Gold ist heute mehr wert als Gold. Denn sie ist lausende Produktion. Das ist dem deut« schon Bauern zu verdanken, der gearbeitet hat von früh bis spät, es ist dem deutschen Arbeiter zuzu- chreiben, der uns seine ganze Kraft schenkte. Und nun ist auf einmal wie mit einem Zauberschlag das ganze Problem gelöst worden.
Wenn ich, meine lieben Freunde, öffentlich vor acht oder neun Jahren erklärt hätte: ,^Jn sechs oder sieben Jahren wird das Problem nicht mehr ein: Wie bringen wir die Arbeitslosen unter? — ondern das Problem wird dann lauten: Wo krie« gen wir die Arbeitskräfte her?" — Wenn ich das gesagt hätte, würde mir das sehr geschadet haben, denn man hätte erklärt: „Der ist wahnsinnig! Mit dem kann man überhaupt gar nicht reden, ge> chweige dann gehen. — Man kann ihm keine Stimme geben! Er ist ein Phantast." Aber heute ist das Wirklichkeit geworden! Heute existiert nur eine Frage bei uns: Wo ist die Arbeitskraft?
Das, meine Volksgenosien, ist der Segen
Vei uns bestimmt bas Volk.
Das, meine Volksgenossen, ist auch eine Welt, die wir hier aufbauen, eine Welt der gemein- amen Arbeit, eine Welt gemeinsamer An- trengungen, aber auch eine Welt gemeinsamer Sorgen, gemeinsamer Pflichten. Ich habe mich nicht gewundert, daß man in anderen Ländern, zum Teil erst nach zwei, drei, fünf, sieben Monaten, zum Teil nach einem Jahr mit der Rationierung begann. Glauben Sie, das ist kein Zufall. In allen diesen Ländern ist das Berechnung. Vielleicht hat sich mancher Deutsche gewundert, daß am ersten Tage des Kampfes, am Morgen bereits b i e Mar fe n gekommen sind. Ja, meine Volksgenossen, dieses Markensystem hat natürlich zwei Seiten. Mancher wird vielleicht sagen: „Wäre es nicht gescheiter, man würde auf dem einen oder anderen Gebiet darauf verzichten?" Er wird sagen: „Was heißt das schon, soundso viel Gramm Kaffee, da bekommt keiner viel. So würden wenigstens einige mehr bekommen." Das gebe ich zu. Aber das ist es ja eben, was wir vermeiden wollten. Wir wollen vermeiden, daß von dem Wichtigsten, was zum Leben gehört, der eine mehr hat als der andere. Es gibt andere Dinge, ein kostbares Gemälde zum Beispiel. Es kann sich nicht jeder einen Tizian kaufen, selbst wenn er das Geld hätte, weil Tizian gar nicht so viele Bilder gemalt hat. Das kaufen ohnehin nur wenige. Das kann man dem einen ober dem anberen geben, ber kann es bezahlen, er gibt fein Gelb aus, unb es kommt auf biete Weise bas Gelb unter bie Leute. Aber, wenn es ums Essen geht, bann soll jeher basselbe haben.
Aber in ben anderen Staaten hat man gewartet. Man fragte: „Soll Fleisch rationiert werben?" Das war ber erste Alarmschuß, d. h. also, wenn bu Kapital hast, becke bich ein, kaufe bir einen Eisschrank unb lege bir ein paar Speckseiten hinein. Oder: „Soll Kaffee rationiert werden?" Es bestehen hier zwei verschiedene Meinungen, ob er rationiert werden soll ober nicht. Es wäre nicht ausgeschlossen, baß die Meinung am Enbe siegt, bie glaubt, baß man auch ben Kaffee rationieren solle. Das wirb vier Wochen lang so geschrieben, unb jeher, ber etwas egoistische Grütze im Kopf hat — unb bei ben Demokratien ist bas schon ber Fall —, ber sagt sicher: „Aha, also ber KWffee wirb bemnächst rationiert, also Kaffee einkaufen!" Unb bann enblich rationiert man, b. h. wenn nichts mehr da i st. Das wollten wir vermeiden. Deshalb haben wir jetzt im Kriege diese Beschränkungen vornehmen müssen, von vornherein, für alle gleichmäßig. Unb wir verstehen wenig Spaß, wenn sich einer bagegen versünbigt.
Das eine aber ist sicher, meine Volksgenossen: Denn wir alles zusammennehmen, dann haben wir heule einen Staat, der wirtschaftlich unb politisch anders orientiert ist, wie bie westlichen Demokratien. 3n diesem Staat bestimmt ohne Zweifel bas V o l k bas Dasein. Das Volk bestimmt in diesem Staat bie Richtlinien feiner Führung.
Deutschland wird nicht zu Grunde gehen.
d e r A r b e i t. Nur Arbeit schafft neue Arbeit, nicht Gold schafft Arbeit. Nur Arbeit schafft Werte, und mit ihnen werden die Menschen belohnt, bie selber wieder arbeiten wollen. Was der eine schafft, gibt dem anderen die Voraussetzung zu seinem Leben und damit zu seinem Schaffen. Und wenn wir bie Arbeitskraft unseres Volkes bis zum Höchsten mobilisieren, dann werden auf den einzelnen immer mehr Lebensgüter treffen. Die Tatsache ist, daß wir 7 Millionen Erwerbslose in den Wirtschaftsprozeß einglieberten, daß mir weitere sechs Millionen von Halb- zu Ganzarbeitern gemacht haben, baß mir sogar au Ueberftunben gekommen ftnb, und daß das alles bar bezahlt wird mit einer Reichsmark, die, solan-ge der Friede wahrte, ihren Wert behielt, und deren Kaufkraft mir erst jetzt im Kriege rationierten, nicht um die Mark zu entroer- ten, sondern weil mir letzt einen Teil unserer Industrien in den Dienst ber Krfegsprobuktwn stellen mußten, um damit ben Kampf um die deutsche Zukunft erfolgreich bestehen zu können.
Es ist tatsächlich möglich geworden, in diesem Staat die breite Masse im weitesten Ausmaß zunächst in bie Partei einzubauen, in biefe Riesen« organisation, bie von unten beginnt und Millionen Menschen umfaßt, die Millionen von Funktionären hat, lauter Menschen aus dem Volk. Unb es baut sich nach oben auf. Es ist zum erstenmal ein Staat in unserer beutschen Geschichte, her grunbsätzlich alle gesell- schafllichen Vorurteile in ber Stellenbesetzung beseitigt hat, nicht etwa nur im zivilen Leben — ich bin selber das beste Dokument dessen, ich bin nicht einmal Jurist, bedenken Sie, was das heißt! (Brau- sende Heiterkeit.) Unb ich bin trotzdem Lchr Führer, (lofenber Beifall.) Nicht nur im allgemeinen Leben haben wir es fertiggebracht, daß in allen Stellen hinauf jetzt Menschen kommen, d'ie aus dem Volke sind — Reichsstatthaller, die früher Landarbeiter gewesen sind ober Schlosser waren. Nein, mir haben sogar im Staat dort diesen Durchbruch vollzogen, wo er am schwersten fiel, in ber Wehrmacht. Tausende von Offizieren werden befördert, die aus dem Mannschastsstanb hervorgegangen sind. Wir haben auch hier alle Hemmungen beseitigt. (Tosender Beifall.) Wir haben heute Generale, die noch vor 22, 23 Jahren gewöhnliche Soldaten, Unteroffiziere gewesen sind. Wir haben hier alle Hindernisse gesellschaftlicher Art überwunden.
Wir bauen dabei vor allem das Leben für die Zukunft auf. Denn Sie wissen: Wir haben unzählige Schulen, nationalpolitische Erziehungsanstalten unb Adolf-Hitl^r-Schulen usw. In diese Schulen holen wir die talentierten Kinder herein, die Kinder unserer breiten Masse, Arbeitersöhne, Bauernsöhne, deren Eltern es niemals zahlen könnten, daß ihre Kinder ein höheres Studium mitmacken. Die kommen hier allmählich herein unb werden hier weiter gebildet, und sie werben später einmal in den Staat hineingeführt, kommen in bie Ordensburgen und in die Partei. Sie werden einmal die höchsten Stellen einnehmen.
Dir haben hier große Möglichkeiten geschaffen, diesen Staat so ganz oon unten her aufzubauen. Das ist unser Ziel, und das ist auch — das kann ich Ihnen sagen, meine Volksgenossen — unsere ganze Lebensfreude. Ls ist etwas herrliches, für ein solches Ideal kämpfen zu können. Ls ist so wunderbar, daß wir uns sagen dürfen: Wir haben ein fast phantastisch anmutenhes Ziel. Uns schwebt ein Staat vor, bei dem in Zukunft jede Stelle vom fähigsten Sohn unseres Volkes beseht sein soll, ganz gleichgültig, wo er herkommt, ein Staat, in dem die Geburt gar nichts ist und Leistung und können alles! (Ungeheurer Beifall) Das ist unser Ideal, für das wir nun arbeiten und für das wir uns mit unserem ganzen Fanatismus einsehen. Ls ist für uns, ich darf sagen, dies die schönste Glückseligkeil Das ist die größte Freude auf dieser Welt, die uns gegeben werden könnte.
mich interessieren gar nicht die Divideicken. Wir haben hier Grenzen gezogen. Man jagt sofort: „Na, sehen Sie, bas ist es ja eben. Sie terrorisieren bie Freiheit." Jawohl, wir terrorisieren bie Freiheit, auf Kosten her Gemeinschaft zu profitieren, unb wenn es notwendig ist, beseitigen wir sie sogar. (Minutenlanger Beifall.)
Diese englischen Kapitalisten haben bie Möglichkeit, um nur ein Beispiel zu nennen, aus ihrer Rüstungsindustrie 70, 80, 95, 140, 160 Prozent Di- vibenbe einzustreichen. Ja natürlich, sie sagen: „Wenn diese beutschen Methoden um sich greifen unb gar siegen, hört bas auf." Da haben sie vollkommen rechl Das mürbe ich nicht bulben. Ich glaube, baß 6 Prozent genügend sind. Aber von biefen 6 Prozent nehmen wir auch wieder bie Hälfte weg unb von dem Rest müssen wir den Nachweis erhalten, bah er wieder im Interesse ber Volksgemeinschaft angelegt wirb. Das heißt also, ber Einzelne hat nicht bas Recht, vollkommen frei über das zu verfügen, was im Interesse ber Volksgemeinschaft angelegt werben muß. Wenn er persönlich vernünftig darüber verfügt, ist es gut, wenn er nicht vernünftig verfügt, bann greift ber nationalsozialistische Staat ein.
Ober ein anderes Beispiel: Außer diesen Diviben- ben gibt es bann bie sogenannten Aufsichtsratsgebühren. Sie wissen vielleicht noch gar nicht, wie furchtbar bie Tätigkeit eines Aufsichtsrats ist. (Stürmische Heiterkeit.) Man muß also da im Jahre eine Reise tun, muß zur Bahn gehen, sich dann in die 1. Klasse hineinsetzen unb irgendwo hinfahren, muß sich in ein Lokal hineinbegeben, um 10 ober 11 Uhr, je nachbem, unb bann wirb dort ein Bericht verlesen, unb da muß man bann zuhören. Unb wenn ber Bericht verlesen ist, muß man zuhören, daß ein paar etwas bazu sagen. Es kann natürlich auch 1 ober 2 Uhr werden. Nach 2 Uhr muß man wieder aufstehen unb muß wieder feine Reise zurückmachen. Wieder zurückfahren muß man! —1. Klasse wieder zurückfahren! Unb es hat nun wohl jeder bas Recht, baß er bann 60, 80 ober 100 000 Mark — das war früher übrigens auch bei uns so — als Entschädigung erhält; denn er versäumt dadurch sehr viel, und bie Anstrengung muß sich auch sonst bezahlt machen! (Brausenbe Heiterkeit.) Diesen Unfug haben mir allerbings bei uns beseitigt, benn es war nur eine Verschleierung von Gewinnen, weiter gar nichts, unb vor allem eine Bestechung; benn bie Herren Abgeorbneten vor allem finb die Aufsichtsräte — das waren sie bei uns auch früher —. Wir haben bas beseitigt. Kein Abgeorbneter barf Aufsichtsrat fein, es fei denn unbezahlt. Irgendeine Bezahlung ist ausgeschlossen, unb zwar in jeglicher Form ausgeschlossen. In diesen anderen Ländern ist bas eben nicht so. Sie sagen nun: „Das sind für uns auch deshalb heilige Staaten." Ja, bas gebe ich zu, die machen sich auch bezahll! Aber, ob diese Staaten auch für bie Völker heilig finb, das ist etwas anderes. (Stürmisches Gelächter.) Für die Völker sind sie schädlich. Ich glaube, man kann es nicht aujrechterhalten, baß ein Mensch ein ganzes Jahr schuftet unb arbeitet unb einen gerabezu lächerlichen Lohn bekommt unb ein artberer setzt sich einmal in einen Blitzzug unb streicht dafür nun ungeheure Gelber ein. Das sind unwürdige Zustände.
Wir Nationalsozialisten treten auf ber anberen Seite auch jeher Gleichmacherei entgegen. Wenn heute einer burch seine Genialität etwas Gewaltiges erfinbet, burch feine geistige Arbeit uns einen ungeheuren Nutzen bringt, bann sind wir großzügig, bas ist bann Arbeit! Der Mann nützt bann unserer Volksgemeinschaft. Aber als Drohne in unserer Volksgemeinschaft zu leben, bas möchten mir allmählich unmöglich machen. Unb, sehen Sie, biefe Beispiele könnte ich ins Enblose erweitern. Es finb nun einmal zwei Welten, bie gegeneinanber stehen, unb sie haben recht, wenn sie sagen: „Mit ber national- sozialistischen Welt können wir uns nie versöhnen." Wie kann auch ein bornierter Kapitalist sich mit meinen Grundsätzen einverstanden erklären. Eher kann ber Teufel in bie Kirche gehen und Weihwasser nehmen, ehe sich dieser mit ben Gedanken auseinandersetzen kann, die heute für uns selbstverständlich find! Wir haben aber dafür auch unsere Probleme gelöst, meine Volksgenossen!
Es wird uns beispielsweise aber auch etwas anderes vorgeworfen. Man sagt: „Wir kämpfen für bie Aufrechterhaltung bes (Solhftanbarbs ber Währung." Das verstehe ich. Denn sie haben ja das Gold. Wir haben auch einmal Gold besessen, bas bat man uns bann aber geplünbert unb ausgepreßt. Als ich zur Macht kam, ba war es bei mir keine Bosheit, baß ich mich vom Golbstanbarb entfernte. Es war nämlich ohnehin kein Golb mehr ba. Es war für mich also auch gar nicht schwierig, diese Entfernung burchzuführen. Wenn einer nichts hat, kann er sich leicht bavon trennen. Wir haben fein Gold gehabt, wir hatten keine Devisen, bas hatte man uns geflaut, hatte man uns 15 Jahre lang ausgepreßt. Aber, meine Volksgenossen, ich war auch nicht unalücklich herüber, wir haben einen ganz anberen Wirtschaftsaufbau.
3n unseren Augen ist das Gold überhaupt kein Wertsakkor. sonbern ein Faktor zur Unterdrückung und Beherrschung der Völker. 3ch habe, als ich zur Wacht kam, nur eine einzige Hoffnung besessen, auf die ich baute: das war die Tüchtigkeit, die Fäbiakeit des deutschen Volkes und des deutschen Arbeiters, die 3ntelligevz unserer Erfinder, unserer 3ngenieure, unserer Techniker und Chemiker usw. Auf die Kraft, die in unserer Wirtschaft lebt, habe ich gebaut Ich stand vor der einfachen Frage, sollen wir denn zugrunde gegen, weil wir kein Gold haben, soll ich mich an einen Dahn hängen, ber uns vernichtet? Ich habe die andere Auffaffuug vertreten. Denn wir schon kein Gold haben, daun haben wir die Arbeitskraft. Und die deutsche Arbeitskraft, das ist unser Gold und das ist unser Kapital, und mit diesem Golde schlage ich jede andere Wacht der Welt! iUngehenrer Beifallssturm.)
Sie sollen in Wohnungen leben, bie gebaut werden müssen, also ber Arbeiter muß sie bauen. Unb das Material dazu, bie Rohstoffe, müssen durch Ar- bett gefchafft werben. Ich habe meine ganze Wirtschaft aufgebaut auf ben Begriff Arbeit! Wir haben unsere Probleme gelöst, unb bas Wunderbare ist, meine Volksgenossen, bie Kapitalländer sind mit ihren Währungen kaputt gegangen. Das Psurrb kann man heute in der Welt nicht verkaufen. Wenn man es einem nachwirft, weicht er aus, damit er nicht davon getroffen wirb. Aber unsere Mark, hinter her gar kein Golb steht, ist stabil geblieben. Warum? Ja, meine Volksgenosien, Golddeckung hat sie nicht, aber Ihr, Eure Arbeit steht dahinter. (Wieder stürmischer Beifall.) Ihr habt mir geholfen, daß die Mark Ifabrl geblieben ist. Die deutsche Wahrung ohne
Dem steht nun ein anderes Gebilde gegenüber, eine andere Welt. Dort ist bas letzte Ideal immer wieder doch ber Kampf um bas Vermögen, um bas Kapital, der Kampf für ben Familienbesitz, ber Kamps für den Egoismus des einzelnen, alles andere bleibt dabei nur ein Mittel zum Zweck. Das find bie beiden Welten, die sich heute gegenüberstehen!! Wir wissen ganz genau, wenn wir in diesem Kampf unterliegen, dann wäre dies bas Ende nicht nur unserer sozialistischen Aufbauarbeit, sondern das Ende des deutschen Volkes überhaupt. Denn ohne diese Zusammenfassung unserer Kraft können eben diese Menschen gar nicht ernährt werben. Das ist heute eine Masse von über 120, 130 Millionen, bie bavon abhängig ist, barunter allein 85 Millionen unseres eigenen Volkes. Das wissen wir.
Die a n b e r e Well bagegen sagt: „Wenn wir verlieren, bann bricht unser wellkapitalistisches Ge- bäube zusammen. Denn wir haben bas Golb ge- hortet, unb bas hat bann keinen Wert mehr. Denn wenn biefe Jbee unter bie Völker kommt, daß bie Arbeit bas Entscheibenbe ist, was bann? Dann haben wir unser Golb umsonst getauft Unser gan- Zer Weltherrschaftsanspruch kann nicht mehr aufrecht erhalten werben. Die Völker werben bie Fi. nanz-Dynastien beseitigen. Sie werben dann mit sozialen Forderungen kommen. Es wirb ein Welleinsturz erfolgen." Ich verstehe baher auch, wenn sie erklären: „Das wollen wir unter allen Umständen verhindern, bas wollen wir vermeiden." Sie sehen ganz genau, wie ber Aufbau unseres. Volkes stattfindet Es ist ihnen ganz klar, nur ein Beispiel: Dort ein Staat, ber regiert wirb von einer ganz bünnen Oberschicht Diese schickt ihre Söhne von vornherein in eigene Er- ziehungsanstatten, bas Eton-College. Aus unserer Seite sind die Adolf-Hitler-Schulen ober bie ncttio. nalpolittschen Erziehungsanstalten. Zwei Wei. ten. In einem Falle die Kinder bes Volkes, im anberen Fall nur hie Sohne biefer Gelbaristokratie, dieser Finanzmagnaten. Dort nur Leute aus dieser Schule, unb hier Männer aus hem Volke, bie im Staat eine Rolle spielen.
Das sind zwei Welten. Ich gebe zu, eine ber beiden Welten muß zerbrechen. Entwe- der die eine ober bie andere. Aber, wenn wir zer- brechen müßten, mürbe mit uns das deutsche Volk zerbrechen. Wenn bie anbere Well zerbricht, bin ich ber Uebergeugung, würden bie Völker über
haupt erst frei werben. Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen ben einzelnen Engländer ober Franzosen. Wir haben gegen sie nichts. Jahre- lang habe ich bies als meine außenpolitische Zielsetzung verkündet Wir haben von timen nichts verlangt Gar nichts. Ms sie in ben Krieg eintraten, konnten sie nicht sagen: Wik treten ein, weil bie Deutschen bas ober jenes von uns verlangt haben, sondern im Gegenteil, sie haben gesagt: „Wer tre- ten ein, weil uns bas beuffche System nicht paßt!", weil wir fürchten, baß dieses System auch unser Volk ergreift Deswegen führen sie diesen Krieg. Sie wollten unser Volk damit zurückschmettern in die Zeit von Versailles unb in bas bama- lige namenlose Unglück. Ader sie täuschen sich dabei! (Tosender Beifall.) Wenn schon in diesem Krieg die Signale so gestellt sind, daß hier Gold gegen Arbeit, Kapital gegen Völker unb Reaktion gegen den Fortschritt der Menschheit kämpfen, dann werden bie Arbeit, bie Völker unb bann wirb der Fortschritt siegen. (Mit einem Orkan von Beifall antworten die Arbeiter bem Führer.) Auch bie ganze jüdische Unterstützung wird timen dabei nichts Helsen.
Ich habe nun das vorausgesehen, seit Jahren. Denn was habe ich von der anderen Wett verlangt? Gar nichts, als nur bas Recht, daß sich die Deutschen zusarnmenschlietzen, unb zweitens, baß man ihnen bas zurückgibt, was man ihnen genommen hat. Also nichts, was für bie anberen Völker einen Verlust bebe Uten könnte. Wie oft habe ich ihnen bie Hand hingestreckt! Gleich nach ber Machtübernahme. Ich hatte gar keine Lust, aufzurüsten. Denn was heißt rüsten? Das verschlingt so viel Arbeitskraft. Gerade ich, ber ich die Arbeit als das Entscheidenste ansehe, wollte die deutsche Arbeitskraft für anbere Pläne einsetzen, und bas, meine Volksgenossen, glaube ich, wirb sich schon herumgesprochen haben, baß ich immerhin ziemlich bedeutende Pläne besitze, schöne unb große Pläne für mein Volk. Ich habe den Ehrgeiz, bas deutsche Volk reich, bas beutsche Lanb schön zu machen. Ich möchte, baß ber Lebensstandard des einzelnen gehoben wirb. Ick möchte, baß mir bie schönste und beste Kultur bekommen. Ich möchte, baß bas Thea- ter für bas aanze Volk unb nicht nur für bie oberen Zehntausend, rote in England, ba ist unb überhaupt die ganze deutsche Kullur bem Volke zugute kommt. Das find ungeheure Pläne, die wir besaßen unb dazu brauchte ich bie Arbeitskraft. Die
Rüstung nimmt mir bie Arbeiter nur weg. Ich habe Vorschläge gemacht, bie Rüstung zu begrenzen, man hat mich ausgelacht. Ich hörte nur eit Nein. Ich habe vorgeschlagen, einzelne Rüstungrr zu begrenzen. Man lehnte bas ab. Ich habe vor geschlagen, die Luftwaffe überhaupt aus dem Kriec herauszunehmen. Man lehnte das auch ab. schlug vor, bie Bomberwaffe zu begrenzen. Mer hat bas alles abgelehnt. Man sagte: Die ist es je gerade, mit ber wir euch unser Regime aufzwingen wollen." .((Erneuter brausender Beifall.)
Nun bin ich ber Mann, ber keine Dinge Hali macht. Wenn es schon einmal notwendig ist, fii zu wehren, bann wehre ich mich mit einem unbän oigen Fanatismus. Als ich sah, baß ber' groß« beutsche Wieberaufftieg die gleichen Leute in Eng lanb sofort roieber mobilisierte, bie schon vor den Weltkriege zum Krieae hetzten, ba war ich mir bewußt, baß eben biefer Kampf noch einmal wird ausgetragen werben müssen, baß bie anderen bei Frieben nicht wollen. Denn es war ja ganz Har: Was bin ich vor bem Weltkrieg gewesen? Ein unbekannter, namenloser Mensch. Was war ich in- Kriege? Ein ganz kleiner, gewöhnlicher Solbat. Ich habe keine Verantwortung am Weltkrieg gehabt. Wer sind aber bie Leute, bie heute in England führen? Das finb bie gleichen Leute, bie bereits vor bem Wellkriege bie Hetze betrieben hattet ber gleiche Churchill, ber im Weltkrieg schon bei gemeinste Kriegshetzer war, ber eben verstorben« Chamberlain, ber bamals genau so hetzte, unb bi« ganze Korona, die dazu gehört, unb natürlich jenes Volk, bas immer mit ben Trompeten von Jerichi glaubt, bie Völker vernichten zu können: Es sink bie alten Geister, bie ba roieber lebendig ge morden finb!
Unb bagegen habe ich nun das deutsche Volk gerüstet. Auch aus einer Ueberjeugung: Ich hab« selber als Solbat den Weltkrieg mitgemacht uni habe es fg oft erlebt, was es heißt, vom anderen beschossen zu werden, ohne selbst zurückschießen zu können, was es heißt, keine Munition zu besitzen ober zu wenig, immer nur von anderen geschlagen zu fein. Ich habe damals meinen ganzen Glauben an das deutsche Volk und feine Zukunft aus meiner Kenntnis des deutschen Soldaten, des kleinen Musketiers gewonnen. Er ist in meinen Augen der große Held gewesen. Natürlich haben auch bie anderen Volksschichten alles getan, sicherlich. Aber es ist doch ein Unterschieb gewesen. Der eine, ber zu Hause an sich im Vermögen lebte unb im Reichtum existierte, für ben hat ja Deutschland damals ganz schön ausgesehen. Er konnte an allem teilhaben, an ber Kultur, am schonen Leben usw., konnte bie beutsche Kunst unb vieles anbere genießen, er konnte burch bie beutschen Lande fahren, er konnte deutsche Städte besichtigen usw. Alles war für ihn schon. Daß er bann bafür auch eintrat, war verständlich. Aber auf ber anberen Seite, ba war her ganz kleine Musketier.
Dieser kleine Prolet, der früher kaum genug zum Essen hatte, sich immer um sein Dasein abrackern muhte, und ber trotzdem vier Iahre lang wie ein Held da drauhen gekämpft hat, auf den habe ich mein Vertrauen gesetzt, unb an dem habe ich mich wieder aufgerichte^ Als die anderen daher an Deutschland verzweifelten, da habe ich im Blick auf diesen kleinen Alaun wieder meinen Glauben an Deutschland gewonnen. Ich muhte: Deutschland geht nicht zugrunde! (Wieder orkanartiger Beifall.) Deutschland geht nicht zugrunde, solange es solche Alenfchen hat.
Aber ich habe auch erlebt, wie diese Kämpfer» diese Soldaten immer roieber im Nachteil waren« weil ber anbere sie einfach materialmäßig erlebigem konnte. Ich war bamals nicht ber Ueberzeugun^ baß uns ber Engländer auch nur einmal persönlich überlegen war. Nur ein Wahnsinniger kann sagen,, ich hätte ein Minderwertigkeitsgefühl dem Engländer gegenüber. Die finb wohl verrückt! Ich habe niemals ein Minderwertigkeitsgefühl gehabt! (Rasender Beifall.) Das Problem, ein Deutscher gegem Engländer war ja damals überhaupt nicht zur Diskussion gestellt. Sie haben schon damals in des ganzen Welt herumgewinselt, bis sie Unterstützung bekamen. Und ich war diesmal entschlossen, in betr Well nun vorzubauen, und unsere Pofitioin zu erweitern unb zweitens im Innern uns so 31c rüsten, bah ber beutsche Solbat nicht mehr verlassen unb einer Uebermacht preisgegebem allein an ber Front stehen muß. (Sturm betr Begeisterung.)
Und nun ist der Kampf gekommen. Ich habe auch hier alles getan, was ein Mensch überhaupt tum konnte, fast bis zur (Selb ftentroürbigung, um ihm zu vermeiden. Ich habe ben Engländern Angebot um Angebot gemacht. Ich habe mich mit ihrem Diplomaten hier besprochen und sie beschworen, si» möchten doch Vernunft annehmen. Aber es waa nichts zu wollen. Sie wollten den Krieg,, unb sie haben auch gar kein Hehl daraus gemacht. Seit sieben Jahren erklärte Churchill: ,Atz will den Krieg!" Er hat ihn jetzt! (Begeisterter Bei« fall.)
Ich habe bas bedauert, daß Völker gegeneinander kämpfen müssen, die ich gern zusammenführen wollte, die in meins» Augen miteinander nur Gutes hätten stiften können. Aber wenn diese Herren das Ziel haben, den nationalsozialistischen Staat zu beseitigen, das deutsche Volk aufzulöfen und wieder in feine Beftanb- leile zu zerlegen usw., wie ihre Kriegsziele ja lauteten und es itp Innern auch sind, dann werden sie diesmal eine Aeberraschung erleben, und ich glaube, diese Aeberraschung hat bereits begonnen!
Es sind unter Ihnen, meine Volksgenossen, viel» alte Wettkriegssoldaten, bie wissen ganz genau was Raum und was Zeit heißt. Viele vor ihnen find damals auch im Osten gewesen, unö all bie Namen, die sie im Jahre 1939 fefen formten: finb ihnen noch ganz geläufig. Vielleicht finb viele von Ihnen damals bei schlechtem Wetter ober in ben brennenden Sonne auch marschiert. Es waren eni lose Wege. Und wie schwer ist bas damals erkämpft morden. Was hat bas bamals für Blut gekostet, Ufa nur Kilometer um Kilometer vorwärtszukommen Und, meine Volksgenossen, in welchem Sturm > schritt haben wir diesmal diese Entfernungen zu1 rückgelegt! Achtzehn Tage, unb ber Staat, ber uns vor Berlin zerhacken wollte, war beseitigt!
Und bann kam ber britische Ueberfall auf N 0 r- wegen. Ich habe allerdings von jenen EngläN' dem, bie alles wissen, hören müssen, baß wir beir Winter über geschlafen hätten, und ein großen Staatsmann versicherte mir sogar, daß ich ben Autobus versäumt hätte. Aber wir finb doch gerade noch zurecht < gekommen, um vor ben (Englänbertr einzusteigen. (Brausender Beifall.) Ueberhaupl waren wir plötzlich wieder wach geworben. UnS wir haben bann in wenigen Tagen diese norm*


