Ausgabe 
12.1.1940
 
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Mond an und schwärmen von Werther. Die deut­schen Jünglinge schließen Bünde in dunklen Hainen und halten es vor allem mit dem Grundsatz:Poli­tisch Lied, ein garstig Lied". Denn große Politik ist die Aufgabe des Westens, Politik geschieht in London und Paris. Deutschlands Aufgabe ist Kul­tur und Kunst, ist Weimar, ist Romantik.

Leuten, die sich an dieses einseitige Delltschland- bild gewöhnt haben, ist natürlich das Phänomen AdvlfHitler ein Greuel nicht deshalb, weil das durch Adolf Hitler geschaffene nattvnalsozia- listische Deutschland zum Geiste von Weimar im Gegensatz stünde, sondern deshalb, weil das neue Deutschland seine Beschränkung durchbrochen hat, aus der idyllischen Selbstpreisgabe durchge­stoßen ist zur kämpferischen und damit politischen Selbstbehauptung.

Run, in der dumpfen Nötigung, dem frevelhaften Beginnen der Kriegsentfesselung einen nachträg­lichen Sinn zu geben, wird dieses Bild eines roman­tischen Deutschlands plakatiert. Im Zwang der Stunde, die im verlogensten Gerede immer wieder den eigentlichen Hintergrund bloßlegt, erscheint diese Romantik nüchtern und nackt, wie sie der Westen erlebt und liebt, als deutsche Kleinstaaterei, als deutsche politische Ohnmacht. So prophezeien sie un­ser Wesen, wie sie es sehen. Wir sollten die Waffen ablegen, das Poschorn ergreifen und rührende Lie­der blasen, mit deutscher Gründlichkeit in unergründ­lichen Problemen herumrühren, darüber unser Le­ben, uns selbst vergessen. Alle Emigranten um Thomas Mann stimmen mit ein und lassen sich als bequemeUnpolitische" herumreichen, von einem fetten Freßnapf zum andern.

Das Derllschland von heute aber ist nicht mehr durch noch so fromme Wünsche in seine verworrene Jugendzeit zurückzuversetzen. Es ist geworden und wird so bleiben. Die sentimentalen Deutschland­träumer an französischen Kaminen werden es noch mit der nötigen Eindringlichkeit gewahr werden.

Z^same britische GreueNüge.

Das Leben Schiffbrüchiger gefährdet.

Berlin, 11. Jan. (DNB.) Eine schwedische Zei- hing hat sich zum Werkzeug einer niederträchtigen britischen Propaganda machen lassen. In einem Bericht desS v e n s k a D a g b l a d e t" heißt es, Schiffe, die Notsignale von Schiffbrüchi- gen torpedierter Schiffe auffangen, wag. ten jetzt nicht mehr Hilfe zu leisten, weil sie be­fürchteten, daß diese Notsignale von U-Booten st a m m t e n , die das zu Hilfe eilende Schiff i n eine Falle locken wollten. Das schwedische Blatt übernimmt diese gemeine Behauptung kritik­los einer Aussage, die der Kapitän des englischen HandelsdampfersG a r d i o n" gemacht hat, nach­dem er die Besatzung des versenkten schwedischen DampfersR u d v l v gerettet hatte. Der englische Fischdampferkapitän hatte bei dieser Gelegenheit geäußert, er habe große Bedenken gehabt, zu Hilfe zu kommen. Denn er habe vorher die Besatzung eines anderen englischen Fischdampfers geborgen, der durch 808- Signale hinters Licht geführt worden sei. Dieser Fischdampfer sei näm­lich an dem im Signal angegebenen Platz von einem U-Boot erwartet und versenkt worden.

Man kann sich kaum etwas Verwerflicheres vor­stellen als diese britische Greuellüge. Denn es wer­den hier gegen den Gegner im Kriege infame und völlig unbegründete Vorwürfe erhoben ohne Rücksicht darauf, daß durch-solche Greuelmärchen das Leben von Schiffbrüchigen direkt gefährdet wird. Da diese Greuelmärchen auch auf Kosten etwaiger neutraler Schiffbrüchiger verbreitet werden, ist es unverantwortlich, daß solche Berichte von der neutralen Presse auch noch weiterverbreitet werden, ganz abgesehen davon, daß eine solche Handlungsweise mit geistiger Neutralität unvereinbar ist.

Englandfahrt Todesfahrf.

Amsterdam, 12. Januar. (DNB. Funkspruch.) Holländische Blätter berichten aus Aberdeen, daß in der vergangenen Nacht das griechische Motorschiff Tonis Chandris" bei den Shetlands-Inseln an den Felsen gestrandet" ist. Das Schiff soll sich in sinkendem Zustande befinden. DieTonis Chan­dris" hat 3000 Tonnen. Weiter melden die Blätter, daß das norwegische SchiffM a n x" (1343 Ton­nen) auf eine Mine gelaufen und ae- funken ist. Sieben Mann der Besatzung befän­den sich auf einem Floß, da die Rettungsboote eben­falls vernichtet worden seien. Der französische Damp­ferM o n t a u b a n" (4191 Tonnen) ist an der Nordostküste Englands gestrandet. Man nimmt an, daß das Schiff in der Mitte auseinandergebro- chen ist. An der Südküste von Wales hat das nor­wegische Schiff .^Hertha" (1365 Tonnen) einen Zusammenstoß" erlitten, wobei es schwer beschädigt wurde. Gleichfalls schwer beschädigt wurde das eng­lische DorpostenschiffChrysolite" (251 Tonnen).

England muß den Benzinverbrauch rationieren.

Berlin, 12. Januar. (DNB. Funkspruch.) Die Versenkung des englischen Schiffsraumes insbeson­dere der vielen Oeltanker, macht sich in England in einem ernsten Oelmangel bemerkbar. Es mutet jedenfalls seltsam an, daß England,der Herr der Weltölquellen" dazu übergehen muß, vom 31. Januar ab den Benzinverbrauch zu rationieren. Die Karten werden zunächst für einen dreimonatigen Zeitraum ausgegeben werden.

Untrügliche Zahlen

Amsterdam, 11. Jan. (DNB.) Die Britische Nationale Rettungsboot - Gesellschaft bringt eine Jahresübersicht, in der festgestellt wird, daß die Beanspruchung der Boote im ganzen Küstenbereich niemals so ungeheuer gewesen sei, wie seit Kriegsausbruch. Die Boote hätten bei jedem Wetter insgesamt 411 Rettungsunternehmungen mit einer viel höheren Zahl von Einzelfahrten ausführen müssen und 1101 Menschen in Sicherheit gebracht. Das entspreche einem Wochendurchschnitt von 64 Rettungen. Während des Weltkrieges sei der Wo» chendurchschnitt der Rettungsleistung nur 21 Fälle gewesen. Der Bericht läßt erkennen, daß die Zahl der Schiffsuntergänge infolge der deut­schen Seekriegführung an der britischen Küste sich gegenüber den Weltkriegsverhältnissen weit mehr als verdreifacht hat.

Vermehrte Ausgaben für das amerikanische Heer.

Washington, 11. Jan. (Europapreß.) Die Fi­nanzkommission des Kongresses der Vereinigten Staaten hat grundsätzlich die Forderung Roosevelts

Handelsschiffahrt in Sturm und Eis.

Fast völlig vereist traf dieser Handelsdampfer nach einer Sturmfahrt über die winterliche See im heimatlichen Hafen ein. (Aufnahme: PK.-Augst-Scherl-M.)

Maschinen der denffchen Luftwaffe.

w.

F 1

Heinkel He 111, Verwendungszweck: Kampfflug­zeug (Bomber). Das Kampfflugzeug hat die Aufgabe, feindliche militärische Ziele anzugreifen und durch Bombenabwurf zu zerstören. Ein neuzeitliches Kampfflugzeug trägt je nach der Flugstrecke eine Bombenlast von 1000 bis 2000 kg. Kampfflugzeuge

fliegen im Verband und in großen Höhen. Besatzung: 1 Flugzeugführer, 1 Beobachter, 1 Funker, 1 MG- Schütze. Kennzeichen: Tiefdecker, Einzieh-Fahrgestell, einfaches Seitenleitwerk, 2 Motoren zu je rund 1000 PS, Ganzmetallkonstruktion. (Scherl-M.)

Oie andere Seite der britischen Blockade.

Englands Kriegswirtschaft im russischen Spiegel.

Moskau, 11. Januar. (DNB.) DieJswestija" veröffentlicht einen Artikel des sowjetrussischen Wirt­schaftssachverständigen Professor Bogolepow. Er geht davon aus, daß England seine finanziellen Kräfte mit einer täglichen Aufwendung von 6 Mil- Tionen Pfund für Zwecke des Krieges schon jetzt bis zum äußer st en angespannt habe. Der britische Staat, der sich zur Zeithinter der Magi- notfinie im Rücken des vollkommen mobilisierten Frankreich" verbirgt, habe schon jetzt beinahe so viel Kosten für die Kriegführung aufzubringen wie während der letzten Monate des Weltkrieges, als die Entente letzte verzwei­felte Anstrengungen gegen Deutschland unternahm. Gegenüber den wachsenden Anforderungen zur Finanzierung des Krieges zeige sich in den Staats­einnahmen und im Voiksvermögen Englands deut­lich eine absteigende Tendenz. Man habe es in England auch feit Kriegsausbruch nicht fer­tiggebracht, die große Masse der Erwerbs­losen in den Arbeitsprozeß wieder einzubeziehen. Andererseits würden die Preise unentwegt a n ft e i g e n , womit für die Masse der Bevölke­rung neue Opfer verbunden seien. Auf dem Gebiete des A u ß e n h a n d e l s , der sich auch für England im Zusammenhang mit der Beschaffung von Roh­stoffen und Kriegsmaterial immer wichtiger er­weise, sei bis jetzt nur eine Reihe von Mißerfolgen für England zu verzeichnen. Die Einfuhr auslän­discher Waren nach England gehe rapide zu­rück, nicht zuletzt infolge der Beschränkung des Schiffsraumes und der Gefährdung der Verbin­

dungslinien durch die deutsche Kriegsflotte. Dabei müsse man bedenken, daß England in feiner Er­nährung völlig vom Auslande abhänge und prak­tisch bereits heute auf vielen Gebieten a u f K o st e n seiner Vorräte lebe. Auch in Bezug auf den Export, der einen noch stärkeren Rückgang auf- weise als der Import, habe England mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen. Es sei Der britischen Wirtschaftspolitik nicht gelungen, sich der Kriegslage anzupassen, so daß die Ausfuhrziflern sich immer weiter nach abwärts bewegten.

Somen der französischen KrieqswtttschH

Genf, 12. Jan. (Europapreß.) In der franzö­sischen Presse wird zur Beruhigung der Bevölke­rung immer wieder unterstrichen, daß in Kürze größere Expeditionskorps aus Eng­land eintreffen würden. Von der französischen Regierung aus soll auf London in dieser Richtung ein ziemlich starker Druck ausgeübt worden sein, da die französische Wirtschaft erlahmen müsse, wenn nicht bald ein Ersatz für die einberufenen franzö­sischen Bauern und Spezialarbeiter eintreffe. Die Bestellung des Landes läßt in vielen De­partements Frankreichs wegen Landarbeitermangel zu wünschen übrig, und vor allem in der Kriegsindustrie macht sich ein äußerst fühl­barer Mangel an Spezialarbeitern bemerkbar.

auf außerordentliche Erhöhung der Ausgaben für die Verteidigung der Vereinigten Staaten bewil­ligt. Die Ausgaben für das Heer wurden auf 267 Millionen Dollar festgesetzt. Der Voranschlag sieht u. a. auch den Bauoon518Flugzeugen für den Patrouillendienst zum Schutze der Neutralität vor. Der Generalstabschef General Marshall er­klärte in der Kommission, die gegenwärtigen Be­stände des amerikanischen Heeres seien für den Not­fall unzureichend.

Oie Floitenpläne der LtGA.

Starker Eindruck in Japan.

Tokio,11. Jan. (DNB.) Die Erklärung des amerikanischen Admirals Stark, daß nach der durchgeführten Flottenaufrüstung die Flotte der Vereinigten Staaten wieder auf den Stand von 5:3 gegenüber Japan kommen werde, hat in Tokio größten Eindruck hervorgerufen. Tokio Nitschi-Nitschi" schreibt:Die Flottenpolitik Japans zielt auf Nichtbedrohung und Nichtangriff ab. Die japanische Flotte wird ferner fremden Flotte

erlauben, in japanische Gewässer einzudringen, wie sie anderseits keine transpazifischen Operationen vor­gesehen hat. Wenn Amerika trotzdem sein Ueberge- wicht aufrechterhalten will, so wird Japan in Ver­teidigung feiner Interessen gezwungen sein, seine Flotte gegen die amerikanische Bedrohung zu v er­st ä r k e n.

Auch der Sprecher des Marineamtes erklärte in der Pressekonferenz, alle ausländischen Mächte ein­schließlich Japan, seien sehr beunruhigt. Die Vereinigten Staaten hätten offenbar die Absicht, ihr Ueberaewicht über die japanische Flotte selbst nach dem Ausfall des Washingtoner Vertrages auf- rechtzuerhalten. Auf die Frage, ob Japan ein neues Bauprogramm aufstellen werde, falls der amerikanische Kongreß die neuen Flottenbau- pfäne billigen sollte, erklärte der Sprecher, man könne sich 'vorstellen, was Japan in einem solchen Falle tun würde. Japan habe beschlossen, den Jangtse freiwillig bis Nanking wieder zu öffnen, worauf di« Bereinigten Staaten mit der Ankündi­gung eines Bauplanes für 50 000-Tvnnen-Schlacht- jchiffe geantwortet hätten.

Der finnische Heeresbericht.

Helsinki, 11. Jan. (DNB.) Wie die Finnen melden, seien auf der Karelischen Landenge am Dienstag außer dem üblichen Artilleriefeuer und ge­ringer Erkundungstätigkeit keine besonderen Ereig­nisse zu verzeichnen. Die Russen hätten ihre Stellungen weiter aus gebaut. Nordöst­lich des Ladogasees hätten finnische Truppen ein feindliches Bataillon versprengt, wobei der Feind 200 Gefallene und 40 Gefangene eingeblißt haben soll. Im Suomussalmi-Abschnitt in Richtung auf Raste sei die Landesgrenze von den Fin- nen wieder erreicht worden. Somit sei es ge­lungen, die Russen an vier Stellen über die Grenze zurückzuschlagen. Sowjetrussische Luftangriffe auf die Küstenbatterien am Finnischen Meerbusen und am Ladogasee seien ergebnislos geblieben. Die finnische Luftwaffe habe Erkundungsflüge ausge­führt. __________

Deutschlands Filmwirtfchast vom Ausland unabhängig.

Der Geschäftsbericht der Ufa.

Berlin, 11. Jan. (DNB.) In der Auflichtsrats­sitzung der U f a erstattete Generaldirektor Klitzsch Bericht. Die deutsche Filmwirtschaft ist nunmehr vom Auslande, das in früheren Jahren bis zu 40 v.H. der Herstellungskosten amortisiert, völ­lig unabhängig geworden. Das ist neben der Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Neuordnung des Marktes auch schon auf den Hinzutritt neuer Wirtschaftsgebiete Ostmark und Sudetengau zurückzuführen. Selbst Filme größten künstlerischen und materiellen Formates können heute allein im großdeutschen Wirflchaftsraum amortisiert werden. Die Ufa-Umsätze haben 142,4 (i. V. 118,47) Millionen RM. erreicht. Der Jahres­ertrag stellte sich auf 85,33 (i. D. 68,78) Millionen RM. Steuern erforderten 9,11 (5,57) Millionen RM., Abschreibungen 47,49 (i. V. 41,2) Millionen RM. Interessant ist die starke Zunahme der Be­sucherzahlen der UfwTheater mit 47 (40) Mil« lionen. Im Jahre 1933 betrug die Zahl nur 27 Mil­lionen Besucher. Die Filmproduktion um­faßte: 30 große Spielfilme, 6 große fremdsprachige Spielfilme, 15 deuflche Ton-Kurzfilme, 28 deutsche Kulturfilme, 32 fremdsprachige Kulturfilme, 156 Wochenschauen, 125 Industrie- und Werbefilme. Der Ausbruch des Krieges hat die Lage des Unterneh­mens nicht zu beeinträchtigen vermocht. Die Film­produktton wurde in vollem Umfange fortgesetzt. Die Theatereinnohmen erfuhren während der ersten Kriegswochen einen vorübergehenden Rückgang. Sie stiegen jedoch bald wieder an und übertreffen das Ergebnis der entsprechenden Zeit des Vorjahres.

Die Kriegsregeluug des Ladenschluffes.

Das erste Ziel jeder Kriegsregelung des Laden­schlusses und der Verkaufszeit im Einzelhandel muß die Sicher st ellung der Bedarfsdeckung der Bevölkerung sein. Dor allem muß der Hausfrau und Mutter, die im Kriege ohnehin stark belastet ist, die Erledigung der Einkäufe soweit als irgend möglich erleichtert werden. Diesem Ziele müssen sich alle anderen Belange unterordnen, die berufsstän­dischen Forderungen des Einzelhandels sowohl als auch die sozialpolitischen Wünsche seiner Gefolg­schaftsmitglieder. Für die notwendige Kriegsrege­lung des Ladenschlusses ist durch die Verordnung des Reichsarbeitsministers die Grundlage geschaf­fen worden. Der Sachbearbeiter des Ministeriums, Ministerialrat Deutschbein, bringt im Reichs­arbeitsblatt Erläuterungen und Ergänzungen der geplanten Neuregelung. Die Frage des Mittags­ladenschlusses soll nach der beabsichtigten Einfüh­rung der Sommerzeit einer erneuten Prüfung unter Berücksichtigung der inzwischen gemachten Er­fahrungen unterzogen werden. Die jetzt eingeführte Verpflichtung zur Offenhaltung der Geschäfte kann durch behördliche Anordnung wieder aufgehoben werden. Von dieser Befugnis wird besonders dann Gebrauch zu machen sein, wenn einzelnen Geschäfts­zweigen wegen ständigen oder vorübergehenden Warenmangels die Offenhaltung nicht zugemutet werden kann. Im übrigen umfaßt die Verordnung alle offenen Verkaufsstellen mit Ausnahme des Marktoerkehrs. Der Referent betont, daß grundsätz­lich an einer möglichst strengen Sonntagsruhe im Handels gew erbe auch im Kriege fest geh alten werden soll. Demgemäß ist die vereinzelt zum Aus­gleich einer Einschränkung der werktäglichen Laden« zeit zugelassene Verkaufszeit an Sonntagen wieder aufzuheben. Verstöße gegen die Verpflichtung zum Offenhalten der Geschäfte werden ebenso bestraft wie Verstöße gegen die Lade ns chlußo v r schris ten.

Neuordnung des Schuhes

der nationalen Symbole und Lieder.

Berlin, 11. Jan. (DNB.) Unter Aufhebung der bisher ergangenen Bestimmungen hat der Reichs­minister für Volksaufklärung und Propaganda im minifter für Volksaufklärung und Propaganda im Ein­vernehmen mit dem Reichsinnenminister eine Polizei­verordnung zum Schutze der nationalen Symbole und Lieder erlassen, die bestimmt, daß bas Singen des Deutschlandliedes, des Horst-Weflel-Liedes und anderer durch Tradition und Inhalt geheiligter vater­ländischer Lieder ober nationalsozialistischer Kampf- lieber in Vergnügungs - u n b Gaststätten aller Art, sowie bas Spielen traditioneller Armeemärsche zum Tanz verboten ist. Ausgenommen sind Gelegenheiten, bei denen der Rahmen und der Ernst der Veranstaltung zum ©in­nen und Svielen dieser Lieder eine besondere Veranlassung geben. Die gegen den Mißbrauch des Badenweiler Marsches erlassenen besonderen Be­stimmungen bleiben unberührt.

'Puboif Heß

bonff Dem weiblichen Arbeitsdienst.

Berlin, 11. San. (DNB.) Am Donnerstag, vormittag nahm der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, Gelegenheit, den m Berlin in der Reichsleitung zu einer Arbeits­tagung D-^reiniaten Führerinnen Des Nei--h<;arlu^-r- bienftes für die weibliche Jugend seinen Dank und ferne Anerkennung auszusch-echen. Der Reichs- arbeitsführer zeigte dann seinem Gast die fünft« "risch ausgestatteten Räume des Führerheimes. Im großen Kartensaal wurde dem Stellvertreter des Führers ein eingehendes Bild über bas große Tätigkeitsfeld des Reichsarbeitsdienstes vermittelt Zum Abschluß brachte der Stellvertreter des Füh­rers zum Ausdruck, wie stark der Einfluß des Reichsarbeitsdienstes auf die Festigung des Na-