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SJt.-tfport
reichte.
Henkel
Wirtschaft
AG. Buderussche Eisenwerke Wetzlar.
rtitel 105 des Einführungs- geben, oder i landesrechtlichen Vorschrif- ßenbahn besi lpn. Es konnte also für die Sendungen fi
(Nachdruck verboten!)
27. Fortsetzung
Da hinausrennen können in dieses dunkle Irgendwo, vom Winde gepeitscht, vom Regen durchweicht. Den Kops wieder frei bekommen.
Daß es Dinge gibt, über die wir keine Gewalt haben", begehrt er auf. „Nicht einmal wehren kann man sich." v „ n
Ernis Kopf sinkt tiefer. Der Gedanke an Lena liegt wie ein schwerer Druck auf ihren Schultern. Sie wendet sich zur Tür.
„3d) will sehen, wo sie ist",- sagt sie, und man merkt es ihr an, wie schwer ihr ums Herz ist.
Gottfried sieht ihr nach. Wäre es nicht an ihm, Lena zu suchen? Seine Hand fährt durch die Luft, schiebt einen Stuhl hart beiseite. Wer jetzt Lena herbeiholt das ist ja im Grunde nebensächlich. Um ganz andere Entscheidungen wird es gehen.
Als Erni wieder herunterkommt, ist sie sehr er» rC JJena hat sich oben in ihr Zimmer eingeschlossen", sagt sie. „Sie will nicht öffnen. Ich weiß nicht, was sie hat! Es ist überhaupt alles so unheimlich da
Gottfried möchte die Fensterflügel lieber aufrei- aber er selber ist nicht da. Und von Dater sieht und
drücklich die Rede von'Sachen, die die Eisenbahn oder die Straßenbahn zur Beförderung oder zur Aufbewahrung angenommen hat, ferner von Sendungen, die dritte Personen bei der Reichspost aus- -eben, oder die von der Eisenbahn oder der Stra- «cnuui.u fördert werden. Auf diese Sachen und Sendungen findet das neue Gesetz keine Anwendung, so daß die Entschädigung nach den bisherigen Bor- chriften, insbesondere also nach der Eisenbahnverkehrs ordnung bzw. nach der Reichspostordnung,
von seinen Gedanken um seine Ruhe gebracht mor» den sei.
„Vater", flüstert Erni. Alle empfinden das Unheimliche dieses schwerfälligen Hin- und Herwanderns. Hängt es mit Hermanns Abwesenheit zusammen ober damit, daß sich Lena eingeschlossen hat?
Rudolf geht hinauf. Er will mit Vater sprechen. Aber nach einer Weile kommt er unverrichteter Dinge zurück.
„Er läßt niemanden zu sich. Mein Gott, rote muß er durcheinander sein! Wir können nur hoffen, daß morgen, bei Licht, alles besser aussieht/
„Und Hermann?" fragt Erni beklommen. Wirkliche, ehrliche Angst um den Großen spricht aus ihrer Frage.
„Nach allem, was man zur Kirmes beobachtet hüt, kommt es ihm auf eine Nacht im Wirtshaus nicht an." •
„Nein, nein, Rudolf, so sah er nicht aus, es hat ihn bis ins Innerste getroffen, was Vater zu ihm
Lena. Immer wieder sie. Erni ist wie erstarrt. Alle Glut ist erloschen. Innere Kälte lähmt sie fast. Man kann doch jetzt nicht in das Haus, man kann doch jetzt nicht Lena unter die Augen treten. Gottfried streicht behutsam über Ernis Gesicht. „Wir müssen hineingehen", sagt er, „komm!"
Auf dem Flur brennt Licht. Und unter diesem Licht sehen sich Erni und Gottfried noch einmal in die Augen — aufflammend, dann bestürzt und ratlos. Beide horchen nach dem Wohnzimmer hinüber. Dort drinnen aber scheint alles still zu sein. Man hört nichts. Gottfried geht auf die Tür zu, druckt die Klinke nieder.
„Niemand da?" fragt Erni und dreht am Lichtschalter. Sie kann ihre Erleichterung kaum verbergen, daß sie jetzt keiner Menschenseele zu begegnen
„Erster Schritt der HI", Iahrg. 1925/26, 30 Kilometer: 1. Hans Werner, Streifen-Gef. 1/116, 1:11,30 Std.; 2. Walter Pfeiffer, Fahn- lein 1/116, 1:12,30 Std. — 2. Jahrgänge 1922—24,
Als die Kluttigen endlich wieder gegangen ist, platzt Rudolf mit der. Frage heraus: „Was ist nun eigentlich mit Hermann los? Wo steckt er denn?
In Christoph Gräfe erwacht Leben. Er sieht mit einem eigenartigen Blick zu Lena hinüber. „Frage sie!" sagt er kurz.
Gottfried Bonhoff horcht auf. Lena sieht anders aus als sonst. Es scheint, als habe sie ihre friedvolle Stärke ganz verloren.
„Ich kann es auch nicht sagen, wo Hermann ist." Lenas Stimme klingt matt und unsicher.
Rudolf stößt feinen Stuhl heftig zurück. „Und das nehmt ihr alles so hin? Ueberlegt ihr denn nicht, daß ihm etwas geschehen sein kann?"
„Was soll ihm schon geschehen sein?" Verächtlich klingt das aus Christoph Gräfes Munde. „Der ist in seiner Bruchbude drüben, in der Belzig' brauerei!"
Schlimm, wenn von einem Menschen, der zur Sippe gehört, nur mit „der" gesprochen wird. Wenn sein Name nicht mehr genannt wird.
Rudolf ist betroffen. Haben denn alle den Stav über Hermann gebrochen? Nein, Lena Oettekmg bestimmt nicht, lieber deren Gesicht ist bei Grases Worten ein helles Rot geflogen. Sie sieht Rudolf an, in ihrem Blick liegt eine stumme Bitte.
„Gut, bann werde ich nach der Belzigbrauerei hinübersehen", sagt Rudolf und steht auf. Auch die anderen gehen aus dem Zimmer. Hastiger als sonll-
(Fortfetzung folgt)
Mstöim schaffen,Leim?
Nomon von Hlatflna Eckart-helm
Sachschaden auf der Eisen- und Straßenbahn
Einheitliches Reichsrecht über die Haftung.
waren. . ,
Das Spiel Höckelheim — Dettenhausen wurde abgesagt und wird /päter nachgehott.
Oie Fuhball-Ereigniffe im CRcicb.
Sieger im Berliner Tennisturnier.
Das 43. internationale Tennisturnier von Rot- Weiß Berlin wurde programmgemäß am Sonntagnachmittag vor gut besetzten Tribünen beendet Als erste Entscheidung fiel die im Männereinzel zwischen dem deutschen Meister Heinrich Henkel und Rolf G ö p f e r t. Dis zum dritten Satz griff Gopfert stark an und erzwang ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, fiel dann ober zusehends ab und mußte Hen-
Breuer-Werke G.m. b.H. Frankfurt a.M. verrechnete bei steigenden Umsätzen befriedigendes Geschäft, der Geschäftsüberschuß wird zur Stärkung der Be triebsmittel verwandt (i. 23. ebenfalls 0 v. H. Die vidende). Die Triumph-Werke Herd- und Ofenfabn- (en G. m.b.H. Wels verzeichnete zwar einen leichten Umsatzrückgang, der günstige Abschluß aber ebenfalls 5V2 v. H. Dividende. Die Stahlwerke Röchling-Buderus AG. Wetzlar hatten .steigenden Umsatz. Auch für 1939 wird eine Dividende im Interesse der Stärkung der Betriebsmittel nicht ver- o 3,0 »m., Uon 50 °.h. bei Bud-rus.)
Aus dem Sozialbericht geht hervor, daß das Vermögen der Kaiser-Koehler-Sttftung durch Zuwei- “au? dem diesjährigen Geschästsergebnis um 010 Mill, erhöht wurde. Der Vergleich der Entwicklung der Lohn- und Gehaltssumme zur Gefol^ schaftsentwicklung erbringt eine E^ohung des Durchschnittseinkommens je GesolMaftsmitglieb. Die gesamten Sozialleistungen der Gesellschaft. - trugen 4,53 (4,22) Mill., davon waren 0,81 (0,80) freiwilliger Art, 1,73 (1,59) ÄAen SU Lasten 5" Gefolgschaft, 2,80 (2,625) der Gesellschaft. Dem Um terstützungsfonds für die Altersversorgung wurden ebenfalls vorweg 0,20 Mill, wie i. V. zugnviesen.
Es wird einschl. "^443 ^46 320) DM^ Dor^g ein Gesamtgewinn von 1534 316 (1247 y^o) <n-uc. ausgewiesen, woraus 5Ve (5) v. H. Dividende geschüttet werden.
die Bereichsmeisterschaft. *
Admira Wien, der vorjährige Ostmark-Fuß- ballmeister, wurde auch 'bei seinem zweiten Gastspiel in Bayern geschlagen. Gegen 1860 München unterlagen die Wiener mit 0:6 (0:3) Toren.
Die Fußballelf des SSV. Ulm bestritt ihr erstes Spiel in Italien gegen den AC. Ferrara. Die Italiener siegten mit 3:1 (1:1) Toren.
Ambrosiana Mailand kam im Kampf um Italiens Fußballmeisterschaft zu einem neuen Sieg und führt weiter mit zwei Punkten vor dem Titelverteidiger AC. Bologna. Ambrosiana schlug den Lokalgegner FC. Mailand 3:1, während Bologna gegen Venedig 2:0 gewann.
Fußball der Pfingsttage in Hessen.
Kling 53 Punkte.
Anschließend an den Dreikampf führten die Wehrmannschaften Tauziehen und Steinstoßen als Mannschaftskämpfe durch. Völkerball-, Grenzball- und Handballspiele beschlossen die sportliche Deranstai- ^Dei der Siegerehrung dankte Vereinsführer D a u- pertden Kampfrichtern für ihre Arbeit, gab seiner Freude über den gut gelungenen Sporttag Ausdruck und gab den ersten Sieger in jeder Stufe bekannt. Ortsgruppenleiter Euler schloß nach einer Würdigung der Leibesübungen als Vorbereitung für den Wehrdienst mit dem Sieg-Heil auf den Führer.
Erstes Rennen der GießenerRadfahrer
Die Gießener Radfahrervereinigung führte am geftri« gen Montag trotz mancherlei ungünstiger Umstände das 1. Rennen des Jahres 1940 durch. Start und Ziel lagen, wie immer, am Schützenhaus, an dem sich aui eine Anzahl der Freunde des Radsports ein» gefunden hatte. Zuerst wurden die Angehörigen der Hitler-Iugend der Jahrgänge 1925 und 1926 au die Reife geschickt. Die Hitler-Jugend, die wahrend der Psingstfeiertage zu einigen größeren Fahrten unterwegs war, stellte zu diesen Rennen immerhin noch 15 Mann, die in zwei Klassen starteten. Die Klasse der Jüngsten fuhr eine Strecke von 30 Kilometer, und zwar big zur Wegabzweiunss nach Harbach und von dort aus auf gleicher Straße zurück. Sie Klasse der Aelteren, Jahrgang 1922 bis 1924, startete über 50 Kilometer, fuhr bis Gr unberg und zurück. Die in den beiden Klassen erzielten Zeiten dürften als sehr gut angesehen werden. Die beiden besten Fahrer der Hitler-Jugend werden an den Kämpfen um die Gebietsmeisterschaften teilnehmen.
In einem weiteren Rennen, das wenig später gestartet wurde, fuhren ausschließlich Mitglieder der Gießener Radfahrervereinigung, etwa 15 an der Zahl. Erfreulicherweise war die Jugend desDereins stark vertreten. Die Vereinigung braucht also um die Fortführung ihres Sportbetriebs nicht bange zu fein. Das 15 Mann starke Feld blieb bis an den Wasserwerksberg dicht beisammen, dort aber sprengte der talentierte Becker das Feld und zog davon. Unangefochten behauptete er die Spitze und kam als Sieger ins Ziel.
Die Ergebnisse:
kcl einen zum Schluß sehr klaren 6:2, 4:6, 5.-7, 6:1, 6:2-Sieg überlassen.
3n den Doppelspielen waren am Vormittag me 6*!Tu6runnbfnPPmlt folgenden Erg°bn. s°n durch, geführt worden. M a n n e r d o p P e l . Henkel Metara —Buchholz-Gies 6:1, 4:6, 6:1; de Stefani. Marttnelli — Eppler-Gulcz ohne Spiel. Frauen- d o p p e l: San Donino-Tonolli
6:2 6:4, Koeppel-Rofenthal - K°ES-SchÜf 6£,
6 -4 Gemischtes : San Donmo-Koch — FN. Ao- neow-Gies 6:4, 6:2, Frl. Kaeppel-Metaxa — Frl. Thiemen-Gulcz 6:4, 6:8, 6:2.
59 Punkte. , ___
5 Jungmädel: 85 Teilnehmer. IM. von 12 bis 14 Jahren. 1. Sieger Emma Hofmann 51 P. ZM. von 10 bis 12 Jahren. 1. Sieger Hildegard
Die Frage, wie und bis zu welcher Höhe die i Eisen- oder Straßenbahnen bei Verursachung von ; Sachschäden hasten, gehörte bisher zu den verwickel- - ten Problemen, da bei Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches durch den Artikel 105 des Einfuhrungs- gesetzes zum DGB. die ten aufrechterhalten wurden. Es konnte also für die Entschädigung ein erheblicher Unterschied sein, ob in Berlin, Stuttgart oder München die Straßenbahn einen Sachschaden verursachte, da jedesmal nach dem betreffenden Landesrecht die Auseinandersetzung erfolgte. Das sind schon seit 40 Jahren unhaltbare Zustände gewesen, und deshalb ist es zu begrüßen, daß jetzt die Reichsregierung durch ein Gesetz vom 29. April einen einheitlichen Zustand gejchaffen hat.
Die wichtigste Neuregelung ist neben ver Beseitigung des Landesrechts die Festsetzung einer Höchst- summe für jedes Schadensereignis, und zwar haftet der Betriebsunternehmer, auch wenn durch dasselbe Ereignis mehrere Sachen beschädigt werden, nur bis zum Betrage von 15 000,— RM. Gehörten die beschädigten Sachen mehreren Personen, und übersteigt der Wert der Sachen den Höchstbetrag von 15 000,— RM., so verringern sich die einzelnen Entschädigungen in dem Verhältnis, in dem ihr Gesamtbetrag zu dem Höchstbetrag steht. Der einzelne Geschädigte erhält also nur eine Quote. Das Gesetz gilt nur für Sachschaden an beweglichen Gegenständen. Folglich gelten die Höchstsätze nicht für die Beschädigung von Grundstücken. Fährt also z. B. ein Stra- ßenbahnwagen durch Entgleisung in em Haus, so fällt dieser Schaden nicht unt^r die Hochstbetrags- festsetzung. Er wird nach den entstehenden Kosten m ihrer Gesamthöhe entschädigt.
Das Gesetz gilt sowohl für den Betrieb von Eisenbahnen, als auch für den Betrieb von Straßen- bahnen. Neben diesem neuen Gesetz bleiben unberührt bestehen die r e i ch s gesetzlichen Vorschriften, wonach der Betriebsunternehmer für den Schaden in weiterem Umfange haftet, oder die Haftung eines anderen begründet ist. Hierbei ist insbesondere zu denken an die Vorschriften des Handelsgesetzbuches § 454 ff. Im § 10 des neuen Gesetzes ist auch aus-
Lena bringt die Schüssel mit der dampfenden Mehlsuppe, so wie sie es alle Morgen tut, seit sie hier ist. Die alte Kluttigen kommt mit dem Brot. Brot wird immer im Zimmer geschnitten, nicht m der Küche. Das gehört sich so. Dor aller Augen müssen die drei Kreuze eingeritzt werden, die aus jeden neuen Brotlaib gehören. Die Kluttigen wacht auch scharf darüber, daß die Schnittfläche des Brotes nicht vom Tisch wegsieht, sonst läuft sie aus dem Haus, die Gabe Gottes.
Vater Gräfe schneidet stillschweigend das erste Stück ab. Rudolf, der seit einigen Wochen zum erstenmal wieder daheim ist, versucht, von diesem und jenem zu sprechen, aber- er bekommt nur einsilbige Antworten. Der Vater hat überhaupt noch kein Wort darüber verloren, daß der Zweitälteste mit einemmal wieder auf dem Gräfehof ist.
braucht. , „ . .
„Seltsam", sagt Gottfried, „wo sie nur alle sein mögen?" Auch er hat das Gefühl, als sei ihm eine Gnadenfrist geschenkt. Doch er vermeidet es, Erni ins Gesicht zu sehen. Er greift nach der Zeitung, die auf dem Tisch liegt, aber merkt sogleich, daß es sinnlos ist — er könnte jetzt doch nicht lesen, also legt er das Blatt wieder beiseite.
Auch Erni weiß nicht, was sie beginnen soll. Scheu und Bedrückung trennen die beiden. Das Haus mit seinen festen Wänden ist kein heimliches heidetrautbuftendes Waldstück, der Schmelz der scho- nen Dämmerstunde ist verwischt. Erni geht 'und schiebt die hölzernen Fensterläden vor die Fenster. Nur um etwas zu tun.
oben. Hermanns Tür steht sperrangelweit offen, ßen, damit Luft hereinströmt, frische Nachtluft. Hier drinnen erstickt man ja! Er greift nach Ernis Händen, hält sie fest. ’
„Du", sagt er, und noch emmal: „du!
In Ernis Kehle würgt ein Schluchzen. ^Was soll sie tun? .
Gottfried läßt ihre Hände wieder los. Mit £ujanv mengezogener Stirn sieht er in das schwarze Viereck des letzten Fensters, oox dem poch der Laden fehlt.
Bei gutem Besuch trafen sich in Mendorf (Lahn) die beiden Mannschaften zum fälligen Vorspiel um die Gebietsmeifterschaft. Die Gäste, die sich zum größten Teil aus Spielern Gießener Vereine zusammensetzten, empfingen eine ganz empfindliche Niederlage und wurden so aus dem weiteren Wettbewerb ausgeschaltet.
Während die Auswahl des Bannes 88 m jeöer Beziehung in Ordnung ging, wies die Mannschaft der Gäste Schwächen auf, die sich auf die Dauer um aünftig auswirken mußten. Es schien so, als ob einzelne Spieler an vollkommen ungewohnten Posten eingesetzt seien. Darunter litt das ganze Spiel. Krasse Fehler der Verteidigung und schlechte Stur- merleisttingen waren die Hauptmerkmale der Mannschaft, die auch zu keinem Zeitpunkt in der Lage war, gefährlich zu werden.
Ganz im Gegensatz dazu war der Bann 88 aus- gezeichnet oertreten. Hier war eine Elf am Werk, die zu spielen verstand und die vom Tormann bis zum letzten Stürmer Proben ihres wirklich großen Könnens ablegte. Der Sturm schoß aus allen Lagen und auch die aufmerksame Leistung des flegnen« chen Torhüters war aussichtslos. So kam es, daß )er Sieg zum Schluß eindeutig ausfiel und Zeugnis ablegte von dem großen Können der Jungens aus dem Bann 88, die zudem körperlich im Nachteil
Leibesübungen an Pfingsten \ in Gießen-Wieseck.
Die Ortssportgemeinschaft Wieseck iührte am 1. Pfingstfeiertag eine Sportveransta tung gemäß den Anordnungen des Reichssportfuhrers trnrcfr. In Gemeinschaft mit der Ortsgruppenleitung und allen Leibesübungen betreibenden Organisationen waren durch die Führung des Turnvereins die Vorbereitungen getroffen worden. Geturnt wurde ein volkstümlicher Dreikamvf, bestehend aus Lauf (100 Meter, 75 Meter, 60 Meter), Weitsprung und Kugelstoß bzw. Ballwurf.
Nach der feierlichen Flaggenhissung begrüßte Der- einsführer D aupert vom Turnverein Wieseck die außerordentlich zahlreich angetretenen Wettkämpfer. Ortsgruppenleiter Euler wies darauf hin, daß in der jetzigen Kriegszeit Pfingsten im Zeichen der Leibesertüchtigung stehen soll.
Die angetretenen 254 Wettkämpfer turnten in fünf Klassen.
1. Wehrmannschaften: 29 Teilnehmer Männer über 18 Jahre. 1. Sieger Ernst Bellof 51 P. Männer über 30 Jahre. 1. Sieger Obertruppf. Otto Klug 51 Punkte.
2. HI.: 60 Teilnehmer, HI. von 16 bis 18 W» ren. 1. Sieger Willi Luh 61 P. HI. von 14 bis 16 Jahren. 1. Sieger Heinz Schäfer 61 Punkte.
3. BDM.: 23 Teilnehmer. BDM. von 16 bis 18 Jahren. 1. Sieger Hilde Euler, 44 P. DDM. 14 bis 16 Jahren. 1. Sieger Anni Deibel 66 Punkte.
4. Jungvolk: 57 Teilnehmer. JV. von 12 bis 14 Jahren. 1. Sieger Herbert Vorbach 57 P- von 10 bis 12 Jahren. 1. Sieger Herbert Nachtigall
hört man nichts."
Ihre Augen sind angstvoll aufgerisien. Es ist ja auch wirklich zum Fürchten in diesem stillen Haus, wo unter dem Licht der Lampe zwei Menschen einander nicht in die Augen sehen können, obgleich es sie doch zueinander zieht.
Aber da poltert und scharrt es draußen vor der Haustür. Jupps Stimme bricht urplötzlich den Banm Wie frischer Mnd springt er ins Zimmer. Auch Rudolf ist dabei. , ,
„Na, hier geschehen ja nette Sachen! Jup)) hat mir unterwegs den ganzen Klamauk erzählt. Und dabei sieht er Erni an, als erwarte er, daß sie lagt. Ach, es ist ja alles gar nicht so schlimm...
Aber Erni sagt statt dessen: „3d) muß immer an Hermann denken. Er war wie vernichtet, und nun ist er nicht im Hause. Wir müssen uns um Lena rum- mern. Sie hat sich eingeschlossen und antwortet ^Rudolf schüttelt den Kopf. „Die Lena?" fragt er, „was soll denn das?"
Ueber dem Wohnzimmer werden mit einem Male Schritte laut. Es ist kein richtiges schnelles Schreiten, sondern ein tappendes Gehen, als. ob ein Mensch
In H e s s e n weihte Reichsbahn 05 Bad Homburg seinen neuen Platz mit zwei Spielen gegen starke Vertreter der Gauklasse ein. Gegen den VfB. Frrsd- berg unterlagen die Homburger 1:2, aber gegen Nb. Rotweiß Frankfurt erzielten sie ein Unentschieden (1:1). Der 1. FC. 04 Oberursel und Union Niederrad trennten sich ebenfalls 1:1.
In Hanau kam der FC. 93 im Lokaltreffen gegen 1860 zu einem 3:1-Sieg, der VfB. Großauheim unterlag gegen eine verstärkte Reservemannschaft des Südwestmeisters Kickers Offenbach 0:1 und Dun- lop Hanau zog beim SV. Steinheim mit 1:3 den Kürzeren. „ _ . , ,.
In Kassel gab es das traditionelle Spiel „rechts gegen links der Fulda", das „links" mit 3:2 (0:1) gewann. SpD. Kassel siegte in Großenritte 2:1, wah-
gefagt hat."
,Nun, bann ist es hier ja nichts Ungewöhnliches, daß ein Sohn des Hauses die Tür hinter sich zuschlägt. Neulich ich — heute Hermann."
„Und warum ist das so? Warum muß bei uns alles gleich so schlimm werden?" Ernis Stimme ist laut und voller Anklage. „Ich will es euch sagen, warum : weil uns eine Mutter fehlt, die ausgleicht und besänftigt." ,, _ . r L ,
Damit hat Erni natürlich recht. Kemer sagt em Wort dazu. Sie geben sich die Hände und gehen still und gedrückt auseinander. Auch Gottfried und Erni sagen sich nur flüchtig gute Nacht.
Und bann ist Erni allein. Sie hört die tappen- ben Schritte über sich. Seit heute weiß sie es, baß im Leben alles hart nebeneinander steht: Seligkeit, Leib unb Schuld.
Trotz allem geht am nächsten Morgen die Sonne über dem Gräfehof strahlend und in goldener Fülle auf. Der Nachtregen hat alles sauber gewaschen, und jetzt saugt sich die frische Luft voll Wärme und ^Breit fallen die Sonnensttahlen auf den Tisch, an dem allmorgendlich im Gräfehaus gefrühstückt rvttd Das Licht blendet, Erni kann Gottftied Bonhoff, der ihr gegenübersitzt, kaum ins Gesicht sehen
Alle sind jie da. pur. Herman» sehl^
50 Kilometer: 1. Helmuth Schäfer, Annerod, Gef. 18/116, 1:25 Std.; 2. Helmuth Velden, Mo- tor-HJ., 1:55 Std. . .
GießenerRadfahrervereinigung (50 Kilometer): 1. Becker 1:12 Std.; 2- Baumann 1:12,30 Std.; 3. Reuschling 1:14 Std; 4. Leicht 1:18,10 Std.; 5. Kraft 1:18,11 Std. Handball um die Sebietsmeisterschast.
Bann 88 lwehlar) — Bann 116 (öefferau) 19:6 (12:2).
^Besonders geregelt ist in dem neuen Gesetz die Frage der höheren Gewalt und die Frage des mit- wirkenden Verschuldens des Geschädigten bei der Verursachung eines Schadens. Wird der Schaden durch höhere Gewalt ober — soweit die Eisenbahn ober die Straßenbahn innerhalb des Verkehrsraumes einer öffentlichen Straße liegt burcrj ein unabroenbbares Ereignis verursacht, das weder auf einem Fehler in der Beschaffenheit der Fahrzeuge ober ber Anlagen der Eisenbahnen ober Straßenbahnen, noch auf einem Versagen ihrer,, Vorrichtungen beruht, so ist die E^atzpflicht ausgeschlossen. Diese Regelung ist zweifellos hart, da aber heute Eisenbahn und Straßenbahn zu den notwendigsten Einrichtungen unseres Lebens ge- hören, muß jeder schon eine gewisse Gefahr auf sich nehmen, die billigerweise einem anderen nicht auf- gebürdet werden kann. Das Gesetz läßt also, um es noch einmal zu sagen, nur für Verschulden, und — auch ohne Verschulden — für technische Mangel ber Fahrzeuge und Anlagen haften. Hier sei eingeschaltet, bah durch diese Regelung ber einzelne nicht einem unabroenbbaren Risiko gegenubersteht, denn durch eine Versicherung kann er sich M dagegen decken. Für den Fall des mitwirkenden Verschuldens b'es Geschädigten wird nach § 254 des Bürgerlichen Gesetzbuches verfahren, d.h. die Verpflichtung zum Ersatz, sowie ber Umfang des zu leistenden Ersatzes hängt von den Umstanden, insbesondere davon ab, inwieweit ber Schaden vorwiegend von dem einen ober anberen Teil verursacht worben ift
Im Reich standen am ersten Pfingsttag die Enb- rundenspiele um die deutsche Meister- chaft im Mittelpunkt ber Ereignisse. Aus dem Berliner Blauweiß-Jubiläumsturnier ging Sachsens Meister Dresdener SC. vor Vienna Wien, Fortuna Düsseldorf und Blauweih Berlin als Sieger hervor. Das 31. Städtespiel zwi- tyn Berlin und Wien endete am Pfingstmontag im Dlnmpiastadion mit einem knappen 4:3-Sieg ber Wiener. — Schweinfurt 05, Bayerns vorjähriger Meister, kam im Bereich Mtte zu zwei schönen Siegen gegen SC. Apolda (2:1) unb Borussia Eisenach (6:0). Im Bereich Nordmark siegte Eimsbüttel mit 6:0 über den HSV. und gewann damit
Die AG. Buderussche Eisenwerke in Wetzlar berichtet, bah in den ersten acht Monaten 1939 ber Umsatz nicht unwesentlich ben des Vorjahres überschritt und baß ttotz Kriegsausbruchs der gesamte Jahresumsatz über dem des Jahres 1938 lag. Auf ben Eisenerzgerechtsamen gingen die Bohrungen usw. planmäßig weiter, sie erbrachten wertvolle Er- gebnisse. Eisenerzförderung und Kalksteingewinnung weisen steigende Ziffern auf. Mit dem Kittren Ausbau der Hochofenanlagen sei man beschäftigt. Die Bemühungen um Hebung ber Qualität bes Gußeisens waren erfolgreich. Das Erzeugungsvro- nramm ber Eisenverarbeituna erfuhr eine wesentliche Ausweitung. Der seit Jahren mit Nachdruck betriebene Werkausbau setzte Buderus in die Lage, auch den gestiegenen Anforderungen der Krlegswirt- chaft zu entsprechen. Bei vielen Gießereierzeuams- en konnte durch Mobeiloereinfachungen und Kon- ttuktionsverbesserungen erreicht werden, je Tonne Gewicht eine größere Anzahl Einheiten als., früher zur Verfügung zu stellen. Im Ausfuhrgeschäft verzeichnete man 1939 erheblich gestiegene Absatzziffern.
Die Buderussche Handelsges. m. b. SBemar erfüllte ihre Vertriebsaufgaben und betätigte sich oa- nefren nicht unwesentlich im Handel mit einschlägigen remden Erzeugnissen unb im Dertretungsgeschaft ür 1939 beträgt die Dividende 5'/-- (5) v. H. Die


