Aus dem Reich
Aus aller Welt
Sinne der Arbeitsbuchoerordnuna ist. Deshalb hat gegen Dr. Lachmann, der sich veropferte, das andere der Unternehmer das Arbeitsbuch weiter aufzube- Treffen gewann @ilg durch einen schweren Fehler
wahren. Das gilt jedoch nicht mehr, wenn das Be-
Krankis. Der Stand lautet nun: Schmidt (Danzig)
Der Reichsarbeitsminister weist darauf hin, daß die Einberufung eines Arbeitsbuchinhabers zum Wehrdienst nicht Beendigung der Beschäftigung im
In der achten Runde war die wichtigste Begegnung die zwischen dem führenden Schmidt und seinem Verfolger Kohler, der- nur um einen halben Punkt zurücklag. Schmidt brachte im Angriff ein Opfer, das oder von zweifelhaftem Wert war. Im praktischen Spiel fand Kohler, der sich in großer Zeitnot befand, jedoch nicht die richtige Verteidi- ;ungsart und verlor. Gleichfalls als Anziehende iegten: Heinicke, der seinen Gegner Brinckmann positionell erdrückte, Richter, der ein schwieriges Endspiel mit ungleichen Läufern gegen den Wiener Keller zum Siege führte, Rudi Keller, der eine französische Partie gegen Herrmann gewann, Kieninger, der Ahues trieb errang, und Regedzinski, der Dr. Lange bezwang. Mit den Schwarzen wurden hier zwei Sätze errungen; Engert gewann den Punkt
sckästigungsverhältnis während der Dauer des Wehrdienstes rechtlich gelöst wird, z. B. durch Kündigung des Unternehmers mit Zustimmung des Reichstreuhänders der Arbeit oder durch behördlich angeordnete Stillegung des Betriebes. In solchen Fällen hat der Unternehmer den Tag des Endes des Beschäftigungsverhältnisses als Beendigung der Beschäftigung im Arbeitsbuch einzutragen, dem Arbeitsamt Anzeige zu erstatten und dem ausscheidenden Gefolgschafter das Arbeitsbuch auszuhändigen. Kann der Unternehmer es auch nicht empfangsberechtigten Angehörigen des Einberufenen übermitteln, so muß er es weiter aufbewahren. Auf Antrag des Unternehmers ist das Arbeitsbuch vom Arbeitsamt in Verwahrung zu nehmen.
Zu Vizepräsidenten der Reichsbank bestellt.
Der Präsident der Reichsbank Reichswirtschafts- minister Funk hat die Mitglieder des Reichsbankdirektoriums Reichsbankdirektor Emil Puhl und Ministerialdirektor Kurt Lange zu Vizepräsidenten der Reichsbank bestellt, und zwar Herrn Puhl zum geschäftsführenden Vizepräsidenten und Herrn Lange zum stellverttetenden Betriebsführer. Mit Rücksicht auf den erweiterten Aufgabenkreis in der Reichsbank ist Dizeprästdent Lange von seinem
61/?, Richter (Berlin) 6, Kieninger (Köln) 5Vr, Gilg (Troppau) und Kohler (München) je 5, Engert (Düsseldorf) und Rudi Keller (Dresden) je 4^2, Krankt (Hamburg) 4, Heinicke (Hamburg) und Herrmann (Bochum) je 3^2, Ahues (Königsberg), Dr. Lachmann (Wolgast), Dr. Lange (Essen) und Regedzinski (Litzmannstadt) je 3, Keller (Wien) 2V3 und Brinckmann (Kiel) Vh Punkte.
Großer Erfolg
der Deutschen Kunstausstellung in München.
Am Montag hat nach erst 17tägiger Dauer die Besucherzahl der Großen Deutschen Kunstausstellung 1940 das erste 100 000 überschritten. Im Ausstel- lungswesen dürfte ein derartiger Besuchererfolg kein Gegenstück haben. Auch der Verkaufserfolg hält unvermindert an.
Friß Büchner f.
Der in den Jahren 1923 bis 1925 als Hauptschriftleiter der „Hessischen Landeszeitung" in Darmstadt und später in gleicher Eigenschaft bei den „Münchner Neuesten Nachrichten" tätig gewesene Schriftsteller Fritz Büchner ist vor wenigen Tagen als Bataillonskommandeur in Südmähren am Herzschlag gestorben. Fritz Büchner gehörte der bekannten hessischen Familie an, aus der der Dichter Georg Büchner sowie der Schriftsteller Ludwig Büchner hervorgegangen sind.
Der ikalienifche Sänger Bond gestorben.
Der italienische Tenor Alessandro Bond ist in Viserba im Alter von 70 Jahren gestorben. Nach Caruso war Bond, der in seiner Jugend Schusterlehrling gewesen war, einer der gefeiertsten italienischen Sänger.
Wirbelsturm und Springflut in SübfaroHna.
Der nordamerikanische Staat Südkarolina wurde von einem schweren Wirbelsturm betroffen, der besonders an der Küste, wo er mit einer Springflut verbunden war, großen Schaden anrichtete. Die See überschwemmte das ganze Geschäftsviertel von Charleston, der größten Stadt Südkarolinas. Stundenlang war der ganze Stadtteil von der Außenwett abgeschnitten. Auch trug der Sturm eine große Sanddüne völlig ab und richtete in. anderen Küstenorten erheblichen Sachschaden an.
Amt als Ministerialdirektor im Reichswirtschasts- ministerium entbunden roorben. Die Hauptabteilung IV des Reichswirtschaftsministeriums ist Ministerialdirigent Klucki übertragen worden, der gleichzeitig zum Ministerialdirektor ernannt worden ist. Vizepräsident Lange steht weiterhin als Sonderbeauftragter für Geld-, Bank-, Börsen- und Versicherungswesen zur Verfügung des Reichswirtschaftsministeriums.
Oie Gchönheitsreparaturen.
Nach dem Erlaß über Preisbildung und Preisüberwachung bei Mieten im Kriege ist es unzulässig, wenn sich wohnungsuchende Mieter verpflichten, die Instandsetzung der Wohnung selbst zu übernehmen oder die Herrichtungskosten zu vergüten. Das bezieht sich auf diejenigen Fälle, in denen ein Vermieter die ihm obliegende Verpflichtung zur Ueber- lassung einer für den vertragsmäßigen Gebrauch geeigneten Wohnung bei einem Mieterwechsel dadurch zu umgehen sucht, daß er die Instandsetzung dem neuen Mieter aufbürdet. Damit wird also nicht ausgeschlossen, daß in Fällen, in denen ein Mieter bisher die Schönheitsrevaraturen selbst getragen hat, eine entsprechende Vereinbarung auch mit dem neuen Mieter geschlossen wird. Auch die Möglichkeit, mit besonderer Genehmigung der Preisbehörde die Schönheitsreparaturen entgegen der bisherigen Regelung unter entsprechender Kürzung des Mietzinses auf den Mieter zu übertragen, ist gegeben.
Das künftige Baurecht.
Im Reichsarbeitsministerium ist ein neues Daurecht in Vorbereitung. Die persönliche Freiheit des einzelnen im Rahmen des Ganzen soll auch beim Bauen erhalten bleiben, und der Rechtsbegriff des Privateigentums wird auch zukünftig geachtet. Aber die neuen Baugesetze werden dafür sorgen, daß der einzelne mit dem Grund und Boden nicht unbeschränkt tun und lassen kann, was ihm beliebt. Jedes Haus muß bei aller Wahrung berechtigter persönlicher Wünsche sich seiner Umgebuna eingliedern. Die Natur, die allen Menschen Erholung bieten soll, muß aeschützt werden. Wege, Flüsse und Seen dürfen deshalb nicht abgefpdrrt werden. Jede ungerechtfertigte Bodenverteuerung muß unmöglich gemacht werden. Der Sinn für die deutsche Familie und den gesunden Nachwuchs der Nation darf nickt durch Herabsetzung berechtigter Wohnungsansprücye erstickt werden. Unsere Wohnungen und Städte dürfen künftig nicht mehr die rechnerische Bilanz einer geldwirtschaftlichen Auffassung fein. Die Staatsaufsicht hat sich früher darauf beschränkt, baupolizeiliche Vorschriften aufzustellen, die lediglich dazu dienten, die öffentliche Sicherheit und Gesundheitspflege zu gewährleisten. Die Einhettlichkett der baulichen Entwicklung und die Einordnung des einzelnen Bauwerks in die Geschlossenheit einer Stadt oder eines Siedlungsraumes muß das kommende Baurecht erst durchsetzen. Der Staat beabsichtigt. keine zwangsweise Regelung oder gar Uniformierung des Wohnungsbaues, er wird aber mit einer zielbewußten Führung in den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufgaben des Städtebaues, des Wohnungs- und Siedlungswesens einsetzen.
Nie Volkswohnung.
Die normale Dolkswohnung soll die Vierraumwohnung sein, bestehend aus vier Wohn- und Schlafräumen sowie Nebenräumen (Kochküche oder Kochnische, Flur, Abort usw.). Die Wohnküche zählt als Wohnraum. Die Vierraumwohnungen sollen vor allem an Familien mit mindestens drei minderjährigen, zum elterlichen Haushalt gehörenden Kindern vermietet werden. Der Bau von Drei- oder Zweiraumwohnungen richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf. Einraumwohnungen dürfen nur in Altersheimen oder zur Unterbringung von älteren Personen, die ihren Lebensunterhalt aus Renten oder Leistungen der öffentlichen Fürsorge bestreiten, zu- gelassen werden, jedoch nur, wenn dadurch eine entsprechende Anzahl anderer Wohnungen frei wird. Nach Möglichkeit sollen beim Bau von Altersheimen angemessene Gemeinschaftsräume vorgesehen werden. Die Volkswohnungsbauten sind als Dauer- bauten auszuführen. Auf eine gute architektonische und städtebauliche Gestattung ist Wert zu legen. Barackenwohnungen oder ähnliche behelfsmäßig ausgeführte Wohnungen dürfen nicht gefördert werden. Die Miete muß auf die Dauer tragbar sein. Die jährliche Belastung soll ein Fünftel des voraussichtlich dauernd gesicherten baren Reineinkommens der Bevölkerungskreise, für die die Wohnungen be- ftimmt sind, nicht überschreiten. Die tatsächliche monatliche Miete der Volkswohnungen darf 40 RM nicht übersteigen. Als Reichsförderung können Darlehen bis zu 2900 RM. je Volkswohnung gewährt werden. Die reinen Baukosten sollen im allgemeinen 5000 RM. je Wohnung nicht überschreiten.
Das Arbeitsbuch der Einberufenen.
Schachturnier um die Meisterschaft von Großdeutschland.
Selten spannende Kämpfe um die Spitze sieht man im diesjährigen Turnier des Großdeutschen Schachbundes um die deutsche Meisterschaft i n B a d Oeynhausen. Richter hatte durch feine Hängepartie gegen Herrmann, die letzterer aufgab, vor der siebenten Runde wieder an der SpiHe den Gleichstand mit Schmidt erzielt. Inder 7. Runde machte sich Schmidt jedoch wieder frei, indem er eine Schlechter-Verteidigung des Damen gambits gegen den anziehenden Heinicke zum Siege führte, während Richter ebenfalls als Nachziehender eine fkandinavische Partie gegen Engert in einem feinen Spiel gerade noch zum Unentschieden herausriß. Ebenfalls unentschieden endete nach fast achtstündigem Kampf die Partte zwischen Gilg und Kieninger. Als Weißer gewann nur Kohler, der sich sizilianisch verteidigt hatte. Durch dieses Ergebnis hat Kohler mit Richter wieder Gleichstand erreicht. Bei den schwarzen Steinen siegte Dr. Lachmann über Herrmann, der in große Zeitnot geriet, Lokvenc über Brinckmann und Regedzinski über Ahues. Die letztgenannten Sieger haben somit ihre ersten Ganzpunkte erreicht.
Durch ein Explosionsunglück beim Dreschen zwölf Landarbeiter gelötet.
In der rumänischen Gemeinde Gageni im Bezirk Buzeu (nordöstlich von Pleesti) explodierte beim Dreschen der Dampfkessel der Antriebsmaschine. Dabei wurden zwölf Landarbeiter getötet und zahl- reiche weitere schwer verletzt.
Zuchthaus für Feldpostmarder.
Das Sondergericht in Kassel verurteilte den in Schlierbach im Kreise Ziegenhain geborenen Heinrich Flach zu 4 I a h r e n Zuchthaus, weil er bei der Post in Treysa aus Aushelfer sich in zehn Fällen an Postpaketen vergriff, unter denen sich auch drei Feldpostpäckchen befanden.
Gewohnheitsbetrüger bei Widerstand erschossen.
Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Am 10. August 1940 wurde bei Widerstand der 54jährige, wiederholt vorbestrafte Gewohnheitsbetrüger Karl Müller aus Karlsbad erschossen.
Zwei Volksschädlinge hingerichtet.
Der 1907 in Berlin geborene Otto Müller ist hingerichtet worden, den das Sondergericht in Berlin als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Müller ist ein 14mal vorbestrafter, gefährlicher Gewohnheitsverbrecher. Er hat zuletzt in 20 Fällen parkende verschlossen^ Kraftwagen unter Ausnutzung der Verdunkelung ausgeplündert. — Gleichzeitig ist der 1898 in Wittenberge geborene August Schultz hingerichtet worden, den das Sondergericht I m Berlin als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Sch, ein schwer vorbestrafter, gewissenloser Betrüger, hat seit Kriegsbeginn große Mengen von Fleisch, das zur menschlichen Ernährung untauglich war, als vollwertiges Fleisch in den Verkehr gebracht.
Meine politische Nachrichten.
Gauleiter und Ob er Präsident Koch gab zu Ehren der anläßlich der 28. Deutschen Ostmefse erschienenen Minister, Diplomaten, Vertreter der Partei, Wirtschaft, Staat und Wehrmacht einen Empfang im Oberpräsidium. Der russische Botschafter S k w a r ■ cew dankte im Namen der Diplomaten. Reichswirtschaftsminister Funk hielt eine Rede, in der seine Liebe zu seiner ostpreußischen Heimat zum Ausdruck kam.
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Die Presseabteilung des Reichskommissars für die besetzten norwegischen Gebiete hat eine Reihe bekannter norwegischer Journalisten zu einer vierzehntägigen Reise durch Deutschland emgelaben, um den wichtigsten norwegischen Zeitungen Gelegenheit zu geben, über das Leben im Großdeutschen Reich in Kriegszeiten zu berichten.
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Eine Abordnung der Httler-Jugend unter Führung von Obergebietsführer John nahm an einer Besichtigung der Führerschule der rumänischen Staats jugend „Landeswacht" teil, die Kronprinz Michael in Begleitung des Kommandanten der „Landeswacht" Sidorovid und des Unterrichtsministers Caracostea durchführte.
Nach einem Bericht der britischen Admiralität ist das als Truppentransporter dienende Schiff „Mohammed Ali Elkebir" (7290 BRT.) im Atlantik torpediert und versenkt worden. Es befanden sich 860 Mann an Bord. 740 Ueberlebende wurden durch in der Nähe befindliche Schiffe gerettet und in einem chottischen Hafen an Land gesetzt.
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