Ausgabe 
14.12.1940
 
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Natur- und Kulturräume in Afrika.

Vortrag im NG.-Nechtswahrerbund in Gießen.

Am gestrigen Freitagabend bot die Kreisgruppe Wetterau des NS.-Recycswahrerbundes in (Ziegen ihren Mitgliedern und Freunden den zweiten Vor­trag dieses Winterhalbjahres im Hörsaal des Kunst­wissenschaftlichen Instituts. Nach Grußworten des Kreisgruppenführers, Oberstaatsanwalt K n a u ß , an die Gaste und die Mitglieder, den Hausherrn Professor Dr. Rauch und insbesondere an den Redner des Abends, sprach der Geograph unserer Universität

profeffor Or. Klute

über das ThemaNatur- und Kultur- räume in Afrika und ihre Nutzungs­möglichkeiten mit besonderer Berück­sichtigung der deutschen Kolonien."

Der Lortragende machte zunächst darauf auf­merksam, daß die afrikanische Naturlandschaft aus den vier großen weitausgedehnten Vegetations­gebieten des Urwaldes, der Savanne, der Steppe und der Wüstensteppe besteht, zu der noch als be­sondere Abart der Steppe die Hochweiden kommen. Die jeweilige landwirtschaftliche Nutzung durch den Menschen sei den Vegetationsgebieten entsprechend verschieden. Die feuchtesten Gebiete seien vom Ur­wald eingenommen, die trockensten von der Wüsten­steppe und der Wüste. Die Savanne und die Ge­biete der Steppe seien vor allem bewohnt, besonders dort, wo natürliche oder künstliche Bewässerung vor­handen sei. Die größte Bevölkerungsdichte sei bei weitem nicht im Urwald vorhanden. Die Beoölke- rungszahl im tropischen Afrika südlich der Sahara gab der Vortragende auf ungefähr 90 Millionen an, die durchschnittliche Dichte auf den Quadratkilometer mit etwas über fünf Menschen. Als Gegenstück dazu machte er auf die Wohndichte im Deutschen Reich aufmerksam, wo auf den Quadratkllometer 140 Menschen kommen, ferner wies er auf den rein landwirtschaftlichen Osten Europas mit immer noch 20 bis 60 Einwohnern je Quadratkilometer hin. Jede kolonisatorische Macht sei an einer möglichst dichten Eingeborenenbevölkerung in ihren Kolonien interessiert, denn nur die Eingeborenen seien in der Lage, in den tropischen Gebieten körperliche Arbeit zu leisten, während der Europäer seine Gesundheit aufs ernsteste gefährde, wenn er körperliche Arbeit verrichte; vor allem treffe das in den Tiefland­gebieten zu. Für die Nutzungsmöglichkeit der Ko­lonien komme es also neben den natürlichen Wachs­tumsbedingungen der Pflanzen auch auf die Zahl der eingeborenen Arbeitskräfte an.

Die Ober- und Nieder-Guineaküste, der südliche Toll Kameruns und Zentralafrikas, sowie der nörd­liche Teil von Belgisch-Kongo seien von Urwald be­standen. Im Norden und Süden vor den Urwald­gebieten befinde sich die Savanne, die Steppe lause von der Senegalmündung im großen Vogen durch den ganzen Sudan nach der Ostküste Afrikas, nehme Britisch-, Deutsch- und Portugiesisch-Ostafrika »in und ziehe von dort wieder quer über den Kontinent durch Rhodesien nach Portugiesisch-Angola an der Westküste. Deutsch-Südwestafrika sei ebenfalls zum größten Tell Steppenland, in den südlicheren Ge­bieten sogar Wüstensteppe. Der tropische Urwald enthalte als natürlich wachsenden Baum besonders die Oelpalme und die Banane, wahrend der Kaut­schuk liefernde Hevea-Baum, der im Amazonas- Urwald seine Heimat hat, hier auch kultiviert werde und fortkomme. Ebenso werde der Kakao-Baum von den Eingeborenen und Europäern schon kulti­

viert. Der Kaffee-Baum sei in den Urwaldgebieten gleichfalls zu ä)ause, bevorzuge im allgemeinen aber Die höheren gebirgigen Lagen. In der Savanne und der Steppe würden vor allem Mais, Erdnüsse, Reis und Sisalhanf, ferner Tee, Zuckerrohr und Baum­wolle angebaut. In den reinen Steppengebieten treffe man vor allem die Viehzucht (Rinder), in den trockeneren Gebieten auch Ziegen und Schafe. Hin­sichtlich der Ernte sei es besonders wichtig, daß bei der Kautschuk-, Oel-, Kakao- und Kalfee-Ernte, ebenso bei der Ernte von Erdnüssen und Baumwolle keine Maschinen Verwendung fänden. Hiernach fei die Arbeitskraft der Eingeborenen unbedingt nötig, darum sei auch die Zahl der Eingeborenen-Arbeits- kräfte für jede Kolonisation so außerordenllich wesenllich.

Der Vortragende beschäftigte sich dann in inter­essanten Betrachtungen mit der geringen Bevölke- rungSzahl in Afrika. Als dringend notwendig zwecks Steigerung der Beoölkerungszahl bezeichnete er die Verhinderung der Kriege unter den Eingeborenen, die energische Bekämpfung der tropischen Krank- heiten und vor allem die Hebung der Stellung der Frau, die jetzt die ganze Ackerbestelluna zu leisten habe. In dieser Hinsicht bezeichnete er die Einfüh­rung des Pfluges zur Ackerbestellung durch den Mann als notwendig. Weiterhin sei vor allem die Bekämpfung der Rinderkrankheiten, namenllich der Tse-Tse-Fliege, dringend erforderlich, damit das Rind möglichst weit auch in den äquatorialen Ge­bieten gehalten werden und als Zugtier für den Pflug dienen könne. Als Ergebnis bezeichnete der Vortragende einerseits eine Steigerung des Er­trages, anderseits gleichzeitig die Beschränkung der Frauenarbeit und dadurch größeren Kinderreichtum. Für den Anbau selbst sei die Pflanzenzüchtung wich­tig, ferner sei auf die Dauer auch die Frage der natürlichen und der künstlichen Düngung zu be­rücksichtigen, welch letztere bis jetzt in Afrika kaum angewandt werde.

Don unseren Kolonien könnten Kamerun und Togo vor allem die Urwaldprodukte liefern, wie Kautschuk, Palmöl, Bananen, Kaffee und Kakao, während der Norden von Togo und Kamerun und Teile von Deutsch-Ostafrika für Erdnüsse, Sisal, Baumwolle, Tee, Mais und Reis, teilweise auch für Viehzuchtprodukte in Betracht kämen. Deutsch-Süd- westafaika sei ausschließlich ein Gebiet für Viehzucht­produkte. An Bodenschätzen seien Gold» und Glim­mer und Diamanten in Deutsch-Ostafrika, Kupfer, Vanadium und Diamanten in Deptsch-Südwest vor­handen.

Zum Schluffe betonte der Vortragende, daß wir be* der Wiederbewirtschaftung unserer Kolonien durch intensive Kulturen und Steigerung der Ein­geborenenbevölkerung fast von allen genannten Nahrungs- und Genußmitteln sowie Rohstoffen pflanzlicher Art unseren Bedarf überwiegend und sogar vollständig aus eigenen Kolonien decken könn­ten, zum Teil über den eigenen Bedarf hinaus. Deutschland habe durch feine bisherigen Leistungen gezeigt, daß es zu kolonisieren verstehe. Darum habe es auch berechtigten Anspruch auf feine Kolonien, den es nachdrücklich geltend mache.

Nach dem lebhaften Beifall der Hörer sprach der Kreisgruppenführer dem Vortragenden herzlichen Dank für feine aufschlußreichen und fesselnden Dar­bietungen aus, die durch zahlreiche Lichtdllder in aufschlußreicher Weife bereichert wurden. B.

Doktor, daß wir uns infolgedessen auf den Stand­punkt stellen müssen, daß das Vorbeugen in jedem Falle besser ist als das Heilen.

Arzt: Ganz richtig, Frau T. Dieser Stand­punkt ist überhaupt der richtige, und unsere ganzen ärztlichen Bestrebungen in der Gejundheitsführung zielen ja letzten Endes darauf hin, den Arzt am Ein^lindividumn gewissermaßen entbehrlich zu tnad/.n.

Mutter: Das leuchtet mir ein, Herr Doktor, Sie wollten aber vorher bei der Betonung des WortesErkrankung" noch etwas ergänzen.

Arzt: 3a, Frau I., wir sind etwas abgekom­men. Ich 4abe das Wort Erkrankung deshalb be­tont, weil Sie zwischen Erkrankung und In­fektion gerade bei der Diphtherie genau unter- scheiden müssen. Die Schutzimpfung kann natürlich nur die Diphtherie-Erkrankung verhüten. Sie kann nicht verhindern, daß die Menschen sich mit Diph- tbetie-Bazillen infizieren und dadurch zu einem sog. Keimträger werden. Gerade dieses Keimträgertum, d. h. die bekannte Tatsache, daß sehr viele Menschen und besonders Kinder auf ihren Rachenorganen ober auf der Nasensckleimhaut Diphtherie-Bazillen beherbergen können oyne selbst daran zu erkranken, erschwert das Bekämpfen der Diphtherie ganz außerordentlich. Diese Keimträger fühlen sich nicht krank, sie gehen in die Schule und Kinderschule, sie nehmen am allgemeinen Verkehr teil, sie kommen da hin. sie kommen dort hin und verbreiten, da sie sich gesund fühlen und dementsprechend nicht in acht nehmen, immer weiter die Diphtherie-Bazillen. Treffen diese Bazillen nun auf einen Empfäng­lichen, bann erkrankt der Betreffende an Diph­therie. Gleichzeitig frischen sich die Diphtherie- Bazillen in ihrer Aktivität, in ihrer Giftigkeit usw. bei dieser Gelegenheit auf, und so entstehen aus dielen Krankheitsherden in der Bevölkerung immer wieder erneut unerschövfliche Quellen von Divh- therie-Bazillen, die natürlich auch von den Ge­impften, da sie ja selbst nicht erkranken, weiterge- traaen werden können.

Mutter: Nun, Herr Doktor, bann würden aber doch wenigstens nur die Nichtgeimvften er­kranken und für ihre Unvernunft gewissermaßen bestraft werden.

Arzt: Gewiß, das ist im großen und ganzen richtig, wenn wir auch vom Gesichtspunkt der Volks­gemeinschaft aus an einem solchen Gang der Dinge fein Interesse haben können. Es ist aber auch vorn Standpunkt derjenigen, die sich der Impfung unter­zogen haben, eine gewisse Ungerechtiakeit damit ver­bunden. Denn trotz der Impfung haben wir natür­lich kein Interesse daran, daß die durch die Impfung erworbene Immunität durch immer wieder fort» gesellte Neuinfektionen, wie sie von den Nichtge- imvtten bann ausaehen, belastet wird. Wie alle Dinge im Leb"n, so haben auch die biologischen natürlich ihre Grenzen und selbst die stärkste Im­munität ist einmal zu druchbrechen, wenn genügend oft und genügend heftig dagegen angegangen wird. Wir Haden ja das auf militärischem Gebiet wahr­haftig in eindrucksvollster Weise erlebt. Aus dem Falle der Maginotlinie können wir nicht den Schluß ziehen, daß eine Panzerkupvel. überflüssig wäre. Ebenso wie ein Vcmzerwerk kein Freibrief für eine anmaßende politische Haltung eines Volkes fein kann, ebenso erlaubt die Diphtherie-Schutzimpfung eines einzelnen Individuums in der Bevölkerung nicht gegen die nunmehr erworbene Immunität un­unterbrochen Sturm zu laufen. Es gibt bei gar feiner Krankheit eine Immunität, die nicht mit Gewalt schließlich doch durchbrochen werden könnte. Aus diesem Grunde muß ich auch meine Aussage, daß die Diphtherie-Schutzimpfung vor der Diph­therie-Erkrankung schützt etwas genauer formulier ren. Die Impfung schützt nur denjenigen vor der Erkrankung bzw. verhilft ihm zu einer Immunität, der auch bei Uederstehen einer echten Diphtherie- Erkrankung immun werden würde. Es gibt aber auch vereinzelt Kinder, die ein-, zwei- ober gar drei­mal im Leben an Diphtherie erkranken können, d. h. Kinder die eben angeboren unfähig sind diejenigen Gegengifte gegen das Diphtherie-Gift zu bilden, die Urnen eine dauernde Immunität für das Leben ver­leihen. Solche Kinder sind natürlich auch durch eine Schutzimpfung nur in beschränktem Maße zu im­munisieren. Das ist für den biologisch denkenden Menschen selbstverständlich. Denn eine Schutzimp­fung vermag natürlich in dieser Hinsicht nicht mehr zu leisten, als das Ueberstehen der betreffenden Er- franfung selbst leistet. Solche an sich seltene Kinder können trotz der Impfung gelegentlich doch an einer Diphtherie erkranken. Sie pflegt bann aber immer leicht zu sein und vor allen Dingen nicht von jenen bösartigen Komplikationen am Herzen gefolgt zu fei«, >:e die Diphtherie so gefährlich machen. Es wäre bss also auch kein Versager der Impfung, wie dies gelegentlich behauptet ro-urö-e, sondern wir sind hier eben in biologischen Dingen an derjenigen Grenze angelangt, über die wir als Menschen nie hinauskommen können.

Mutter: Ich verstehe sehr gut, Herr Doktor, und finde es richtig, daß Sie mich auf alle Mög­lichkeiten aufmerksam gemacht haben. Schließlich muß man wissen, was man von einer solchen Schutz­impfung gerechterwerse verlangen kann bzw. was aus ganz natürlichen Gründen, wie Sie mir das cruseinandergesetzt haben, niemals gefordert wer­den kann. Es wäre dies auch bei den tatsächlich vorliegenden großen Erfolgen der Diphtherieschutz- impsung sehr unangebracht. Trotzdem werden Sie verstehen, Herr Doktor, wenn ich noch eine kurze Frage habe, die natürlich jede Mutter in allererster Linie interessieren muß. Kann die Impfung etwas schaben und ist sie in Deutschland schon in größerem Umfange burch-gefübrt worden?

Arzt: Selostverständlich, Frau I., müssen Sie sogar diese Frage stellen, und sie kann Ihnen auch in eindeutiger Weise beantwortet werden. Es sind trotz der zahlreichen Impfungen, die in der letzten Zeit in vielen Gegenben Deutschlands durchgeführt wurden, keinerlei Schäden beobachtet. Der Impfttoff ist völlig ungiftig. Die meisten Kinder spü­ren dabei überhaupt nichts. Es kommt auch nicht zur Entwicklung einer Pustel wie bei der Pocken­schutzimpfung. Die Impfung besteht ja lediglich in zwei im Abstand öon mehreren Wochen folgenden Injektionen einer kleinen Flüssigkeitsmenge. Nur bei einzelnen Kindern rötet sich an der Injektions- ftelle die Haut etwas, die Stelle darunter verdickt sich ein wenig, und bei Bewegungen spürt der Be­treffende, daß hier ein Knötchen unter der Haut ist. Mehr pflegt nicht zu entstehen und auch dies, wie gesagt, nur bei einzelnen Kindern. Ich glaube, daß Sie damit über die wichtigsten Punkte vorläufig orientiert sind. Falls Sie' noch weitere Fragen haben, ergibt sich ein andermal Gelegenheit, darauf einFugehen.

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Friedrich Schiller". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Herz modern möbliert*. Oberhessischer Kunstoerein: 17.30 bis

18.30 Uhr Weihnachts-Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

Tageskalender für Sonntag.

Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Weihnachts­morgenfeier; 14.35 bis 16.45 UhrRotkäppchen; 19 vis 22 UhrDer Dogelhändler*. Gloria- Palast (Seltersweg):Friedrich Schiller". Licht­spielhaus (Bahnhofstraße): ,Herz modern möbliert". 15.30 Uhr im Caf6 Leib Handharmonika-Kon- zert. Heimat-Vereinigung Schiffenberg: 15.45 Uhr Familienzusammenkunft auf dem Schiffenberg. Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Weih­nachts-Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

^0bttt)eafer Gießen.

Am morgigen Sonntag wird die 4. Morgenver­anstaltung des Stabttheaters alsWechnachts- morgenfeier" durchgesührt. Mit dieser Morgenfeier beginnt der ZyklusRezitatorische Morgenfeiern". Zur Aufführung kommt zum ersten Male in Gießen bas Weihnachtskonzert von Corelli (concerto grosso Nr. 8) für Solo-Streichinstrumente und Streich­orchester. Gesungen werden* Lieder von Hugo Wolff und Johannes Brahms (mit Bratsche und Klavier). Dazu wird weihnachtliche Prosa von Jungnickel, Steguweit und Timmermans gelesen. Die Feier ist gestaltet von Frapz Schneider-Facius. Musikalische Leitung und am Flügel: Otto Söllner. Es singen: Gabriele Possinke und Ilse Winhold, es lesen Wal­ter Erler und Franz Schneider-Facius. Die Solo- inftrumenie spielen: Franz Kerzisnik, Gustav Land­graf, Paul Blümers, Fritz Schneider.

Am Sonntag ab cnä) wird zum ersten Male der große OperettenerfolgDer Vogelhändler" von Karl Zeller wiederholt. Musikalische Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung: Intendant Hans Walter Klein. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Chöre: Nadine Galla. Das Werk ist neu ausgestattet. Außer dem gesamten Operetten-Solo- personal wirken der Extra-Singchor des Stabt­theaters und bas Kinderballett mit. Außer Miete!

Ortszeit für den 15. Dezember.

Sonnenaufgang 9.31 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. Monbuntergang 9.S0 Uhr, Mondaufgang 18.13 Uhr. Mond in Nordwende.

Ortszeit füt den 16. Dezember.

Sonnenaufgang 9.32 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. Monduntergang 10.18 Uhr, Mondaufgang 19.11 Uhr.

Oie 2. Kriegs-WHW -Lotterie

Don heute ab reihen sich die grauen Glücksmän­ner wieder in die Front der Helfer des 2. Kriegs­winterhilfswerkes ein. Jeder Glücksmann wird durch erhöhten Einsatz dem Befehl des Führers anläßlich der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes, die Leistung weiterhin zu steigern, nachkommen. Das deutsche Volk hat bereits bei der 1. Kriegswinter- hilfe-Lotterie durch ungeheure Beteiligung bewiesen, daß es jederzeit bereit ist, in dem großen sozialen Hilfswerk sein Opfer zu bringen. Auch die 2. Kr'.egs- minterhilfe-Lotterie wird beweisen, daß eine unge­brochene und opferbereite fjeimatfront dazu beitragt, den Sieg zu sichern. Die Kriegswinterhilfe-Lotterie hat wieder sofortigen Gewinn entscheid. Jede Serie

ist eine in sich abgeschlossene Lotterie, in der eme Million Reichsmark Gewinne und Prämien ausge­spielt werden. Für 50 Pf. schon kann man 1000 RM. gewinnen, abgesehen von den vielen Gewinnen zu 500 RM., 100 RM., der großen Anzahl kleinerer Gewinne und noch dazu die Prärnienscheim'. Am 31. März 1941 werden in jeder Serie eine Sonber- Prämie zu 5000 RM. und Prämien zu 500 und 100 RM. verlost.

Die Gtraßensammlung um 8 Tage verschoben.

Aus technischen Gründen muß die 4. Reichsstraßen- fammhing um 8 Tage auf Samstag/Sonntag, 21./22. Dezember, verschoben werden. Alle zugunsten der Straßensammlung von HI. und BDM. vorge­sehenen Veranstaltungen fallen bamit aus und werden ebenfalls erst 8 Tage später durchgeführt.

Annahmeuntersuchung

für Waffen-ft und Schutzpolizei.

NSG. Am morgigen Sonntag, 15.12., 8.30 Uhr, findet in Gießen, RestaurantBurghof", Burggra­ben 9, eine Annahmeuntersuchung statt. Angenom­men werden Freiwillige für: 1. ff 23 e r fügungstruppen (einschließlich Leibstandarte Adolf Hitler"), Mindestgröße 170 cm. 2. ff = I o « tenkopfstandarten: a) mit Dienstzeitver­pflichtung (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehrbauer), Mindestgröße 168 cm mit 17 Jahren; b) ohne Dienstzeitverpflichtung (bevorzugt SA.- Männer und Parteigenossen). 3. Schutzpolizei: ungediente Männer. Geeignete' Bewerber können sich bei der Annahmeuntersuchung als Freiwillige melden.

Weitere Besserung.

Die Erhebung einer Gebühr von 1 RM. bei ver­späteter Abholung der Lebensmittelkarten bei den Ausgabestellen des Ernährungsamtes hat dazu ge­führt, daß bei der jetzigen zweiten Anwendung die­ser Maßnahme eine weitere Besserung, d. h. noch größere Pünktlichkeit gegenüber der ersten Anwen­dung verzeichnet werden konnte. Waren es bei der vorherigen Kartenausgabe rund 50 Saumselige, die ohne ausreichenden Grund ihre Karten zu spät ab­holten und dafür je 1 RM. Ordnungsgeld bezahlen mußten, so sind es diesmal nur noch etwa 25 Per­sonen, die ,chen Omnibus verpaßt" haben und nun je 1 RM. als Lehrgeld für die Zukunft bezahlen müffen.

Gießener Dochemrmrklpreije.

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Sßare. Für B-Ware ober abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

* Gießen, 14. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten^ Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, aus­ländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4/1, 5 kg 41, Wirsing, S kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüden 7, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis

25jähriae Tätigkeit bei bet fjener Gummiwarenfabrik,

von

rrr194041

zärirgsro

Der führet:

* Arbeitsjubilar e. In diesen Tagen fön« nen die Arbeiter August H o f und Christian Mar. sch eck aus Alten-Buseck, sowie Wilhelm Spieß aus Lang-Göns auf eine

Firma Poppe & Co., Gießener Gummiwarenfabrik, Gießen, zurückblicken. Anläßlich eines Betriebs« appells wurden die Jubilars in üblicher Weise von feiten der Betriebsführung und der Gefolgschaft beglückwünscht und beschenkt.

Der Paketschalter morgen geöff. n e t. Das Postamt teilt uns mit, daß der Paket- schalter beim Hauptpostamt in der Bahnhofstraße am morgigen Sonntag, 15. Dezember, von 8 bis 9.30 Uhr und von 14 bis 19 Uhr zur Annahme ~ Paketen und Päckchen geöffnet ift

G.A-Spott.

Oer morgige Fußballsonntag.

Vezirksklasse

1900 Sportfreunde Wetzlar DfB.-Reichsbahn Bissenoerg DfL.-Marburg Luftwaffe Burgsolms Watzenborn-Steinberg Naunheim Wetzlar 05

30, Schwarzwurzeln 15, Aepfel 15 bis 35, Birnen 20 bis -30, Lauch 17, Sellerie 14, Rettich 14, Blu. menkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 10, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10 Rpf.

64 500 RM. für das Kriegs-DHW.

Am vierten Opfersonntag für das 2. Kriegs-Win- terhilfswerk wurden bei der Haussammlung int Kreise Wetterau 64 555 RM. gespendet. Der Anteil der Stabt Gießen an dieser Gesamtsumme beläuft sich auf 15 590 RM.

1900 wird sich die Gelegenheit, zu amei wetteren Punkten zu kommen, nicht entgehen lassen. Der Sieg des Tabellenletzten wäre mehr als eine lieber, raschuna.

Da Bissenberg am vergangenen Sonntag aus­wärts nicht antrat, müssen sie erneut auf fremdem Gelände spielen. Bei ihrem ersten Auftreten in der Bezirksklasse hat Bissenberg enttäuscht. Trotzdem werden die Gießener sich sehr anftrengen müssen, wenn sie gewinnen wollen. Ein Spielverlust würde das Aogleiten in den Schluß der Tabelle bedeuten.

Die Luftwaffe trifft in Marburg auf eine Mann- schäft, die in Wetzlar ihre Erfahrungen gefammeÜ haben sollte. Ein Sieg der Marburger liegt durch, aus im Bereich des Möglichen.

Die Teutonen müssen mit zahlreichem Ersah in Burgsolms antreten. Die Burgsolmser können, ge. stützt auf den Vorteil des eigenen Platzes, diese Ge. legenheit vielleicht ausnutzen. Die Steinberger stehen vor einer schwer lösbaren Aufgabe.

Das spannendste Spiel wird in Naunheim aus- getragen. Selbst wenn Wetzlar seine stärkste Mann- schäft zur Stelle hat, dürfte in Naunheim noch nicht gewonnen sein. Selbst im Falle eines Sieges der Naunheimer bleibt Wetzlar Tabellenführer, es sei denn, daß die Gastgeber einen Sieg erringen wür­den, der die Wetzlarer im Torverhältnis über­flügelt.

1900 Sportfreund Wetzlar.

Die Blau-Weißen empfangen morgen die Sport­freunde Wetzlar. Sv den Platzbesitzern in Heilmann und Erhard weitere Urlauber zur Verfügung stehen Pankok, Hormel, Krämer und Quick sind eben­falls noch angekündigt ist man aller Au'ftel- lungsschwierigkeiten enthoben. Für die Gäste wird es daher wenig Aussicht auf Erfolg geben. Wir halten die Blau-Weißen mit den zahlreichen Ver­stärkungen für fähig, endlich einmal einen über­zeugenden Sieg zu erringen.

VfD.-Relchsbahn viffenberg

Wenn auch das Spiel gegen Steinberg verloren ging, so hat die VsB.-Mannschaft doch gezeigt, daß sie mit zu den stärksten Mannscha-ten der Bezirks­klasse zählt. Allerdings zeigten sich die gleichen Schwächen, die die beiden ersten Verbandsspiele auswiesen und Sieg und Punkte kosteten. Die Gie­ßener müssen sich darüber klar werden, daß bei einer massierten Verteidigung Tore, einmal im Rück, stand liegend, schwer aufzuholen sind. Die bis jetzt gesammelten Erfahrungen sollten die VfBer zu einer Umstellung ihrer Spielweise zwingen. Die Gießener spielen mit: Benner I.; Fleischhauer, Schlitz II; Kraft, Leutheuser IV., Lehrmund; Eh' mann, Godglück, Benner II., Heß, Hofmann.

Jugendfußball in 1900.

Die 1. Jugend der Blau-Weißen tritt am Sonntag gegen die gleiche von Leihgestern an. Leihgestern verlor bisher noch kein Spiel. Die Jugend der Blau- Weißen tritt in ihrer stärksten Aufstellung an. Erst mit dem Schlußpfiff wird das Spiel entfchteben sein.

Die 2. Jugend trägt ein 'Freundschaftsspiel gegen Steinbachs 1. Jugend aus. Die körperliche lieber- legenheit der Steinbacher werden die Jungens von 1900 durch ihren Eifer ausgleichen.

Die 1. Sportdienstgruppe empfängt die gleiche von Lollar. Hier wird es zu einem Siege der 1900er langen.

Lreisklaffe

Rodheim S f einbad)

Mit diesem Spiel wird die erste Serie der Kreis- klasse beendet. Gewinnt Rodheim, so ist die Tabel- lenfuhrung errungen.

Dein Opfer: Denn was geschieht Damit? was hoben wir in Deutschlanb für wun­den geheilt wa haken wir überall geholfen, welche gigantischen sozialen Einrichtungen sind geschaffen oorDen!

Ber Optiker am Bahnhof

3hrct Kranken kaffe