Ausgabe 
11.11.1940
 
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Feierstunde in Langemarck

Die

Feier-

Der 9. November in München

Die Feier der

alten Garde am Vorabend des

Das Vermächtnis von Langemarck.

23on ^eichsjiudenienfüyrer Or Gustav Adolf Scheel.

des Kranzes des Führers und der Kranzspende der Wehrmacht, je vier Offiziere der Waffen-^ und des Heeres.

Der Stellvertreter des Führers be­gab sich mit Gauleiter Adolf Wagner und Gene­ralfeldmarschall Keitel, Chef des Oberkomman­dos der Wehrmacht,, an das Mahnmal. Wuchtig dröhnten 16 Salven der im nahen Hofgarten auf­gefahrenen Salutbatterie über den Platz. Die Posten am Mahnmal und die Wache präsentierten, der Trommler der Wache rührte das Spiel.

Auf dem Königlichen Platz sind gegen Mittag die Formationen und Gliederungen der Partei an- aetreten. Dann rücken die Alten Kämpfer an, bar­häuptig und im schlichten Braunhemd. Voraus die Blutfahne, schreiten sie bis zu den Propyläen. Dann teilen sich die Sechserreihen und nehmen vor den Ehrentempeln Aufstellung. Der Stellver­treter des Führers, Heß, ist zur Stelle. Mit ihm sind Gauleiter Adolf Wagner und Gene­ralfeldmarschall Keitel gekommen. Trommeln wir­beln. Rudolf Heß schreitet hinab zu den Särgen und legt vor jedem Sarkophag den Kranz des Füh­rers nieder: weiße Chrysanthemen auf grünem Lorbeer. Die rote Schleife trägt in goldenen Lettern den Namen des Führers. Der Trommelwirbel bricht ab. Das Deutschlandlied und dgs Horst-Wessel-Lied klingen über den Platz.

Truppenvorbeimarsch schlossen die würdige stunde doti Langemarck.

fler, setzte beim Sturm auf das flandrische Dorf Langemarck im November 1914 ihr Leben so ein, wie es alle wahren Deutschen in ernstem Schicksals» proben tun. Sie achtete ihr Leben nicht. Sie schlug es vielmehr gering an, wenn es galt, dieses Leben des einzelnen für die Gemeinschaft zu opfern. Mit dem LiedeDeutschland, Deutschland über alles" auf den Lippen, schritt die Generation der Kriegs­freiwilligen von 1914 in der Frühe eines grauen Novembertages zum Sturm auf Langemarck. In diesen Stunden wurde die neue deutsche Volksgemeinschaft von jungen deutschen Soldaten geahnt und mit ihrem Blute bereits be­siegelt. Es mutet wie eine Heldensage an, wenn der Heeresbefehl vom 11. November 1914 jene Tatsache schlicht meldet.

Die studentische Jugend ist zum Träger des Vermächtnisses von Langemarck geworden. Nicht deshalb, weil Studenten in der Hauptsache bei Langemarck gekämpft haben obwohl es sich bei den Regimentern, die in Flandern eingesetzt waren, vornehmlich um Kriegsfreiwillige gehandelt hat, die aus den Hörsälen der deutschen Hochschulen kamen. sündern nur deshalb, weil es damals deutsche Studenten waren, in denen sich das Be­wußtsein formte, durch ihren Kampf eine

m a r ck 1914 mit Recht zum Symbol der stürmenden Kraft der deutschen Jugend. Diese deutsche Jugend, ob Studenten, Bauern, Arbeiter oder Bür»

Das Ritterkreuz m Mei verdienst ll-Voo^münner

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleut­nant zur See S u h r e n und Stabsobersteuermann Petersen.

Oberleutnant zur See Suh re n hat sich als Erster Wachoffizier auf einem Unterseeboot auf neun Feindfahrten als besonders unerschrockener und hervorragend tüchtiger Offizier bewährt. Sein Können, seine Standhaftigkeit und Angriffsfreudig­keit sind dem Kommandanten stets eine große Hilfe gewesen. Er hat als Torpedobootoffizier von drei mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Unterseeboots- komcklandanten bei Nachtangriffen 35 Schiffe mit insgesamt 204 789 BRT. versenkt. Stabsober­teuermann Petersen hat als Steuermann auf einem Unterseeboot, das unter der Führung von Kapitänleutnant Kretschmer steht, 12 Feindfahrten mitgemacht. Als rechte Hand seines Kommandanten hat er als selbständiger wachhabender Offizier auf der Brücke größte Verantwortungsfreudigkeit, Zu­verlässigkeit und ein fachliches Können gezeigt. Bei verschiedenen Unternehmungen dicht vor der eng­lischen Küste hat er verantwortlich navigiert. Ihm sind die Erfolge dieser Unternehmungen in erster Linie zu verdanken. Bei Fernfahrten im Atlantik war er mit seiner sicheren Navigation dem Kom­mandanten eine wertvolle Hilfe. Petersen ist einer

Unser Bild zeigt Rudolf Heß während der Kranz­niederlegung; im Hintergrund (rechts) Gauleiter Wagner und links Generalfeldmarschall Keitel.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

chmachvollen Mordanschlages im Bürgerbräu­keller vom 8. Nüvember 1939. Weihevolle Stim­mung lag über dem Münchner Nordfriedhof, wo ich das Grabmal der Toten vom 8. November des vergangenen Jahres erhebt. 16 Fahnen flankierten die Grabstätte, vor der Gruft nahmen Ehrenab- ovdnungen Aufstellung. Gauleiter Adolf Wagner in seiner Begleitung ^-Obergruppenführer Mini- terialdirektor Freiherr von Eber st ein und SA.- Obergruppenführer H o e f e r legten den Kranz des Führers nieder und begrüßten die Hin­terbliebenen der Opfer.

Vor dem Mahnmal an der F e l d h e r r n h a l l e, an dem ein Doppelposten der die Ehrenwache hielt, hatten Ehrenabordnungen Aufstellung- genom­men. Aus dem Tor der Residenz kamen die Träger

Freiheit, Ehre und Größe opferte. Heute wissen wir, daß das Opfer der Gefallenen nicht umsonst gewesen war. Sie starben für das Reich, das unter Adolf Hitler feiner Vollendung entgegensieht. Zwei Sprecher sprachen dann das Gedicht Heinrich Lerschs: Solüatenabschied. Nach dem Liede der Mannschaft: Wenn alle untreu werden, sprach der geschäftsM» - rende Gaustudentenführer Safsran: Die Kämp» fer von Langemarck, die mit dem Deutschlandliede auf den Lippen über die flandrische Erde stürmtm, bekannten daynt ihren Glauben an ihr Volk, ihr Land, ihr Reich und ließen ihr Wollen in der Hin- gäbe ihres Blutes in ihrem Opfertode zur Tat wer» den Der Name Langemarck ist Symbol für diesen Einsatz an der flandrischen Front, an der Front für Deutschland.

München, 9. Nov. (DNB.) Der 9. November gehörte auch im Kriegsjahr 1940 dem Gedenken der 16 Kämpfer, die vor 17 Jahren an der Feld- herrnhalle ihr Blut und Leben für ein neues Deutschland hingegeben haben. Er gehörte aber auch der pietätvollen Erinnerung an die acht Opfer des

schwache deutsche Reichspolitik der Jahre vor dem Weltkrieg hatte eigentlich nur ein Verdienst.

9. November, bei der der Führer sprach, fand i m Münchener Löwenbräu-Keller statt, nicht wie am Samstag berichtet im Bürgerbräukeller. Am Grabe von Karl Noos.

(PK.) ..., 10. Nov. (DNB.) Das Elsaß gedachte am Tage der Toten der nationalen Bewegung der Männer, die wegen ihres Bekenntnisses zum deut­schen Volk von den Franzosen verfolgt, eingekerkert und getötet wurden. Auf dem Friedhof D o e r l i s - heim wurden Kränze an den Gräbern der Vor­kämpfer der Heimatbewegung, W u e r tz und L o e - gel, im Straßburger Nordfriedhof an der letzten Ruhestätte von D e m e s s e niedergelegt, die an den Folgen ihrer Haft gestorben waren. Im Mittelpunkt dieser Gedächtnisfeiern aber stand das Gedenken an den Führer des elsässischen Freiheitskampfes, Prof. D. Karl Roos, der am 6. Februar 1940 auf dem Friedhof von Champigneulles, einem Jn- buftrieort bei Ranzig, beigesetzt ist in der Nähe der Garnisonschießstände, wo er um 7 Uhr morgens erschossen worden war. Eine Ehrenwache von Männern hatte am Grabe Aufstellung genommen Sie gehörten während der Franzosenzeit der elsäs­sischen Jungmannschaft an. die zu den aktivsten Mit­streitern Roos' zählten. Mittags traf der Cbef der Zivilverwaltung des Elsaß, Gäuleiter Robert Wag­ner, auf dem Friedhof ein. Mit ihm hatten sich die Witwe und die engeren Mitarbeiter des Toten einaefunden. Mit den Worten:Wir grüßen, was unsterblich an Karl Roos mar, wir grüßen" den Helden", legte der Gauleiter einen Kranz nieder. Ihm folgten die Kränze des Generalreferenten und der Kranz der Mitgefangenen aus Ranzig. Achtzehn Namen find auf der Schleife genannt.

Dr. Kurt Wessely.

Kein Kompromiß."

Das Echo der Führerrede in Italien.

Rom, 11. Nov. (Europapreß.)Die Rede des Führers hat auch in Italien ein tiefes Echo qe» funden , erklärt die amtliche Korrespondenz Aroi. Vor dem gegenwärtigen Abschnitt des Krieges hübe der Führer an den Gegner eine höchst menschliche Mahnung gerichtet; aber diese Mahnung, die nicht verstanden worden sei, sei die letzte gewesen. Nun fei es unnütz, daß London das Gelände nach Querwegen absuche, indem es der Achse die Absicht von Vorschlägen für eine Vergleichslösung andichte. Die nur in uneingestandenen Hoffnungen des Geg- ners bestunden. Dieses habe der Führer aufqedeckt und mit einem Schlag gerichtet. Kein Der» gleich! Kein Kompromiß! Die erreichten Slege, bie klarsten Voraussetzungen des Endsieges, die Geschlossenheit der beiden verbündeten Völker die Kühnheit der Wehrmacht, der Eifer der Beleg»' schäften der intakten, leistungsfähigen und verviel­fachten Industrie; all dies befehle, den Marsch nicht eher als nach der letzten Etappe aufzugeben, die in Deutschland wie in Italien nichtFriede son» dern Sieg heiße.Der Führer hat diesmal auf Die ^rechte europäische Ordnung von morgen nur angespielk Gelegenheit zum Handeln ist in der Tat nach dem Siege. Gegenwärtig haben wir die Verpflichtung zum Kampf, und nur zum Kampf! . 0

Popolo d'Jtnlia" sagt, die einzige Waffe, die England auf den Trümmern Londons handhaben kann, fei die Drohung miteinem äußerst Ian gen Kriege Adolf Hitler antwortete Chur» chill, aus dem Löwenbräukeller, daß der Krieg nicht o lange Dauern werde, wie Churchill wolle, sondern so lange, bis die Achse auf der militärischen, diplo­matischen, politischen und wirtschaftlichen Front die strategische Stellung" erreicht haben werde. Wenn Großbritannien dieserstrategischen Stellung" gegenub ersteh en werde, dann werde es für bie an- beren Völker Der Welt weher DieGroßmacht Eng» .nd sein, noch Das britische Imperium, sondern em kleines und unbedeutendes Land, das von allen nach Den Gesetzen Der Zivilisation und der Huma­nität an Den Pranger gestellt foerbe. Der Kriea Wen England werde die Form einer einfachen r! o. l 4 e i o peration annehmen, an der die Polizeikraste aller Nationen teilnehmen werden die daran mterejfiert seien. Dier.zehn Monate nach Dem Ausbruch des Konfliktes habe die Achse zwei *- F 1 Öie'ferstrategischen Stellung" per»

r- * ^enn auch der griechische Brigant er- lebvgt Jtfti werbe. Dann roerDe sich England mit Der beschrankten und umschriebenen Nordamerika» Nischen Hilfe allein finDen. Sie habe keine andere Auswirkung als Den tragischen Widerstand Cnglands hinauszuziehen. Es gebe feine Möglich» feit des Kompromisses zwischen Dem alten England unb Der Achte. Die moderne Menschheit wolle einen wirklichen Frieden und nicht einen Waffenstillstand

bas einen fingittten ' Waffenstillstand bedeuten wurden

ber ältesten und vorbilblichsten Unterseebootssteuer­leute.

O?r 9.Mot>emterim GauHessen-Tlassau

NSG. Die Gauhauptstabt sah in einer größeren Veranstaltung neben ben Vertretern ber Partei, der Wehrmacht, ber Behörben, bes Staates unb ber Stabt, mehrere Generale bes Heeres, auch ber ita­lienische Generalkonsul war erschien. Nach bem Spiel bes Rhein-Mainischen Lanbesorchesters unb bem Gesang eines aus Soldaten, SA.-Männern und Hitlerjungen gebildeten Chores, hielt Gauschulungs­leiter Ruder die Gedenkrede. Er betonte, daß Die 16 Helden der Feldherrnhalle im nationalsozialisti­schen Deutschland auferstanden seien. Möge sich ge­rade in dieser Zeit der größten Entscheidung unser Volk jener Opfer stets würdig erweisen. Was ihnen der Führer und seine Idee einst gewesen war, ist auch unser unbezwingbarer Glaube, ber allein Groß- beutschlanb zum Siege führen wirb.

O'e Lang^marckfeier der Gaustrrdenienführung.

NSG. Vor zahlreichen Vertretern von Partei, Wehrmacht unb Staat führte Die G a u st u b e n » tenführung Hessen-Nassau ihre Langemarckfeier im Saal Des Frankfurter Palmengartens burch. Es prach der stellvertretenbe Gauleiter e. h. Staats- sekretör Reiner. Wenn je seit dem 11.November 1914, so haben wir heute im Entscheidungskampfe um das Lebensrecht unseres Volkes Veranlassung, jener jungen Mannschaft in Ehrfurcht und Dankbar­keit zu gedenken, die sich damals für Deutschlands

gen erlitten. Auch eine Fabrik mußte ihren Be­trieb einstellen. In zahlreichen anderen Ortschaften sind viele Häuser unbewohnbar geworden. Zwischen Sofia und den Stödten Nordbulgariens waren den ganzen Sonntag über die Telephonverbindungen unterbrochen. Aus allen Ortschaften entlang der Donau wird berichtet, daß auf der rumänischen Seite in der Ferne große Brände beobachtet werden konnten.

Erdstöße auch in Bessarabien und der Ukraine.

Moskau, 11. Nov. (DNB. Funkspruch.» Das Erdbeben, von dem Rumänien in der Nacht zum Sonntag heimgesucht wurde, war auch in Mos­kau spürbar. Von den Apparaten der Moskauer Erdbebenwarte wurde das Beben, das einige Mi­nuten dauerte und dessen Herd 1200 Kilometer von Moskau etwa in ben Karpathen gelegen haben dürfte, um 3.41 Uhr MEZ. registriert. Zur gleichen Zeit wurden Erdstöße auch in Kursk, Charkow, Kiew und Kischinew verspürt. In Kischinew, wo die Erdstöße doppelt so stark waren, wie in Moskau, wurde auch Gebälldeschaden angerichtet.

Langemarck, 10. Nov. (DNB.) Auf dem deut­schen Ehrenfriedhof von Langemarck fand auf Ver­anlassung bes Oberbefehlshabers.bes Heeres eine einbrucksoolle Feier statt. Abordnungen verschiede­ner Truppenteile, Weltkriegskämpfer, Hitlerjugenb- führer, ferner Mitglieder des studentischen Führer­korps, die sich im jetzigen Kriege besonders ausge­zeichnet hatten, waren angetreten, lieber dem Hel- denfriedhof waren Die alte unD Die neue Reichs­kriegsflagge sowie Die Fahne Der Hitler-JugenD ge­setzt.

GenerailfelDmarschall v. Brauchitsch, Reichs­leiter v. Schirach, Reichsjugendführer A x m a n n und R ei ch sstud ent en füh re r Dr. Scheel legten an Den Gräbern Der deutschen Kriegsfreiwilligen von 1914 unter, den Klängen des Liedes vom guten Ka­meraden Eichenkränze nieder.

Anschließend sprach Generalfeldmarschall v. Brau­chitsch zur Deutschen Jugend: ,-Der Nationalsozialis­mus", so sagte er,ist die Erfüllung der Sehnsucht des Weltkriegskämpfers, er ist frontgeboren. Seine Ausdrucksformen sind soldatisch Dieser Krieg, den wir jetzt erleben, schließt zwei Generationen zusam­men, die Weltkriegskämpfer und die jungen Solda­ten. Mit dem 28. Mai 1940, mit dem Tag, an dem bie Reichskriegsflagge in Langemarck gehißt würbe, ist bas Vermächtnis ber Jugend von 1914 erfüllt worden. Niemals Darf Die Jugend ihre Kampfbestimmung aus den Augen verlieren." Der Feldmarschall be­tonte sodann, daß auf Dem flandrischen Boden viele Male deutsches Blut vergossen worden sei, daß hier Seite an Seite preußische Grenadiere und Soldaten des Prinzen Eugen gekämpft hätten, daß aber erst

Der Wehrmachtbericht vom Samstao.

Berlin. 9. Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche kampffliegerverbände setzten die Ver- geltungsflüge auf London am Tage und in der Nacht erfolgreich fort, sie erzielten zahlreiche Treffer in Bersorgungsbekrieben und Dockanlagen. Die Angriffe erstreckten sich auch auf Häfen an der Ostküste Englands, wobei besonders Great Darm ou th mehrere schwere Treffer er. hielt, sowie auf Flugplätze in den Grafschaften Nor­folk und Porkshire. hier gelang es, hallen und Hn- terkünfte in Brand zu sehen. 3n der Nacht wurden Industriewerke in Birmingham und Eoven- f r y sowie Hafenanlagen in Liverpool mit Bomben belegt und danach zahlreiche Explosionen beobachtet.

Sturzkampfverbände des Generalfeldmarschalls Kesselring griffen wiederum Schiffsziele und Geleitzüge im Seegebiet vor der Ostküste der britischen Insel an und fügten dem Gegner schwe­ren Schaden zu. Dabei wurden, wie bereits bekannt­gegeben, mit Sicherheit sechs Handelsschiffe von insgesamt 34000 BRT. versenkt, zwei wei­tere von zusammen 7000 BRT. mit großer Wahr­scheinlichkeit vernichtet. Ein Kreuzer von 10 000 BRT. wurde von zwei Bomben so schwer getrof­fen, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Fünf Handelsschiffe erhielten schwere Treffer, nach denen Brände und Explosionen entstanden. Ein weiterer Kreuzer von 10 000 BRT. unb vier Handelsschiffe wurden beschädigt. Im Atlantik, westlich von England, versenkten unsere Kampf­flugzeuge zwei Handelsschiffe von zusam­men 9000 BRT. 3n der T h e m s e m ü n d u n g griffen Zerstörer den Hafen und Umfchlagverkehr mit Kanonen und Maschinengewehren an. Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fort­gang.

Der Gegner flog in der Nacht zum 9. November in das Reichsgebiet ein und warf eine Anzahl von Bomben ab. Einige Treffer wurden in Mün­chen, Stuttgart und einigen kleineren Orken Württembergs erzielt. Der ange­richtete Sachschaden ist gering. Bei den Angriffen auf Wohnviertel wurden Häuser durch Dachstuhl- brände beschädigt und zwei Personen verletzt. Bei den Luftkämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner 17 Flugzeuge, ein weiteres wurde im Laufe der Nacht durch Flakartillerie abgefchof- sen. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Lügen sollen Mut machen.

Berlin,' 10. Nou. (DNB.) Da die Wirkungen der Deutschen Luftangriffe we-Der durch Lügen noch durch Beschwörungen auszulöschen sinD, so kann bas englische Volk nur dadurch bei Der Stange gehallten werden, Daß es hört, den Deutschen ginge es noch viel schlechter. Daher sehen sich Churchill und Coo­per gezwungen, immer neue Lügen zu erfinden, die erbichteten Zerstörungen in Deutschland immer dunkler auszumalen, je furchtbarer die wirk­lichen Zerstörungen in England sind. So kommen auch die Lügen zustande, bie bas britische Luft­fahrtministerium, Der LonDoner Runbfunk und Lü­genreuter über den Angriff auf München in Der Nacht zum 9. November in bie Welt setzten. Obwohl bas Vorhaben ber RAF., bie Feierstunde des deutschen Volkes in der Hauptstadt der Be­wegung zu stören, r e ft I o s mißglückt ist, pusten sie sich auf, als hätten sie einen gewaltigen Erfolg errungen. Der militärische Erfolg dieses Angriffs ist zwar gleich Null, aber Das betrogene englische Volk erfährt durch den Informationsdienst des Luftfahrt­ministeriums folgendes:

Das riesige Eisenbahnzentrum Bayerns bildet einen ungeheuren Brandherd. Schienenwege wurden zerstört, Lokomotivschuppen getroffen und Rangier­bahnhöfe in Brand gesetzt. Während ber ganzen Dauer Des Angriffs warfen Die Wellen britischer Maschinen hochexplosive und Brandbomben auf Den großen, 6 Kilometer langen Rangierbahnhof unb feine Reparaturwerkstätten ab. Dank bes Wider- scheines Des Mondlichtes auf Den Schienen würbe Das Ziel leicht ausgemacht. Einige ber großen Brände, Die hervorgerufen worden waren, wurden von neuen Wellen von Bombenflugzeugen schon be- . merkt, als sie sich noch in der Gegend von Augsburg befanden." Es ist nur bie Frage, ob vor' soviel Phantasie Die Wirklichkeit in Englanb verblaßt. Die verantwortlichen Stellen tun jedenfalls alles, um Die Wirklichkeit durch eine Illusion zu ersetzen.

Das Jtifferfreiw für hervorragende Operationen in überseeischen Gewässern

Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz zum Eifernen Kreuz an Korvetten» i kapitän Helmut von Rucktefchell, Komman­dant eines in überseeischen Gewässern operierenden Kriegsschiffes. .Rucktefchell hat 58 642 BRT. feind- I iichen ober dem Feinde nutzbaren Handelsschiffs­raumes versenkt. Darüber hinaus hat er alle schwie- . rigen Lagen, in die das Schiff gekommen fft, her­vorragend gemeistert. i

Es war bas Verdienst, Den Krieg nicht gewollt zu haben. Die westlichen Demokratien, an ihrer Spitze England, dagegen trieben damals wie heute bewußt auf einen Krieg mit Deutschland hin, um dem auf» strebenden Deutschen Reich alle Entwicklungsmög- lichkeiten zu rauben.

Das deutsche Volk war 1914 nicht geeint. Eine. unfähige Innenpolitik, eine schwächliche Sozialpoli» tik unb eine unglückliche Außenpolitik hatten bas Reich Bismarcks bereits an vielen Stellen zerrissen. Die völkische Einheit war nicht vorhanben, selbst bie staatliche Einheit brohte oft auseinanderzufallen.

Mit den Augusttagen des Jahres 1914 aber ging ein Sturm durch das ganze deutsche Volk. Mit ber Begeisterung ber Augusttage 1914 legte bas beutsche Volk ein Bekenntnis zu seiner eigentlichen Kraft ab. Gleichzeitig gelobte es bamit, in bleiern Ringen bis zu einem siegreichen Ende durchhalten zu wollen.

Der gleiche Schwung und die gleiche völkische Ju» gendkraft beherrschten vor allem die militärischen Ereignisse Des Jahre 1914. Wenn Tannenberg 1914 ein Symbol für Die Deutsche geniale mili­tärische Führung wurde, so wurde Lange«

mit dem Weltkrieg Der eigentliche Feind deutschen Aufstiegs, Der Engländer, in Erscheinung ge­treten sei. Ihn zu schlagen, sei die letzte entscheidende Aufgabe. Die deutsche Jugend verbürge vereint mit den alten Soldaten unter der Führung Adolf Hit­lers den Sieg.

Nach dem LiedDer Gott, der Eisen wachsen ließ", nahm Reichsleiter v. S ch i r a ch das Wort: Don Adolf Hitler zum heldischen Gedanken er­zogen, sand die deutsche Jugend in diesen Gräbern das große Gleichnis, das von der Liebe zum Vater­land, von der Treue zur Pflicht und von der selbst­losen Kameradschaft kündete. Hier fand die Jugend Kraft, hier fühlte sie, daß es ein ewiges L e - b e n gibt Dieser Vorgang in unserer Jugend war nichts anderes, als die Auferstehung der Toten von Langemarck. So wie sie einst diese Höhen genom­men hatte, nahm sie auch ihre heilige Heimat. Heute nun steht eine neue Jugend an ihren schlichten Krfu.zen und dankt es Den Toten, Daß sie ihr Das Vorbild gaben, Das sie selbst' verpflichtete, Vorbild zu sein. Ich gelobe als ein Soldat dieses Heeres, die Gräber und das Gedächtnis dieser Toten im Sinne des größten deuffchen Soldaten so zu pflegen daß Deutschlands Jugend im Leben und im Sterben sich unserer lieben, gefallenen Ka­meraden würdig ermeifen wird." Nach dem Lied ,/Ein junges Volk steht auf" rief der Oberbe­fehlshaber bes Heeres bie Anwesenden zum Be­kenntnis ihrer Treue zum Führer unb ihres Wil­lens zum Sieg auf. Die Nationalhymnen unb ein