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iir Wehrmacht zur Verfügung zu stellen. Auch |gon vollkommen abgespielte oder beschädigte Plat­in werden gern angenommen, da sie zur Her- ftllung neuer Platten verwendet werden können. $te Sammelstelle des OKW. ist die Reichsanstalt Kr Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, Zerlin W 62, Kleiststraße 10/12, wohin die Platten zu senden sind.

^louleistungsschreibm der Stenographen.

Der Gauverband Hessen der Deutschen Steno- giafenschaft, der in Darmstadt seinen Sitz hat, hat einem Gauleistungsschreiben aufgerufen, das H-ide Juni ausgetragen werden soll. Es soll nicht in eher zentralen Veranstaltung durchgeführt werden, ftndern je nachdem orts- oder treisweise stattfinden. g.i den unteren Abteilungen ist mit dem Schnell­säreiben auch ein Schön- und Richtigschreiben oer- bunten.

Gießen-Klein-Linden.

Tine Geldsammlung der Schüler der oberen Klas- sei unserer Volksschule für das deutsche Jugend- hrrbergswerk ergab den stattlichen Betrag von 69,70 RM. Von diesem Betrag fließen 10 v. H. btt Schule zur Erweiterung der Schülerbückerei ji. In den letzten Wochen wurden am hiesigen kchwimmbad weitere Verbesserungen vorgenom- m?n. Der Eingang wurde mit Platten belegt und eh Fußgängersteig zur Straße an der Pfingst- aride errichtet. Der Besuch des Bades ist außer« «deutlich stark. Am letzten Sonntag besuchten 590 |erfonen das Schwimmbad.

Ein Wort an die Hausfrauen.

NSG. Führende Männer des Reiches haben in 8 ort und Schrift immer wieder betont, daß die Emährungslage des deutschen Volkes in der gegen- »artigen Zeit durchaus sichergestellt ist. Suchender

Hausfrau ist es nun, aus den zur Verfügung stehen­den Lebensmitteln den höchsten Nährwert für die Familie herauszuholen. In diesem Zusammenhang spielt der Brotverzehr eine entscheidende Rolle. Zu etwa 40 v. H. soll der Mensch seinen täglichen Nah­rungsbedarf durch Brot decken. Ob alt ober jung, reich ober arm, jeber ißt täglich mehrmals Brot. Es ist baher nicht ohne Bebeutung, ob biefes Nah­rungsmittel vollwertig ober entwertet ist. Die Haus­frau wirb bas größte Interesse baran haben, ihren Familienangehörigen ein vollwertiges Nahrungs­mittel auf Den Tisch zu bringen. Im Verein mit allein in Betracht kommenben Dienststellen ber Par­tei, bes Staates und der Wirtschaft ist die deutsche Aerzteschaft darum besorgt, daß dieses vollwertige Nahrungsmittel in Form eines einwandfreien Voll­kornbrotes der deutschen Hausfrau zur Verfügung gestellt wird. Pflicht der Hausfrau ist es nun, dieses Pollkornbrot ihren Familienangehörigen zu jeder in Frage kommenden Mahlzeit barzureichen. Es ergeht aus biesem Grunbe an alle Hausfrauen ber Ruf: Eßt Vollkornbrot!

Gießener Dochenmarktprelse.

* Gießen, 11. Juni. Auf bem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 6 bis 10, Kartoffeln, 5 kg 48 Rpf., 50 kg 4,15 RM., Wirsing, kg 25 Rpf., gelbe Rüben, bas Bunb 35 bis 45, Spinat, % kg 8 bis 12, Römischtohl 12 bis 15, Spargel 30 bis 60, Tomaten 55, Zwiebeln 17, Meerrettich 70, Rhabarber 10 bis 13, Kirschen 60 bis 85, Stachel­beeren (unreif) 31, Erdbeeren 65, Blumenkohl, das Stück 50 Rpf. bis 1 RM., Salat 10 bis 15 Rpf., Salatgurken 60 bis 70, Oberkohlrabi 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Radieschen, bas Bund 10 bis 12 Rpf.

Unsere VelloreDie Scholle" er­scheint in dieser Woche erst am kommenden Don­nerstag.

ken. Zur Verwendung bes Reingewinns würbe be. chlossen, baß 131,04 RM. ber Betriebsrücklage unb der Rest von 300 RM. bem Kriegshilfswerk für bas Deutsche Rote Kreuz zugeführt werden sollen. Vorstand, Aufsichtsrat unb Rechner wurden ein­stimmig entlastet. Die satzungsgemäß ausscheiden- len Vorstandsmitglieder E. De sch (Röthges), H. L o tz (Nieder-Bessinaen), Gg. Krauß III. (Wet­terfeld), sowie die ausscheidenoen Aufsichtsratsmit­glieder H. G o n t r u m (Münster), H. Seid (Lauter) und H. Kröll (Ruppertsburg) wurden wiedergewählt. Aus dem erweiterten Einzugsae- biet wurden Ed. Mölcher (Freienseen), Ehr. Röder (Laubach), L. Großhaus (Grünberg) in den Aussichtsrat und K. N öll.(Freienseen), Ehr. Frank (Laubach), K. Werner (Grünberg) und K. Trinkaus (Grünberg) in den Vorstand aus­genommen. Im weiteren Verlaufe der Versamm­lung sprach Dr. Dienst (Grünberg) überFüt­terung und Futteranbau^ mit dem Ziele der Stei­gerung der Milcherzeugung. Der Leiter der Neben­stelle Gießen des Milchwirtschaftsverbandes, We­ber (Gießen), gab wertvolle Anregungen durch Mitteilungen über die Tätigkeit des Milchleistungs- Ausschusses bei der Molkerei Wetterseld.

Landkreis Gießen.

$ Steinbach, 11. Juni. Der Freiwillige Otto 5) aas bei einer Fliegerabteilung, Sohn des Heinrich Haas I., Weißbinder, dahier, wurde bei den Kämpfen iin Westen mit dem Eisernen Kreuz ausge­zeichnet.

Tödlicher Sturz au« dem Fenster.

* Marburg, 11.Juni. Aus einem Fenster im zweiten Stockwerk eines Hauses am Mar-

bacher Weg stürzte eine 80fübrige Frau auf die Straße und erlitt dabei so schwere Verletzungen, baß sie bald nach dem Unfall verstarb.

Entenmast neben Schweinemästerei.

Lpb. 2) armftabt, 10. Juni. In Darmstadt, wo seinerzeit die erste Schweinemästerei des Er­nährungshilfswerks errichtet wurde, hat man jetzt auch die ersten Versuche damit unternommen, an die Schweinemästerei eine Entenzucht anzugliedern. Die Enten ernähren sich van den Abfällen, die von den Schweinen nicht gefressen werden. Die Aufzucht ist also mit keinen Futterun- kosten verbunden unb dient der restlosen Auswer­tung der anfallenden Küchenabfälle der Haushal- tungen. In der Darmstädter EHW.-Mästerei wer­den bereits nahezu 1500 Enten gezogen, für die selbstverständlich entsprechende Stallungen mit ein­fachen Mitteln errichtet werden muhten.

Zuchthaus für Diebstähle im Amt.

LPD. Frankfurt a. M., 10. Juni. Der 26jäh- rige Karl Jung stahl in einer Postverteilungsstelle verschiedene Päckchen. Außerdem entwendete er aus bem Mantel eines Kollegen ein Postspar - buch, bas über 60 RM. lautete. Er hob 55 RM. ab und fälschte die Eintragungen in bem Sparbuch, so baß es ben Anschein hatte, als seien noch 120 RM. eingezahlt. Als er roieber Gelb abheben wollte, wurde der Schwindel gemerkt. Der Betrüger, ber seine Amtsstellung mißbrauchte unb unter Ausnutzung des Kriegszustandes handelte, wurde vom Sondergericht Frankfurt zu zwei Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust ver­urteilt.

öJ.-fport

Aus der engeren Heimat

NSG.

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S. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten!)

.,So. Na, wie Sie wollen. Wie geht es zu

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Kriegsgefangeneneinsatz auch am Sonntag.

Ueber die Einhaltung ber Sonntagsruhe im Landvolk keine Meinungsverschieden-

Hiiufen bei ber Heuernte beschäftigt. Der Mann stand tuf bem Erntewagen und lud das Heu, als die Verde, durch die Fliegenplage unruhig geworden,

»Gut, danke."

»Das macht der Fang?" Dies war immer die Stiche Frage an der Küste. Huith hatte sie längst gelernt.

itit, auf die Geräusche der Niethämmer unb der Itbeit zu hören. Das Mädchen störte ihn. Er mußte

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-,6ie werden frieren", sagte er, aber sie schüt­ze den Kopf.

Ich bleibe jmmer oben", erklärte sie,brunten

bafür eingesetzt, daß ber Männerturnvereins-Sport« platz am Heegstrauchweg einen immer weiteren A

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bau erfährt. Der Platz, ber in seiner bisherigen Form nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde erheblich verbessert.

Zunächst wurde die Bodenbeschaffenhell verbes­sert. Diele Fuhren Mutterboden wurden aufge­bracht. Geländss, bas bisher nicht genutzt werden konnte, weil es tiefer lag, wurde aufgefüllt unb bamit ber Platz vergrößert. Die Rasenflächen wür­ben neu angesät und man ist bemüht, eine schöne gleichmäßige Rasendecke zu erreichen. Die Aschen­bahn ist auf bie vorgeschriebene Länge gebracht worden. Allerdings bedarf sie noch der feinen Aschen- oder Erdschicht, mit der Aschenbahnen ver­sehen sein müssen, wenn sie ihren Zweck voll er­füllen sollen. Gegenwärtig wird eine Anlage für das Basketballspiel geschaffen.

In mühevoller Kleinarbeit wurden aber auch die baulichen Anlagen des Platzes erweitert, ver­bessert, erneuert. So entstand eine große und luf­tige Auskleidehalle für Männer, in ber zahlreiche Turner und Sportler sich umziehen und ihre Klei­der aufbewahren können. Für Mädchen ist eben­falls ein ausreichend großer Raum vorhanden. Ein Geräteschuppen ist ebenfalls vorhanden. Auch für die notwendigen sanitären Anlagen ist gesorgt. Eine weite Verschönerung hat auch das Ehrenmal ge­funden. Die schweren Steinsockel mit den Ketten vor dem Ehrenmal wurden entfernt und dafür ein plattenbelegter Platz geschaffen, ber in buntem Stein das alte Turnerzeichen trägt.

Der ganze Platz ist völlig neu eingefriedigt wor­den. Ueberall wurden Weißdornhecken angepflanzt, die wenn sie sich weiter entwickelt haben, der Platz­anlage zu einer geschlossenen Wirkung verhelfen werden. Der Eingang ist auch neu hergerichtet wor­den, ein massives Kassahäuschen wurde ebenfalls erstellt. Für Räder ist ein besonderer Aufstellungs-

Ztalienrundfahrt abgeschlossen.

Die Jtalien-Radrundfahrt, bie in 20 Teilstrecken über 3557 Kilometer führte, würbe von bem zwan­zigjährigen Italiener Coppi vor seinen Lands­leuten Motto, Cottur unb Vicini gewonnen. Auf ber letzten Teilstrecke von Verona nach Mailand (180 Kilometer) siegte ber Italiener Leoni. 47 Fahrer beendeten die schwere Prüfung. f Mtv.-Sportpiah im weiteren Ausbau.

In unermüdlicher und opferbereiter Arbeit hat der Vereinsführer Karl Müller vom Mtv. sich

ei Lichtern der Stadt gesehen, nach den bläulichen flimmen ber Schweißapparate, die aus ben Docks

noch immer. Ihre Augen glänzten. Ein frember Blick war barin.

Huith steckte seine Hänbe in bie Taschen und schob das Kinn trotzig vor. Kurz drehte er um und ging hinter bem HaUs in den weichen Sand hinein bis hinunter ans Meer. Seine Schuhe zertraten leise knisternd Miesmuscheln, die die Herbststürme und die Wintersee ans Land gespült hatten.

Hierher drang nichts mehr von dem Licht der Stube. Es war stille, einsame Nacht. Er hatte mit einemmal den drängenden Wunsch, einen Ring­kampf auszufechten mit der unsichtbaren Macht, die ihn an diesem Abend hier stehen hieß mit einer häßlichen Enttäuschung in seinem jungen Herzen.

Er lachte einmal auf. Leise, kurz. Sie war nicht allein! Dann starrte er wieder voraus. In seinen Ohren war das eintönige Brausen der Wellen, stark und allgewaltig in der lichtlosen Nacht. Das Brau­sen schien ihn aufzuheben und weit fortzutragen. Er begriff dabei, daß nichts in seinem Leben weiter von ihm entfernt war als die junge Frau in dem stroh­gedeckten Bauernhaus hinter ihm. Nie würde er sie in feinen Armen halten, mochte ihr Schicksal auch sein, wie es wollte. Mochte ihr Mann zurückkehren oder nicht. Er, ber Lehrer von Dörup, Karsten Huith, neununbzwanzig Jahre alt, würde sie nie in seinem Leben küssen dürfen, denn sie liebte ihn nicht. In ihren glänzenden Augen hatte er dies aesehen, klarer unb deutlicher, als sie es ihm je hätte sagen können.

Er ging wieder zurück. Im Widerschein des Zim- merlichts schrieb er einen Zettel:Dr. Philipp möchte Sie gerne wieder bei unserem nächsten Musikabend sehen. Bringen Sie doch übermorgen, wenn Sie in die Schule kommen, Ihre Geige mit." Er steckte ihn zwischen die Verschnürung der Pfanne und legte das Paket vor die Tür. Dann suchte er sich im Dunkeln sein Rad. Er schob es langsam wie- oer zurück auf den Weg. Die Dynamo glomm auf wie ein Glühwürmchen in warmer Sommernacht.

Ueber dem Strohfirst ber stillen Bauernkate aber verwehte ber Wind das Lied der See. Eintönig, gleichbleibend, uralt. Wie Jauchzen klang es unb wie Schluchzen. Wie Drohung unb wie Gebet.

Da war es Karsten Huith, als verstünde er zum erstenmal einen Schimmer von der Ewigkeit dieses Meeres, unb es war ihm plötzlich, als würbe er es lieben können.

SsLtjstzung folgt.)

Am Samstag ereignete sich auf dem Felbe in der 8ihe bes Dorfes Rabertshausen bei Hungen ' iroerer Unglücksfall. Dort war der 56 landwirt Karl Becker aus Raberts-

Huith verstaute feine Pakete auf bem langsam l»au$gleitenben Dampfer oben an Deck unb nahm uneben Platz. Er dachte, daß das Mädchen hin- 'urlergehen würde, denn es war windig an Deck, 6er sie setzte sich neben ihn.

kam ja der Ingenieur aus der Stadt, um ihr bie Zeit zu vertreiben. Er, ber Lehrer von Dörup, wußte dies wohl. Ganz Teek und Stein unb Döruv wußten es. Er brachte ihr Bücher zum Lesen unb lobte ihre Bilder unb sprach davon, baß man ihren Mann sicher bald finden würde. Mit solchen Dingen war es natürlich nicht schwer, ihr Lächeln zu er­ringen.

Der Leuchtturm von Perl rückte heran. Seine Blinkzeichen griffen wie Arme über bas Schiff, als wollte er esjegnen.

Frieren Sie nicht?" fragte Huith das Mädchen an seiner Seite, denn er erinnerte sich plötzlich wie­der an sie.

Nein."

Und Huith beschäfttgte sich wieder weiter mit feinen Gedanken an die Schule, sein Leben, seine Arbeit, die Kinder und Sibylle.

In Teek stellte er seine Pakete im Lotsenhaus ein. Er verabschiedete sich von dem Mädchen mit einemGute Nacht" unb nahm sein Rad an sich, das er mittags an den verschlossenen Lesepavillon ber Kurverwaltung gelehnt hatte. Er baumelte Sibylles Pfanne an die Lenkstange, stellte bie Dynamo an und fuhr in Richtung Stein davon.

Gesine Wing sah ihm nach. Sie wußte genau, wohin er fuhr. Ganz Teek und Stein und Dörup hätten gewußt, wohin er fuhr.

Er- sauste rasch und verwegen in die pechfinstere Nacht hinein. Bald hatte er Teek hinter sich gelassen. Der schneeoerbangene Himmel lag tief über der Erde. Huith sah nichts von ihm, aber er'fühlte form» lich, wie die Wolken schwer über bas1 Land zogen.

Er mußte scharf aufpaffen, denn der Weg war schmal. Die Pfanne stieß gegen den Rahmen seines Rades, und das Schutzblech ließ ein häßliches Klap­pern hören, sooft er über die Löcher des Bodens hinwegholperte.

Er fuhr eine halbe Stunde in scharfem Tempo, bis er Sibylles Haus erreichte uno einen gelben Lichtschimmer aus bem Fenster ihres Wohnzimmers kommen sah.

Auf der Straße sprang er schon ab unb schob sein Rad über den Rain. Seine Füße versanken im Mulm des Sandes. Die Dynamo erlosch, nun, da das Rad ftiUftanb. Nur das Licht in Sibylles Haus lebte noch.

Huith legte fein Fahrrad auf einen Sandhügel und schritt näher. Er war froh unb ein wenig

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platz geschaffen worben. Der Platz bes Männer- turnoereins ist wohl gegenwärtig der am stärksten in Anspruch genommene Platz. Oft von morgens bis abends tummelt sich die Jugend dort, denn ver­schiedene Schulen haben den Platz für bestimmte Stunden gemietet und pflegen dort ihre Leibes­übungen.

Um die Gebietsmeisterschast im Handball.

Tv. Holzheim To. Lützellinden 6:9.

In der Vorrunde um die Gebietsmeisterschaft standen sich bie Vertreter des Vannes.116 (Wet- terau) unb 88 (Wetzlar) Holzheim unb Lützellinden in Holtheim gegenüber. Beide Mannschaften liefer­ten sich einen harten aber mitreißenden Kampf. Sieger blieb Lützellinden, das sich damit die Berech- tigung zur Mitwirkung in der Zwischenrunde er­kämpft hat.

Daß sich die Gegner vollkommen gleichwertig waren, ergibt sich schon aus dem knappen Ergeb­nis. Aus dem Grunde wäre es vorheilhaft gewesen, sie nicht zusammen zu paaren, zumal bann vielleicht gleich beide in die Zwischenrunde hätten kommen können. Bei dem hohen Stand des Könnens unse­rer Mannschaften war bas möglich.

Handballvergleichskampf.

Bezirk XI (Friedberg) Bezirk VIII (Gießen) 7:11 (5:6).

Die Vertretung des Bezirkes Gießen, die mit ge­mischten Gefühlen nach Butzbach fuhr, errang einen beachtlichen Sieg, der umso höher zu bewerten ist, als unsere Elf zum weitaus größten Teil aüs jun­gen Kräften bestand, die sich aber ausgezeichnet schlugen. Es gab kaum einen schwachen Punkt in der Mannschaft, alle Teile taten ihre Pflicht und konnten restlos überzeugen.

Es war für den verantwortlichen Fachwort nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Von den ehe­maligen Spitzenspielern stand niemand mehr zur Verfügung. Umso erfreulicher aber ist es, daß in­zwischen ein Nachwuchs herangebildet werden konnte, der den Anforderungen gerecht wird. Das hat ber Bezirk Friedberg, dessen Vertretung nicht nur Uebungsspiele, sondern auch einen harten Kampf gegen eine Hanauer Auswahlelf hinter sich hatte, auch diesmal wieder feststellen können. Seine Mannschaft spielte zwar recht gefällig wie über­haupt das Treffen sehr schön und ritterlich geführt war zeigte aber trotzdem Mängel, die sich schließ-

außer Atem. Sein Gesicht brannte von ber Kälte unb Erwartung. Vielleicht würbe sie ihm nun einen Schluck aus der sorgsam gehüteten Schnapsflasche einschenken, die im Flur stand. Oder sie würde ihm Tee kochen in der kleinen Küche, derweilen er sich auf ihrem weichen Sofa 'räkeln konnte. Er war ja heute so fleißig gewesen.

Lautlos schoben sich seine Füße über das Dünen­gras. Das Meer, unsichtbar, aber zum Greifen nah, fang gleichmäßig. Huith lehnte sich an bas niedrige, breite und gelb leuchtende Fenster und blickte hm- ein. Er sah Sibylle. Ja, da saß sie---

Aber sie war nicht allein. Ihr gegenüber am Tisch saß Joachim Keit.

Huith hatte den Ingenieur aus der Stadt noch nicht gesehen, aber er wußte sofort, wer dieser fremde Mann war.

Trotz und Haß stiegen in ihm auf, während er so dastand in der uferlosen Schwärze der Nackt mit einem Fleck von dem Widerschein des erleuch­teten Fensters auf seiner Brust.

Sie war nicht allein ...

Ich werde trotzdem hineingehen, dachte er wütend, und mich einfach vorstellen. Ich werde anklopfen und sagen: Hier bringe ich die Pfanne. Sie hat eine Mark achtzig gekostet und scheint ganz stabil zu fein.. Kalt übrigens heute abend, nicht wahr?

Seine Augen bohrten sich in die trauliche Helle des Zimmers, das warm sein mußte, indes ihn fror. Der fremde Mann faß auf der Couch neben dem Purliputzelchen und sprach etwas. Sybille lächelte. Sie sah heiter aus und ganz anders, als Huith sie kannte.

Er gab sich einen Ruck. Jetzt werde ich hinein­gehen, dachte er böse. Bei Gott, ich kann doch nicht jeden Abend diesen endlosen Weg hier heraus machen, nur, um den richtigen Augenblick abzupassen, an bem sie einmal allein ist. Ich werbe ihr babei gleich sagen, baß Dr. Philipp sie beim nächsten Musikabenb wieber einmal erwartet. Sie scheint ja ganz vergessen zu haben, daß wir in Dörup Musikabende haben mit dem Tierarzt und dem Doktor.

Huiths Hand lag auf der Klinke. Das Messing war kalt und feucht vom Nebel. Nur einen Augen­blick lang ließ er feine Hand auf ber Kältö bes Metalls ruhen, bann zog er sie zurück. Er ging um bas Haus herum, um von ber anberen Seite her in bas erhellte Zimmer zu schauen. Sybille lächelte

plötzlich scharf anzogen unb ber Wagen einen starken Ruck bekam. Auf bie Bewegung war Becker nicht vorbereitet, er stürzte von bem hochbeladenen Wa­gen ab unb trug babei schwere innere Verletzungen davon. In ber Chirurgischen Klinik in Gießen ist er am gestrigen Montag an ben Folgen dieser Ver­letzungen leider verstorben.

Molkereigenossenschaft Wetterfeld.

* Wetterseld, 7. Juni. Die Molkerei­genossenschaft Wetterfeld vereinigte im Saale von Neuß zahlreiche Mitglieder zur ordent­lichen Hauptversammlung. Der Vorsitzende des Auf­sichtsrats, Ludwig G ö r n e r t XV. (Queckborn), be­grüßte die Mitglieder unb Gäste. Nach der Ehrung der verstorbenen Mitglieder gab der Direktor Gg. Krauß III. (Wetterfeld) die Dermögensbilanz be­kannt und gab außerdem Erläuterungen zum Ge­schäftsjahr 1939." Dieses sei im 35jährigen Be­stehen als das befte zu bezeichnen. Durch bie Er­weiterung bcs Einzugsgebietes, durch die Hinzu- nähme von Grünberg, Laubach und Freienseen sei die Milchanlieferung um 3000 Kilo täglich höher. Ins­gesamt wurden 4 235 666 Kilo (1938: 3185 925 Kilo) angeliefert. 302 826 Kilo wurden als Trinkmilch abgesetzt. 3 982 840 Kilo wurden zu Butter ver­arbeitet. Von den 3 651 941 Litern anfallender But­ter- unb Magermilch wurden 138 351 Liter als Trinkmilch verkauft. 1886118 Liter (im Vorjahr 1597 566 Liter) wurden zu Käse und Quark ver» arbeitet An bie Lieferanten wurden 1 627 472 Liter zurückgeaeben (im Vorjahre 1371 648 Liter). An die Milchtteferanten gelangten durch bie Mol­kereigenossenschaft 589 428 RM. zur Auszahlung (1938: 431 197 RM.) Das betreutet, baß je Kilo Milch 13,92 Rpf. bezahlt würben. Im Vorjahre er­rechnete sich ein Satz von 13,53 Rpf. Als Reichs­stützung würben 113 977 RM. also 2,69 Rpf. je Kilo weitergeleitet. Im Vorjahre betrug bie Stützung durch ben Milch- unb Fettwirtsckastsver- banb 55 176 RM. unb bamit 1,73 Rpf. je Liter. Insgesamt würben 703 405 RM. ausgezahlt. Der Satz je Liter Milch stellte sich damit auf 16,61 Pfg. Der Gesamtumsatz belief sich auf 614 340,08 RM. Mit 3,49 v. H. lag ber Durchschnittsfettgehalt ber Milch beachtlich gut. Das gut wirtschaftliche Ergeb­nis ermöglichte es ber Genossenschaft, ihre Der- binblichkeiten von 20 000 auf 10 000 RM. zu sen-

hmen. Ebenso gilt das für die zur Ueberwachung bmmandierten Mannschaften der Wehrmacht. Um ne Irrtümer aufkommen zu lassen, ordnete das erkommando der Wehrmacht ausdrücklich an, daß tt ben Kriegsgefangenenlagern alle Rücksichten hin­dert Erfordernissen, ber Landwirtschaftsarbeit zu- fckzutreten haben. Ü)ie Kriegsgefangenen müssen ter allen Umständen mindestens die gleiche Ar- itszeit wie der deutsche Bauer und seine qGefolg- ftsangehörigen einhalten. Notwendige Sonntags­beiten dürfen auch nicht deswegen unterbleiben, l die Wachmannschaften mit der Einhaltung der nntagsruhe rechnen. Im Interesse ber Gemein­st leistet jeder deutsche Soldat auf den freien nntag Verzicht. So erwartet es das Oberkom- anbo ber Wehrmacht. Danach dürften sich Aus- landersetzungen über diese Frage nicht ergeben, o sich aber reine Einigung erzielen läßt, wird der eisbauernführer für Abhilfe sorgen.

Neuer Bürgermeister in Laubach.

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ten. Don ber Frühjahrsbestellung bis zum letzten ntetag ergibt sich immer wieder einmal bie Not- nbigteit, auch am Sonntaa bie Arbeit fortzu- en. Dabei gitit es auch für die Kriegsgefangenen ben landwirtschaftlichen Betrieben keine Aus-

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* Laubach, 11. Juni. An Stelle des auf einen kgermeifterpoften im Osten berufenen bisher!- n Bürgermeisters Högy wurde von dem Land- itet bes Kreises Gießen Dr. Lotz ber bisherige erste llsigeorbnete unserer Stabt Heinrich Kopp auf ten befiel' Dauer von 6 Jahren zum Bürgermeister Das Obei- hon Laubach verpflichtet.

imein'iijif Vom Heuwagen tödlich abgestürzt.

erUHv-- 41I-®irb es Ihnen nicht langweilia, zweimal am nb<rV <0/ morgens und abends, diese endlose Fahrt mit ttet &eI1 EN langsamen Fördedampfer zu machen? Morgens iÄflII1-i 013 abends siebzig Minuten?

fort Äk -Man gewöhnt sich daran", erwiderte sie. Er DerlWj,4ate auch keine andere Antwort erwartet. Das -oldine £ itfen diese Mädels hier immer:Marr gewohnt hrtn 2 ® daran." Sie schienen sich an alles ZU gewöhnen,

w* !l Arbeit und Plage, an Sorgen und Kummer, äk ((0 fe'D9IIe war anders-, sie schien Tich nicht mit ihrer Ciifamteit abzufinden, mit ihrem Alleinsein. Uebn» - tis war sie ja jetzt gar nicht mehr so allein. Jetzt

verdient

l lveu" Kimmen oer toctjmeiBapparaie, oie aus uch als to Hettingen ber Werfk herüberblitzten. Er hatte M.f Ul i mrf hi« hör SR löffln mm et Urtb bet

-Auch gut."

, M,»Desine lachte ein wenig, aber Huith sah zur Seite.

,'chenk wußte, baß ihm bie Mädchen von Teek unb in0ht Dirup nachsahen. Er fand sie albern. Diese hier unb i'9e.&,rjrf du andern auch. Der Fahrtwind zauste an seinem N u Mantelkragen und ben hellen Haaren bes Mad- hms, die unter ihrer Kappe hervorsahen. Er hätte t E er n allein hier gesessen uno nach ben verschwinden-