Ausgabe 
14.11.1940
 
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beide Völker in der Zukunft gut beftellt fein sollte. Wir wissen, daß die Fra-ge des deutsch-russischen Verhältnisses Bismarck bis in sein« letzten Lebens­tage beschäftigt hat!

Die Folgen des Auseinanderlebens der beiden Reiche, das nach 1879 von Bismarck zwar verlang» samt werden konnte nach seiner Zeit aber zu rapt- oen Entwicklungen führte, bestätigen wenn auch durch die Demonstrierung im Negativen die Bis- marckschen Grundsätze der deutsch-russischen Politik. Der Weltkrieg brachte Deutschland den Zwei­frontenkrieg, Rußland aber den Verlust weiter wertvoller Landstriche, der um so bedeutungsvoller mar, als sie einen guten Teil des europäischen Ruß­lands dokumentierten. Es war unserer Zeit vorbe­halten, im Zeichen der wiedererweckten Bismarck- schen Politik, jene Verluste des Weltkrieges ouszu- gleichen und die alten Wege der politi­schen Vernunft wieder au beschreiten. Daß im Zuge dieser Entwicklung sich diesmal ganz klare Znteressengcenzen abgezechnet haben und die merkwürdige Atmosphäre höfischer und demo­kratischer Täuschungen auf beiden Seiten in Weg­fall gekommen ist, macht die Voraussetzungen der deutsch-russischen Politik klarer, die Erkenntnis des Richtigen leichter, das Fundament der Entschlüsse solider.

Reichsarbeitsminister Seldte in Rom.

Royr, 14. Nov. (Europapreß.) Reichsarbeits­minister Seldte hat sich am Mittwochvormittag in die im Quirinal aufliegende Besucherliste eingetra- gen. Um 11 Uhr nahm der Minister an einem Emp- sang im Ualienischen Arbeitsministerium und um 13 Uhr an einem Frühstück in der (Safina Valadier teil. Arn Nachmittag hat der Reichsarbeitsminister einige Volks- und Beamtenwohnhäuser besichtigt. Um 16 Uhr empfing der Duce den Reichs- arbeUsminister im Palazzo Venezia und um 20 Uhr gab der italienische Arbeitsminister Gorla in einem Stadthotel ein Abendessen. Am Donners­tagmorgen wird Reichsarbeitsminister Seldte nach Neapel Weiterreisen, von wo er am Freitagnach­mittag nach Rom zurückkehren wird. Im Verlaufe seines etwa zehn Tage dauernden Aufenthaltes in Italien wird der Reichsarbeitsminister mit dem italienischen Arbeitsminister und dem Korporattons- Minister eine Reihe von Aussprachen haben.

Umbettung im Weltkriege gefallener Ostmärker.

Rom, 13. Nov. (Europapreß.) Die Vorarbeiten zur Umbettung der im Weltkrieg gefallenen und in Kriegerfriedhöfen Italiens beigesetzten Ostmärker der ehemaligen österreichisch-ungarischen Armee sind beendet. Die Verhandlungen hierüber sind von einer unter Führung des Gesandten Fürst Bismarck stehenden deutschen Abordnung abgewickelt worden. Die italienische Abordnung stand unter Führung des Senators General C e i.

EnglischeMenschlichkeit".

Niederländisches Rettungsboot von englischem Flieger angegriffen.

Amsterdam, 13. Nov. (Europapreß.) Das nie­derländische RettungsbootDoris Rijkers", das von Den Helder ausgelaufen war, um eine Anzahl Schiffbrüchiger zu retten, hatte nach einer mehrstündigen Fahrt eben die Stelle erreicht, an der die Schis,brüchigen mit den Fluten um ihr Leben kämpften, als plötzlich ein britischer Flieger über dem Rettungsboot erschien und die Besatzung unter heftiges Maschinenge- weh-rfeuer nahm. Die Mannschaft versuchte trotzdem, das Rettungswerk durchzuführen, da Die Hilferufe der Schiffbrüchigen immer verzweifelter wurden. Dies erwies sich jedoch als unmöglich, da die englische Maschine das wehrlose Boot i m - mer wieder aufs Neue angrifj, so daß sich schließlich der Kapitän zur Umkehr gezwun­gen sah. Da inzwischen vollkommene Dunkelheit eingetreten war, warf der britische Flieger einige Leuchtkugeln ab, um seine .Heldentat" zu Ende zu führen. Wie durch ein Wunder gelang es jedoch dem Rettungsboot immer wieder auszuwei­chen und trotz der Bombengefahr von oben und der Minengefahr von unten den Hafen zu erreichen.

Erhöhte OW der italienischen Luftwaffe.

Rom, 13. Nov. (Europapreß.) Agenzia Stefani meldet von der griechisch-albanischen Front, nach dem Eintreten besseren Wetters an der Front seien von der italienischen Flugwaffe stra­tegisch wichtige Punkte mit erhöhter In­tensität bombardiert und viele Verteidigungs­anlagen des Feindes zerstört worden. Auch b e - festigte Lager und Artillerie st ellun- gen des Feindes seien mit Bomben belegt worden. In Epirus sei die Fliegerabwehr nach wie vor flau, hingegen erweise sie sich äußerst heftig in den be­festigten Plätzen Griechenlands, was indesien die Angri'ffstätigkeit der italienischen Flieger nicht zu lähmen vermöge. Die italienische Luftwaffe b e - herrsche den griechischen Luftraum. Heftige Fliegerangriffe auf die feindlichen Anlagen am Prespa-See seien im Gange. Auch in Thessa­lien und in Mazedonien seien auf dem Marsche be­findliche Truppen und ihr Train bombardiert und unter Maschinengewehrfeuer genommen worden. Durch die italienische Offensive in der Luft erleide der Feind schwere Verluste an Menschen und Ma­terial.

Wieder Attentate in Schanghai und Nanking.

Schanghai, 13. November. (Europapreß.) In Schanghai wurde innerhalb weniger Tage schon das dritte Attentat verübt. Unbekannte Tater erschossen in der Internationalen Niederlassung ein Mitglied der Nanking-Regierung. Von japanischer Seite wird erklärt, es seien drei Tschungking-Anhänger verhaftet wor­den. die auch für die Mordtaten verantwortlich sein sollen, die im August an einem chinesischen Polizei, offizier in der Internationalen Niederlassung, im April an einem chinesischen Stadtratsmitglied in der französischen Konzession und im September an dem japanischen Major Äoshie Isobe begangen wor­den seien Auch die Erschießung eines japanischen Offiziers im Frühjahr 1940 sei den Verhafteten zu- zuschreiben. In einer chinesischen Gastwirtschaft i n Nanking ist das in Formosa gebürtige Mitglied des Regierungsausschusses für die Volksbildung in der Provinz Puan, Lin Tfu-ching durch Reool- verfchüffe getötet worden.

Die alten Befestigungsanlagen von Korfu.

Der griechisch-albanischen Küste unmittelbar vorgelagert liegt die griechische Insel Korfu mit der Stadt Korfu. Unser Bild zeigt die alten Befestigungsanlagen von Korfu. (Scherl-Bildarchiv-M.)

Kämpfe in Ostafrika.

MienischerWehrmachlbericht.

Rom, 13. Rov. (DRV.) Der ilallenlsche Dehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

Spähtrupptätigkeit und Artillerieaktionen im Sek­tor von koriha. Feindliche versuche, an unsere über die Grenze tm Lpirns-Abschnilt vorgeschobe­nen Positionen heranzukommen, wurden zurückge- fchlagen.

Unsere Luftformationen haben feindliche Stellun­gen auf dem Pindus, sowie in der Rahe der Straßenkreuzung Mihnni Janina, ferner in den Zonen von kalibaki und Filip­po d e bombardiert. In der Zone von Berat wurde von unseren Jägern ein Flugzeug vom Bleuheim-Typ abgeschossen.

Feindliche Flugzeuge führten einen Angriff ans Durazzo aus, der einige Tote und Verwundete zur Folge halte; ein feindliches Flugzeug wurde wahrscheinlich abgeschossen.

Während einer bewaffneten Aufklärung gegen Malta wurde eines unserer Jagdflugzeuge ab­geschossen.

In Rordafrika bombardierten unsere Flug­zeuge die militärlfcheu Anlagen von Suez und die Flugplätze von Kairo und Abukir; die Ziele wurden voll getroffen.

In Ostafrika hat der Feind bei einem Zu­sammenstoß zwischen unseren Vorhuten und feind­lichen Formationen im Gebiet von Lassala etwa 50 Tote auf dem Kampfplatz zurückgelaffen; unsere Truppen haben Maschinengewehre, Gewehre und Munition erbeutet; unsererseits sehr leichte Verluste.

Untere Luftwaffe hat mit Bomben und Maschl- nengewehrfeuer Schützengräben- und Artlllerleftel- lungen, Truppen, feindliche Zeltlager und Kraft­wagen bei Otrub (Kaffala) angegriffen. Ein Angriff der feindlichen Luftwaffe auf Metemma hatte drei Tote und zwölf Verwundete zur Folge. Unsere Jäger haben ein Flugzeug vom Gloucester-Typ abgeschof- fen, zwei weitere wurden wahrscheinlich abgeschossen.

Lin Einflug feindlicher Flieger auf Brindisi, Tarent und Bari. Rur in der letzteren Stadt wurden Bomben geworfen, die unbedeutende- Ma­terialschaden und drei Verwundete verursachten.

Chilenische Gorgen.

Don Dr. lloo JRuffer, Santiago.

Bei Kriegsausbruch meinten hier und in anderen Ländern Südamerikas viele Leute, daß die hiesigen Nationalwirtschaften einen großen Auf^ schwang nehmen würden. Diese Illusion ist bald durch Die schwierigen Probleme zerstört worden, die sich allenthalben gestellt haben; am deutlichsten zeigt sich dieser Prozeß in Chile. Denn hier hatte Deutschland eine seiner stärksten Positionen, der Handel mit Deutschland machte ein Drittel des ganzen chilenischen Außenhandels aus. Der fast völlige Ausfall des deutfchen Marktes in Verbindung mit einem starken Rückgang des Handels mit dem übrigen Europa hat sowohl für den Absatz chilenischer Erzeugnisse rote für die Ver­sorgung des Landes mit Jndustriewaren eine schwierige Lage geschaffen Zwar konnte man Sal­peter und Kupfer allmählich auch anderwärts unterbringen, aber bei den landwirtschaft­lichen Erzeugnissen, zumal beim Obst, er- wies sich das als viel schwieriger. Zunächst hatte man sich große Hoffnungen auf den Absatz in den Vereinigten Staaten gemacht. Aber die dortigen Vertreter der Landwirtschaft wußten das au verhindern, wie sie auch den Abschluß des Han- oelsvertrages mit Argentinien vereitelt haben, der eine gewisse Fleischeinsuhr gegen Maschinenausfuhr gebracht hätte. Als Ersatz bietet USA. Kredite an, aber man hat in den letzten 20 Jahren die bittere Erfahrung machen müssen, daß man auf solchem Wege nur die Verschuldung erhöht, aber keinen Ausgleich der Handelsbilanz erreicht. Darum werden sich die Kreditoperationen wohl auf ganz bestimmte Geschäfte beschränken und keinen großen Umfang annehmen. Außerdem werden die verhält­nismäßig hohen Preise der Amerikaner und ihre scharfen Zahlungsbedingungen hinderlich sein.

Die Versuche, in den anderen Ländern Süd­amerikas Absatz zu finden, können sich nur sehr langsam auswirken und auch im Falle des Erfol­ges nur wenig freie Devisen liefern. Das größte Hindernis hierbei ist der Mangel an Schiffs- raum, da die chilenische Handelsflotte trotz der großen maritimen Interessen Chiles noch sehr klein ist. Man bemüht sich um den Kauf fremoer Schiffe, um sich einige Erleichterungen zu verschaffen. So­mit steht man einem ft arten Rückgang des Außenhandels gegenüber, der fiaj als D e - visenausfall geltend machen wird Bisher konnte die Regierung durch ihre gute Wirtschafts. Politik scharfe Einschränkungen verhindern, aber das Problem besteht weiter und wird schwer zu lösen sein.

Diese Schwierigkeiten fallen für Chile um so mehr ins Gewicht, als dadurch der Aufbau des Erdbebengebietes sehr leiden muß. Die Wiederaufrichtung ganzer Provinzen stellt ja allein schon hinsichtlich der Baustoffe ungeheure Anforderungen, Die in einem Lande mit wenig Schwerindustrie erst recht ins Gewicht fallen. Es fehlt an Zement, Eisen. Holz ufro. Die Baukosten sind stark gestiegen und die Finanzierung des Auf­baues ist, nach Dem Scheitern von Anleiheverhand- lungen mit dem Ausland, in diesem kapitalarmen Lande umso problematischer, als durch den Krieg neue Aufgaben für Staat und Wirtschaft gestellt werden.

Diese neuen Aufgaben bestehen in der Notwen, digkeit. die industrielle Entwicklung des Landes energisch zu fördern, um die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Auslande zu mildern. Zu diesem

Zweck hat man einen großzügigen Plan ausgear­beitet, der die Modernisierung und E Weiterung der Eisen- und Kohlenschaffung, der Elektrizitäts. erzeugung und des Bergbaus bezweckt. So sieht man sich der Notwendigkeit, eine Menge wichtiger Fragen zu gleicher Zeit zu behandeln, deren jede die ganzen Mittel und Kräfte einer Regierung be­anspruchen würde.

Zu diesen gewiß ausreichenden sachlichen Schwie- rigteiten kommen noch gewisse Sorgen der In­nenpolitik. Äroar ist durch die Präsidialver­fassung der Einfluß der Parteien- beschränkt. Die präsidiale Regierung ist in allen Fragen der Verwaltung ziemlich unabhängig von der Volks-- Vertretung, braucht aber für Gesetze, Ausgaben und Steuern die Zustimmung des Parlaments. Die Lage ist jetzt so, daß Aroar die politische Macht in den Händen des Präsidenten ist, daß aber keine Mehrheit im Kongreß besteht, auf die sich die Regierung stützen könnte. Die Parteien der Mitte und der Linken sind zwar einig in der Ab- lehnuna der großbürgerlich-konservativen Politik, aber über die eigene politische Linie kann man sich schwer einigen. Die unteren Volksschichten haben mit dem Wahlsieg die Hoffnung auf eine rasche und durchgreifende Aenderung ihrer teilweise un- günstigen Lage verbunden; es ist schwer, ihnen verständlich zu machen, daß Erdbeben und Krieg gewaltige Hindernisse für soziale Reformen auf. getürmt haben. Daher hat es Streiks gegeben, ie z. B. die Kohlenproduktion vermindert und viel soziale Unruhe geschaffen haben. Die Agrar­reform-unzweifelhaft ein für Chile entscheidendes Problem wird von den Sozialisten heftig ge­fordert, ohne daß man sich bisher auf ein organi­sches Programm hätte einigen können. Allgemein wird über schlechte Arbeitsleistungen geklagt. Die Landwirtschaft fühlt sich durch die Synoikalisierung der Landarbeiter beunruhigt.

Dennoch ist die Bilanz des ersten Jahres dieser Regierung nicht ungünstig. Der Präsident A g u. irre-Cerda konnte bisher aller Krisen Herr werden. Er hat die Fühlung mit dem Volke nicht verloren, im Gegenteil wird sein sozialer Sinn, seine praktische Klugheit und Gewandtheit allge­mein anerkannt. Er kann das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, das Land auf der Linie der Evolution gehalten und Revolution vermieden zu haben. Wichtige Reformarbeiten sind eingeleitet, sodaß man mit positiven Fortschritten rechnen kann, sofern es gelingt, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Lebenshaltungskosten sind weniger gestiegen als anderwärts. In der Außenpolitik be- müht man sich, eine selbständige und wirklich neu» träte Haltung zu wahren. Somit sind dem Lande trotz der Häufung ungewöhnlich großer Schwierig, feiten ernste Erschütterungen erspart geblieben, aber die Lage ist wirtschaftlich wie politisch problemattsch und erfordert größte Vorsicht.

Chile tritt keine Stützpunkte ab

Santiago b e Chile, 13. Nov. (DNB.) In der in Valparaiso erscheinenden ZeitungUnion" erklärte der chilenische Derteidlgungs- m i n i ft e r Hernandez, jede Diskussion über A b tretung von Stützpunkten sei vollkom­men überflüssig. ^Chile sei bereit, den ihm zu- kommenden Platz in der Verteidigung Amerikas auszufüllen und feinen Verpflichtungen gemäß den

Die Herren des Ouai d'Orsay.

Die politisierenden Franzosen haben die Be« amtenschaft desQuai d'Orsay immer wie, der als eine chinesische Ma u»e r bezeichnet, aber richtiger ist wohl der Vergleich mit einer Gummi- wand, gegen die die unaufhörlich wechselnden! Außenminister vergeblich anprallten. Hinter dieser Gummiwand wurde mit einem gezierten Dandytum, einem Luxus, den die breite Masse der Steuer« zahler ohne jede Kontrolle hinnehmen mußte, mit ästhetisierendem Geschwätz und juristischem Formel» kram eine Sonderpolitik getrieben, der sich schließ« lich die französischen Außenminister beugen mußten. Die Beamtenschaft war praktisch unabsetzbar, die Minister aber waren zumeist politische Eintags- fliegen. Auch in der Londoner Downing Street ist diese Beamtenhierarchie allmächtig. Beide, der Quai d'Orsay und die Downing Street, arbeiteten zumeist im engsten Einvernehmen, das durch Zwischenheira« ten nur noch gefördert wurde.

Zwei Direktoren, oder wie sie offiziell heißen, Generalsekretäre des Quai d'Orsay Haden eine ge« radezu verhängnisvolle, um nicht zu sagen ent­scheidende Wirkung auf die Politik Frankreichs aus- geübt: Berthelot und Leger. Berthelot, 1866 geboren, wurde von Briand zum Generalsekretär erkoren und führte den Beamtenstaat des franzö­sischen Auswärtigen Amtes bis 1933. Er starb 1934. Ardeitssam, in den Formeln des alten Frankreich aufgewachsen, knüpfte Berthelot sorgfältig und un« gestört das Netz der Einkreisungspolitik gegen Deutschland, während Briand sich nur auf feine baritonale Beredsamkeit verließ und sonst sehr wenig tat Während Briand in Genf schau­spielerte und rief:Nieder mit den Flinten, den Kanonen, den MG.s", saß Berthelot in seinem Ar. beitszimmer und tat bewußt das Gegenteil der Briandschen Tiraden. Er verhinderte die Abrüstung und tat als Anglophile alles, um ein deutsch-fran­zösisches Verstehen gründlich zu hintertreiben. Sein Nachfolger wurde im März 1933 Alex Leger. Leger ist Antillenfranzose, der Altersunterschied zu seinem Vorgänger Leger ist erst 1889 geboren wurde dadurch überbrückt, daß Leger sich sehr wandlungsfähig der Hierarchie des Quai d'Orsay an. paßte und in ihrem Stil die jeweiligen parlamenta. rischen Außenminister behandelte bezw. sie, wenn sie

Beschlüssen der Havanna-Konferenz nachzukommen. Verteidigung sei aber nicht nur eine militärische Ak­tion, sondern fordere auch eine starke Wirtschaft. Darum fei die Abtretung von Stützpunkten für alle Zeit unbisfutabeL Die Abtretung von Stütz­punkten sei nichts anderes als eine militärische Kolonisation. Sie bedeute nicht Zusammen­arbeit, sondern Unterroerfun g und fei darum mit den Beschlüssen der amerikanischen Konferenzen und der Politik guter Nachbarschaft nicht zu ver­einen. DieUnion" sagt, diese Erklärung feiim nationalen Interesse gegeben". Die Stellungnahme des Verteidigungsministers lose lebhafte Zustimmung aus.

Großes Rüstungsprogramm Argentiniens.

Rom, 13.Nov. (Europapreß.) Die argentinisch« Regierung hat große Rüstungsausgaben beschlossen. WiePopolo di Roma" aus Buenos Aires meldet, sieht das Aufrüstungsprogramm u. a. den Neubau eines Flottenstützpunktes in Puerto Desiad im äußersten Süden des Landes vor. Die Flottenstütz­punkte Puerto Belgrano und Puerto Madryn sollen erweitert werden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po­lizei hat den Generalmajor der Polizei ff-Ober« führer Schreyer als Generalinspekteur Der Schutzpolizei eingesetzt. General Schreyer war bis­her Inspekteur der Ordnungspolizei im Wehr­kreis IX und bann in derselben Eigenschaft irn Wehr­kreis III. Der bisherige Generalinspekteur der Schutz­polizei, Generalleutnant ff-Gruppenführer Mül­verstedt, hat einen Sonderauftrag in der aktiven Truppenführung erhalten.

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Der Führer hat den Oberregierungsrat Gentz im Reichserziehungsministerium (Amt für Er- ziehung) zum Ministerialrat ernannt Der bekannte Olympiasieger im Speerwerfen, Studienrat Dr. Gerhard S t o e ck, ist als Sachbearbeiter in das Reichserziehungsministerium (Amt für körperliche Erziehung) berufen worden.

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Der Reichsminister des Inneren hat angeordnet, daß dieReichsstelle für Sippenforschung^ künftig die BezeichnungReichssippenamt* führt

In Cernavoda an der Donau begann die Ein­schiffung der Volksdeutschen aus der Dobrudscha, die in den letzten Tagen von der Aussiedlungskommission erfaßt wurden und jetzt die Fahrt ins Reich antreten. Insgesamt liegen dafür 17 Schiffe bereit

Der deutsche Gesandte in Bukarest, Dr. Fa bri­et u s, hat General Antonescu 100 000 Lei über­sandt mit der Bitte, sie zur Unterstützung der Erdbebengeschädigt en zu verwenden. General Antonescu hat dem deutschen Gesandte mit einem herzlichen Dankschreiben geantwortet

In der Stunde, da sich die B o u 1 o gn e r B ar­ge r s ch a f t zum feierlichen Requiem für die Kriegsgesallenen in ihren Kirchen versammelte, wurde die Stadt von englischen Fliegern angegriffen. Ein militärischer Erfolg war dem Ueberfall nicht beschioden. Er traf ausschließlich die Zivilbevölkerung, die wieder Tote und Ver­letzte zu beklagen hatte.

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Bei der Ankunft des amerikanischen Dampfers E x e t e r" in Neuyork erklärte der Kapitän, die Exeter" sei am 3. November 12 Meilen von Lissa­bon zweimal von einer britischen See­patrouille des cho ssen worden.

Nach dem Untergang zweier größerer Schiffe in den australischen Gewässern, die ver- mutlich auf Minen gelaufen waren, sind mehrere Tage lang australische Minenräumboote am Werk gewesen, um die Gewässer minenfrei zu machen. Die Gemäßer zwischen Tasmanien und dem austra­lischen Festland sind bis auf weiteres wegen Minen- gefahr für die Schiffahrt gesperrt

Der amerikanische Konsularvertreter und 25 Ame­rikaner, darunter das Personal der britisch-ameri­kanischen Tabak-Kompagnie, reiften von Mul­den nach USA. ab auf Rat des Konsulats der Vereinigten Staaten.

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