Ausgabe 
11.9.1940
 
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Kampfflugzeuge über Eastbourne.

Die

Stützpunkten zurückgekehrt.

dningen". Vier der Nacht zum

rackenlager von unserer Luftwaffe in B ura Tana-Fluh mit deutlich erkennbaren Erfolgen ohne eigene Verluste bombardiert.

v ö l - euers-

letzten 8 Jahren vergeben haben. Alle p^dschen Prozesse werden überprüft. Kultusminister Bu disteanu hat angeordnet, daß alle Beamte, di« de Freimaurerei angehoren, ihre Funktionen m dieser Bewegung niederzulegen haben.

Kultusminister angeordnet, daß sofort das gesamte jüdische Personal aus den Theatern zu entfernen rs .

Korrespondent vonStockholms libningen' Stunden lang sei Londons City in t , Montag konzentrierten Angriffen ausgesetzt gewesen, die Feuerscheine hätten die dunkelsten Stunden der

Sie wehrwirsschafilichen Ziele der deutschen Sergellmgsangriffe auf London.

Deutsches Bombenflugzeug im Flug über der eng­lischen Steilküste. Man erkennt deutlich die Konturen der Stadt Eastbourne, deren Anlagen^mehrfach er­folgreich bombardiert wurden. (Scherl-M.)

Morgan Post" meldet seinem Blatt: Von amtlicher englischer Seite wird zugegeben, daß die Docks in der Nähe der Themsemündung l i a zerstört seien und alle Versuche, die brunfte zu löschen, ausgegeben werden mußten.

besser, je schneller sich London dessen bewußt wird. I

U. St I

Italienischer Wehrmachtsbericht.

Rom, 10. Sept (DRV.) Der italienische Wehr-1 machtsberichk vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: I

3m öftlichen Wittelmeer unternahm un-1 sere besonders aktive Luftwaffe heftige Bomben-1 angriffe auf Jaffa in Palästina und auf die Bahnlinie Alexandrienwarsa-wa- truk. Bei der ersten Aktion wurden die hafen- anlagen und wichtigen Lagerhäuser getroffen und heftige Brände hervorgerufen. Bei der zwei­ten wurde den Bahnanlagen ernster Schaden zu­gefügt Ein Eisenbahnzug erhielt Volltreffer und flog in die Luft

In Rordafrika wurden außerdem feindliche Zeltlager und Kraftwagenkolonnen von der Luft­waffe im Tiefflug angegriffen und beschossen. Be­sonders bei Bir Sceferzen hat der Feind er­hebliche Verluste erlitten.

Die feindliche Luftwaffe unternahm einige An­griffe auf die Ortschaften der Lyrenaika, wo­bei insgesamt ein wann getötet und vier verletzt wurden. Es entstand unbedeutender Sachschaden.

In Ostafrika griff unfere Luftwaffe den Flugstützpunkt von Port Sudan an, wo­bei verschiedene Flugzeuge am Boden getroffen und Brände verursacht worden sind. Trotz des Angriffs der feindlichen Jäger find alle unsere Flugzeuge nach Abschuh eines feindlichen Flugzeuges zu ihren

London unter den Angriffswellen der deutschen Bomber.

rat statt, in dem der General das Parteiprogramm und die großen Probleme darlegte, denen sich seine Regierung besonders zuwenden will. Es sind dies: 1. Hebung des Bauernstandes durch wirt­schaftliche, gdministrative und sanitäre Maßnahmen; staatliche Organisieruna der landwirtschaftlichen Produktion sowie des Absatzes der landwirtschaft­lichen Produkte; Organisierung von fliegenden Sani- tätsstotionen in den Dörfern. 2. Hebung der Lebenshaltung derArbeiterschaft durch soziale Reformen und Reorganisierung der Jndu- strieunternehmungen. 3. Reorganisierung des Ver­waltungsapparates und der Beamten­schaft; Gewährleistung des Existenzminimums für Beamte (Familienzulagen entsprechend der Kinder­zahl, Gehaltsaufbesserung für verdiente Beamte).

4. Schutz der rumänischen Familie, sanitäre Reformen zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit, der sozialen Krankheiten und des Alkoholismus. General Antonescu legte dann in großen Zügen die Probleme der Schule, Kirche, Justiz, Armee, und die Art und Weise, wie zu ihrer vollständigen Reorganisierung vorzugehen ist, dar.

Antonescu ordnete an, daß sämtliche in direktem oder indirektem Besitz des Exkönigs Carol befindlichen Aktien bei ihren derzeitigen Inhabern blockiert werden. Der Besitz solcher Papiere ist anzumelden. Wer die Anmeldung unterläßt oder die Papiere zu veräußern oder zu verstecken sucht, wird mit Gefängnis bestraft. Alle Personen, die während der Regierungszeit Carols Minister wa­ren» werden einer genauen Überprüfung ihres

gen sehe.

Lustabwehr ohnmächtig.

Rom, 11. September. (Europapreß.) Die rö­mische Presse berichtet über San Sebastian aus London, daß sich die Londoner Fliegerab­wehr als vollkommen ohnmächtig erweise. Diese Erkenntnis veranlasse die Bevölkerung Lon­dons, zu vielen Tausenden die gefährdete Haupt- tadt zu verlassen. Englische Jagdflieger hätten bei >en deutschen Nachtangriffen nur wenig eingegrif- en. Ebenso sei auch die Abwehr der englischen Flak elativ dünn, in manchen Gebietsteilen Londons ogar gleich Null gewesen. Das lasse darauf schlie- zen, daß das System der Geschützstände der Flak )urch die letzten Großangriffe in einigen Teilen des Hafens und der Bannmeile von London schwer gelitten habe. Prakttsch hätten die deutschen Fliegerangriffe in der Nacht zum Dienstag unun­terbrochen angedauert. Aus dem über der Themse liegenden bewölkten Himmel seien die deutschen Flugzeuge blitzschnell auf ihre Ziele gestoßen. Die hauptsächlichsten Ziele seien die Docks an den Ufern der Themse gewesen. Viele der verursachten Brände in Speichern und Jndustriewerken seien infolge der Art des in ihnen lagernden Materials nicht zu löschen.

Man konzentriere sich daher darauf, die modernsten Anlagen zu retten, die am nördlichen Ufer der Themse liegen. Ganz besondere Anstrengungen mache man um die großen Warenvorräte bei den Victoria- und Albert-Docks. Hier seien nämlich große Getreidelager, deren Anlagen jedoch vollkommen zerstört sein sollen. Mehrere Straßen oberhalb dieser Docks stün­den in hellen Flammen, ebenso die Riesenmagazine mit lebensnotwendigen Waren, ©eiter heißt es u. a.: Es wüten Riestnfeuersbrünste nahe der West- Jndia-Docks, im Commercial-Dock und in den kriegswichtigen Anlagen. Außerdem brennen die kriegswichtigen Anlagen südlich der Londoner Brücke.

Es gibt keinen einzigen Teil von London mehr, der nicht Schäden aufweist", erklärt der Londoner

Ursachen. Die Luftabwehr wird vom Feuerschein be- hindert, da man kaum den Himmel erkennen und die Bomber ins Scheinwerferlicht bekommen kann. Eine kräftige Bombenexplosion in unmittelbarer Nähe des Jnformationsministeriums veranlaßt auch die ausländischen Presseleute, in den Schutzraum zu gehen. Am Montagabend sah ich bereits lange Reihen Menschen eine Stunde vor dem Heulen der Sirenen die Schutzräume auffuchen. Wird das Volk das auf die Dauer aushalten, so fragt man sich.

Der KorrespondentNya Dagligt Allehanda chreibt: Ich hatte das Dach eines Hauses bestiegen. Alle Augenblicke bemerke ich einen geroaltigen Luft­druck. Er entsteht, wenn die Bomben dort unten in den Docks krepieren. Dann erzittert das ganze Haus. Fensterscheiben fallen klirrend auf den Boden. Die Luft ist voll von donnernden Flugzeugen. Der Lärm steigt an Und wieder ab. Es sind d i e d e u t« ch e n Stukas, die in kurzen Zwischenräumen md mit Blitzeseile auftauchen, sich auf ihr Ziel kürz en und wieder in die Höhe steigen. Sogleich hört man die enffetzlichen Explosionen. Dazwischen donnert unaufhörlich die Abwehr. Gerade als ich das Dach verlassen will, explodiert eine Bombe in so bedenklicher Nähe meines Hauses, daß ich das Feuer und den Rauch vor mir in den Himmel stei-

LlGA.-Preffe gegen LondonerGreuelberichte

N e u y o r k, 10. Sept. (Europapreß.) Berichte aus London über angeblich sinnlose Zerstörungen durch die deutschen Luftbombardements lösten eine scharfe Kritik in derNew York Daily News" aus. Das Blatt betont, es fei unsinnig, zu behaupten, daß die deutschen Flieger vorsätzlich Straßen, Wohn­häuser und Hospitäler bombardierten. Ihre Ziele seien unter allen Umständen militäri­scher Art, die jedoch angesichts der Luftabwehr und der großen Höhen natürlich nicht in jedem Falle getroffen würden.Die deutschen Bomber ziehen es zweifellos vor, Brücken, Arsenale und Eisenbahnstationen zu treffen statt Wohnhäuse r", schließt das Blatt. Auch die New Port Times" betont,obwohl die Beschädi­gungen weit verbreitet seien, könne der Angriff nicht als willkürliche Bombardierung Londons bezeichnet werden. Viele getroffene Privat- und Geschäftshäuser befänden sich direkt neben einwandfrei militärischen Ziele n."

Wenn ein so ausgesprochen enalandfreundliches Blatt wie dieNew Port Times" oiefe Feststellung trifft, so ist das ein deutlicher Beweis, daß man auch im Auslande erkennt, wie gut Deutschland bei aller Härte die Kriegsgesetze beachtet. Eine Tatsache, die auch ein britischer Lufffachoerständiger in der S u n d e y Times" zugegeben hat, er erklärte, daß die deutschen Tagesangriffe Flugplätze zum Ziel hätten und die Nachtangriffe den Zweck ver­folgten, durch Bombardierung der Industrieanlagen die Produktion lahmzulegen. Zwischen den In­dustrieanlagen aber wohnt Zivilbevölkerung, die natürlich bei den Angriffen nicht verschont bleibt. Die Schuld daran trägt die britische Regierung, die diesen Krieg wollte und auch das Volk selbst, das nichts getan hat, um die Verbrechen seiner Polittker zu verhindern. Die Greuelhetze kann darum keinen Eindruck auf uns machen. Wenn der Londoner Nachrichtendienst jetzt jammernd meldet, daß in der Nacht zum Montag 286 Tote und 1400 Schwerver­letzte zu beklagen feien, so kommt dieses Blut nicht auf uns. Auch das Ausland wird erkennen, daß es sich bei den Meldungen überzerstörte M litte r- hdusex und Hospitäler" um die übliche britische Methode handelt, um, da die Katastrophe über Lon­don hereinbricht, mit erfundenen Greuelmärchen Mitleid erwecken zu wollen _

dann die Leitung; der französische Strang geht in sDe^gens nt^9*n.q*raQn.^önig ostwestlicher Richtung über Abdu-Kemal, die Grenz- AAl hatte allen Truppenteilen buntschillernde, ope- stadt Syriens, über Palmyra uyd Homs na* Sri- nini-

poü. Der füMicte, enaliföe Strang biegt na* ©üben genauen Bericht über

aus und geht über das irakische Gebiet, u^r Nord- siene rv PT. ^h^mfonds in den letzten 2r ans Jordanien und über den Jordan zur Hafen- 45erme a ,i hie Staats-

ftabt S)aifa. Di- Rohr- liegen in Mest gebettet m uns Ä-hr°n ^Vstr^e beMt-n, di- sie in den einem einen Meter tiefen Graben. Der Verlauf der oaynen uo r

Leitung ist durch eine leichte Wölbung des Bodens darüber erkennbar. Dort wo die Rohre den Tigris

dischen Ozeans bedeuten.

Haifa ist infolge der Oelleitung ein sehr großer Platz geworden, der in seinen Anlagen beinahe Marseille übertraf. Wenn es nun den Italienern gelungen ist, Haifa zu bombardieren und die Del» Versorgung der britischen Kriegsschiffe, Panzer­wagenkolonnen und Flugzeuge zu hemmen, so haben sie England damit einen Schlag versetzt, der sich mit der Zett tödlich auswirken muß. Dadurch, daß Italien den Petroleumkrieg gewinnt, gewinnt es auch den Feldzug. England mag noch über nam­hafte Oeldepots in Zypern und an der ägyptischen Küste verfügen, aber diese Lager sind nicht uner­schöpflich. Nur ein Desperado wie Churchill kann sich über diese unwiderlegbare Tatsache hinwegsetzen. Die Vernichtung der englischen Petroleumleitung trifft einen Lebensnerv des britischen Empire. Desto

Berlin, 10. September. (DNB.) Jetzt, nach­dem die Vergeltung für die Angriffe englischer Flieger auf die deutsche Zivilbevölkerung ihren An­fang genommen hat, kann die Mitteilung gemacht werden von einem ganz besonders verabscheuungs­würdigen und gemeinen Kampfmittel, das die so­genannte königliche Luftflotte gebraucht.

Seit dem 11. August wurden zunächst vereinzelt und dann in ungeheuren Mengen sogenannte Brandplättchen von englischen Fliegern bei ihren feigen Nachtflügen über Deutschland über weite Strecken unseres Landes ver­streut. Die Plättchen bestehen aus Zelluloid, find etwa 5 mal 5 Zentimeter groß uyd tragen in der Mitte ein Loch, in welchem eine Brandpille in Brandwatte eingepackt ist. Die Plättchen fingen un­ter der Einwirkung des Sauerstoffs der Luft, mit­unter unter der Wirkung der Sonnenbestrahlung Feuer, ergaben eine Stichflamme von etwa einem Meter Höhe und sollten in Brand setzen was sie trafen.

Es bedarf keiner Worte darüber, daß diese Brandplättchen zur Schädigung militärischer Ziele völlig ungeeignet sind. So ist denn auch in keinem Fall der Versuch gemacht worden, eine militärische Anlage mit ihnen in Brand zu setzen. Zweck und Absicht dieses oerabscheuungswürdigen Kampfmit­tels war es offensichtlich, die Objekte zu vernichten, für die die RAF. Brandbomben in großer Zahl

und den Euphrat kreuzen, mußten 40 Meter hohe Türme errichtet werden, an denen starke Kabel be-1 festtgt sind, die die Röhren tragen. Auch bei der Ueberbrüdung des Jordan galt es große technische I Schwierigkeiten zu überwinden, da das Ostufer I 700 Meter über dem Meeresspiegel liegt, die Tal­sohle aber 295 Meter darunter. Hier behalf man sich mit dem Bau einer Hilfs-Pumpstation.

Bei voller Ausnutzung werden jährlich rund vier Millionen Tonnen Oel durch die Rohre nach Haifa gesendet. Zur Bewachung der Linie müssen in ihrer ganzen Lange Wachposten aufgestellt werden, die ständigen Angriffen ausgesetzt sind, und die, wie die antib ritt scheu Unruhen in Palästina bewiesen haben, nur schwer verteidigt werden können. So ist denn die britische Pipe-Line nicht nur an ihrer Mün­dung im Hafen verwundbar, sondern in ihrer gan­zen Länge. Vorläufig gelingt es England noch, den Irak unter strenger Kontrolle zu halten, aber da der Irak ein arabischer Staat ist, und da die pan-! arabische Bewegung darauf hinzielt, die arabische Welt von der Fron der europäischen Kolonialmächte zu befreien, so ist es sehr wohl möglich, daß bei weiteren britischen Niederlagen auch der Irak die ihm aufgezwungenen Fesseln abwirft und die eng­lischen Posten an der Pipe-Line aus dem Lande jagt. Damit märe dann die britische Oelversorgung im Nahen Orient und am Mittelmeer endgültig zu- sammengebrochen, und auch die Verbindungswege nach Indien wären gefährdet. Da nur eine einzige Rohrleitung besteht, durch die das Oel von Mossul nach Haifa gepumpt wird, nicht aber an den weit näher gelegenen Golf von Persien, so würde das das Ende der britischen Seeherrschaft nicht nur im Mittelmeer, sondern auch in den Wassern des In-

Unsere Luftaufnahme gewährt einen Blick auf den östlichen Teil von London. In der Mitte des Bildes die berühmte Towerbrücke. Weiter nach Osten beschreibt die Themse einen großen Bogen, an dem die zahlreichen Dockanlagen und Lagerhäuser gelegen sind. (Scherl-Bildarchiv-M.)

Nacht zum Tag verwandelt.Eine Feuersäule folgte der anderen. Es brannte nicht nur an der Themse und im Osten der Stadt. Der rote Hahn sprang von Haus zu Haus, Hunderte von Meter an einer Hauptverkehrsader entlang, die von der City nach Westen führt. In der Nacht zum Montag erlebte die Bevölkerung Londons d i e furchtbarsten Explosionen, die je ein Krieg mit sich gebracht hat. Himmel und Erde zitter­ten mehrere hundert Kilometer im Umkreis, wenn eine große Bombe eine Steinbrücke oder ein Haus traf. Ich befand mich um Mitternacht in jenem Stadtteil, in dem die Menschen von dem Luftdruck der Explosionen auf die Erde oder an die Haus­wände geschleudert wurden. Als der Tag graute, erfuhr ich, was es heißt, plötzlich zu merken, daß das Haus, in dem ich mich befand, wie ein Boot au einem See zu schaukeln anfing. Drei gewaltige Ex­plosionen ließen die Luft erzittern, und wenn auch die Wände nicht einstürzten, so gingen doch Fenster und Türen zu Bruch. In der Nacht zum Montag haben Hunderttausende von Londonern das gleiche Erlebnis gehabt."

Der Londoner Berichterstatter vonNya Dagligt Allehanda" schreibt über die Bombenangriffe auf die wehrwirtschaftlichen Anlagen Londons Inder Nacht zum Dienstag, der ganze Himmel ist wieder erleuchtet vom Feuerschein, so daß man ohne weiteres bei ihm lesen könnte, und zwar viele Mei­len von ihm entfernt. Zum zweiten Male erfährt auch das Westend, was ein moderner Bom- benkrieg bedeutet. Dicht aufeinander folgen die Bomb en explosiv neu, die Ungeheuer« Feuer per-

S t o ck h o l m, 11. Sept. (Europapreß.) Der vierte Luftalarm Londons wurde am Dienstagabend um 16.59 Uhr englischer Zett gegeben. England erlebte vorher um die Mittagsstunde einen Luftalarm, wei­ter einen Luftalarm, der um 15.17 Uhr begann und einen weiteren, der um 15.43 Uhr einsetzte. In den Mittagsstunden des Dienstags konnte man, wie ein In Kenia wurden feindliche Depots und Va- Sprecher des Londoner Rundfunks, der Mitarbeiter - E des liberalen BlattesNews Chromcle", William

". Forest, bestätigte, zu Beginn dieses Alarms noch uno Hunderte von Feuernin London beobachten. _ _ . . , E, ew Aus der Darstellung ging im übrigen hervor^ daß

Der Feind versuchte Luftangriffe auf Wa s s a ua, deutschen Ziele insbesondere m den wichtigen Asmara und Desfie. Die Bomben fielen vor Verkehrs anlagen, wie Eisenbahnlinien, zu allem auf freies Feld und hatten zwei Tote und suchen sind. So muß der Londoner Rundfunk be- drei Verletzte zur Folge. (tätigen, daß eine wichtige Verkehrskreuzung in

London von Bombenvolltreffern in der Nacht zum Dienstag vernichtet und daß eine Umleitung des WHerforderlich wurde.Überhaupt ist es Bukarest, 9. September. (Europapreß.) Im schwer, morgens ins Büro zu kommen", erklärte em Minffterpräsidium fand unter Vorsitz des Minister- anderer Rundfunksprecher. Er schilderte, wie am Präsidenten General Antonescu ein Minister- Dienstagmorgen Tausende von Menschen an den -...... ~ " Autobus-Haltestellen und Untergrundbahnhofen ge­

wartet hätten, um sich nach den Derkehrsmöglich- keiten zu erkundigen. Zahlreiche Verkehrsverbin- bungen hätten umgeleitet werden müssen. In den Mittagsstunden des Dienstag standen die Bruch­stellen einiger Gasrohre in Zentral-London noch in Hellen Flammen, ba es offensichtlich noch nicht gelungen war, die Brände zu löschen ober bas Gas abzustellen, ohne dadurch die Versorgung gan­zer Stadtteile lahmzulegen. An anderer Stelle haben deutsche Bomben Wasserrohre gesprengt. Reuter berichtet, daß die F e u e r s b r ü n st e in der City von London teilweise noch nicht gelöscht werden konnten. Eine Explosivbombe habe schweren Schaden in einem Teil der Guildha11, dem Lon­doner Rathaus, angerichtet. Zwischen zwei Alarmen besuchte Winston Churchill die am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Stadtteile Londons und die Themsegegend. Der Ernährungsminister Lord W o o l t o n hatte die Aufgabe, die großen Spei­cher und Lebensmittelvorräte in Augen­schein zu nehmen, die Ziel der deutschen Luftan­griffe gewesen waren. Der englische Nachrichten­dienst teilt mit, baß in erster Linie die Mehl- unb Zuckervorräte der englischen Haupfftadt in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Der Londoner Berichterstatter derGöteborg

Feiger Anschlag aus die deutsche Ernte abgeschlagen.

nIsrandplättchenwurdenvonbritischenTrachtpirateningroßenMengenauSgestreut nicht auftvenden wollte, chso Bauernh °us-r^ Scheunen, erntereife Felder, For ten usw. Diese Zündplättchen sind mehrfach m außer ordentlich großer Zahl abgeworfen worden. Mit dem Aufgebot aller zur B-rsugung stehe'rd-nI Or aanifationen wurde die Gefahr, die biefe jBranb Plättchen bedeuten, beseitigt. Trotzdem Bauerngehöfte, Getreideschober Scheunen, kleinere Waldstrecken und Heibeflachen diesem feigen Kampf­mittel zum Opfer gefallen. Insbesondere waren Brandoerletzungen von Personen zu be­klagen, die das heimtückische Kampfmittel ahnung^ los anfaßten oder in die Tasche steckten, wo es sich dann unerwartet entzündete. - ,

Britische Verbrecher unternahmen den Versuch, ein ganzes Volk und dann einen ganzen Kontinent durch eine Blockade auszuhungern. Als sie schei­terte, setzten sie diesen Versuch fort in dem Be- mühen, die Ernte unseres Lan d e s zu ver­nichten. Wenn keine größeren Schaden entstanden sind, so ist dies einerfeite der feuchten Witte- runq, andererseits dem entschlossenen E i ns atz der Äbwehrkräfte zu verdanken. Wenn heute deutsche Bomben nach so vielen abgelehnten Frie­densangeboten und so vielen m den Wmd Aeschla- qenen Warnungen militärische Objekte m London treffen, dann bedeuten diese Bomben die Vergeltung auch für diese unwürdige britische Kampfmethode.

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