinen Kurs geändert hatte, um einem deutschen U-Boot in der Nordsee zu entkommen. Die Mannschaft mußte das Schiff verlassen. Sie wurde in einem schottischen Hafen an Land gesetzt.
Jüdische INordbestle in Lodsch zum Tode verurteilt.
Das Sondergericht in Lodsch verurteilte den 30jährigen Juden Mojsche Parzenczewski, ehemaligen Inhaber eines Konfektionsgeschäftes in Ozorkow, zum Tode. Der Verurteilte hatte sich während seiner Dienstzeit im polnischen Heer viehische Mißhandlungen von Volksdeutschen zu Schulden kommen lassen. Parzenczewski hatte im September vorigen Jahres von seinem polnischen Vorgesetzten den Befehl erhalten, einige verhaftete Volksdeutsche von einer Kaserne zur Sammefttelle zu bringen. Hierbei mißhandelte der Jude die Wehrlosen aufs schwerste, Ein Volksdeutscher erlag den entsetzlichen Verletzungen, die ihm die jüdische Bestie zugefügt hatte.
Landesverräter hingerichtet.
B e r l i n, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Justiz- Pressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 28jährige Herbert I a k o b o w s k i aus Tilsit ist am Montag hingerichtet worden. Jakobowski hat aus Gewinnsucht Beziehungen zum Nachrichtendienst einer fremden Macht angeknüpft und diesem deutsche Staatsgeheimnisse preisgegeben.
und wird auch in Zukunft nicht angetastet werden. In der gleichen Verordnung war damals schon weiterhin bestimmt worden, daß die polnischen Schulen wieder zu eröffnen waren, soweit dies zu jenem Zeitpunkt noch nicht der Fall war; auch die polnischen Fachschulen hatten ihren Unterrichtsbetrieb wieder aufzunehmen.
Reichsschutdbuchforderungen.
Berlin, 13. Jan. (DNB.) Der Reichsminister der Justiz hot eine Verordnung über die Verwaltung und Anschaffung von Reichsschuldbuchforderun- gen erlassen. Sie gewährt den Gläubigern von
Reichsschuldbuchforderungen, die ihre Forderungen Kreditinstituten in Verwaltung geben, und den Käufern von Reichsschuldbuchforderungen, die sich bei dem Ankauf dieser Forderungen der Kreditinstitute bedienen, einen ähnlichen depotrechtlichen Schutz, wie er durch das Gesetz über die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren den Hinterlegern und Käufern von Wertpapieren eingeräumt worden ist. Die Verordnung ermöglicht weiterhin durch die Zusammenfassung der Verwaltung von Reichsschuldbuchforderungen bei Wertpapiersammelbanken und bei der Reichsbank eine wesentliche Vereinfachung des Schuldbuchverkehrs.
Front.
Mit der großzügigen Regelung der Urlaubsverordnung sind die Gefolgschaftsmitglieder so gestellt worden, als wenn das Verbot der Kriegswirtschafts- Verordnung lediglich ein Aufschub der Urlaubs-
bilde. Jeden Tag könne man nun mit der Auflegung einer Kriegsanleihe rechnen.
Oie Betreuung
-er neuen Kriegsopfer.
Luge Zusammenarbeit der Fürsorgebehörden mit den Fürsorge- und Bersorgungs- dienststellen der Wehrmacht.
Berlin, 13. Januar. (DNB.) Zu den verantwortungsvollen Aufgaben, die der Krieg für die Fürsorgebehörden mit sich bringt, gehört vor allem auch die fürsorgerische Betreuung der Versehrten und Hinterbliebenen aus dem gegenwärtigen Einsatz der Wehrmacht. Sie soll die umfassenden Maßnahmen, die von den Fürsorge- und Dersorgungs. dienststellen der Wehrmacht durchgeführt werden, so- weit erforderlich, durch eine zusätzliche Hilfe- lei stung ergänzen. Die Fürsorge stellen, die als örtliche Gemeindebehörden engste Fühlung mit der Bevölkerung haben, sind besonders dazu berufen, allen Besonderheiten des Einzel f a l l e s Rechnung zu tragen und durch laufende oder einmalige Unterstützung oder durch Darlehen im Rahmen der fürsorgerechtlichen Bestimmungen tätig einzugreifen. Ferner haben die bei den Provinzen und Landesregierungen errichteten Hauptfürsorge st ellen, soweit nicht den Beschädigten bereits durch die Arbeitsämter ein Ar- beitsplatz vermittelt wird, die Berufs - und Arbeitsfürsorge für Schwerkriegsbeschädigt durchzuführen, für die ein angemessener Arbeitsplatz oft nur mit Hilfe eines Schwerbeschädigtengesetzes be-
Anhallende Schneestürme in ganz Spanien.
In ganz Spanien halten bei niedriger Temperatur die Schneestürme an. Schnee bedeckt auch hochgelegene Gebiete Marokkos in der spanischen wäe in der französischen Zone. Die „Ala Littoria" mußte den Luftverkehr nach Spanien einstellen. Der Schnellzug Valencia — Tarragona blieb in der Nähe der Station Barracas im Schnee stecken. Aus Dastellon wurde ein Hilfszug mit Arbeitern und Lebensmitteln abgefertigt. Stürme im Mittelmeer verhinderten das Auslaufen der Postdampfer aus Malaga und Melilla. In den Häfen Valencia und Alicante mußten zahlreiche Schiffe Schutz suchen. Bei La Coruna sank ein Fischerboot, wobei die an Bord befindliche fünf- köpfige Fischerfamilie ums Leben kam.
3n der Bukowina eine Mutter mit drei Kindern erfroren.
Die größte Kälte in Rumänien herrscht augenblicklich in der Bukowina. So wurden in Radautz 41 Grad unter Null gemessen. In dem Dorfe Amaru im Komitat Buzeu würbe eine Mutter mit ihren drei Kinder erfroren aufgefunden. In der Gegend des Schwarzen Meeres ist ein Nachlassen der Kältewelle zu verzeichnen. Im Hafen von Baloic wurden nur noch 7 Grad unter Null festgestellt. Die Stürme auf dem Schwarzen Meer haben sich etwas gemildert. Ein rumänisches und ein italienisches Schiff, die. auf Sandbänke aufgelaufen waren, konnten wieder flottgemacht werden.
Sturm auf die Eiswagen--in Argentinien.
Die unerträgliche Hitze in Buenos Aires, die auch nachts nur wenig nachläßt, hält weiter an. Am Sonntag sind vier weitere Personen an Hitzschlag erlegen, nachdem die Hitze während der letzten vier Tage bereits 32 Todesopfer gefordert hatte. Auch ein kurzer Regen hat nicht die sehnsüchtig erwartete Abkühlung gebracht, statt dessen ist der Feuchtigkeitsgehalt der Luft bis auf 94 v. H. gestiegen. Buenos Aires gleicht einer dampfenden Waschküche. Wer irgend kann, flüchtet in die überfüllten Flußbäder. In einigen Dorortbeürken herrscht bereits ein empfindlicher T r i n k w a s s e r-
Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: vr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeiaenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zelt ist MW a&ß vdD L LMückLk-E Mjg.
Kameradschastsdienst des Großdeuifchen Rundfunks.
Berlin, 15. Jan. (DNB.) Wie der Groß, deutsche Rundfunk mitteilt, wird vom 20. Januar ab ein Kameradschaftsdienst für Wehrmacht, Polizei und Arbeitsdienst eingerichtet. Da auf dem normalen Postwege viele Mitteilungen, die den Soldaten an der Front angehen, ihm erst verhältnismäßig pät zur Kenntnis kommen können, so Geburten, Todesfälle und andere wichttge Mitteilungen, wurde der Weg gewählt, für diese Mitteilungen eine b e • ondere Rundfunksendung einzurichten. Der Kameradschaftsdienst wird ab 20. Januar, ab 1.30 Uhr morgens, für den Westen über den D e u t s ch l a n d s e n d e r, für den Osten über den Hauptsender Lodsch I, für die Kriegsmarine über den Sender Bremen erfolgen. Bei allen Einheiten der Wehrmacht, der Polizei und des Arbeitsdienstes wirb um 1,30 Uhr morgens je ein Empfänger be- setzt sein, so daß Mitteilungen für Angehörige des betreffenden Truppenteils, die unter Angabe der Feldpostnummer durchaesagt werden, schnellstens weiter geleitet werben können. Die M i t t e i l u n - gen ausder Heimat müssen an den Großdeutschen Rundfunk mit dem Sttchwort ,Lum?radfchafts- dienst" durch Eilbrief eingesandt werden. Um jeden Mißbrauch auszuschließen, müssen die Einsendungen beglaubigt sein durch die zuständige Ortsgruppe der NSDAP, oder die zuständige Gemeinde- oder Polizeibehörde. In besonders eiligen Fällen können Durchsagen auch telephonisch, jedoch nur von Ortsgruppen der NSDAP, oder von Behörden vorgenommen werden.
schafft werden kann.
Die vielseitigen Aufgaben auf dem Gebiet der Kriegsopferbetreuung werden von den Fürsorge- behörben in ständiger Zusammenarbeit mit den Fürsorge- und Versorgungsdienststellen der Wehrmacht durchgeführt.
Bei dieser Arbeit leisten die N S.» K r i e g s - opferversorgung und der R e i ch s t r e u - bund ehemaliger Berufssoldaten wertvolle ergänzende Hilfe. Die enge Verbundenheit der Dienststellen der Wehrmacht, der Gemeinden und der Arbeitseinfatzverwaltung, die gemeinsam für das Wohl der Versehrten und Hinterbliebenen verantwortlich sind, kommt in einem Erlaß des Reichsarbeitsministers und des Reichsinnenministers zum Ausdruck, der im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht ergangen ist. Die Für- sorgebchörden haben nach dem Erlaß besonders daraus zu achten, daß den Versehrten und Hinter- bliebenen in jeder Weise eine bevorzugte Behand- lung zuteil wird, lieber die in dem Erlaß gegebenen Richttinien wird das Oberkonnnandv der Wehrmacht auch die chm unterstellten Fürsorge- und Dersoroungsdienststellen unterrichten und ihnen er« gänzerwe Weisungen erteilen.
arbeitsMinister die Urlaubssperre ab 15. Januar । wieder aufgehoben hat. Im Vordergrund steht dabei jetzt die Abgeltung der aus dem Jahre 1939 noch vorhandenen Urlaubsansprüche. Im Reichsarbeitsblatt erklärt Regie- rungsrat Dr. S p r i ck vom Reichsarbeitsministe- rum, die rasche Beendigung des Polenfeldzuges und das schnelle reibungslose Einspielen der Wirtschaft auf die veränderte Lage hätten die Wiedereinführung des Urlaubs als gerechtfertigt erscheinen lassen. Man dürfe auch nicht übersehen, daß der größte Teil der von der Urlaubssperre Betroffenen bei stärkster Beanspruchung aller Kräfte länger als ein Jahr ohne zusammenhängende Freizeit gewesen sei. Gerade in den Betrieben, in denen hinsichtlich der Schwere der Arbeit und Dauer der Arbeitszeit ohnehin die größten Anforderungen an den Arbeiter gestellt würden, habe sich häufig infolge des Mangels an Arbeitskräften die Notwendigkeit einer Hinausschiebung des Urlaubs ergeben. Es hieße
1 Raubau an der Arbeitskraft treiben, wollte man die zur Erhaltung der Leiftungsfähigkett erforderliche Ausspannung auf längere Zeit vorenthalten.
1 Ungeachtet allen guten Leistungswillens würde die ' Gesamtleistung eines Betriebes in Kürze in einem
Ausmaß sinken, das den durch die Urlaubserteilung 1 entstehenden Arbeitsausfall weit übertreffen würde. ' Die Wiedereinführung des Urlaubs sei ebenfalls ein
wesentlicher Beitrag zur Stärkung der inneren
Vereidigung
der Arbeitsdienstführerinnen.
Berlin, 13. Jan. (DNB.) Dor den zu einer Arbeitstagung in Berlin vereinigten Bezirksführe- rinnen des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend und den Führerinnen in der Reichsleitung des RAD. sprach der Beauftragte des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weit« I anschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP. Reichsleiter Alfred Rosenberg. Die Ansprache leitete zu der Vereidigung der Reichsarbeitsdienstführerinnen über, die im Hinblick auf die neue staatsrechtliche Eingliederung der Führerinnen an die Stelle der bisherigen Verpflichtung tritt. — Im Anschluß an diese Feier hob Reichsarbeitsführer H i e r l zusammenfassend noch einmal die Aufgaben hervor, die den Führerinnen des RAD. obliegen. Er wies vor allem darauf hin, daß nicht die Organisation an sich, sondern der Geist entscheidend ist, der ihr innewohnt. Für den RAD. gelte zu allen Zeiten das Lebensgesetz der Treue, des Gehorsams und der Kameradschaft. Auf diesem festen Fundament werde er seine hohe Mission im Dienste der inneren Front auch in diesen Kriegszeiten erfüllen.
Krakau erhält
erste deutsche Volksschule.
Krakau, 12. Ian. (DNB.) Am Dienstag wird der Distriktschef von Krakau, Gouverneur Dr. Wächter, in Krakau die erste deutsche Volksschule ihrer Bestimmung übergeben. Auch diese Schule ist ebenso wie die Deutsche Schule in Warschau und die anderen im Distrikt Warschau bereits eröffneten deutschen Volksschulen selbstverständlich nur für d i e Kinder von Volksdeutschen und von bei den deutschen Dienststellen be- schäftigten Reichsdeutschen bestimmt. Das Schulwesen im Generalgouvernement ist durch eine Verordnung des Generalgouverneurs vom 31. Oktober dahin geregelt worden, das volksdeutsche Kinder nur in deutschen Schulen und polnische Kinder nur in polnischen Schulen unterrichtet werden können, womit festgelegt ist, daß deutsche Schulen polnischen Kindern überhaupt nicht offen- stehen. Was also zur polnischen Zeit von den volksdeutschen Eltern mehr und mehr wegen der daraus sich ergebenden wirtschaftlichen und sonstigen Folgerungen aufgegeben werden mußte, das Recht, dis Kinder in deutschem Sinne in deutschen Schulen erziehen zu lassen, ist der polnischen Bevölkerung des Generalgouvernements als eine Selbstverständlichkeit von Anfang an gewährt worden
erteilung gewesen wäre. Von der Anrechnung auf die Urlaubsansprüche ist die Freizeit ausgeschlossen, die in außerordentlichen Fällen auf Grund tariflicher Regelung der Arbeitsverfäumnis gewährleistet ist. Vor der Sperre erteilter Urlaub ist dagegen ebenso anzurechnen, wie ein Urlaub, der etwa unter Verstoß gegen das Urlaubsverbot gewährt sein sollte. Selbstverständlich ist bei der Wahl der Urlaubszett eine vermehrte Rücksicht auf die Betriebslage erforderlich. Die Möglichkeit der Abgeltung des alten Urlaubs ganz oder teUroeife in Geld war deshalb notwendig, weil die Befriedigung von zwei nebeneinander bestehenden UrlauLsanfprüchen eines Gefolgfchastsmitgliedes unter Umständen Schwierigkeiten bereitet. Da sich die Abgeltungsmöglichkeit nicht auf den Urlaub für 1940 erstreckt, bleibt dem Gefolgschaftsmitglied immerhin ein Anspruch auf bezahlte Freizeit erhalten. Die Ausnahme der Abgeltung in Geld beschränkt sich allerdings nur auf die Fälle, in denen die Unmöglichkeit einer Freistellung von der Arbeit auf die Kriegsverhältnisse zurückzuführen ist.
Auch die Urlaubsvorschriften des Jugendschutzgesetzes sind wieder in Kraft. Da die Zeit der Urlaubssperre bei der Berechnung der Wartezeit, die für Jugendliche drei Monate beträgt, für den Erwerb des neuen Urlaubs an spruchs mit berücksichtigt wird, erhalten auch Jugendliche, die in der Zett vom 4. September, dem Beginn der Urlaubssperre, bis Ende September erstmalig in ein Lehr- oder Arbeitsverhältnis eingetreten sind, nachttäglich für 1939 noch einen Erholungsurlaub. Ist das Lehr- oder Arbeitsverhältnis am 1. Oktober oder später begonnen worden, so kommt dagegen für 1939 ein Urlaub nicht mehr in Bett acht.
Berlin, 13. Jan. (DNB.) Auf der Blassenburg bei Kulmbach wurde im Rahmen der vor kurzem eröffneten klinischen Abteilung des Generalinspektors für das deutsche Sttaßenwesen das Westwallerholungsheim Blassenburg eröffnet. General- Inspektor Dr. Todt begrüßte in der NS.-Reichs- schule die erste Gruppe erholungsbedürftiger Westwallarbeiter, Männer zwischen 18 und 65 Jahren, aus allen Gauen des Reiches, insgesamt 81 Mann, die 16 Monate und mehr am Westwall gearbeitet hatten, Männer mit teilweise anfälligen Erkältungskrankheiten, Stoffwechselkrankheiten, mit Rückständen aus Unfällen und früheren Erkrankungen, die nun durch eine mehrwöchige Erholung vollkom- men ausgeheilt werden fallen. Dr. Todt gab feiner
u. a. Staatssekretär Stuckardt, Oberregierungsrat Neumann vom Propagandaministerium, der Präsident der Reichsfilmakademie Müller- Scheld und Gauinspekteur und Regierungspräsident U e b e l h o e r anwesend waren, gestattete sich zu einer eindrucksvollen Bekundung deutschen Kulturwillens im wiedergewonnenen deutschen Osten. Oberbürgermeister Schiffer bezeichnete die Gründung des Theaters als eine kämpferische Tat für die deutsche Kultur im Osten und übergab das Haus in die künstlerische Obhut des Intendanten Hans Hesse, des ehemaligen Direktors des Deutschen Theaters in Reval, das nunmehr in Lodsch wirkt. Mozartsche Musik leitete zu der Aufführung von Lessings „Minna von Barnhelm" über, das künstlerisch hervoragend dargebracht wurde.
Die Byrd-AntarktisExpedition
an der Küste der Walfischbucht gelandet.
Vizeadmiral Byrd hat dem argentinischen Marine- Ministerium die Mitteilung zugehen lassen, er sei mit seiner Expeditton an der Küste der Walfisch- Bucht gelandet und befinde sich gegenwärtig in der Nähe von Little-Amerika. Dort errichte die Expe- ditton ein Lager, das ihr bei dem weiteren Vordringen als Stützpunkt dienen solle.
Kopenhagen feiert Furtwängler.
Das Konzert des Orchesters des Königlichen Theaters in Kopenhagen unter Leitung von Generalmusikdirektor Furtwängler gestaltete sich zu einem großen Erlebnis. Weit über 1500 Musikbegeisterte wohnten der festlichen Veranstaltung bei. Diese erhielt eine besondere Ehrung durch die Anwesenheit der Königin Alexandrine von Dänemark, die mit Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Ingrid, Prinzessin T h y r a und Prinzessin S : b y 1 l a von Schweden erschienen war. Auch der deutsche Gesandte mit sämtlichen Mitgliedern der Gesandtschaft, die Vertreter der Auslandsorganisation der Partei und zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie wohnten der Veranstaltung bei. Das Konzert begann mit der Ouvertüre zum „Freischütz" von Weber. Bereits nach diesem Werk setzte starker Beifall ein. Er steigerte sich zu einer Ovation für Furtwängler und das Orchester nach dem Vortrag von Richard Strauß' „Tod und Verklärung", nach der e-moll- Sinfonie von Tschaikowsky wollten die Huldigungsrufe kein Ende nehmen. Das Publikum klatschte im Takt und rief immer wieder nach Furt«
irr« laencoujirrnoiivLiiuui u i c cm mun u««-- — ■ •» —u —----- - . > ' . -..
der tor gewonnen. Man fei fraglos heute in der Lage, künde die Grundlage' sind, sondern.nach wie vor die er- ein 'ganzes Volk nach diesem Verfahren zu unter- ernsthafte exakte Forschung der Wissen- der suchen. Trotzdem ständen mir noch immer am An- schäft.
Trotz des Krieges wird in Deutschland in enger Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsführung und Wissenschaft der Kampf gegen die Volkskrankheiten fortgesetzt werden. Das ergibt sich aus einem Bericht, den Reichshauptamtsleiter Dr. Kurt B l o m e in dem Organ des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP. „Die Gesundheitsführuna" erstattet. Darin teilt er mit, daß die Gesundheitsführung der Mssen- schaft ganz bestimmte große gemeinschaftliche Aufgaben stellt. Die Frage der Krebserkrankung werde eines Tages gelöst werden. Es gebe keine andere Krankheit, von der man soviel wisse, wie vom Krebs; es gebe aber auch kaum eine Krankheit, bei der man mit dem bisher Erforschten so unverhält- ! nismäßig wenig anfangen könne, wie beim Krebs. Große umfassende Schickfalsstatifttken würden die Grundlagen zur Lösung vieler Fragen legen, die in Laboratorien und Kliniken nicht zu lösen sind. Diese men ausgeheilt werden sollen.'Dr. Todt gab seiner Statistiken wurden voraussichtlich ber 50^9 Freude Ausdruck, daß es gelungen sei, die Reichs- einen neuen Weg weisen. Derartig umfassende ba« schule des NS.«Bundes deutscher Tech- tistiken seien aber nur in nationalsozialistischer Ge- n i k zu diesem Zweck umzubauen. Er habe den meinschaftsarbeit zu erarbeiten, wo Forscher, Wissen- Orthopäden Professor Gebhardt, der seit Saf). fWler, 2Irdt Staat .unbr^fr^11 ren Unfall- und Arbeitsverletzte ärzttich betteut, wie in Frage kommenden Stellen unter einheitlicher beauftragt, den Gesundheitszustand der Westwall- Führung, d. h. der Gesundhettsfuhrung, an einem arbeitet eingehend zu prüfen. Hierfür schien ihm solchen Problem mttwirktem ,
die Blassenburg besonders geeignet. Hier seien die Bei der Tuberkulose sei durch die 9tont Männer des Westwalls aus ihrer Umgebung her- g e n - S ch i r m b l l d f o to g r a fi e em neuer Fak- ausgenommen an eine Stätte des Frohsinns, '------------ <m~ f<u
Erholung und der Kameradschaft, die geeignet scheine, zur Wiederherstellung der Gesundheit Männer wesentlich deizuttagen.
3m Packeis der nördlichen Arttis.
Der Eisbrecher .Loses Stalin" bereitet die Rückkehr des „Sedow" vor.
Moskau, 15. Januar. (DNB.) Die Moskauer Presse vom Sonntag steht ganz im Zeichen der Kücklichen Beendigung der über zweijährigen Drift des Expeditionsschiffes „Sedow". Quer durch die nördlichste Arktis ist das Schiff vom Laptew^Meer bis zum Grönländischen Meer gedriftet in Breiten, die feit der berühmten Fahrt von Nansens „Fram" niemals wieder erreicht worden waren. 26 Monate lang war das Expedittons- fchiff mit einer Besatzung von 12 Mann, an deren Spitze ein 28jähriger Kapitän namens B a d a g i n steht, in den nördlichsten Polarstationen der Wett gewesen. Der wifsenschaftttche Ertrag der Expeditton des „Sedow" verspricht außerordentlich interessante Ergebnisse. Die Sowjetpresse feiert deshalb die Befreiung des „Sedow" aus feiner über zweijährigen Gefangenschaft im Polareis, die der starke Eisbrecher „Josef Stalin" unter Leitung des bekannten Polarforschers Papanin trotz schwierigster Witterungs- und Cisverhältnisse vollbrachte, als einen großen Sieg der russischen Arktisfor- schung. Freilich steht dem „Sedow" und dem „Josef Stalin", wie der Expeditionsleiter Papanin selbst in einem Telegramm an'Stalin andeutet, noch eine schwierige Aufgabe bevor, die Rückkehr durch die schweren und gefährlichen Packeiszonen nördlich von.Spitzbergen in offene Gewässer, die beide Schiffe bis zum fowjetrussischen Nordatlantikhafen Murmansk erwartet. Die letz- ten Meldungen von Bord des ,Asoses Stalin be- sagen daß die vorbereitenden Arbeiten zur Rückfahrt 'in die freien Gewässer bereits eingeleitet werden. Zunächst muß der „Sedow" von den Eismassen, die ihn umklammert hatten, befreit werden. Da die Steuerung des „Sedow" feit Beginn der Drift beschädigt ist, wird der „Josef Stalin" ihn Ivermutlich ins Schlepptau nehmen. 21 Mann der Besatzung des „Joses Stalin" sind aus den ,<5ebcmr ubergegangen. Die Besatzung des „Sedow wurde ferner sofort mit frischen Lebensrnitteln und Vorräten versorgt.
Deutsches Theater in Lodsch.
In Lodsch wurde das Deutsche Theater feier- | sich eröffnet. Die Eröffnungsvorstellung, zu der
fang der Lösung eines großen Problems, denn es genüge ja nicht die Auffindung unbekannter, offener, ansteckender Tuberkulosen, sondern man müsse ja auch wissen, was man mit den Kranken anfangen und wie man sie unterbringen solle. Auch hier zeige sich wieder, daß nur unter einheitlicher Führung solche großen Ausgaben angepackt werden könnten.
Der Reichshauptamtsleiter verweist dann noch auf die Rachitis-Aktion und betont als wettere gemeinsame Ausgaben der Gesundheitsführung und der Wisfenschast die intensivere Beschäftigung mit den Frühdiagnosen. Es scheine sicher, daß wir dazu kommen würden, beftimmte Gruppen von Krankheiten in ihrer Entstehung wesentlich eher aufdecken zu können als bisher. Als bedeutsam bezeichnet er endlich das Problem des ärztlichen Nachwuchses, wobei er mttteilt, daß die jetzt bei Kriegsbeginn notapprobierten jungen Aerzte ihren Doktor erwerben müßten, und daß dieser Doktor mit einer Prüfung verbunden werde, die dem früheren Staatsexamen an Qualität in nichts nachstehe. Zum Problem der „N e u e n d e u t- fchen Heilkunde" hebt er hervor, daß sie die Synthese von Wissenschaft und Erfahrung, zwischen sogenannter Schulmedizin und Naturheilkunde sei. In der „Neuen deutschen Heilkunde" werde jedoch der von jeher verfochtene Grundsatz bestehen bleiben, daß nicht etwa die Erfahrung und Naturheil-


