Ausgabe 
14.2.1940
 
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M.Z8 Erstes Blati

Mittwoch, 14.8ebruarl9^0

190. Jahrgang

dreister französischer Politiker beginn einer Weltenwende her-

Oie Urbarmachung Albaniens.

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Zchmerzen eiben ver- en Fällen

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wohl klingen und die aus gewissen Zweckäußerungen ebenso naiver wie f1-----

Mitteilung des Militäranzeigers sind die Jahres­klassen 1919 und 1920 für Anfang März unter die Fahnen berufen worden. Im Palazzo Venezia hat unter dem Vorsitz des Duce am Dienstag die fünfte Sitzung des Obersten Verteidigungs­ausschusses stattgefunden. Sie dauerte zwei Stun­den. Die Prüfung der auf der Tagesordnung stehen­den Fragen wurde fortgesetzt.

Rom, 13. Febr. (Europapreß.) Unter der Auf­sicht des Staatssekretariats für die albanischen An­gelegenheiten wurde eine Körperschaft des öffent­lichen Rechts für die Erschließungsarbeiten Albaniens gegründet. Für die Urbarmachung der brachliegenden Gebiete wurde eine Zentral­behörde unter Leitung des Senators P r a m p o - l i n i geschaffen. Dieser fällt die Durchführung der bereits begonnenen und die Planung und Durch­führung noch weiterer erforderlicher staatlicher Ar­beiten zur Erschließung möglichst aller verwertbaren

nur zu gerne den Vegi aushören möchten. Diesen Illusionisten kann ein

e, Mima« !iehochwirk- jhrt. Keine igen-, Hers- einen Ber- In einschl. München 27.<

Kraftentfaltung.

Daß die militärische Vorbereitung richtig vor- wärtSschrerte, so führt das Blatt weiter aus, be­weisen die vom Ministerrat bereitgestellten gewal­tigen Geldmittel, die Direktiven des Duce für die Befestigung der Grenzen und der Luftabwehr, die Inspektion der Truppen und Befestigungen im Mut­terland sowie in Uebersee, schließlich die gegenwär­tige Tagung des Obersten Verteidi­gungsrates, die unter dem Vorsitz des Duce bereits viermal zusammentrat. Die militärische Vor­bereitung findet ihre entsprechende Ergänzung in der wirtschaftlichen Borbereitung, die in der Autarkie eine mächtige Waffe besitzt, die sich vor allem im jetzigen Konflikt als einer der wichtigsten Faktoren für die kriegerische Leistungs­fähigkeit der Nation erwiesen habe.

Italien lebe in einer Periode lebhaftester Vor­bereitung, wahrend deren sich das gesamte italienische Volk in einer steten Mobilisierung be­finde. Deshalb sei es gut, daß das italienische Volk

eine Aufmerksamkeit auf die Probleme feines Lan-1 dieser Zentralstelle überwacht

betonte günsh» lnS des e9en jei gen be- "°ge der ^tonte lung sei. % fc > sich MlgNny Sten.

Verspätete Liebe

Don unserem p. K.-Berichierstaiter.

Immer seltener polnische Freiwillige für Frankreich.

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agen eine Serfamm- it und in uf seinem licht tun Gruß an

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Wachsam und bereit.

Oie Großmacht Italien in einer steten Mobilisierung.

von Ankara begonnene Paktsystem der West- Mächte eingereiht und es wäre dann den West­mächten viel leichter möglich, die südosteuropäischen Staaten zu unterstützen. In Wirklichkeit natürlich sollen die Südoststaaten, und also auch Ungarn, nur zum englisch-französischen Kampfe gegen Deutschland mißbraucht werden. Um aber Ungarn und die unga­rische Oeffentlichkeit für die Zustimmung zu einem solchen Mißbrauch geneigter zu machen, werden jetzt solche liebessehnsüchtigen Töne angeschlagen, wird auf einmal Verständnis und Anteilnahme geheuchelt für Ungarn und dessen Revisionswünsche, die man noch vor kurzem als einen Verstoß gegen die gehei­ligte Versailler Ordnung in Europa zu brandmarken beliebte.

Es ist recht lehrreich, dieses durchsichtige Spiel zu beobachten; denn es zeigt, zu welchen Kapriolen sich die Westmächte in der Rot der Verzweiflung, in der sie sich offensichtlich befinden, treiben lassen. Es ist aber auf der anderen Seite auch notwendig, auf die wahren Beweggründe dieser verspäteten Liebeserklärungen hinzuweisen, denn es gibt schließ­lich auch in Ungarn manche Ohren, natürlich jüdisch- liberalistische, denen diese Sirenenklänge nur zu

.btsitzendes SS $sS läßt, ob116 Ks Sieges*

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auftraten, erzeugen mußten.

Und nun, nur zwanzig Jahre später, ist es das­selbe Frankreich, das die Unverfrorenheit besitzt, sich als Wahrer und Hüter ungarischer Interessen aufzuspielen und um die Zuneigung jenes gleichen Ungarn zu werben, das man noch vor nicht langer Zeit mit Füßen getreten hat. Jetzt auf einmal be­sinnt man sich in Paris auf eine angeblich vor­handene geistige Verwandtschaft und Verbunden­heit, die schon seit Jahrhunderten in geheimnis­voller Weise wirksam gewesen sei. So veröffent­lichte der PariserTemps" aus der Feder seines Budapester Berichterstatters einen Aussatz, der sich mit den kulturellen Beziehungen zwischen Ungarn und Frankreich beschäftige. In diesem Auftatz konnte man die freilich eigenartig anmutende Behauptung lese«, es sei die geheimnisvolle geistige Verwandt­schaft zwischen diesen beiden Völkern gewesen, die feinerjeit dazu führte, daß die ungarische Re­formation nicht Martin Luther, sondern den Schweizer Calvin zu ihrem Führer wählte. Im Grunde genommen sei eben doch die ungarische Seele von westlicher Kultur durchdrungen. Dieser Tatsache werde auch dadurch Rechnung getragen, daß in letzter Zeit wertvolle französische Werke in die ungarische Sprache übersetzt würden. So und ähnlich ging es dann spaltenlang. Man kann nur staunen über die Plumpheit und Aufdringlichkeit dieser Anbiederungsversuche und Liebeserklärungen.

Fast zur gleichen Zeit veröffentlicht der ehemalige französische Minister de Monzie in einer in Paris erscheinenden, natürlich von einem Juden geleiteten, ungarischen Zeitschrift erst der Krieg hat zur Gründung dieser Zeitschrift geführt einen Aufsatz, in dem er von der Ungerechtigkeit der un­garisch-rumänischen Grenze vonheute sehrewt. Aus­gerechnet ein ehemaliger französischer Minister ist es also, der heute über ungerechte Grenzen m Mit­teleuropa jammert! In diesen Reigen oerfpateter Liebeserklärungen gehört schließlich noch, daß die Pariser Presse mit auffallender Ueberemstunmung erklärt, durch die jüngste Konferenz in Ven^ng zwischen dem ungarischen und dem italienischen Außenminister seien auch die Revisionsbeltrebungen Ungarns für Paris in ein neues Licht geruckt wor­den. Ja, der Toulouser Rundfunksender brachte um dieselbe Zeit sogar eine Sendung in unaarischer Sprache, die sich mit dengerechten Ansprüchen Ungarns" beschäftigte. t , sr

Hat man wirklich endlich in Paris erkannt, daß die Pariser Vorort-Verträge ungerecht waren? Uno ist man wirklich endlich in Frankreich dahinter- qekommen, daß Vernunft und Mäßigung bessere Voraussetzungen für eine ruhige und fneblidje Wicklung in Europa sind, als Haß ""d brutal Unterdrückung? Run, die verneinende Antwort aus diese Frage gibt die französische Presse dieser Tage selber mit hinreichender Deutlichkeit. Diese An aber zeigt, daß diese plötzlich erwachte, reichlich ver­spätete Liebe Mariannes ZU Ungarn l hr en be­sonderen Zweck hat. Erklären doch fraTiZosiiche Blätter im Hinblick auf die politische Entwicklung m Südosteuropa, daß man größtes Interesse Westmächten habe für die Erw-'t-r^nff d°s Balkanbundes durch Hinzuziehung mcht nur Bulgariens, sondern auch Ungarns Wenn dann nach einer Erweiterung des Balkanbundes noch die ge­genseitige tzilfeleistungsklausel eingesuhrt wuroe, dann wäre, so meint der jüdische Schreiberling Per- tinax, ganz Südosteuropa in das durch den Pari

geretteten Mannschaften wurden in Guadeloupe ge­landet. Der schwedische DampferO r a n i a" (1900 Brgt.) ist in der Nordsee gesunken. Zehn Ueber­lebende gingen in einem englischen Hafen an Land. Das norwegische MotorschiffSnestad" (4114 Brgt.) ist auf der Reise von Norwegen nach Amerika nach einer Explosion gesunken.

Oer Wehrmachtsbericht vom Dienstag

Berlin, 13. Febr. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen außer geringer Artillerietätigkeit keine besonderen Ereig­nisse.

Göring spricht zum deutschen Landvolk.

V e r l i n, 13. Februar. (DRV.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring spricht am Donners­tag, dem 15. Februar, 18 Uhr, über alle deut­schen Sender zum deutschen Landvolk. Reichs- bauernführer Reichsminister Darre hat den zustän­digen Stellen des Reichsnährstandes Anweisung ge­geben, daß alle Bauern, Landwirte, Landfrauen und Landarbeiter die Ansprache des Generalfeldmar­schalls in Gemeinschafts-oder Gruppen­empfang hören.

EnglischeSpione in schwedischen Häfen

Stockholm, 13. Febr. (Europapreß.) In Stock­holm wurden drei Spione, die nach Meldungen der schwedischen Presse im Dienste des Secret Service gestanden haben sollen, verhaftet. Es han­delt sich um einen in England geborenen Ted Lindh , um den Schiffsmakler I a n s s o n und um den Reklamefachmann Donald William P e a ch. Alle sind wegen Spionage in schwedischen Häfen ange- klagt. Ted Lindh wird in der Presse als Charmeur geschildert, der große Schulden hatte und sich in Stockholmer Tanzlokalen aufzuhalten pflegte, wäh­rend Peach, wieAllehanda" mitteilt, in schwedisch­englischen Gesellschaftskreisen Stockholms eine Rolle, spielte.

Die Spione interessierten sich besonders für d i e Erzverschickungen von Oxelösund und an­deren schwedischen Hafenstädten. Der Direktor der schwedischen Tochtergesellschaft der bekannten eng­lischen Seifenfabrik Sunlight tarnte sich alsSport» sischer" und hat unter dieser harmlosen Maske zahl­reiche Besuche in der Nähe des schwedischen Hafens Gävle gemacht.

In B u e n o s A i r e s hat die Polizei diesmal dem üblen Subjekt I u e r g e s, der durch den Pata­gonienschwindel im Frühjahr 1939 sattsam bekannt wurde, und der jetzt eine neue Hetze gegen das Deutschtum in Argentinien zu inszenieren versuchte, schnell das Handwerk gelegt Der Bursche, der einen Totschläger bei sich trug, wurde zunächst für drei Wochen in das Gefängnis gesteckt. Bei einer Vernehmung gab Juerges feine Zusammenarbeit mit dem britischen Intelligence Ser­vice zu.

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V\ der er sticht

Budapest, im Februar 1940.

Auch im politischen Leben gibt es so etwas wie Johannistrieb. Auch auf dem politischen Parkett geschieht es mitunter, daß ein Graukopf plötzlich wie em Jüngling zu flirten beginnt. Wie gesagt, so etwas kommt vor. Gerade jetzt wieder erlebt man dieses ergötzliche Schauspiel, wenn man gewisse französische und englische Blätter in ihren Betrach­tungen über Ungarn verfolgt. Da zeigt sich näm­lich, daß man im Lager der Westmächte auf einmal eine geradezu rührende Liebe und Zuneigung zu dem armen, durch den Trianon-Vertrag verstüm­melten Ungarn gefaßt hat. Ja, um ein paar Jahrhunderte z u spät ... Wie wäre es bei­spielsweise gewesen, wenn Frankreich, das ja immer für Freiheit und Gerechtigkeit eingetreten sein will und das die Unterdrückung eines Volkes nicht ruhig mitansehen kann, etwa seinerzeit, als die Türken in Europa einfielen und ganz Südosteuropa ver­wüsteten und Ungarn besetzten und unterdrückten, Ungarn in seinem Kampf um Sein oder Nichtsein gegen Sultan Koliman unterstützt hätte? Wenn es sich auf seine abendländische Zivilisation und Kultur stützend, damals feine Aufgabe richtig erkannt und das Abendland gegen das Morgenland unterstützt hätte? Damals hätte man in einem historischen Augenblick die Grundlage schaffen können für eine jahrhundertelange Zusammenarbeit auf der Basis gleicher Interessen. Stattdessen aber war es damals Frankreich, das das Abendland verriet, wäh­rend deutsche Soldaten Budapest von der Türken­herrschaft befreiten. Trotz dieses Verrats aber ver­suchte Ungarn fast zwei Jahrhunderte später noch einmal, dem Westen, wenigstens gefühlsmäßig, näherzukommen. Das war zur Zeit der Vereinigung Elsaß-Lothringens mit dem Reich nach dem deutsch- französischen Kriege. Damals wurde im Budapester Parlament Stimmen der Anteilnahme für Frank­reich ob dieses Verlustes laut. Aber auch diese Geste hinderte die französischen Politiker keineswegs, zur Zeit der Pariser Vororte-Verträge auch Ungarn un­erträgliche Friedensbedingungen zu diktieren; Frie­densbedingungen, die im ungarischen Volke Ver­bitterung und unauslöschlichen Haß gegen jene jabi= stischen Kerkermeister, als die nun die Westmächte

Rom, 14. Febr. (DNB. Funkspruch.) Mit Ita­liens Vorbereitung auf allen Gebieten, um für alle Fälle gerüftet zu fein, befaßt sich ein interessanter Aufsatz der Forze Arrnate. Einleitend betont das Organ der italienischen Wehrmacht, daß eine Großmacht, die wie Italien zum Unterschied von anderen neutralen Staaten keine passive Zu­schauerin fei, fandern eine Hauptrolle in tetiger Anwesenheit und Wachsam­keit sowie im Bereitsein auf jedes E r - eignis spielen wolle, sich keine Ablenkungen er­lauben und keine Zeit vertieren dürfe. Mehr denn je habe Italien die Pflicht, sich zu sammeln, um seine Kräfte zu überprüfen, seine Energien zu wecken, alle seine Quellen nutzbar zu machen und alle Kräfte auf ein höchstes Ziel zu konzentrieren, nämlich die stärkste wirtschaftliche und militärische

scher Dampfer die Besatzung eines in der Nordsee abaestürzten englischen Flugzeuges geborgen. Die Mannschaft des dänischen Schafes sah auf der Rück­reise über der Nordsee ein englisches Flugzeug ad- stürzen und beobachtete, wie sich die Besatzung mit einem Gummiboot von der Unglücksstelle ent­fernte.

Deutscher Bomber versenkte britisches Vorposienboot.

Amsterdam, 13. Febr. (DNB.) Zehn Be- satzungsinitglieder des britischen Dorpostenbootes Theresa Boyle" (224 Brgt.), das von einem deutschen Bombenflugzeug 120 Meilen von der eng­lischen Küste entfernt am Samstag versenkt wurde, sind wie Reuter meldet in einem nordöstlichen Hafen Englands in der letzten Nacht an Land gesetzt worden. Sie wurden am Mon­tag in einem Boot von einem britischen Flugzeug gesichtet, das einen Minensucher alarmierte.

Das norwegische SchiftNid ar ho Im" (3482 Brgt.), das sich auf der Reise von Amerika nach Liverpool befand, wurde an der Südwestküste von Irland versenkt. Die gesamte Mannschaft wurde gerettet Ein schwedischer Dampfer brachte am Montag die Besatzung des estnischen Schiffes Lind a" (1213 Brgt.) in dem norwegischen Hafen Kopervik an Land. Die ,Linda" war 25 Mellen von der norwegischen Küste entfernt nach einer Explosion gesunken. Das Schift war von England nach Göteborg mit Kohlen unterwegs. Das norwegische SchiftSamuel Backe" hat 28 Besatzungsmitglieder des französischen TankersPicardie" ausgenom­men, der bei den Azorengescheitert" sein soll. Die

.Gebiete für die Landwirtschaft zu; auch die privaten Unternehmungen übertragenen Arbeiten werden von

! dieser Zentralstelle überwacht werden.

Brüssel, 13. Februar. (Europapreß.) Eine Reihe von Anzeichen läßt darauf schließen, daß unter den in Belgien lebenden Polen, die zum größten Teil als Bergarbeiter in den Koh­lenbergwerken tätig sind, keine große Begeisterung für die Meldung zum Dienst b^Mn Westmächten herrscht. Die in Lens in Nordfrankreich erscheinende polnische ZeitungNarödowiec" stellt bedauernd fest, daß Freiwillige für die polnische Armee in Frankreich immer seltener werden. Außerdem herrscht vei vielen in Belgien lebenden Polen leb­hafte Unzufriedenheit mit den Methoden der pol­nischen Emigrantenführer in Angers und ihrer Vertreter in Belgien. Man macht ihnen vor allem den Vorwurf, daß sie selbst zwar reichliche Gehälter beziehen, von den Bergarbeitern aber immer größere Opfer verlangen, und auch der polnischen Legion in Frankreich nicht angeboren.

Auch die in Frankreich selbst lebenden Polen, besonders diejenigen, die der jetzt in der Bretagne in Ausbildung befindlichen Legion angehören, scheinen nicht besonders zufrieden zu sein So kann man der ZeitungNarodowiec" entnehmen, daß die französischen Behörden bis jetzt keine An­stalten getroffen haben, den Angehörigen der im November zur Armee eingerückten Polen irgend­welche Unterstützungen auszuzahlen; Zahlreiche volnische Arbeiterfamilien befinden sich daher in einer schweren Notlage. Alle diese Dinge werden natürlich der Oeffentlichkeit in Frankreich sorgsam verschwiegen.

Englisches Flugzeug über der Nordsee abgestürzt.

Kopenhagen, 14. Febr. (Europapreß.) Nach einer Mitteilung desEkstr ab ladet" hat em däm-

Rückblick auf die Geschichte der ungarisch-französi­schen Beziehungen im Laufe der Jahrhunderte emp­fohlen werden. Dann dürfte auch denen, die nicht bösen Willens sind, bewußt werden, wie unwürdig und beleidigend eigentlich diese Machenschaften der Propaganda der westlichen Demokratien für jeden selbstbewußten Ungarn sind!

Neuordnung

der ungarischen Heeresleitung.

Budapest, 13. Febr. (Europapreß.) Ein dem ungarischen Abgeordnetenhaus von der Regierung vorgelegter Gesetzentwurf über die Reorganisierung der Obersten Leitung der Honved sieht vor, daß künftig dem Landesrat nicht mehr der Oberkom­mandierende der Honved, sondern der Chef des General st abes oder sein Stellvertreter ange­hören. Das Amt des Oberkommandierenden der Honved soll a u f g e h o b e n. werden. Präsident des Obersten Landesverteidigungsrates soll der Mi­nisterpräsident sein. Mitglieder des Rates sind die Minister und der Chef des Generalstabes. Der rangälteste Honvedgeneral soll in Zukunft Mit­glied des Oberhauses sein.

Keine Frage -er Moral.

Der englische Diplomat, der aus Peking am 2. De­zember 1939 einen Brief an die Familie BlackweU in Leeds geschrieben hat, ist sicherlich keine unbe­deutende Figur. Er hat offenbar tief hinter die Kulissen seines Handwerks schauen dürfen und legt davon in jenem Schreiben mit aller Offenheit Zeug­nis ab. Allerdings war dieser Brief nicht für deutsche Zeitungsleser bestimmt, sonst würde er anders lau­ten. Wir sind aber dem deutschen Prisenkommando dankbar, daß es bei der Beschlagnahme englischer Briefpost dieses Dokument zu unserer Kenntnis ge­bracht hat.

Der englische Diplomat setzt sich mit überlegenem Lächeln über die politischen Weisheiten des eng* lischen Durchschnittsbürgers hinweg, er gesteht, daß er darin nichts anderes erblicken kann als die mage­ren Früchte der Londoner Propaganda. Dann führt er mit aller Schärfe aus, was der Sinn und Zweck dieses Krieges sei. Hier hört der Brief auf, ein Privatbrief zu sein, denn daraus spricht das Wissen eines Mannes von Fach und eines erklärten Anhängers der Kriegspartei.

Der Engländer geht davon aus, daß der Sta­tus quo erhalten bleiben müßte eben deshalb, weil er die Herrschaft Englands in sich chließt. Warum und weshalb die englische Insel in die Lage gekommen ist, durch lange Jahrhunderte die Seeherrschaft zu gewinnen, Völker aller Erdteile einem Zepter zu unterwerfen, das tue nach seiner Meinung nichts zur Sache. Das ist einmal so und mag damit gottwohlgefällig fein. Ja, der englische Diplomat geht noch weiter und meint, es sei ge­radezu notwendig, daß ein Land vor allen anderen die Ordnung der Welt dirigiert, weil es sonst eine solche nicht geben könne. Das mag in den Ohren Frankreichs nicht freundlich klingen, wird aber auch andere Großmächte interessieren.

Deutschland ist in den Augen des Diplomaten ein arger Störenfried, weil es sich nicht bedingungslos der englischen Vorherrschaft fügen will. Dieses Deutschland war vor 30 Jahren schon einmal ge­fährlich geworden, es wurde in Versailles zer­stückelt und unterjocht, nun aber ist es in unvorstell­bar kurzer Zeit wieder auf dem Plan, größer und mächtiger denn je. Dieses Deutschland hat die Idee, neben die englische Plutokratie das große Dolksreich aller Deutschen zu stellen das ist in den Augen der englischen Herrscherklasse ein furchtbares Ver­brechen. Deshalb bleibt nichts anderes übrig so schreibt der Diplomat als daß Deutschland zum Wohle der gesamten Menschheitgeopfert" wer-

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des konzentriere, die die Probleme seines Lebens und feiner Zukunft darstellten. Ebenso müßte feine Aufmerksamtei t täglich auf die Probleme des Im­periums gelenkt werden, um immer mehr das Be­wußtsein feiner imperialen Mission zu stärken, denn dieses Bewußtsein werde zusammen mit der Ge­wißheit der eigenen Stärke und des eigenen Wertes eines Tages Italien die äußersten Entscheidungen zitieren, die ihm den Weg seines Schicksals weisen. Italien beruft die Zahresklasien 1919

und 1920 ein.

Rom, 14. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach einer

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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