Ausgabe 
14.5.1940
 
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Neuregelung der Eierablieferung

Springbrunnen am Ludwigsplatz.

pfingstmarkt in Schotten.

haltenes Knurren, kein kurzes, lautes Aufbellen,

lrren, kein kurzes, lautes Aufbellen, alle Jaadgier schien eingeschlafen. Und nicht in Unterholz geheimnisvoll raschelte und scheuer Flucht wandte sich endlich der Bock, in ruhi- 1 A 1 w VS flirt t i k rtr X a m QTI a a f « k aX am - < A . m - f f f - f. ' i v i / c. « < l .

wenn es im

Amsel--

schlag.

Am Abend, mit den ersten Sternen, ist der Leh«

Das sind nur ein paar Wege von unendlich vielen und schönen. Einer aber gehört immer dazu: Daß wir dem Vater von diesen Sonntagen berichten in den Briefen, daß jeder sein Teil zu ihnen beiträgt, duch der kleine Vierjährige mit einer seiner dröl- ligen Krakelmalerei ober einem Klebebildchen.

Für so geführte Kinder besteht nicht nur in der Gegenwart keine Gefahr, sondern die Mutter streut !uch eine Saat in sie, die viele Jahre später erst n ihnen aufgehen wird: Die Ehrfurcht vor der hei- igen Kraft der Liebe zwischen Mann und Frau.

Die grad gewachsenen, kraftvollen Stämme der Buchen, die wie Säulen das breitausladende Ge­äst ihres Krondaches trugen, begannen zu blitzen, golden aufzuleuchten; smaragdgrün glänzte das Laub in den ersten Sonnenstrahlen, die sich durch die Stämme des Waldes drängten. Der Blick in die weite Ebene, der sich bei der Biegung des Weges um den dicht bewaldeten Hügel bot, blieb gebannt auf dem unter der sich ausbreitenden Sonnenfülle erwachenden Land und dem aufblitzenden Strom am fernen Horizont.

Die fast allgemein vertretene Ansicht, der letzte trenge Winter habe unter dem Wilde außerge­wöhnlich viele Opfer gefordert und große Werte unserer Fleischversorgung geraubt, ist nicht zutref­fend. Im Gegenteil, es sind nur schwächliche und chronisch kranke Stücke gefallen. Durch den Erlaß des Reichsjagdgesetzes (1934) wird Fallwild an be­stimmte Untersuchungsstellen eingesandt, damit die Todesursache festgestellt wird und der Verbreitung von Wildseuchen vorgebeugt werden kann. Untersuchungen sind seit 40 Jahren in Gießen erst.

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ger Gelassenheit drehte er endlich den Kopf und setzte ohne Furcht seinen Weg fort in hohen Sprüngen über die Felsbrocken hinweg, hinein in das dichte Unterholz des Waldes, jenseits des Felssturzes.

Unser Bild zeigt das Schmuckrelief des Brief­öffners, der zum Geburtstag des Generalgouver- neurs Dr. Frank von dem Gießener Metallbild-

Auf dem Klassentisch liegt ein ganzer Berg voll Gaben. Die kleine Schäfermädchenantwort singt um die Bücher des Lehrers, kriecht in seine Geige, tanzt um fein Tintenfaß und legt sich zärtlich tn sein Schullehrerherz. Das eine wird er nicht vergessen^ Weil du so ein lieber Lehrer bist."

Die Schulglocke läutet. Langsam wird die Klafsö leer.

"''Silberne Hochzeit. Am morgigen Mitt« woch, 15. Mai, können der Polizeibeamte Georg Saum und Frau Lina, geb. Schlamp, wohnhaft Burggraben, das Fest der silbernen Hochzeit be­gehen. (Wir gratulieren!)

rauschte, wenn ein Hase über den Weg lief oder in toller Flucht Haken schlug, wenn Eichkatzen an den Stämmen emporkletterten und mit pfeifenden Tönen von Ast zu Ast flüchteten.

In geheimnisvolles noch sonnenloses Frühlicht 1 führte der Weg dann aus dem erwachenden Tag im : Bogen zwischen dunklen Tannen und rotstämmigen Föhren über nadelbestteuten, wurzelreichen Boden, zwischen bemoosten Felsenbrocken und gefällten Baumstämmen.

Die Rase hoch, unruhig und aufgeregt stieß mich von Zeit zu Zeit mein Hund bittend an. Aber ich nahm ihn nur kürzer noch an die Leine, kannte ich doch zu genau die Ursache seiner Erregung in die­sem wildreichen Forst.

Kein Verbellen und Jagen, kein Rufen und Pfei­fen sollte dieses Waldes Frieden stören, diesen ge­heimnisvollen Märchenschlaf wecken. Roch um einen großen Felsen, auf dem jahrhundertealte Fichten verwurzelt waren und niedere Buchen und Eichen­büsche wucherten, mußten wir gehen, um mitten in den Felsensturz zu kommen, von dem die Sage ging, daß dort einst Thor mit den Riesen gekämpft hätte.

Nur noch wenige Schritte waren es, die mein Hund im Zittern der gehemmten Jagdgier machte, dann blieb er so plötzlich wie ich Stehen, wie er­schrocken. Vor uns, die Vorderläufe auf einen höhe­ren Felsblock gestellt, den Kopf nach hinten uns zu- gewandt, stand ein prachtvoller Bock «mit stolzem Gehörn. Feucht glänzten feine Lichter, die weitge- öffneWn Nasenlöcher so stand dieses wundervolle Tier, sonst scheu flüchtend, jetzt unbeweglich und äugte uns an. Wie erstarrt war Roland, der Hund bergah Betteln, und Inurren, TävzM ynb Z«rsn.

Zwei Holzpantoffeln werden in die Ecke gestellt. Zwei nackte Füße schleichen vor ein wackliges Bett. Der Strohsack knistert. Nun ist alles ruhig. Die Frühlingszeile auf der Schiefertafel aber fängt an Zu lächeln und zu schimmern und zu fingen. Sie stellt um das Bett vier große Lilien. Sie weckt den Mond. Der taumelt silberklingend in die Schäfer­stube. Und sie ruft den Wind. Der wirft die rourm* stichige Haustür in den Erlenbusch. Aber die Früh- lingszeile zaubert dafür eine Tür aus Flieder und macht einen Riegel davor aus Vergißmeinnicht.

Am anderen Morgen, um zehn Uhr, sind die kleinsten Schulkinder in der Klasse. Sie lachen und sie erzählen sich wunderliche Sachen vom Kriege. Das kleine Schäfermädchen sieht sich seine Schiefer« täfel an. Die schimmernde Frühlingszeile ist aus- gelöscht.

Der Lehrer kommt. Man sieht es ihm nicht an, , daß er in den Krieg geht. Er sieht sogar sehr lustig aus. Da steht die kleine Else vom Gutsherrn auf, geht an den Klassentisch und gibt dem Lehrer ein Paar warme Kniewärmer. Seiferts Wilhelm geht auch vor und gibt dem Lehrer einen Pappkarton voll Aepfel. Und das geht die ganze Klaffe durch bis auf das kleine Mädchen aus dem Schäferhause. Das bringt ein Stück Geburtstagskuchen, den oor« gestern jne Mutter für den Vater gebacken hatte.

Die Stimme des Lehrers ist ganz weich gewor­den. Er fragt:Aber warum schenkt Ihr mir benrt das alles?!"

Weil du in den Krieg gehst", sagt die eine.

Daß du nicht frierst", sagt der andere.

Daß du die Engländer recht verdreschen kannst«, sagt wieder einer.

Verlegen und rot und ganz leise sagt das kleine Schäfermädchen:Weil du o ein lieber Lehrer bist."

Die Anlage am Ludwigsplatz nimmt sich gegen« roartig tm Schmucke vieler Blumen sehr hübsch aus. 2luch der Springbrunnen wurde wieder in Betrieb gesetzt. Am Samstag warf er seine Wasser hoch m die Luft. Inzwischen wurde die Kraft des Motors der Pumpe gedrosselt und nun sprüht das Wasser gemächlicher. "

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

*

2lls das stolze Tier unseren Augen entschwunden war, kein Rascheln und Brechen der Zweige unsere Ohren mehr traf, nahmen auch wir unseren Weg wieder auf. Mein Hund ganz gelassen ruhig neben mir, ganz dicht am Knie ohne jede Jagdleidenschaft, ich selbst seltsam bewegt von dem Erlebnis mitten im Wald an diesem Pfingstmorgen. Nicht Angst und Flucht und nicht Jagdgier und Verfolgung paradiesischer Friede hatte zwischen den Kreaturen geherrscht.

Der Rundweg führte zurück in die jetzt ganz in Sonnenflut getauchte Welt. Die ersten Glocken läu­teten den Pfingstmorgen ein. Vom Dorf her klan­gen Kuhglocken und das dumpfe Brüllen der stall­entlassenen Rinder auf die erste Weide.

Als ich in meinen Garten getreten war, sah ich, daß die ersten prallen Knospen der Pfingstrosen un­ter dem warmen Sonnenlicht sich entfaltet hatten,

: lft die Abgabe des Bezugscheines durch die Klein- : Verteiler öic selbstverständliche Voraussetzung für Öen unmittelbaren Bezug von Eiern beim Er­zeuger.

Die gewerblichen Betriebe, wie Gaststätten, Backereien, Konditoreien und Kleinverteiler müssen besonders beachten, daß sie außer dem erforder­lichen Bezugschein den Uebernahmefchein A be­nötigen, ausgenommen Krankenhäuser, für dessen Ausstellung der Eierwirtschaftsverband Hessen- Rassau zuständig ist. Die Ernährungsämter werden Bezugscheine für den unmittelbaren Eierbezug beim grjeuger nur dann ausstellen, wenn die gewerblichen Betriebe den vom Eierwirtschaftsverband ausgestell­ten Uebernahmefchein oorweisen.

Erzeuger, die im Laufe einer Zuteilungsperiode (5ier an Nichtselbstversorger gegen Bestellscheine und an gewerbliche Betriebe gegen Bezugscheine abge- u rrrü ^"ben, müssen die entgegengenommenen Be- s dusche ine am Ende jeder Zuteilungsperiode der zuständigen Kartenausgabestelle aushändigen. Sie erhalten hierfür von der Kartenausgabestelle eine Quittung. Vorher ist es jedoch erforderlich, daß den Sammlern oder Sammelstellen diese Quittun­gen vorgelegt werden, damit diese die Er.zeuger- listen entsprechend ausfüllen können. Die Führung der Erzeugerlisten ist nach wie vor von großer Bedeutung für die gesamte Durchführung der Eier­ablieferung.

Für die Eierablieferung der kennzeichnungsbe­rechtigten Einzelerzeuger verbleibt es bei der bis- herigen Regelung, nach der diese Betriebe Eier an Nichtselbstversorger und gewerbliche Betriebe im ; Gebiete ihrer Kreisbauernschaft gegen Entgegen- nähme der Bestellscheine bzw. Bezugscheine abge- . ben dürfen. *

und der ruhig volltönende Sang des Pirols mischte sich nun friedlich in den Finkenjubel und

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Krambambuli". Sommerkleiderfchau nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr im Cafe Wien.

Notizen für den 15. 2ttai.

Sonnenaufgang: 5.30 Uhr. Monduntergang: 2.19 Uhr. Sonnenuntergang: 21.13 Uhr. Mondaufgang: 13.31 Uhr.

Generalmajor a. D. Fritz f.

2lm gestrigen Montag ist nach schwerem Leiden der Generalmajor a. D. August Wilhelm Fritz in Gießen kurz nach Vollendung seines 65. Lebens­jahres verstorben. Den Lebensweg des Verewigten haben wir anläßlich seines 65. Geburtstages am 29. April (Nr. 100 des Gießener Anzeigers) gewür­digt und dabei auf die enge Verbundenheit des Ge­nerals Fritz mit unserer Stadt, in der er als Oberst­leutnant und Bataillonskommandeur in der früheren Reichswehr, zugleich auch als Standortältester von 1923 bis 1928 Dienst tat und dann wiederum feit 1930 im Ruhestand lebte, hinaewiesen. Dem um Volk und Vaterland verdienten Offizier ist ein gutes Gedenken in weiten Bevölkerungskreisen unserer Stadt sicher.

Don der Universität Gießen.

Es wurden berufen: Der ordentliche Professor in der Juristischen Fakultät der Universität Gießen Dr. Erich Bley in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Graz und der ordentliche Professor in der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen Dr. Harald Geppert in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Berlin.

Das Wild und der Winter 1939/40.

8 Schotten, 14. Mai. Bei starkem Besuch au§ frer ganzen Umgegend fand am heutigen Pfingst, brenstag der übliche Schottener Prämiierung 5« mar ft statt. Im Rahmen dieser SeranftaltuTig war der Schweinemarkt mit 450 Ferkeln und Lanferschweinen beschickt, die bei flottem Geschäft vollständig abgefetzt wurden. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 25 bis 30 RM., 8 bis 10 Wochen alte 32 bis 35 RM., 11 bis 13 Wochen alte 36 bis 50 RM. pro Stück. Auf dem Rinder« markt standen etwa 70 Stück Großvieh zum Ver­kauf, die bei guten Preisen ebenfalls Absatz fanden. 3n Verbindung mit diesen Märkten fand auch ein Ziegenmarkt statt, auf dem gleichfalls gute Preise erzielt wurden. Eine Prämiierung von Vogelsberger und Simmentaler Vieh, die unter Lei­tung von Tierzuchtdirektor Dr. Wagner (Gießen) stattfand, zeigte erneut den guten Stand der Rind^ Viehzucht im Vogelsberg, ebenso trat bei der Prä-

die Anordnung Nr. 1/40 des Eierwirt- i?k Verbandes Hessen-Nassau wird die Eierab- 9rA^9 ber ^uger neu geregelt. Nach dieser Anordnung sind die anfallenden Eier an die vom ^lerwirtschaftsoerband bestimmten Stellen (Kenn- zeichnungs-, Sammelstellen ober Sammler) abzu- iiefern. Ausgenommen hiervon sind die Eier, die im Haushalt des Erzeugers zur Versorgung der Haushaltsangehorigen benötigt werden.

Sie Abgabe von Eiern an Nichtselbstversorger unb gewerbliche Betriebe wirb burch biefe Be- mZUf!netl rauf eine neue Grunblage gestellt. Nichtselbstversorger, bie Eier auf Eierkarten be- 31^, burfen in Zukunft nur bei Erzeugern ihrer -wohngemembe Eier unmittelbar erwerben. Hierbei

.gleichgültig, ob bie Eier entgeltlich ober unent­geltlich bezogen werben. Dom Erzeuger gesehen burfen in Zukunft Eier an Personen, bie außer- Oalb feiner Gemeinbe wohnen, nicht mehr abgege­ben werben. Selbstverstänblich barf bie Abgabe nur gegen bie Bestellscheine ber Reichseierkarte unb nur m ber Hohe ber auf bie einzelnen Abschnitte ber Reichseierkarte aufgerufenen Mengen erfolgen. An geroerblidje Betriebe, wie Krankenhäuser, Gaststät­ten, Bäckereien, Konbitoreien usw. bürfen Eier eben- faüs nur innerhalb ber politischen Gemeinbe ab- gegeben werben, b. h. biefe Betriebe müssen ihre Nieberlassung in ber Wohngemeinbe bes Erzeugers, pon bem sie Eier beziehen wollen, haben. Auch hier 'st der Bezug nur gegen die von den Ernährungs- amtern ausgestellten Bezugscheine zulässig.

Die Beschränkung der Gierabgabe auf bie Ge- meinbe erfährt bei ber Abgabe an Derteilungsstellen (Kleinverteiler) eine gewisse Lockerung. Hier bür­fen Hühner- unb Enteneier an Kleinverteiler ab­gegeben werben, sofern biefe ihr Geschäft im poli- 1 tifdjen Kreis bes Erzeugers betreiben. Auch hier

Fruhlingsmorgen im Walde.

Von £u Volbehr.

Wenige Tage vor Pfingsten waren sie erst ein- aekehrt, bie flüchtigen Sommergäste, bas goldge- fisberte Pirolpaar, bie Pfingstvögel. Gleich hatten je begonnen ihr Nest zu bauen in ber alten Eiche hnter bem Haus, wie im Jahre zuvor. Zeternb z nkten sie gegen bie Finken unb Amseln. Zur frühesten Stunde vollführten bie neuen Ankömm­linge gewaltigen Lärm in bas erwachende Ge­zwitscher der anderen Vögel. IhrProsilü! Profi- lii!" verscheuchte mir endgültig den Schlaf.

Goldenes Sonnenlicht strahlte über die waldigen höhen und kündete das Aufsteigen des Sonnenballs in den klaren, wolkenlosen Pfingsthimmel. Erwar-

tnngsvoll stand mein treuer Begleiter, Roland der Echäserhunb, am Haustor, geradeaus gerichtet die schmale Schnauze, leicht hin und her fächelnd feine stolze Rute, um nur ja keine Sekunde zu versäumen ton der herrlichen Freiheit draußen, wenn ich erst bie Türklinke niedergedrückt haben würde.

Dann gings hinaus mit gewaltigen Sätzen. Mir voraus durch den blühenden Garten, über bie Hecke hinweg unb über ben Landweg in die blumen­reichen Wiesen. Die Luft war erfüllt vom süßen Duft ber Veilchen, bes Golblacks, die den Garten­weg einsäumten, und bes Geißblattgeranks am haus.

Aus den Blütenkronen der Bäume klang bas Summen ber Bienen wie reines Geläut, begleitet non tiefem Gebrumm ber Hummeln. Die dichten Stauben ber Pfingstrosen, bie links unb rechts vom (Bartentor stauben, trugen biefe, schwellende Knospen, noch unerschlossen, feucht glänzend vom nächtlichen tau.

Kein anderer Laut, als bas Pfeifen und Tril­lern der Vögel, bas Surren und Summen der In­letten war in dieser frühen Pfingstmorgenstunde zu kören gewesen. Dann nur mein Pfiff nach meinem Hund, der angestürmt kam, die Rute hochtragend, imb bas Maul wie im Lachen geöffnet, mit heraus- -bängenber Zunge, um sich betrübt an die Leine '"ebnen zu lassen, ehe wir ben Walb betraten, bie- fku Walb voll jagdbaren Wilbs, biefe Welt voll l-Kerfichungen unb Gefahren für einen jagdfrohen Ito. La M LänMr M BMln« Um w i

Seit und Kraft auf einem 201:^115^00 einfe^t, bann werben heute ihre Kinber in den N^V.-Tagesstätten unb -Heimen vor uner hipnßm"hGinfIUPen ^sichert, und es ist außerbem die Gewahr gegeben, baß sie bes Vaters Dienst an un^ der Mutter Pflichterfüllung mit ehrfürchtigen Augen sehen lernen/ F 9

Bleibt die Mutter aber im Hause unb hält bie Erziehung ber Kinber allein in den Händen, dann ist mindestens ebenso wichtig wie der geregelte Ver- lauf der Werktage bie Gestaltung ber Sonntage und mit^mV^/16 5ßater' ^e sollen erst recht Tage mit dem Vater fein. d

Wenn am Werktag die Mutter ihre Kinber im Sinne des Vaters erzieht, so soll sie die Sonntage dazu benutzen, die Kinber zu ihm hinzuführen. Dafür °i°",°rlai @ 9ebe"' ben" iU,er ^08 U

Oft ein kleiner Garten des Vaters Freube an den peierabenben gewesen, so wird die Mutter bie Kin- der bazu anspornen, ihn so gut zu bestellen, daß der Vater seine Freube daran hat, wenn er heimkommt. Sie wirb burch Erzählungen unb Erinnerungen ben Äinöern begreiflich machen, wie sehr ein Stückchen Erbe bem Menschen an bas Herz wachsen kann. -Eme Ecke mit Beerensträuchern", wirb sie zum Aeltesten sagen,haben wir, feitbem wir bich er­warteten. Vater stellte sich bamals immer vor, wie putzig es aussehen mürbe, wenn bu mit unge chick- ten Fingerchen nach ben roten Trauben greifen wür- öeft. Unb bie kleine schlanke Birke ba hinten, bie hat Vater an dem Tage gepflanzt, an dem Schwe­sterchen geboren wurde. Die Spargelkultur aber wol­len wir besonders in Ordnung halten, die soll doch Wehstes Jahr zum ersten Male geerntet werden. Vielleicht ist Vater dann schon wieder bei uns'"

Oder Mutter geht an einem Regentag mit den Kmdern in ein Vorgeschichtsmuseum. Da ist Vieles, was unaufdringlich ben Kindern nahebringt, wie Kampf um Erhaltung und Perteidigung seit jeher zum Leben bes Mannes gehören unb wie bie Mutter dann immer die Hütenbe war.

. 2ln einem anderen Sonntag führt sie die Kinder in eine heimatkundliche Sammlung und dort begrei­fen sie, daß nichts so selbstverständlich ist, als festzu- haltedi, was Generationen an Kulturgütern schufen.

Vielleicht hat eines der Kinder eine starke Nei­gung zu einer praktischen Tätigkeit ober einem wissenschaftlichen Fach, bie auch, bem Vater schon rfreube gemacht hat. Die Mutter kann ihr neue Wege unb Möglichkeiten zu erschließen suchen, ober 2och mindestens das Kind burch ihr Teilnehmen be- fonders stark an sich binden.

Unb Lesestunden! Nichts ist wohl so stark wie ihre bindende Kraft. Es soll nicht jeder mit seinem Buch in einer Ecke sitzen, sondern die Mutter soll vorlesen. In unserem reichen Buchgut ist so Vieles, das sich zum Vorlesen eignet.

l r5 ^I^n. von dem Gießener Metallbild- miierung von Ziegen bie stetig aufroärtsftrebenbe Solche Hauer Heinrich Küchel geschaffen worben ist. Entwicklung auf biefem Gebiete der heimischem n erst- (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) 'Viehzucht zutage

malig systematisch burchgeführt worben. Hierbei hat sich ergeben, baß in milben, regenreichen Wintern mel mehr-Wilb fällt als bei strengem Frost unb anhaltenbem Schneefall. Aufklärung über biefe unb andere Fragen unb über bie Ursachen ber Krank­heiten bes Wilbes gibt Geheimrat Pros. Dr. Olt in einem Vortrag, ber am Mittwochabenb im Rah­men ber volkstümlichen Vorträge unb Sorte ungen der Universität ftattfinben wirb.

Der Brieföffner

für den Generalgouverneur Dr. Frank.

Ihre Gabe.

Von Max Zungnickel.

Der Monbsteigt über bas kleine Schäferhaus und verzaubert ben trüben Entenpfuhl im Hofe in einen blanken, funfelnben Silberspiegel. Flim- mernbe Nebel webt er burch bie Sparren des gro­ßen Leiterwagens. Unb für bie Sense, bie am Futterschuppen hängt, holt er aus ber Arbeitsstube bes Teufels das Grauen. Dann wird er müde, zieht ich eine weiche Wolkendecke übers Gesicht und chläft ein Weilchen.

Beim Scheine einer zitternden, schläfrigen Stall­laterne schreibt im Schäferhause eine kleine Mäd- chenhand auf eine Schiefertafel:Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün!" Nach

ßitt Mitarbeiter Brehms gestorben.

Lpd Worms, 13. Mai. Im 82 Lebensjahr ist Professor Dr. h. c. Heinrich Habermehl, ein bekannter Naturwissenschaftler, Freund und Mit­arbeiter Adolf Brehms, gestorben. Sein Spezialge- biet war bie Erforschung ber Schlupfwespen (Ichneumoniden). Professor Habermehl war Ehren- doktor ber Naturwissenschaftlichen Fakultät ber Uni­versität Frankfurt. Seine ausgebehnten Insekten- sammlungen hatte er bereits vor Jahren bem Frankfurter Senckendergianurn zur Verfügung ge­stellt. Professor Dr. Habermehl wirkte über bret Jahrzehnte am Gymnasium unb an ber Oberreal- schule zu Worms.

einer Weile werden im Rechenbuche bie Zahlen rer zur Bahn gegangen. Irgendwohin ist er ge» müde. Die Lieder im Singbuch nieten M. Und die fahren. Nach bem Westwall ober an bie Wte. Ich sialtoteK - tsreiß SS

Aus der Stadt Gießen.

Sonntage ohne Vater.

Don Marianne Schirm

Jjretlje.ten zu nehmen, bie schließlich ,u ej^r Ent ternung non ben Eltern führen weil der -n fommenbe Entschluß der Mutter' rU

»erherzustellen.1ch°n ouf^Lsta d" ß"'"

JfAonh« ?"eg wie überhaupt jede Notzeit be­stehende Bindungen vertieft unh mha»

'.nisten Sinn/st gonzono W VfowiL Än b,E ftär,fUn Kr-ift- anziesen sie zu