VOA-Kundgebung in Gießen
Diese deutschen Menschen, die fast nur im Kampfe
Am gestrigen Montagnachmittag fand im großen
Hilf auch Du mit im Deutschen Frauenwerk!
Aus der Stadt Gießen
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(Nachdruck verboten!)
13. Fortsetzung.
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Briefe, die ihn be- erpreßte? Das war
Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin
ichten.
2 deutschen Des Landes hen Domp- iren, trafen busse brach« m der Aus. Strub, wo Kenya uni) s Deutschen al Ritter ückten Halle en deutschen villkommn.
arbeiten, aber nicht für andere Nationen, sondern für ihr altes, geliebtes Deutsches Reich. Handwerker werden ihnen folgen, ebenso Lehrer usw. Auch aus unserem Gau haben sich Lehrer für die neuen Siedlungsgebiete gemeldet. Daß die Arbeit des DDA. bei dieser Umsiedlung nicht unwichtig war, betonte der Redner besonders. Er wies weiter darauf hin, daß nun die Betreuungsarbeit des DDA. noch lange
Unsere Zähne sind ein lebendiger Teil des Körpers. Jede Vernachlässigung der Zähne rächt sich an unserer Gesundheit.
!ur Dr.-Ing. Lottbek aus isjahres die ind Wissen«
den Kopf.
„Bekam er in letzter Zeit unruhigten?"
„Sie meinen, ob man ihn bestimmt nicht der Fall."
„Bestehen innerhalb der Familie Unstimmig-
Sohn Ludwig", sagte sie hart, „war seiner Frau untreu. Darauf spielte Julia eben an."
Die junge Frau nickte, als sie der Kommissar fragend ansah.
Frau Henriette fuhr fort: „Das hat aber mit dem Mord nichts zu tun. Ich würde Sie bitten, Herr Kommissar, daß diese Dinge nicht in die Zeitungen kommen. Die Carlottis sind ein altes, angesehenes Geschlecht."
Er unterbrach sie, vielleicht war sie auch fertig. „Es kommt selbstverständlich nichts von Ihren Aussagen in die Zeitungen. Dies ist keine Gerichtsverhandlung, gnädige Frau. Was Sie nachher vor Gericht als Zeugin aussagen, steht allerdings wahrscheinlich der Oeffentlichkeit offen."
„2)05 Gericht wird mich diese Dinge nicht fragen", versicherte sie kurz. Sie warf den Kopf in den Nacken. ,Kennen Sie den Privatdetektiv Zacharias in der Potsdamer Straße?"
„Gewiß, dem Namen nach."
„Den Herrn Zacharias fragen Sie bitte, Herr Kommissar. Er wird Ihnen berichten, was er erreicht hat. Wahrscheinlich sehen Sie dann gleich ein, daß die Geschichte hiermit nichts zu tun hat. Zacharias hat in meinem Auftrag meinen Sohn Ludwig und das Fräulein überwacht.
„Weshalb? Wollten Sie sich scheiden lassen?" wandte sich Kybander rasch an Julia.
Sie schüttelte den Kopf. „Mutter hat das veranlaßt; ich wußte bis jetzt nichts davon."
Frau Henriette sagte betont: „Ich wollte wissen, wie weit die Dinge gediehen waren. Nun ist Ludwig tot, und jetzt habe ich dafür einzustehen, daß sein Name in sauberen Buchstaben auf dem Grabstein stehen kann.
Sie hat wirklich etwas Antikes, fand Kybander, eine imponierende, aber sicherlich harte und gefühlsarme Frau.
Er wandte sich an Julia: „Sie wußten von der Untreue Ihres Mannes? Entschuldigen Sie, ich muß das fragen."
„Bitte, ich antworte Ihnen ja. Ich wußte davon seit kurzem."
„Besprachen Sie sich mit ihm?"
„9n dieser Sache? Nein, nie."
„Weshalb nicht?"
„Es kam nicht dazu", sagte Julia leise. Ihr Blick töa$ ständig gesenkt.
Walter waren noch zahlreiche Gäste erschienen.
Der Kreisoerbandsleiter Studienrat Dr. Schwarz eröffnete die Versammlung mit herzlichen Be- grüßungsworten und teilte dann mit, daß der Hauptredner des Tages, Pg. Mielke aus Bromberg, wegen Erkrankung nicht erscheinen könnte.
An dessen Stelle sprach daraus Hauptgeschästsfüh- rer Becker vom Gauverband Hessen-Nassau. Der Redner ging im ersten Teil seines Vortrages auf die geschichtliche Bedeutung der großen Umsiedlung der Volksdeutschen ein. .Er betonte, daß wir zur Zeit noch gar nicht in der Lage wären, die umwälzende Bedeutung dieser Umsiedlung ganz zu erkennen. Der Führer habe hier als Staatsmann und Politiker einen Weitblick gezeigt, wie er selten in der Geschichte vorkomme. Noch während unsere Truppen im Westen auf der Wacht stehen, während unsere U-Boote und Flugzeuge den Feinden zeigen, was deutscher Kampfeswille zu leisten vermag, sind im Osten in noch nicht drei Monaten die Baltendeutschen m das Reich zurückgekehrt und haben nun eine jahrhundertlange Episode abgeschlossen. Ebenso kehrten über 160 000 Wolhyniendeutsche in ihre alte deutsche Heimat zurück.
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Wehrwissenschaftlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Großen Hörsaal des Chemischen Instituts, Professor Dr. K l u t e über „Der Ostraum Europas wehrpolitisch betrachtet". — Populärwissenschaftlicher Vortrag der Universität: 20.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Professor Gerber über „Mozarts Meisteropern". — Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Csongor und Tünde". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Recht auf Liede". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ungetreue Eckehart".
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Dienstag kommt zum letztenmal „Csongor und Tünde" von Mihäly Vörösmarty, in der Ueberiragung von Dr. F. Klein-Krautheim, zur Aufführung. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Musik: Richard Boeck. Bühnenbild: Karl Löffler. 19. Vorstellung der Dienstag-Miete.
Gießener Konzertverein.
Gertrude P i tz i n g e r, die Sängerin aus dem Sudetengau veranstaltet am nächsten Sonntag ihren Liederabend, der im Januar wegen Erkrankung der Künstlerin ausfallen mußte. Das Programm enthält Lieder von Schubert, Wolf, Brahms und Reger.
§ilm- und Lichtbildervortrag des Forschers Max Junge.
Auf Einladung des Goethe-Bundes, Kaufmännischen Vereins und der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" wird am morgigen Mittwoch, 14. Februar, der Forscher Max Junge einen Film- und Lichtbildervortrag über das Thema „Durch 60 Breitengrade zur Sturmhölle der Erde" halten. Junge hat in siebenjähriger Tätigkeit das unerforschte Westpatagonien durchwandert. 1939 führte ihn erneut eine Forschungsfahrt im Rahmen der Baoaria-Filmexpe- dition zur Insel Fernandez und in das Feuerland. Der Forscher kehrte mit reichem und einzigartigem Lichtbild- und Filmmaterial von der Fahrt zurück, über die er in fesselnder Form berichten wird. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß der Vortragsabend nicht in der Neuen Aula, sondern im großen Saal des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße, stattfindet.
„Wer wußte sonst noch von der Untreue Ihres Gatten?"
„Mein Schwager, sein Bruder Gerhart." Julia hatte sich die Antwort überlegt. Sie hielt es für besser, das zu gestehen.
Frau Henriette führ auf: „Julia, hast du ihm das gesagt?"
Mia schüttelte den Kopf. „Er wußte es", sagte sie.
„Und ist er zu Ludwig hingegangen? Hat er ihn zur Rede gestellt? Gerhart war in diesen Fragen anders eingestellt als Ludwig."
,Laß das doch, Mutter."
Frau Henriette biß sich auf die Lippen. „Müssen Sie das alles fragen, Herr Kommissar?" rief sie ärgerlich, obgleich Kybander geschwiegen hatte. Er sah sie an. Ihre Trauer schien ihm nicht sehr groß. „Ihr Sohn Gerhart lebt bei Ihnen?" fragte er.
„Das wissen Sie also schon. Mein Sohn Gerhart ist lebig."
Kybander nickte. Er ist ledig und liebt seine Schwägerin, dachte er, hütete sich aber, es auszusprechen.
Julia meinte mit leiser Stimme: „Vielleicht kann Antek Zibilla Ihnen etwas sagen, Herr Kommissar. Er rief gestern zweimal an und wollte etwas Wichtiges mit meinem Mann besprechen. Soviel ich entnehmen konnte, handelte es sich um eine Buddhafigur, die unbedingt zurückgekaust wer- den sollte oder mußte. Als Ludwig davon redete, war er sehr ärgerlich. Ich weiß nicht ...", sie sah ihn mit ihren auch jetzt noch schönen Augen an wie durch einen Schleier von Tränen, „ich dachte nur, daß das vielleicht eine Spur sei. Ludwig hatte sonst keine Feinde."
Kybander sagte: „Antek Zibilla, das ist doch der Teppichhändler aus der Friedrichstraße? Der bringt niemand um, der macht nur Geschäfte, die den anderen umbringen. Aber immerhin, ich werde ihn fragen. Handelt es sich um den BuUcha in dem dunklen Schnitzkästchen, das da auf dem Schreibtisch steht?"
,^a", antwortete Julia, „das nehme ich an."
Frau Henriette hatte mit großen Augen erst Julia, bann den Kommissar betrachtet. Sie blies geräuschvoll Luft durch die Nase. „Zibilla ist ein Gauner", äußerte sie ungefragt.
(Fortsetzung folgt)
Nachdem eine durch den Neichstreuhander der Arbeit erteilte ernstliche Verwarnung ohne Erfolg war, stellte dieser Strafantrag, der zu dem obigen Urteil führte. Das Gericht wies darauf hin, daß hier ein besonders schwerer Verstoß gegen die vom Reichstreuhänder der Arbeit erlassene Anordnung zur Verhinderung von Arbeitsveriragsbrüchen vorliege, weil der Verurteilte aus purer Faulheit und um seine Entlassung zu erreichen gebummelt hatte. Genau so wie der Soldat an der Front hätte der Verurteilte in der Heimat seine Pflicht tun müssen. — Gr. wurde zur Sofortigen Strafverbüßung verhaftet.
Schneesturm über Dänemark.
Wie auch über Deutschland ist über die ganze nördliche Halbkugel eine neue Kältewelle hereingebrochen. Ein Schneesturm, der mehr als zwölf Stunden im Kattegat-Gebiet tobte, hat auch die Hoffnungen der Kopenhagener Bevölkerung auf eine baldige Milderung der Kälte zunichte gemacht. Teilweise wurde Windstärke 10 festgestellt. Eisbrecher und Kohlendampfer, in unübersehbare Eismassen eingekeilt, trieben in nordöstlicher Richtung auf die norwegische Küste zu. Die Temperatur sank st ellenweise bis 25 Grad unter Null. Da die Verbindung zwischen den Inseln Seeland und Fünen nur noch durch Flugzeuge aufrechterhalten werden kann, sind alle verfügbaren Maschinen für die nächsten drei Tage ausverkauft. Der auf Seeland gelegene Ort Melby mit mehreren hundert Bauernhäusern ist ohne Wasserversorgung, da die Leitungsrohre des Ortswasserwerks eingefto- ren sind. In Helsingör sind fünfundzwanzig Schweden eingetroffen, die den zugefrorenen Oeresund z u Fuß überquert hatten.
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teten?"
„Nein."
Die Antworten waren wieder gleichzeitig gekommen. Kybander sah auf. Frau Henriette sagte rasch: „Das gehört nicht hierher, Julia."
Dann saMe^sie, da Kybander die Takttk des Abwartens beibehiell: ,Zch weiß nicht, Mutter aber man sollte dem Kriminalkommissar vielleicht doch lieber alles sagen." .
,Du kannst es ja tun, Julia, aber es verwirrt den Fall mir; und wozu seine schmutzige Wasche vor anderen waschen." Sie zog die Stirn kraus. Meis
Ofs. Diese Zeilen sollen eine erneute Aufiorde» rung sein zur Mitarbeit im Deuts chen Frauenwerk. Wir betonen noch einmal: Zur Mitarbeit! Wenn wir etwas unternehmen müssen, dann fragen wir zuerst nach der Ursache, warum wir es tun müssen, uni) so werden diejenigen, die diese Zeilen lesen, fragen, warum soviel Hilfe im Deutschen Frauenwerk nottut.
Die erste Antwort ist die: weil wir in einer Not-Kampfzeit leben. Die Kräfte müssen weit über das bürgerliche Maß hinaus angestrengt werden. Wir haben das Ziel vor Augen, das uns der Führer gab: Deutschland muß durch Kampf, weil es nicht mehr anders geht, groß und stark werden.
So sind auch die Aufgaben des Deutschen Frauenwerks ins Ungemessene gestiegen. Wir brauchen Hilfskräfte in den Näh st üben, in denen immer irgendeine sehr wichtige Arbeit, seien es die Flickbeutel für die Landfrau, sei es eine eilige Arbeit für unsere Soldaten, vorliegt. Immer können noch mehr Hilfskräfte gebraucht werden, und es wäre eigentlich eine Tat der Kameradschaft unter uns Frauen, daß einmal andere an die Stelle derer treten würden, die sich schon immer aufs äußerste eingesetzt haben.
Dann ist da der Hilfsdienst. Unerschöpflich ist sein Arbeitsgebiet. In dem Wort Hilfsdienst liegt schon die ganxe große Aufgabe dieser Abteilung enthalten. Einspringen da, wo Hilfe nottut. Und Hilfe tut not, vor allem in unseren Familien, deren Hausfrauen überlastet oder krank sind. Hier muß die laufende Arbett getan werden, weil sonst lebendiges Wesen zugrunde geht: die Kinder. Und nicht nur körperliches hat der Hilfsdienst oder bie eingesetzte Hilfsdienstfrau zu leisten, sondern auch die seelische Betreuuna obliegt ihr. Ausrichten muß sie können, immer wieder Mut machen.
Dann gilt es, beim Bahnhofsdienst zu helfen, oft eine aufreibende Ausgabe, besonders wenn es sich um Nachtdienst handelt. Der überlasteten Geschäftsfrau ist beim Markenkleben zu helfen, im Kinderheim reichen die Kräfte nicht mehr aus, auch hier springen die Frauen vom Frauenwerk ein. Der Rezeptdienst, die Sera- tungsftelle, die Schuhkurse, alles muß laufen und erweitert sich. Grenzland-Ausland betreut die Rückwanderer. Die Kindergruppen stellen immer größere Ansprüche an die Hilfskräfte. Die Presseabteilung hat außer der laufenden Arbeit die Verbindung mit sämtlichen Abteilungen des Frauenwerks aufrechtzuerhalten; die Filmverteilung, die Ausstellungen und Schauen, das Anlegen von Archiven und Chroniken, die Unterstützung von Werbungen obliegen dieser Abteilung. Der Müt- terdienst darf nie ruhen mit seinen wertvollen Kursen, die dem Volksganzen so nützlich sind.
sühnt wird. Ich werde den Menschen, der meinen Sohn erschoßen hat, bis an sein Grab verfolgen."
Kybander neigte den Kopf. Einen Augenblick durchzuckte ihn der Gedanke, sich diesen beiden Frauen anzuvertrauen und ihnen die volle Wahrheit zu sagen: Carlotti wurde nicht erschossen, er starb an einem Gift! Aber er sprach es nicht aus.
Er hatte noch den Tonfall der letzten Worte Frau Henriettes im Ohr, und das Pathos schien ihm verlogen, auf jeden Fall unecht. Er hätte sonst nicht zu sagen vermocht, was ihn abhielt. Das Weinen der jungen Frau konnte es nicht sein. Ihr Schmerz schien ihm echt, gerade weil er so selbstvergessen sich äußerte.
Er fragte: „Wann ging Carlotti gestern abend aus der Wohnung in den Laden?"
„Gegen halb neun war es", sagte Julia. „Vielleicht etwas eher, später als halb neun jedenfalls nicht."
„Er kam nicht zurück?'
„Nein." ,
„Sagte er Ihnen, was er vorhabe?
„Nein, ich nahm aber an, er habe wie schon oft, abends zu arbeiten." .
„Ist Ihnen bekannt, ob der Verstorbene Feinde hatte, ernste Gegner, denen man zutrauen kann, daß sie ihm nach dem Leben trachteten?"
Die beiden Frauen schüttelten fast gleichzeitig
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Kybander drehte den Photographen beim Arm herum. „Von hier bitte eine Aufnahme, Halbtotale, von der Tür aus eine Totale, bann Großaufnahme des Toten. Und bitte, nehmen Sie doch einmal diesen Kasten mit dem Buddha auf, einmal den geschlossenen Kasten, einmal mit geöffneten Klappen.
„Wird gemacht", sagte der junge Mann. Er brach ab und stieß den Kommissar an. Die beiden grauen kamen herein. Kybander nahm sie beiseite. Er zog sie von dem Toten weg und veranlaßte sie, den eigentlichen Laden zu betreten. Den trennenden Vorhang schob er wieder zu. r( ,
Die Schaufenster waren hell gegen die Straße geöffnet; aber noch wußte niemand von dem Mord, und keiner der Passanten blieb stehen und sah herein. Der junge Mann, den Carlotti für Den Verlauf angestellt hatte, kam erst um neun Uhr; früher öffnete das Geschäft sonst auch nicht.
Die drei fanden Stühle nahe beieinander. „Ich werde versuchen, meine Fragen auf das Notwen- ich digstechstst wdeer! Ktzwdrck"llckll .AUssOGqst digste zu beschränken", sagte ^bänder; „aber darf ich bitten, mich darin zu unterstützen und mir ruck haltslos die Wahrheit zu sagen, auch da, wo sie vielleicht peinlich ist."
Er machte eine Pause.
Julia meinte lautlos vor sich hm. Aus ihren Augen fielen Tränen, von denen sie nichts mehr
Fr«u Henriette ,°ß ftarr. Ihr to»«»(eiben«s Kleid raschelte ein wenig. Sie seufzte hörbar. Sie weinte nicht, sie sah den Kommissar mit dunklen, faltenumzogenen Augen an. itn=
„Fragen Sie", faqte sie, „es ist Ihre u”3 fer selbstverständlicher Wunsch ist, daß die Tat ge-
nicht zu Ende sei.
Im zweiten Teil des Vortrages wurden zahlreiche Lichtbilder von einer Reise gezeigt, die im letzten Sommer von Mitgliedern aller Gauverbände des VDA. nach dem Südosten Europas unternommen wurde. Die Bilder waren zum Teil farbig und gaben den Zuschauern lebhafte und anschauliche Eindrücke von Den dortigen Verhältnissen der deutschen Bauern, der Dörfer, der Arbeit usw.
Zum Schluß ermahnte der Vorttagende noch einmal alle VDA.-Amtsleiter, auch weiterhin tätig zu fein in der ehrenamtlichen Arbeit und immer dafür zu sorgen, daß neue Mitglieder geworben würden, da die Tätigkeit des DDA. nach wie vor zu den dringendsten Arbeiten gehören müsse.
Kreisverbandsletter Dr. Schwarz schloß bann die Kundgebung nach Dankesworten an den Redner in der üblichen Weise.
In der Hand der Ortsfrauenschaftsleiterin laufen all die Fäden zusammen, die durch die Zell- und Blockfrauen geknüpft werden. Unermüdlich haben die Blockfrauen zu laufen, um die Aufträge der Zellsrauen zu erfüllen, einzusammeln, au benachrichtigen. Und die Zell- und Blockfrauen haben ihren Bereich so zu kennen, daß sie der Ortsfrauenschaftsleiterin immer meß)en können: Hier tut Hilfe not, hier dürfen wir nicht versagen, wir müssen eingreifen. Die Ortsfrauenschafts- lelterin wiederum hat ihre Hilfskräfte bereitzuhalten, um sie sofort sachgemäß einsetzen zu können.
Es ist keine leichte Aufgabe, aber sie wurde bisher erfüllt mit großem Idealismus und größter Hingabe von denen, die nicht abseits standen. Aber der Auf gäbe nkreis wächst. Wie im Alltag immer mehr Aufgaben an uns herantreten, so auch in der Gemeinschaftsarbeit. Deshalb darf keine Frau mehr abseits stehen vom Aufbau- werkAdolf Hitlers. Ueberwindet allen Egoismus, kommt und helft mit im Deutschen Frauenwerk! Auch ihr werdet bann das große Glücksgefühl Eennenlemen, das wir empfinden, wenn wir sagen können: Wir haben anderen geholfen und unserem Volk damit gedient!
NG.-Frauenschast/Irauenwerk.
Abt. Mütterdlenst.
Am 19. Februar, um 14^ Uhr, beginnt ein Kran- kenpflegekurs in der DAF. Anmeldungen können noch auf der Geschäftsstelle der Kreisfrauenschaft, Frankfurter Sttaße 1, entgegengenommen werden. IlS-GmelllWsl M M W Srenöe
Achtung! 6b$.-Sport
Fröhliche Gymnastik und Spiele.
Donnerstag, 20.30 bis 21.30 Uhr, in der Schillerschule. Wiederbeginn Donnerstag, 15. Februar.
Weitere Ankündigungen folgen. 728D
Frau und Lustschutz.
„Meine Frau muß zum Appell, sie kann deshalb heute abend keinen Besuch empfangen. Entschuldigen Sie bitte vielmals, Frau Müller."
Herr Krause hängt den Hörer ein, atmet erleichtert auf, denn es ist ihm schwer gefallen, einer lieben Bekannten seiner Frau absagen zu müssen, weil diese ausgerechnet heute abend an einem Appell des RLB. (Reichsluftschutzbund) teilnehmen muß.
Lieber Herr Krause, Sie sind leider nicht der einzige Mann, der es noch immer nicht begreifen kann, daß die deutschen. Frauen und Mädchen im Kriege dringender denn ie für die Luftschutzarbeit benötigt werden, ja daß sie erst recht unentbehrlich geworden sind. Immer wieder müssen wir von unseren Kameradinnen, den Amtsträgerinnen des Reichs- luftschutzbundes, hören, daß ihre Männer es nicht verstehen wollen, daß sie an wichtigen Appellen teilzunehmen haben. Ich kann deshalb nicht umhin, Ihnen, Herr Krause, und allen Gleichgesinnten grundsätzlich dieses zu sagen:
Tausende deutscher Frauen und Mädel sind fett Jahren unermüdlich in der Luftschutzarbeit tätig, teils als Amtsträgerinnen im RLB., teils als Selbstfchutzkräfte. Ganz gleich, welches Amt sie auch innehaben, als deutsche Frau und Mutter fühlen sie sich mitverantworttich für den Schutz der Heimat. Es hat sich doch gerade im September vorigen Jahres gezeigt, welche Früchte die jahrelange Friedensarbeit des RLB. getragen hat. Der stete selbstlose Einsatz der deutschen Frau in der Organisation und in der Ausbildung des Selbstschutzes hat mitent- scheidend dazu beigetragen, daß die Bevölkerung rechtzeitig die Lebensnotwendigkeit des Luftschutzes ! erkannt hatte und zur Durchführung der Abwehrmaßnahmen bereit war. Aus dieser Friedensarbeit ist nun Kriegsarbeit geworden, die um so mehr den Einsatz der deutschen Frau als Träger des Selbstschutzes, als Soldat der Heimat verlangt. Wie dem Soldaten an der Front, so sind auch der Frau in der Heimat Aufgaben und Pflichten übertragen worden, die sie nur erfüllen kann, wenn sie sie kennt. Deshalb rft es bitter notwendig, daß die Amts- ! trägerinnen des RLB. immer wieder von neuem aufgeklärt und unterrichtet werden, damit sie ihrer« feits verantwortungsbewußt in ihrem Block oder in ihrer Untergruppe aufklärend wirken und frucht-- bringertbe Arbeit leisten können. Diese Appelle sind genau so wichtig und ebenfo ernst zu nehmen wie andere militärische Pflichten.
Ich nehme zu Ihren Gunsten an, Herr Krause, daß Sie sich bis heute noch nicht der Stellung der
Aus aller Wett.
Flugzeugabsturz in Eatabrieu.
D°- Nugz°ug ..1 Lear der Fluglinie Brin- d'!'r7R°m das am 10. Februar mittags non Brindisi gestartet war, mutzte wegen schlechter Witte- rungsnerha tmsse seinen Flug in Richtung Calabrien andern. Infolge des heftigen Sturmes und der da- durch bedingten Bereifung ist das Flugzeug bei Ajello (Calabrien) a b g e ft u r z t. Die Besatzung sowie vier Fluggaste, unter denen sich der Senator Conte Den- tice dl Frasso befand, sind dabei ums Leben ae- kommen. y
Dem Arbeitsplatz ferngebleiben und mi( drei Monaten Gefängnis bestraft.
Auf Antraa des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hat das Amts- g e r i ch t Frankfurt den 18jährigen Hilfsarbeiter Hans Gr. aus Frankfurt a. M. zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Der Verurteilte war fett anderthalb Jahren in einem wehrwlrtsckafttichen Betrieb mit einem auskomm- llchen Verdienst beschäftigt. Vom August 1939 bis xute fehlte er insgesamt 98 Tage ohne Entschuldigung. Gr. hatte bei dem Betriebs- öfters um seine Entlassung aus dem Betriebe nachgefucht, um vermutlich einen noch be fer bezahlten Arbeitsplatz anzunehmen. Der Betriebsführer hatte die Einwilligung zur Kündigung versagt. Nun versuchte Gr. feine fristlose Entlassung durch unentschuldigtes Fernbleiben zu erreichen Seit Weihnachten 1939 erschien er nicht mehr im Bettieb, nachdem er zuvor aber noch die Weih- nachtsgrattftkation von 20 RM. empfangen hatte.
Horsaal des Psysiologischen Instituts eine Arbeits- standen um ihr Dasein und um ihre Lebensgemeinschaft der DDA.-Amtsträger (Volksbund für bedingungen, sind für den deutschen Ostraum die das Deutschtum im Ausland) im Kreise Wetterau besten Siedler, dieses gibt. Sie werden dort^welter^ ftatt Neben Kreisleiter Backhaus und Schulrat
deutschen Frau im totalen Krieg bewußt waren und daß Sie durch diese kurze Darlegung zukünfttg volles Verständnis für ihren Einsatz in der Luftschutz arbeit aufbringen werden.


