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Alleinhersteller: PJos.Möbs

wiesen. Möglicherweise kann entweder der Mensch mit sehr wenig Vitamin C unter' gewissen Voraus­setzungen aus kommen, oder aber es kommt wie manche Forscher vermuten Vitamin C im Kör­per in einer zweiten, an Eiweiß gebundenen Form vor, und kann so auch gespeichert werden.

Darüber kann aber kein Zweifel herrschen, daß eine länger dauernde Beschränkung unserer Speise­karte auf Konserven und Eisbein oder ähnliche fleischliche Genüsse unweigerlich zum Skorbut füh­ren würde. Wir müssen uns also auf das Vitamin C wenn auch ohne übertriebene Angst -v doch einstellen. Da ist nun immer wieder die Pell­kartoffel unser treuester und zuverlässigster Vitaminlieferant. Auch rohe Salate haben ihren Wert, man muß allerdings wissen, daß das SBitamin-vC von der Luft rasch angegriffen, oder wie der Chemiker sagt, oxidiert wird. Auch der herrlichste Salat verliert seinen Reichtum an Vi­tamin C, wenn er geschnitten und fertiggemacht mehrere Stunden steht. Das muß die Hausfrau bei ihren Küchenkünsten berücksichtigen. Das O b st ist nur in rohem Zustand für die Ditamin-E-Versor- gung nützlich. Eine besonders reiche, ia vielleicht überhaupt die reichste Quelle hat sich in der Hage­butte entdecken lassen, die in Form einer schonend zubereiteten Marmelade besonders empfohlen wird.

Die Bedeutung des Vitamin C bei gewissen Krankheiten ist vorläufig noch nicht ganz geklärt. Sicher ist, daß es bei manchen Jnfe ktio ns-

Luftfchutz, den Block- und Zellenleitern, den Werk­scharen, der SA., HI., und selbst der Frauenschaft zur Stelle. Und das Volk empfindet, daß es sich im Schutze feiner gewaltigen Flakabwehr, in der Be­treuung und in der Führung seiner Partei u n - bedingt geborgen fühlt und damit seelisch und moralisch von Tag zu Tag und Woche zu Woche stärker wird. Die Gefahren in der Heimat sind heute fast ebenso groß wie die Gefahren an der Front, und damit ist auch die Verbundenheit zwi­schen beiden eine so unzertrennliche und einmalige.

Jawohl, Herr Churchill, Sie hoffen auf denGe­neral Revolution", von dem der Führer in seiner letzten Rede in so beißendem Hohne sprach. Dieser General Revolutton" ist da, aber anders als Sie sich ihn gedacht haben. Es ist nicht jener Lumpen­general vom 9. November 1918, der als Landes­verräter unseren tapferen Soldaten in den Rücken fiel und unser Volk zerbrach, sondern es ist ein na­tionalsozialistischer General, es ist jene natio­nalsozialistische Revolution, die unser Volk von Grund aus erneuert, ihm einen neuen Geist, eine neue Moral und eine neue Haltung gegeben hat. Dieser General der nationalsozialisti- schen Revolution heißt Adolf Hitler. Er ist der größte Dolksführer, der größte Staatsmann und der gewaltigste Feldherr aller Zeiten, und er wird Sie, Herr Churchill, samt Ihrem gesamten plutokratischen Anhang aus England und aus Eu­ropa ein für allemal hinausjagen und damit die Welt und vor allem die schaffende Menschheit von der Sklaverei des jüdischen Geldsackes be­freien."

öchumMeiß ^Bleich-Soda löst über Nacht den Schmutz aus der Wäsche und macht

- Oie deutsche Getreideernte trotz schlechter Witterung recht gut

Die Entdeckungen der Ditaminsorschung, die auch heute noch lange nicht abgeschlossen sind, haben in den letzten Jahren ein solches Tempo erreicht, daß auch weite Gebiete der Heilkunde davon mitgerissen worden sind. Um einmal Klarheit in den Stand der Erforschung des Vitamins C zu bringen, wurden auf der Tagung der Kinderärzte in Wien in mehreren Referaten die bisherigen wirk­lich einwandfreien Ergebnisse zusammengetragen. Was habet zur Sprache kam, geht nicht nur jede Mutter, sondern auch jeden anderen Erwachsenen an.

Im Mutterleib erhält das Kind mit dem Blut auch seine Vitaminspenden. Ißt die Mut­ter unvernünftigerweise zu wenig Gemüse oder andere Vitamin-C-reiche Lebensmittel, dann wird auch das Heranwachsende Kind bedroht. Allerdings hat hier die Natur vorge­sorgt. Wie Dr. W i d e n b a u e r - Posen in seinem Vortrag über das Vitamin C zeigte, gibt es gewisse Speicherorgane, die von dem wertvollen Wirkstoff besonders große Mengen zusammenras- fen. Dazu gehören die Organe, die die Ernährung des Säuglings sicherstellen. Einzelne Säugetiere,

B. die Ratten, haben die Fähigkeit, das Vitamin im eigenen Körper aufzubauen. Sie sind soweit Selbstversorger, daß sie auch bei völlig Ditamin-C- jreter Ernährung niemals Skorbut bekommen. Die Annahme, auch der Mensch könne dies bis zu einem gewissen Grade, ist jedoch bis jetzt noch nicht be-

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Die Ernährung des Säuglings

Ergebnisse der Wiener kinderkundlichen Woche.

statten.

Verkauf englischer Vermögenswerte m Ausland.

Madrid, 10. Sept. (Europapreß.) Der Verkauf englischer Vermögenswerte an die Vereinigten Staa­ten nimmt seinen Fortgang.Um sich Dollars sur den Ankauf wichtiger Kriegsmaterialien zu verschaf­fen, hat England den Vereinigten Staaten gewiße bedeutende Geschäftbeteiligungen in Australien verkauf t", so berichtetDaily Telegraph" aus Camberra. In einer bedeutenden Tochtergesellschaft eines englischen Unternehmens in Australien ist als erste Folge des Ueberganges der Beteiligung bereits die Leitung aus englischen t n amerikanische Hände übergegangen. Ameri­kanische Gesellschaften kündigen gleichzeitig auch ihre Absicht an, ihre Verkäufe amerikanischer Erzeugnisse in den Dominien in Zukunft erheblich ZU steigern. Die englische Regierung muß den größten Teil ihrer Krieqsausgaben von den Londoner Groß­bank e n b o r g e n , weil die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe immer geringer werden und in der letzten Zeit auch der S t e u e re i. n g a n g nachgelassen hat. Während des Wochenendes hat das Schatzamt von den Banken die Hergabe von 20 Millionen Pfund gefordert. schreibt:Kingsley Woods Budget stellte das Ahatz- amt vor die Aufgabe, wöchenlich 38 Millionen Pfund aus anderen Quellenals den Steueremgang herbel- zuschaffen. Aber der Verkauf von Verteidlgungsbonds bringt nicht mehr ein als 10 Millionen wöchentlich, daher das gestrige erneute Borgen gegen bloße Hcmd- zeichnung/"__

Oie Beisetzung des Staatspräsidenten von Paraguay.

B u e n o s A i r e s, 10. Sept. (DNB.) In Asuncion wurde unter riesiger Anteilnahme der Bevölkerung der tödlich verunglückte Staatspräsident von Para­guay, E st i g a r r i b i, und seine Gattin zur letzten Ruhe geleitet. Besonders die Kämpfer des Chaco- krieges hatten bereits vorher dem Präsidenten, der im Regierungsgebäude aufgebahrt war, ihren letzten Gruß entboten. Kadetten und Offiziere hielten die Totenwache. Bei der Ueberführung zum Pantheon

Berlin, 10. Sept. (DNB.) Wegen der schlech­ten Witterung in der Wachstumszeit ist in den mei­sten Ländern der Welt die diesjährige Getreide­ernte in ihren Ergebnissen hinter dem verhältnis­mäßig hohen Durchschnittserträgen der letzten Jahre zurückgeblieben. Auch für Deutschland wurde ein sehr erheblicher Ertragsausfall befürchtet, der vielfach auf 10 bis 20 v. H. einer Normalernte veranschlagt wurde. Nach der nunmehr vorliegen­den Augustschätzung des Statistischen Reichsamtes, die naturgemäß noch kein abschließendes Bild er­geben kann, sind diese Befürchtungen für Deutsch­land nicht begründet. Nach den Schätzungen der amtlichen Berichterstatter ist für Großdeutschland (außer dem Protektorat und den neuen Ostgauen) mit einer Gesamtgetreideernte von 24,6 Million en Tonnen zu rechnen. Damit bleibt der diesjährige Ertrag nur unbedeutend (um zwei vom Hundert) hinter dem letzten vergleichbaren Friedensdurchschnitt August 1934/38 in Höhe von 25,1 Millionen Tonnen zurück, der ohnehin wegen der Rekordernte 1938 etwas überhöht ist. Daher muß die diesjährige Getreideernte als recht gut

stärker denn je d a. Die Geschlossenheit des Volkes ist fester und eindeutiger als vor einem Jahr. Die letzten Feinde des Nationalsozialismus sind durch die gewaltige Sprache der Tatsachen be­kehrt. Die Leistungen unserer schaffenden Menschen in Stadt und Land, in Fabrik, Werkstatt und Kon­tor, auf dem Bauernhof und auf den großen Gü­tern sind enorm gestiegen. Die verlängerte Arbeits­zeit wird ohne Murren'ertragen und jeder einzelne gibt sein Letztes her, um es den Soldaten an der Frönt gleichzutun. Auf sozialem Gebiet haben wir dem schaffenden Menschen das unbedingte und ab­solute Gefühl erhalten können, daß ihm die Deutsche Arbeitsfront auch weiter betreut und ihn damit vor der Willkür, die leicht in solchen Zeiten kommt, bewahrt. Durch den Befehl des Füh­rers ist darüber hinaus mitten im Krieg der Auf­trag zum Auf- und Ausbau einer großzügigen Altersversorgung gegeben worden, um dem deutschen Volk und der Welt zu offenbaren, daß unser Kriegsziel darin besteht, den .Sozialismus im Kampf gegen den liberaliftischen Kapitalismus endgültig zum Segen unseres Volkes und damit auch zum Segen der Menschheit zum Siege zu führen.

Bei meinen ständigen Besuchen in den bom« bengefährdeten Gebieten stelle ich im- nwr wieder fest, daß sich die Männer und Frauen in der Heimat in diesem Kriege genau so als Sol­daten fühlen, wie die Soldaten an der Front. Die ganze Partei und mit ihr das gesamte Volk stehen Nacht um Nacht auf ihrem Posten, der Gauleiter und jeder Kreisleiter stehen auf ihren Befehls­ständen, und wo ein Brand ausbricht, oder wo Hilfe gebracht werden muß, ist die Partei mit dem

3m Frieden vorbereitet, im Kriege auf das glänzendste bewährt

Or. Ley über die Arbeit der Partei im ersten Kriegsjahr.

angesprochen werden. Hierbei ist noch zu berücksich- tigen, daß in den gegebenen Zahlen die Erträge der neuen Getreideüberschußgebiete des «. Ostens (Danzig-Mestpreußen, Wartheland) noch nicht enthalten sind, die fick auf mindestens 3,5Mil­lionen Tonnen belaufen dürften und deren erheb­liche Ueberschüsse in diesem. Jahre erftmalia dem Reich zur Verfügung stehen. Bei der Beurteilung der deutschen Dersorgungslage mit Getreide ist außer den gegebenen großen Möglichkeiten der Ein­fuhr aus Südofteuropa und Rußland noch auf die aufjerorbentlith hohen U eber g angsb estä n d e zu ver­weisen, die allein beim Brotgetreide 6,2 Millionen Tonnen (ohne Mehrbestände bei Bäckern in Höhe von 150 000 Tonnen) betragen und damit sogar etwas größer sind als zu Beginn des Krieges. Miss stets wird eine amtliche Vorschätzung der Hack­fruchternte erst im Oktober durchgeführt, jedoch kann schon jetzt gesagt werden, daß wahrscheinlich mit Höchsternten bei Kartoffeln und Zuckerrüben zu rechnen ist, da die Witterung der Entwicklung der Hackfrüchte außerordentlich zu­statten kam.

Neuyork, 10. Sept. (Curvpapreß.) Der der an England übertragenen nordamerikanischen Zerstörer wurde am Montag offiziell der britischen Flagge unterstellt. Die Uebergabe fand in einem ostkanadischen Hafen statt. Sie bestand in der Einziehung der USA.-ftlagge vor der parade- mäßig angetretenen nordamerikanischen Mannschaft, worauf das Schiss der britischen Besatzung unter gleichzeitiger Hissuna der britischen Flagge über­geben wurde. Der O8A.-KreuzerSt. Louis lief mit Kurs auf die Vereinigten Staaten aus Hamil­ton (Bermudas) aus. Der Kreuzer hat die zehn- töpfige 8 A. - Kommission an Bord, welche mit dem englischen Ausschuß über den Ausbau von Flotten- und Flugzeugstutzpunk­te n im Großen Sund der Bermuda-Inseln verhan­delt hatte. Die Kommission wird den Behörden in Washington über ihre Verhandlungen Bericht er­

trugen Minister und Generale den Sarg durch ein Spalier der Regimenter und Schulen. Der interi­mistische Staatspräsident General M o r i n i g o , der Präsident des Obersten Gerichtshofes, der Rektor der Universität sowie das Diplomatische Korps gaben dem Dank der Nation und den Abschiedsgrüßen an den toten Feldherrn und Staatschef Ausdruck. Der Führer übermittelte dem stellvertretenden Staats­präsidenten telegraphisch seine Anteilnahme und ließ dem Geschäftsträger von Paraguay, General Sche- noeni, durch Staatsminister Dr. Meißner auch per­sönlich sein Beileid aussprechen.

Japan und die Lage im Pazifik.

Tokio, 11. Sept. (Europapreß.) In Tokio er­klärt man zur Lage: Getreu seiner im April abge­gebenen amtlichen Erklärung wünsche Japan keine territoriale Aenderung des Status quo im Pazifik, wohl aber zielten seine Ab­sichten darauf hin, Handelsverträge mit F r a n z ö s i s ch - I n d o ch in a und Niederlän- disch - Indien abzuschließen, die beide dem ja­panischen Handel bislang nahezu verschlossen geblie­ben seien. Diese Maßnahme werde um so dringen-, der, als Amerika, insbesondere die Vereinigten Staaten, den japanischen Handel mit immer neuen Sanktionen belegten. Hinzu komme bas japanische Verlangen an Französisch-Jndochina nach Einste11ung der Rüstungszufuh- r e n über dieses Gebiet für Tschiangkaischek. In der Japan Times", dem englisch geschriebenen Blatt, das dem japanischen Außenamt nahesteht, wird aus­geführt, Japan suche nichts anderes als einen ver­nünftigen Wctrenaustaufch mit seinen geographi­schen Nachbargebieten, von denen Jndochina und Niederländisch-Jndien bisher für den japanischen Handel durch unübersteigbare Mauern versperrt ge­blieben seien.

RoosevettsWehrvorlage inKrafl e Hydepark, 10. Sept. (DNB.) Die mit 5,2 Mil­liarden größte Wehrvorlage in Amerikas Frie­densgeschichte erhielt am Montag durch Roosevelts Unterschrift Gesetzeskraft. Der Betrag enthält allerdings nur 2,3 Milliarden Dollar Barbewilligun­gen. Der Rest stellt die Ermächtigung für Rüstun­gen dar, deren Kosten der Kongreß später noch ge­sondert bewilligen muß. Das Gesetz sieht Mittel vor 1. für die vollständige Ausrüstung einer nach der Annahme der Wehrpflichtvorlage aufzustellenden Armee von 1,2 Millionen Mann, 2. für die Beschaffung von Reservebeständen an Tanks, Geschützen, Munition usw. für weitere 800000 Mann; 3. für den Ankauf weiterer 14 3 9 4 Ar - meeflugzeuge und 4028 Marineflugzeuge; 4. für den Baubeginn der Mehrzahl der 200 Kr ie gss chis fe, die das neue Flottenauf­rüstungsprogramm zwecks Schaffung einer Zwei- Ozeanflotte mittels einer 70prozentigen Ver­mehrung der augenblicklichen Tonnage vorsieht; 5. Bereitstellung von 472 Millionen Dollar für neue Werkanlagen der privaten und der staatlichen Rüstungsindustrie.

Das Marineministerium vergab am Montag an private und staatliche Werften Bauaufträge für 201 Kriegsfahrzeuge im Gesamtwert von 3,8 Milliarden Dollar. Die Aufträge umfassen nahezu sämtliche vom Bundeskongreß «auf Grund des neuen Flottenbauprogramms bewilligten Schiffe, deren Bauzeit bis zu fünf Jahren betrügt. Bestellt wurden u. a. sieben Schlachtschiffe für je 100 Millionen Dollar, a ch t Flugzeug­mutterschiffe für je 57 Millionen Dollar, 2 7 Kreuzer für je 30 Millionen Dollar, 115 Zer­st ö r e r für je 8,1 Millionen Dollar und 4 3 U - Boote für je 6 Millionen Dollar. Nach Beendi­gung des Bauprogramms in etwa sieben Jahren dürften die Vereinigten Staaten über eine Zwei­ozeanflotte von insgesamt 688 Kriegsfahrzeugen verfügen oder, wie die amerikanische Presse schreibt, über die größte Flotte der Weltge- s ch i ch te.

Erster LIGA.-ZerstSrer an England übergeben.

Berlin, 10. Sept. (DNB.) lieber die Arbeit der Partei im Krieg veröffentlicht Reichs­organisationsleiter Dr. Ley imAngriff" einen Artikel, in dem er aussührt:Die Leistungen der Partei, ihrer Gliederungen, der SA., ff., HI. und Frauenschaft und der angeschlossenen Verbände, in­sonderheit der DAF., der NS.-Volkswohlfahrt, des Winterhilfswerkes, des Roten Kreuzes und des Luftschutzes sind so gewaltige und ein­malige, daß sie aus dem Gesamterfolg des deut­schen Volkes nicht mehr weggedacht werden können. Wir stellen mit Genugtuung fest, daß alles das, was wir im Frieden oorbereitet haben, sich im Kriege auf das glänzendste be­währt. Die Organisation der Partei, die Unter­teilung der Ortsgruppe in Zelle und Block, das Hineintraaen der Partei in die Betriebe, in die Mietshäuser und in die Bauernhöfe ist so wirkungs­voll und gründlich, daß man mit Ruhe sagen kann, es kann kommen, was mag, das deutsche Volk ist heute durch seine Partei so organisiert, daß es jede Belastung ertragen kann.

Ich kann auf den täglichen Besuchen in den Be­trieben aus eigenem Augenschein behaupten, so fährt Dr. Ley fort, daß die Stimmung in den Betrieben besser ist als vor einem Jahr. Das gleiche gilt von den Bauern auf dem Dorfe und den Handwerkern in der Stadt. Die Verbindung zwischen Partei und W e h r m a ch t ist zu einer unzertrennlichen und in der Geschichte einmalig dastehenden Schicksals- und Kampfgemeinschaft geworden, und der Führer wird von seinen Soldaten als ihr Feldherr ebenso geliebt und verehrt wie von der Partei.

So steht Deutschland nach einem Jahr Krieg

krankh eiten den Kampf des Körpers gegen die Erreger unterstützt. Nach einem Bericht von Dr. I. v. G a g y i sind besonders Diphterie » Bakterien gegen Vitamin C empfindlich. Es wird vermutet, daß sie durch Vitamin C in ihrer Entwicklung gehemmt werden; andererseits gerftö- ren die Bakterien auch den Wirkstoff, was eine Er­klärung dafür ist, daß er im Blut und der Rücken­markflüssigkeit der Kranken meist nur noch in Spu­ren zu finden fft. Auch hier wird die Forschung in den nächsten Jahren noch manches Problem zu lö­sen haben.

Natürlich gilt die Sorge der Kinderärzte nicht nur der Ditaminversorgung, sondern der Ernäh­rung überhaupt. Manche Kinderärzte stehen auf dem Standpunkt, daß es besser ist, der Mutter Obstsäfte zu geben, damit deren Vitamine auf dem Umweg über die Milch dem Kinde zugute kommen, als dem Säugling schon allzufrüh solche, ihm noch nicht ganz gemäßen Nährstoffe zusätzlich einzuflößen. Im übrigen stellte Prof. Vogt- Mün­ster in seinem Bericht über die Säuglingsernäh­rung die Forderung nach einer möglichst lang dauernden Stillzeit voran. Erst wenn wirklich die Mutter dem Säugling keine Nahrung mehr geben kann, sollte die zu­sätzliche Ernährung beginnen, und zwar möglichst nicht vor dem sechsten Monat Fruchtsäfte bzw. im siebenten Monat Gemüse. Es wird selbst­verständlich immer Ausnahmen geben und von ei­nem gewissen Alter ab muß bann jedes Kind an eine künstliche Ernährung gewöhnt werden.

Prof. Vogt berichtete von ausgezeichneten Erfah­rungen, die mit Sauermilch als Säug­lingsnahrung gemacht worden sind. In be­stimmter, vom Arzt verordneter Zubereitung wird sie nicht nur als Heilmittel für kranke Kinder, son­dern auch als normale Nahrung für gesunde au» ßerordenttich geschätzt. Die Sauermilch hat den großen Vorzug, daß sie nicht mehr verderben kann, weil sie ja schonverdorben" ist. Sie ist also b e - sonders haltbar. Außerdem, bewirkt die Säure, daß der^ Säugling das an sich schwer ver­dauliche Eiweiß besser auf nimmt. Man kann unter Umständen dafür sogar saure Vollmilch verwenden, braucht also nicht wie bei der süßen Kuhmilch zu verdünnen. Wie Prof. Vogt mit- teilte, hat sich diese neuartige Säuglingsernährung außerordentlich rasch eingeführt und erfreut sich bei den Müttern steigernder Beliebtheit.

In der lebhaften Aussprache zu diesen wichtigen Themen wurde von Prof. B e s s a u - Berlin noch mitgeteilt, daß seine auch von den Referenten er­wähnteK i n d e r n a h r u n g" , die der stofflichen Zusammensetzung und der Verdaulichkeit der Frauenmilch besonders ähnlich ist, weiter ver­bessert werden konnte. Er sprach bann noch die Erwartung aus, daß in Zukunft die Trocken­milch eine größere Rolle spielen könnte als bis­her, wenn es nämlich gelingt, bei ihrer Zubereitung alle wertvollen Stoffe zu erhalten. Als wertvolle Ergänzung wurde dann von verschiedenen Red­nern, so von Prof. Hamburger, die Frauen­milch empfohlen, die in den Frauenmilch-Sammel- ftellen konserviert abgegeben wird, oder noch besser durch sorgfältig ausgewählte Ammen in frischem Zustand gegeben wird. Seitdem das Stillen wieder Mode zu werden beginnt, sind auch wieder Mütter vorhanden, die ihre überschüssige Milch denjenigen Säuglingen zu geben bereit sind, die von ihren eigenen Müttern nicht versorgt werden können. Frau Nanna Conti berichtete dazu, wie durch persönliche Propaganda tüchttger Hebammen in kurzer Zeit hier ganz neue Möglichkeiten erschloß ' sen werden konnten.

fxxubticfiriftieUet: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be» 1 Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Pol ttt, . Feuilleton und Bilder: Dr. Fr- ®-Lange; für Stadt Gießen, Provinz, , Wirtschaft und Sport: Ernst Blum schein.

Druck und Verlag: Brühlsche UniverfitLtSdruckerei R. Lange K. S. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenlmter: Hcms Beck. . V «^antwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.