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Neues für den Büchertisch
Lind wo nimmi's der Weihnachtsmann her?
Sonneberger mit geschickten Fingern für die Weih-
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eruhigt und gelangweilt geht den
(Nachdruck verboten.)
18. Fortsetzung. -
zu bilden, der Uferweg selbst bildet die Längsseite, und weiter oben schiebt sich die Hintere Kaimauer
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Und Viktor sagt: „Jetzt glaube ich wirklich drairi
überlegt offenbar, ob er sie entlanggehen soll, wippt
Sache ganz sicher und er sagt nur:
Als sie um den letzten Wolkenkratzer Herumbiegen,
zauber.
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
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der Eisenbahn sind alle diese Sendungen hinausg«, der Eisenbahn oder auf Lastzügen sind alle dies, Sendungen hinausgegangen in die verschiedenen Gaue und werden dort am Weihnachtsabend die Augen von vielen tausend Kindern leuchten und strahlen machen!
Solterbeck drückt das Fahrzeug mit einem kE tigen Stoß von der Treppc ab: „Los. Boy, bw fährst den Cäsar und sein Qlrnf!"
Der Junge taucht die Riemen ein. Sie gleiten in den tiefen Schatten des Spaniers. Aus einet! Ladeluke hängt eine Strickleir'r herab. Der 3ungn erfaßte sie und stößt einen kurzen Pfiff aus, unr sich bei der Schiffswache anzuk.!ndigen.
ein paarmal in den Knien, gähnt laut und geht । feinen Weg wieder zurück, langsam, die Hände aus dem Rücken und unendlich gelanqweill. Die drei
Arana? Guardian?"
„Si sennore!" Der Junge betrachtet die beiden neugierig und mit einem verschmitzten Lächeln.
Der Kapitän Arana tritt ein, ein straffer, unteo letzter Mann Im besten Alter. Er hat eine lieft dunkle Haut und schwarze Bartkoteletten.
Solterbeck geht aus ihn zu und gibt ihm di" Hand: „Kapitän Arana, Sie sind mir seit oicle» Jahren der angenehmste Mann, der mir beg:"ne3 ist. Und jetzt wären wir Ihnen dankbar, wenn uns etwas zu trinken verschafften, damit wir aill Ihre Gesundheit anstoßen und unseren verlorener
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im xoeinriege. aare leoenüMe Schilderung des äußerst aktuellen Tatsachenberich, tes, dem Tage- und Flugbücher von damals als .1 Quelle dienten, würdigt die außerordentlichen Lei»
ZerZIlWmgmifMsikv
Homan von kjelnZ Lorenz-Lambrecht
Sine Antwort auf hunderttausend Kinderfragen.
13on unserem M. I.-Korrespondenien
A Mehrschicht. 210
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testen außen. Um auf ihn zu gelangen, müssen sie die vordere Kaimauer entlang gehen, an ihrem Ende befindet sich eine «treppe, an der ein Kahn der Guardian liegt. Sie müssen nun den günstigsten Zeitpunkt abpassen, das heißt, wenn der Posten auf der entgegengesetzten Kaimauer patrouilliert. Dann sind sie seiner Sicht durch die großen Schiffe verdeckt. Eben kommt er langsam Die Uferstraße her. *
Viktor und Solterbeck, die sich bereits an Bord des Spaniers gesehen haben, machen sich mit der neuen Gefahr rasch vertraut. Jetzt, so dicht vor dem Ziel, Darf ihre Flucht nicht mehr mißhpgen. Wenn ihnen der Posten ecwa einen Pah aboeilangte —
» All right!" Solterbeck nimmt die Hand des Jun» berühmteren Kaimauer nähert', den Uferweg, wobei gen, schüttelt sie kräftig und verspricht ihm sogleich sie sich einen selbstverständlichen Anschein geben, zehn, er verspricht ihm zwanzig Dollars < Der Posten hört das Geräusch der Füße hinter
Der Junge macht ihnen in gebrochenem Englisch sich und dreht sich um. Noch ehe er sich indes ent» klar, daß sie vorsichtig sein müßten. Wegen der s schließen kann, herbeizukommen oder sie anzurufen.
so daß bei der Granate der Aufschlagzünder wirken kann.
Oie Gtabilifierunq von Fliegerbomben
Bei verhältnismäßig langsam fliegenden Geschossen, wie Fliegerbomben und Minen, stößt die An- wendung des Dralls auf Schwierigkeiten, besonders wenn es sich um stille Flugbahnen handelt. Man mußte daher andere Mittel anwenden, um der Ge- schoßachse die gewünschte Richtung zu geben. Dor- wiegend benutzt man zu diesem Zweck das Pfeil- prinzip. Beim Pfeil verlegt die schwere Spitze Den Schwerpunkt weit nach vorn, während das Gefieder den Angriffspunkt des Luftwiderstandes stark ans Ende verschiebt. In ähnlicher Weise wird bei Fliegerbomben durch eine geeignete Form Der Schwerpunkt nach dem Kopf hin verlagert und Der Luftwiderstand durch Flügel am Geschoß, ende künstlich vergrößert. Es ist nicht immer leicht, die Stabilisierung, welche diese Flügel geben, der Höhe anzupassen; bei mangelhaften Erfolgen kön- nen sogenannte Bauchtreffer auftreten, die den Aufschlagzünder nicht zur Wirkung bringen.
immer weiter wurde auch der Kreis Der Abnehmer. Schon waren es nicht- mehr die Nürnberger, Die die Sonneberger Spielwaren ins Land hinausbrachten, sondern in Sonneberg selber war ein lebhafter und reger Handel entstanden. Ja, zu Zeiten hatten die Sonneberger gar eigene Schiffe, die über Den Ozean bis nach Amerika fuhren.
Am Juttaplatz in Sonneberg steht ein schönes großes Haus, Das Deutsche Spielzeug» mufeum. Hier findet man neben Sammlungen von Spielzeug aus allen Zeiten und aus allen Ländern Der Erde vor allem alles, was jemals in
Leinen gebunden 8,50 RM. Ehr. Belfer, Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — Don etwa 2000 Dri- ginalaufnahmen wurden die besten ausgewählt unbi hervorragend wiedergegeben. Es sind Bilder vom seltener Schönheit und Farbenfreudiakeit. Der wolkenlose blaue Himmel, die seligen Gestade des schimmernden Meeres, wie die stolzen Hallen fürstlichen Paläste, die malerischen Bergnester im grünen Umbrien und die staunenswerten Zeugen Der Staper- herrlichkeit in Apulien und Sizilien sind in bunten Folge im Bilde festgehalten. Die Ausnahmen lassim ein geübtes Auge und eine sorgfältige Hand erkennen. Sie entzücken jedermann, Den vielen Jia- lienfahrem wirD Das Buch eine Erinnerung am Sonne, Farbe, Natur unD Kunst fein.
— Else Wernicke: Treffpunkt Herz- linde. Ein Roman um Frauen und P'erde. Franckh'sche Verlagshandlung in Stuttgart. Prels in Leinen gebunden 4,80 RM. — (253) — Din geschickte Erzählerin schildert Das Zusammenseiia über Dem Alltag stchender Menschen in ein paar: bezaubernd schönen Sommermonaten, erfüllt doiu der Lust am Reitsport in sommerlicher Landschaft und fr ob er Geselligkeit. Reiter und Nichtreiter werden an diesem reizvollen, leise prickelnden Spiels an diesem Hohen Lied des Reitsports viel Freude; haben.
gegangen. Bei diesen ist es nun von großer Wichtigkeit, daß sie mit der Spitze nach vorn fliegen und sich nicht überschlagen. Dies wird dadurch er» reicht, oaß in die RohrwanDuna innen schraubenförmige Rinnen eingeschnitten find, dis Dem Geschoß eine DrehenDe Bewegung, Den sogenannten Drall aufzwingen. Wie bei jeDern Kreisel bewirkt Diese Rotationsbewegung, daß Das Geschoß seine Drehungsachse beibehalten roilL Ohne Den Luftdruck müßte Die Achse Des Langgeschosses währenD Der Flugbewegung mit sich selbst parallel bleiben unD die Richtung des Geschützrohres beibehalten, wobei Die Spitze schräg nach oben gerichtet wäre. Der Luftdruck aber, Der den Hinteren Teil des Geschosses stärker zurückdrängt als Die Spitze, sucht Die Granate, wie auch das Spitzgeschoß des Gewehres, be» züglich der Achse in Richtung d e r W u r f beweg u n g zu lenken» da auf diese Weise auch der geringste Widerstand geleistet wird. Durch einen passenden Ausgleich der Drallgeschwindigkeit und Der Form Des Geschosses hat man erreicht, daß letzteres auch auf Dem abfteigenDen Teil feiner Bahn feine Achse in Die Bewegungsrichtung bringt,
Einer hinter Dem andern klettern sie hinauf. Wache kommt herbei und heißt Die Flüchtling ihr folgen. Es aeht Durch Den Dunklen Laderaum eine schmale Eifentreppe hinauf, in einen Kcijütr" gang. In einem kleinen Mefferaum machen sie holt Der Führer knipst Licht an unD verschwindet, um den Kapitän zu benachrichtigen.
Sie entschließe» sich, mitten über den Platz zu gehen. Die Häuser an Der linken Längsseite bieten Doch keinen Schutz. Die Gefahr, jemandem zu begegnen, ist mitten auf dem Platz geringer als auf Der Straße längs Den Hausern.
Als sie an Den Pavillon gelangen, bemerken sie einen Mann, Der an einer Laterne zwischen dem Denkmal und Dem Crynos-Hotel lehnt. Ob es ihr Mann ist?
„Hoffentlich hat Der Posten Die Rosette nicht vergessen", murmelt Solterbeck vor sich hin.
„Wir müssen ihn auf jeden Fall aufs Korn nehmen."
„Aber unauffällig. Um Gottes willen nicht krampfhaft fixieren!"
Der Mann sieht nicht aus, als ob er ein Matrose wäre, und eine Kopfbedeckung trägt er überhaupt nicht. Als sie langsam an ihm vorüberschlendern, brabbelt er etwas vor sich hin, läßt unaern die Stütze der Laterne im Stich und trollt sich davon.
„Ein Besoffener", stellt Solterbeck fest.
Jetzt sind sie Dem Hotel schon ganz nahe. Aus Dem Eingang unD zweien Der hoben Fenster im ErDgeschoß kommt noch Licht. An der Ecke steht wieder ein Mann.
Nach wenigen Schritten schon sagt Viktor: „Er hat etwas Weißes an seiner Kappe!
„Unser Mann, Viktor! Unser Mann! Ueberlah jetzt alles mir."
Sie hatten auf Den Mann zu, ahne die Richtung verändern zu müssen. Solterbeck nimmt eine Zigarette heraus, er will den Mann um Feuer bitten. Schon kann man feststellen, daß er noch sehr jung
Aus dem Hotel kommen zwei späte Gäste. Laut, plaudernd und lebhaft gestikulierend gehen sie Der w ix4 wie
Stadt zu. Solterbeck zündet sich seine Zigarette an. daß Hoch noch'einmal Heimkommen?
Der Posten hört Uis Geräusch der Füße hinter i sich und dreht sich Halo sieht Die M vor entlang, |
Englandgeschwaders im Weltkriege. Sie lebendige i
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— Walter Aschoff: Londonflüge 1917. Der Kampf des ersten EnalanDgeschwaders. 170 S mit Bildern. Kart. 3,20 RM., Leinen 4,50 RA. Ludwig Doggenreiter Verlag, Potsdam. — (219) — Oberstleutnant im RLM. Aschoff berichtet hier aus seinem Fliegertagebuche von den Kämpfen des erste, -
es wäre nicht auszudenken! Sie sind nicht im Besitz - , , „
auch nur Des kleinsten Papieres, das ihre Zuge-1 Viktor und Solterbeck sehen sich um. Eine Hörigkeit zur menschlichen Gesellschaft beglaubigt tüchtige Behaglichkeit umgibt sie.
Hütte. I Solterbeck stampft leicht mit dem Fuß auf unD
sagt: „Neutraler Boden, Viktor."
Sonneberg und in Den Dörfern ringsum im Walde hergestellt worden ist. Dom Einfachsten unD Schlichtesten bis zum Kompliziertesten und Kostbarsten. Unter einem großen Glassturz sehen wir eins Der ersten Musterbücher, Damit Die Sonneberger Kaufleute warben. Nehmen wir es heraus unD blättern Darin, so finden wjr etwa „ein Stück doppelte Waschjungfern um 24 Kreuzer" oder „ein Stück Schullehrer mit Kindern um 60 Kreuzer" oder „Soldaten, wo 19 Mann eine Kompagnie sein" und was dergleichen mehr ist. Immer aber blieb ein Haupterzeugnis das schlichte „Sonneberger Reite r I e i n", das im Musterbuch Die ebenso kernige wie freundliche Bezeichnung führte „Retterlein auf Pferdlein mit Pferflein im Aerschlein".
Hat in Diesem Spielzeugmuseum Der Weihnachtsmann gewissermaßen fein um Die Welt und durch Jahrtausende führendes Schaufenster, so sehen wir in unzähligen Fabriken und Werkstätten seine Gehilfen an der Arbeit. Da gibt es im Dorf Steinach Fabriken für Holztiere und Wagen und an- dere für die verschiedensten Schiffe, von Der einfachen Segeljacht bis zum Modell Des Schlachtschiffes. In Neustadt, auf Der anDeren Seite von Sonne- berg, werden Soldaten und Kanonen, Maschinengewehre, Tanks und Flugzeuge gemacht, an denen die Jungen ihre helle Freude haben, und in Sonneberg selber wieder gibt es die herrlichsten Puppen, Die ein Mädel sich nur wünschen kann. Eine ganz große Fabrik habe ich gesehen, in der werden nur Teddybären hergestellt zu Hunderten, ja, zu Hunderttausenden. Kurzum, das wäre eine Freude für alle Kinder, einmal nach Sonneberg zu fahren und selbst in des Weihnachtsmanns Werkstatt zu sehen.
Aber Das Allerschönste war doch eigentlich. als aus vielen deutschen Gauen Die Männer vom W i n» terhilfswerk nach Sonneberg kamen und durch all die Fabriken und Werkstätten gingen und sagten: , Wir brauchen dies und Das und jenes, Denn Die Kinder all der deutschen Menschen, Die vom WHW. betreut werden, müssen doch auch von diesen schönen Dingen haben! Sie, deren Väter vielleicht im Felde stehen oder aus irgendeinem Grunde nicht so gute und einträgliche Arbeit haben können, wie andere, sotten Doch nicht schlechter daran fein!"
Und so ist denn jetzt feit vielen Wochen in Sonneberg eingepackt worden, in Kisten und Kasten, für Jungen und Mädel, für große und kleine, und mit
Menschen Darin — das ist des Weihnachtsmanns Arbeitsstube. „ . ,
Dieses Städtchen «Sonneberg ist Die Spiel» zeugstadt Der Welt, und das nicht erst feit heute und gestern, sondern schon feit Jahrhunderten. Ganz früher freilich, Da lebten hier oben im Thüringer Wald nur Holzfäller' und Kohler und Pech- fieber. Die hatten ein hartes Brot und von ihrer Arbeit schwarze Hände und Gesichter. Aber die Augen, Die hatten sie sich hell und blank gehalten für Die Schönheiten ihres Waldes, und so setzten sie sich an Den langen Winterabenden beim Schein des Kienspans hin und schnitzten für ihre Kinder allerlei einfaches Spielzeug,- indem sie Die Tiere Des Waldes nachbildeten. Kuckucksvogel und Hirsche und Rehlein, sie machten kleine Pfeiflein und Pferd- lein und am Ende auch gar ein Reiterlein Darauf- zufetzen, unD hatten ihre FreuDe Dran. Alles ganz einfach, ccher die Kinder waren Damals auch noch nicht so verwöhnt wie heutzutage.
Nun hatten Die Sonneberger inzwischen dicht bei ihrer Stadt einen Steinbruch entdeckt und sich auf die Herstellung von W e tz st e i n e n verlegt und aus Nürnberg kamen die Kaufleute gefahren, Die Diese Wetzsteine auf Märkte und Messen überall im Deutschen Vaterland brachten. Wie aber Die Nürnberger das Spielzeug sahen, das die Wäldler geschnitzt hatten, Da wollten sie auch davon haben, Denn sie sagten sich, Daß derlei wvh! auf den Weihnachtsmärkten gut adzusehen sei.
So Ikeßen Denn Die Leute in und um Sonneberg Das Pechsiede» und Das Kohlenbrennen fein und schnitzten nur noch Kuckucksvögel und Pferdlein und !Ji eiterte in. Und wie fie immer mehr Hebung be- kamen und immer geschickter wurden im Umgehen mit Dem Schnitzmesser, Da machten sie kleine Puppen, „Docken" geheißen, und Soldaten, und Schä» fer mit Schafen, und Wäglein mit Pferden, ja ganze Staatskütschlein mit zierlichen Jüngferlein darinnen.
Bald aber waren nicht nur die Holzschnitzer in des Weihnachtsmanns Werkstatt tätig, sondern es war auch die Gilde der Wißmuthmaler dazugekommen, die Spielzeuge und Spanschachteln bunt bemalten. Und bald diente auch nicht mehr nur das Holz als Rohstoff, sondern man hatte etwas gejucht, Das sich noch zierlicher verarbeiten ließ. Aus Mehl und Master und Leim kneten sie „Bossierer", wie sie sich nannten, zierliche Figürchen, davon in den Museen noch heute einige wunderliche Käuze erhalten sind, und eines Tages erfand ein geschickter Sonneberger eine noch bessere haltbarere Masse, das PapiermaschL. So wurde Das, was Die
Da haben sie wieder Glück. Linker Hand öffnet sich eine schmale Seitengasse. Solterbeck hat schon Viktor am Arm und zieht ihn ohne weiteres mit sich hinein. In Die Nische einer Tür gedrückt, Die offenbar auf einen Hinterhof führt, warten sie. Die Schritte nähern sich, werden, wie auch Die Stimmen, für einen Augenblick ganz klar, entfernen sich und verhallen.
Solterbeck löst sich schon aus seinem Versteck und eilt an Die Hausecke an Der Straße. Er fühlt sich bereits wieder so sicher, daß er neugierig werden kann und feftftellen will, ob es am Ende wirklich Leute von Der Zitadelle waren. Tatsächlich erkennt er, daß die Davonaehenden Uniformen tragen. Zwei Frauen sind bei ihnen, und sie nehmen in einer* Reche Die ganze Straßenbreite ein. Was Das für eine Gefahr mar!
„Wieder einmal Schwein gehabt", murmelt Solterbeck mit einem nachträglichen Schauder. „Hoffentlich hören jetzt diese verdammten Ueberraschungen endlich auf."
Sie setzen ihren Weg fort Die Straße minDet ganz in der Nähe Des alten Hafens. Sie gehen an Der Hafens^te mit Den alten Häusern entlang, bie wie Miniauirwolkenkratzer aus Der Spielzeug- schachtel aussehen. Rechter Hand steigt aus Den Baumen, die Den Hafen jenseits säumen, Der Zi- tob eilenberg auf. Weiß liegt Der Mondschein auf dem alten Gemäuer. Deutlich hebt sich Die Bastion ab mit Der Kuppel über Dem spitzen Winket. Da oben waren sie doch eben noch gewesen — als Gefangene? Es ist doch etwas ganz Außerordentliches!
Schweiß ersetzen können."
Dor Den Drei kleinen Fenstern der Kajüte, ftn über der italienischen Küste wächst Das erste Mon genbämmem in die Nacht. Für Viktor und Sollen oeck bricht Der erste Morgen in Der Freiheit fl®
(Fortsetzung folgt)
Torpedoboote patrouilliert ein Posten auf und ab. s sind sie bereits durch den ersten Frachtdampfer sei» Der Hafen ist nicht groß, ein einziger Posten könnte ner Sicht entzogen. Was können es auch für gt» ihn leicht übersehen, wenn er etwas erhöht stehen fährliche Leute fein! Sicher keine Saboteure. Mo- würde. In Der Verlängerung des Hotels schiebt sich trosen wahrscheinlich, Die so spät auf ihr Schiff zu- jenseits Des breiten Uferweges die eine Kaimauer rückkehren. Beruhigt 1 „ ' „ ' ' ins Wasser, um die vordere Schmalseite des Hafens Posten weiter.
wett fliegen soll, während die Versuche auf dem Schießplatz nur 20 Kilometer ergaben; es wird also ein recht erheblicher Teil der dem Geschoß erteilten Energie durch den Luftwiderstand auf gezehrt, ebenso entspringt im Gegensatz zur einfachen Theorie die größte Wurfweite aus dem Erhebungswinkel, der je nach Umständen mehr oder weniger von 45 Grad abweicht.
Flachschuß und Gteilschuß.
Theorie und Praxis ftimmen darin überein, daß Dasselbe Ziel mit zwei ganz verschiedenen Erhebungswinkeln getroffen werden kann, Für gewisse Zwecke ist es wichtig, Daß Das Geschoß im abfteigenDen Teil seiner Bahn von oben her feine zerstörende Wirkung ausübt Dieses ge- schieht durch Den Stei 1 schuh, wie er bei Der Beschießung von Festungen zur Verwendung kommt. Die betreffenden Geschütze sind von kurzer und dicker Form und werden Mörser genannt. Eine gewisse Berühmtheit erlangte Der 42-cm-M^rser, Der am Anfang des Weltkrieges unter Dem Namen „Dicke Berta" eine Rolle spielte. Unsere heutige Flak arbeitet mit Steilfeuergeschützen, Die aber lange Rohre haben; ihre Geschosse sollen nicht, wie Die des Mörsers, zu Boden fallen, sondern in einer bestimmten Höhe platzen.
Die Kanonen wie auch die Handfeuerwaffen wirken durch den Flachschuß. Recht bedeutende Rohrlängen finden wir bei den Schiffsgeschutzen, noch größere bei solchen Kanonen, Die Hafenanlagen schützen sollen. Die Länge des Rohres ist von gro- ßer Bedeutung für die Schußweite. Um dies zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß es Die Pulvergase sind, die dem Geschoß Die Anfangsgeschwln- digkett verleihen. Je länger das Rohr ist, umso länger kann das gespannte Gas auf die Granate wirken und die Stoßkraft vergrößern. So war es möglich, daß Die auaerorDentlief) lange Kanone von Paris, Die Professor Rausenberger als Sachverständiger der Kruppwerke konsttuiert hatte, im Weltkrieg ihre Geschosse bis auf 120 Kilometer (Entfernung schleudern konnte. Allerdings zeigte sich, daß die starke Beanspruchung des Metallgefüges der Kanone durch die große Pulverladung nur eine beschränkte Anzahl von Schüssen erlaubte.
Wie man
jie Geschoßgeschwindigkeit mißt.
Um sich eine klare Vorstellung über Die Wirkung der Geschosse zu verschaffen, ist es wichtig, ihre Geschwindigkeit in den verschiedenen Teilen her Wurfoahn zu erkennen. So hat man schon vor langer Zeit begonnen, entsprechende Apparate her. zustellen. Der älteste Versuch dieser Art ist das ballistische Pend.el, bei welchem Das Geschoß auf eine aufgehängte schwere Masse stößt und diese in Bewegung setzt. Der Grad des Pen- delausschlags gibt dann nach physikalischen Gesetzen einen Maßstab für Die lebendige Kraft Des Stoßes unD damit auch für Die Geschwindigkeit Des stoßen- den Körpers. In Den letzten Jahrzehnten haben sich viele Physiker bemüht, mit anderen Hilfsmitteln Messungen Dieser Art möglichst genau auszu- führen. Von den neueren unD neuesten Methoden seien hier nur drei erwähnt. Bei Der einen wird, während das Geschoß eine bestimmte Maßstrecke durchläuft, ein Kondensator geladen, und Diese ßaDung wächst proportional mit Der Zeit; Der Quotient aus Weg unD Zeit liefert aber hie Geschwindigkeit. Eins andere Metbo»de bedient sich Der empfindlichen Photoze 11e. Man läßt Das Geschoß zwei Strahlenbündel durchqueren. Deren Ab- stanD bekannt ist. So wirft beim (Eintritt in Die Meßstrecke und beim Austritt aus derselben her fliegenhe Körper seinen Schatten auf Die Photozelle, wodurch Die Zeitmessung ermöglicht wird. In Den letzten Jahren hat ein photographisches Verfahren viel Beachtung gesunden. Nach Dem Prinzip der Zeitluve, die beim Film viel verwendet wird, photografiert man Das Geschoß während Des Fluges in recht kurzen, bekannten Zeitabständen und mißt auf den Bildern die zurückgelegten Strecken. Als bemerkenswertes Ergebnis fei hier erwähnt. Daß die Geschoßgeschwindigkeit nach dem Verlassen Des Rohres für einen kurzen Teil Der Bahn zunächst anwachtt, da auch die zwar freien, aber noch bewegten Pulvergase Das Geschoß zu stoßen vermögen.
Oer Drall als Lenker der Geschoßachse
Schon seit langer Zeit hat man hie Kugelform aufgegeben und ist zu Langgeschossen über-
ist ein Schiffsjunge vielleicht I. - - • .
Sache ganz sicher und er agt nur: „(Eaptwno ' , ” , . .
- - • ■ - - Solterbeck halt es für am besten, loszugehen, so-
' lange ihnen her Posten Den Rücken zeigt und nicht | erst abzuwarten, bis er auf Die Hintere Kaimauer ! eingzbogen ist. Sie kreuzen also, als sich Der Mann
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liegt vor ihnen Der große Platz St. Nicolas im grellen Mondlicht. Die weite, weiße Fläche flößt ihnen Mißtrauen ein. Der Pavillon in her Mitte, has Napoleonhenkmal, Die vereinzelt stehenDen Fächer- palmen allein haben tiefschwarze Kleckse hinter sich. Das Meer rechts ist überflutet von silbrigem Licht-
Sonneberg (Thür.), Ende Dezember. Sonneberger mit geschickten Fingern für Die Weih- So Da ist Der große Atlas aus meinem Bücher- nachtstische schufen, immer bunter unD vtelsettiger, und regal.' Seht her: Dieser breite, braune Strich, Das ist m,,rh» rtnrh h“ @n,,e der Abnehmer,
in Wirklichkeit D e r g r o ß e T h ü r i n g e r W a 1D mit seinen hohen dunklen Tannen und seinen silberblitzenden Bächen in den Tälern. Hier Dieser kleine Bunlt am Rande Des Thüringer Waldes ist Die taDt Sonneberg, und aeraDe Da hat Der Weihnachtsmann sekne Werkstatt. Nicht in einem Haus oDer in einer Straße, sondern Die ganze StaDt mit allen ihren Häusern unD Fabriken und Kontoren und Läden und mit allen
ftungen Des Englandgeschwaders, Das in Don &>h= i in die ren 1917 und 1918 mit unzulänglichen Mitteln zu« I erst Den Kampf aus Der Luft gegen Die britische i scher ® Insel auf nahm; war schon Die strategische Wirkunz ^Itunfl dieser Angriffe beträchtlich, höher noch ist das fliege. IM! rische und kämpferische Vorbild einzuschätzen, beg I hier einer jüngeren, unter ganz anderen ’Behin- : gungen kämpfenden Generation gegeben wurdr. HM Die Verluste, die Das Geschwader erlitt, sprechen vo, her Erbitterung und Härte Des Kampfes; zwkji feiner Kommandeure wurden mit Dem Pour le- märite ausgezeichnet. — Das mit interessanten Bildern ausgestattete Buch wird gerade heute viele &= fer anziehen. Hans Thyriot
— Dorothea Hollatz: Frauenlob (fbi Buch von her Kraft bes Herzens. 92 Seiten. M. 2,80. Franckh'fche Verlagshanhlung Stuttgart. — (252) — Dorothea Hollatz ist hurch ihre (früljee schon an dieser Stelle angezeigten) Romane „Der Täufling von Waldrü" und „Kilian und die Winde- bekannt geworden. Das neue Buch, vorn Verlags sehr freundlich ausgestattet, umfaßt zwölf kurze Geschichten, die alle unmittelbar aus dem Leden genommen sind. Jede dieser Geschichten berichtet, ggnz sachlich und angenehm unsentimental, von einer Frau ober von einem Mädchen: das Entscheidende und das Verbindende ist jedesmal die Bewährung im einer Stunde her (Entweihung, im Angesicht bes Schicksals; unh weil keine hieser Frauen und Mädchen, versagt, svnhern sich behauptet in der Kraft bes Herzens, des Gemütes und des weiblichen Gofühlz. deshalb verdient das Ganze Den schönen alten Min» nefängernamen „Frauenlob". Das Buch einer Frum über Frauen, voll guter und erwärmender Mensch- 5? lichkett. Hans 1 hyriot eeffl
— Dr. Kurt Albreckt: Sonniges Jta- IM H en. 48 Bilder in sechsfarbigem Offsetdruck. 3m
... ' Die drei sind an her Treppe. Da liegt her Kahiu.
sich Die Hintere Kaimauer „Guardian" steht am Heck. Der Junge ist schm lns Meer. Die vier Frachtdampfer liegen Bug an win. Solterbeck und Viktor folgen.
Bug parallel zum Ufermcg,, her Spanier am wei- L


