Aegypten unter englischem Druck
Militärbehörden anzudrohen. Es wurde ein Sam-
werde erst m einem Monat zufammmtreten. gegebenen Requtsitionsbesehle in den Ortschaften tuA1' ft t cs offensichtich, daß die bri-j Schafe, Hühner und — wo nichts mehr vorgefun- tlschen Knebel mcht genügten, um die Empörung den werde — sogar das Gemüse auf den Feldern der Aegypter gegen das ihnen mit äußerster Härte'und in den Gärten.
Neue Verbrechen der RAF. in West- und Mitteldeutschland
General Weygand, der Generalbeauftraate der französischen Regierung für Afrika, ist an Bord eures Wasserflugzeuges iß Algier eigetro-ffes.
Rom, 11. Okt. (Europapreß.) Die enalisch-ägyp- und brutalen Methoden auferlegte Joch John Bulls tischen Beziehungen werden immer schlechter. Unter
erbittertsten Feind der von Japan angestrebten Neuordnung, den chinesischen Marschall Tschiang- kaisä^k, und versagte andererseits den Japanern den Austausch von Wirtschaftsgütern, die für die japanische Rüstungsindustrie lebenswichtig sind, gegen die japanischen Exportwaren, mit denen das devffenarme Land allein imstande ist, seine Ein- fuhr zu bezahlen. Die Sperre der Schrottausfuhr nach Japan war von den Vereinigten Staaten als eine solche Unfreundlichkeit gedacht, wie die Japaner versichern, ist sie freilich ein Schlag ins Wasser, denn die japanische Rüstungsindustrie hat inzwischen in Mandschukuo und in Nordchina hinreichend ergiebige Eisengruben ihrem Bedarf erschlossen. Und nicht viel besser scheint es mit der Unterstützung Tschiangkaischeks auszusehen, für die heute nur noch der Weg über Burma übriggeblieben rft
. Da die Brandplättchen, die die englischen Flieger bisher über deutschen Feldern und Wäldern aus- streuten, keine große Wirkung hatten, haben die englischen Kriegshetzer neue Brandplättchen hergestellt, die sechsmal so groß als die bisher verwandten sind, mit denen sie in der Nacht zum Donnerstag einige Dörfer heimsuchten, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten.
Einige Feindflugzeuge, die in der Nacht zum Freitag Mitteldeutschland erreichen tonnten, ut>er« flogen Leipzig, wo sie, getreu dem Befehle Churchills, zwei Sprengbomben auf das Leipziger Kliniken- und Jnstitutsviertel abwar. fen. Am Gerichtsmedizinischen Institut wurde Sachschaden angerichtet. Auch eine Wohnung wurde in Mitleidenschaft gezogen. In Nienburg a. d. S. demolierten Sprengbomben Wohnhäuser, in deren weitem Umkreis kein militärisches Objekt anzutreffen ist. Zwei Häuser wurden völlig zerstört und 15 weitere stark beschädigt. Getötet wurde ein Polizeibeamter, der sich auf einem Kontrollgang befand. Einige Personen wurden verletzt, die sich fahrlässig am Eingang zum Luftschutzraum aufhielten. Alle diese Angriffe enthüllen mit aller Deutlichkeit die Absichten der englischen Kriegführung, die Bevölke- rung Deutschlands einzuschüchtern. Churchill hat sich aber auch dabei gründlich geirrt. Die immer stärker werdenden Dergeltungsanqriffe der deutschen Luftwaffe auf England werden den Untergang Churchills und den der anderen plutokratischen Kriegshetzer herbeiführen.
den Kurs gegenüber Japan noch nicht ganz einer Meinung zu fein. Es gibt immer noch besonnene Leute, die vor überstürzten Schritten warnen, aber Staatssekretär Hüll und Kriegssekretär Stimson vertreten eine Politik der starken Faust und sind sich darin offenbar einig mit amerikanischen Marinekreisen, die auf eine baldige Kraftprobe drängen, solange die britische Flotte noch als ein gewisser Machtfaktor gewertet werden könnte.
Ob nun diese Heißsporne üch durchsetzen oder die besonnenen Elemente die Oberhand behalten, in Japan schaut man auf diese Rückwirkung des neuen festeren Kurses mit ruhiger Gelassenheit. So wenig wie man sich durch die Schrottausfuhrsperre hat irre machen lassen, da die amerikanischen Unfreundlichkeiten der letzten Jahre den Japanern schon nahegelegt hatten, eine entsprechende Vorrats- wirffchaft in schwerindustriellen Rohstoffen zu treiben und für Neuerschließungen auf dem ostasiatischen Kontinent zu soraen, so wenig wird man sich durch die Wiederöffnung der Burma- Straße bluffen lassen. Eine der besten Kennerinnen des Fernen Ostens und seiner polittschen wie wirtschaftlichen Probleme, Dr Lily Ab egg, hat chrem neuen, klugen und in mehrfacher Hinsicht höchst aufschlußreichen Buch „Chinas Erneuerung" (im Sozietäts-Verlag, Frankfurt a. M.) den Untertitel gegeben: Der Raum als Waffe. Sie hat als Korrespondentin der „Frankfurter Zeitung" auf beiden Seiten den Krieg in China in allen feinen verschiedenen Phasen erlebt und ihr ist als einer der stärksten Eindrücke hasten geblieben, wie die Chinesen ihren weiten Raum als Waffe benutzten, indem sie einmal durch immer weiteres Zurückgehen ihre Armeen vor vernichtenden Schlägen retteten, zum andern hinter den japanischen Linien Truppen und Freischärler zurückließen, die eine. Befriedung der von den Japanern besetzten Gebiete ungeheuer erschwerten. Aber die Chinesen machten von ihrem Raum als Derteidigungsmittel einen vielleicht allzu großzügigen Gebrauch, indem sie sich auf ein Binnenland zurückdrängen ließen aus dem es kein Entweichen mehr gibt. Taffächlich ist es den Japanern gelungen, die gesamte chinesische Küste in chrer ungeheuren Ausdehnung von rund 3600 km zwischen Tientsin am Golf von Tschili und dem Golf von Tonaking zu besetzen und Tschiangkaischek damit vom Meere völlia abzusperren. Da der Rückzug in das westlich China den Verlust der wirtschaftlich und verkehrspolitisch aufgeschlossensten Gebiete bedeutete und in den westlichen Provinzen eine neue Rüstungsindustrie erst im Aufbau begriffen ist, war Tschiangkaischek für diesen Aufbau wie für die trotz aller Energie doch recht lange Zeitspanne des Anlaufens der neu errichteten Rüstungsbetriebe in erhöhtem Maße auf Zufuhren von Kriegsmaterial und Werkzeugen an- , gewiesen. j
Abgesehen von der in ihrem chinesischen Tell sehr 1 schlechten Straße, die über Landschou und Urumffchi, \ die Hauptstadt Ostturkestans, an die russische Turksib- < Bahn führt und wegen ihrer großen Länge von ' über 3000 Kilometer sehr viel Zeit und Betriebs- ( stoss beansprucht, standen Tschiangkaischek für diese !
Kleine politische Nachrichten.
Reichswirffchaftsminister Funk gab zu Ehren des italienischen Außenhandelsministers R i c c a r d i in der Reichsbank einen Empfang an dem leitende Persönlichkeiten des Reichswirtschaftsministeriums, der Reichsbank einen Empfang, an dem leitende Auswärtigen Amtes teilnahmen. Riccardi wurde am Nachmittag von Ribbentrop empfangen.
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Als Ergebnis der zwischen Deutschland und Un- §am geführten Verhandlungen zum Zweck einer ntensivierung der landwirtschaftlichen Zusammen- arbeit wurden Vereinbarungen auf folgenden Gebieten getroffen: Austausch wissenschaftlicher und praktischer Erfahrungen bei Saatgut, Süßlupinen, Grassamen, Delfaaten, Heilpflanzen und anderes, Obst, Vieh, Pferde und Eierwirtschaft.
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Stabschef Lutze besuchte auf Einladung des Kommandeurs ein im Westen liegendes Regiment und sprach zu den Offizieren und Teilnehmern des Ausbrldungslehrganges, unter denen sich eine be- sonders große Anzahl von SA.°Führern befindet.
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General Franco empfing Marschall de Bono und die italienische Sonderboffchaft im Krönungs- saal des königlichen Palastes. Der Marschall der vom italienischen Botschafsgebäude bis zum Königs- palast von einer marokkanischen Ehrenschwadron be- gleitet war, überreichte dem spanischen Staatschef d:e Große Halskette des Ann unziaten ° Orden s.
mellager in Undagh errichtet, in dem „schuldige" Aegypter untergebracht werden sollen. In einer öffentlichen Versammlung der Wafd-Partei wurde gegen diese Maßnahme Protest erhoben. Daraufhin haben die englischen Militärbehörden ein zehntägiges Redeverbot für diese Partei erlassen, die sich nun an die ägyptische Regierung gewandt und ihrerseits mit dem passiven Widerstand ihrer Anhänger gedroht hat. Die Saadisten wiegen sich noch immer in der Hoffnung, die Hand auf die Regierung zu legen, um Aegypten in den Krieg hinein- ziehen zu können. Mäher Pascha hat in einer Versammlung erneut die Einberufung des Parlaments gefordert. Jedoch hat der Ministerpräsident noch einmal wiederholt, daß die gegenwärtige Lage eine solche Maßnahme nicht rechtferttge. Das Parlament werde erst in einem Monat zufarnrnentreten.
brutalen Methoden auferlegte Joch John Br
Nscyen Beziehungen werden immer schlechter. Unte? zu ersticken. Die Errichtung des Konzentrations- dem Druck ^der englischen Behörden hat sich die Lagers in einer Malariagegend sollte übrigens die
Kirchen. In letzter Zeit hatte es die starke deutsche Flakabwehr im Westen des Reiches der RAF. fast unmöglich gemacht, die Abwehrsperre zu durchbrechen. Immer wieder mußte sie umkehren und ihre Bomben meist auf freies Feld abwerfen. Nur selten war es einzelnen hochfliegenden Flugzeugen möglich, vereinzelt Bomben über westdeutsche Städte und Dörfer abzuwerfen. In der Nacht zum Donnerstag haben die englischen Bomben in keinem einzigen Falle ein militärisches Ziel getroffen oder sind auch nur in der Nähe einer solchen Anlage niedergegangen. Wie immer wurden durch die englischen Bomben Wohnhäuser getroffen und beschädig, Familien obdachlos gemacht.
In Essen fiel eine Bombe auf ein vierstöckiges Wohnhaus, verwüstete die Wohnungen und tötete Frauen und Kinder. Zwei weitere Bomben krepierten ganz auf der Straße und richteten an anderen Wohnhäusern schweren Schaden an. Einige lote, mehrere Schwer- und Leichtverletzte sind die Opfer des brutalen Anschlages. In Castrop- Rauxel zerstörte ein Treffer ein Wohnhaus und begrub die Männer der dort liegenden Rettungsstelle unter den Trümmern. Auch^hier sind mehrere Tote, darunter eine Frau und zwei Kinder, und zahlreiche Verletzte zu beklagen. In einem Düsseldorfer Außenbezirk fielen mehrere Sprengbomben in eine Wohngegend und beschädigten mehrere Hauser, die geräumt werden mußten. Ein Mann, Vater von 3 Kindern, wurde getötet In einem anderen Düsseldorfer Außenbezirk ist ein Haus eines Wohnblocks getroffen worden. Hier wurde ein Mädchen getötet. Weitere Bomben richteten wenig Schaden an, obwohl auch sie nur Wohnviertel trafen.
i Zufuhren von Süden her die Bahnstrecke von dem französischen Haiphong am Golf von Tongking. über Hanoi einerseits nach Kunming, dem früheren Pünnanfu, Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Pünnan andererseits nach Nanning, der Hauptstadt der Provinz Kwangsi, und schließlich die Burma-Straße zur Verfügung, die im Anschluß an öic von dem Hafen Rangun über Mandale durch Pj’H^'ttterinbien nach Norden führende Bahn über Lashio, das schon genannte Kunming (Pün- nanfu) und Kueiyang nach Tschungking, dem Sitz der chinesischen Regierung Tschiangkaischek fuhrt. Die Pünnan-Bahn über Hanoi nach Kunming war eine im französischen Besitz befindliche eingleisige Schmaffpurbahn von geringer Leistungsfähigkeit, die durch überaus schwieriges Berggelände führt und Höhenunterschiede von mchr als zweitausend Meter 3U Überwinden hat. Da außerdem die Franzosen für °'e Durchfuhr durch ihr Gebiet nur Eisenbahnmate- rial, Benzin, Maschinen und bergt, aber keine Waffen und kein Kriegsgerät zuließen, war ihre Bedeu- tung für den Marschall Tschiangkaischek nicht sehr erheblich. Die Strecke nach Nanning ist für Tschiangkaischek wertlos geworden, nachdem die Ja- paner Nanning besetzt haben. Und auch die eigent- llche Yunnanbahn ist ausgefallen, seitdem in dem Abkommen vom 20. Juni 1940 Frankreich einge- miUigt fyat, daß Japan durch von ihm eingesetzte Inspektoren die Einfuhr über diese Strecke nach China fontroHiert. So bleibt für Tschianakaischek die Burma-Straße, die nach Bekanntgabe Churchills im Unterhaus am 18. Oktober wieder geöffnet werden foü. Eine Bahnlinie von Burma nach Pürman war ein alter englischer Plan, um das gewaltige west- chinesische Hinterland den burmanischen Häfen zu erschlkeßem Mer erst im zweiten Kriegswinter ist mit dem Bau des Bahndammes' begonnen worden, pm Sommer waren etwa 200 Kilometer der Gesamtstrecke von 1000 Kilometer von Lashio nach Kunmmg fertiggestellt, aber hn Winter 1939/40 ist ber Bahnbau ganz eingestellt worden. Die Burma- dagegen, mit deren Bau im Dezember 1937 begonnen worden war, konnte schon ein Jahr später dem Verkehr übergeben werden.
Es rft bezeichnend, daß es der amerikanische Ge
sandte m Tschungking war, der im Dezember 1939 m seinem Auto als erster die gesamte, inzwischen bis Tschungking durchgeführte Strecke von Tschung- king nach Rangun in 18 Tagen zurücklegte. Die vtrahe, die dreihundert Brücken aufweist und Pässe bis zur Höhe von 2800 Metern überwindet, ist eine Meisterleistung chinesischer Baukunst. Nach der anschaulichen Schilderung Lily Abeggs haben zweitausend chinesische Arbeiter ohne jede moderne technische Hilfsmittel jedes Steinchen und jeden Erdklumpen der 700 Kilometer langen Strecke herausgehackt und in Körbchen mit Tragstangen fortgeschleppt. Die Straße ist nur gewalzt und in der Regenzeit nicht ungefährlich, besonders weil sie an steilen, tiefen Abhängen entlang nach der auf einer Hochebene von etwa 2000 Meter gelegenen Provinzhauptstadt Kunming f)i nauf führt. In den Sommermonaten mögen nach den Angaben Lily Abeggs etwa zwanzig bis dreißig Lastkraftwagen ।
Burma ist geradezu zum Kernpunkt der Antwort der beiden angelsächsischen Mächte auf den Abschluß des Berliner Dreimächtepakts geworden, wobei anscheinend die Vereinigten Staaten die treibende Kraft sind, wenn auch vor den Kulissen England als allein handelnd auftritt. Als England sich im Juli dieses Jahres dazu verstanden hatte, für eine Zeitspanne von drei Monaten die Durchfuhr von Waffen und Munition, Del, Lastwagen und Eisen- bahnmaterial durch Burma zu verbieten, geschah das, wie Churchill damals im Unterhaus erklärte, weil England in dem Kampf um Leben und Tod, in dem es stehe, nicht überall seine Interessen mit der gleichen Energie verteidigen könne. Es gelte deshalb, Zeit zu gewinnen, um eine „gerechte, für beide Teile tragbare Lösung" zu finden. England war im Begriff, sich aus allen prekären Posittonen in Dftafien zu lösen und suchte, die Reibunqsflächen mit Japan, die sich aus dem Kriegszustand in China und der beherrschenden polittschen und wirtschaftlichen Stellung Englands namentlich in den großen chinesischen Vertrags hä fen, aber auch im ganzen mittleren Jangtsebecken ergeben hatten, nunmehr abzubauen. Darauf lief die Zurückziehung der englischen Garnisonen aus Tientsin und anderen Konzessionen hinaus, und in der gleichen Richtung lag auch das schon erwähnte Abkommen über Burma vom 17. Juli. Man hatte damals anscheinend in London noch die Hoffnung, daß Japan seiner traditionellen Polittk treubleiben und es auf einen offenen Bruch mit England nicht ankommen lassen werde trotz all der Schwierigkeiten, die der japanischen Politik in China durch Englands einseitige Begünstigung Tschiangkaischeks erwachsen waren. Aber schon bald mußte England erfahren, daß es auch in Dftafien werde ernten müssen, was es gesät hatte. Die Erneuerungsbewegung in Ja- jan machte auch einen grundsätzlichen Kurswechsel ber japanischen Außenpolitik unausbleiblich. Der Abschluß des Dreimächtepaktes machte es klar, daß / Japan nicht länger gewillt ist, angelsächsische Herausforderungen geduldig hinzunehmen und sich in feiner Aufgabe einer Befriedung und Neuordnung Dftafiens durch angelsächsische Machenschaften stören zu lassen. Jede weitere Spekulation auf die historische englisch-japanische Freundschaft, wie sie auch noch in der letzten Unterhausrede Churchills an- klingt, rft zwecklos. Japan wird unbeirrt durch bri« tif/fje Winkelzüge und Einschüchterungsverfuche feinen Weg gehen, den ihm einzig und allein feine Interessen vorzeichnen.
Wenn England in diesen Tagen feine Hoff nun- UN, das Verhältnis zu Japan zumindest in der Schwebe halten zu föpnen, endgültig begraben muß, so darf es sich für diesen empfindlichen Fehlschlag seiner Politik in Dftafien zu einem guten Teil bei den Vereinigten Staaten bedanken. Denn neben dem ungeheuren Eindruck, den die grundstürzende Veränderung der weltpolittschen Lage durch den glänzenden Sieg der deutschen Waffen auf dem europäischen Kontinent und die tödliche Umklammerung der britischen Inseln durch Seeblockade und Luftangriffe in Tokio gemacht haben, ist es zweifellos in erster Linie die Sturheit der mnerikanischen Polittk gewesen, die die führenden Kreise Japans zu der Ueberzeugung kommen tteßen, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt seien, Japans Führung im ostasiatischen Raum anzuerkennen. Das riesige Aufrüstungsprogramm aller Waffengattungen, das die Roosevelt-Regierung mit- famt der Wehrpflicht zu verwirklichen begonnen hat, öic Befestigung Guams mitten im japanischen Interessengebiet, die Ausdehnung der Flottenmanöver weit in die westliche Hälfte des Pazifik, die rück- sichtslose Sperre der japanischen Einwanderung in Kalifornien, der Widerstand, den der japanische Handel überall in den Vereinigten Staaten vorfand, schließlich der wirtschaftliche Druck, den man durch die von der Regierung Roosevelt verhängten Ausfuhrverbote auf Japan auszuüben suchte und die großzügige Unterstützung, die die Vereinigten Staaten dem Marschall Tschiangkaischek durch Kredite und Materiallieferungen angedeihen ließen, alles das konnte Japan nicht mehr länger im Zweifel lassen, daß den jahrelangen Bemühungen der japanischen Außenpolttik um eine Verständigung mit den Vereinigten Staaten kein Erfolg deschieden gewesen war. Der Abschluß des Dreierpaktes bedeutet den Anfang einer neuen Politik Japans und gleichzeittg eine letzte Warnung an die Vereinigten Staaten vor der Fortsetzung eines Kurses, den 3apan als Einmischung in seine ureigenste Angelegenheit der Neuordnung des ostasiatischen Raumes betrachten muß. Daß Japan unbeschadet dieses grundlegenden Vorbehalts enffchloffen ist, auch künf- ttghin den Frieden zu wahren, wenn man es nicht Zum Gegenteil zwingt, haben die führenden Staatsmänner Japans in ihren Erläuterungen zum Drei- mädjtepaft wiederholt betont. Aber es hat nicht den Anschein, als ob sie damit in Washington auf Gegenliebe oder auch nur auf Verständigung stoßen würden. Jedenfalls scheint die Äiederöffnung der Burma-Straße nach Ablauf der im englisch-japa- mschen Abkommen vom 17. Juli festgesetzten Frist von drei Monaten auf amerikanischen Druck in London hin erfolgen zu sollen, und auch die Rück- beorberung der in Dftafien ansässigen oder dort befindlichen amerikanischen Staatsbürger — man spricht von insgesamt etwa 20 000 — trägt gewiß nicht zu einer Entspannung der Atmosphäre bei, ebenso wenig wie die Erhöhung des Mannschafts- bestandes der amerikanischen Pazifik-Flotte auf die volle Besatzungsstärke, die vom Kriegssekretär Stim- son angeordnete Verftärkung der Garnison von Hawai oder die Taffache, daß von den Vereinigten Staaten „jede Unze sofort oerfdri ff baren Zinns und Kautschuks" aus Niederländisch-Dstindien im Rahmen des Programms zur Aufspeicherung kriegswichtiger Rohstoffe in USA. aufgekauft wird. Im übrigen hüllt sich die Regierung in undurchdringliches Schweigen über etwaige in nächster Zukunft vielleicht zu erwartende Schritte hn Pazifik, wobei weder über die nordamerikanisch-britischen Verhandlungen zur Herstellung einer pazifischen Einheits- ' front noch über die Konferenz zwischen Roosevelt und Staatssekretär Hüll die geringsten Angaben gemacht werden. In Washington jcheint man über
täglich von Lashio oder Dhamo nach Kunming gekommen sein, das bedeutet eine Nutzlaist von nur 50 Tonnen täglich, also nicht viel meyr als der Jnhatt zweier Eifenbahngüterwagen. Die dem japanischen Außenamt nahestehende „Japan Times"* * berechnet die Möglichkeit des Transportes auf 10 000 Tonnen monatlich, wenn täglich 100 Lastkraftwagen eingesetzt würden. Die Wiederöffnung der Streife wird also für Tschiangkaischek in jedem Falle keine allzu großen Vorteile bieten, wenn sie auch, abgesehen von dem Weg über Dstturkestan nach Rußland die einzige Verbindung der Tschung- king-Regierung mit der Außenwett darstellt. Und selbst diese Vorteile werden höchst problematisch angesichts der Taffache, daß die Japaner sehr wohl in der Lage sind, von den Flugplätzen aus, die ihnen durch das Abkommen mit Frankreich auf dem Gebiet Jndochinos eingeräumt find, die Burma-Strecke mit ihren vielen Brücken wirkungsvoll zu bombardieren. England und die Vereinigten Staaten be« geben sich also auf eine höchst gefährliche und in ihren politischen Auswirkungen unabsehbare Bahn, ohne Tschiangkaischek damit eine durchgreifende Hilfe zuteil werden zu lassen, wenn sie die Burmastrecke wieder für Kriegsmaterialtransporte öffnen und damit sich zu einem Schritt entschließen, den Japan als unerwünschte Einmffchung in den Chinakonflikt betrachten muß, die es nicht ohne Gegenmaßnahmen hinnehmen wird. Dr. Fr. W, Lange.
Der Bürgermeister
von Großschangbai ermordet.
Schanghai, 11. Dkt. (DNB.) Fuschiaoau, der Bürgermeister von Groß-Schanghai, ein Wangtschingwei-Anhänaer, ist in feiner Wohnung in bem von Japan besetzten Teil Schanghais e r • mordet worden. Auch ein Vertreter des japanischen Armeekommandos wurde in feinem Bette tot aufgefunden. Es handelt sich bei beiden Ermordungen um Chinesen, die von den japanischen Behörden eingesetzt worden waren. Don der japanischen Gesandtschaft wird der Vermutung Ausdruck gegeben, daß Chinesen für die Tat verantwortlich zu machen sind.
Englands Verluste.
Nicht über das Reuter-Büro, sondern auf dem harmloseren Umweg über die Associated Preß, läßt die Regierung Churchill verbreiten, die englischen Gesamtverluste an Gefangenen und Toten betrügen 21867 Mann Davon sollen nur 8000 Tote und gar nur 1770 Gefangene fein. Nun sind diese Za-Hlen völlig unglaubhaft, weil ja schon allein die großen englischen Niederlagen in Norwegen, um
britischen Eroberungsgeschichte Zu dem Redeverbot für die Wafd-Dppositton bemerkt das Blatt, es gebe Wahrheiten, von denen England nicht wünsche, daß sie der ägypttschen Bevölkerung bekanntgegeben würden. Die Weltmeinung könne nun sehen, worauf die „Zusttmmung" der Aegypter zu der Gewaltherrschaft der Downingstreet zurückzuführen sei.
Aus Beirut berichtet „Lavoro yafcifta , d"ß infolge des in Aegypten herrschenden unbeschreiblichen Elends König Faruk den Unterhalt zahlreicher Eingeborener von Kairo und der nahen Provinz übernommen habe. Die von der Regierung zur Unterstützung der Bevölkerung ausgemorferien Summen seien nicht mehr ausreichend, um dem in ganz Aegypten herrschenden Elend zu steuern. Trotzdem beschlagnahmten die Engländer in Befolgung der von dem englffchen Dberkommando aus-
ägyptische Regierung dazu hergegeben, drastische Erinnerung an die Konzentrationslager des Suren» strafen für Kritik an England und den englischen Krieges auffrischen, an dieses infamste Kapitel der
Berlin, 11. Dktober (DNB.) Nacht für Nachtj In einem Vorort von Köln hatten es die Lust- . mn Tage wagt es die .Königliche" Luftflotte piraten auf Siedlungen von Industrieanlagen abge- nidjt deutiches Hoheitsgebiet zu überfliegen - sehen, sie beleuchteten erst ihre Dbjekte mit Raketen wachst das SchuUkonto Churchills durch die Bom- taghell und ließen dann chre Bomben mederprasi bardierung von Wohnvierteln, Krankenhäusern und sein. 30 Häuser wurden beschädigt. Ein 15jähriger
Junge fiel den Mordgelüsten der englischen Flieger zum Opfer. Zwei Bomoen trafen den Friedhof, auf dem zahlreiche Grabsteine zertrümmert am Boden liegen.
Nierensteine
Ich habe schon nach den ersten 20 Flaschen eine ganze Menge Nierensteine und Nierengrieß verloren. • Werde den Sprudel weiter trinken und ihn auch gerne empfehlen. - Frau
Frieda Brüwer, Wu.-Vohwinkel, Hotel z. Post. 21.7.38. 25 große Flaschen RM. 14.-, 50 große Flaschen RM. 24.-, dazu Pfand. Lieferung frei Haus. Heilquelle Karlssprudel, Blskirchen 257A
Dünkirchen und Calais, in den Luftkämpfen und bei der Flotte einen Gsscrmtverlust von noch nicht einmal 22 000 Mann — wohlv erstand en: einschließlich der Gefangenen! — als gänzlich ausgeschlossen erscheinen lasten.
Taffächlich befinden sich allein in deutscher Kriegsgefangenschaft 1550 britische Dffi- jiere und 35 500 Unteroffiziere und Mannschaften. Die Gesamtzahl der in deuffcher Kriegsgefangenschaft befindlichen Engländer beläuft sich demnach also nicht auf 1770, wie die amtliche englische An- gäbe lautet, sondern auf 37 050. Allein die Zahl der in Deutschland befindlichen Ge^fangenen übersteigt also die erlogene Ziffer der britischen Gesamtver- uste um etwa 60 v. H. Das läßt interessante Rück- chlusse auf die wirklichen Verluste Englands an Toten und Verwundeten zu. Dieser ganze lächer- uche Schwindel geht wieder aus das Bestreben der Regierung Churchills zurück, als stände die Partte n diesom Kriege auf gleich zu gleich. Dieses Be- treben hat bisher noch vielfach Erfolg; Beweis: die unsinnvgen Vorschläge in den Leserzuschriften der englffchen Zettungen für den Lustkampf gegen Deuffchland. Dabei sollten es die Engländer wirklich längst gemerkt hoben, daß ihre Luftwaffe nicht einmal mehr zum Schutz Londons imstande ist. Das Erwachen aus dem ganzen Illusionsnebel wird furchtbar fein.
Dorstoß eines britischen schweren Kreuzers auf Cberboura abaeschlogen.
verlln. 11. Oft (DNV.) Freitag früh verachte im Morgengrauen ein britischer schwerer Kreuzer gegen Cherbourg vorzustoßen. Cr wurde durch deutsche Küfkenbatterien so wirkungsvoll be- chossen, daß er sofort wieder abdrehke und in Richtung auf die britische Küste verschwand.


