3.
Aus der engeren Heimat
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S.jf.-tfport
int Endspiel den Titelverteidiger Leipziger Frauen-
SC. besiegte.
Ergebnisse.
Faust- Zoppoter TD. raun- Dresden — He
schichtsoereins Gelnhausen, Julius Frey, führte d e n anerke die Besucher dann durch das Heimatmuseum, das Frauen siel
(Nachdruck verboten.)
20. Fortsetzung.
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Die folgenden Tage
sind für Hans Bergholz ein Wartens. Aeußerlich ist er
an dem Zerwürfnis und ... falsch sein.
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bis 18, Blumenkohl, das Stück 10 Rpf. bis 1 RM., Salat 8 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Emmach- Aurten 1% bis 4, Endivien 5 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf.
Als es endlich geschieht und sie ohne Begleitung erscheint, trommelt sein Herz einen Freudenwirbel. Er nimmt ihr den Mantel ab und sieht sie mit aufflammendem Entzücken an. Alles verweht und zer- flattert, was an Hader, Verdruß, Kampf und Verbitterung sein Leben zerfrißt. Nur die jubelnde Freude bleibt, die allein ihr Anblick ihm gewährt.
Nachdem die letzte kleine Arbeit an ihren weißen Zähnen vollendet ist, reicht er ihr einen Handspiegel, damit sie sich das Werk besehe. Sie tut es eingehend, läßt dann big Hand mit dem .Spiegel in dm Schob
Mehrkampf- unö Sommerspiel-Meisterschasten.
Sie reicht ihm die Hand. „Schönen Dank, Herr Doktor! Kommen Sie doch wieder mal, wenn es Ihre Zeit erlaubt! Und nichts für ungut, daß ich Sie mit meinen Aengften behelligte. Auf Wiedersehen!"
Er küßt ihre Hand. Seine glückhafte Erschütterung ist so groß, daß er alle Dinge wie durch einen Nebel erblickt — und durch diesen Nebel sieht er seine Frau von der Treppe her auf sich zukommen. Sie und Dietmuthe Röhl gehen aneinander vorbei. Er tritt einen Schritt zurück. Erna drückt die Tür hinter sich zu, starrt ihn mit ihren runden braunen Augen ins Gesicht und stößt hervor: „Das war sie ja! ... Diese ... diese aufgetakelte, geschminkte Person! ... Die ist ja zehn — nein, fünfzehn Jahre älter als ich! ... Und mit der betrügst du mich?"
„Fängst du schon wieder mit dem Blödsinn an? Laß mich gefälligst in Ruhe damit? Ich habe keine Zeit." Wütend schlägt er ihr die Tür des Operationszimmers vor der Nase zu.
Im Wartezimmer harrt nur noch ein einziger Patient der Behandlung. Sie nimmt nur kurze Zeit in Anspruch.
Die Arbeitspause ist Bergholz willkommen. Ihm wirbelt der Kopf und das Herz. Aber er kommt nicht dazu, sich zu sammeln, denn das Hausmädchen erscheint mit verstörtem Gesicht. „Bitte, Herr Do»tor, kommen Sie schnell. Ihre Frau hat einen Krampfanfall!"
Er guckt sie verständnislos an. „Was hat sie?" Röte schießt ihm in die Stirn, und er stampft wütend mit dem Fuß auf. Doch schnell mäßigt er sich, holt Baldriantropfen aus dem Arzneischrank und folgt der Lina, hört schon im Korridor Ernas lautes, aufgeregtes Weinen.
Im Pelzmantel, wie sie hereingekommen ist, hat sie sich auf den Diwan geworfen, ihr Hut ist auf den Teppich gerollt. Ex erkennt einen Zustand hoch-
furt — Leipzig 3:2 (1:2).
Männer, Zwölfkampf: 1. Willy Stadel (Konstanz) 219,5; 2. Lt. Günther Ruising (Kriegs- marine) 213; 3. Franz Beckert (Neustadt) 210
Frauen, Achtkampf: 1. Irma Dumbsty (Nürnberg) 158,5; 2. Grete Sievers (Kiel) 152,2; ‘ Bertha Rupp (Berlin) 149.
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Zustand ungeduldigen „ z .
zerstreut und gleichgültig. Ein einziges Gefühl beherrscht ihn und zehrt ihn aus. Alles andere ist belanglos und unangenehm hindernd. Dietmuthe Röhl muß zur Schlußbehandlung kommen.
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Da tut sie ihm bitter leid. Blindlings verrannt hat sie sich mit ihren dumpfen, zornigen Instinkten. Sie reißt damit die Kluft zwischen ihnen immer weiter auf und hetzt ihn auf gefährliche Wege. Ihr leises, ersticktes Schluchzen erschüttert ihn viel mehr als der wilde Ausbruch des Nachmittags. Er nennt sich schlecht, grausam, ehrvergessen. Ihr allein die Schuld " ' ' beimessen, heißt ungerecht
SC. — Eimsbütteler TDd. 4:3 (2:2, 1:0) n. D., Schweinfurt — Eimsbüttel 6:5 (3:3, 1:3) n. D., Leipzig — Linden 5:3 (2:1). Um den dritten Platz: Eimsbüttel — Linden 5:2 (4:2), Endspiel: Schwein-
** Polizeistunde um 24 Uhr. Für den Polizeidirektionsbezirk Gießen, einschließlich der Städte Bad-Nauheim und Friedberg, hat der kommissarische Polizeidirektor die Polizeistunde nut sofortiger Wirkung auf 24 Uhr festgesetzt.
** Befreiungen von der Krankenver- sicherungspflicht. Nach einem Entscheid des Reichsarbeitsministers enden die Befreiungen der in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten Pen- sions- und Ruhegeldempfänger von der Krankenversicherungspflicht spätestens mit dem 31. Oktober
Fenster steigen. Oder warten Sie noch ein paar Minuten, ich werde versuchen, vom Wohnzimmer über den Balkon hinüberzuklettern und die Scheibe einzudrücken."
Er hat es kalt und entschlossen gesagt. Da schnappt der Riegel zurück. Verheult, kläglich anzusehen, kommt Erna wieder zum Vorschein.
Bergholz steht am Fenster. Er blickt in den Hof hinunter, in dem ein paar dürftige, jetzt kahle Sträucher einen Garten andeuten. Er ist erschöpft, ausgepumpt, in seinen Schläfen sticht es. In unklaren, matten Bildern taumeln Vorstellungen durch sein Hirn. Er sieht sich wieder bei Käte Weber sitzen und ihr von seinen Lebensnöten berichten. Jetzt flüstert wieder verstörtes, schmerzliches Empfinden zu ihr. „Ach, Käte", seufzt- er, lehnt den erhobenen Arm gegen den Fensterrahmen und preßt die Stirn dagegen. „Es ist ... Es geht nicht mehr. Ich ersticke! ... Oder werde verrückt ..."
In der Nacht erwacht er und hört Erna weinen.
Zu einem großen Erfolg gestatteten sich die letzten Kriegsmeisterschasten des NSRL., die vom Fachamt Turnen in Chemnitz am Samstag und Sonntag ausgetragenen Meisterschaften im Mehrkampf und in den Sommerspielen.
Im Deutschen Zwölfkampf der Männer holte sich Willy Stadel (Konstanz), der schon 1937 Meister war, den Titel erneut, bei den Frauen wurde Irma D u m b s k y (Nürnberg) Meisterin im Deutschen Achtkampf. Bei den Sommerspielen war im ball der Männer der Titelverteidiger MTV. Braun schweig auch in diesem Jahre erfolgreich, während bei den Frauen der Zoppoter Tv. diesmal die Ueberlegen- heit der TV. N e u - und An to nstud t-D re s° den anerkennen mußte. Der Sieg im Korbball der l an die T gd. 48 Schweinfurt, die
gradiger Erregung. Ihr Körper wird wie vom Krampf geschüttelt. Es wird noch ärger, als er zu ihr tritt und beruhigend auf sie einredet. Das laute, heftige Schluchzen wird zum gellenden Schreien. Sie strampelt mit den Beinen dabei, und die spitzen Absätze ihrer Schuhe zerschlitzen das Seidenfutter des Mantels. Mit Hilfe des Mädchens zieht Bergholz ihr den Mantel aus. Als die Heftigkeit des Anfalls nachläßt, versucht er, sie zum Trinken des Beruhigungs- mutels zu bewegen. Sie schlägt gegen das Glas, das er in der Hand hält, dabei schwappt ihr das kalte Wasser ins Gesicht und in den Kleidausschnitt. Da springt sie auf, zertritt den Hut, der ihr unter die Füße gerät, und an den durchnäßten Kleidungsstücken zerrend, schreit sie ihrem Mann Beschuldigungen und Verwünschungen ins Gesicht. Das Mädchen steht dabei, ist ganz blaß geworden und blickt ängstlich von einem zum andern. Bergholz schämt sich vor der Hausangestellten und geht aus dem Zimmer.
Er ist aber kaum in seinem Arbeitsraum, da kommt das Mädchen ihm nachgelaufen. „Herr Doktor, um Gottes willen, kommen Sie! Sie hat sich ein Messer aus der Küche geholt und im Schlafzimmer eingeriegelt! Sie will sich die Pulsadern aufschneiden!"
„Verfluchtes Theater!" knirscht er in sich hinein, folgt aber doch dem zitternden Mädchen. Er rüttelt an der Schlafzimmertür, drückt den Kopf lauschend an das Holz.
Drinnen bleibt es still. Lina, die neben ihm sieht, flüstert: „Vielleicht ist die Tür.. zum Badezimmer offen?" Sie eilt dorthin, Bergholz hört sie vergebens rütteln und klopfen. Ihm bricht der Schweiß aus, und er hämmert erneut mit den Fäusten gegen das Holz. „Erna, wenn du nicht sofort öffnest, breche ich die Tür auf!" ruft er laut. Drinnen rührt sich nichts. Er lauscht angestrengt und meint nach einer Weile ein^ dünnes, klägliches Wimmern zu vernehmen. Sein Herz klopft hart. Eisig riefelt es ihm vom Nacken abwärts, obwohl ihm der Schädel dröhnt. Wenn sie drinnen blutend liegt? ... Sterbend vielleicht? ...
„Herr Doktor, soll ich Frau Gehrke anrufen?" fragt das Mädchen, das wieder zu ihm tritt.
„Nein, nein!" Das fehlt ihm gerade noch. Er : trommelt noch einmal mit den Knöcheln gegen die : Tür. „Also, da ist nichts zu machen. Rufen Sie die - Feuerwehr gnt Lings. Mgn wird vom Hof aus durchs
sinken, und so zurückgelehnt, ihn mit einem lockend- spöttischen Blick ansehend, fragt sie leise: „Sind Sie sehr verliebt in mich?"
Da beugt er sich mit einer raschen Bewegung über sie und küßt sie.
Mit einem Unmutslaut drängt sie ihn von sich und steht vom Stuhl auf. „Sind Sie verrückt?"
„Ich weiß es nicht!" In feinen Augen ist ein trunkenes Lachen.
„Sie sind sehr keck und mißbrauchen Ihre Befugnis, Herr Doktor!"
„Und Sie Ihre Macht, gnädige Frau!"
Ihre ärgerlich gekrauste Stirn glättet sich. „Natürlich find Sie im Recht; ich habe das herausgefordert. Außerdem bin ich zu aufrichtig, um über etwas entrüstet zu tun, was keine Frau ernstlich übelnimmt Bitte, meinen Mantel! Ihre Rechnung schicken Sie, Herr Doktor!"
Er nimmt den Pelz, feine Hand streichelt das seidige Fell, und er atmet genießerisch den ihm anhaftenden Dust, sieht zu, wie sie sich vor dem Spiegel das Hütchen aufsetzt, und sagt versonnen, wie aus einem seltsamen, selig-wirren Traum' heraus: „Wie Sie auch mit mir verfahren — Sie können mich nicht mehr kränken, liebste, gnädige Frau!"
Sie wendet ihm halb das Gesicht zu, und ihre sprühenden, stahlblauen Augen spielen über ihn hin. „Ich glaube, das werde ich doch können, aber ...ich will es gar nicht! Sie find eigentlich ein lieber Mensch und haben so etwas Frisches und Echtes! Sie sind gar nicht blasiert! Ich kann die Blasierten nicht ausstehen! Wenn Sie wollen, bleiben wir Freunde. "
Ihm ist taumelig, und er trinkt ihren Anblick in sich hinein, wie einer, der fein Leben lang gedürstet hat.
„Ich sage: Freunde?" wiederholt sie langsam und mit Nachdruck.
Er beugt sich über ihre Hand. „Ich werde Ihnen ergeben bleiben, was auch geschieht!"
„Wann lassen Sie sich wieder bei mir sehen?" fragt sie im Hinausgehen und entzieht ihre Finger der schmeichelnden Berührung seiner Lippen.
„Wenn Herr Heidenreich nicht bei Ihnen ist."
„Ei, sieh mal einer! ... Was haben Sie gegen ihn? Wenn Sie anmaßend sind, wird es nichts mit der Freundschaft!"
.(Fortsetzung folgt,)
Faustball der Männer: MTV. Braunschweig — ATV. 45 Leipzig 42:24 (21:11), DSV. 88 Zehlendorf — Tgd. 48 Schweinfurt 37:35 (20:15), Braunschweig — Schweinfurt 57:27 (31:12), Leipzig — Zehlendorf 30:26 (14:10). Um den dritten Platz: Zchlendorf — Schweinfurt 31:30 (14:13); Endspiel: Braunschweig — Leipzig 36:22 (17:13).
Faustballder Frauen: TV. Neu- und An- tonstadt Dresden —TV. 46 Nürnberg 43:28 (21:16), ™. — TV. Hemelingen 43:23 (23:13), ........ Hemelingen 49:21 (22:12), Zoppot gegen Nürnberg 43:30 (21:15). Um den dritten Platz: Hemelingen — Nürnberg 33:25 (12:15). Endspiel: Dresden — Zoppot 33:20 (14:9).
Korbball (Frauen): Tgd. 48 Schweinfurt gegen TSV. 74 Linden 2:1 (0:0), Leipziger Frauen-
Große Fortschritte der Farbenphotographie.
Vor einem großen Kreis geladener Gäste sprach auf Einladung einer örtlichen militärischen Dienststelle am gestrigen Mittwochabend im Saale der Zeughaus-Kaserne der Mitarbeiter der Auslands- Abteilung der Leitz-Werke (Wetzlar), Walter Benfe r, über die neuesten Fortschritte auf dem Gebiete der Farbenphotographie. Der Leiter der Dienststelle, Major Schreiber, begrüßte die zahlreichen Gaste. Dann zeigte der Vortragende nach einigen Erläuterungen über die Entwicklung des Photo graphierens bis zu den neuesten Apparaten bei den Lichtbild- Vorführungen zunächst einige Schwarzweißbilder als Ausgangspunkt für die nachfolgende große Reihe von Farbenphotographien. Bei dieser lieber« sicht konnte man wunderbare Farbphotos aus zahlreichen- Ländern Europas, von Skandinavien bis hinunter zum Balkan, ferner von den Inseln des Mittelmeers und aus Nord-Afrika sehen. Dazu erläuterte der Vortragende die grundlegenden Ge- sichtspunkte für die gute Farbenphotographie mit Hilfe des seit etwa zwei Jahren vorhandenen Farbfilms und die vielseitige Aufnahmetechnik der einzelnen Bilder in aufschlußreicher Weise. In diesem Zusammenhänge teilte er auch mit, daß es nicht mehr lange dauern wird, bis dem Farbfilm die Farbfilmkopie folgen wird, mit der man dann nach Belieben Bildabzüge machen kann. Den Landschafts-, Städte- und Dolkstumsbildern folgte eine Reihe farbiger Bilder von dem deutschen Vormarfch im Westen in den verstossenen Sommerwochen, zu deren Vorführung Major Schreiber interessante Erläuterungen gab. Die langen und vielseitigen Bildreihen sowie die aufschlußreichen erläuternden Darlegungen waren überzeugende Beweise für die großen Fortschritte, die seit etwa zwei Jahren auf dem Gebiete der Farbenphotographie gemacht wurden. Dankbarer Beifall bekundete dem Vortragenden und den Veranstaltern die Befriedigung der Gäste über den schönen Abend,
Besuch in der Heimatstadt.
Roman von Helene Kalisch
Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München
Kundgebung der Partei in Schotten.
> Schotten, 10. Sept. In der vollbesetzten Turnhalle fand die 6. K r i e g s k u n d g e b u n g der Ortsgruppe der NSDAP, statt. Als Redner des Abends sprach in etwa eineinhalbstun- diaen fesselnden Ausführungen Gauamtsleiter Holländer aus Frankfurt a. M. über die gegenwärtige polittfche Lage und insbesondere über das verbrecherische Treiben der englischen Plutokraten. Die Darlegungen des Redners wurden von der großen Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Bürgermeister-Tagung in Büdingen.
(D Büdingen, 10.Sept. Unter Leitung von Bürgermeister Diemer (Büdingen) fand hier eine Tagung der Bürgermeister des Krei° es Büdingen statt, an der Kreisleiter Gör- n er, Landrat Dr. Braun und Regierungsrat Dr. Sommer vom Landratsamt teilnahmen. Landrat Dr. Braun erläuterte das neue Jugendgesetz und ermahnte die Bürgermeister zur tatkräftigen Mitwirkung bei der. Erziehung unserer Jugend (Einhaltung der Feierabendstunde, Wirtshausverbot, Ueberwachung der Kinos usw.). Regierungsrat Dr. Sommer sprach über Luftschutzmaßnahmen und besonders über die Derdunkelungspsticht. Kreis- leiter (Börner behandelte eine Reihe wichtiger Gegenwartsaufgaben der Bürgermeister. Schließlich sprach noch Gauamtsleiter Holländer (Frankfurt a. M.) über die Stellung der Bürgermeister im nationalsozialistischen Staat und über die gegenwärtige politische Lage. Mit einem Schlußwort des Kreisleiters fand die Tagung ihren üblichen Abschluß.
Landkreis Gießen.
# Mainzlar, 11. September. Obergefreiter Karl Fortbach und (Befreiter Hans Hauska von hier wurden für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 11. Klaffe ausgezeichnet. — Versandleiter Heinrich Pflüger, der hiesige Ortsgruppenleiter, konnte dieser Tage auf eine 25- jährige Tätigkeit in den Didier-Werken zurück- blicken. In einer würdigen Feierstunde wurden dem Jubilar von dem Betriebsführer und den Arbeitskameraden herzliche Glückwünsche ausHspro- chen und eine verdiente Ehrung bereitet. Die Kreis-
* Gießen, 12. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, kg 4,8, 5 kg 48, Wirsing, % kg 7 bis 8, Weißkraut 5 Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Ruben 8, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 18 bis 20, (gelb) 20, Unterkohlrabi 7, Erbsen 30, Tomaten 16 bis 18, Zwiebeln 12, Rhabarber 10, Kürbis 7, Pilze 45 Rpf., Feldsalat 1 RM., Frühäpfel 20 bis 25 Rpf., Falläpfel 4 bis 8, Birnen 20 bis 30, Pfirsiche 45, Brombeeren 55, Zwetschen 1511940.
Die in Gießen wohnenden „Gelnhäuser und Km- zigtaler" besuchten dieser Tage auf einer Gemeinschaftsfahrt mit einem Reiseauto ihre engere Heimat, vor allem die Heimatstadt Gelnhausen. Die Fahrt ging über Büdingen, das unter Führung von Architekt Fischer besichtigt wurde. Auf der Wei- tersahrt erfreute der Blick auf die Ronneburg und die herrliche Landschaft. In Gelnhausen wurde im „Weißen Ochsen", dem Geburtshaus des Gefchichts- und Regimentsschreibers Grimmelshausen, der die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges schrieb, Einkehr gehalten. Hier begrüßte Landsmann Karl Walther in humorvoller Weise die Fahrtteilnehmer und Gäste. Das Vorstandsmitglied des Ge
er eingehend schilderte. Ferner wurden die zu Barbarossas Zeiten erbaute Marienkirche und die Bar- barosfa-Burg, sowie die alten Stadtteile besichtigt. Nach kurzem geselligen Beisammensein mit Gelnhäuser Freunden wurde die Heimfahrt nach Gießen angetreten.
Gießener Wochenmarktpreise.
leitung, die Politischen Leiter unserer Ortsgruppe und die Deutsche Arbeitsfront hatten dem Jubilar gleichfalls herzliche Glückwünsche übermittelt — Unser Mitbürger Konräd Günther und Frau Elisabeth begingen das Fest der silbernen Hochzeit. — Eine Tomate im Gewicht von v00 Gramm konnte ein hiesiger Einwohner in seinem Garten ernten. Neben diesem Tomaten-Riesen konnte er auch noch weitere außergewöhnlich große Früchte dieser Art heimbringen. — Auf dem großen Geländestück mit Flachs, das von der hiesigen Ortsbauernschaft bestellt worden war, wurde dieser Tage die Flachsernte in Gemeinschaftsarbeit der Frauenschaft und der Jugend sowie zahlreicher weiterer Hilfskräfte durchgeführt. Es konnte eine erfreulich große Menge Flachs geerntet werden.
+ Laubach, 9. Sept. Auch in diesem Sommer wurde an der hiesigen Volksschule der Schwimmunterricht durchgeführt, wenn auch unter vielen Schwierigkeiten und nur in beschränktem Umfange. Infolge Abbaus einer Lehrerstelle und der damit erfolgten Zusammenlegung von Jahrgängen nahm auch das 4. Schuljahr an den Hebungen teil. Im ganzen beteiligten sich 91 Schüler; davon können jetzt 46 schwimmen. Von diesen sind 30 Freischwimmer und unter letzteren 13 Fahrtenschwimmer. Infolge des kühlen Wetters nach den Ferien konnte der Schwimmunterricht im August nicht wieder ausgenommen werden. Lediglich eine kleine Schwimmprobe wurde noch abgenommen, jedoch nicht über Fahrtenschwimmen, wozu sich noch einige Schüler gemeldet hatten. Die angegebenen Zahlen zeigen also im wesentlichen den Leistungsstand Ende Juli an.
kreis Bübingen.
△ Schotte n, 10. Sept. In unserer Gegend haben die O b stb ä ume , wie sich jetzt immer mehr zeigt, die Unbilden des vorigen Winters verhältnismäßig gut überstanden. Besonders die Aepfel- und Zwetschenbäume weisen sehr guten Behang auf, während die Ernte von den Birnbäumen nicht ganz Iso reichlich ausfällt. Die Landesbauernschaft hat angeordnet, daß das Obst nicht vor dem 30. September geerntet werden darf, um die Früchte richtig ausreifen zu lassen. Die Zwetschen- ernte fällt besonders reichlich aus.
Mädel, die sich in ordnungsmäßiger Berufsausbildung oder auf öffentlicher Schule befinden.
Kommerzienrat Klingspor 70 Jahre alt.
Am heutigen 12. September kann der Zigarrenfabrikant Kommerzienrat Adolf K l i n g s p o r seinen 70. Geburtstag begehen. Kommerzienrat Kling- spor ist geborener Gießener, der im Jahre 1888 in das väterliche Geschäft eintrat, an dessen <5piße er viele Jahre lang tätig war. Neben seinem geschäftlichen Wirken trat er während einer langen Reihe von Jahren auch im öffentlichen Leben hervor. Für fein Wirken im Rahmen der Wirtschaft wurde er im November 1911 zum Kommerzienrat ernannt Der Gießener Handelskammer gehörte er fett 1905 über einen Zeitraum von vielen Jahren an. Von 1919 bis 1921 war er Mitglied der damaligen verfassunggebenden Volkskammer Hessens, des spateren Landtags. Weiterhin wirkte er als Handelsrichter beim Amtsgericht Gießen und als Mitglied des Finanzgerichts Darmstadt. Don 1919 bis 1931 gehörte er als ehrenamtlicher Beigeordneter der Gießener Stadtverwaltung an. Die Gießener Hochschulgesellschaft, deren Mitbegründer er war, genoß ebenfalls seine Mitarbeit. Im Verlaufe seines geschäftlichen Wirkens hat der Jubilar sich durch eine Reihe von Stiftungen und namhaften Spenden für die Förderung gemeinnütziger Zwecke aufgeschlossen gezeigt, wie er auch den sozialen Wohlfahrts desttebungen sein tatbereites Interesse bekundete. Mancherlei Schicksalsschläge sind Adolf Klmg- svor nicht erspart geblieben, sein allezeit starker Schaffenswille hat ihn aber auch diese Klippen des Lebens überwinden helfen.
Sommerkampfspiele Klein-Linden - Heuchelheim.
^ußschlagball: Kleiu-Linben — Heuchelheim 89:22 (64:0).
Auf dem Sportplatz in Heuchelheim trugen beide Schulkampfmannschaften ihr fälliges Fußschlagball- spiel aus. Klein-Linden hatte Platzwahl und ging in den Tretraum. Heuchelheim war vorzüglich im Fangen, konnte aber keine Treffer für sich verbuchen, so daß Klein-Linden in der ersten Halbzeit 64 gültige Läufe erzielen konnte. In der zweiten Halbzeit kam Heuchelheim in den Tretraum, wurde aber schon nach 14 gültigen Läufen abgeworfen und mußte ins Feld zurück. Noch einmal glückte Heuchelheim ein Abwurf, aber nach weiteren 8 Läufen gewann Klein-Linden den Tretraum, den es bis zum Endpf ist nicht mehr verließ und mit 89:22 Punkten Sieger wurde.
Handball:
Klein-Linden (Schüler) — Heuchelheim (Schüler) 3:1 (0:1).
Zum Handballspiel stellte die Schule von Heuchelheim eine flinke Mannschaft mit gutem Zuspiel ins Feld. Ihre Stürmer stellten sich zuviel ins Abseits, o daß die besten Aussichten ohne Torerfolg blieben. Nur ein einziges Tor der Schule Heuchelheims war der Erfolg der einsatzbereiten Schüler. In der Pause stellte Heuchelheim zu seinem Nachteil um; jeder Spieler drängte sich zum Stürmen vor. Klein-Lin- den kämpfte um den Ausgleich, errang ihn schließ- lich auch, blieb weiter im Angriff und konnte das anfangs verlorene Spiel 3:1 gewinnen. Ein viertes Tor für Klein-Linden wurde vom Schiedsrichter wegen Abseitsstellung des Rechtsaußen nicht ge* ■ geben.
,$(£.$eufoniox' Watzenborn-Steinberg
Watzenborn-Steinberg ohne Gegner.
Zu dem für vorigen Sonntag angesetzten Spiel der 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg gegen die 1. Mannschaft vom Spv. Rod- heim war Rodheim aus unbekannten Gründen nicht angetreten.
In einem schnellen und fairen Spiel standen sich die Jugendmannschaft von Watzenborn-Steinberg und Alten-Buseck im Gesellschaftsspiel gegenüber. In der ersten Halbzett spielte die Platzmannschaft eine 3:0-Führung heraus. In der zweiten Spiel- Hälfte war das Spiel offen, und jeder Partei gelang ein Trester, fo daß Watzenborn-Steinberg mit 4:1 siegte. *
Naunheim 1. 3gb. — vaubringen 1.3gb. 0:5 (0:1).
Am vorigen Sonntag weilte die 1. Jugend von Saubringen zu einem Freundschaftsspiel in Naunheim. Beide Mannschaften zeigten ein technisch schö- nes Spiel, das Saubringen in dieser Höhe verdient gewann. In der ersten Halbzeit war der Kampf ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Hälfte beherrschten jedoch die Gäste das Spiel, und sie konnten als sichere Sieger den Platz verlassen. Sas Spiel wurde sehr fair durch geführt.
Kreitz schlägt Heuser.
In der Berliner Deutschlands) alle stieg am Sonntag der Kampf um die deutsche Meisterschaft im Boxen der Halbschwergewichtsklasse. Ser junge Aachener Jean Kreitz schlug als Herausforderer den um zehn Jahre älteren Meister Adolf Heuser in der achten Runde entscheidend und sicherte sich damit den Titel. Schon von der fünften Runde an hatte Kreitz Vorteile, und in der sechsten war Heuser -zum erstenmal kurz am Boden. In der achten Runde kam bann bas Ende.
Kurze Sportnotizen. ' •
Einen neuen Schwimm-Weltrekord , stellte die Sänin Ragnhild Hveger in Svendborg auf. t lieber 400-Meter-Kraul verbesserte sie ihre eigene : Bestleistung um 6/io Sekunden auf 5:05,5 Minuten.
In Budapest standen sich am Sonntag die Boxmannschaften von Ungarn und Deutschland t im 11. Länderkämpf gegenüber. Das Treffen nahm ;‘mit 8:8 Punkten einen unentschiedenen Verlauf.


