Ausgabe 
14.10.1940
 
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Wte darum nicht erst der jetzigen Forderungen sol­cher englischer Hetzblätter wie desDaily Tele­graph" und des berüchtigtenNews Chronicle" $ur Bombardierung der rumänischen Erdölquellen durch englische Flieger bedurft, um die unmittelbare Ge­fahr für das neue Rumänien auszuzeigen. Wie weit diese englischen Pläne gingen, das ist ja aus den Geheimakten des französischen Generalstabs bekannt geworden, in denen ja sogar ganz bestimmte Zer-

störungsaktionen nicht nur gegen die rumänischen, sondern auch gegen die südrussischen Erdölgebiete vorgesehen waren. Die Erfüllung der rumänischen Bitte um Durchführung von Schutzmaßnahmen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Deutschland im Gegensatz zu England seine Versprechungen erfüllt. England selbst ist nunmehr im Südosten Europas ein für alle Mal auf das nachdrücklichste matt ge­fetzt.

DiedeutscheMlttärmlffi'onfürRumänien

Berlin, 12. Off. (DRB.) 3m Zusammenhang mit der In Wien gegenüber Rumänien übernomme­nen Garantie Hal die Reichsregierung den rumä­nischen Wünschen entsprechend eine deutsche Militärmission nebst den notwendigen Lehrformationen nach Rumänien ent­sandt und gleichzeitig deutsche 3agdver- bände zum zusätzlichen Schuh der rumäni­schen Oelfelder nach Rumänien verlegt. Die deutschen Wehrmachtsformalionen werden bei dem von dem Chef der rumänischen Regierung, General Antonescu, in Angriff genommenen Reuaufbau der rumänischen Wehrmacht als Lehr- und 3 nstruktIonstruppen dienen und nach Durchführung Ihrer Aufgabe wieder nach Deutsch­land zurückkehren.

Die mit Deutschland befreundeten Regierun­gen, die an der Entsendung der deutschen Wehr­machtsmission nach Rumänien politisch interessiert sein könnten, sind von der Reichsregierung darüber unterrichtet worden.

Wie notwendig die Entsendung einer deutschen Mklttärmisiion nach Rumänien und der Schutz der rumänischen Oelfeloer war, geht aus einer unmiß­verständlichen Drohung hervor, die noch vor wenigen Tagen von der Londoner ZeitungDaily Ex- preß" ausgesprochen worden ist. Das Blatt hat mit zynischer Offenheit die Bombardierung der Erdölquellen in Rumänien gefordert. Dies sei zwar einegroße Aufgabe", aberfalls möglich", durchaus ein militärisches Ziel für die breiten Schultern" der britischen Luftwaffe. Nach­dem die verbrecherischen Umtriebe und Sabotage­versuche des Secret Service immer wieder recht­zeitig aufgedeckt werden konnten und somit größerer Schaden bisher vechindert wurde, wollten die Ha­sardeure an der Themse offenbar alles auf eine Karte setzen. Durch einen Bombenangriff auf die Oelfelder des mit England nicht im Kriege befind­lichen Rumänien wollten sie ihre Völker-

rcchtsbrüche durch einen neuen ungeheuerlichen Ge­waltstreich krönen. Auch in diesem Falle ist Deutsch- land den niederträchtigen Plänen der plutokra tisch en Kriegsbrandstifter zuvor gekommen. Die wert­vollen Bodenschätze stehen jetzt unter bem siche­ren Schutz der deutschen Wehrmacht. Sollte die RAF. doch noch den Versuch machen, die von den Agenten des Secret Service unter dem Zwang der Verhältnisse aufgegebene Brandstifter­tätigkeit fortzufetzen, so wird sie auch auf dem Bal­kan die U e b e rle g e nh eit der deutschen Luftwaffe zu spüren bekommen.

Das Echo in Bukarest.

Das Organ der Legionärsbewegung begrüßt die Militärmission.

Bukarest, 13. Okt. (DNB.) Alle Bukarester Sonntagszeitungen beschäftigen sich eingehend mit der Entsendung einer deutschen Militärmission nach Rumänien.Cuvantul", der nach einer Pause von mehr als zwei Jahren zum erstenmal wieder als amtliches Organ der Legionärbe­wegung erscheint, erklärt, daß die Anwesenheit der deutschen Wehrmacht in Rumänien die natür­liche Folge der in Wien beschlossenen konkreten Zu­sammenarbeit sei. Man dürfe nicht vergessen, daß Rumäniens Eingliederung in die Achse nicht nur eine Verstärkung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen bedeute, sondern im gleichen Maße auch eine enge politische und militä­rische B in d un g. Die Garantie für die Unver­sehrtheit des rumänischen Gebietes setze die prak­tische Ueberprüfung der strategischen, taktischen und technischen Gegebenheiten voraus, die die wesent­liche Bürgschaft der deutsch-rumänischen Zusammen­arbeit einschlössen. Der unerschütterliche Entschluß, den Frieden im Donauraum aufrechtzuer­halten, sei eine Mahnung an alle diejenigen, die zu glauben wagten, daß die friedliche Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen ge­stört werden könne. Die deutschen Techniker brächten Erfahrungen mit, die in jüngster Zeit gesammelt worden seien und seien Mittler des neuen euro­päischen Geistes. Angesichts der zahlreichen Berüh- rungspunkte zwischen dem legionären Rumänien und den Achsenmächten könne eine militärische Zu­sammenarbeit niemanden überraschen. Die Anwesenheit der Sendboten heldischen Geistes in Rumänien, schließt das Blatt, gebe nicht nur kei- nerlei Grund zu unbegründeter Ve»

sorgnis, sondern sei das Bekenntnis einer auf­richtigen und vollständigen Freundschaft mit den Achsenmächten.

Die Engländer verlassen Rumänien.

Mailand, 13. Okt. (DNB.) Die von der briti­schen Gesandtschaft in Bukarest an alle Eng­länder erteilte Weisung, Rumänien schleu­nigst zu verlassen, findet in der italienischen Presse ein starkes Echo. Der Corriere della Sera erklärt, auch aus Rumänien seien die Engländer nun durch die schicksalsschwere Realität der neuen europäischen Geschichte an die Luft gesetzt worden. Die Engländer hätten alles versucht, um Rumänien politisch und wirtschaftlich auf ihre Seite 5U ziehen, jetzt aber verließen sie das Land. Dies bestätige, daß England auch in Rumänien, wo es nicht das geringste zu suchen hatte, endgültig ab getreten sein. Die Turiner Stampa schreibt, der englische Entschluß sei die logische Folge der

Lage, die die britische» Agenten durch ihre wieder­holten verbrecherischen Anschläge in den rumäni­schen Erdölgebieten geschaffen hätten. Das Recht des rumänischen Staates, sich gegen die bewiese­nen Attentate zur Wehr zu setzen, sei unbestreit­bar. Gazzetta bei Popolo sagt, die Abreise der Eng­länder aus Rumänien sei ein sichtbarer Beweis für jenen Verfall des Prestiges und des Einflusses Englands, den die politische Lage notgedrungen mit sich bringe. Der Wandel in Rumänien beweise aber auch, wie Messaggero betont, daß die Zeiten vorbei sind, in denen es einer diplomatischen Vertretung eines plutokratischen Landes möglich war, Völker und Länder zu regieren, die der Interessensphäre ihres Landes völlig fern standen. Heber das Ver­schwinden der Engländer freuten sich vor allem die Rumänen, die endlich von diesen so unerwünschten gefährlichen und unbequemen Gästen befreit wür­den, hierüber freue sich aber auch Italien, ja die ganze Welt, die die Verwirklichung einer besseren Gerechtigkeit und einer humaneren, wirtschaftlicheren und politischen Neuordnung erwartet.

Britische Gesandschast verläßt Bukarest

Stockholm, 13. Okt. (Eurvpapreß.) Der bri­tische Gesandte in Bukarest sowie das Ge­sandtschaftspersonal ist nach einer Meldung des Svenska Dagbladet" aus London, reisefertig. Ein Teil der britischen Gesandtschaft, und zwar in erster Linie technisches Personal, hat die rumänische Hauptstadt bereits verlassen. Alle rumä­nischen Konten in England sowie in den Ko­lonien und Dominions sind gesperrt worden. Diese Maßnahme folgt den von der Regierung der Vereinigten Staaten getroffenen Bestim­mungen über die Beschlagnahme der rumänischen Guthaben in den Vereinigten Staaten.

Als derKawachi" vom Stapel lief.

Von Felix Baumann.

Anläßlich der vor 2600 Jahren erfolgten Gründung des japanischen Kaiserreiches fand am 11. Oktober 1940 eine große Flotten­parade vor Yokohama statt. Wenige Tage später, am 15. Oktober, jährt sich zum 30. Male der Tag, an dem der erste japa­nische Dreadnought auf der Werft von Yokosuka vom Stapel gelassen wurde. In meinem Besitz befindet sich eine Sakeschale aus feinem Porzellan, die auf dem Grunde, das Staatswappen des Kaisers, die Blüte der Kiku (Chrysanthemum) ziert. Der Rand der Schale ist mit einer Reihe japanischer Hieroglyphen versehen, die besagen, daß das zierliche Trinkgefäß an den 15. Oktober 1910 erinnern soll. An den Tag, an dem der erste japanischeFürchtenichts"Ka­wa ch i" auf der Marinewerft in Yokosuka vom Stapel lief.

Als ich am 14. Oktober dem damaligen Dize- minister des Aeußern, Kikusiro Jshi, im Auswär­tigen Amt in Tokio meine mir vorn Berliner Bot­schafter, Baron Chinda, gegebene Empfehlung an den Minister des Aeußern, Nomura, über­reichte, fragte er mich:Ich sehe Sie doch morgen beim Stapellauf in Yokosuka?" Ich mußte gestehen, daß ich keine Einlcöun'g besaß, weil ich erst seit einigen Tagen -wieder in Japan weilte. Der Vize- minister versicherte mir, daß er die Sache in die Hand nehmen werde. Am nächsten Morgen trom- melte mich in Yokohama bereits um 6 Uhr ein Eilbote aus dem Schlafe, der mir eine offizielle Einladungskarte überbrachte.

Den Gästen der Regierung stand frei, sich mit der Bahn oder mit dem DampferTango Maru" nach Yokosuka ftu begeben, ich zog den Wasser­weg vor. Eine Rikscha brachte mich nach der Ab- ahrtsstelle des im Festschmuck prangendenTango Maru". Marineoffiziere empfingen die Gäste und geleiteten sie die hohe, steile Treppe hinauf an Bord. Oben alles blitzblank, das ganze von einer ver­blüffenden Sauberkeit.

Als der Sonderzug mit den Gästen, darunter mehrere Prinzen und Prinzessinnen, aus Tokio ein- getroffen war, stach der Dampfer in See. Aber der japanische Wettergott hatte an diesem Tage kein Einsehen. Es begann zu regnen, es pustete, blies und spritzte von allen Seiten, so daß die Fahrt nichts weniger als eine Vergnügungstour war. Die Gäste ließen sich den Humor nicht verderben, spra­chen den europäischen und japanischen Speisen und Getränken tapfer zu. In Yokosuka schienen sich sämt­liche japanische Winde ein Rendezvous gegeben zu haben, die Wellen gebärdeten sich wie unsinnig, und bas Ausbooten ging nur mit der größten Schwierigkeit vor sich. Fast alle Damen verzichte­ten unter diesen Umständen auf eine Landung; sie überließen es der Herrenwelt, sich den auf und ab tanzenden, kleinen Dampfbarkassen anzuverttauen, die uns an Land bringen sollten. Krampfhaft an­einandergepreßt standen wir auf dem geländerlosen Verdeck und waren bald durch und durch eingereg­net. Alle Augenblicke ging ein Hut über Bord, und jeder kühne Versuch, einen Regenschirm aufzu­spannen, endete mit einem kläglichen Fiasko. Trie­fend kamen mir an Land, im strömenden Regen gings auf den total aufgeweichten Wegen, die zu den possierlichsten Seitensprüngen zwangen, nach dem Stapelplatz. So grau wie der Rumpf des ersten japanischen Dreadnought, so grau sah das Milieu aus, Fahnen und Girlanden 'hingen trau­rig herab, ein melancholischer Anblick. Nur das scharfe Rot und Gold der Kaiser-Empore sowie die scharlachroten Röcke der Kaiserlichen Musikkapelle brachten etwas Leben in das troftfofe Regen- Einerlei.

Wohl hielten Tausende von Japanern den Fest­platz besetzt, aber es fehlte das japanische Sonnen­bild: die bunten, farbenprächtigen Gewänder, die ein japanisches Fest so anziehend gestalten und ihm den pittoresken Anstrich verleihen. Alles war in Regentoilette erschienen, doch die Schirme blieben geschlossen, weil die Anwesenheit des Kaisers M u t« uhito ihr Deffnen nicht gestattete. Endlich be­gann die kaiserliche Kapelle mit der National­hymne. Die Menge nahm die Hüte ab und ver­harrte in ehrfurchtsvollem Schweigen. Unter den langgezogenen, fast klagenden Tönen desKimi- ga-yo" betrat das Kaiserpaar mit großem Gefolge die Loge und nahm auf den vergoldeten Sesseln Platz. Kaiser M u t s u h i t o , den' ich an diesem Tage zum letzten Male sah, hinterließ da­mals bereits den Eindruck eines leidenden Mannes. Der schwarze Bart hob die Blässe des Gesichts noch mehr hervor.

Als der Kaiser nach einem kurzen Vortrag des Vizeadmirals Saito über den Bau des ersten Dreadnought das Zeichen für den Stapellauf des Schlachtschiffes gegeben hatte, zog der Konter­admiral Sakamoto fein Signalpfeifchen, dem kurzen Pfiff folgten vernehmbare Hammerschläge, aber der große Rumps rührte sich nicht. Ein zweiter energischer Pfiff, der Rumpf rührte sich nicht. Noch ein Pfiff, der dasselbe Ergebnis zeitigte. Sakamoto vergaß die traditionelle japanische Ruhe und eilte vor dem Kaiserpaar erregt hin und her. Die Lage schien kritisch und machte sich um so deut­licher bemerkbar, als in Erwartung der kommenden Dinge eine Totenstille herrschte.

Der Konteradmiral führte sein silbernes Pfeif­chen wiederum an die Lippen, aber ehe der schrille Laut ertönte, vernahm man noch einmal einige dumpfe Hammerschläge, worauf der mächtige Schiffskörper plötzlich in Bewegung geriet und schneller und schneller von den Helgen ins Wasser glitt. Einen Augenblick verharrte die Menge noch in ehrfurchtsvollem Schweigen, doch als am Heck große Papierkugeln platzten und lange rotweiße Papierftteifen sichtbar wurden, brachen die Zu­schauer in ein betäubendes Banzai^Geschrei aus. Die Kapelle spielte wieder die Nationalhymne, und stehend nahm der Kaiser die Huldigungen entgegen.

Nach dem Stapellaus vereinigten sich die Gäste in drei festlich geschmückten Arsenalschuppen zu einem Bankett. Ich war in die diplomatische Ab- teilung geraten und wußte gleich der Mehrzahl der Eingeladenen nicht recht, wie ich ein gebratenes Hühnchen mit Stäbchen tranchieren sollte. Einer schaute verlegen den andern an, schließlich siegte der Humor, wir nahmen dieFinger zur Hand" und machten auf diese Weise nicht nur dem Hühnchen, sondern auch den Schinken und anderen, unter ge­wöhnlichen Umständen nur mit Gabeln und Messern zu bewältigenden Delikatessen den Garaus. Als Ge- jmur^e in &en anfangs beschriebenen Schälchen serviert, die jeder Gast als Andenken be- balten Durfte. Waren wir in strömendem Regen an Land gekommen, so gelangten wir in einer noch triefenderen Verfassung wieder an Bord des

Reutermärchen über Deutschlands Benzin- und Ölversorgung.

Berlin, 13. Okt. (DNB.) Die Agitationsorgane des britischen Jnformationsministeriums sind be­strebt, mangels wirklicher militärischer Erfolge der RAF., deren nächtliche Einslüge nach Deutschland und in die von Deutschland besetzten Gebiete zu großangelegten und wohlüberlegten Aktionen auf­zufrisieren. So konnte man in diesen Tagen bei­spielsweise von Reuter vernehmen, daß Z e r st o - rungen von Erdölanlagen in Deutschland das Hauptziel der Angriffe der RAF. gebildet hät­ten. In Hamburg seien Erdölanlagen zur Ex­plosion gebracht und in Hannover, Reis- holz, Gelsenkirchen, Köln, Magde­burg und Leuna seien Brände entfacht worden. Gleichzeitig wurde der deutschen Treibstoffversor­gung die düstere Prognose gestellt, daß den deut­schen Kampf- und Jagdflugzeugen demnächst kein Benzin und kein Oel mehr zur Verfügung stehen werde.

In Wahrheit sind die Tatsachen folgende:

1. Die vom amttlchen britischen Nachrichten­dienst behaupteten Kampferfolge gegen wichtige Einrichtungen der deutschen Treibstoffwirtschaft sind samt und sonders erlogen.

2. Die deutsche Treibsloffversorgung ist für jeden auftretenden Kriegsbedarf gesichert. Die Vorräte an Treibstoff und Oel sind heute um Millionen Tonnen höher als bei Kriegsbeginn.

Die britischen Lügen muten untfo seltsamer an, als gleichzeitig von fachmännischer britischer Seite zugegeben wird, daß die deutschen Flugzeuge

über den besten Treibstoff und das beste Oel verfügen. In Londoner Fachkreisen wird sogar die Ueberlegenheit der deutschen Flug­zeuge ausschließlich mit der hohen Qualität von Benzin und Oel begründet. Wenn das nun auch wieder eine erhebliche Unterschätzung des deutschen Materials und der modernen deutschen Konstruk­tton erkennen läßt, so ist das Argument der über­legenen Güte unserer Treibstoffe doch so durch­schlagend, daß wir es gern akzeptieren.

Die britische Agitation verrät aber noch in einer anderen Hinsicht die hoffnungslose militärifche Schwäche der eigenen Luftwaffe. In letzter Zeit haben sich die britischen Bomber besonders zahl­reicher holländischer Ortschaften angenommen. Sowohl an der Küste wie im Inneren sind Plätze bombardiert worden, die keinerlei militärische oder kriegswichtige Bedeutung haben. In London be­gründet man diese sinnlosen Bombenabwürfe mit der Notwendigkeit, diedeutsche Invasion" befämpfen zu müssen. Das ist in Wahrheit jedoch nur em billiger Vorwand dafür, daß die britische Luftwaffe es nicht fertigbringt, ihre Bomben ziel­gerecht über dem geschützten deutschen Raum zu losen. Sie zieht vor, ihre Bomben planlos über Holland abzuwerfen, da sie keine Munition mit nach Hause bringen darf und so immerhin den ge­fahrlos errungenenErfolg" verbuchen kann, daß sie Wohnhäuser zerstört und Menschen­leben vernichtet hat noch dazu in einem Lande, das sich bis vor kurzem desSchutzes" der britischenGarantie" erfreute.

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Sachschaden angerichtet wurde. 3m übrigen schränkte sich die Anariffstätiqkeit des Gegners einige Trachteinflüge in die deutsche West- und norddeutsche Küstengebiet.

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manchefter. hier entstand in den Kühlhäusern um den Alexandra-hafen und ostwärts der Kanada- Docks ein Großfeuer, das llch rasch ausdehnte. Eben­so waren mehrere große Brände zwischen dem Stanley-Hafen und dem Kanada-Dock zu beobach­ten. Die Dockanlagen von Liverpool-Bootle erhielten gleichfalls mehrere Volltreffer und gerieten in Brand. Zahlreiche Einzelangriffe richteten sich gegen Bahn - und Gleisanlagen in Südengland. Auch mehrere Rüstungs- und Versor­gung sb e t r i e b e In Wittelengland und an der Ostküste Schottlands wurden erfolgreich bombar­diert. Lin wichtiges Rüstungswerk an der Ostküfte brannte völlig nieder.

Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine nahmen in der Rächt einen englischen G e l e i t z u g an der Küste von Dover unter Feuer und zersprengten ihn. 3m Seegebiet vor der schottischen Ostküfie griff'ein deutsches Flugzeug einen Geleltzug von mehreren bewaff­neten Handelsschiffen im Tiefanflug an. Lin Schiff von 8000 BRT. blieb mit starker Rauchentwickl'mg gestoppt liegen. Ein anderer stark gesicherter Ge- leikzug wurde s üd l i ch d e r h eb r i d e n mit Vom- ben belegt. Zwei Schisse wurden so getroffen, daß sie die Weiterfahrt einstellen mußten.

Ein Unterseeboot versenkte aus einem feindlichen Geleit,ua in kurzer Zeit drei Dampfer mit rund 21 000 BRT.

3n der Rächt vom 10. zum 11. 10. versuchten kleinere Einheiten h«»r britischen Kriegsmarine Cherbourg zu beschießen. Sie wurden nach drei Minuten Feuerdauer durch das Feuer der Küsten­artillerie zum Abdrehen gezwungen. Lin kurz darauf im Moraengrauen sich Cherbourg nähernder schwerer britischer Kreuzer wurde früh­zeitig durch Luftaufklärung gemeldet, unter Teuer genommen und drehte ab, bevor er selbst ,um Schuß kam. Militärischer Schaden entstand weder im Hafen noch in der Stadt Cherbourg, iedoch wur­den elniae französische Wohnhäuser getroffen.

Der Gegner verlor am gestrigen Tage insgesamt 13 Flugzeuge, davon 10 im Lufkkampf, drei durch Flakartillerie. Ein deutsches Flugzeug wird ver­mißt.

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Die britische Luftwaffe führte in der Nacht Ter­roraktionen gegen zahlreiche bolländifche Ort­schaften durch, in denen stärkerer Personen-

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ien sich an einigen Stellen zu Großfeuern, die bei Beginn der Dunkelheit Verbänden schwerer K a m p f f l u g z e u ge für ihre Vergeltungs­angriffe den Weg wiesen. Zahlreiche Bomben mittleren und schweren Kalibers riesen zwischen Themsebogen und Leyton weitere große Brand­herde hervor. Ebenso konnten in der Gegend des Batkersey-Parks und an den Themseusern zahlreiche Einschläge beobachtet werden. Lin weiterer Groß­angriff richtete sich gegen das Hafen- und 3ndustrie- gebiet von Liverpool -Birkenhead

Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.

Berlin, 12. Okt. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Bombenwurf von Verbänden leichter Kampfflugzeuge richtete am gestrigen Abend in der britischen Haupt st a d t umfangreiche Zerstörungen an. Rachfolgende Brände entwickel-

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