Ausgabe 
14.11.1940
 
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Donnerstag, 14. NovemberMa

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rTfiU» !1s das, welches Herr Churchill ober Lord Beaver- Irocf, der Minister für Flugzeugproduktion, der ZZ : Außenwelt normalen möchten. Der Nimbus Lord Aeaverbrooks leidet unter manchen dieser Sfim- *eL -ien aus den Arbeiterkreisen beträchtlich. So heißt

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'CUC »Hiu/i uilu jcvcii r*-** ff Wochen in die Unterstände gegangen. A r b e 11 t ft »icht geleistet worden. Die Männer renhen r. die Unterstände und strecken dann am Ende der

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len Löhnen " .

Wie stark die Verluste an Arbeitszeit und Lei- Itung sind, dafür die folgenden Beispiele: In einer Fabrik, die als ein Musterbetrieb bezeichnet wird ist das Aequivalent van drei vollen Arbeits- Icqen innerhalb zwei Wochen verloren gegan- ren. Dies soll zum Teil dem Umstand zuzuschreiben gewesen sein, daß wichtige Maschinenteile von an­deren, durch die Luftangriffe betroffenen Fabriken, Nicht rechtzeitig geliefert werden tonnten, fo daß ab­gesehen von den Alarmen in der Fabrik selber, der Betrieb verschiedentlich halbe Tage still gelegt

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tonnten n denen zu den Enchüllungen des Blattes Stellung erden. 5: renommen wurde. Diese Briefe kamen aus allen 6 wehrteilen des Landes, und die Briefschreiber nahmen re Dorby: - in der großen Mehrzahl zu Unrecht an, daß

Der konservative Abgeordnete Hauptmann Adams richtete gegen den ersten Einpeitscher der Regierung, Hauptmann David Margesson, einen hem­mungslosen Angriff, der wie es heißt, das Schlimmste war, was das Parlament feit Jahren erlebt hat. Adams beschuldigte Margesson, neun Jahre lang die parlamentarische Mehrheit veran­laßt zu haben,eine Politik zu unterstützen, die i n der augenblicklichen Katastrophe, im Kriege, ihren Höhepunkt fand. Die in Trümmer ge­legten Gebiete im Ostend und am übrigen London sind hervorragende Erinnerungen an die Methoden, mit denen der erste Einpeitscher der Regierung in bett letzten neun Jahren unsere Angelegenheit be­schützt hat."

Das Unterhaus war nicht in der Lage, den Strom ber Anklagen einzubämmen. Es war, < wieNya Dagligt Allehanda" schreibt, verwundert und b e st ü r z t und beschränkte sich aus Rufe - wie Schande" undOrdnung". Insbesondere als Adams erklärte, Margesson habe das Parlament zu einer Schule gemacht, deren erster Polizist er gewesen sei. In diesem Gremium habe ein politisches Durch­einander geherrscht. Attlee, der ehemalige Leiter, der Opposition und nunmehrige Lordsiegelbewahrer, er­klärte ironisch, es dürfe sich wohl um einen inner- parteilichen Streit der Konservativen handeln.Rya Dagligt Allehanda" schreibt dazu:Beträchtlich er­schüttert schloß das Unterhaus darauf feine Sitzung."

Berlin, 13. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Während in der Nacht vom 11. zum 12. Rov. die britische Luftwaffe durch Sturm- und Vereisungsgefahr lahmgelegt war, fetzten unsere Kampfverbände ihre Vergellungs- flüge gegen London erfolgreich fort. Sie griffen auch im Laufe des 12. November Loudon an. Ein Gaswerk und Lagerhäuser in Kennington er­hielten schwere Treffer, weiter richteten sich er­folgreiche Bombenangriffe gegen Hasen- und Ver­kehrsanlagen, Lagerhäuser, Rüstungswerke und ein Kraftwerk in Sud-England. Britische Häfen wur­den weiterhin vermint.

In der Nacht vom 12. zum 13. November warfen einige britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben, die fast ausschließlich in freies Ge­lände fielen und dort nur Flurschaden anrichte- len. Nur in einer Ortschaft wurden ein Wohnhaus zerstört, zwei Häuser sowie eine Wasserleitung be­schädigt und mehrere Personen anherhalb des Luft- schuhraumes verletzt. An anderer- Stelle an einer Gleisanlage entstandener Schaden konnte schnell behoben werden.

Verluste traten gestern auf deutscher Seite

4 der A in ßauli nerspielm^

Bcrlfn, 13. Nov. (DRV.) Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der Union der Sozia­listischen Sowjetrepubliken und Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten» Herr IN o l o t o w, war heute mittag Gast des Führers in kleinern Kreise. Anschließend wurden die politischen Be­sprechungen fortgesetzt, in Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen von Ribben­trop und des stellvertretenden Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten Dekanosow.

Reichmarschall Göring hatte Mittwochvormit- tag mit Molotow eine längere Unterredung im Sinne der deutsch-russischen freundschaftlichen Be­ziehungen. Auch der Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß, empfing Molotow am Mittwochvormittag. Am Mittwoch­abend hatte dann der Reichsminister des Auswär­tigen, von Ribbentrop, mit Molotow eine mehrstündige abschließende Unter­redung. Zu Ehren Molotows veranstaltete am Mittwochabend der Botschafter der Union der So-

brei Tage gebauert.

Krach im Unterhaus

nicht ein. Wie nachträglich gemeldet wird, erhöht sich die Zahl der vorn italienischen Fliegerkorps am 11. November abgeschossenen Flugzeuge auf 10.

Britischer Hilfskreuzer versenkt.

V e r l i n, 13. Nov. (DRV.) Nach einer Mitteilung der britischen Admiralität ist bei der am 8.11. im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gemel­deten Vernichtungeines Geleitzuges im Atlantik durch deutsche lleberwasserstreitträste auch der britische HilfskreuzerJerois Bay" (14164 VRT.) untergegangen. Nach der britischen Mitteilung wurde der Hilfskreuzer durch das Artilleriefeuer eines deutschen Kriegs­schiffes versenkt. Das britische Schiss, das in Frie­denszeiten ein Passagierdampfer der Australian Commonwealth Line ist, hatte eine Besatzung von 15 Offizieren und 174 Mann. Von einem Handels­schiff wurden 65 Ueberlebende derJervis Bay" gerettet

Oie irischen Stutzpunkte.

Churchill spannt Kanada ein.

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Unentwegt rollender Einsatz trotz heftiger Stürme.

Molotow Gast des Führers.

Mehrstündige abschließende Unterredung mit Ribbentrop. Empfang in der Sowjetbotschast.

Berlin. IZ.Nov. (DJIB.) heftige Stürme tobten in der Rocht zum Mittwoch über dem Ka­nal und der britischen Insel. Trotzdem setzten un­sere Kampfverbände unentwegt in rollendem Ein­satz die Vergeltungsflüge gegen Lon­don fort Besonders schwere Treffer wurden m den Verkehrsanlagen im Rordwesten der Stadt er­zielt Auch in den W e st i n d i a - D o ck s und in anderen Teilen Londons entstanden mächtige Ex­plosionen. Weiter waren Liverpool und Co­ventry sowie Orte an der Kanalküste das Ziel heftiger Angriffe. 3m Laufe des Mittwochs wurden London sowie zahlreiche kriegswichtige Ziele in Südengland mit Bomben belegt 3n der Rocht zum Mittwoch schoß unsere Flakartillerie, wie erst jetzt gemeldet wird, einen britischen Kb m 6 e r vom Baumuster Whittey ab. Ein Manu der Besatzung konnte sich durch Fallschirmabsprung retten, ein weiterer wird vermißt Der Rest der Besatzung ist tot

- Der Wehrmachiberichi vom Mittwoch.

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Stockholm, 13.Nov. (Europapreß.) Das lische Unterhaus hat einen neuen Sturm über sich ergehen lassen müssen, ber einen Fingerzeig für die Uneinigkeit innerhalb ber Konservativen Partei gibt.

emtabme von Ameise« für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des Vormittags

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bessert werden kann.

«,Den Leibriemen enger ziehen." Die englische Presse fordert drastische Einschränkung des zivilen Verbrauchs.

haben wollen. _

Gerade eben veröffentlichte das Statistische In­stitut von Oxford eine Aufstellung, die beweist daß die englischeKriegsproduktron nach rote tDor weit hinter ber deutschen zuruckliegt unb daß ber englische Arbeitsminister Beninviel zu op­timistisch" roar, als er in der vergangenen Loche versprach,England werde Deutschland tm Laufe von sechs Monaten in der Waffenherstellung uber- troffen haben". ,Kine drastische Einschran-

Nutzen gebracht. Die Verschiedenheit der inneren Struktur der beiden Staaten hat dem keinen Ab­bruch getan; das zaristisch-autokratische Rußland und das damals konstitutionell-parlamentarische Deutsche Reich haben nicht den Austausch von Staatsgrund­sätzen gepflogen, sondern eine Politik der Vernunft und der gegenseitigen Zweckmäßigkeit betrieben. Ihren Höhepunkt sand sie im Berliner Kon­greß, den Bismarck auf Veranlassung russischer Staatsmänner einberief, als England sich anschickte, Rußland seine im Russisch-Türkischen Krieg errun­genen Erfolge streitig zu machen und eine neue Kriegskoalition gegen Rußland sich zu bllden drohte.

Man kann es nur als eine tragische Verwirrung bezeichnen, daß gerade dieser wichtige Akt, den Bismarck als einen neuen bedeutenden Schritt fei­ner alten russischen Politik betrachtete, durch die Einflüsterungen von Höflingen beim russischen Zaren zu der K r i s e d e r d e u t s ch - r u s s i s ch e n Beziehungen im Jahre 1879 geführt hat Eine Krise, die heraufbeschworen wurde durch franko­phile, polonisierende und panslawistische Parolen gewisser einflußreicher Kreise ber Hofgesellschaft unb die durch merkwürdige Pressekampagnen der zaristi­schen Zeitungen den Weg in die europäische Oef- fentlichkeit fand. Bismarck sah sich eine russisch­französische Allianz im Anzug erkennend ge- zwungen, nach Sicherungen zu suchen, die er im deutsch-österreichisch-ungarischen Bündnis fand.

Auch nach dem Jahre 1879 hat Bismarck den Weg seiner russischen Polllik fortgesetzt, freilich mit den Aendevungen in Ton und Methode, die durch die veränderte Stimmung am zaristischen Hof ge­boten waren. Durch die Erneuerung desDrei- kaiserbundes" durch den Rückver siche- rungsvertrag und in zahlreichen anderen Momenten seiner fpäteren Politik hat er trotz der Enttäuschungen immer wieder versucht, den westlerischen Kreisen am Hose des Zaren entgegen- zurottken.

Er hat alle'diese Anstrengungen unternommen in der festen Ueberzeugung, daß das alte Ver­hältnis zwischen Deutschland und Rußland mie­de r h e r ge ft el l t werden müße wenn es füK

Gelähmte Flugzeugproduktion

Von unserem Or. A.'Korrespondenien. ,

Besonders aufschlußreich sind einige Nummern der Lunday Dispatcy", die als erstes Blatt den Mut alle, dengroßen Flugzeugskandal" bloßzustellen, dieses Blall druckte Ende September unter der eberschriftFlugzeugskandal" eine Meldung ab, vonach in der Flugzeugfabrik die Produktionslei- ung darunter litte, daß während der yanzen )auer der Fliegerlarme di e Arbeit völlig rin gestellt würde. Diese Veröffentlichung hatte Ein überraschendes Echo. Hunderte und Aberhun­derte von Zuschriften erreichten die Schriflleitung, ~ ----- [en des Blattes Stellung

vPorstehen. Man mupe für oie rommenuen -uuu- njte den tatsächlichen Möglichkeiten ber Lebensmll- reloerforgung ms Auge sehen. Die zur Verfügung Gehenden Schiffe können nicht sowohl Luxuswaren, als auch Flugzeuge und Munition und wlchllge Rohstoffe transportieren. Nun gilt au d) für u n s bie Frage, ob wir Kanonen.oder Butter

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;ie in ihrer Stadt gelegene Flugzeugfabrik gemeint lewefen fei. Auf diese Weise wurde klar, daß der en berSunday Dispatch" bloßgelegteSkandal" !eineswegs ein Einzelfall, sondern die Reget war.

Weiterhin geben die Briefe, von denen die ,<öunbat) Dispatch" in ihren folgenden Nummern ine Auswahl abdruckte, interessante Einblicke in lie Stimmung ber englischen Arbeiterschaft. Diese Einblicke vermitteln ein wesentlich anderes Bild tan der Stimmung in der englischen Arbeiterschaft '|ill ober Lord Beaver

gebracht hat.

Er hat aus ben Jahren 18591862, in denen er als Gesandter Preußens in Rußland tätig war, die feste Ueberzeugung mitgebracht, daß zwischen Ruß­land und einem Deutschen Reich, das er schon da­mals vor sich sah, keine Frage bestünde, die zu einem Konflikt Anlaß bieten könnte. Als Ministerpräsident Preußens unb später als erster Kanzler des Reiches hat er diese These er­weitert zu ber Maxime, daß eine Politik desdo ut des zwischen den beiden Reichen jedem ech­ten Vorteil zu bringen vermöge.

Tatsächlich ist die Politik fast zwei Jahrzehnte hindurch mit großer Stetigkeit verfolgt worden und hat beiden Teilen Nutzen in reichem Maße, gebracht. Schon im Jahre 1863 begann Bismarck diese Poli­tik zielbewußt, indem er aus Anlaß des Po, lenauf stand es die russische Regierung politisch gegen englisch-österreichisch-französische Einmischungs­versuche unterstützte und mit ihr darüber hinaus in uneigennütziger Weise eine Militärabmachung gegen die Polen vorschlug ein Angebot, das (wenn auch kein praktischer Gebrauch davon gemacht werden muß, te) eine über den normalen Stand gutnachbarlicher Verhältnisse hinausreichende politische Verdun- denheit der beiden Staaten zur Folge hatte. Der Krieg von 1866 brachte der russischen Po­litik durch die Schwächung des Habsburger-Rivalen weitere erwünschte Ergebnisie, die im Jahre 1870 zu einem gewissen Gegendienst führten, als Ruß­lands preußenfreundliche Haltung dem Wiener Hof ben Appetit nach einerRache für Sadowa" be­einträchtigte und die deutsche Kriegführung in die Lage versetzte, rückenfrei gegen Frankreich zu kämpfen. Bismarcks Gegendienst folgte auf dem Fuße, als Rußland 1871 die chm feit dem Krim- krieg auferlegten Einschränkungen für seine Flotte im Schwarzen Meer annullierte und von Deutschland dabei sekundiert wurde, so daß England wohlweislich darauf verzichtete, diesen Schritt zum Anlaß kriegerischer Maßnahmen zu machen.

Diese Bismarcksche Polllik gegenseitiger Förde­rung hat auch außer diesen großen nach außen hin wirkenden Momenten beiden Reichen bedeutenden

Madrid, Nov. 1940.

Wie stark der Produktionsausfall in ter englischen Flugzeugindustrie mtn= testens in den ersten Wochen der deutschen Luftof- irnsioe aus England gewesen sein muß, geht aus Ieitunaen hervor, die das neutrale Ausland erst rit einmonatiger 23erfpätung erreichten s ist verständlich, daß bie britische Zensur alles etan hat, um nach Möglichkeit zu verhindern, daß as Ausland überhaupt Kenntnis von diesen Blät- Srn bekäme.

tung des zivilen Verbrauchs ist", fo heißt es in dem Oxforder Bericht,erforderlich, denn nicht nur die Kriegsmaterialproduktion muß gesteigert werden, sondern dies muß auch geschehen in An­bettacht der Behinderungen, welche die Einziehun­gen 3um Militärdienst mit sich bringen." In der Daily Mall" wirb aus diesem Grunde gefordert: Wir können den Leibriemen noch etwas enger ziehen, ohne es zu merken (!)".Daily Ex­preß" unterstreicht, daß es allerschnellstens notwen­dig märe, die zwei größten Bedrohungen, nämlich die U-Boott und die Nachtfluyangrisfe, zu verhin­dern. Die Zivilbevölkerung könne dadurch helfen, daß sie in ihrem Verbrauch an allem spare. Die Zeitung bemerkt, daß es heutzutage 5V2 Tage dauere, ehe in einem Hafen ein 6000-Tonner ent­laden werden föhne. Früher habe so etwas

Bismarck und Rußland

Von Helmut Sündermann,

Siadsletter des Rpichsprestecßefs.

Die Moskauer Blätter haben kürzlich das Er­scheinen einer russischen Ausgabe derGedan­ken und Erinnerungen" zum Anlaß genom­men, um die Bedeutung der Politik Bismarcks für das deutsch-russische Verhältnis hervorzuheben. Die Zell dieses großen Deutschen ist tatsächlich der vielleicht entscheidendste Markstein in ber Geschichte ber Beziehungen des mitteleuropäischen Raumes mit dem großen Reich im Osten.

Gewiß sind die Bande älter, die Moskau und Berlin verbinden. Sie reichen bis vor die Zell Friedrichs des Großen zurück, finden im Sieben­jährigen Krieg einen besonderen Ties- und einen ebensolchen Höhepunkt, treten bann im Zeitatter Napoleons mehrere Jahre hindurch in das Zeichen europäischer Waffenbrüderschaft und späterhin un» , ter den Stern traditioneller und familiärer Be­ziehungen zwischen ben Hohenzollern und Roma­nows. Immer gestatten sich die Ergebnisie freund- schafllicher Polillk für beide Teile nutz­bringend. Freilich, die Erhebung der Beziehun- gen des großen Rußland und des kleinen Preußen in den Bereich zielbewußter Maßnahmen auf lange Sicht, die Herausnahme dieses Verkehrs aus der familiären Atmosphäre und ihre Hinüberlenkung zu den Verhandlungstischen ber Staatsmänner, bie Ab­lösung ber gewohnten Freundlichkeiten zwischen ge« krönten Onkeln unb Neffen durch die klare Ueber­zeugung gemeinsamen politischen Nutzens das ist wohl bie Aenderung, die Bismarck schon gleich bei seinem Eintritt in die Politik für die deutsch- russischen Beziehungen zur praktischen Anwendung

Woche die Hand aus, um den vollen Lohn entgegen* zunehmen. Es ist ebne Schande für unser ganzes Zcmd ..." Die FabriUellungen seien dieser Situa- ton gegenüber machtlos.Die Chefs der Firmen morgen sich auf den Tod, weil bie Arbeiter sich wei- xern, zu arbeiten. In ber Tat wird die Nachtarbell n Kurze eingestellt werden müssen, da die Firmen es sich nicht leisten kann, solche Löhne ju bezahlen und dafür keine Leistungen zu empfangen."

Die Regierung hat mittlerweile Anordnungen erlassen, um den Fortgang der Betriebe während des allgemeinen Alarms sicherzustellen, und die Unterbrechung der Arbeit auf bie Zellen zu be° chränken, in benen bie einzelnen Fabriken unmittel­bar bedroht sind. Man hat zu diesem Zweck das System der Dachbeobachter eingeführt. Zuverlässige Berichte über das Ergebnis dieser Anordnung lie­fen noch nicht vor. Eins jedoch steht fest, daß ber Leist der Arbeiterschaft, dessen Tiefstand aus den Zeugnisien in derSunday Dispatch" deutlich her- oorgeht, durch derartige Maßnahmen nicht ver-

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Stockholm, 13. Nov. (DNB.) Daß Dhurchill nichts unversucht läßt, um sich entgegen dem von de Volera mit größter Klarheit ausgesprochenen Wil­len des irischen Volkes in den Besitz der so sehr be­gehrten Stützpunkte in Irland zu setzen, beweist eine Meldung aus Ottawa. Danach hat der konservative Parteigänger Hanson im Parlament erklärt, daß eines ber größten Hinbernisse für Großbritannien für bieEntwicklung bes Krieges" die Weigerung der irischen Regie­rung sei, England Seestützpunkte zu überlassen und die Benutzung der Flugplätze zu gestatten. Han­son forderte die kanadische Regierung auf, einen persönlichen Appel an de Valera zu richten, diese Stützpunkte Kanada pachtweise für die Dauer des Krieges zur Benutzung für die Zwecke des Empire zu siberlasien.

Churchill geht alfo neben dem Versuch der un- verhüllten Drohuna an die Adresse 3rlanbs nun­mehr dazu über, seinem Ziel durch Crinfpannung seiner politischen Trabanten näherzukommen. So spannt er nunmehr Kanada ein, um auf diesem Umweg die Stützpunkte in Irland zu erlangen, von denen er hofft, daß sie ihm helfen könnten, aus ber verfahrenen Situation herauszukommen, in bie er sein Land gebracht hat. Da Churchill keinerlei Hemmungen kennt, bie Neutralität Irlands zu bre­chen, wird das irische Problem mll Auftnerksamkell verfolgt werden müssen.

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, General-Anzeiger für Gberhessen 1-9

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Eine Arbeiterfrau schreibt an dieSundav Dis- .solch":Die Männer in der Firma Sowieso sind ; ede Noch! und jeden Tag seit zwei oder drei

Stockholm, 13. Nov. (Europapreß.) Das libe­raleNews Chronicle" macht feine Leser darauf aufmerksam, daß in kürzester Zell radikale -RationierungsmaßnahmeU in England vPorstehen. Man müsse für die kommenden Mo- nJtP hpn tatfädiltdien Möglichkeiten ber Lebensmll-

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zlalisttschen Sowjetrepubliken. Schkwarzew, einen Empfang, an dem Reichsminister bes Aus­wärtigen von Ribbentrop und führende per- fönlichketten von Staat, Partei und Wehrmacht teil­nahmen. Ferner waren die Begleiter Molotows und die Angehörigen der fowjettusiischen Botschaft zu­gegen.

Das Scho in Vichy.

Vichy, 13.Nov. (Europapreß.) Dem Aufenthalt Molotows in Berlin wird in französischen Kreisen sowie in ber französischen Presse größte Aufmerk­samkeit entgegengebracht. DieAction Fran­ca i s e" unterstreicht, baß England einen weiteren Fehler gemacht habe.Die Reise Molotows nach Berlin", schreibt bas Blatt,stellt klar, baß bie Politik Rußlands gegenüber den Achsenmächten s i ch nicht verändert hat. Wird diese Reise England nun endgültig aufklären und feine hart- näckigen Illusionen verscheuchen? Sicher ist das durchaus nicht; denn nichts fällt jenen Staatsmän- Inern schwerer, als einen Irrtum zuzugeben."

is in einem dieser Briese:Sie erwähnen m Ihren Artikeln Lord Beaverbrook. Wir haben Deputationen m ihn gesandt, und 'er weiß eine ganze Menge ber den chaotischen Zustand, der herrscht. Wir anbten auch Deputationen an den Arbeitsminister Benin und an mehrere Abgeordnete. Lord ReaoerbroDt sandte feinen Beschwörer, Herrn Be- icrlet) Baxter, der zu uns sprechen mußte. Er riüte uns, wir füllten noch ein Weilchen länger ge* f ulbig sein und bas nach 12 Monaten, in denen Dir herum st ehen und einander angucken muß- len, ohne Ueberstunden und mit stark herabgedrück-